No 04 – April 2007
Inhaltsverzeichnis:
- [↓] PDF: PDF-Version der 4. Ausgabe
- [↓] Freizeit: Ein Tag auf der Didacta 2007 in Köln
- [↓] Kultur: Der Circus eröffnet seine Pforten
- [↓] unterwegs: Rechterfeld – Come to where the Grünkohl is…
- [↓] Studentisches: Und weg: uniVista im Land der Kängurus und Koalabären
- [↓] uniPlay: Frühlingsdepressionen
- [↓] Perlen der Bibo: “Was für eine schöne Geschichte”
- [↓] Perlen der Bibo: Von Hochmut und Hoffnungen, von Piouretten und Parteigenossen
- [↓] Gesellschaft: Kinder oder Karriere?
- [↓] Gesellschaft: Die neue Weiblichkeit
- [↓] Band - Interviews: Im Sommer wird der Sonnenkamp gerockt…
- [↓] Politik: Zivilcourage und Demokratie
- [↓] Kreatives Forum: Kacke 2
- [↓] Studentisches: Adieu, StudiVZ!
- [↓] Uni: Der 2. Alumnitag an der Uni Vechta 2007
- [↓] Interviews - Säulen der Uni: Den Playboy würd ich nach Hause schicken
- [↓] Kolumne: Was das Quietscheentchen uns erzählen könnte
Ein Tag auf der Didacta 2007 in Köln
Der eigentliche Grund für unsere Reise zur Didacta war wohl der Sammlertrieb. Wir spielten bereits vorab mit der Überlegung, mit leeren Koffern anzureisen, um die Tonnen von geschenkten Büchern, Lehrmitteln und allerlei anderen Werbegeschenken nach Hause zu bekommen. Dabei mussten wir mit Schrecken feststellen, wie sehr wir bereits dem Lehrerklischee entsprachen. Unsere Erwartungen wurden jedoch enttäuscht. Die Aussteller hatten sich in diesem Jahr darauf beschränkt, Preisnachlässe bei Klassensatz-Bestellungen zu geben. Neben einigen wenigen Postern für Klassenzimmer und zahlreichen Infobroschüren zu allem, was im Entferntesten mit Schule zu tun hat, nahmen wir lediglich die schmerzhafte Erfahrung mit, Gruppen mit bis zu drei Dutzend erwachsenen Menschen erleben zu müssen, die beim Kinderprogramm von fragwürdigen Liedermachern singend und tanzend nicht die beste Figur machten. Alles in allem war es ein eher minder lohnender Besuch, zumindest aus Studentensicht, und man sollte sich gut überlegen, ob man den Weg nach Stuttgart nächstes Jahr (19.-23.2.2008, www.didacta.de) wirklich auf sich nehmen möchte
von Lea Weber und Maike Zahlten
Der Circus eröffnet seine Pforten
Ja, liebe Studenten, es stimmt, nach einem Jahr der schmerzlichen Entbehrung ist es endlich soweit! Der Circus Musicus hat seine Pforten wieder geöffnet! Eingebüßt hat er nur den zweiten Teil seines Namens und wird ab sofort die Menschheit unter dem Namen Circus rocken.
uniVista war live bei der grandiosen Neueröffnung dabei und hat mal ganz direkt nachgefragt, was der Circus Studenten zu bieten hat und was uns demnächst alles erwartet.
Peter Hilker und Christoph Snaadt standen uns gern für unsere Fragen zur Verfügung und verrieten uns, dass Peters Bruder den Zuschlag für 45.000 Euro bekommen hat und dass es jetzt, nach 7 Wochen der harten Renovierungsarbeit, am 09.03.2007 endlich losgehen konnte. Die Gegend, so die jetzigen Inhaber, solle endlich wieder belebt werden und eine vergleichbare Location finde man in Vechta und Umgebung nirgends. Wer den Circus kennt, wird beim Betreten feststellen, dass er von seinem Flair nichts verloren hat, der Stil ist derselbe, d.h. man kann sich auf eine rockige Partynacht gefasst machen, die im Landkreis ihresgleichen sucht. Peter und Christoph verrieten, dass den geneigten Besucher demnächst auch 80er, 90er, Coyote Ugly Parties, jede Menge Live-Acts und Ähnliches erwarten wird Mit 1,50 Euro für einen Cola-Korn, 2 Euro für ein Bier, 1 Euro für eine Cola und i.d.R 3 Euro Eintritt (ausgenommen Sonderveranstaltungen), ist der Circus sicher eine gute Anlaufstelle, um die Nacht zu feiern und den angrenzenden Morgen zu begrüßen. Kulinarische Unterstützung erhält der Circus durch Edi´s Stübchen, für die Verpflegung ist also auch gesorgt. Den Studenten hatte Peter Hilker nur eines zu sagen: „Kommt vorbei und guckt euch den Laden an, wird euch gefallen…“ und grinsend fügte er hinzu: „… nur vielleicht denen nicht, die in die WuBa gehen.“ Dem begeisterten WuBa-Gänger sei aber hier gesagt, dass wir am Eröffnungsabend auch Houseklänge vernommen haben.
uniVista sagt Daumen hoch für diese Kultstätte (und wünschen Peter, Christoph und ihrem Team ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2007).
uniVista war live bei der grandiosen Neueröffnung dabei und hat mal ganz direkt nachgefragt, was der Circus Studenten zu bieten hat und was uns demnächst alles erwartet.
Peter Hilker und Christoph Snaadt standen uns gern für unsere Fragen zur Verfügung und verrieten uns, dass Peters Bruder den Zuschlag für 45.000 Euro bekommen hat und dass es jetzt, nach 7 Wochen der harten Renovierungsarbeit, am 09.03.2007 endlich losgehen konnte. Die Gegend, so die jetzigen Inhaber, solle endlich wieder belebt werden und eine vergleichbare Location finde man in Vechta und Umgebung nirgends. Wer den Circus kennt, wird beim Betreten feststellen, dass er von seinem Flair nichts verloren hat, der Stil ist derselbe, d.h. man kann sich auf eine rockige Partynacht gefasst machen, die im Landkreis ihresgleichen sucht. Peter und Christoph verrieten, dass den geneigten Besucher demnächst auch 80er, 90er, Coyote Ugly Parties, jede Menge Live-Acts und Ähnliches erwarten wird Mit 1,50 Euro für einen Cola-Korn, 2 Euro für ein Bier, 1 Euro für eine Cola und i.d.R 3 Euro Eintritt (ausgenommen Sonderveranstaltungen), ist der Circus sicher eine gute Anlaufstelle, um die Nacht zu feiern und den angrenzenden Morgen zu begrüßen. Kulinarische Unterstützung erhält der Circus durch Edi´s Stübchen, für die Verpflegung ist also auch gesorgt. Den Studenten hatte Peter Hilker nur eines zu sagen: „Kommt vorbei und guckt euch den Laden an, wird euch gefallen…“ und grinsend fügte er hinzu: „… nur vielleicht denen nicht, die in die WuBa gehen.“ Dem begeisterten WuBa-Gänger sei aber hier gesagt, dass wir am Eröffnungsabend auch Houseklänge vernommen haben.
uniVista sagt Daumen hoch für diese Kultstätte (und wünschen Peter, Christoph und ihrem Team ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2007).
von Melanie Ehlert
Rechterfeld – Come to where the Grünkohl is…

Eines Tages fragte Gott einen Felsen, ob er in Rechterfeld stehen wolle und der Felsen antwortete: „Nein, dafür bin ich nicht hart genug.“
Wir sitzen in einem Triebwagenzug der Nordwest-Bahn und fahren Richtung Bremen. Das müde, laute Fahrzeug trägt uns vorbei an winterkahlen Feldern, blattlosen Baumskeletten, verlassenen Weiden, und Ortschaften, in die nur selten jemand gelangt, dem es frei steht, sich dorthin zu begeben. Nach ungefähr zwanzig Minuten hält der Zug. Zischend öffnen sich die Türen und entlassen uns auf einen nasskalten, grauen Bahnhof, der von braunem Ackerland und einer Fabrik umrahmt wird, die Futter herstellt, mit dem Tiere zu Schlachtkörpern heranwachsen. Eine schlecht gelaunte, vielfach gewundene Asphaltstraße, gesäumt von leer stehenden Baracken, und großen, alten Häusern mit zugewachsenen Grundstückszugängen führt uns in andere Teile Rechterfelds.
Wir folgen ihr, ohne zu wissen wohin, ohne zu wissen wie lange, lassen uns von einer Horde zum Verkauf stehender Traktoren und Erntemaschinen aus grimmigen Stahlgesichtern beäugen, entdecken eine Molkerei, in der Biobrot verkauft wird, eine Schule für Weihnachtsbäume und einen Garten, auf dessen Beeten vorfahrtsregelnde Verkehrsschilder wachsen. Ein Restaurant, das den Namen eines vor langer Zeit verstorbenen Philosophen trägt, schreit gierig nach Kunden, ein anderes wirbt mit Grünkohl-Partys. Erfahrungen mischen sich mit Imaginationen und malen Bilder von enthemmten, alten Menschen, die sich mit Grünkohl bewerfen, sich in Grünkohl wälzen, halbnackt schmutzige Grünkohl-Orgien zelebrieren. Wir durchschreiten einen in trüben Regenwasser ertrinkenden Kirchgarten, kaufen Kaffee in einer kleinen Bäckerei, erwägen den Kauf eines Mähdreschers und begeben uns zurück zum Bahnhof, dessen malades Wartehäuschen uns mit eiskaltem Wasser bespritzt.
