No 09 – Juli 2008

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PDF-Version der 9. Ausgabe

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Wii

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Da stand er nun: Ein kleiner weißer Kasten, gerade mal so groß wie zwei oder drei DVD-Hüllen übereinander. So ein Blödsinn, so eine Zeitverschwendung, so viel Geld. Was hätte man mit dem Geld alles anstellen können? Seitdem diese technische Neuheit nun den Platz neben dem Fernseher in Anspruch nahm, war das Zimmer gefüllt mit Menschen. Aufgeregt wie Kinder am ersten Schultag wurde das Gerät vorsichtig berührt, gestreichelt, ein Jauchzen ertönte. Schnell vermehrten sich die abenteuerlichsten Spiele in dem Regal unterhalb des Fernsehers, keines war wirklich von langer Dauer, aber dennoch wurde jedes mit einer Begeisterung empfangen, die mir immer unverständlicher wurde, ganz zu schweigen von den albernen Verrenkungen, die erwachsene Menschen vor dem TV-Gerät vollbrachten. Diese kleine technische Errungenschaft fing an, mich kräftig zu nerven. Wo lag bitte der Reiz?
Es war doch letztlich nur eine Konsole, kaum etwas Neues für die Nintendo-Generation der 80er Jahre.
Bildnachweis: bs
Foto: Britta Simon
Ein paar Wochen sollten vergehen, bevor endlich ein Abend mit Ruhe einkehrte und ich mich alleine mit dem weißen Kasten im Raum befand. Ich blickte ein paar Mal von meiner Zeitschrift auf den Fernseher. Dann stand ich auf und schaltete den Knopf der Konsole ein. Alsbald erschien ein kleines Männchen auf dem Bildschirm, welches mir ausführlich erklärte, was ich zu tun hatte. Ich nahm den Controller in die Hand, wickelte ihn mir wie vorgeschrieben mehrfach um den Arm (lächerlich, aus dem Alter der Wutanfälle war ich nun wirklich heraus) und begann das Spiel. Kurze Zeit darauf befand ich mich auf einem Tennis Court, welcher mich in steigendem Tempo durchaus forderte. Auch Golf stellte sich als unterhaltsam heraus. In den nächsten Tagen probierte ich weitere Spiele aus, erstellte meine eigene Persönlichkeit, gewann sogar die ersten Wettkämpfe. Es machte Spaß, verdammt viel Spaß. Schweiß lief mir beim Baseball Spielen die Stirn herunter: Dieser Rekord musste doch zu knacken sein. Tags darauf fragte ich besorgt, woher die Schmerzen in meinem Körper kamen. Gut drei Wochen lang spielte ich in jeder freien Minute und entwickelte ein Talent für einzelne Disziplinen. Ich konnte es kaum erwarten, meine Rekorde zu erweitern. Dann kam der Abend, an dem ich mich messen wollte. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass mein Gegner kaum das nötige spielerische Potential besaß, um mich zu schlagen. Zufrieden feierte ich meinen Triumph. Ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ präzisierte ich stetig meine Wurftechniken. Dann kam der Abend, der alles verändern sollte: Wieder stand ich vor meinem Gegner, er machte kaum Anstalten, sich vom Sofa zu erheben. Wie sollte man bitte jemanden wie mich mit diesem Null-Aktionismus schlagen?
Es war doch letztlich nur eine Konsole, kaum etwas Neues für die Nintendo-Generation der 80er Jahre.
Ein paar Wochen sollten vergehen, bevor endlich ein Abend mit Ruhe einkehrte und ich mich alleine mit dem weißen Kasten im Raum befand. Ich blickte ein paar Mal von meiner Zeitschrift auf den Fernseher. Dann stand ich auf und schaltete den Knopf der Konsole ein. Alsbald erschien ein kleines Männchen auf dem Bildschirm, welches mir ausführlich erklärte, was ich zu tun hatte. Ich nahm den Controller in die Hand, wickelte ihn mir wie vorgeschrieben mehrfach um den Arm (lächerlich, aus dem Alter der Wutanfälle war ich nun wirklich heraus) und begann das Spiel. Kurze Zeit darauf befand ich mich auf einem Tennis Court, welcher mich in steigendem Tempo durchaus forderte. Auch Golf stellte sich als unterhaltsam heraus. In den nächsten Tagen probierte ich weitere Spiele aus, erstellte meine eigene Persönlichkeit, gewann sogar die ersten Wettkämpfe. Es machte Spaß, verdammt viel Spaß. Schweiß lief mir beim Baseball Spielen die Stirn herunter: Dieser Rekord musste doch zu knacken sein. Tags darauf fragte ich besorgt, woher die Schmerzen in meinem Körper kamen. Gut drei Wochen lang spielte ich in jeder freien Minute und entwickelte ein Talent für einzelne Disziplinen. Ich konnte es kaum erwarten, meine Rekorde zu erweitern. Dann kam der Abend, an dem ich mich messen wollte. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass mein Gegner kaum das nötige spielerische Potential besaß, um mich zu schlagen. Zufrieden feierte ich meinen Triumph. Ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ präzisierte ich stetig meine Wurftechniken. Dann kam der Abend, der alles verändern sollte: Wieder stand ich vor meinem Gegner, er machte kaum Anstalten, sich vom Sofa zu erheben. Wie sollte man bitte jemanden wie mich mit diesem Null-Aktionismus schlagen?
Der kleine Kasten und ich haben unseren Frieden geschlossen. Er ziert zwar immer noch den Platz neben dem Fernseher, doch habe ich mich wieder den Zeitschriften zugewandt. Über eine anonyme Suchtgruppe denke ich jedoch immer noch nach.
von Britta Simon

Offener Brief an die Vermieter

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Liebe Vermieter, ich denke es wird Zeit Euch etwas Zeit zu widmen. Nach unzähligen Gesprächen mit Freunden, Bekannten, Mitstudenten usw. über deren Wohnverhältnisse, bin ich mir bewusst geworden, dass Ihr ein ganz schön lustiges und vor allem merkwürdiges Völkchen seid. Ihr macht Sachen bei denen sich andere Leute an den Kopf fassen und fragen: „Woher nehmt Ihr all die Zeit, all den Elan?“
Es geht schon damit los, dass Ihr oft wisst, wann genau der eigene Mieter die Wohnung verlässt, wann er wiedergekommen ist und in welchem desolaten Zustand er sich befand. Doch da gibt es noch eine Steigerung, eine Übung für Profis so gesehen: Wer mehr als einen Mieter in seiner Wohnung hat, also sein persönliches Gut an eine Wohngemeinschaft vermietet, kann versuchen die einzelnen An- und Abreisemomente aller Bewohner zu erhaschen und, je nach professioneller Vorgehensweise, aufzuschreiben. Für die Bewohner kann das ja auch hilfreich sein. Beispielsweise wenn sie nicht wissen, ob sich Mitbewohner X schon mal wieder hat blicken lassen. Aber Vorsicht! Diese Übung erfordert tagelanges sitzen am Küchen- bzw. Wohnzimmerfenster und kann zur Vernachlässigung des eigenen Lebens führen.
Bildnachweis: pixelio 188672
Vorsicht, Vermieter!
© Bredehorn.J / PIXELIO
Es ist ja oft so, dass Vermieter und Mieter sehr nah beieinander wohnen (müssen). Manche sogar im selben Haus. Ein Dach, ein Flur, zwei Reviere! Dennoch sollte eines klar sein: Wer Miete bezahlt erkauft sich monatlich ein Stückchen Privatsphäre. Da möchte man nicht auf jeden Besucher oder jedes Telefonat hingewiesen und deswegen ausgefragt werden. Nein! Nein!
Oh ja, Besucher. Man muss echt nicht noch mehr Miete bezahlen, wenn man Besuch bekommt. Wer setzt Euch solche Flausen in den Kopf? Und schon gar nicht muss der Besucher dann Miete bezahlen. Ja, sicher benutzt mein Besuch auch das Wasser aus meinen Leitungen. Aber macht man das nicht auch, wenn man woanders zu Besuch ist? Ich kann, wenn ich will, das ganze Psychoseminar PS 1 als Lerngruppe zu mir einladen. Bezahlt Ihr wenn ihr jemanden besucht oder haben alle eure Freunde eigene Häuser? Ach ich vergaß. Es ging ja um Vermieter. Ich stelle mir das so vor: Es gibt da diesen Club. Der heißt irgendwas mit „Vechtaer Fensterblicke“ oder so. Dann trefft Ihr Euch wöchentlich und erzählt von den fiesen Schandtaten Eurer Mieter. Wer was gemacht hat, wer welche Art von Besuch bekam (besonders gern seht Ihr natürlich Damen- bzw. Herrenbesuch beim anderen Geschlecht, da kann man morgens schon mal mit einem Zwinkern rechnen) usw. Aber Stopp, Denkfehler meinerseits! Wer sitzt denn dann am Fenster?
Ich wünsche mir einen Rollentausch. Ihr, liebe Vermieter, begebt Euch auf die Suche nach einem Zimmer in einer WG. Ein paar Rahmenbedingungen solltet Ihr dabei beachten. Das Zimmer darf nur zwischen 200,- und 250,- Euro warm kosten und soll mindestens 15qm besitzen (damit mache ich es euch noch leicht). Außerdem müsst Ihr euch als Studenten ausgeben (immer Haltung bewahren) und Ihr müsst Euch sicher sein, dass Ihr die Kaution noch wiederbekommt. Ich möchte die Blicke sehen, wenn Ihr den Wohnungen und den unannehmbaren Angebote Eurer Vermieterkollegen gegenübersteht. „Ja ja, das Zimmer wo alle durchgehen müssen um zu den eigenen Zimmern zu kommen wird auch vermietet. Ja, 230 Euro sind richtig. Nein, das Bad teilen sie sich noch mit der Wohnung unter ihnen.“ Und so weiter….
Um nicht alle Vermieter über einen Kamm zu scheren, – es gibt Euch auch in gut. Da sind die Zimmer in Ordnung und der Umgangston ist freundlich. Wenn Reparaturen anstehen kann man sich mit Euch einigen und beim Auszug macht Ihr keinen Aufstand, nur weil ein bisschen Farbe abgeblättert ist. Dafür möchte ich Euch hiermit herzlich danken. Ihr seid die Jedi Ritter unserer Wohnwünsche. Nur leider gibt es da halt noch die dunkle Seite der Eigenheimbesitzer und deren Todesstern wird im Winter wegen fehlender Isolierung bis zu 6 Grad kalt und die Heizung lässt sich „nicht mehr höher drehen“.
Ein kleiner Tipp zum Schluss: Überlegt doch mal, Ihr lieben Vermieter, ob Ihr selber in euren angebotenen Mietwohnungen wohnen wollen würdet und ob ein eigenes Leben außerhalb des Fensterrahmens nicht auch möglich ist.
Beste Grüße,
Eure uniVista
von Kai Pröpper

