Wir, die Redaktion der uniVista, distanzieren uns ausdrücklich von der “Zeitung” Boykottista zum Studiengebührenboykott in Vechta!
Wir sind nicht zwangsläufig für die Einführung der Studiengebühren, haben in unseren bisherigen Ausgaben aber stets versucht, eine differenzierte Darstellung des Themas Studiengebühren zu gewährleisten. Dies ist unserer Meinung nach in der Boykottista nicht bzw auf einer derart radikalen Art und Weise geschehen, mit der wir uns nicht identifizieren können und wollen.
Wir halten es des Weiteren für fragwürdig, ob eine derart radikale Darstellung, insbesondere in der quasi zu Gewaltanwendung aufgerufen wird, durch Hochschulgelder finanziert werden sollte – denn die Boykottgruppe hat vom AStA für die Organisation des Boykotts in Vechta Gelder erhalten.
Die Redaktion
| uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de) | |
| Titel: | Boykottista? Nicht mit uns! |
| Datum: | 19. Januar 2007 |
| Rubriken: | Archiv |
| Adresse: | http://www.univista.de/2007/01/19/boykottista-nicht-mit-uns/ |
Nr. 1 von Alberto am 20. Januar 2007 @ 00:00 Uhr
Hallo,
eine kurze reaktion auf eure stellungnahme.
zum einen finde ich es super, dass sich studenten in der “boykottista” endlich einmal positionieren und klar bekennen, dass sie gegen die einführung von studiengebühren sind. diese “egal-unpolitisch-haltung” oder ein “sich-auf-keinen-fall-positionieren-wollen” nervt mich jedenfalls schon lange an vielen studenten in vechta. viele haben eine eindeutige meinung zu diesem thema und ich finde absolut nichts verkehrtes daran, sie auf flugblättern, in zeitungen usw. kundzutun.
es muss nicht immer alles super-objektiv und neutral sein, manchmal ist es einfach nötig, klar position zu beziehen, auch wenn es vielleicht einigen nicht passt! immer alles widerspruchslos hinzunehmen, um der objektivität willen, kann jedenfalls nicht die lösung sein und das ist mit “politischer partizipation”, die ich für unerlässlich halte, sicherlich auch nicht gemeint.
zweitens verwechselt ihr wie viele menschen die begriffe “radikal” und “militant/gewaltbereit” (in dem ihr schreibt, die boykottista sei radikal, indem sie zu gewalt aufrufe, frage: wo denn? . dieses ist eher unter dem begriff militanz zu fassen. aber nochmal.: ich kann in der boykottista keinen aufruf zur gewalt in irgend einer form finden, im gegenteil ich erinnere mich an den satz: “Was bringt schon ein brennendes auto, was eine zerbrochene fensterscheibe?”)
radikal kommt von “radix”, also “wurzel”. es bedeutet, auch die wurzel des problems zu betrachten. sich also nicht nur gegen die studiengebühren zu kümmern, sondern auch zu hinterfragen, warum und in welchem gesellschaftlichen kontext dies geschieht. wenn das schon illegitim sein soll, mache ich mir echt sorgen um die politische (diskussions-) kultur die hier herrschen darf (bzw eben nicht herrschen darf).
aber hier wird wieder deutlich: wenn es inhaltlich (also im bezug auf die argumente) nichts zu kritisieren gibt, wird eben die form kritisiert und solche gedanken als “zu radikal” abgestempelt, ohne, dass sich inhaltlich mit diesen positionen auseinandergesetzt wird.
ganz zum schluss noch der hinweis, dass ihr anscheinend übersehen habt, dass es durchaus auch beiträge gibt (z.b. von herrn von laer), die sich auch aus markwirtschaftlicher sicht gegen studiengebühren aussprechen und positionen beinhalten, die ganz und gar nicht als “radikal” zu sehen sind. sich komplett von der boykottista zu distanzieren bzw. den finanzierungsstopp der boykottgruppe zu fordern, ist unfair und fatal.
gerade weilich studentenzeitungen aus anderen städten kenne, habe ich mich gefeut, dass es endlich auch in vechta eine zeitung gibt, die sich eindeutig positioniert, anstatt versucht, es allen recht zu machen. das geht nicht und klare positionen, diskussionen und politische partizipation sind unerlässlich!
