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Der “Dies academicus” der Studierenden
17. November 2010 – 11.30 Uhr. In den Gängen unserer Uni herrscht ein reges Treiben. Aber neben dem üblichen Verkehr zwischen den Seminarräumen werden auch Flipcharts, Tische, Plakat- und Stellwände durch die Flure getragen. Die Fachräte bauen zu jener Zeit ihre Informationsstände für den „Dies academicus“ auf. In den Gängen riecht es bereits nach Glühwein und nach Waffeln. Viele der beteiligten Fachräte ergänzen ihre Info-Stände mit dem Verkauf von Glühwein, Waffeln, Keksen, Kaffee oder Softdrinks.
Ziel dieser Informationsstände war es, die Anregungen, die Kritik und die Verbesserungsvorschläge der Studierenden zum Thema „Gutes Studieren“ zu sammeln. Die Meinung der Studierenden sollte hier unmittelbar von den Fachräten aufgenommen, ausgewertet und an die Verwaltungsstellen der Universität weitergeleitet werden. Die Bereitschaft der Studierendenschaft zur Teilnahme war immens.
Alle Stimmen der Studierenden wurden im Anschluss zusammengetragen und ausgewertet. Die angenehme Atmosphäre unserer „kleinen“ Universität, die kurzen Wege zu den Seminaren und Dozenten und selbstverständlich auch die Verpflegung durch die Mensa, waren die positiven Eindrücke der Studierenden. Daneben gab es auch selbstverständlich auch Negatives. Zwei Dinge stachen hierbei aus der Masse der Verbesserungswünsche heraus. Zum einen bemängelten die Studierenden den fehlenden Praxisbezug an der Universität Vechta. Besonders die Fachschaften der Lehramtsfächer wünschten sich eine Art „Praxistag“ in der Woche, wie es ihn bereits an anderen Universitäten des Landes gibt. Der andere große, von den Studierenden vorgebrachte Kritikpunkt war die teilweise starke Überfüllung der Seminarräume. Fachschaftsübergreifend herrschte Konsens im Wunsch nach einer angepassten Raumbelegung an unserer Universität.
Die Studierenden beklagten zudem häufig die Anwesenheitspflicht in den Seminaren und die noch immer nicht einheitlichen Prüfungsleistungen zur Erbringung der nötigen Creditpoints.
Auch die Ausgestaltung des Semestertickets war eines der großen Themen an diesem Tag. Während viele KommilitonInnen kein Semesterticket nutzen, hätten andere Studierende gerne ein umfassenderes Streckenangebot für das Semesterticket und befürworten eine Erweiterung. Die Transparenz bei der Verwendung der Studienbeiträge war ebenfalls eines der am häufigsten angesprochenen Themen der verschiedenen Fachschaften.
Am Abend folgte dann eine offene Podiumsdiskussion, die den Tag abrunden sollte. Hier gingen die ausgewerteten Meinungen der Studierenden ein. Somit bestimmten die Studierenden direkt den Fortgang und die Inhalte der Diskussion. Vertreter des Präsidiums und der Verwaltung der Universität Vechta, der Professoren- und der Studierendenschaft diskutierten rund zweieinhalb Stunden über die Anregungen der Studierenden. Frau Dr. Rieken, Vizepräsidentin der Universität Vechta, eröffnete zunächst die Diskussion und stand den Studierenden im Anschluss, als Teil der Diskussionsrunde, Rede und Antwort. Neben der Vizepräsidentin vertat auch Professor Dr. Winter die Verwaltung. Vertreter der Professorenschaft waren Frau Professorin Dr. Onnen-Isemann und Herr Professor Dr. Möhring-Hesse. Die Studierendenschaft wurde von Alexander Müller (Senat), Maurice Mathéus (AStA) und Christoph Pülm (Geschäftsführung des Studierendenparlaments) repräsentiert. Auch das Qualitätsmanagement und die Zentrale Studienberatung der Universität Vechta waren durch Frau Dr. König und Frau Siemer vertreten. Die Moderation der Podiumsdiskussion übernahm an diesem Abend Mathias Schubert, ebenfalls Teil der Geschäftsführung des Studierendenparlaments. Zusammen mit den rund einhundert Gästen im Publikum, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über das Thema „Gutes Studieren“. Viele der Studierenden im Publikum nutzten den an diesem Abend geschaffenen, kurzen und unmittelbaren Draht zum Präsidium der Universität Vechta und brachten ihre Kritikpunkte in die Diskussion ein.
Das erste positive Ergebnis dieser Podiumsdiskussion ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Bereits einen Tag später lud die Vizepräsidentin der Universität Vechta, nach einer mehr als einjährigen Pause, wieder zu einer Sitzung der „AG Studienbeiträge“ ein. Diese bemüht sich um eine sinnvolle und transparente Verwendung der Studienbeiträge. Die Zentrale Kommission für Lehre und Studium (ZKLS) tagte am 1. Dezember und nahm die Kritik und die Verbesserungswünsche der Studierenden, in einer für alle Interessierten zugänglichen Sitzung, noch einmal auf.
von Keno Müller
uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de)
Titel: Der “Dies academicus” der Studierenden
Datum: 17. Januar 2011
Rubriken: Artikel,AStA informiert,Keno Müller,mit Aktualität,No 18 - Januar 2011
Adresse: http://www.univista.de/2011/01/17/der-dies-academicus-der-studierenden/