Sommerloch? – Nicht mit uns: Grillen

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Kulinarischer Genuss ???
Ich glaube, nach den Amis und Aussies sind wir Deutschen ziemlich groß im Grillen. (Damit meine ich jetzt das Herstellen kulinarischer Genüsse mit Hilfe von Glut und Flammen und nicht das Sonnenbanken.) Und vor allem wir Studierende. Sobald die ersten Sonnenstrahlen so etwas wie Sommer ankündigen (oder auch einfach den Aufenthalt unter freiem Himmel erträglich machen), wird in meinem Wohnheim, auf etlichen Balkons und Terrassen, gegrillt. Und das zumeist auf 10- 19 € Grills aus dem Supermarkt. Der ein oder die andere hat vielleicht noch einen Säulen-, Schwenk- oder Kugelgrill. Auch Einmalgrills sind durch Festivals oder Grillen im Park und am See bekannt.
Es ist auch nicht mehr nur die Wurst, die gegrillt wird. Längst haben alle möglichen Teile von allen möglichen Tieren den Rost erobert, darunter Geflügel, Fisch und ganze Ferkel. Aber auch vegetarisch grillen ist nicht mehr ganz so unnormal, gibt es doch in jedem Discounter neuerdings Grillkäse.
Also, was noch über des Studierenden liebste Essenszubereitung schreiben, wenn doch eh jede und jeder ständig grillt? Wir wollten es genau wissen: was man alles und auf welche Arten man es grillen kann?
von Julia Stock
Grillen ohne Rost
Es soll Situationen geben, in denen man einen Grill, Kohle, Anzünder und auch Grillgut dabei hat…aber keinen Rost! Kein Problem für den einfallsreichen Hungrigen: irgendwelche Stäbe schnappen, Wurst, Käse oder Fleisch aufspießen und über die Glut halten. Ist ein bisschen mühsam, wird auch mal warm an der Hand und zaubert keine Delikatessen, reicht aber fürs Sättigungsgefühl. Beim Käse ist zu beachten, dass der die Eigenschaft hat, zu schmelzen!
Mir wurde mal erzählt, man könnte in der Glut vom Grill eine Pizza – Calzone backen. Stimmt vielleicht auch. Aber erst, wenn die Glut schon ziemlich weg gebrannt ist!
So geht’s: Pizzateig vom Discounter kaufen, mit der mitgelieferten Tomatensauce bestreichen, die Hälfte mit Belag nach Wahl und Raspelkäse belegen, zusammenklappen und in Alufolie wickeln. Dann 5 Minuten von jeder Seite in die Glut. Aber wie gesagt: erst ganz am Ende! Zuvor könnt ihr einen normalen Durchgang grillen. Denn sonst wird die Calzone zu einer „außen schwarz und innen roh mit Brandaroma-Überraschung“. Grillbanane: Schön als Nachtisch oder fürs gute „Ich habe auch was Gesundes gegessen“-Gefühl: Bananen grillen. Dafür einfach die Banane ziemlich früh mit auf den Grill legen, ruhig an den Rand. Und dann schwarz werden lassen, zwischendurch mal wenden. Wenn die Banane innen weich ist (per Druck testen), runter nehmen, aufschneiden, mit Honig (oder Honig plus Cognac) beträufeln und auslöffeln.
von Julia Stock
Erd – Loch – Grill
Da standen wir nun. In dem Garten meiner Eltern. Was wir brauchten war eine uneinsehbare Ecke, in der wir ein Loch graben konnten – Erdlochgrill: Das war der Auftrag. Wir legten geschickte Hand an den Spaten, der im Laufe des Abends unter gleicher zu Bruch ging. Das Erdloch: ca. 20 cm tief, 30 cm lang und 20 cm breit. Mit einer Schicht Grill- und Holzkohle den Boden bedeckt, war der einzig effektiv und schnelle Weg zum Erreichen der Grilltemeperatur Brennspiritus. (Oh, wie das brannte… für Möchte-gern-Pyros ein höllisch heißer Himmel auf Erden…) Zurück zum Auftrag. Wir versuchten die Zartweizenbratlinge des Studentendinnerangebots und Eierkuchen (hierzulande Pfannkuchen) á la Oma Christa. Grillrost entnahmen wir einem üblichen Grill und eine Teflonbeschichtete Pfanne. Die Zartweizenbratlinge hatten leider nicht einmal die Möglichkeit, zu garen. Sie fielen auseinander und zwar bei jedem Wendeversuch. Ob Ei fehlte war die Frage aber wir konnten es nicht herausfinden. Nachdem der Frust die Bratlinge vom Grill vertrieb, versuchten wir uns an den Eierkuchen. Eine Geduldsprobe für alle Hungernden. Es dauerte, dauerte, dauerte, dauerte, dauerte….aber: Er schmeckte! Noch ein bisschen teigig – so mochte ich ihn.
Doch die Anderen wollten gare Eierkuchen, so versuchten wir per Höhenverstellungen durch weitere Grabung die Temperatur zu erhöhen. Ohne Erfolg und deswegen dauerte es dann auch leider nicht mehr lange, bis wir uns entschieden mit dem verbliebenen Teig an den Herd zu gehen.
Es funktioniert aber es dauert. Ganz im Gegensatz zum Löschen: Loch mit Sand füllen: Fertig! Nicht satt aber hoher Spaßfaktor!
von Johanna Olberding

Bilderalbum
uniVista No. 09: Grillen

Fleisch: gut durch – Studium: gut durch

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Was wir brauchen können
Zur Erinnerung: 1999 einigten sich in Bologna 29 europäische Länder auf ein gemeinsames Studiensystem, das den Bachelor- und Masterabschluss vorsieht. Mittlerweile sind es 46 Teilnehmerländer. Mit dem Bologna-Prozess sollten die bisherigen Hochschul-Abschlüsse Diplom, Staatsexamen und Magister abgelöst und ein erster Abschluss schon nach sechs Semestern möglich werden. An deutschen Universitäten sind derzeit mehr als die Hälfte der Studienprogramme auf die Bachelor- und Masterstruktur umgestellt. An den Fachhochschulen sind es fast 90 Prozent.
Exkurs 1:
Was den Geschmack des Fleisches betrifft sind wir uns einig. Viele Einflussfaktoren spielen hier eine Rolle. Das Fleisch selbst natürlich, das Wetter, der Grill, das Bier, womit wir dem Fleisch eine besondere Note verleihen, …, die Kohle. Ohne die Entdeckung des Feuers wären wir nicht, wo wir heute sind und auch das „Erster-Sonnenstrahl-Grill-täglich-raus“ im Studium wäre uns verwehrt gewesen.
© m.mieske / PIXELIO
Die brennende Kohle macht es uns möglich, dass uns während des Grillens schon das Wasser im Mund zusammenläuft. Der leicht rauchige Geruch, das Brutzeln … . Wie sieht es mit unserem Studium aus? Schon bei dem Gedanken daran verzieht es vielen das Gesicht, als hätten sie in eine saure Zitrone, anstelle eines saftigen Steaks gebissen.
Der Appetit vergeht?
Exkurs 1 Ende.
Besinnen wir uns kurz zurück auf das Ziel der, durch den Bologna Prozess eingeleiteten, Umstellung auf Bachelor/ Master. Ein kürzeres Studium, weniger Abbrecher, sowie bessere Qualität und Praxisbezug.
Ein kürzeres Studium ist es mit sechs Semestern durchaus. Ist es dadurch etwa weniger wert? Der Bachelor ist ein akademischer Abschluss. Und es steht außer Frage, dies einfordern zu müssen. Zur Frage steht aber, wie wir uns selbst hinter unseren eigenen Abschluss stellen… ?
Mehr Hochschulabsolventen sollten es werden, so hieß es. Derzeitige Zahlen sprechen jedoch von einer ansteigenden Zahl an Studierenden, die vor erreichen des Abschlusses das Studium beenden. Resultiert der Abbruch wirklich aus den veränderten Strukturen durch das Bachelor/ Master System oder liegt ein beachtlicher Teil vielleicht auch in der Korrelation Bachelor/ Master und Studiengebühren?
Bessere Qualität und Praxisbezug sind prägnante Ziele für einen Abschluss. Wodurch äußern sich jene?
Die Anstrengungen, die diese Umstellung mit sich bringen, dürfen nicht ungeachtet bleiben. Und das Engagement an der Optimierung des Bachelor/ Master Systems nicht vergessen werden. Es ist unvermeidbar, dass wir mit dieser Veränderung noch einige Jahre gemeinsamen Weges vor uns haben, aber:
In einer Umbruchphase steht noch kein Gerüst fest.
Selbst selbstständiges Denken bleibt nicht ganz außen vor, denn diese Zeit des Umbruchs erfordert viele klare Köpfe (Zum Beispiel bei der Erstellung des Stundenplans). Es mag vielleicht noch nicht den Studieninhalt direkt betreffen aber wenigstens schon in die Studienzeit selbst integriert sein.
Exkurs 2:
Welchen Einflussfaktor wir für den Garheitsgrad unseres Fleisches wählen entscheiden wir mit. Aber ich werde nicht das Fleisch sein und mich einfach grillen lassen. Manche Faktoren, wie den Wind oder die Kohlebeschaffenheit können wir nicht auf der Stelle ändern, wir können aber das Feuer anfachen, das Fleisch wenden … Griller oder Fleisch sein?
Und bevor ich` s vergesse: Wenn mindestens Kohle, Feuer, Grill und Griller zusammenarbeiten – kann das Fleisch nur „gut durch“ sein.
von Johanna Olberding

Sonnenkamp-Party 2008

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Beach-Party, Cocktail-Party, Kostüm- und Mottoparty, ob klassisch im B1, moshend im Lohner Circus Musicus oder mit Stehkragen in der WuBa. Sie alle haben ihr eigenes Flair und sind alle irgendwie ganz nett – aber nett ist immer noch die kleine Schwester von scheiße. Sie alle können einpacken, denn am letzten Mittwoch des Semesters steigt DIE, jawohl, DIE Party auf die man die ganze Vorlesungszeit gewartet hat. Für alle, die erst im letzten Wintersemester in die Stadt gekommen sind:
Am Mittwoch, den 16.07.2008, veranstaltet der Heimrat des Studentenwohnheims „Sonnenkamp“ im Innenhof des selbigen die traditionelle Open-Air-Semesterabschlussfete. Dort können auch endlich alle Fachrats- und Asta-Mitglieder, die sonst die Feten organisieren, beherzt das Tanzbein schwingen und kühles Blondes genießen. Der Getränkepreis wird, dem allgemeinen Trend zum trotz, nicht erhöht. Er bleibt weiterhin bei einem Euro pro Flasche, so dass man den Abend mit der gewohnten Rechnung fünf Euro gleich fünf Bier bequem kalkulieren kann. Der Heimrat hofft, den Preis auch weiterhin so niedrig halten zu können, solange dieses Bemühen nicht durch unsoziale Zeitgenossen torpediert wird. Nach diversen Einbrüchen in den letzten Jahren mit einer zerstörten Wohnungstür, geklautem Laptop und Bargeldkassen, diversen Vandalismusdelikten und anderen Sachen, die „einfach nicht sein müssen“, sollte man dieses Jahr auf eine fröhliche, runde und friedliche Feier hoffen. Auch wenn der Termin bei dem ein oder anderen in die Klausurenphase fällt, gilt: Prüfungen kann man wiederholen – die Sonnenkampparty ist nur einmal im Jahr! Einlass ist ab 20 Uhr, der Eintritt kostet 3€, Studentenausweis ist, wie immer, Pflicht.
von Christopher Vielhaber