Nr. 2 von flo am 20. Januar 2007 @ 15:32 Uhr
Hallo,
wieso regt ihr euch eigentlich so auf?? die Boykottista steht doch in keiner Beziehung zur “Zeitung” univista. Zudem ist es zu begrüßen, dass es mal eine zeitung gibt, die mal klar stellung bezieht und sich für die Studenten einsetzt.
Ihr seid doch ne Zeitung, die von Studenten geführt wird, da kann man sich doch ruhig mal gegen Studiengebühren aussprechen. Ihr habt doch sicher auch keine lust 500 Euro zu zahlen. Traut euch mal was und macht nicht immer so wischi-waschi-kram!!
Und was das angeht, dass die Boykottista ASTA-Gelder erhalten hat. Ich sag dazu: Richtig so!! Immerhin ist das der Allgemeine Studentenausschuss, heißt PRO-Studenten, ebenso wie die Boykottista!! Das kann die univista wohl nicht von sich behaupten!!
DESHALB: weg mit der wischi-waschi-zeitung,deren Geld vom Asta soll an die Boykottista übergehen und die Verantwortlichen der Boykottista sollen künftig das Zepter der Unizeitung in Händen halten!! Zeit für VERÄNDERUNGEN
Nr. 3 von monsieur lacroix am 20. Januar 2007 @ 20:46 Uhr
“Wir, die Redaktion der uniVista, distanzieren uns ausdrücklich von der “Zeitung” Boykottista”
Diese anführungszeichen zeugen von massloser arroganz eurerseits. meiner meinung nach hat die boykottista die bezeichnung “zeitung” viel eher verdient als euer nichtssagendes wir-fahren-nach-brettorf-magazin!
Nr. 4 von Didi am 20. Januar 2007 @ 21:31 Uhr
ich finde auch, dass der asta lieber geld in eine zeitung mit politischen inhalten stecken soll anstatt in ein larifari-blatt, das in bester schülerzeitungsmanier brettorffahrten, kneipenteste und religionsvergleiche (die man in der 7.klasse lernt) auf hochglanzpapier veröffentlicht.
Nr. 5 von Steffie am 21. Januar 2007 @ 02:43 Uhr
Wir leben in einem Land, in dem Meinungsfreiheit ein im Grundgesetz festgeschriebenes Recht ist.
Wir dürfen also alle unsere Meinung kund tun: Es ist gut, dass wir die Boykottruppe haben, dass sich Leute für eine Sache einsetzen und das wird durch UniVista auch unterstützt. So gab es in der ersten Ausgabe einen Infoartikel zum Boykott. Anschließend haben wir der Boykottgruppe mehrfach angeboten bei uns was zu veröffentlichen. Diese Möglichkeit wurde nicht wahrgenommen. Die Redaktion stellt sich also nicht, siehe Distanzierung, gegen den Boykott. Die Redaktion stellt sich lediglich gegen die Art und Weise wie in der Boykottista dafür Stellung bezogen wurde. Gezwungen sah sich die Redaktion zu diesem Schritt, weil die Namensähnlichkeit frappierend ist und Mitglieder der Redaktion bereits auf unsere neue Zeitung angesprochen wurden. Der Hauptzweck dieser Distanzierung ist also, dass wir klarstellen wollen, dass das nicht die UniVista ist. ( Das dürfte ja auch in eurem Interesse sein) Die Forderung, dass die Reaktion durch Leute von der Boykottgruppe zu ersetzen ist einfach nur lächerlich . Diese Redaktion wurde von Studierenden gegründet und wird vom Asta finanziert. Wenn ihr bei uns mitarbeiten wollt, stellt euch vor und seht ein, dass bei uns nicht Einzelpersonen, sondern die Redaktion bestimmt was veröffentlicht wird.
Wer nur den Brettorfartikel gelesen hat, ist wirklich zu bemitleiden. Dieser nahm lediglich zwei Seiten von insgesamt 16 ein. Es wurde in der Univista ein intensives Streitgespräch zum Thema Studiengebühren geführt. Die Präsidentin wurde zum Interview gebeten und vieles mehr…. Das nächste Mal einfach die ganze Zeitung lesen und dann den Mund aufmachen.
Nr. 6 von Ergänzer/-IN am 21. Januar 2007 @ 03:39 Uhr
Die Stellungnahme auf dieser Webseite ist weitaus mehr als nur eine bloße “Distanzierung”. Die Boykottista hat natürlich nichts mit der univista gemein und es ist auch euer gutes Recht zu sagen, dass ihr damit nichts zu tun habt. Aber auch ein blick ins impressum der boykottista verweist auf die boykottgruppe und nicht auf die univista-redkation.
