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Wohin mit Problemen im Studium?
Zuerst muss man das vorhandene Problem analysieren und feststellen, um was es sich genau handelt. Ist es fachlicher Natur, d.h. wenn man sich über einen Dozenten beschweren will, die Räume zu klein sind oder die zu leistenden Anforderungen eines Teilmoduls zu hoch für die zu erwartenden APs sind, dann ist der jeweilige Fachrat der richtige und kompetente Ansprechpartner. Der Fachrat hat in den meisten Fällen ein gutes und offenes Verhältnis zu den Lehrenden und den Institutsleitenden. Große und kleine Probleme können von den Fachräten über den „kurzen Dienstweg“ durch ein kleines Gespräch oder durch einen offiziellen Brief/Beschwerde in Angriff genommen werden. Man kann sich durch die Aushänge an den jeweiligen „schwarzen Brettern“ oder via Internetseite des Fachbereiches informieren, wer von euren Mitstudierenden Mitglied im Fachrat ist. Danach kann man den Mitgliedern entweder via E-Mail oder während der Fachratssitzungen persönlich sein Problem schildern. Nun liegt es an den Fachräten aktiv zu werden. Sollten die Fachräte gegen eine Mauer laufen und trotz intensiver Bemühungen dennoch nichts erreichen, kann der AStA den Fachrat unterstützen und auch das Gespräch suchen oder aber die nächst höheren Stellen im Präsidium in Kenntnis setzen. Denn bei allen Bemühungen kann man auf Missstände nur hinweisen und diese schriftlich festhalten, so dass eine offizielle Aktennotiz entsteht. Ob auf die Sorgen und Nöte letztlich eingegangen wird, hängt von den einzelnen Instituten und Fachbereichen ab. Zwingen kann man hierbei niemanden, aber man macht auf die Lage aufmerksam. Meistens werden alle Probleme in kurzer Zeit gelöst. Aber infrastrukturelle Probleme, wie z.B. zu wenig und zu kleine Räume brauchen natürlich etwas mehr Zeit. Neue Gebäude kann sich die Hochschule nicht einfach schnitzen, und unglückliche Planungen gibt es überall. Beschwerden sind richtig und wichtig, aber ein wenig Geduld sollte mitgebracht werden. Die Mühlen aller Bürokratien in Deutschland (und überall in der Welt) mahlen sehr langsam. Da sind Hochschulverwaltungen nicht anders.
Aber manchmal gehört es auch zu dem Studium, als Studierender zu improvisieren und mit schwierigen Situationen zu Recht zu kommen. Denn ein Studium an einer Universität ist nun mal keine Schulausbildung. Es wird, gerade wenn man 2 oder 3 verschiedene Fächer hat, immer wieder zu Überschneidungen kommen, oder dass man manchmal zwei Prüfungen an einem Tag hat. Alles in allem ist man hier in Vechta doch an einer Einrichtung, in der man sich kennt und in der die Dienstwege sehr kurz sind. Auf die meisten Wünsche der Studierendenschaft geht man ein und versucht, diese so schnell wie möglich umzusetzen. Das sieht in Massenuniversitäten wie Münster und Göttingen schon ganz anders aus.
von Arnold Hobbacher
uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de)
Titel: Wohin mit Problemen im Studium?
Datum: 19. November 2007
Rubriken: Arnold Hobbacher,Artikel,AStA informiert,No 06 - November 2007
Adresse: http://www.univista.de/2007/11/19/wohin-mit-problemen-im-studium/