Currywursteintopf

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für 4 Personen
Zutaten:
  • 500g Kartoffeln
  • 300ml Gemüsebrühe (Brühwürfel)
  • 1 große Zwiebel
  • 3 Paprikaschoten (rot, gelb, grün)
  • 4 Bratwürste à 100g
  • 300ml Curryketchup
  • Paprikapulver
  • Currypulver
  • etwas Pflanzenöl
Currywursteintopf: Für manche eine Mahlzeit für jeden Tag, für andere ein seltener aber dann intensiver Genuss. Was Du dafür brauchst? Das übliche für Eintöpfe. In diesem Fall zwei Töpfe, Brettchen, Schälmesser und natürlich die Zutaten.
Zunächst die Brühe mit Wasser anrühren und zum Kochen bringen. Während dessen, Kartoffeln schälen, grob würfeln und in der Brühe garen. Auch die Zwiebeln einfach schälen (Taucherbrille oder Taschentücher nicht vergessen) und grob würfeln. Paprika putzen, waschen und auch grob würfeln. Bratwürste schälen und grob würfeln – oh, doch nicht! Also: Bratwürste nur in Scheiben schneiden! Während auf der anderen Herdplatte die Kartoffeln garen, Pflanzenöl in einem größeren Topf erhitzen, Wurstscheiben hinzugeben und anbraten. Zwiebelwürfel und Paprikawürfel hinzugeben und ebenfalls kurz anbraten. Je einen Teelöffel Currypulver und Paprikapulver zugeben, ebenso die Kartoffeln mit Brühe und den Ketchup. Kurz aufkochen lassen und eventuell mit etwas Zucker abschmecken. Mmmmhhhh, lecker!
Mensateam Vechta und Johanna Olberding

Kartoffelpizza mit Mozzarella

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für 4 Personen
Zutaten:
  • 800g Kartoffeln
  • 2 Paprika (rot und grün)
  • 200g Tomaten
  • 150g Gouda
  • 150g Mozzarella
  • 80g Ketchup
  • etwas Speisestärke
  • etwas Öl
  • Gewürze
Klingt komisch – ist es aber gar nicht. Das Backblech einölen, je nach Geschmack viel oder wenig, und die geschälten Kartoffeln nebenbei gar kochen. Kartoffeln abkühlen lassen und in Scheiben schneiden. Auf dem Backblech verteilen und mit Speisestärke würzen. Dann etwas Ketchup auf die Kartoffeln träufeln. Die Paprika, die Zwiebeln und die Tomaten putzen. Die Paprika in Streifen, die Zwiebeln in Würfel und die Tomaten in feine Scheiben schneiden. Mit Samba Oleg (oder Tabasco), Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Den geriebenen Käse und den Mozzarella mischen (dies ist eine interne Knobelaufgabe – viel Spaß dabei) und über den Belag verteilen. Das Ganze dann bei 160°C ca. 20 Minuten überbacken. Wenn der Käse hellbraun ist und es in der Küche nach lecker duftet, den Ofen ausschalten und die Kartoffelpizza bis sie goldbraun ist, im Ofen lassen. Das spart Energiekosten und das Essen ist trotzdem fertig! Kleiner Tipp der EWE.
Mensateam Vechta und Johanna Olberding

Der Dalai Lama
Der Mann, der mit der Buddha flirtet

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Bildnachweis: buddhismus.at
Der Dalai Lama
Der Dalai Lama (aus dem Mongolischen: Ozean gleicher Lehrer). Wer ist das eigentlich? Jeder kennt ihn zumindest vom Namen. Nur, weil so oft von ihm gesprochen wird, heißt dies nicht, dass jeder auch Bescheid weiß von wem genau die Rede ist.
Dass z.B. der Dalai Lama das geistige Oberhaupt der Tibeter ist, ist nicht richtig. Der Dalai Lama ist lediglich ein in seiner Linie sehr angesehener, hoher Lama, den die Geschichte vor etwas mehr als 350 Jahren zum wichtigsten Politiker seines Landes machte und dessen Hauptziel es ist, die Harmonie unter den Religionen zu fördern.
Im tibetischen Buddhismus wird der Dalai Lama als ein Mensch angesehen, der aus Mitgefühl wieder in das Leben oder in die „gewöhnliche Existenz“ eingetreten ist, um anderen Wesen dienen zu können, obwohl er den Kreislauf der Wiedergeburt als erleuchtetes Wesen hätte verlassen können. Er verzichtete auf das Einkehren in das Nirvana und wird nun solange wiedergeboren, bis alle Menschen erlöst sind.
Der fast 72-jährige gilt als freundlich, humorvoll, spontan und sehr intelligent. Dalai Lama Tenzin Gyatso ist heute der 14. in seiner Anreihe.
1949 begann China mit der Eroberung Tibets und machte auch den damals erst 15-jährigen Dalai Lama, dem im November 1950 die Herrschaft Tibets übertragen wurde, zum Flüchtling. 50 Jahre verbrachte Dalai Lama in Indien im Exil. Dort versuchte er, eine demokratische Regierung aufzubauen, dass Leid der Tibeter innerhalb und außerhalb Tibets zu mindern, sowie internationale Unterstützung für die Sache Tibets zu gewinnen.
Sein Nachfolger müsste nach der Logik der Wiedergeburt von außerhalb Tibets kommen, da er die Arbeit des vorherigen Dalai Lamas fortsetzen müsste. Nachfolger müssen nicht unbedingt männlich sein. Der heutige Dalai Lama würde es sogar begrüßen, würde es einmal eine Nachfolgerin geben. Eine Frau sei attraktiver und nützlicher für den Buddhismus, für die tibetische Kultur, das tibetische Volk – warum nicht?
Sein Nachfolger müsste nach der Logik der Wiedergeburt von außerhalb Tibets kommen, da er die Arbeit des vorherigen Dalai Lamas fortsetzen müsste. Nachfolger müssen nicht unbedingt männlich sein. Der heutige Dalai Lama würde es sogar begrüßen, würde es einmal eine Nachfolgerin geben. Eine Frau sei attraktiver und nützlicher für den Buddhismus, für die tibetische Kultur, das tibetische Volk – warum nicht?
1989 erhielt der Dalai Lama für seinen unermüdlichen Einsatz mit gewaltlosen Mitteln durch Dialog eine Lösung für das Tibetproblem zu finden, den Friedensnobelpreis.
Zitat des Dalai Lama: Lebe ein gutes, ehrbares Leben! Wenn du älter bist und zurückdenkst, wirst du es noch einmal genießen können.
von Mira Brink

Splitter und Schlangenbrut, Kreuz und Kamel

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Witz? Humor? Ironie? – bei Jesus!? Meist sehen wir Ihn in unserer Uni an einem Kreuz aus Holz hängen. Für manche von uns ein Bekannter oder Freund, für manch andere wiederum völlig fremd – für alle aber wohl der Ausdruck eines Sterbenden, dem zumindest Witz und Humor nicht nahe liegen. Jesus zeichnet aber nicht nur Sein Tod aus.
Louis Kretz stellt Aussagen Jesu vor und lässt in dem Licht der damaligen kulturellen Verhältnisse neue Schlüsse über die Person Jesus zu. Er bringt die intelligente Schärfe Jesu zum Vorschein, mit der Jesus groteske Bilder, kühne Gleichnisse und entwaffnende Antworten auf Fragen und Leben in den Diskurs Seiner Mitmenschen brachte.
Mit Witz, Humor und Ironie bediente Er sich eines bewährten Instruments Menschen zur Selbstreflexion zu bewegen: Durch Lachen.
Was? Ein Kamel durch ein Nadelöhr!? Ein Balken im Auge? Das geht doch gar nicht!
Das Buch ist ein Amüsement für zwischendurch und ein persönliches Kommunikationstraining für den, der sich eine Scheibe von Jesus Schärfe abschneidet. Eine Perle etwas anderen Glanzes.
Louis Kretz: Witz, Humor und Ironie bei Jesus
Signatur: 202777
von Johanna Olberding

Magie und Mysterium, Butler und Bibel

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Noch ein Harry Potter könnte man meinen, wenn man das Cover des ersten Bandes von Artemis Fowl ansieht. Doch in Eoin Colfers Erzählung ist alles anders – oder doch nicht? Held der Geschichte ist ein zwölfjähriger Ire. Spross einer einflussreichen Dynastie und ein kriminelles Genie. Ihm zur Seite steht Domovoi Butler, der seinerseits einer Familie entstammt, die die Fowls seit Generationen beschützt. Bereits an dieser Stelle ist sichtbar, dass es sich nicht um gewöhnliche Verwandtschaft oder gar einen gewöhnlichen Jungen handelt. Auf den folgenden Seiten wird der Leser in eine phantastische Welt der Unterirdischen entführt und erlebt dort, wie Artemis Fowl seine Energie und kriminelle Raffinesse aufbringen muss, um gegen Elfen und andere Wesen zu bestehen. Er möchte den finanziellen Schaden, welchen seine Familie seit dem Verschwinden seines Vaters erlitten hat, ausgleichen.
Ein spannender Einstieg in die bisher sechs Bände umfassende Erzählreihe von Eoin Colfer, die durch die interessante, abwechslungsreiche Erzählweise auch für große Kinder bestens geeignet ist.
2001 wurde Artemis Fowl mit dem Childrens Book Award ausgezeichnet, dem wichtigsten Kinder- und Jugendbuchpreis Englands. 2004 erhielt der Roman den deutschen Bücherpreis in der Sparte Kinder- und Jugendbuch.
Eoin Colfer: Artemis Fowl
Signatur: 333235
von Stefanie Bruns

