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Von Libidoökonomie und Liebesdienst – Von Götzenliebe und Gottes Krieger
Feridun Zaimoglu ist ein Paradebeispiel für gelungene Integration. Er ist im anatolischen Bolu (1964) geboren und lebt seit nun über 30 Jahren in Deutschland. Nach einem Studium der Kunst und der Humanmedizin wohnt und arbeitet er als freier Schriftsteller in Kiel und schreibt auch für verschiedene Wochenzeitungen. 2003 erhielt er für seine Erzählung „Häute” den Publikumspreis beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Diese und elf weitere Erzählungen finden sich in dem Buch “Zwölf Gramm Glück”. Wie der Titel schon sagt, geht es um das Glück im Leben oder das, was der Mensch dafür hält und wonach er sein ganzes Leben vielleicht vergeblich sucht. Feridun Zaimoglu scheut dabei nicht den Kontrast. So spielen seine Geschichten sowohl im Kiez deutscher Großstädte, als auch in Hinterhöfen von touristischen Badeorten. Zwischen Mann und Frau geht es dabei nicht immer zart zu. Die Protagonisten seiner Erzählungen setzen das Glück meist mit dem Finden der Liebe gleich. Sehnsüchtig und schmerzvoll versuchen sie mit der Wirklichkeit zurecht zu kommen und nicht an ihr zu zerbrechen. Die Sprache, welche oft ebenso rau und direkt ist wie die Wirklichkeit, die sie beschreibt, fesselt den Leser von Anfang an und verschafft ihm so eine ganz andere Sicht auf die Dinge des alltäglichen Lebens.
Feridun Zaimoglu: Zwölf Gramm Glück
Signatur: CQYz132
von Stefanie Bruns
uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de)
Titel: Von Libidoökonomie und Liebesdienst – Von Götzenliebe und Gottes Krieger
Datum: 29. Januar 2007
Rubriken: Artikel,No 03 - Januar 2007,Perlen der Bibo,Stefanie Bruns
Adresse: http://www.univista.de/2007/01/29/von-libidooekonomie-und-liebesdienst-von-goetzenliebe-und-gottes-krieger/