Freitag, 12.30h, mittlerweile im AStA-Büro: Seit nunmehr einem halben Jahr treffen wir uns. Wir, das sind engagierte, selbstlose Informationsjunkies, immer auf der Suche nach neuem Stoff, den wir uns wöchentlich in verbalen Attacken injizieren. Das gemeinsame Ziel: Die Produktion einer massentauglichen Droge mit bewusstseinserweiternder Wirkung, kurz: uniVista.
12.40h, die Redaktionssitzung verzögert sich, als wäre es ein Ritual. Es kommt halt immer jemand zu spät, was die Kasse freut, die schon bald mit einem Euro für die Warterei belohnt wird. Dass wir überhaupt soweit gekommen sind, als wir Anfang des Jahres die Idee einer Unizeitung aus der Schublade geholt haben, bietet wiederum genug Anlass zur eigenen Freude. Und was zusammen kommt, wenn vier weibliche Wesen auf vier männliche treffen und sich neben Diplomern die gleiche Anzahl an Bachelor-Studis die Köpfe zermatert, könnt ihr auf den nächsten Seiten bestaunen.
12.55h: Die Sitzung kann beginnen. Was gibt’s Neues in Vechta, im Landkreis, in der Welt? Wer hat was gemacht?
Viele Fragen kommen auf den Tisch, und ich bin froh, dass ich die Verspätung noch eben nutzen konnte, um den Artikel für die Titelseite – welch Ehre! und wohl doch nicht ganz selbstlos – fertig zu stellen, mit dem Auftrag, uns vorzustellen. Noch eben schnell vorgetragen, höre ich sogleich die kritischen Stimmen der Redaktion. Am Ende sollte doch noch so etwas kommen wie: Auch ihr seid Ausgabe für Ausgabe aufgefordert, uniVista mitzugestalten, sei es in den wechselnden Ausschreibungen, in eurer Kritik, Anregung, einer freien Mitarbeit oder gar in wöchentlicher Redaktionsarbeit. Unsere Erreichbarkeit kennt dabei keine Grenzen: In der digitalen Wirklichkeit findet ihr uns ebenso wieder (univista.de und StudiVZ) wie im weniger virtuellen AstA-Büro, mindestens einmal in der Woche. Zwischen den Vorlesungen ne Idee? Kein Problem, auch vor B1 sind wir mit einem Postfach vertreten.
Freitag, 13.45h, Redaktionssitzungsende. Hunger? Ja. Mensa? Leider geschlossen. Also wieder an die Arbeit. Zum Glück ist man Infojunkie und vergisst das flaue Gefühl im Magen…
von René Kohn