Republikaner vs. Demokraten – eine Gegenüberstellung

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Die roten Elefanten
Neben den Demokraten ist die Republican Party oder GOP (Grand Old Party) die größte Partei in den USA. Außerhalb Amerikas wird sie als das größere politische Übel angesehen. Nimmt man die beiden letzten großen Kriege, die die Amerikaner geführt haben (Irakkrieg 2 und 3), so basieren die Interventionen der USA doch auf einer republikanischen Politik bzw. auf einer Entscheidung, die ein republikanischer Präsident gefällt hat.
Die RP ist eine national-konservative Partei und sieht ihre eigene Position Mitte-rechts. Sie stellte bislang die meisten Präsidenten in den USA, darunter solch klangvolle Namen wie Abraham Lincoln, Richard Nixon, Ronald Reagan und natürlich die beiden Bushmänner.
Die Partei wurde 1854 von Gegnern der Sklaverei gegründet und hatte als Tenor eben die Abschaffung der Sklaverei, freie Meinungsäußerung und Gleichberechtigung der Frauen. Ursprünglich waren die Republikaner neben den Demokraten und der Whigs-Party lediglich dritte Kraft im Land, dies änderte sich aber rasch und so wurde ihr zweiter Präsidentschaftskandidat, Abraham Lincoln, bereits ihr erster Präsident. Die Politik der Republicans ist sehr föderal eingestellt; ihr Ziel ist es, den einzelnen Staaten möglichst viele Kompetenzen zu überlassen. Im Ausland fallen sie nicht zuletzt durch ihre sehr konservative Politik auf. Sie sprechen sich gegen ein einschränkendes Waffengesetz aus, ebenso gegen Abtreibungen und die Gleichberechtigung von homosexuellen Paaren. Ihr neuer Präsidentschaftkandidat, John McCain, passt daher auch wie die Faust aufs Auge. Auch er ist Gegner von so eben erwähntem und dazu noch Befürworter der Todessstrafe. Ihre Wählerschaft rekrutieren sie zumeist aus den ländlichen Gegenden im Süden des Landes.
Von der komischen Art und Weise wie die Republikaner Wahlkampf führen, kann man sich auf ihrer Homepage (www.gop.com) überzeugen. Denn sie machen da eigentlich keine Werbung für ihren eigenen Kandidaten, sondern beschränken sich auf die Diffamierung des Kontrahenten. Man kann dort etwa einem Ticker zuschauen, der die Zeit zählt, wann Barrack Obama (Präsidentschaftskandidat der Demokraten) das letzte Mal die amerikanischen Truppen im Irak besucht hat. Dies ist bereits, welch Schande, ca. 900 Tage her. Außerdem kann man dann noch Max, Maxine, Patrick und Sam erwerben, vier dicke Plüschelefanten, die es zum Vorzugspreis von 110$ pro Stück im GOP-Store zu kaufen gibt. Besonderes Feature: Republikaner-Logo auf dem Bauch. Den Spaß kann man dann an seinen Lieblingsrepublikaner oder seine Kinder verschenken. Oder man lässt es bleiben. Je nachdem. Aber dann ist man kein Republikaner.
von Sebastian Dargel
Die blauen Esel
Die Partei von Hillary Clinton und Barack Obama genießt in Europa einen guten Ruf.
Hierzu tragen so große Name wie Roosvelt, Truman, Kennedy und nicht zuletzt Clinton bei, welche nur eine kleine Auswahl der demokratischen Präsidenten darstellen. Doch heute profitieren die Demokraten mehr denn je von diesen Mythen und den Männern die sie verkörpern. Da durch sie der Unterschied zu den Republikanern sehr deutlich wird. So sieht sich die demokratische Partei als Partei des kleinen Mannes, der Demokratisierung, der Freiheit und des Progressivismus (progress= Fortschrittlinksliberale Antwort auf Industrialisierung und sozialen Wandel).
Dies wird auch im andauernden Wahlkampf deutlich. So ist auf der offiziellen Website (www.democrats.org) Folgendes zu lesen:
„OurPlan: We have a bold new direction for a secure America. We seek: 1) Honest Leadership & Open Government, 2) Real Security, 3) Energy Independence, 4) Economic Prosperity & Educational Excellence, 5) A Healthcare System that Works for Everyone, and 6) Retirement Security.” Allgemein werden sie dem aufgeklärten Sozialliberalismus zugerechnet und verorten sich Mitte links im Parteiensystem.
Entstanden sind die Demokraten im frühen 19. Jh. (eine Epoche großer Umwälzungen in den USA: Abschaffung der Sklaverei, Einführung des allgemeinen Wahlrechts usw.) aus einer Abspaltung der demokratischen Republikaner. Über das genaue Datum gibt es widersprüchliche Angaben, da es verschiedene Gründungsmythen gibt, welche teilweise bis auf das Jahr 1792 zurück datieren, als eine Koalition um Thomas Jefferson erstmals Widerstand gegen die republikanische Politik geleistet hat.
Ebenso ungeklärt ist die Herkunft des Esels im Wappen der Demokraten. Er wurde nie offiziell anerkannt, wird aber von den parteinahen Organisationen zur Werbung genutzt. Genauso inoffiziell, aber im Prinzip schon das eigene Markenzeichen ist die Farbe Blau, welche für die Demokraten steht.
Obwohl sowohl Clinton als auch Obama sich damit profilieren, „Nein“ zum Irakkrieg gesagt zu haben und alles anders machen wollen, bleibt die Frage ob sie es überhaupt können. Denn der Allmachtsanspruch der USA und der ungeheure Patriotismus, welcher nicht davor zurück schreckt, Demokratie als Exportgut zu verkaufen und mit millitärischer Gewalt durchsetzen zu wollen, ist auch den Demokraten nicht ganz fremd.
von Stefanie Bruns

Hurra… ach ne doch nicht

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© Barney O’Fair / PIXELIO
Eines wunderschönen Tages dachten wir darüber nach, ob es möglich wäre, einen Artikel zu erschaffen, der fast nur aus StudiVZ-Gruppen besteht. Es gibt eine gute Nachricht: Es geht! Dabei entstand der Gedankengang einer lebensbejahenden, glücklichen, freudestrahlenden und unfrustrierten Studentin.
Aufgewacht mit dickem Schädel… mein Wecker macht mehr Terror als Al Quaida…. Mein Körper macht datt alles nicht mehr mit. Aber, wenn ich einen Albtraum haben will, muss ich aufwachen!!!
Aufstehen ist genug Sport, wirklich! Das Sportlichste an mir ist mein Eisprung. Meine Vorlesungszeiten kollidieren mit meinem Lebensstil. Ich kann da nicht nüchtern hingehen!!! Naja. Klappt schon! Hat immer irgendwie geklappt… Ich hasse mein weißes Badezimmer…Wer is’n das in meinem Spiegel???… Scheiße seh ich gut aus… ach ne, das war gestern… Ganz klar, meine Haare feiern nachts ohne mich ne Party und ich wurde mit einer Packung Bratmaxe ins Gesicht geschlagen… Ich seh echt so aus wie ich mich fühle! Ich bin so heiß, ich fühle mich von mir selbst sexuell belästigt… ich hasse Menschen die lügen. Ich muss mich nur alleine ausziehen, dann… ja, dann geht’s weiter, denn: Ich dusche gerne nackt. Mein Bad ist so klein, ich steh beim Duschen auf der Toilette… Hauptsache die Zahnpflege stimmt, Kaugummi kauen ist auch eine Art von Zähne putzen. Der Rest ist mir heute zu anstrengend, denn ich renne beim Zähneputzen immer durch die Gegend!!!…
Ich wusste es!!!! Mein Mitbewohner klaut meine Pflegeprodukte… Mein nächster Mitbewohner wird ein Hund… da fragt er ob ich morgens schlechte Laune habe… morgens schlechte Laune? Ach was: fick dich, mach die tür zu!!!! Der frühe Vogel kann mich mal… Klar: Früh aufstehen hat Vorteile! Mir fällt nur grad keiner ein. Soo! Jetzt erstmal ne gemütliche Hose anziehen!… Aber warum Anziehen?? – Wir ziehen uns doch eh wieder aus… ich bin nicht wie andere mädchen (aber mein haar ist flauschig!)… Meine Freundin hat einen Schrank voll „NICHTS“ zum Anziehen! So eine frei nach dem Motto: Morgens aufstehen – Zeit sich ein Gesicht zu malen! Eine der Marke: Es ist ROSA, es GLITZERT…..ICH KRIEG´S KOTZEN!!!
Brauch ich für die UNI meine Tasche? Ach was, Chuck Norris macht auch ohne Tasche Competition! Ich brauch einen Zivi…….. der meine Tasche trägt.
Warum fährt jeder außer mir so verdammt beschissen Auto? Rechts ist das Gas. Also fahr Du Spasti! RECHTS!
© Barney O’Fair / PIXELIO
Geht das in deinen viel zu kleinen großen Schädel du Klappskalli? Rechts blinken, links abbiegen – mal einen auf spontan machen… Opa´s mit Hut im Straßenverkehr sollten verboten werden!! –Jaja-, mit jedem Tag rückt das Altenheim ein Stückchen näher… Cobra 11 hat mir ein falsches Bild vom Auto fahren vermittelt!… Scheiße, verdammt, bekloppt… ich muss immer fluchen!!! Ich hasse schreiende Kinder und alte Menschen. Wenn mein Kind später… ach egal, es kommt sowieso ins Heim! Wie wat was soll das denn? Warum einen Parkplatz nehmen, wenn man zwei haben kann!!!?? Nachricht– für dich –: Ich habe dir was mitgebracht…HASS HASS HASS!! … Ich bin stinksauer und jetzt schwitz ich auch noch!!! Ich finde raus wo Du wohnst und dann fackel ich dir dein Haus ab. Ach was solls, abschnallen, aussteigen und Fresse halten.
BOAR, is’ das anstrengend… Uni ist wie Sex, man kommt und schläft ein! Und dann noch überall diese Pärchen – ich kann’s nicht mehr sehen!!!! Pärchen…hass ich ja. Gäbe es von Natur aus keinen Sextrieb gäbe es auch keine Paare!! Und zu viele schöne Männer haben eine Dummbratze zur Freundin… Ist das eine Frau, ein Mädchen oder ein Mann??? Und wie die schon aussieht: Blaue Jacke und grüne Hose… Kinderfasching oder was??? „Hey Du Blitzbirne !?! Halts Maul oder wie du heißt…! Ich bin viel geiler als deine Alte!’’ Ach egal, einfach lächeln und winken…lächeln und winken… So dumm wie ich’s brauch, kannst du mir gar nicht kommen!!! Ich bin vergeben… Ich geh mit meiner Laterne. Auch blinde Körner werden von Hühnern gefressen!!! Ach, ich muss weg, gehe glückliche Pärchen im Park vergiften… Egal. Es gibt Sachen die muss man nich’ verstehen… Ich glaube, ich muss brechen… Fortsetzung folgt…
von Melanie Ehlert

