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Von Leid zu Lebensfreude, von Hypnose zur Heilung
Wer wollte nicht mal einen Blick hinter die Kulissen werfen? Wer wollte nicht gern Wissen wie, ein großer Denker zu seiner Erkenntnis kommt, wie er sein Leben gestaltet, wovor er Angst hat und wann er weint?
Irvine D. Yalom ist bekannt für seine Veröffentlichungen zum Thema Psychotherapie. In „Und Nietzsche weinte“ begibt er sich mit Hilfe der Fiktion an die Anfänge derselbigen. Im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts trifft Herr Dr. Breuer (bekannt für die Erforschung des Gleichgewichtssinns) auf den schwer kranken Nietzsche. Dieser befindet sich in der Blüte seines Schaffens und möchte trotz starker Beschwerden eigentlich gar nicht behandelt werden.
Doch seiner Auftraggeberin Lou Salomé zuliebe liefert sich Dr. Breuer spannende, intellektuelle Rededuelle mit Nietzsche, um ihn von einer Behandlung seiner Psyche zu überzeugen. Letztlich gelingt es ihm durch eine List, ihn in einer Klinik unterzubringen, um dort das Experiment psychische Genesung zu starten. Dr. Breuer hat einen jungen Protege: Ein junger Medizinstudent namens Freud, welcher bei ihm ein und aus geht und für den Verlauf der Geschichte eine nicht unerhebliche Rolle spielen wird.
Tiefe Einsichten über Begegnungen, Enttäuschungen, Sehnsüchte, Macht und Ohnmacht, kurzum über das Leben bietet die Lektüre dieses dabei auch immer spannenden Romans. Es ist fast so, als erlebte die Leserschaft die Geburt der Psychotherapie mit.
Irvine D. Yalom: Und Nietzsche weinte
Signatur: 383222
von Stefanie Bruns
uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de)
Titel: Von Leid zu Lebensfreude, von Hypnose zur Heilung
Datum: 19. November 2007
Rubriken: Artikel,No 06 - November 2007,Perlen der Bibo,Stefanie Bruns
Adresse: http://www.univista.de/2007/11/19/von-leid-zu-lebensfreude-von-hypnose-zur-heilung/