Der diesjährige höchst renommierte Preis der Wissenschaftlichen Gesellschaft der freien Hansestadt Bremen (Wittheit zu Bremen) geht an den Vechtaer Geschichtsmagister Lukas Aufgebauer. Eine Kommission, die über die Vergabe des Preises befindet, hat die von Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker und Dr. Mark Feuerle betreute Magisterarbeit mit dem Titel „Zwischen kultureller Identität und Mäzenatentum. Der Einfluss der niedersächsischen Heimatbewegung auf den Unternehmer Ludwig Roselius und dessen Böttcherstraßen- Idee“ ausgezeichnet. In einem feierlichen Akt wurde im Blauen Saal des Paula-Modersohn- Becker-Hauses der Preis am 23.04. vom Vize-Präsidenten der „Wittheit zu Bremen“ Prof. Dr. Hans Kloft überreicht. Zahlreiche Personen aus dem Universitätsund Kulturleben Bremens waren anwesend, als Prof. Dr. Hans Kloft eine Laudatio auf den Preisträger des Jahres 2007 hielt und gleichzeitig einen Überblick über die preisgekrönte Arbeit gab. In seiner mit der Bestnote ausgezeichneten Magisterarbeit untersucht Lukas Aufgebauer die umstrittene Ideengeschichte der Bremer Böttcherstraße, die heute noch eine zentrale Touristenat traktion Bremens ist. Lukas Aufgebauer konzentriert sich in seiner Arbeit auf die Ursprünge der Umgestaltung der Böttcherstraße und ihrer Entstehungsgeschichte ab 1890. Hierbei erforschte er die Einflüsse für dieses kulturell, künstlerisch und politisch motivierte Bauwerk. Die vor 76 Jahren vom Kaffee HAG Erfinder umgebaute Straße sollte als heimliches Zentrum die Bremer Bürger in eine Welt der Kunst und der geistigen Erholung einladen. Gerade die Würdigung der vorher stark umstrittenen, schillernden Persönlichkeit des Ludwig Roselius, der oft in die Nähe der Nationalsozialistischen Bewegung gebracht wurde, unterstrich Prof. Dr. Hans Kloft in seiner Rede. Lukas Aufgebauer und Prof. Dr. Hucker planen, diesen Erfolg der Hochschule Vechta mit weiteren Projekten zu diesem Thema zu zementieren. Mehrere Institutionen und Verbände aus Bremen, Osnabrück und Göttingen signalisierten bereits großes Interesse an einer Zusammenarbeit und weitere Unterstützung. Der AStA der Hochschule Vechta ist stolz auf seinen Kommilitonen und wünscht Lukas Aufgebauer noch viele weitere Auszeichnungen und Veröffentlichungen in seiner noch jungen wissenschaftlichen Karriere.
von Arnold Hobbacher