Bielefeld nightlife – Bielefeld gibt‘s auch bei Nacht

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Nachdem wir zuletzt ein wenig Licht in die Bielefeldverschwörung gebracht haben, hieß es nun: Licht aus und ab ins Nachtleben.
Irgendwo muss
es sein
Foto: Johanna Olberding
Ferdis Pizza Pinte
Bahnhof Bielefeld. Unser Plan: Eine schöne gute Nacht in der Stadt der Verschwörung zu verbringen und der geneigten Leserschaft (DIR!) zu erklären, dass auch die 2- 3stündige NWB- Fahrt sich lohnt. Vor dem Bahnhof stehen wir an der Stadtbahnhaltestelle und suchen den Platz mit dem CinemaxX. War schon mal wer in Bielefeld? Jetzt nicht über unsere anfängliche Torheit lachen. Das CinemaxX befindet sich auf der anderen Seite des Bahnhofs. Gefunden. Karten kaufen für The Happening mit Ex- Marky Mark (Life in the streets…). Was nun? Noch eine Stunde bis zum Filmstart. Hunger! Auf dem Weg in ein scheinbares Wohngebiet stoßen wir auf Ferdis Pizza Pinte. Sieht von außen aus wie der typische Nobelitaliener. Ein Ort wo sich geschiedene 40jährige Damen herumtreiben und bei einem Glas Wein und Antipasti über die böse Männerschaft schimpfen. Der Schein trügt so was von. Das Publikum ist jung, die Bedienung freundlich und die Preise bezahlbar (Spinat-Feta Pizza 6.80 €). Ein Doppelplusgut gibt es für die sanitären Anlagen. Ein paar Muscheln ins Bad werfen und das maritime Gestaltung nennen kann jeder. Aber das ganze Bad in eine Unterwasserlandschaft zu verwandeln und dann noch Meeresrauschen und Käpt’ n Blaubär Dialoge im Hintergrund düdeln zu lassen ist eine Kunst.
Multiplex CinemaxX
Ein gelungener Zweiteinstieg für eine lange Nacht sollte uns das CinemaxX bieten. Mit pizzagestilltem Magen ging es für mich das erste Mal in eines der Multiplex- Kettenkinos dieser Welt. Kannte ich doch sonst nur Bestellung am Platz, inklusive dem persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern des Kinos – über deren Arbeitsplätze ich mich immer freute – erwarteten mich hier Anonymität trotz oder gerade wegen vieler Sitzplätze und eine riesige Leinwand. Die Sitze waren eng, aber der Logenplatz und der Sound wenden meine negativ- Bewertung wieder ein wenig Plus Null. Wobei: ermäßigte 6,- € für Studenten 1,- € für Loge = 2 1/2 DVDs aus der Videothek + Beamer und Leinwand im Wohnzimmer = unbezahlbar! Um der Leinwand zu frönen: Actionfilme mit 3D Charakter lassen Schlagkraft vermuten und auf die Erfahrung würde ich auf keinen Fall verzichten.
„The Happening“ sollte uns noch die ganze Nacht hindurch begleiten. Aber wer konnte das bei Beginn des Streifens schon erahnen? Hauptverursacher aller Aktionen des Films: „In den Suizid führende Pflanzentoxide“. Den latenten Sinn konnte ich nicht ergreifen, wohl aber das Glück, welches uns mit Bielefeld ereilte, denn es gab kaum Grünzeugs in den von uns bewanderten Gebieten und wir überlebten die Nacht. Meinem ersten Mal im CinemaxX halte ich entgegen: Gute Filme kommen auch auf einer kleinen Leinwand groß raus! Ich bleibe mit dem Herzen gegen Anonymität, für Arbeitsplätze und persönlicher Bedienung bei unserem Kleinstadtkino mit einzigartigem Ambiente.
Der Ringlokschuppen
Foto: Johanna Olberding
Ringlokschuppen – Schuppen? Das ist ne Halle
Bielefeld hat viele Straßen. Und vor allem hat Bielefeld lange Straßen. Eine der längsten scheint die Herforder zu sein. Aber man will ja nicht klagen. Da nachts keine Busse, Stadtbahnen und Rikshas mehr fuhren, blieben uns nur die flinken Füße. Egal, Mama und Papa mussten ja auch täglich geschätzte 73km durch Wind und Wetter waten, nur um Milch oder eine Messerspitze Salz zu holen. Wir wollen zum Ringlokschuppen. Der heutige Ringlokschuppen ist Teil des alten Reichsbahn- Ausbesserungswerkes Speldorf und er ist so verdammt riesig, dass ich mir Wegzehrung zwischen den einzelnen Areas wünsche. Der Eintrittspreis war mit 5 € noch erschwinglich für einen Laden dieser Größenordnung. Der Bierpreis mit 3 € (ebenso Cappuccino) ist schon ein tieferer Eingriff in meine Spendierhosentaschen. Aber hey, Wegzehrung ist das Stichwort. Im Ringlokschuppen werden keine kleinen Brötchen gebacken, wenn überhaupt werden da Brotlaibe groß wie VW-Käfer gemacht. Heidewitzka! Auf drei Areas fand sich alles was ein Gitarrenherz begehrt. Ein großes Areal für die Breitrockmasse, eine feine Hardcore-Ecke, in der Jungs und Mädels mit ordentlich Metal im Gesicht die Luft verprügeln, als hätte sie deren Mütter beleidigt und eine weitere riesige Gothik, Black, Leder, Lack und whatever Halle. Hier sei nun eine Lanze für alle Gothiker gebrochen. Es sind wahrscheinlich, neben den Mitarbeitern der Wohlfahrt die nettesten Menschen dieses Planeten. Wäre Goth eine Regierungsform wäre die Welt ein bisschen netter und um einiges dunkler.
Besonders erwähnenswert ist noch eine der Lounge- Cafe- Bars. Alte Videos von Nirvana Auftritten unterlegt mit Rage against the Machine- Songs und schwarz gekleideten Kaffee und Bierschlürfern am Tresen. Ein dunkelbuntes Potpourri der Reizüberflutung. Genau das Richtige für eine Nacht wie diese. Daumen hoch für den Ringlokschuppen
Irgendwo muss
es sein
Foto: Kai Pröpper
WG gesucht
Wir sind ja nicht zum Spaß hier. Der nächste Laden soll angelaufen werden. Unsere Wahl fällt auf „Die WG“, eine altes Hotel, in der wir uns vorstellen können, in Ruhe ein Bier zu trinken. Der Weg ist mal wieder lang und Kräfte zehrend. Vorbei am B1 Disco Baumarkt und merken, dass man einen ganzen Straßenzug umsonst abgelaufen hat. “Die WG” hat zu.
Suche nach dem “Sound”
Es war jetzt wirklich dringlich an der Zeit für eine Wanderpause und einer hefedurchsäuerten Gaumenspülung. Nachdem ich schon die Orientierung aber noch lange nicht die Lust am Wandern verloren hatte, freute ich mich eines männlichen Navigationssystems. „Da runter“ hieß es. Nach ungefähr 1500m Wegstrecke, für Urbangewachsene ein Marathon – für „Bahnhof-zur-Uni-Wanderer“ beiläufig, standen wir vor dem „Sound“. Leider ohne Sound aber immerhin noch mit Licht. Die Tür gab einem „Sesam öffne dich“ nicht nach. Klopfen blieb unbeantwortet (… mag sein, weil ich so leise klopfte…). Traurig aber wahr, dass Sound stand geschlossen vor uns da. Trotzdem: Allein die Tür lohnt schon einen Besuch. Als hätten sie viele Warsteinergläser in heißes Eisen gedrückt, strotzte die Tür vor „Pro- Bier“ und wir hätten es uns auch nicht entgehen lassen, wäre die Tür … nun ja; aufgegangen. Also merken: Vor Eins hingehen!
Stereo-oeretS
Kaffeepause
zwischendurch
Foto: Johanna Olberding
Nach einer schweren „Wir-haben-geschlossen“- Depression blieben tiefschürfende Fragen an dem Leben der Bielefelder nicht aus. Weite Strecken von Kneipe zu Kneipe, Geschlossen ab Eins… . Hypothesen zur Begründung derartigen anomalen Großstadtverhaltens entstanden in der Trunkenheit von Übermüdung und auf dem Weg zum neuen Bahnhofsviertel. (Auf geht’s ab geht’s, 3 Tage wach!) „Vielleicht sind die Kneipen so verstreut, weil sich die Bielefelder nicht als zusammengehörig empfinden? Ich meine, da es Bielefeld nicht gibt fehlt den Leuten doch total das Identitätsempfinden. Keine Stadt, keine Identität. Sie sind sich einander und sich selbst wohl möglich gar nicht bewusst?“ Auch Zusammenhänge zu möglichem Abwehrverhaltensmaßnahmen der Pflanzenwelt durch toxische Gase wurden vermutet…sogleich aber verworfen: Zu geringer Pflanzenbestand. Wir erreichten das „Stereo“. Ein kleiner Eingang direkt neben dem CinemaxX. Ich vermutete einen Empireverschnitt. Was mich erwartete war eine gelungene Diskothek meines Geschmacks. Reinheitsgrad nach Circus und Hydepark. Sanitäre Anlagen aber á la SaniFair ohne 50 Cent Bonn, inklusive gelesen werden wollender Wandbekleidung aus Teenagerzeitschriften bis vermutlich 1990. Die Preise waren adäquat. Der Eintritt um unsere Ankunftszeit (4.00Uhr) herum frei. Ein Bereich mit schicker normaler Tanzmusik, eine Ecke zum chillen mit Sesseln und Sofa, eine Bar und eine wundervolle Tapetenecke, in der wir sogleich blieben, den Abend ausklingen und zugleich den Morgen mit „Kopf-zum-Beat-schwingend“ einläuten ließen. Ein „wollen sollen“ für Bielefeldentdecker!
Ausgeschlossen
1/4 unserer gesamten Night Life Erfahrung erlag der Wanderschaft. Die Stunden liefen uns nur so davon und wir konnten nicht alles erkunden – Wir wollten nicht alles erkunden: Was geschähe mit der Entdeckerfreude würden wir euch alles vorwegnehmen! Also: Füße unter die Arme, ab in die NWB Richtung Bielefeld. Das Angebot ist groß und acht Stunden reichen nicht!
von Johanna Olberding und Kai Pröpper

Bilderalbum
uniVista No. 09: Bielefeld nightlife

Almous Famous
uniVista im Gespräch mit Rusticate

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Rockt die kleine Freiheit!
Am Donnerstag, den 29. Mai 2008 rockte die Kleine Freiheit in Osnabrück! Geschätzte 180 Besucher ließen sich an diesem Abend von der Rockband RUSTICATE aus Osnabrück musikalisch verwöhnen.
Bei “Einlass ab 20:00 Uhr” erscheinen Gäste grundsätzlich frühestens ab 20:30 Uhr.
Bildnachweis: mb
Die Punk-Band RUSTICATE
Foto: Mira Brink
Diesmal anders: Selbst vor 20:00 Uhr sammelten sich bereits die ersten Besucher vor der kleinen Freiheit an und verschwanden durch den äußerst ungewöhnlichen Haupteingang des Ladens – ein alter Bus. Raffiniert umgebaut zu einer Art „Flur“ wird der Bus gleichzeitig als Kasse genutzt.
Bis Rusticate spielen sollte, war noch ein wenig Zeit, die ich für ein Interview mit Gitarrist und Sänger Manuel nutzte:
Beschreibt mal eure Musik!
Die Beschreibung, die wir liefern, ist „chaotic“ Postpunk. Ein tschechischer Musiker meinte neulich im gebrochenen Englisch „Your music has much energy“. Ich denke ein Schnitt durch beides beschreibt unsere Musik ganz gut. Am besten ist es aber immer, wenn der geneigte Hörer einfach selbst reinhört auf myspace z.B.
Wie ist eure Band zustande gekommen?
Nach der Auflösung meiner ersten Punkrock Band Mad Conscience war klar, dass das nicht das Ende sein konnte und so machte ich mit unserem heutigen Bassisten Dennis, der schon öfter mal am Bass eingesprungen war, die neue Band RUSTICATE auf. Mit dabei waren noch der Gitarrist von Mad Conscience am Schlagzeug und Amel von den Rockoldies an der Gitarre. Nach ein paar gespielten Shows, bei denen wir eher im Indie-Pop Bereich herum spielten, sagten dann Gitarrist und Schlagzeuger ein Konzert in Karlsruhe am 2. Weihnachtstag ab. Ich wollte diese Show aber unbedingt spielen und so kam es dazu, dass Dennis seine ehemaligen Band- Kollegen Andi und Carsten mit in den Tourbus holte. Das Ganze ist dieses Jahr zu Weihnachten 7 Jahre und 162 weitere Konzerte her.
Wie kamt ihr denn zu eurem Namen RUSTICATE?
Ganz simpel durch Blättern im Wörterbuch. Die Band As friends rust mochte ich damals, so kam ich an Rust als Grundlage und Rusticate hieß passenderweise auch noch „auf dem Land lebend“. Da wir alle aus Quakenbrück und Umgebung kommen also die perfekte Verbindung von Klang und Sinn für mich.
Gibt es Orte, an denen ihr besonders gerne spielt?
Die besten Konzerte sind eigentlich die im Osten Deutschlands. Die Konzertkultur ist noch eine ganz andere und Punk hat einen anderen Stellenwert.
Bildnachweis: mb
Sänger in Aktion
Foto: Mira Brink
Es wird nicht so unglaublich auf Trends und Verkaufszahlen geachtet wie im Westen. Den Eindruck habe ich zumindest. Sicher wäre es auch anzustreben noch weiter in den Osten Europas vorzudringen, Tschechien, Polen, etc.
Das ist ja meist ziemlich weit weg. Unsere Leser kommen ja nun alle aus Vechta und Umgebung, wann gibt es denn für sie mal die nächste Gelegenheit, euch live zu sehen?
Genau kann ich es nicht sagen, wir planen aber schon, dass wir dieses Jahr noch hier in der Umgebung nen Auftritt bekommen.
Und worum geht es darin?
Es geht oft um Sozialpolitisches, in Bezug auf die eigenen Erfahrungen, die man so im Leben sammelt. Wer genau hinhört wird bestimmt etwas für sich entdecken. Leider achten die Leute viel zu selten auf die Texte. „Trust yourself and follow your heart“ stammt beispielsweise aus unserem neuen Song The quest. Davon kann sich vermutlich jeder ne Scheibe abschneiden.
Wer ist bei euch der „Chef“?
Einen Chef im Sinne von Band Hitler gibt es nicht. Wenn es ums Organisatorische geht bin ich das. Sprich ich buche die Konzerte, kümmere mich um die diversen Internetauftritte, Studio buchen, CDs pressen, T- Shirts und sonstige Werbemittel drucken lassen, all sowas. Allerdings gibt es auf längeren Fahrten mit dem Bus einen musikalischen Diktator, der gerne die Macht des CD–Players an sich reißt.
Welche Musik mögt ihr gar nicht?
Ich denke da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich für alle stellvertretend Techno und Chartsmist auf der Ebene von SchniSchnaSchnappi und DSDS sage.
Auf einer Tour seid ihr ziemlich lange zusammen – Klappt das immer oder entstehen da schnell mal Probleme?
Also, dass wir uns mal gestritten haben, daran kann ich mich nicht erinnern. Natürlich gibt es hier und da Ecken und Kanten und nicht jeder ist immer 100 Prozent gut zufrieden, aber alles in allem kommen wir auf Touren sehr gut miteinander klar.
Bildnachweis: mb
Ein Künstler und seine Anhänger
Foto: Mira Brink
Wir hocken privat nicht so viel aufeinander, vielleicht ist das der Grund warum es dann im Rahmen der Band immer alles toll klappt, weil man sich freut sich wieder zu sehen und eine gemeinsame Sache macht, die allen Spaß bereitet.
Wo seht ihr euch in 5 Jahren?
Wenn es nach mir ginge, gibt es die Band dann noch, das hoffe ich wirklich sehr. Alles andere ist erstmal unwesentlich. Natürlich möchte man immer weiter kommen, aber für mich würde es reichen, wenn wir immer noch Konzerte spielen.
20:30 Uhr – Zeit für den Auftritt der Band. Inzwischen längst gewohnheitsmäßig Manuels Ansage zu Begin: ,,Einen schönen guten Abend! Wir sind Rusticate aus Osnabrück und wünschen euch viel Spaß!“ Und los gehts mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert – von Anfang bis Ende. Auf der Bühne 4 Männer, denen man eindeutig ansieht, wie sehr sie es lieben, Musik zu machen. Das reißt mit!
Was ich sehr gut fand: Nach dem Auftritt zogen sich die einzelnen Bandmitglieder keinesfalls zurück, sondern mischten sich unter die Leute.
Andi, der ebenfalls seine Gitarre und Stimme einsetzte, feierte an diesem Abend unter den 180 Gästen um 00:00 Uhr mit uns in seinen 25. Geburtstag hinein.
Der gesamte Abend war sehr gelungen – für die Band wie auch für das Publikum. Bei der Aufmachung der „kleinen Freiheit“ kann die Stimmung nur gut sein. Die Musik war super, genau wie die Stimmung, vor, während, sowie nach dem Auftritt!
Bei dem nächsten Auftritt dabei zu sein lohnt sich also!
Solange es live nicht möglich ist: www.rusticate.de
Das Interview führte Mira Brink