Aber auf dieser Webseite wird der inhalt der boykottista kritisiert, es wird die “radikalität” angegriffen und sich von dieser Positionierung distanziert. Mal ehrlich, was erwartet ihr von der boykottgruppe? Dass sie Pro-Argumente für Studiengebühren anführt? Ich bitte euch! Das, was in der Boykottzeitung zu lesen ist, ist genau das, was auch von einer boykottgruppe zu erwarten wäre, nicht mehr und nicht weniger.
Zu guter letzt: Der Boykottista zu unterstellen, es würde quasi zur gewalt aufgerufen und dann im selben atmezug die finanzierung durch den asta in frage zu stellen ist sehr harter tobak. Wie ihr sicher bemerkt habt, gibt es in der boykottista keine werbung. wenn der asta diese zeitung also nicht finanzieren würde, hätten die macher/-innen wahrscheinlich ein problem. solche methoden sind unter aller sau! und mir kommt da auch der gedanke, dass die univista unter umständen unliebsame konkurrenz aus dem weg schaffen will. aber das sind nur mutmaßungen.
desweiteren glaube ich auch nicht, dass die Stellungnahme auf dieser seite im einverständnis aller Redakteur/-innen der univista verfasst wurde. sollte das doch der fall sein, wäre es für mich gar eine persönliche enttäuschung, aber das glaube ich eben nicht. ich fordere hiermit also alle univista-redakteur/-innen auf, sich von dieser stellungnahme zu distanzieren, wenn sie wirklich nur klarstellen wollten, dass sie nichts mit der boykottista zu tun haben, trotzdem aber den boykott und andere aktionen gegen studiengebühren unterstützen.
p.s.: eine google-suche nach “Zapatista” könnte auch aufschlussreich sein.
Nr. 7 von +++ nr 5 der redakton +++ am 21. Januar 2007 @ 04:40 Uhr
Wir wollen bei allem ja mal die kirche im dorf lassen!
dass eine distanzierung seitens der univista erfolgt ist, dürfte die macher der boykottista nun wirklich nicht überrascht haben. eine rein zufällig gewählte anlehnung an die bereits veröffentlichte unizeitung kann mir ehrlich gesagt niemand weiß machen, falls dies doch der fall gewesen sein sollte, hätte den machern ebenfalls klar sein müssen, dass sie in diesem fall zumindest seitens der redaktion der univista eine antwort erhalten würden. mir im nachhinein weitere wörter der endung -ista aus dem netz zu fischen ist zwar ganz belustigend, gleichwohl jedoch sinnlos.
1. thema studiengebühren: es ist lächerlich uns zu unterstellen, wir wären für eine einführung der studiengebühren bzw. würden den boykott nicht unterstützen.
wenn sich jemand der o.a. kritiker die mühe gemacht hätte, unsere artikel sorgfältig zu lesen, wäre ihm oder ihr aufgefallen, dass dies durch mehrere artikel deutlich geworden ist. dass wir in unserer wortwahl selbstverständlich nicht den scharfen ton anschlagen, der in der boykottista gewählt wurde, liegt daran, dass wir mit unseren artikeln sowohl die gegner als auch die bewürworter der studiengebühren erreichen wollen. denn: wie auch ich in meinem leben bitter lernen musste: manchmal geht es nicht mit dem kopf durch die wand und das hat nichts mit der tatsache zu tun, dass ich mich dann einer position entziehe oder gar meine ansichten verrate. persönliche angriffe in unqualifizierter ausdrucksweise, wie hier zum teil erschienen, werden nicht ernst genommen und führen zu nichts.
2. inhaltlich betrachtet greifen wir nicht den boykott an sich an. es handelt sich hierbei lediglich um die offene fragestellung, ob man es gutheißen kann, dass ein boykott auf diese art und weise geschieht. ( vollkommen unabhängig davon, ob ich der meinung bin, dass die zeitung u.a. auch dazu genutzt wurde, dem einen oder anderen eine plattform für seine ganz persönliche politische sicht der dinge zu geben. plump ausgedrückt: was interessiert es mich als student im zusammnenhang mit den studiengebühren, wie die deutsche marktwirtschaft funktioniert und welche ungerechtigkeiten sie mit sich bringt. das ist keine ignoranz, lediglich die frage, ob es im zusammenhang mit der boykottsache stand oder dem eigenen ego galt, den artikel zu veröffentlichen.
was bringt es mir, dass eine deutsche punkband mir hoheitsvoll die worte +++++++ um die Ohren schlägt? Bringt es mich weiter? nein.
