Das Ausland im Inland – und wie vom Inland ins Ausland
Nach dem Abitur wollen viele ins Ausland. Einfach mal die Welt sehen oder auch dort arbeiten und Verantwortung übernehmen. Auch Studenten gehen oft ins Ausland, um dort Erfahrungen zu sammeln, Praktika zu absolvieren oder zu studieren. Doch nicht nur deutsche Studenten lieben diese globale Art zu studieren, auch ausländische Studenten kommen gerne nach Deutschland, vielleicht weil sie Deutsch studieren oder einfach eine Partneruniversität in ihrem Land haben. Es gibt verschiedene Gründe, aber genau dieselben, die auch deutsche Studenten bewegen.
Das International Office – an dieser Stelle ein Dank – und uniVista haben drei Studentinnen gefunden, die momentan in Vechta sind und bereit waren, sich vorzustellen.
Olga ist 19 und kommt aus Lettland. Sie ist seit 3 Monaten in Deutschland und möchte Lehrerin werden. Die Vorlesungen in ihren Fächern sind nicht so stark besucht, wie in Vechta. Trotz der großen und nicht so persönlichen Besprechungen der Themen ist sie gern in Deutschland und freut sich über jede neue Erfahrung, die sie mitnehmen kann.
Yildiz ist 22 und kommt aus der Türkei. Sie ist seit 2 Monaten in Vechta. Da es in der Türkei eine Partneruniversität zu Vechta gibt, dachte sich Yildiz, mal nach Deutschland zu kommen. Sie möchte Lehrerin werden und denkt, dass das Vechtaer Vorlesungsangebot besser ist, als in ihrer Heimat, da dort der pädagogische Bezug fehlt. Yildiz ist froh in Deutschland zu sein, denn eine Erfahrung ist es auf jeden Fall wert.
Jiajia ist 21 und kommt aus China. Seit mehr als 2 Monaten ist sie in Vechta, wo sie Erfahrungen sammelt. Jiajia möchte Übersetzerin oder Dolmetscherin werden. In Deutschland vertieft sie ihre Kenntnisse. In China sind die Vorlesungen nicht so frei wählbar wie in Deutschland, aber auch dort gibt es viele Veranstaltungen, die unseren sehr ähneln.
von Sarah Kotten
Checkliste fürs Ausland
Auslands-BAföG: Informiert euch rechtzeitig unter www.bafoeg.de, welche Stadt für eure Region zuständig ist. Das deckt sich meistens nicht mit dem Inlands-BAföG.
Kreditkarten: Achtet darauf, dass ihr eine gebührenfreie Karte beantragt. Viele Banken bieten diese für Studenten an. Einfach mal bei der Bank eures Vertrauens anfragen. Weiter solltet ihr in einen Reiseführer schauen, wo in eurer Stadt internationale Bankautomaten sind. In guten Führern wie Marco Polo oder Loose erhält man alle lebenswichtigen Informationen. Die Kosten hierfür liegen zwischen 20 und 30 Euro, die aber goldrichtig investiert sind.
Visum: Bei nicht EU-Ländern ist ein Visum von Nöten. Hier gibt es verschiedene Abstufungen. Für ein Auslandssemester sollte man jedoch zusehen, dass ein Studentenvisum für ein Jahr bewilligt wird, auch wenn man nicht so lange bleiben möchte. Ein Touristenvisum schränkt einen doch etwas ein und nach spätestens 90 Tagen muss dieses verlängert werden oder ihr müsst das Land verlassen.
Wenn ihr ein Visum per Post beantragen solltet, rechnet mit mindestens 3 Wochen Bearbeitungszeit (obwohl das noch schnell ist). Nähere Infos erhaltet ihr auf den Konsulatsseiten der Länder.
Wenn ihr ein Visum per Post beantragen solltet, rechnet mit mindestens 3 Wochen Bearbeitungszeit (obwohl das noch schnell ist). Nähere Infos erhaltet ihr auf den Konsulatsseiten der Länder.
Anrechnung/Beurlaubung: Falls ein Auslandssemester nicht zwingend für euer Studium angesetzt ist, solltet ihr euch mindestens ein Jahr im Voraus informieren, ob dieser Aufenthalt euch irgendwie für das Studium hier angerechnet werden kann. Hierfür einfach einmal im International Office oder direkt beim Prüfungsamt nachfragen. Ansonsten liegen beim SSC Formulare für die Beurlaubung aus (dann verliert ihr hier nicht euren Studienplatz, müsst aber auch keine Gebühren bezahlen).
Stipendien: Hier ist es ratsam das International Office zu befragen. Es gibt länderabhängige Stipendien wie Erasmus, Erasmus mundo, Leonardo und private Stiftungen. Wer vor hat, sich um ein Stipendium zu bewerben, sollte dieses min. 6 Monate vorher tun und besonders die Anmeldefristen beachten, die oft sehr früh sind.
Internationaler Führerschein (für nicht EU-Länder): Kostenfaktor ca. 14-16 Euro.
Versicherung: Eine Auslandskrankenversicherung ist nicht außer Acht zu lassen. Es gibt sehr gute Versicherungen, die im Monatsrhythmus gestaffelt sind. Hierzu können wir euch die ISIS empfehlen oder die Versicherung des ADAC. Hierbei lohnt es sich auch dringend, einen Preisvergleich zu unternehmen. Es ist zwar lästig, aber die Bedingungen ändern sich ständig und eine gute Versicherung ist lebenswichtig. Kostenfaktor für 6 Monate ca. 250-350 Euro.
Impfungen: Sollte euer Traumstudienort ein Nicht-EU-Land sein, solltet ihr dringend den Arzt eures Vertrauens aufsuchen und euch nach nötigen Impfungen erkundigen. Dieses bitte auch min. 6 Monate im Voraus. Falls ihr nicht alle Hepatitis-Impfungen haben solltet, dauern die nämlich schon einige Monate. Hierbei ist auch bei der Krankenkasse die Info einzuholen, ob diese die Kosten der Impfungen übernimmt. Für ein Studium ist dieses oft der Fall, aber auch von Kasse zu Kasse unterschiedlich.
Dokumente: Ganz wichtig vor der Abreise ist es, von allen Dokumenten – am besten mehrere – Kopien anzufertigen, und diese beglaubigen zu lassen. Fertigt eine Mappe an, die ihr bei euren Eltern, Verwandten oder besten Freunden hinterlasst, falls irgendetwas im Ausland verloren gehen sollte.
Reisepass: Zu beantragen ist der Reisepass für die Reise in Nicht-EU-Länder bei der Stadt, in der ihr mit eurem Erstwohnsitz gemeldet seid. Ein biometrisches Fotos ist Pflicht und dauert ca. 3 Monate. Kostenfaktor: 37-40 Euro.
Vor der Abreise ins Ausland solltet ihr auch unbedingt einige Passfotos machen lassen. Man weiß nie, wofür man die braucht, aber glaubt mir, ihr werdet sie brauchen.
Vor der Abreise ins Ausland solltet ihr auch unbedingt einige Passfotos machen lassen. Man weiß nie, wofür man die braucht, aber glaubt mir, ihr werdet sie brauchen.
von Jessica Barbato