Informatives zum Bausparer-Bier

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Bionade. Im StudVZ beschäftigen sich über 100 Gruppen mit ihr, sie sieht gut aus, schmeckt gut, ist halbwegs gesund, und man kann sie hervorragend mit Wodka mischen. Metrosexuelle Styler mögen sie ebenso sehr, wie doppelnamenbewaffnete Trägerinnen asymetrischer Kurzhaarfrisuren.
Bis aus der bayrischen Bio-Brause ein Trendgetränk mit dem besten Image wurde, das man sich als Hersteller wünschen kann, dauerte es aber seine Zeit. Angefangen hat es bereits 1995, als Dieter Leipold, Miteigentümer der insolvenzbedrohten Peter-Brauerei aus dem bayrischen Ostheim, ein neuartiges Brauverfahren erfand, bei dem kein Alkohol entsteht. Dieses Verfahren, die Grundlage der Bionade, war eine revolutionäre Neuentwicklung in der ca. 5000-jährigen Geschichte des Brauens – und interessierte zunächst niemanden. Leipold hatte ursprünglich geplant, sein Bionade-Herstellungsverfahren an seine Mitbewerber zu verkaufen, diese lehnten dankend ab. Als die finanziell angeschlagene Peter-Brauerei die Gesundheits-Limo schließlich selber produzierte, gab es abgesehen von einigen Fitness-Centern und Kurkliniken keinen, der sich das neue Getränk ins Lager stellen wollte. Erst Ekelfleisch-Skandal und Bio-Boom sorgten dafür, dass das „offizielle Getränk einer besseren Welt“ (Bionade- Werbe-Slogan) zur mutmaßlichen Lieblings-Limo der Neon-Leser und vieler anderer mehr wurde. Seitdem geht es steil bergauf. 2007 wurde in einigen Monaten mehr Bionade verkauft, als 2006 im ganzen Jahr. Immer wieder kommt es wegen der gewaltigen Nachfrage zu Lieferengpässen bei Zutaten aus biologisch überwachtem Anbau wie z.B Holunderbeeren. Die Bionade-GmbH schafft es kaum, genug zu produzieren. Probleme, von denen andere träumen…
Das bemerkenswerte an diesem Erfolg ist, dass kaum Werbegelder flossen. Im Gegensatz zu Firmen wie Coca-Cola, die sich die Markteinführung neuer Geschmacksrichtungen Millionen kosten lassen, war es dem Familienunternehmen unmöglich, kostenintensive Merk-dir-mein-Logo-oder-ich-brech-dir-‘nen-Arm-Kampagnen zu finanzieren. Stattdessen war man auf Guerilla- Marketing und Mundpropaganda angewiesen, und das reichte aus, um in den Jahren des Geiz-ist-geil-Denkens ein hochwertiges und teures Produkt zu etablieren. Kein Wunder, dass Bionade regelmäßig Thema in Wirtschaftsmagazinen ist.
Mittlerweile gibt es die Bio-Brause an jeder Ecke, selbst bei McDonalds. Wie jetzt? Das offizielle Getränk einer besseren Welt in den Regalen der Burger bratenden Hardcore-Kapitalisten? Supersize Me nach EG-Öko-Verordnung?
Nach einem Artikel der Zeitschrift Öko-Test nicht unpassend: Dort fand man in einem Limo-Vergleich heraus, dass Bionade Ingwer-Orange nicht nur deutlichBmehr Zucker enthält als angegeben, sondern, dass auch Spuren von Nickel in der Bio-Brause vorkommen. Bionade erhielt ein peinliches Befriedigend und landete – hinter Nachahmerprodukten – im Test-Mittelfeld. Die Bionade- GmbH ging daraufhin mit einer einstweiligen Verfügung gegen Öko-Test vor, diese wurde aber vom Landgericht Hamburg wieder zurück genommen. Es konnte nicht bewiesen werden, dass die Öko-Test-Messungen fehlerhaft waren.
Ist Bionade also nur das offizielle Getränk einer zweitbesten Welt? Naja, man sollte zwischen verhältnismäßig gesund und auch-in-den-Augen-derer,-die-selbst- Schnaps-und-Kippen-im-Reformhaus-kaufen-gesund unterscheiden. Gesünder als die meisten anderen „kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke“ ist sie sicher, außerdem fehlt ihr dieser Nachgeschmack nach entgangener Lebensfreude, der für alkoholfreies Bier so typisch ist. Prost.
von Stefan Hirsch

Das Chrom- und Flamm Protokoll (redaktionelle Ausfälle)
Stell dir vor, es ist Redaktionssitzung und niemand kommt...

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Protokoll der Sitzung vom 24. April `08
Anwesend: Stefan, Bjo, Stiff
Abwesend: Alle anderen
  1. Stell‘ Dir vor, es ist Redaktionssitung, und keiner geht hin… Da wir nur zu dritt waren, fiel es uns jedoch leicht, einige wichtige Änderungen zu beschließen
  2. Der neue Termin für die Redaktionssitzung ist Sonntag, 15:00
  3. Wir haben einen neuen Namen: Die Zeitung heißt nicht mehr uniVista, sondern „Der Kommilitone“
  4. Ab der kommenden Ausgabe schreiben wir nicht mehr in Tahoma, sondern in Fraktur.
  5. Wir führen eine neue Rubrik ein: Der Kommilitone Chrom und Flammen, in dieser Rubrik beschreiben wir Stunts zum Nachmachen, stellen wichtige Stuntmen vor, und schreiben über Stuntshows, die wir besucht haben.
  6. Wir beantragen beim Hausmeister, die Gasleitung wieder anzuschließen.
  7. Anstelle des Konzerts im nächsten Semester veranstalten wir eine Stuntshow
  8. Die WG-Geschichte erstreckt sich in Zukunft über 6 Seiten.
  9. Der Komilitone Extreme: Wir besuchen einen BDSM-Club (also ich nicht… Anmerkung des Protokollführers)
  10. Wir richten eine Sprengstoffkasse ein. Hierfür sind pro Redaktionsmitglied 10,-€ monatlich zu zahlen.
  11. Der Redaktionssitzung voran steht eine 90minütige „Bastellstunde“, die für alle Mitglieder der Redaktion verbindlich ist. Dort werden Dinge gebastelt, mit denen der Redaktionsraum verschönert und passend zur Jahreszeit dekoriert wird.

Echte Gefühle

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Von meinen Mitbewohnern ging mir Nadine am wenigsten auf die Nerven. Das lag allerdings daran, dass sie so gut wie nie zu Hause war. Sie hielt sich meistens nur von Dienstag bis Mittwoch in Vechta auf, wenn man sie sah, hatte sie immer einen Koffer in der Hand. Deswegen war ich etwas überrascht, dass ausgerechnet sie die Einzige war, die letztes Wochenende hier blieb.

Bob, der sich zu spät um einen Praktikumsplatz bemüht hatte, musste ein Betriebspraktikum bei einer Tretbootvermietung am Steinhuder Meer machen, Charlene war bei einer Freundin, und Enrico war nicht mehr gesehen worden, seitdem in Vechta ein 24-Stunden-Fitnesscenter eröffnet hatte.

Abends guckten wir Fernsehen. Sie lachte, ich blickte sie an. Ihr präzise aufgedrucktes Gesicht. Der seidenmatte Kunststoff ihrer Haare. Mit einem mal wurde mir bewusst, wie schön sie eigentlich war. Konnte das sein? War ich gerade dabei, mich zu verlieben? Obwohl ich sie seit fast drei Jahren kannte? Ihr Handy klingelte.

Ihr Freund war dran, und fragte, ob er sie abholen solle. SIE HATTE EINEN FREUND! Das war gemein, das war grausam. Sekunden zuvor hatte ich noch die Hoffnung auf eine neue Liebe, jetzt stand mir ein sehr einsames Wochenende bevor.

Enttäuscht blieb ich allein vor dem Fernseher sitzen und schlief spät ein. Ich träumte, ich würde in einem staubschwarzen Chevrolet Camaro eine südfranzösische Küstenstraße entlang fahren. Während der Fahrt zündete ich mir eine Zigarette an. Der Fahrtwind trug den Rauch durch das geöffnete Schiebedach davon.