3. einen direkten gewaltaufruf hat es in der boykottista nie gegeben, richtig! und das ist auch nie so dargestellt worden. es geht an dieser stelle lediglich um aussagen zum boykott, die gewalt beinhalten, wo dem layouter bei der einen oder anderen kursivschreibung sicherlich nur das wort verrutscht ist. aber genau solche dinge rücken das gesamtgeschehen in ein licht, das nicht akzeptabel ist. und wir haben dies der boykottgruppe auch persönlich geschrieben, nur leider bis dato keine stellungnahme dazu erhalten. genau wie zu vielen weiteren angeboten, die die gruppe ohne weiteren kommentar verstrichen ließ. somit ist der vorwurf, wir würden den boykott nicht unterstützen, nicht haltbar.
4. arrogranz kann ich mir mit sicherheit nicht leisten, denn ich kämpfe genauso darum, die gebühren zahlen zu können, die notenschnitte zu schaffen und mich über wasser zu halten. dies gilt auch für den rest dar redaktion. die frage nach der konkurrenz. wir können die boykottista nicht als konkurrenz sehen, da sie aus vollkommen anderer motivation heraus entstanden und somit in einem komplett anderen bereich tätig ist. manchmal muss man eben akzeptieren können, dass man kritisiert wird. und dieser kritik dann auch qualifizirt entgegentreten. etwas, dass wir in der boykottista auch vermisst haben. so sind die, die kritisieren, grundsätzlich lächerlich, zu blöde oder zu unpolitisch. nicht jeder, der einer stark seitenorientiert-politischen meinung kritisch gegenüber steht, ist gleich unpolitisch. vielmehr versucht er, sich in mehrere positionen hineinzuversetzen, vollkommen unabhängig davon, ob dies seiner meinung entspricht. genau das macht journalistisches können aus. grundsätzliche aspekte von mehreren seiten beleuchten um dem leser die möglichkeit zu geben, sich für eine seite zu entscheiden.
ich hoffe, wir konnten somit einigen anfeindungen entgegentreten. für weitere kommentare stehen wir euch gerne zur verfügung. auch seid ihr herzlich eingeladen, euch an der nächsten Ausgabe in form von kritik oder beiträgen zu beteiligen. dies wurde bisher auch nur in begrenzter zahl genutzt. euch stören brettorf fahrten? warum nicht schreiben, wenn es anscheined so grausam war.
Nr. 8 von Doc am 21. Januar 2007 @ 12:40 Uhr
Zu der Sache mit den ASta-Geldern sei noch gesagt, dass es meiner meinung nach auf jedenfall raus geschmissenes geld war. Eine Boykott-”Zeitung” zu unterstützen, die viel zu spät kommt, erinnert mich eher an das sprichwörtliche “das-Geld-die-Toilette-runterspülen”. Objektiv gesehen, ist ein boykott nicht möglich, es sei denn ich interpretiere das wort “Gesetz” falsch. Natürlich bin ich auch nicht für Studiengebühren, aber das habe ich weit vor der Gesetzesverkündung kund getan. Wofür wurde landesweit denn demonstriert? Wer jetzt wirklich denkt er könne etwas ändern in dem er zum Boykott aufruft, ist schlichtweg auf dem holzweg.
Nr. 9 von René (Redaktion) am 21. Januar 2007 @ 15:30 Uhr
Anbei gibt es einen kurzen Artikel, den ich unmittelbar nach der Vollversammlung im Dezember verfasst habe und auf der alten Hp der univista bereits veröffentlicht hatte. Man möge meine Postion zum Boykott hierin herauslesen. Und wem das zu wischiwaschi ist, dem sage ich: Ja, ich bin für den Boykott. Das soll keine Rechtfertigung sein, aber es wurde an einer Stelle nach Positionierung gefragt und das habe ich hiermit getan. Ansonsten schließe ich mich ohne Einschränkung den Worten der Nr. 5 der Redaktion an.