In dem zugigen Unterstand sitzend, werden wir von einem Fremden – erfolglos – nach dem Weg gefragt. Wieso erwecken wir den Eindruck, dass wir uns hier auskennen? Sind wir, ohne es zu merken, zu einem Teil dieses Ortes geworden? Mit deutlichen Beklemmungen steigen wir in die Nordwest-Bahn, bereit unserem nächsten Abenteuer entgegen zu eilen…
Wir sitzen in einem Triebwagenzug der Nordwest-Bahn und fahren Richtung Bremen. Das müde, laute Fahrzeug trägt uns vorbei an winterkahlen Feldern, blattlosen Baumskeletten, verlassenen Weiden, und Ortschaften, in die nur selten jemand gelangt, dem es frei steht, sich dorthin zu begeben. Nach ungefähr zwanzig Minuten hält der Zug. Zischend öffnen sich die Türen und entlassen uns auf einen nasskalten, grauen Bahnhof, der von braunem Ackerland und einer Fabrik umrahmt wird, die Futter herstellt, mit dem Tiere zu Schlachtkörpern heranwachsen. Eine schlecht gelaunte, vielfach gewundene Asphaltstraße, gesäumt von leer stehenden Baracken, und großen, alten Häusern mit zugewachsenen Grundstückszugängen führt uns in andere Teile Rechterfelds.
Wir folgen ihr, ohne zu wissen wohin, ohne zu wissen wie lange, lassen uns von einer Horde zum Verkauf stehender Traktoren und Erntemaschinen aus grimmigen Stahlgesichtern beäugen, entdecken eine Molkerei, in der Biobrot verkauft wird, eine Schule für Weihnachtsbäume und einen Garten, auf dessen Beeten vorfahrtsregelnde Verkehrsschilder wachsen. Ein Restaurant, das den Namen eines vor langer Zeit verstorbenen Philosophen trägt, schreit gierig nach Kunden, ein anderes wirbt mit Grünkohl-Partys. Erfahrungen mischen sich mit Imaginationen und malen Bilder von enthemmten, alten Menschen, die sich mit Grünkohl bewerfen, sich in Grünkohl wälzen, halbnackt schmutzige Grünkohl-Orgien zelebrieren. Wir durchschreiten einen in trüben Regenwasser ertrinkenden Kirchgarten, kaufen Kaffee in einer kleinen Bäckerei, erwägen den Kauf eines Mähdreschers und begeben uns zurück zum Bahnhof, dessen malades Wartehäuschen uns mit eiskaltem Wasser bespritzt.
In dem zugigen Unterstand sitzend, werden wir von einem Fremden – erfolglos – nach dem Weg gefragt. Wieso erwecken wir den Eindruck, dass wir uns hier auskennen? Sind wir, ohne es zu merken, zu einem Teil dieses Ortes geworden? Mit deutlichen Beklemmungen steigen wir in die Nordwest-Bahn, bereit unserem nächsten Abenteuer entgegen zu eilen…


Und so erreicht ihr Rechterfeld:
|
Vechta – Rechterfeld Mo.-Fr. 4.32h – 20.32h st. Sa. 6.32h, 18.32h, 20.32h + 7.32h – 16.32h st. So. 8.32h, 10.32h, 12.32h + 14.32h – 20.32h st. |
Rechterfeld – Vechta Mo.-Fr. 7.07h – 20.07h st. Sa. 9.07h – 19.07h st. + 21.07h, 23.07h So. 11.07h, 13.07h, 15.07h + 17.07h – 23.07h st. |
von Stefan Hirsch
Bilderalbum
Und weg: uniVista im Land der Kängurus und Koalabären
Jeder sollte es machen, einige müssen es und ein paar Menschen wollen es unbedingt: das Auslandsstudium. Einige entscheiden sich dafür, weil es gut im Lebenslauf aussieht, andere, weil sie schon immer mal auf Dauer in ein anderes Land wollten oder einfach, um sich selbst einen Kindheitstraum zu erfüllen.
Wie aber soll so etwas organisiert werden, wann sollte man es am besten machen und verdammt nochmal, wohin denn überhaupt? Alles sehr interessante Fragen. Ich habe mich für mein Traumland Australien entschieden, da ich vor einigen Jahren schon einen Schüleraustausch dorthin gemacht hatte und deswegen wusste, was mich erwarten würde.
Sobald man sich mit dem Gedanken näher befasst hat und auf ein paar Infoveranstaltungen (z.B. gostralia!) war, wird das ganze Bild auch schon klarer. Es wird einem erklärt, was alles zu beachten ist, also was beantragt werden muss (eine ganze Menge!), wie sich das Land von der Heimat unterscheidet, wo man welche Post hinschicken und was man alles mitnehmen muss.
Sobald man sich mit dem Gedanken näher befasst hat und auf ein paar Infoveranstaltungen (z.B. gostralia!) war, wird das ganze Bild auch schon klarer. Es wird einem erklärt, was alles zu beachten ist, also was beantragt werden muss (eine ganze Menge!), wie sich das Land von der Heimat unterscheidet, wo man welche Post hinschicken und was man alles mitnehmen muss.
Sollte die Wahl auf Australien fallen, wird einem der Großteil der Arbeit durch gostralia! abgenommen. Man sucht sich eine Universität in einer Stadt aus, setzt sich mit gostralia! in Verbindung und fängt an, den Briefkontakt herzustellen. Die Organisation leitet dann alles an die neue Traumuni weiter. Selber muss man sich vor allem um das Auslands-BaföG kümmern. Dies ist jedem zu empfehlen, auch wenn er kein normales BaföG bekommt. Das Amt hilft doch gerne weiter, wenn man im Ausland ist. Die Flugkosten von ca. 1300 € plus Studiengebühren von 4800 € wurden bei mir komplett übernommen und zusätzlich gibt es noch Geld auf die Hand. Damit das aber alles reibungslos verläuft, sollte man sich mit den Menschen vom Amt ca. 6 Monate vor Beginn des Trips auseinander setzen, denn der bürokratische Akt, der hinter dem Auslands-BaföG steht, ist mit offenen Worten nur als hochgradig lächerlich zu bezeichnen. Hat man diese Hürde geschafft und die Bestätigung der Uni in der Tasche, kann man sich ans Planen machen, wobei Planen in diesem Fall bedeutet: Was will ich außer meiner neuen Heimatstadt noch sehen? Wo will ich hinreisen und was wird das ungefähr kosten? Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte für ein Semester Kosten von ca. 10.000 – 12.000 Euro einplanen, die Gebühren und der Flug sind darin dann enthalten. Aber es kommt natürlich darauf an, was man alles erleben will.
Das Leben in Australien ist preislich dem deutschen fast gleich, außer dass Lebensmittel ungeheuer teuer sind, sei es im Supermarkt oder in der Bar, während die Nahverkehrsmittel extrem günstig sind. Super, oder?
Das australische Studentenleben unterscheidet sich schon sehr vom deutschen. Zu allererst möchte ich sagen, dass wenn die Studiengebühren in Deutschland so eingesetzt würden wie die in Australien, zahle ich sie mit einem Lächeln. Meine Universität versteht sich nicht als klassische Universität, sondern als Dienstleister, was bedeutet, dass hier alles Mögliche für den Studenten getan wird. Egal, welche Frage man hat, man wird nicht von a nach b geschickt, sondern bekommt überall qualitativ hochwertige Auskünfte, Stundenpläne werden online erstellt, es gibt keine schwarzen Bretter, auf die man achten muss, die Dozenten informieren die Studenten via E-Mail über alles, was wichtig ist. Ebenso macht es u.a. das Prüfungsamt, das Sekretariat, das International Office und die Student Guild (eine Art AStA). Es wird einem aktiv bei der Wohnungssuche geholfen, der Campus hat reichlich Security, Ärzte und was man sonst noch braucht, stellt der Campus eine Stadt in der Stadt dar. Die internationalen Studenten zahlen natürlich extrem viele Gebühren, da das Hochschulsystem in Australien auch etwas anders funktioniert. Hier zahlt man erst nach dem Studium an seine Uni.
Das australische Studentenleben unterscheidet sich schon sehr vom deutschen. Zu allererst möchte ich sagen, dass wenn die Studiengebühren in Deutschland so eingesetzt würden wie die in Australien, zahle ich sie mit einem Lächeln. Meine Universität versteht sich nicht als klassische Universität, sondern als Dienstleister, was bedeutet, dass hier alles Mögliche für den Studenten getan wird. Egal, welche Frage man hat, man wird nicht von a nach b geschickt, sondern bekommt überall qualitativ hochwertige Auskünfte, Stundenpläne werden online erstellt, es gibt keine schwarzen Bretter, auf die man achten muss, die Dozenten informieren die Studenten via E-Mail über alles, was wichtig ist. Ebenso macht es u.a. das Prüfungsamt, das Sekretariat, das International Office und die Student Guild (eine Art AStA). Es wird einem aktiv bei der Wohnungssuche geholfen, der Campus hat reichlich Security, Ärzte und was man sonst noch braucht, stellt der Campus eine Stadt in der Stadt dar. Die internationalen Studenten zahlen natürlich extrem viele Gebühren, da das Hochschulsystem in Australien auch etwas anders funktioniert. Hier zahlt man erst nach dem Studium an seine Uni.