Ich wachte auf, und plötzlich erkannte ich, dass ich meine große Liebe bereits gefunden hatte, dass ich keiner Partnerin bedurfte, sondern dass ich mein begehren darauf konzentrierte, im Tabakrauch zu schwelgen…
Wie wird die WG das Sommerloch überstehen? Erfahrt es in der nächsten Ausgabe, im November 2008.
von: Stefan Hirsch

BWM-2 oder das Scheitern interdisziplinärer Module

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Eigentlich fing alles gut gemeint und ambitioniert an. Die neue Prüfungsform des Portfolios wird vom Kultusministerium in Hannover seit Längerem favorisiert. Hierbei handelt es sich um eine übergreifende Fragestellung, die ein oder mehrere Seminare umfasst. Das Portfolio kann zwischen fünf bis zehn Seiten stark sein und ersetzt die übliche schriftliche Seminararbeit oder die Modulabschlussklausur.
Die Hochschulleitung der Universität Vechta wollte diese übergreifende Prüfungsform aufnehmen und kam nach eingehender Beratung mit dem Masterprüfungsausschuss auf das kombinierte Mastermodul BWM. Dieses Modul wird aufgeteilt zwischen den Fächern Psychologie und Erziehungswissenschaft und ist somit perfekt, um ein fächerübergreifendes Portfolio als Prüfungsform anzusetzen. Beide Fächer wurden informiert, das Portfolio in die Prüfungsordnung aufgenommen.
Eigentlich eine ganz einfache Sache mit vielen Gewinnern. Zuerst die Studenten, die nun für zwei Seminare lediglich ein Portfolio einreichen müssen und somit ordentlich Zeit sparen können. Dann die beiden Fächer, da nun nur eine Prüfung korrigiert werden muss. Zu guter Letzt die Hochschulleitung sowie der Masterprüfungsausschuss, da man sehr schnell das in Hannover so heißgeliebte Portfolio in das Studium integriert hat. Doch wie immer im Leben ist nichts wirklich unkompliziert und an einer Universität schon gar nicht. So hatte sich der AStA auf einmal mit 140 wütenden Masterstudenten zu beschäftigen. Zunächst musste man als AStA-Referent jedoch die komplizierte neue Sachlage verstehen: Was ist BWM (ein Modul für Lehramtstudenten) und welche Prüfung ist gemeint? Wieso hatten die Studierenden bereits eine Prüfungsleistung in dem erziehungswissenschaftlichen Teilmodul geleistet und weshalb konnten diese Studenten nun kein Portfolio mehr im Fach Psychologie schreiben?
Der AstA versprach, eine Lösung zu finden. Zunächst hatte man anscheinend im Fach Erziehungswissenschaft die klare Vorgabe des Prüfungsausschusses und der Prüfungsordnung anders interpretiert. Ein übergreifendes Portfolio stand nicht zur Debatte, stattdessen wurden Referate mit Ausarbeitungen geschrieben. Als nun einige Studenten im darauf folgenden Semester im psychologischen Teil des Moduls saßen, kam die böse Überraschung, da ganz korrekt nach der Prüfungsordnung auf das Portfolio bestanden wurde. Aber wie soll man ein Portfolio, welches Seminar übergreifend ist, schreiben, wenn man einen Teil schon hinter sich hat? Das Portfolio sollte darüber hinaus als Modulabschlussprüfung fungieren und nicht als Teilprüfung. Die Studenten hätten also für die gleiche AP Zahl doppelten Arbeitsaufwand leisten müssen. Vielleicht war dies ja nur ein Versehen, was durchaus bei einer neuen Prüfungsform und einem Modul, welches sich zwei Fächer teilen, passieren kann. Daher setzt man sich in einem solchen Fall gewöhnlich zusammen, spricht miteinander und findet eine Lösung. Das Problem in diesem Fall ist allerdings, dass die Verantwortlichen beider Fächer eben gerade nicht miteinander kommunizieren. Die Hochschulleitung versuchte dies mehrfach zu ändern, kapitulierte jedoch und erließ eine Verfügung. Erst jetzt fand man eine Lösung und musste feststellen, dass ein fächerübergreifendes Portfolio nur funktionieren kann, wenn auch wirklich Kooperationsbereitschaft zwischen den Fächern besteht.
Der AstA war entsetzt über diesen Zustand, da doch eigentlich die Lehre und die Ausbildung der Studenten im Vordergrund stehen sollten. Stattdessen können sich nicht einmal zwei Fächer an Vereinbarungen halten oder zusammenarbeiten. Die Prüfungsform mit einem seminarübergreifenden Portfolio ist nach nur zwei Semestern gescheitert und jetzt auch aus der Prüfungsordnung genommen worden. Ein gutes Beispiel, wie man nicht miteinander arbeiten sollte und was uns verdeutlicht, wie kompliziert wohl interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fächer ist.
von Arnold Hobbacher

Von C-Promis, fallenden Sternchen und Goldenen Himbeeren
Die Redaktion auf der Suche nach den schlechtesten Filmen

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Filmabende mit Freunden sind eine schöne Sache. Entweder Tempos, Sekt und Schoki bei Mädelsabenden, Bier und Pizza beim Fußball oder Kurze bei Sissi. Filmabende mit der Redaktion dagegen sind die pure Qual. Des Nachts im Wald ausgesetzt werden (der geneigte Leser weiß es vielleicht noch…) ist nichts dagegen.
Die Goldene Himbeere und Internet Movie Database halfen uns bei der Auswahl, damit wir auch ja nicht einen nur mittelschlechten Film gucken würden. Und so entschieden wir uns für vier Filme, von denen einer sogar im Besitz eines Redaktionsmitgliedes ist…
Zuerst Crossroads – Not A Girl mit Britney Spears. Meine KollegInnen waren schon nach wenigen Minuten der Meinung, schlimmer könnte es nicht kommen. Ha, wie sie sich geirrt haben!
Crossroads ist ein Coming-of- Age-Film. Darunter versteht man Filme, deren jugendliche Helden von grundlegenden menschlichen Fragen bewegt werden. In diesem Film wendet sich Britney alias Lucy den grundlegenden menschlichen Fragen zu (die uns sicher alle in unserer Jugend bewegt haben): Werde ich dank meines 1er-Zeugnisses an die beste Uni überhaupt gehen? Schlafe ich mit dem Schwerverbrecher, den ich gerade erst kennengelernt habe, obwohl ich noch Jungfrau bin? (Oops!… I Did It Again.) Oder werde ich doch erfolgreiche Popsängerin?
Bildnachweis: Kathi Biehler
Foto: Kathi Biehler
Adam Sandler kennt ihr sicher? Immerhin hat er in so grandiosen Filmen wie Die Wutprobe, 50 erste Dates oder Klick mitgespielt. Und auch sein Film Punch-Drunk Love wurde viel gelobt und ausgezeichnet. Für mich persönlich gibt es aber kaum einen weniger auszuhaltenden Film. Und auch die anderen fragten sich nach kürzester Zeit, wo der Sinn dieser Story und wie der Rest des Filmes zu überstehen sei. Adam Sandler alias Barry, Verkäufer von mysteriösen Klopröpfen, hängt den ganzen Tag in seiner Firma-Garage rum, wo er dann auch seiner großen Liebe Lena vorgestellt wird. Von seiner Schwester. Davon hat er einige und alle sind nervig. Bei einem Familientreffen rastet er aus und zerschlägt Fensterscheiben. Am Abend will er Telefonsex, wird im Anschluss erpresst und kriegt Probleme mit prügelnden Brüdern. Am Ende aber entdeckt er seine inneren Kräfte und alles wird gut. Auch irgendwie ein Coming-of-Age-Film…
Nach Punch-Drunk Love waren wir so hibbelig, dass wir uns auf Battlefield Earth mit John Travolta regelrecht freuten. Battlefield – das hörte sich nach Action, Geballer, Weltraumfights und tollen Specialeffects an, das klang wie eine Offenbarung! Oder zumindest wie einfache Ablenkungskost. Wir würden sehen… Der Film entstand nach der Romanvorlage von L. Ron Hubbard. Na, was bemerkt? Ja, das ist der Gründer von Scientology. Aber so was kann uns nicht schrecken. Und auch die Tatsache, dass der Film mit mehreren Goldenen Himbeeren ausgezeichnet wurde und als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten gilt, war uns nur Ansporn. Und ja, der Film ist schlecht. Sehr schlecht. Und kein Stück actionreich oder spannend. Mir sind nicht mal Einzelheiten der Geschichte im Kopf geblieben. Irgendwie will die Menschheit sich von den bösen Aliens (unter anderem Travolta auf Plateau-Schuhen) befreien und schafft es auch. Jetzt habe ich das Ende verraten, ist aber nicht schlimm, guckt euch den Film einfach nicht an. Denn ich weiß nicht, ob ich je wieder Pulp Fiction genießen kann…
Die Krönung eines schlimmen Abends: Daniel der Zauberer. Schlechte Story, schlechtes Drehbuch, schlechte Schauspieler (u.a. Küblböck selbst), schlechter Dreh (mit einer Videokamera), schlechte Drehorte, schlechte Dialoge und schlechte Musik (von Küblböck daselbst). Ich habe noch nie einen so schlechten Film gesehen. Daniel alias Daniel – denn es geht ja um Küblböcks Geschichte- wird „von Millionen geliebt, von Vielen gehasst“ (so der Untertitel) und ganz besonders von zwei ältlichen Jugendlichen und einem ganz bösen Opa. Die hassen ihn so sehr, dass sie den armen Daniel umbringen wollen! Aber der hat einen lieben und toten Opa, der mit dem bösen Opa kämpft. Daniel wird dann doch entführt (Reaktion der Redaktion/ Reaktion jedes Zuschauers: „Nun tötet ihn endlich!“), aber durch seine positive Energie kann er Alles zum Guten wenden und an Weihnachten liegt unterm Baum sogar ein Zauberstab!
…dies war die inhaltliche Einführung – jetzt folgen erfahrene Wirklichkeiten oder auch „Nah-Tod-Erfahrungen“. „Coming-of-Age“ oder wohl eher: „Coming-of-Mind“: Also begleitet uns ins X-treme!
von Julia Stock
Schon das Gefühl, mir einen wertvollen Abend meines kurzen Lebens für „schlechte Filme“ zu reservieren, möchte mich zu dem Satz bewegen: „Oh, wisst ihr, an dem Abend kann ich leider auch nicht. Da müsst ihr wohl bedauerlicherweise ohne mich durch.“ – Ihr musstet wirklich ohne mich und: Ich konnte wirklich nicht! Therapeutische Hilfe auf psychodramatischer Basis biete ich euch nachträglich kostenlos an.
von Johanna Olberding
Aller Anfang ist Britney Spears. Na ja, hoffentlich nicht aller, aber so sollte es an diesem Abend sein.
Die Handlung versteckt sich gekonnt hinter flachen Dialogen und den Schmachtsongs der selbsternannten Pop-Prinzessin. Drei pubertierende Weiber, die sich nicht ausstehen können, fahren mit einem wildfremden Kerl, der auch noch ein Schwerverbrecher sein soll quer durch die USA. Ja klar! Selbstverständlich sind sie am Ende alle super dicke Freunde. Die Spears angelt sich natürlich den Typen, der kein Verbrecher sondern ein Held ist und sie startet als Sängerin durch. Also alles wie im richtigen Leben, oder? Ich habe keine Ahnung wer sich sowas ausdenkt. Zu ertragen war es für mich nur dank einer Menge Popcorn. Trotz allen Widerstandes konnten wir nicht verhindern, dass wir bei den darauf folgenden Filmen dann und wann, wenn es gerade irgendwie passte „I’m not a giiirl“ trällerten.
von Stefanie Bruns
Bildnachweis: pixelio.de 171914
© Anne Bermüller / PIXELIO
Ein Film mit Adam Sandler kann gar nicht schlecht sein – dachte ich. Ich dachte auch, nach den Filmen, die wir bisher gesehen haben, kann es gar nicht schlimmer werden. Doch bereits nach wenigen Minuten Spielfilmzeit brachte mich dieser an den Rand des Wahnsinns. Tatenloses wie Sinnloses begleitet von aggressiv machenden Psychomelodien schien einfach kein Ende zu nehmen. Ich wühlte in meinem Hirn nach Ausreden, den Raum verlassen zu müssen, doch meine Leidensgenossen ließen nicht zu, dass ich dem Grauen entfloh. Also betrank ich mich mit Mineralwasser und hoffte darauf, bald und häufig die Toilette aufsuchen zu müssen. Denn dies war der einzig erlaubte Grund, sich aus dem Raum zu begeben. Nachdem wir unsere Zeit erfolgreich durch diesen Film verschwendet hatten, wussten wir: Solche Filme lassen Aggressivität entstehen und wachsen. Versteckt sie also vor euren Kindern!
von Mira Brink
So, mittlerweile müssten die Aliens ja mal gelandet sein. Ginge es nach dem Streifen „Battlefield Earth – Kampf um die Erde“ aus dem Jahr 2000, wurde die Erde kurz nach der Jahrtausendwende von übelgelaunten Aliens überfallen, ihre Streitmacht innerhalb von 9 Minuten vernichtet und die Überlebenden für 1000 Jahre ABM in den Fabriken der Aliens verpflichtet. Bis, ja bis eines Tages ein charismatischer, junger Menschen-Mann beginnt aufzubegehren… Ein „Achtung, Spoiler!“ erspare ich mir. Ich bitte Euch, liebe Kommilitonen, seht Euch diesen Film nicht an! Schlaft 2 Stunden länger, geht spazieren oder kuschelt Euch an Eure Liebsten, aber bitte verschwendet Eure Zeit nicht mit diesem Film! Was von den Eckdaten annehmbar nach Popcornkino klingt („Wow, millionenschweres Endzeitepos mit immerhin John Travolta und Forest Whitaker!“), entpuppt sich als filmisches Zäpfchen gespickt mit groben Logikschnitzern, ätzenden Kostümen, gähnenden Dialogen. An plateaubesohlte Rastafari erinnernde Aliens nerven mit ihrer Bürokratie („Das muss ich dem Senat melden!“ „Sie werden strafversetzt!“), während die Menschen, die inzwischen wieder zu Wilden wie in der Steinzeit degeneriert sind, dank bestens gepflegter und frisierter Haare Heidi Klums Modelclique jeden Werbeauftrag wegschnappen würden. Sie bereiten ihre Befreiung vor, indem sie erst in einem 1000 Jahre alten Simulator fliegen lernen und sich anschließend die seit ebenfalls 1000 Jahren herumstehenden voll getankten Bomber der, na klaro, U.S. Air Force schnappen. Mit ihnen wollen sie auf dem Alienplaneten, der über ein nicht gezeigtes Portal mit der Erde verbunden ist, eine Atombombe zünden, und weil die Atmosphäre da drüben so ne ganz besondere ist, reicht eine Bombe auch für den ganzen Planeten. Falls Euch das noch nicht reicht: Die Bedienungsanleitung liegt übrigens neben der Atombombe. Auf einem Tageslichtprojektor.
Neben unzähligen Malen fremdschämen, dass so ein teures Machwerk nicht in der Produktion gestoppt wurde, kann ich meine einzige Reaktion während des Films schnell formulieren: „Alter, dauert der noch lang?!?“
von Christopher Vielhaber
Gegen Ende des Abends, nach dem grandiosen Battle um die Earth dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn es könnte nicht schlimmer kommen. Aber wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt immer noch was Schlimmeres daher. Dieses Etwas entpuppte sich als trashiger, grellbunt gekleideter, ohne Führerschein in Gurkenlaster rasender C-Promi. Daniel Küblböck, 81 Minuten lang, in seiner vollen Pracht. Nie war meine Blase schwächer, nie lagen meine Nerven blanker, nie habe ich verzweifelter um das Ende eines Filmes gebeten als an diesem Abend. Halbdokumentarisch lässt uns der Gurkenlastervandale an seinem verkorksten Leben und seinen Wunschvorstellungen teilhaben, quäkt zwischendurch fröhlich seine Lieder. Jede Sekunde hofft man mehr, dass es den Attentätern aus dem zweiten, mehr als schlechten fiktiven Handlungsstrang, gelingt ihn zur Strecke zu bringen bevor er sie mit seiner positiven Energie dazu bringt dem Küblböckismus zu verfallen. Ich bitte meine Mitstreiter aussichtslos die DVD aus dem Player zu reißen, falls mich Krämpfe durchschütteln oder mir Schaum vor dem Mund stehen sollte. Aber sie sind unerbittlich, wir müssen es bis zum Ende durchstehen sagen sie. Es war mit Abstand der schlechteste Film den ich jemals gesehen habe, eine peinliche, groteske, no-budget Selbstüberschätzungs-Show. Und was zum Geier sollten die armen Baby-Tiger in dem Musikvideo? Wo sind die die Greenpeace Aktivisten, wenn sie gebraucht werden? Fazit: Dieser Film ist schon wieder sooooo schlecht,… dass solltet ihr unbedingt einmal erlebt haben… aber bitte nicht nüchtern.
von Melanie Ehlert