“Noch einmal informieren, noch einmal diskutieren, noch einmal die Hand hoch halten, aufzeigen zum Boykott 2007 oder es sein lassen, weitergrübeln. Der gestrigen Vollversammlung an der Hochschule Vechta zum Boykott 2007 fehlte es weder an Publikum – die Aula war voll – noch an einer klaren Zusage zum Boykott 2007, für den sich eine Mehrheit entschloss. Noch einmal wurden kritische Fragen gestellt, noch einmal konnten sie nicht immer zufriedenstellend beantwortet werden, was daran liegt, dass es, man kann es nicht anders sagen, ein Restrisiko für jeden gibt, der beim Boykott mitmacht, so dieser denn dann tatsächlich stattfinden sollte. Ja, die Gefahr der Exmatrikulation ist gegeben und ja, auch für 1000 und mehr Studenten ist sie vorhanden, zweifelsohne. Und wer meint, er könne nicht gegen geltendes Recht handeln und keinerlei Risiko eingehen, der muss es lassen. Wer also sketpisch ist, möge hier ansetzen und nicht beim Anwalt, der sich mit dem Geld auf und davon macht, der, nebenbei bemerkt, einen ganz seriösen Eindruck machte. Der sich nicht um Kopf und Kragen redete, sondern kurz und knapp den Sachverhalt erläuterte. Schluss.
Einen längeren Vortrag hatte dann schon Prof. von Laer, der die Veranstaltung als erster Gastredner beginnen durfte, der mal eben daran erinnerte, was der Sinn einer Universität sei, nämlich kein wirtschaftliches Unternehmen zu sein, das allen Regeln des Wettbewerbs unterliege. Nein, es gibt eine Geschichte der Universität, und sie beginne mit der fortwährenden Suche nach der Wahrheit und sie ende ganz bestimmt nicht mit der Antwort: mehr Effizienz…, so die Worte von Laers.
Man kann sich den Worten anschließen und mit seinen Kommilitonen mitstreiten oder es sein lassen – das ist die Freiheit des Geistes (auch ein fortwährender Prozess)…”
Nr. 10 von Jule am 21. Januar 2007 @ 15:47 Uhr
ich denke nicht, dass es rausgeschmissenes geld ist, den boykott zu unterstützen. der asta hat sich dafür entschieden und jemanden beauftragt, der sich um den boykott kümmert. und natürlich bekommt dieser mittel gestellt. Und bis jetzt habe ich viel gutes mitbekommen: eine gut besuchte vollversammlung, verständliche flyer, hoher persönlicher einsatz…
ob sich noch was ändern kann oder nicht, kann ich nicht sagen. ich finde es aber trotzdem wichtig, es zu versuchen. und noch wichtiger finde ich, dass gerade vechtaer studenten auch mal zeigen, dass mit ihnen nicht alles zu machen ist.
schade allerdings finde ich, dass nun mit der boykottzeitung so ein unfriede einher geht. natürlich möchte ich mich distanzieren zu dem namen, der ähnlichkeit zum namen “univista” aufweist. und das liegt nicht an der vielen arbeit, die in der bykottista steckt (wer könnte das besser zu schätzen wissen als eine redakteurin?) oder an den aufsätzen von dr. sandkötter, dr. schües, dr. von laers (ein lob, diese dozenten aktiviert zu haben) oder an der anschaulichen erklärung des boykottablaufs auf der rückseite. dieser distanzierungswunsch hängt mit einigen formulierungen zusammen, denen ich mich nicht anschließen kann, da sie amtspersonen “runtermachen” oder zu illegalitäten aufrufen (anscheinend, wie ich oben lesen konnte, habe ich das zweite falsch verstanden. das ist natürlich blöd. aber vllt verstehen es dann andere auch falsch?). und ich finde, so was sollte nicht in eine zeitung, die allgemeinheiten ansprechen und wohl auch deren meinung wiedergeben will.
Außerdem frage ich mich, wer mit der zeitung angesprochen werden soll? sollen nicht möglichst viele am boykott teilnehmen? egal aus welchen gründen? kam nicht vom boykott-beauftragten selbst das beispiel: “auch wenn man sich für 500 euro nur schuhe kaufen will!”? und ob diese leute, die alle ein recht auf studiengebührenfreiheit haben, egal aus welchem gedanklichen hintergrund, sich durch eine schon links orientierte zeitung ansprechen lassen?
alles in allem muss trotz der “fehler” (für mich, erkannt werden sie wohl nicht von den redakteuren der boxkottista) klar bleiben, dass arbeit drin steckt und (vllt mit falschen mitteln) einer guten sache gedient werden sollte. um so trauriger finde ich es, dass hier regelrechte anfeindungen mit der univista, ihren inhalten, ihren redakteuren laut werden.