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uniPlay #1
Das bin ich, Deutsch- und Geschichtsstudent aus Osnabrück. Wir haben uns bestimmt schon mal gesehen. Leider wirst du dich nicht mehr an mich erinnern. Schade, naja…
Das ist Enrico. Er studiert Sport. Nur Sport. Seine Hobbies sind Sport und Sportfernsehen. Außerdem kommt er gut bei Frauen an. Reden ist aber nicht seine Stärke. Enrico kommt aus Greifswald.
Nun Charleen. Tja… Charleen kommt aus Bochum. Ihr Hobby ist Shoppen. Leider wurde sie nirgendwo angenommen, daher ist sie in Vechta.
Bob wird Sozialpädagoge. Irgendwann. Bis dahin kümmert er sich um seine zwei “passiv rauchenden” Wüstenspringmäuse. Sein Lieblingsbuch ist Siddartha.
Über Nadine kann ich nicht viel sagen. Wenn ich Glück habe, sehe ich sie montags oder mittwochs bei Ankunft oder Abfahrt. Sie scheint wohl auch zu studieren.
Außerdem ist ein Zimmer frei, das wir bisher leider nicht langfristig vergeben konnten, aber seht selbst
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Das alles schoss mir durch den Kopf, nachdem Claus Stukenbröker, der Bewerber für unser freies WG-Zimmer, gegangen und sein Gestank soweit verflogen war.
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Enrico war sofort begeistert von dem rauhen Kerl. Charleen hingegen, die nie einen Hehl daraus machte, dass sie gutes Aussehen mit gutem Charakter gleichsetzte, war entsetzt.
Da Weihnachten vor der Tür stand und Wohltätigkeit verlangte und es eine Wohltat war, mit Stukenbröker und Enrico zwei Menschen und nicht eine einzelne Charleen glücklich zu machen, entschied ich mich für ihn.
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Die ersten Tage mit Stulenbröker verliefen nicht unharmonisch, aber auch nicht ohne Höhen und Tiefen. So schlug er einerseits einen GEZ-Vertreter in die Flucht, behauptete aber andererseits, Schuld daran, dass das Waschbecken in der Küche zu Bruch gegangen ist, sei nicht er, sondern unsere WG-Regeln, da sie verlangen, daß man sitzenderweise uriniert.
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Eine Woche vor den Ferien veranstalteten meine Mitbewohner und ich eine kleine Weihnachtsfeier. Zuerst sah es nach einem lustigen Abend aus. Die Wohnung duftete nach selbstgebackenen Keksen, wir tranken Glühwein, Bob ließ seine Tüte herumgehen und beklagte sich…
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Da hatte Stukenbröker eine Idee und gab sie auch preis, woraufhin Bob entsetzt von sich gab: “Das geht ja mal gar nicht.”
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Auf einmal sprang Stukenbröker auf, zog seinen Säbel, hielt Bob die Klinge an den Hals und zitierte Ernst Moritz Arndt. Enrico rettete sich mit einem geschickten Sprung hinters Sofa. Der Abend war natürlich gelaufen.
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In den folgenden Tagen hielten wir uns fast nur in Enricos Zimmer auf, um Stukenbröker nicht in die Quere zu kommen.
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Als er uns fand, erklärte er uns, dass er lieber bei einem Kumpel wohnen wolle, der für ein Auslandssemester nach Vechta gekommen sei.
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Ende. Forsetzung folgt…
von Björn Franke, Melanie Ehlert, René Kohn und Stefan Hirsch
uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de)
Titel: uniPlay #1
Datum: 11. Dezember 2006
Rubriken: Artikel,Björn Franke,Melanie Ehlert,René Kohn,Sonderausgabe No 1: Weihnachtsausgabe 2006 - Dezember 2006,Stefan Hirsch,uniPlay
Adresse: http://www.univista.de/2006/12/11/uniplay-1/
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