Und nun geht es ans Eingemachte: Das Prüfungssystem ist hier so ganz anders als bei uns, da es hier keine Abschlussklausuren oder ähnliches am Ende des Semesters gibt. Man hat wesentlich weniger Semesterwochenstunden, muss aber pro Unit, in der man eingeschrieben ist, drei oder noch mehr Arbeiten abgeben.
Ein Beispiel: Für den Kurs „Studies in Language“ (eine Stunde Lecture und zwei Stunden Tutorial pro Woche) muss eine Textanalyse über 1000 Worte und eine Diskussionsanalyse über 1000 Worte abgegeben werden, zusätzlich gibt es noch eine Abschlussklausur.
Man ist hier also das ganze Semester unter Hochspannung, was einerseits gut, andererseits aber auch schlecht ist, wie sich wohl jeder vorstellen kann.
Aber darüber sieht man lächelnd hinweg. Denn, wenn man im März den über 30 Grad warmen Spätsommer in Brisbane in sich aufsaugt, während man am Stadtstrand liegt und die Aussicht auf die tolle Skyline dieser Stadt genießen darf, fühlt man sich fast wie im Urlaub und man weiß wieder, warum man sich den ganzen Stress angetan hat.
Auslandsstudium in Australien? Es gibt wohl nichts Schöneres für einen Studenten. Ganz ehrlich.
Ein Beispiel: Für den Kurs „Studies in Language“ (eine Stunde Lecture und zwei Stunden Tutorial pro Woche) muss eine Textanalyse über 1000 Worte und eine Diskussionsanalyse über 1000 Worte abgegeben werden, zusätzlich gibt es noch eine Abschlussklausur.
Man ist hier also das ganze Semester unter Hochspannung, was einerseits gut, andererseits aber auch schlecht ist, wie sich wohl jeder vorstellen kann.
Aber darüber sieht man lächelnd hinweg. Denn, wenn man im März den über 30 Grad warmen Spätsommer in Brisbane in sich aufsaugt, während man am Stadtstrand liegt und die Aussicht auf die tolle Skyline dieser Stadt genießen darf, fühlt man sich fast wie im Urlaub und man weiß wieder, warum man sich den ganzen Stress angetan hat.
Auslandsstudium in Australien? Es gibt wohl nichts Schöneres für einen Studenten. Ganz ehrlich.
Weitere Informationen zum Studium in Australien:
Kauftipps:
Lonely Planet Australien von Paul Smitz
Carolyn Bain und Sandra Bao von Lonely Planet Deutschland, ca. 20 Euro
Frühstück mit Kängurus – Australische Abenteuer. von Bill Bryson und Sigrid Ruschmeier von Goldmann, ca. 9,90 Euro
Carolyn Bain und Sandra Bao von Lonely Planet Deutschland, ca. 20 Euro
Frühstück mit Kängurus – Australische Abenteuer. von Bill Bryson und Sigrid Ruschmeier von Goldmann, ca. 9,90 Euro
![]() Foto: Sebastian Dargel
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von Sebastian Dargel
Frühlingsdepressionen
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Was geschieht beim nächsten Mal? Wird jemand Neues einziehen? Wird unser Normalo etwas Unerwartetes, völlig Verrücktes tun? Das alles und mehr erfahrt ihr im Juli
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von Björn Franke, Britta Simon, Julia Stock, Melanie Ehlert, René Kohn und Stefan Hirsch
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“Was für eine schöne Geschichte”
…lauten die Worte des Alchimisten, den Prolog schließend. Und ich möchte ihm nachsagen, dass er damit sogleich ankündigt, was folgt. Jetzt von pittoresker Literatur reden zu wollen, fiele mir natürlich nicht ein und mit Vokabeln wie spannend und interessant – wie einfallslos – fortzuführen, auch nicht. Wer den Alchimisten vom brasilianischen Beststellerautoren Paulo Coelho liest, die Geschichte um den Jüngling Santiago, einem einfachen andalusischen Hirten, der von Wahrsagern und Königen auf eine Schatzsuche geschickt wird, dem muss schon etwas Besseres einfallen. Vielleicht sollte ich davon erzählen, wie jemand seinem bisherigen Leben den Rücken kehrt, von den Menschen, die er nur deshalb trifft, weil er ersteres getan, von fernen Ländern, von Wüsten, Oasen, Pyramiden. Oder von Abenteuern, Liebe, Hoffnung, Sehnsüchten und Sinn. Von Stoffen also, die nur das Leben selbst weben kann, die man nur anprobieren muss, um sie auch wahrnehmen zu können. Das aber ist Bedingung bei dem virtuosen Literaturesoteriker Coelho, die Augen zu öffnen, die Sinne auf die Flut der Elemente vorzubereiten, die da noch kommen mögen. Was noch? Man könnte sagen, Coelho findet für alles Bilder, die nicht neu sein, aber erfahren werden wollen, Bilder schließlich, die man ausstellen könnte in einer Galerie des Lebens, eine im wahrsten Sinne des Wortes fabelhafte Ausstellung. Dass ich all das nur könnte und es doch letztlich getan habe, ist nicht zuletzt den weisen Worten Coelhos zu verdanken, der seinen Jüngling sogar ein Buch beiseite legen lässt, damit er die Welt erlebt. Was für ein zurückhaltender Autor. Man könnte abschließen, abschließen, den Stift ebenfalls beiseite legen und sich dem Alchimisten einfach nur anschließen: Was für eine schöne Geschichte.
Paulo Coelho: Der Alchimist
Signatur: 338538
Signatur: 338538
von René Kohn
Von Hochmut und Hoffnungen, von Piouretten und Parteigenossen
Rudolf Nureyev war ein begnadeter Tänzer. Gehasst und verehrt zugleich, fanden sowohl Liebesbriefe und Hotelschlüssel als auch Todesdrohungen und Scherben den Weg auf seine Bühne. Was veranlasste zu derartiger Polarisation? Wer war der Mensch Rudolf Nureyev? Colum McCann begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, welche in Russland kurz nach dem zweiten Weltkrieg beginnt, über Paris in den 1960er Jahren und New York in den 70ern den Spuren des großen Künstlers folgt und schließlich in London, Brighton, 1991 endet. Es gelingt McCann in seinem, zum größten Teil fiktivem Roman, das nur wenig bekannte Leben des Tänzers mit großem Einfühlungsvermögen nachzuvollziehen. Die übergangslosen Perspektivwechsel, welche sowohl die Sicht des Protagonisten als auch die seines direkten und weiteren Umfeldes wiedergeben und der stark metaphorische Schreibstil, zeichnen ein sehr umfassendes Bild von Nurejews Charakter und seinen Lebensumständen. Der Leser findet sich wieder in einem Wechselbad der Gefühle. Auch für Menschen die mit Ballet nicht unbedingt etwas anzufangen wissen, ist dieses Buch ein absoluter Leckerbissen und gehört durchaus zu der Kategorie: Lesenswert.
Colum McCann: Der Tänzer
Signatur: 380513
Signatur: 380513
von Stefanie Bruns
Kinder oder Karriere?
Ansichten über den Stand der Gleichberechtigung und das Dilemma der Frauen
Kinder kriegen oder Karriere machen oder beides gleichzeitig? Diese Frage müssen sich junge Frauen heute wahrscheinlich mehr denn je stellen. Einerseits verlangt die Emanzipation und das eigene Selbstwertgefühl natürlich das Streben nach Höherem. Andererseits ist da die von den Medien propagierte „Pflicht“ zum Kinder kriegen. Denn ansonsten würden wir ja aussterben. So die feste Überzeugung mancher einflussreicher Medienmacher.
Doch wenn ich Karriere mache und ein Kind habe, bin ich eine Rabenmutter. Wenn ich Kinder kriege und für deren Erziehung zu Hause bleibe, bin ich „nur“ eine Hausfrau. Ich verdiene kein eigenes Geld mehr und das mit der Karriere kann ich wohl vergessen. Mache ich Karriere und verzichte ich auf Kinder, dann bin ich ein egozentrischer Mensch, der ja nur an sich denkt.
Doch wenn ich Karriere mache und ein Kind habe, bin ich eine Rabenmutter. Wenn ich Kinder kriege und für deren Erziehung zu Hause bleibe, bin ich „nur“ eine Hausfrau. Ich verdiene kein eigenes Geld mehr und das mit der Karriere kann ich wohl vergessen. Mache ich Karriere und verzichte ich auf Kinder, dann bin ich ein egozentrischer Mensch, der ja nur an sich denkt.

