Auf ein Wort mit Kyrill Kuritsyn

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In dieser Rubrik stellen wir Euch ab sofort in jeder Ausgabe jemanden vor, der im Rahmen eines Studienaustauschs ein paar Monate oder auch mehr in Vechta verbringt. Die Fragen sind jedes mal die selben, die Leute hoffentlich nicht.
Foto: Stefan Hirsch
Du heißt:
Kyrill Kuritsyn
Du kommst aus:
Schuya, einer kleinen Stadt in Russland
Du studierst:
Germanistik und Sozialwissenschaften
Warum hast Du Dich ausgerechnet für Vechta entschieden?
Die Hochschule Vechta hat mit meiner Universität in Kuritsyn partnerschaftliche Beziehungen.
Was ist hier genauso, wie Du es erwartet hast?
Ehrlich gesagt ist es schwer zu erklären, weil ich vorher noch nie in Deutschland gewesen bin. Nur positives habe ich von dem Wohnheim Sonnenkamp gehört. Und es ist wirklich genauso, wie mir erzählt wurde.
Und was ist völlig anders?
Das Bachelor-/Master-Studium. Und dass man seinen Stundenplan selbst zusammen stellt.
Würdest Du gerne länger bleiben als ursprünglich
vorgesehen?
Ich würde gerne in Deutschland zu ende studieren. Aber bleiben möchte ich nicht, obwohl ich Deutschland sehr mag. Es ist ziemlich kompliziert. Außerdem ist meine Familie in Russland, alle meine Freunde sind auch dort. Ich habe oft Heimweh.
Was machst Du, wenn Du Heimweh bekommst?
Ich besuche Freunde oder telefoniere übers Internet mit meiner Familie oder Freunden in Russland. Manchmal unterhalten wir uns stundenlang, besprechen alle möglichen Themen. Das Heimweh verschwindet dann einfach, die Laune wird sofort wieder gut.
Wo werden die besseren Partys gefeiert?
In Russland. Die Musik ist besser. Außerdem kann ich mit meinen besten Freunden hingehen.
Was gefällt Dir an den Deutschen?
Mir gefällt ihre Mentalität, ihre Hilfsbereitschaft, und das man sich immer gut mit ihnen unterhalten kann.
Und was stört Dich an ihnen?
Ich habe noch nie etwas Negatives mit den Deutschen erlebt.
Hast Du schon mal vorher im Ausland gelebt?
Ich war schon vor dem Studium mehrmals in Deutschland. Zwei Monate habe ich bei einer Gastfamilie gewohnt, im Sommer war ich oft hier, um Bekannte zu besuchen.
Würdest Du zu einem Studienaustausch raten?
Auf jeden Fall! Man lernt die Menschen, die Kultur und die Mentalität des Landes kennen. Die Sprache lernt man irgendwie automatisch. Man bekommt interessante Einblicke. Solche Möglichkeiten darf man auf keinen Fall verpassen.
Sei ehrlich: Nerven Dich diese Fragen?
Nein, diese Fragen nerven mich nicht.
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast!
Das Interview führte Stefan Hirsch.

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