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Semesterticket – Pro und Contra
Herzlich willkommen erweitertes Semesterticket!
Auch ich gehöre zu den Betroffenen, die mit dem Nachgeschmack der eingeschränkten Freiheit zu kämpfen haben und die Erweiterung durchaus begrüßen würden.
Man muss sich mit den Zukunftsvisionen der Uni weiterentwickeln. Es widerspricht sich, wenn die Uni bereits das Feuer entdeckt hat, offene Arme für Entwicklung und Fortschritt sowie für angehende Studenten von überall her ausgestreckt hält, während das Semesterticket immer noch in Fellbekleidung durch die Wälder irrt und sich egoistischerweise auf die Menschen in unmittelbarer Nähe beschränkt.
Des Weiteren ist es ein Fakt, dass die NordWestBahn eine Preiserhöhung plant. 2012 wird der Preis für das bereits vorhandene Ticket 22,70 Euro betragen und weitere Preiserhöhungen sind nicht auszuschließen. Wenn dieser Fall eintrifft, lohnt sich das alte Ticket in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis dann noch? Oder wollen wir mehr Qualität für einen, im Verhältnis zu den neuen Möglichkeiten kleinen Aufpreis?
© Erich Westendarp / PIXELIO [1]
Ich halte mir vor Augen, wie flexibel ich dank des neuen Tickets wäre. Ich halte mir vor Augen, wie günstig ich beispielsweise meine Semesterferien gestalten könnte! Wieso nutzen wir nicht die zentrale Lage von Vechta und erleben kleine Abenteuer in den etwas weiter weg liegenden Städten, die eigentlich leicht zu erreichen wären? Was spricht dagegen, dass wir unsere Uni mit der Erweiterung des Semestertickets für unsere zukünftigen Mitstudenten attraktiver gestalten und ihnen ihre Heimfahrten erleichtern?
Ob man will oder nicht, in Zukunft wird sich noch so einiges mehr verändern und man wird es nicht verhindern können. Warum passen wir uns demnach nicht einfach an und ziehen Vorteile daraus?
Dann wäre Vechta kein „B-Plan“ mehr, sondern schon sehr bald eine nette Option, um die sich die Studenten reißen.
von Johanna-Maria Jaromin
Semesterticket – Mal wieder …
Auf ein Neues: Die Semesterticket-Welle rollt wieder. Der Dauerbrenner für die StuPa-Wahlen, dem Dies academicus oder in der Umfrage des AStA wurde mal wieder entstaubt. Zwar schaffte man erstmalig eine etwas repräsentativere Umfrage dank StudIP, dennoch sollte man irgendwie langsam mal merken, dass es eine Frage ohne Ziel ist. Den Leuten aus Cloppenburg, Bersenbrück, Sullingen oder Lohne bringt das Semesterticket in seiner jetzigen Form fast nichts. Sie dürfen aber trotzdem kräftig löhnen. Im Gegenteil, sie müssen sogar noch Sprit und andere Unterhaltungskosten zahlen, was bei der Verlässlichkeit der Bahn verständlich ist. Viele kennen es vielleicht, wenn der Zug mal wieder 1 ½ Std. Verspätung hat und dafür der Übernächste mit 5 Minuten Verspätung einen irgendwann aus der Kälte erlöst. Die Zug-Ersatz-Lösungen will ich erst gar nicht erwähnen. Eine Erweiterung um einige Strecken, die sie eh nicht nutzen, wäre also nicht gerade zur Freude des Geldbeutels. Und das obwohl bereits viele Studenten auf einen Nebenjob, Bafög oder Studienkredite angewiesen sind. Die außerhalb Niedersachsens Wohnenden Saarländer, Sachsen oder NRWler machen sich erst gar keine Hoffnung auf einen wirklichen Nutzen vom Semesterticket. Am Ende wäre es dann wohl einfach am fairsten wenn jeder seine Zeche zahlt und nicht zu Lasten einiger eine geringe Ersparnis anderer erzeugt wird. Wer fahren will, der soll auch zahlen. Aber wer nicht fahren will, warum sollte der für jemand anderen bezahlen? Schulden machen per BAföG für jemand anderes? Immerhin ist selbst die günstigste Erweiterung noch unterhalb der „deutlichen Erhöhung“ auf 16 Euro und selbst die 22,70 Euro im SoSe 2012 liegen nur geringfügig oberhalb des Metronom-Netzes, mit dessen Hilfe man nicht einmal aus Vechta wegkommt. Anstatt also über eine Neukonzipierung nachzudenken, wäre es vielleicht angebrachter einfach die Kosten runterzuhandeln.
von Matthias Christ
uniVista | Campusmagazin Vechta (www.univista.de)
Titel: Semesterticket – Pro und Contra
Datum: 17. Januar 2011
Rubriken: Artikel,Johanna-Maria Jaromin,Matthias Christ,mit Aktualität,No 18 - Januar 2011,Studium
Adresse: http://www.univista.de/2011/01/17/semesterticket-pro-und-contra/
Links im Artikel:[1] PIXELIO - http://www.pixelio.de