Bild: Karen Ishikawa
Egal, wie ich mich entscheide, es ist doch nie richtig. Denn etwas bleibt dabei immer auf der Strecke. Kulturoptimisten mögen jetzt einwenden, dass die Männer ja auch mithelfen können bei der Kindererziehung und überhaupt sei das ja eine Entscheidung von zwei Menschen. Letzteres ist sicher richtig. Doch gerade bei der Frage, wer den Erziehungsurlaub nimmt, ist unsere Gesellschaft nicht viel weiter gekommen. Männern, die es gern wollen, werden Steine in den Weg gelegt und die Bezeichnung „Hausmann“ findet bei den wenigsten Mitmenschen ein positives Echo. Die gesellschaftliche Realität sieht so aus, dass der Mann in der Regel den besser bezahlten Job hat und sein Ausscheiden aus dem Beruf undenkbar ist, da die Familie von dem Gehalt der Frau allein nicht leben kann. Denn Frauen verdienen auch im 21. Jh. weniger als Männer, selbst wenn sie die gleiche Arbeit verrichten und da hören die Ungerechtigkeiten noch lange nicht auf. Da eine Frau, warum auch immer, natürlich für die Versorgung der Kinder zuständig ist, stellen Arbeitgeber Mütter nur äußerst ungern ein. Bei Vätern haben sie dieses Problem nicht. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sinken also für eine Frau mit Kind rapide. Wenn man nicht gerade Ursula von der Leyen heißt, ist es auch mit der Kinderbetreuung nicht gerade zum Besten bestellt. Kindergartenplätze gibt es viel zu wenig, Tagesmütter kosten viel Geld und ein intaktes Familiennetzwerk, in dem Oma und Opa auf das Kind aufpassen können, ist heute nicht mehr die Regel. Denn ein Arbeitnehmer muss ja mobil und flexibel sein. Diese Schlagwörter wurden uns in den vergangen Jahren von Wirtschaft und Politik nur so um die Ohren gehauen. Die Folge davon ist nicht selten, dass Oma und Opa Hunderte von Kilometern entfernt leben.
In Art. 3,2 GG heißt es: „Frauen und Männer sind gleichberechtigt.“ Doch die gesellschaftliche Wahrheit ist eine andere. Die wiederbelebte Diskussion und die zahlreichen Publikationen zum Thema zeigen, dass es noch viel zu tun gibt, auch für die Generation nach Alice Schwarzer. Denn kaum haben wir uns an unsere Rechte gewöhnt und eine Frau an der Spitze der Regierung, fordert eine andere ihre Geschlechtsgenossinnen auf, wieder zurück an den Herd zu gehen und ihr Leben der Familie und dem Mann zu widmen. Das scheint mir mehr als paradox, zumal besagte Autorin selbst lieber karrierefördernd am Freitagabend eine Talkshow moderiert anstatt sich pflichtbewusst ihren Kindern und ihrem Mann zu widmen.
Sehen wir den Fakten ins Auge: auch wenn wir jetzt Bundeskanzlerin sind, so finden sich doch erschreckend wenig Frauen in führenden Positionen. Dies gilt sowohl für die Wirtschaft (laut DIW waren es im Jahre 2004 gerade mal 30 % weibliche Führungskräfte und gar nur 22% mit umfassenden Führungsaufgaben), als auch für den akademischen Bereich (so promovieren gerade mal 37,9% aller Studentinnen – Bilanz Chancengleichheit der Bundesregierung 2006).
Bezeichnend ist bei den Führungskräften auch, dass weibliche Führungskräfte in der Wirtschaft bis zu 33 % weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.
Im Fernsehen scheint die Welt in Ordnung. Die Frauen moderieren Nachrichtensendungen zur besten Sendezeit, leiten Diskussionsrunden, dürfen Kommissarin spielen und sogar die geheiligte Sportschau moderieren. Doch wer hinter die Kulissen schaut, sieht deutlich, bei wem die Macht liegt. Die Fäden ziehen nach wie vor die Männer. So gibt es selbst in den Öffentlich-Rechtlichen nur eine einzige Intendantin.
Im Fernsehen scheint die Welt in Ordnung. Die Frauen moderieren Nachrichtensendungen zur besten Sendezeit, leiten Diskussionsrunden, dürfen Kommissarin spielen und sogar die geheiligte Sportschau moderieren. Doch wer hinter die Kulissen schaut, sieht deutlich, bei wem die Macht liegt. Die Fäden ziehen nach wie vor die Männer. So gibt es selbst in den Öffentlich-Rechtlichen nur eine einzige Intendantin.
Doch damit nicht genug, dass Frauen nur einen geringen Anteil in den Führungspositionen haben. Sie müssen dann auch noch den Ansprüchen von Weiblichkeit genügen. Eine Frau muss also klug und sexy sein und darf in ihrem Führungsstil auf keinem Fall zu maskulin wirken. Es ist doch erschreckend, dass allen Ernstes im deutschen Fernsehen die Frage thematisiert wird, ob Frau Merkels Frisur dem neuesten Trend entspricht oder warum sie nicht wie Magret Thatcher einst eine Handtasche mit sich herum trägt. Diese wirklich lächerliche Diskussion über das Äußere unserer Regierungschefin zeigt doch nur allzu deutlich, dass sie zu dieser Zeit nicht ernst genommen wurde und wahrscheinlich von manchen Wegbegleitern bis heute nicht ernst genommen wird. So mussten wir nach dem Wahlsieg aus allen Mündern hören: Die kann’s doch nicht.
Egal, wo ich hinschaue. Die Frauen scheinen mir noch lange nicht gleichberechtigt gegenüber den Männern und ich denke, dass es noch lange dauern wird und noch viele Schlachten gefochten werden müssen bis es soweit ist. Es gilt, für unsere Rechte und Chancen einzutreten!
von Stefanie Bruns
Die neue Weiblichkeit
Warum ist uns Frauen Feminismus peinlich?
1976 wird das erste Frauenhaus eröffnet. Den ersten Notruf für Vergewaltigungsopfer gibt es ´78. ´80 wird das Gesetz zur „Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz“ verabschiedet. Vergewaltigung in der Ehe ist seit ´97 strafbar. Am 22. November 2005 wurden wir sogar Kanzlerin.
In den letzten Jahren hat nichts so viele Umwälzungen angeregt wie der Feminismus. Wir sind näher an der Gleichberechtigung denn je. Warum also schämen wir uns unserer Vorkämpferinnen? Sind wir des Kämpfens, welches wir nur aus der Geschichte kennen, leid? Oder haben wir etwa das Gefühl, es gäbe nichts mehr zu tun?
Oder liegt es an unserem patriarchalistisch geprägten Bild von Feministinnen: ungepflegt, frustriert, unmodische, unattraktiv und bierernst?
Wenn wirklich das der Grund unserer peinlichen Berührtheit gegenüber ambitionierten Frauen (das Wort „Frauenrechtlerinnen“ wollte ich in diesem Zusammenhang nicht benutzen, ist es doch sicher ähnlich negativ besetzt) ist, bleiben uns nur zwei Handlungsmöglichkeiten: dem Feminismus den Rücken und zurück in die – dann selbstverschuldete – sozialpolitische Unmündigkeit kehren. Oder uns überlegen, wie wir die veralteten Bilder aufbrechen und verändern können.
Lasst uns überlegen, uns bewusstwerden, handeln. Verbinden, was uns gefällt – Musik, Literatur, Kunst, Lifestyle – und selbstbewusst für unsere Rechte eintreten. Werden wir aktiv, in E-Zines, auf Demos, in der (Hochschul-) Politik, im täglichen Leben. Lasst uns sagen, was wir denken, meckern, wenns uns passt, uns benehmen, wie es sich nicht ziemt. Immer mit dem Recht, weiblich sein zu können.
Ich starte den Aufruf zur neuen Weiblichkeit!
von Julia Stock
![]() Bild: Karen Ishikawa
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Im Sommer wird der Sonnenkamp gerockt…
Für die vierte Ausgabe der uniVista trafen wir uns mit Florian Voigt und Boris Blömer (siehe Bild), zwei Mitgliedern des Rock- und Popensembles der Hochschule Vechta. Wie sie sich die Zukunft der Combo vorstellen und was sie von Pfauen halten, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.
Erst mal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier zu erscheinen. Erzählt doch mal etwas von euch!
Boris: Also, warum gibt es die Band? Das ist nicht: ach, jetzt gründen wir mal eine Band, sondern das ist ein Ensemble im Fach Musik, also Teil des Lehrangebots, das man frei belegen kann. Es ist für Musikstudenten, um sich in dem Feld „Band“ zu betätigen.
Flo: Es soll auch dazu dienen, dass man später im Musikunterricht selber ein Bandprojekt aufziehen kann. Wir wechseln die Instrumente auch, so dass jeder Erfahrungen sammelt. Darüber hinaus können wir eigen komponierte Songs mit einbauen oder Stücke spielen, die wir ganz nett finden. Der Thomas Hempel motiviert uns sehr gut und gibt immer wieder neue Anreize.
Boris: Motivation!
Flo: Richtig! Er gibt uns immer wieder neue Impulse, aber er hält sich auch wieder soweit zurück, dass wir eigene Ideen einbringen können.
Boris: Genau. Die Idee ist, wie eben gesagt, dass man verschiedene Instrumente ausprobiert. Oder auch mal ein eigenes Stück mitbringt und sagt, das möchte ich gerne machen.
