Vechta 21
Auf dem Weg in die Zukunft

Grafik: Jockers Architekten BDA
Das 21. Jahrhundert. Eine Zeit der Wende, der Veränderung und Innovation. Größer, schöner, besser. Nicht nur in Stuttgart hat die Zahl 21 eine große Bedeutung. Auch in dem von ca. 31.000 Einwohnern bewohnten Städtchen Vechta hält diese Devise Einzug. Allerdings mit weitaus weniger öffentlichem Aufregen. Hier erfreut man sich eher der Veränderungen, auch wenn sie hier und dort die Bäume und Büsche verdrängen. Neben dem großen 3D Kino, der zwei Kreisverkehre in Richtung famila Markt, der Gefängnismauer sowie der Parkplätze beim Bahnhof, erfreut sich nun auch die Universität Vechta an den Baumaßnahmen, die sich hier auftun. Nach der feierlichen Umbenennung und der Anschaffung größerer Schließfächer soll nun auch endlich ein neues Gebäude her, um die allgegenwärtigen Raumprobleme zu lösen!
Gemunkelt wurde viel, doch was ist wirklich wahr daran? So hörte man nicht zuletzt das Gerücht, dass das neue Gebäude unterirdisch erbaut werde, um die Kreuzung aufrecht zu erhalten. Da war die Hoffnung auf ein noch größeres Gebäude, als es mittlerweile in Planung ist, wohl all zu groß. Letztlich ist seit geraumer Zeit doch ersichtlich, dass es ohne Probleme auf dem Campus seinen Platz finden wird. An dieser Stelle “Herzliches Beileid” für die großen Optimisten unter uns. Neben dem Bibliotheksgebäude soll zum Wintersemester 2012 also ein Gebäude entstehen, das zwei Hörsäle und sechs Seminarräume beinhalten wird. Da bleibt nur zu hoffen, dass dieser Platz auch, wie von vielen erwartet, gut genutzt werden kann. Schließlich sollen laut Medienberichten künftig immer mehr Studierende an der Uni aufgenommen werden. Weiterhin wird gehofft, dass die neuen Räume mit Rollläden ausgestattet werden, die es ermöglichen, die Folien auf den Leinwänden auch bei strahlendem Sonnenschein zu erkennen. Doch in den schlappen 4.995.000 Euro, die das gesamte Vorhaben kosten soll, werden die wohl eingeplant sein.

Grafik: Kuhl | Frenzel
Hier wurde also bereits alles Grün vor Mensa und Bibo abgeholzt und der Zukunft entgegen gesteuert. Volle Kraft voraus. Vollkommen ohne Proteste. Doch dabei will es die Uni nicht belassen. Die Veränderung geht weiter und wird sich auch über das gesamte Campusgelände erstrecken. Unter dem Motto “Selbstbewusst-Forschend-Transparenz” wurde ein Material- und Farbkonzept entwickelt, welches künftig alle Gebäude von außen einheitlich kennzeichnen soll. Zentrum hierfür bildet zunächst die Fußgängerbrücke oberhalb der Universitätsstraße. Von hier ausgehend wird der Campus in vier Farbzonen entsprechend der neuen Akzentfarben aufgeteilt: lila, rot, orange und grün. Dem einen oder anderen wird sicherlich schon aufgefallen sein, dass z.B. das R-Gebäude einen neuen Anstrich bekam. Klein, aber fein erkennbar, leuchtet hier und dort bereits die Farbe rot auf.
Zudem ist eine übersichtliche Wegeführung auf dem Campusgelände und innerhalb der einzelnen Gebäude entstanden. Hierfür wurden Leitelemente in Form von in den Akzentfarben gestaltete Pfeiler im Kreis und in Intervallen zum Zentrum aufgebaut. Diese informieren die Studierenden über Entfernungen und Richtungen der jeweiligen Gebäude und sorgen somit für eine bessere Orientierung auf dem Campus. Kaum zu glauben, aber wahr, sind wir nun mitten drin im Wandel der Zeit, den sich so manch einer von uns wohl nie erträumt hätte!
Text: Jenniffer Malenz
Daten: Universität Vechta
