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Vom Erkennen und Erreichen, von Freundschaft und Frohsinn
Knapp 800 Kilometer durch Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela, eine unglaubliche Reise, selbst für tiefgläubige Menschen, die diesen Weg schon mehrmals gegangen sind. Und nun machte sich Hans Peter Kerkeling auf diesen Weg und hat ein Buch darüber geschrieben? Das klang so unglaublich, dass ich es lesen musste. Das Buch zeigt den Entertainer von einer ganz anderen Seite, immer wieder geht der sich selbst als untrainierter Moppel bezeichnende Mann an seine persönlichen Grenzen. Auf der Suche nach, ja nach was eigentlich? Sich selbst? Nach Gott? Als Leser hat man das Gefühl, Hape Kerkeling die ganze Zeit auf seinem Weg zu begleiten und gerät beim Lesen schnell selbst ins Grübeln, über sich und wie die Welt zusammenhängt. Man begleitet ihn über die ganze Etappe, über die Gipfel der Pyrenäen, durch das Baskenland, Navarra und Rioja bis nach Galicien zum Grab des heiligen Jakob. Mit gewohntem Witz und Charme, aber auch mit eher ungewohnter Nachdenklichkeit und Tiefsinn, lässt er den Leser an Momenten der Stille und Einsamkeit, aber auch an skurrilen Begegnungen und neuen innigen Freundschaften teilhaben. Insgesamt ein Buch, dass ich mit Spannung und Freude gelesen habe und zudem man auch als eher „nichtgläubiger“ Mensch wie ich gerne greifen darf.
Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg: meine Reise auf dem Jakobsweg
Signatur: 379588
von Melanie Ehlert
uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de)
Titel: Vom Erkennen und Erreichen, von Freundschaft und Frohsinn
Datum: 23. April 2008
Rubriken: Artikel,Melanie Ehlert,No 08 - April 2008,Perlen der Bibo
Adresse: http://www.univista.de/2008/04/23/vom-erkennen-und-erreichen-von-freundschaft-und-frohsinn/