Flo: Was daraus noch alles wird, mit der Band… wir sind sehr gespannt.
Flo: Es soll auch dazu dienen, dass man später im Musikunterricht selber ein Bandprojekt aufziehen kann. Wir wechseln die Instrumente auch, so dass jeder Erfahrungen sammelt. Darüber hinaus können wir eigen komponierte Songs mit einbauen oder Stücke spielen, die wir ganz nett finden. Der Thomas Hempel motiviert uns sehr gut und gibt immer wieder neue Anreize.
Boris: Motivation!
Flo: Richtig! Er gibt uns immer wieder neue Impulse, aber er hält sich auch wieder soweit zurück, dass wir eigene Ideen einbringen können.
Boris: Genau. Die Idee ist, wie eben gesagt, dass man verschiedene Instrumente ausprobiert. Oder auch mal ein eigenes Stück mitbringt und sagt, das möchte ich gerne machen.
Flo: Was daraus noch alles wird, mit der Band… wir sind sehr gespannt.

Wir haben noch das Sommersemester und unser großes Projekt, das Sonnenkampfest. Da wollen wir auf einem Balkon spielen. Es wird ein Programm von zehn Stücken.
Ist euer Projekt nur begrenzt auf die Studienzeit gedacht, oder habt ihr schon im Hinterkopf, dass man in Verbindung bleibt und dann im Hobbybereich was aufzieht?
Boris: Im Prinzip ist es erst mal aufs Studium begrenzt. Vielleicht entwickelt sich ja noch was. Wir sind viele Leute, die auch Lust haben, bandmäßig weiter zu machen.
Flo: Weil es auch wirklich der einzige Bereich an der Uni ist, der Musikbereich, wo wir uns auch künstlerisch rausbringen können, sich vielleicht beim Treffpunkt mit einem Song zu präsentieren.
Boris: Treffpunkt kennt ihr, oder?
Flo: Treffpunkt Musik. Es ist nicht wie in OL oder OS, wo es auch ein Symphonieorchester oder ein Blasorchester gibt. Die kriegen wir hier an der Uni nicht zusammen, weil wir so ein kleiner Fachbereich sind und dann kommt uns so ein Rock- und Popensemble entgegen.
Flo: Weil es auch wirklich der einzige Bereich an der Uni ist, der Musikbereich, wo wir uns auch künstlerisch rausbringen können, sich vielleicht beim Treffpunkt mit einem Song zu präsentieren.
Boris: Treffpunkt kennt ihr, oder?
Flo: Treffpunkt Musik. Es ist nicht wie in OL oder OS, wo es auch ein Symphonieorchester oder ein Blasorchester gibt. Die kriegen wir hier an der Uni nicht zusammen, weil wir so ein kleiner Fachbereich sind und dann kommt uns so ein Rock- und Popensemble entgegen.
Seid ihr nur begrenzt auf Musikstudenten, oder ist es offen für jeden?
Boris: Grundsätzlich ist es erst einmal für Musikstudenten. Aber, wenn es jetzt tolle Talente gibt, die vielleicht nicht Musik studieren, können die natürlich trotzdem mit dabei sein.
Was habt ihr denn privat für Einflüsse im Musikbereich? Gibt es da irgendetwas, das mit reinfließt in eure Gruppe?
Boris: Die Stücke, die wir jetzt gespielt haben, sind tatsächlich alle, bis auf eins, privat eingebracht worden. Das waren jeweils Stücke, die Leute aus der Band spielen wollten, weil sie die toll fanden. Und Flo hat ja ein eigen komponiertes Stück mit eingebracht. Aber grundsätzlich sind wir von den Stücken her eine Coverband.
Flo: Obwohl ich davon ja weg möchte.
Boris: Jaja, er ist schon fleißig am Weiterkomponieren…(lacht)
Flo: Das muss sich alles erstmal aufbauen. Die Band muss allerdings dann auch mitziehen. Das wird spannend, wenn man eine Idee wie diesen Song einbringt. Der war vorher ganz anders und innerhalb des letzten Semesters hat dieser Song sich komplett verändert, weil jeder etwas mit eingebracht hat.
Flo: Obwohl ich davon ja weg möchte.
Boris: Jaja, er ist schon fleißig am Weiterkomponieren…(lacht)
Flo: Das muss sich alles erstmal aufbauen. Die Band muss allerdings dann auch mitziehen. Das wird spannend, wenn man eine Idee wie diesen Song einbringt. Der war vorher ganz anders und innerhalb des letzten Semesters hat dieser Song sich komplett verändert, weil jeder etwas mit eingebracht hat.
Ihr habt ja schon die Sommerparty erwähnt. Wo können wir euch noch live erleben? Gerade für Leute auch, die jetzt vielleicht Interesse haben, mitzumachen.
Boris: Das wird noch ein bisschen dauern, weil wir momentan nur vier Stücke haben, das ist ein recht mageres Programm. Für den Treffpunkt Musik reichte das, aber im Prinzip müssen wir das Programm mindestens verdoppeln. Von daher eher Ende des Sommersemesters. Sonnenkamp ist jetzt etwas, das wir definitiv planen, sonst sind wir da eher offen.

Das Rock- und Popensemble der Hochschule Vechta
Wenn also jemand sagt: „Hey, wir wollen mal die Band buchen“, dann lassen wir mit uns reden (lacht).
Wer ist denn momentan in der Band?
Boris: Wir, dass sind Florian Voigt (Gesang, Bass, Schlagzeug, Percussion), Boris Blömer (Gesang, Keyboard), Max Fuhrmann (Gitarre), Insa Burmester (Bass, Keyboard), Julia Kanzler (Gesang, Keyboard), Thorvald Brandt (Keyboard), Felix Borrmann (Schlagzeug), Katharina Justen (Fagott). Das ist der feste Kern.
Und wenn jemand Interesse hat und zugucken möchte, das wäre auch möglich?
Boris: Ja, Dienstagabend, 19.45 Uhr. Man muss sich noch nicht mal anmelden, man kann hier einfach draußen stehen und reingucken, ans Fenster klopfen, dann öffnen wir die Fenster (alle lachen).
Flo: Wir haben auch schon einen festen Groupie-Kern. Unser Wunsch ist aber eigentlich, die Bandprobe nicht mehr in dem kleinen F045 machen zu müssen, sondern in der Aula, weil es vom Klang her ein ganz anderes Gefühl ist. Die ganzen Sachen wie Anlage und so sind ja eigentlich vorhanden. Und da wir ja alle jetzt 500 Euro bezahlen (nah am Mikro), gäbe es ja vielleicht die Möglichkeit, den Raum über der Aula zu entkernen. Für Musik muss da auch was getan werden. Dafür steht ja auch die Band, dass man nach außen hin mehr Action zeigt.
Flo: Wir haben auch schon einen festen Groupie-Kern. Unser Wunsch ist aber eigentlich, die Bandprobe nicht mehr in dem kleinen F045 machen zu müssen, sondern in der Aula, weil es vom Klang her ein ganz anderes Gefühl ist. Die ganzen Sachen wie Anlage und so sind ja eigentlich vorhanden. Und da wir ja alle jetzt 500 Euro bezahlen (nah am Mikro), gäbe es ja vielleicht die Möglichkeit, den Raum über der Aula zu entkernen. Für Musik muss da auch was getan werden. Dafür steht ja auch die Band, dass man nach außen hin mehr Action zeigt.
Sekt oder Selters
Panzer oder Puppe?
Flo: Panzer!
Boris: Den nehm´ ich auch.
Flo: Als Ba Student braucht man ein dickes Fell!
Boris: Den nehm´ ich auch.
Flo: Als Ba Student braucht man ein dickes Fell!

Boris: Das war eine gute Antwort.
Stones oder Stravinsky?
Boris: Das ist echt schwer!
Flo: Da schlag´ ich mich mal auf Max` Seite und sage Stones.
Boris: Im Bandinterview muss man das sagen (lacht)
Flo: Da schlag´ ich mich mal auf Max` Seite und sage Stones.
Boris: Im Bandinterview muss man das sagen (lacht)
Lachen oder lästern? beide: lachen!
Flo: Wer mich kennt, weiß, dass ich ein fröhlicher Mensch bin.
Boris: Okay….
Flo: Du hättest ja auch lästern nehmen können….
Boris: Wollt ich ja nicht! Lachen liegt mir eher.
Boris: Okay….
Flo: Du hättest ja auch lästern nehmen können….
Boris: Wollt ich ja nicht! Lachen liegt mir eher.
Quakenbrück oder Queens?
Flo: Ich möchte lieber in Queens spielen als in Quakenbrück, später mit der Band
Debatte oder Disput?
Boris: Debatte!
Flo: Disput! Warum nicht, kann man ganz tolle Lieder drüber schreiben!
Flo: Disput! Warum nicht, kann man ganz tolle Lieder drüber schreiben!
Öger Tours oder ÖPNV?
Boris: ÖPNV!
Flo: Öger Tours. Risiko, Herausforderung und Abenteuer
Flo: Öger Tours. Risiko, Herausforderung und Abenteuer
Splatter oder Schnulze?
Boris: Schnulze. Ich bin kein Splatterfan, überhaupt nicht.
