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PIXELIO [1]
Beim Aufräumen meiner Regale bin ich auf ein Büchlein gestoßen, gefüllt mit meinen literarischen Frühwerken. Gegenstand eines Gedichtes ist die Harpunierung des letzten Wales und die danach eintretende Leere im menschlichen Leben. Kein Glanzstück. Aber ausreichend, um mich zum Denken zu bewegen.
Ist das, was ich so mit Leben betitele, gut, richtig, ökologisch korrekt? Ist meine Hautcreme an Tieren getestet? Wurde der Lachs auf meinem Teller nicht ge- sondern überfischt? Mussten für meinen Collegeblock Wälder gerodet werden? Starben Tiere, um Teil meines Burgers zu sein? Wird der Strom, den ich ver(sch)wende, durch erneuerbare Energien erzeugt?
Was kann ich tun, um dem Ideal des ökologisch korrekten Lebens näher zu kommen? Ein Einsiedlerdasein im Steigerwald ist keine Alternative und auch Selbstversorgerin zu werden, ist als geisteswissenschaftliche Studentin wenig erfolgsversprechend.
Aber machtlos bin ich auch nicht, schließlich ist mein größtes Manko auch meine größte Waffe:
Ich bin Kosumentin. Und damit habe ich die Macht. Sehr optimistisch gesehen, aber wurde nicht alles Neue durch die Zuversicht Einzelner geboren?
Kleine Anleitung zum Ökologischsein:
- Esse nur solchen Fisch, bei dem Fang und Haltung akzeptabel ist. (www.greenpeace.de/themen/meere [2])
- Benutze Recycling-Papierprodukte.
- Kaufe möglichst Bioerzeugnisse. Jedoch ist nicht alles, was sich dafür ausgibt, „bio“. Achte auf die Gütesiegel. (www.allesoeko.net [3])
- Fahre Bahn, Bus, Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften.
- Trenne deinen Müll.
- Freu dich über den Fairtrade-Kaffee im Bistro und fühl dich gut beim Genuss.
- Nimm Jute-statt Plastiktüten.
- Zieh den Stecker und lass die Geräte nicht auf Standby laufen.
- Dreh den Wasserhahn beim Zähneputzen zu.
- Benutze Fehldrucke als Schmierblätter
- Putze mit Essig.
- Kaufe tierversuchfreie Kosmetika. (www.tierschutzbund.de [4])
- Besuche doch mal den Wochenmarkt, jeden Mittwoch und
Samstag von 7.00 bis 12.00 auf dem Parkplatz vor dem Metropol-
Kino. Alle dort angebotenen Produkte sind garantiert aus
dem Umkreis.
von Julia Stock