Flo: Splattrige Schnulze. Man weiß nie, wie die Stücke ausgehen. Der Song, den ich geschrieben habe, war erst schnulzig und ist dann auch gesplattert worden und kommt jetzt viel besser rüber.
Flo: Splattrige Schnulze. Man weiß nie, wie die Stücke ausgehen. Der Song, den ich geschrieben habe, war erst schnulzig und ist dann auch gesplattert worden und kommt jetzt viel besser rüber.
Also hoffst du beim Horrorfilm immer aufs Happy End?
Flo: Nein, nicht unbedingt. Obwohl es beim Lied eigentlich so geschehen ist…ja, ok, Happy End!
Meep oder Mööp?
Flo: Mööp! Es gibt drei Pfauen, denen wir den Kampf angesagt haben, weil sie uns täglich die Terrasse vollkacken. Und wenn wir versuchen, die zu vertreiben, dann machen die Viecher „mööp“. Also passte das jetzt sehr gut.
Das Interview führten Britta Simon, Julia Stock und Melanie Ehlert.
Zivilcourage und Demokratie
Ein unbekannter Autor sagte einst: „Demokratie bedeutet nicht nur alle Macht beim Volk – sondern in erster Linie, alle Verantwortung beim Volk.“
Wir leben in einer Demokratie.
Sie gibt uns die Freiheit, individuelle Entscheidungen treffen zu können und für unser Leben selbst verantwortlich zu sein. Sie gibt uns Schutz, indem sie uns vor Recht und Gesetz gleich stellt. Sie gibt uns die Möglichkeit, uns zu vereinigen und unsere Meinung offen zu äußern.
Sie tritt für die Würde des einzelnen Menschen, für das Recht auf Leben und Entfaltung, die Volkssouveränität, die Gewaltenteilung, die Unabhängigkeit der Gerichte, das Mehrheitsprinzip und die Chancengleichheit aller Parteien ein. Und Parteien, die diese Werte missachten oder die Demokratie abschaffen wollen, sind verfassungswidrig und werden, wenn alles rechtens läuft, auch verboten.
Immer wieder bestimmen wir selbst, wer uns regieren soll. Wer die Mehrheit der Wählerstimmen hat, regiert anschließend für eine bestimmte Zeit. Und kann auch wieder abgewählt werden.
Sie gibt uns die Freiheit, individuelle Entscheidungen treffen zu können und für unser Leben selbst verantwortlich zu sein. Sie gibt uns Schutz, indem sie uns vor Recht und Gesetz gleich stellt. Sie gibt uns die Möglichkeit, uns zu vereinigen und unsere Meinung offen zu äußern.
Sie tritt für die Würde des einzelnen Menschen, für das Recht auf Leben und Entfaltung, die Volkssouveränität, die Gewaltenteilung, die Unabhängigkeit der Gerichte, das Mehrheitsprinzip und die Chancengleichheit aller Parteien ein. Und Parteien, die diese Werte missachten oder die Demokratie abschaffen wollen, sind verfassungswidrig und werden, wenn alles rechtens läuft, auch verboten.
Immer wieder bestimmen wir selbst, wer uns regieren soll. Wer die Mehrheit der Wählerstimmen hat, regiert anschließend für eine bestimmte Zeit. Und kann auch wieder abgewählt werden.
Demokratie bedeutet also Herrschaft, die vom Volk ausgeht und vom Volk getragen wird. Durch wählen gehen, durch Verbände und Bürgerinitiativen, durch Meinung sagen.
Roman Herzog erkannte treffend: „Das meiste Unrecht beginnt im Kleinen – und da lässt es sich mit Mut und Zivilcourage noch bekämpfen.“ Doch nein zu sagen, seine Meinung zu äußern, einzuschreiten, ist nicht immer leicht. Anders sein? Sich selbst vielleicht in Gefahr bringen? Das schreckt ab.
Trotzdem bleibt uns als Menschen, als denkende, intelligente Menschen doch gar nichts anderes übrig als Zivilcourage zu beweisen. Wie sollten wir sonst je wieder in den Spiegel blicken können? Wie sollte sonst die Demokratie bewahrt bleiben?
Trotzdem bleibt uns als Menschen, als denkende, intelligente Menschen doch gar nichts anderes übrig als Zivilcourage zu beweisen. Wie sollten wir sonst je wieder in den Spiegel blicken können? Wie sollte sonst die Demokratie bewahrt bleiben?
Sich selbst in Gefahr zu bringen, sich zum Beispiel in Prügeleien einzumischen, wird auch nicht von uns erwartet. Sondern helfen, indem wir auf die Tat aufmerksam machen, andere zur Mithilfe auffordern, uns die Täter merken, die Polizei rufen, uns um die Opfer kümmern und uns als Zeuge zur Verfügung stellen.
Das ist nicht viel, das ist machbar. Und es ist der Grundstein der Menschlichkeit, unserer Mündigkeit, der Demokratie.
Das ist nicht viel, das ist machbar. Und es ist der Grundstein der Menschlichkeit, unserer Mündigkeit, der Demokratie.
von Julia Stock
Kacke 2
Er plustert sich auf in der Manege
Während die Zahmen, die narkotisierten Tiere warten, dass etwas passiert
Lösungen hat er reichlich, man müsse es nur anpacken
Mir verdreht sich der Magen
Zu viele flanieren mit ihrem Korsett aus Zwang und Alltag
Konkurrenz mit jedem jeden Tag
Die Bösen fressen Kreide und die Liebe stirbt
Der Kampf wird schon zu lange vertagt
Im Wachkoma der sich Zivilisation nennt
Während die Zahmen, die narkotisierten Tiere warten, dass etwas passiert
Lösungen hat er reichlich, man müsse es nur anpacken
Mir verdreht sich der Magen
Zu viele flanieren mit ihrem Korsett aus Zwang und Alltag
Konkurrenz mit jedem jeden Tag
Die Bösen fressen Kreide und die Liebe stirbt
Der Kampf wird schon zu lange vertagt
Im Wachkoma der sich Zivilisation nennt
von Grillhead
Adieu, StudiVZ!
Vor ein paar Wochen habe ich meinen Account im StudiVZ gelöscht. Es kostete einige Überwindung, denn im Laufe der Zeit waren auch viele Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis dort versammelt, und Kommunikation ist dort ja so schön einfach. Man stellt in interessenorientierten Gruppen fest, welcher der Kommilitonen auch gerne „Monk“ schaut, kann sich in der Jakki-Gruppe über die bildungsferne Schicht amüsieren, und herausfinden, ob das Mädel, welches letzte Woche in einem Seminar ein Referat hielt, solo ist.
An sich ist das StudiVZ ja auch eine nette Idee, doch das Berliner WG-Startup, Ausdruck von Web 2.0 schlechthin, brachte so seine Probleme mit sich. Anfangs häuften sich die „Kaffeepausen“, sofern die Server überhaupt mal erreichbar waren. Einer der Gründer des VZ lud zu seiner Geburtstagsparty mit einer Imitation des NS-Propagandablattes „Völkischer Beobachter“ und veröffentlichte auf YouTube Videos von fremden Frauen, die er in der Berliner UBahn und bei einer Party auf dem WC filmte. Vielleicht wollte er mit Letzterem die Nähe zu den 700 Nutzern des VZ ausdrücken, die einer Gruppe zugehörten, die mitunter nicht öffentliche Bilder von Nutzerinnen verlinkten und die Miss StudiVZ des Monats kürten. Der Preis: von allen Gruppenmitgliedern gegruschelt werden. Als jemand Beschwerde über diese Gruppe einreichte, wurde der Gründer der Gruppe gebeten, die Beschreibung der Gruppe zu entschärfen – zugleich wurde um eine Einladung für einen der StudiVZ-Gründer in die Gruppe gebeten. Zudem, das Feature, dass man sieht, in welcher Verbindung man zu einem Nutzer steht, hatte, als es noch keine Captchas (Sicherheitsabfrage, um zwischen Computer und Mensch zu unterscheiden, siehe Screenshot) gab, auch seine Nachteile: das so genannte Crawling. Ein Programm durchforstet mit einem Account die Profile und erstellt Statistiken sowie Soziogramme.

sog. Captcha im StudiVz
Anfang des Jahres wurde das StudiVZ von Holtzbrinck Ventures, einer Tochterfirma des Holtzbrinck Verlages, übernommen, für eine Summe im zweistelligen Millionenbereich. Man möge sich doch fragen – wieso investiert ein Unternehmen eine derartige Summe in ein Projekt, welches momentan eher nur Kosten verursacht – Server, Supportmitarbeiter etc. kosten schließlich auch Geld. Neben Holtzbrinck sind unter anderem auch noch die Samwer-Brüder am VZ beteiligt, die vor einigen Jahren „Jamba!“ gründeten. Ob man sich diesen Menschen mit seinen Daten anvertrauen will, ist wohlmöglich eine berechtigte Frage.
Vor ein paar Wochen wurde in einigen Blogs gemeldet, dass man im Netz nicht zuviele Daten über sich preisgeben soll. So wurde in einem Artikel gar vom „Karrierekiller StudiVZ“ gesprochen. Denn auch wenn das gruscheln, Kontakte knüpfen und die Planung der nächsten Party das Studentenleben angenehmer machen, kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Nutzer des VZ auch wirklich ein Student ist. Schließlich genügen eine E-Mailadresse und ein bisschen Phantasie, um sich anzumelden. Da nützen auch die neuen AGB nichts, in denen mit Vertragsstrafen gedroht wird, falls man falsche Angaben macht: „Der Nutzer versichert, dass die bei studiVZ angegebenen persönlichen Daten (einschließlich Fotos der eigenen Person) der Wahrheit entsprechen und den Nutzer persönlich beschreiben.“ Es kann sich also gewissermaßen jeder anmelden und Personen ausspionieren, seien es die sexuellen Vorlieben, ob die betreffende Person ein zeitliches Problem mit universitären Veranstaltungen am Vormittag hat, oder ob sie die meiste Zeit damit verbringt, stoned in der Hängematte zu liegen.
Das Problem im Vergleich zu anderen Communities ist, dass diese Daten unweigerlich mit dem Realnamen des Nutzers verknüpft sind. Man hat keine wirkliche Kontrolle darüber, wer die Daten erfährt. Sperrt man dagegen sein Profil für andere User, geht andererseits auch der Reiz verloren.
Aber eine Frage stelle ich mir bis heute: Wo kann man bitte Facility Management studieren? In Vechta jedenfalls nicht.
von Björn Franke
Der 2. Alumnitag an der Uni Vechta 2007
Informationen rund um den zweiten Alumni-Tag an der Hochschule Vechta

Grafik: Hochschule Vechta
In den USA und anderen Ländern ist die Pflege der Ehemaligen längst eine Selbstverständlichkeit. Absolventen bleiben ihrer Hochschule verbunden. Sie sind Aushängeschild für die Institution und Ansporn für Studierende. Zudem liefern sie im Austausch mit der Hochschule neue Impulse für Forschung und Praxis. Große Netzwerke können so entstehen und gepflegt werden.
Auch die Hochschule Vechta möchte dieses Konzept umsetzen. Deshalb wird es in diesem Jahr am 12. Mai den zweiten Alumni-Tag an der Hochschule geben. Eingeladen sind dazu längst nicht nur Ehemalige. Es wird ein breites Programm angeboten, an dem selbstverständlich auch alle Studierenden teilnehmen können. Denn es soll ja kein nostalgisches Ehemaligentreffen werden, sondern ein Austausch zwischen Ehemaligen, Lehrenden und Studierenden stattfinden, bei dem sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft zum Tragen kommen soll. Die einzelnen Fachbereiche haben Vorträge und Stände vorbereitet und wer lieber laufen will statt zu sitzen, findet dazu Gelegenheit bei einem Fußballturnier. Am Abend wird die Band Bidla Buh den Flair der 20er Jahre wieder aufleben lassen. Unsere Mensa sorgt anschließend mit einem reichhaltigen Buffet auch für das leibliche Wohl und legt die Grundlage für die anschließende Alumniparty. Diese wird ganz traditionell vor B1 statt finden. Wer dann nach durchtanzter Nacht immer noch nicht genug hat, kann sich am 13. Mai ab 10 Uhr bei einem Katerfrühstück von den Strapazen erholen.
Wenn auch ihr etwas auf die Beine stellen wollt oder euch fragt, was denn euer Fachbereich so anbietet, wendet euch bitte an eure Fachräte oder direkt an unsere Alumnibeauftragte Melanie Phillip. Sie ist offen für alle Fragen und Anregungen.
Aber Alumni ist noch viel mehr als nur dieser eine Tag der Begegnung im Jahr. Auch das World Wide Web kann und soll genutzt werden, um das ganze Jahr in Kontakt bleiben zu können und Impulse und Ideen im Austausch zu entwickeln. Hierfür kann sich jeder kostenlos unter www.uni-vechta.de/alumni registrieren. Dort steht dann eine Plattform zur Verfügung. Der Newsletter informiert die registrierten Nutzer über die neuesten Entwicklungen und es wird ein fachspezifisches Angebot an Seminaren und Vorträgen geben. Eine Job- und Praktikumsbörse soll es den Studierenden außerdem erleichtern, den Einstieg in die Praxis zu erleichtern.
Alumni geht also jeden etwas an und jeder kann davon profitieren. Der Austausch zwischen regionalen und überregionalen Praxisfeldern sorgt für neue Impulse und Möglichkeiten.
Doch das Konzept lebt von der Beteiligung. Deshalb sollten auch Studierende sich nicht scheuen, an diesem Tag auf den Campus zu kommen und sich an den Angeboten zu beteiligen. Ihr könnt dabei nur gewinnen.
Doch das Konzept lebt von der Beteiligung. Deshalb sollten auch Studierende sich nicht scheuen, an diesem Tag auf den Campus zu kommen und sich an den Angeboten zu beteiligen. Ihr könnt dabei nur gewinnen.
von Stefanie Bruns
Den Playboy würd ich nach Hause schicken

Ulla, 55, drei Kinder, offen
und gut gelaunt, wie wir sie kennen
und gut gelaunt, wie wir sie kennen
Hast du mal eine Stoppuhr für mich? Kannst du uns die Tennisschläger geben? Schließt du mal auf?“ Jeder, der im Sportbereich unterwegs ist, wird die Hallenwarte kennen, die sich wie gute Geister heinzelmännchengleich um all das kümmern, was wir so gerne vergessen. Heute stellen wir euch die Hallenwärtin Rosi vor.
Wie bist du zur Hochschule Vechta gekommen?
Durch eine Ausschreibung bei der OV.
Bist du immer so grimmig, wie du tust?
Nein.
Findest du Jörg auch sexy?
Jörg. Sexy? Sagen wir mal, naja, gut.
Was magst du an Männern, was an Frauen?
Oh, schwere Frage. (überlegt) In welcher Beziehung denn überhaupt? Sexuell jetzt oder wie.
Lass deinen Gedanken einfach freien Lauf.
An Männern finde ich einfach alles gut. Schöne Knackärsche, schöne Beine. Ja, und an Frauen, die Ausstrahlung. Bei vielen, nicht allen.
Was würdest du Studenten mit auf dem Weg geben?
Anständigkeit. Offenheit. Ehrlichkeit. Im Beruf das machen, was richtig ist.
Möchtest du noch einmal 25 sein?
Nein! (mit Nachdruck)
Bist du ein Fan vom neuen Rauchverbot?
Im gewissen Sinne schon. Es ist angenehmer. Auch für die Lebensmittel. Außerdem kommen viele mit ihren Kindern seitdem hier rein, was schön ist.
Gibt’s Tage, da wärst du gerne jemand anders?
Nö.
Was hältst du von den Profs?
(Stille) Die sind schon ok, aber viele von denen müssten zurückdenken, dass sie auch mal klein angefangen haben. Und hier nicht so ihren Prof heraushängen lassen, ne?! Die haben auch schon mal Fehler gemacht, ne Arbeit verhauen. Und das vergessen viele.
Wenn der Playboy auf dich zukäme, was würdest du sagen?
Was? Zu mir? Na, die würde ich gleich wieder nach Hause schicken. Das lohnt sich nicht.
Würdest du noch einmal was ganz anderes machen, wenn du’s könntest?
Ja. (flüstert) Stewardess. (lacht) Obwohl ich noch nie im Flugzeug gesessen habe und Angst habe vorm Fliegen. (alle lachen) Aber das war immer mein Traumberuf.
Hast du schon mal jemanden verkuppeln können hier in der Uni?
Nicht hundertprozentig, aber fast. Neunzig Prozent. Obwohl, ach doch, ich habe schon jemanden verkuppelt. Meine ehemalige Arbeitskollegin.
Bist du zu Hause auch so ordentlich wie hier?
Mal mehr, mal weniger. Eigentlich schon. Ich kann aber auch mal was liegen lassen.
Das schönste Geschenk, was du von Studenten bekommen hast?
Ganz klar mein fünfzigster Geburtstag, also die Feier, die hier im Bistro für mich ausgerichtet worden ist und von der ich nichts vorher wusste. Das war echt super!
Nerven wir Studenten dich manchmal?
Nein, eigentlich nicht. (Pause) Ja, ok, manche, die ich nicht leiden mag. Aber davon gibt’s kaum welche.
Welche Person der Hochschule wärst du gerne?
Herr Kürschner. Man kann auch mal mit ihm scherzen. Ich habe ihm übrigens das Kippeln abgewöhnt.
Ulla, einen Tag Präsidentin sein, was würdest du tun?
Erstmal die Studiengebühren abschaffen. Öfter mal nen Kaffee ausgeben, mehr persönlicheren Kontakt pflegen.
Dein Lieblingsmensaessen.
Gibt’s nicht mehr. Oder nur noch selten. Hackbraten. Der war immer sehr lecker.
Worauf Ulla lediglich mit einem schlichten Ja antwortet: Bist du gerne hier?, Magst du deinen Kaffee?, Findest du die Preise ok hier?, Rauchst du?, Backst du auch weiterhin leckeren Kuchen für uns?
Das Interview führten Britta Simon und René Kohn.
Was das Quietscheentchen uns erzählen könnte
Was machen diese Wesen, die nicht mal merken, wenn wir Frauen eine neue Frisur, geschweige denn neue Schuhe haben, diese Wesen, die sich selber für total unkompliziert halten, die sich damit rühmen, ganz natürlich (schön) zu sein, die von sich behaupten, keine Beautyprodukte zu benötigen, was machen diese Wesen so lange im Bad?
Laut oben genannten Selbsteinschätzungen und nach dem von uns bemerkten Desinteresse dürften Männer höchstens 10 Minuten für die Morgentoilette brauchen. Betreten, Radio anmachen, Zähne putzen: zahnprophylaktisch- nett geschätzte 3 1/2 Minuten. Toilettengang: 1/2 Minute. (Immerhin brauchen sie auf Partys ja auch nicht länger und mokieren sich nur immer, dass sie auf ihre Begleiterinnen warten müssen.) Duschen, da ja nichts enthaart oder gepeelt wird, und abtrocknen: 3 Minuten. Die restlichen 3 Minuten sollten für den natürlich- schönen Mann ja wohl für Rasur und Styling reichen. Ob die lesende Männerschaft nun verlogen mit dem Kopf nickt und zustimmt? Ihr angeblich von der Natur sonnengebräuntes Gesicht beschämt senkt? (Obgleich uns Frauen die neue Niveawerbung eines Besseren belehrt.) Ihr penibel gestyltes Haar hinters Ohr streicht? Die manikürten Finger selbstgefällig über der babyweichen Haut des Bauches faltet?
Laut oben genannten Selbsteinschätzungen und nach dem von uns bemerkten Desinteresse dürften Männer höchstens 10 Minuten für die Morgentoilette brauchen. Betreten, Radio anmachen, Zähne putzen: zahnprophylaktisch- nett geschätzte 3 1/2 Minuten. Toilettengang: 1/2 Minute. (Immerhin brauchen sie auf Partys ja auch nicht länger und mokieren sich nur immer, dass sie auf ihre Begleiterinnen warten müssen.) Duschen, da ja nichts enthaart oder gepeelt wird, und abtrocknen: 3 Minuten. Die restlichen 3 Minuten sollten für den natürlich- schönen Mann ja wohl für Rasur und Styling reichen. Ob die lesende Männerschaft nun verlogen mit dem Kopf nickt und zustimmt? Ihr angeblich von der Natur sonnengebräuntes Gesicht beschämt senkt? (Obgleich uns Frauen die neue Niveawerbung eines Besseren belehrt.) Ihr penibel gestyltes Haar hinters Ohr streicht? Die manikürten Finger selbstgefällig über der babyweichen Haut des Bauches faltet?

Bin ich gehässig? Nein, ich erkenne die „Naturschönheit“ ja. Ich bin nur eines Besseren belehrt worden und weiß, dass männliche Wesen oft genau so lange oder länger im Bad brauchen wie wir. Nur, dass sie es nicht zugeben. Was uns Frauen unweigerlich auf dumme Gedanken bringen muss: wenn der Mann nur 10 Minuten in der Kacheloase braucht, aber 25 Minuten darin verbringt, was tut er dann da? Vorm Spiegel posen? Mitsingen? Den Abfluss mit unserer Zahnbürste reinigen? Die Kosmetika der Freundin/ Mitbewohnerin testen? Aus der Kloschüssel trinken? Sich selbst befriedigen?
von Julia Stock
Einen Moment für den Klassiker, bitte! Frauen im Bad. Ein abendfüllendes Gespräch, wozu es natürlich allein deshalb nicht kommt, weil es sich so schlecht sprechen lässt, wenn man nicht zusammen in einem Raum ist. Dazu noch Föngeräusche und Dirty Dancing-Mucke und alles ist arrangiert für die Ausrede fürs Zuspätkommen, natürlich dem männlichen Part zukommend. Ich versuch, oh mein Gott, ich versuch die Frauen jetzt einmal zu verstehen, weil ich gerade ein wenig Zeit habe.
Weil Sinnfragen auch immer mit einem Warum anfangen, will ich das mal dabei belassen: Warum also brauchen Frauen so lange im Bad? Weil wir in einer Welt leben, in der Frauen lange im Bad brauchen. Ganz einfach. Das ist nun mal so. Klingt ironisch. Also nehme ich es nicht einfach so hin und hinterfrage das, weil ich ja nicht nur ein Mann, sondern auch Student bin. Neugierig und kritisch… Was steckt dahinter? Eine Annäherung: Langes Haar zum Beispiel gilt immer noch eher als weibliches Attribut, will gewaschen, geföhnt und gebürstet werden. Hier müssen bereits die einzelnen Schritte näher beleuchtet werden, denn Waschen heißt nicht mal eben nur mit Shampoo. Nein, hinzu kommt eine Spülung und diese muss i.d.R. erstmal einwirken. Zu guter letzt gibt’s noch ne Kur. Doppelte Einwirkzeit. Auf dass es helfe! Und auch die weiteren Vorgänge sind nicht zu unterschätzen. Lange, nasse Haare brauchen neben Liebe auch Wärme und damit nicht alles aussieht wie Hulle, muss die Bürste her. Ok, zugegeben, es gibt auch Kurzhaarfrisuren. Nun gut, aber die behaarten Beine gibt’s ja auch und die Werbung, in der so nen samt-seidenes Tuch über dieses Körperteil gleitet, ohne zu rucken, auch. Behaarte Beine, das muss folgerichtig und um der Ästhetik willen natürlich geändert werden. Respekt! Vergleiche Mann einmal die Oberflächen von Gesicht und Beinen. Wer schön sein will, muss ja bekanntlich leiden.
Natürlich sind solche Betrachtungen oberflächlich und durch die Tiefe des Schlüssellochs – nein, ich bin kein Spanner, das soll lediglich ein Wortspiel sein – erkennt man natürlich mehr: Frauen im Bad, hierbei geht es um etwas ganz Besonderes, um innere Werte etwa, die wir natürlich nicht sehen, weil wir ja nicht hineingucken können. Welch Dilemma!
Aber ich bleibe oberflächlich und schließe ab: Mann wartet insgeheim ganz gern. Und: Vorfreude ist die schönste Freude.
Entnervt lege ich den Stift beiseite. Das war hart. Ich glaube, die Zeilen werde ich für mich behalten. Ich stehe auf, rufe ganz unbeherrscht und schon kurz vor hysterisch: Schatz, bist du bald fertig? Wir müssen los. Nein, wir hätten schon da sein müssen. Vor einer Ewigkeit. Von wegen Vorfreude. Einen Moment,…
Weil Sinnfragen auch immer mit einem Warum anfangen, will ich das mal dabei belassen: Warum also brauchen Frauen so lange im Bad? Weil wir in einer Welt leben, in der Frauen lange im Bad brauchen. Ganz einfach. Das ist nun mal so. Klingt ironisch. Also nehme ich es nicht einfach so hin und hinterfrage das, weil ich ja nicht nur ein Mann, sondern auch Student bin. Neugierig und kritisch… Was steckt dahinter? Eine Annäherung: Langes Haar zum Beispiel gilt immer noch eher als weibliches Attribut, will gewaschen, geföhnt und gebürstet werden. Hier müssen bereits die einzelnen Schritte näher beleuchtet werden, denn Waschen heißt nicht mal eben nur mit Shampoo. Nein, hinzu kommt eine Spülung und diese muss i.d.R. erstmal einwirken. Zu guter letzt gibt’s noch ne Kur. Doppelte Einwirkzeit. Auf dass es helfe! Und auch die weiteren Vorgänge sind nicht zu unterschätzen. Lange, nasse Haare brauchen neben Liebe auch Wärme und damit nicht alles aussieht wie Hulle, muss die Bürste her. Ok, zugegeben, es gibt auch Kurzhaarfrisuren. Nun gut, aber die behaarten Beine gibt’s ja auch und die Werbung, in der so nen samt-seidenes Tuch über dieses Körperteil gleitet, ohne zu rucken, auch. Behaarte Beine, das muss folgerichtig und um der Ästhetik willen natürlich geändert werden. Respekt! Vergleiche Mann einmal die Oberflächen von Gesicht und Beinen. Wer schön sein will, muss ja bekanntlich leiden.
Natürlich sind solche Betrachtungen oberflächlich und durch die Tiefe des Schlüssellochs – nein, ich bin kein Spanner, das soll lediglich ein Wortspiel sein – erkennt man natürlich mehr: Frauen im Bad, hierbei geht es um etwas ganz Besonderes, um innere Werte etwa, die wir natürlich nicht sehen, weil wir ja nicht hineingucken können. Welch Dilemma!
Aber ich bleibe oberflächlich und schließe ab: Mann wartet insgeheim ganz gern. Und: Vorfreude ist die schönste Freude.
Entnervt lege ich den Stift beiseite. Das war hart. Ich glaube, die Zeilen werde ich für mich behalten. Ich stehe auf, rufe ganz unbeherrscht und schon kurz vor hysterisch: Schatz, bist du bald fertig? Wir müssen los. Nein, wir hätten schon da sein müssen. Vor einer Ewigkeit. Von wegen Vorfreude. Einen Moment,…
von René Kohn