Das perfekte Gegenüber…
Irgendwann, irgendwo, irgendwie mit irgendwem - über perfekte Zeitpunkte, Zeitorte und Partner

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Ein Freund von mir sagte mal: „Wenn ich mit einer Frau zusammen komme, dann muss alles perfekt sein: die Frau, der Zeitpunkt, am besten noch der Ort…“ Klingt gut, plausibel. Will ich auch. Aber was ist denn überhaupt „perfekt“?
Nach einiger Recherche im engeren Freundeskreis bin ich zu folgendem Bild des „perfekten Mannes“ gekommen: Brad Pitts Körper, gepaart mit Heath Ledgers Lächeln, erstrahlt durch George Clooneys Augen, getragen von Einsteins IQ, verpackt im Charme von Patrick Dempsey und untermalt von der Stimme Vin Diesels. So einen würde vermutlich keine von uns von der Bettkante schubsen. Aber mal ganz abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit, so jemanden zu finden doch erschreckend gering ist, würde so ein „Traummann“ auch reichlich Nachteile mit sich bringen: Was nützt es uns, wenn der Typ mehr Zeit im Fitnessstudio und vorm Spiegel verbringt als mit uns? Wie gehen wir damit um, wenn wir uns nicht mehr trauen, tiefgründigere Gespräche als die Wetterlage anzuschneiden um neben ihm nicht als komplett dämlich dazustehen? Und, mal ehrlich, Mädels, was kann man an so einem Mann denn langfristig toll finden? So ganz ohne Ecken und Kanten. Eigentlich sind es doch immer die kleinen Macken, die einen Menschen erst interessant machen, denn die erzählen doch ein Stück von dem, wer man ist, was man erlebt hat, also alles das, was uns an einem anderen – tollen – Menschen eigentlich interessiert.
Und, um noch einmal auf den Faktor „perfekter Zeitpunkt“ zurück zu kommen, sind die Begegnungen mit solchen Menschen doch am spannendsten, wenn man sie am wenigsten erwartet: In der Schlange vorm Klo, beim Kampf um einen freien Kopierer in der Bibliothek oder beim Bezahlen im Bistro, weil Ulla zwei wildfremden Menschen was andichtet.
Ich möchte hiermit die Beschreibung von „perfekt“ korrigieren:
Bildnachweis: pixelio 255885
© Lea M. / PIXELIO
Der perfekte Mann hat das schönste Lächeln mit der kleinen Ecke am Schneidezahn vom Fahrradunfall in der Grundschule, die leuchtendsten Augen mit der kleinen Narbe neben der Augenbraue, die noch von den Windpocken übergeblieben ist, die er hatte, als er 3 war; er lacht sowohl über Dieter Nuhr (intelligent und lustig!), sich selbst und unsere Fettnäpfchensammlung; er hat diese knieschmelzende Stimme mit dem kleinen Lispeln, wenn er aufgeregt ist. Wir begegnen uns… irgendwann, irgendwo. Und vielleicht ist es auch alles ganz anders, aber das ist dann auch toll, denn das Perfekteste ist es doch eigentlich, sich vom Leben einfach mal überraschen zu lassen.
von Lea Weber
Welchen Typ Frau ein Mann sucht, das wissen Frauen scheinbar besser, als Männer selbst. Blond, groß (das bedeutet keinen Erdnuckel unter 1,60m oder ähnliches) flacher Bauch, große Brüste, knackiger Hintern, humorvoll und bitte nicht zu klug. Alles, was aus diesem Raster fällt, sollte sich zu Hause einschließen, denn darauf stehen Kerle ja nun wirklich nicht. Immer wenn mir ein weibliches Wesen meiner Umgebung erzählt, dass genau dieser Typ Frau der Traum aller Männer ist, frag ich mich, wieso schwarzhaarige Frauen auf dem Globus rumlaufen und sogar Freunde abgreifen. Ebenso finde ich es sehr komisch, dass haufenweise Frauen an der Uni einen Freund haben, aber mal eben so gar nicht groß und schlank sind.
Welchen Typ Frau wollen Männer denn nun bitte? Natürlich gibt es die Traumfrau, aber die sieht bei jedem Kerl ja nun mal anders aus. Dass die Models im Fernsehen hübsch und sexy sind, werden nur wenige Männer anzweifeln, aber haben will er sie nicht, sonst würde man sich ja eben das Model greifen oder zumindest eine Frau die ähnlich ausschaut. Und was genau will Mann nun? Was sucht Mann an einer Frau? Eigentlich will er alles, hat aber auch kein Problem damit, wenn es weniger ist. Wenn der Hintern nicht so knackig ist, wenn die Zähne nicht so weiß sind und die Brüste nun doch nicht so groß. Denn auch Männer schaffen es locker, über kleine Unzulänglichkeiten im Aussehen hinwegzusehen. Wir hoffen ja auch, dass Frauen uns unsere Fehler nicht allzu krum nehmen. Sache ist nur: Wenn ein Mann mit einer Frau zusammen ist, dann sieht er die kleinen Fehler gar nicht mehr. Dann hat er sich so eben das Supermodel aus dem Fernsehen gegriffen. Denn eines ist jawohl klar: Die schönste Frau auf der Welt liegt immer im eigenen Arm. Und die Definition von gutem Aussehen: Fühlt sich die Frau wohl und strahlt das aus, ist sie schön. Punkt aus.
Und genau deswegen hat das schrullige Mädel mit kurzen braunen Haaren, kleiner Brust, einer Größe von geschätzten 150cm und einem Klamottenstil wie frisch bei Schrader abgegriffen, ihren Freund seit zwei Jahren und ist glücklich wie am ersten Tag. Denn, und da kommt ein weiterer wichtiger Aspekt mit ins Spiel, ihr Freund spielt absolut in ihrer Liga, hört die gleiche Alternative Musik und steht auch irgendwie auf den vegetarischen Auflauf, den seine Herzdame jedes Wochenende zaubert.
Das Geheimnis ist somit gelüftet: Mann sucht nicht die wunderschönste Frau der Welt, sondern einfach ein passendes Gegenstück zu sich selbst. Aber: Kerle, die nur nach dem Charakter gehen, sind die Ausnahme.
Diese Aussage ist aber auch auf das Aussehen übertragbar. Denn auch kaum ein Kerl geht lediglich danach. Die Mischung machts und wenn diese stimmt, dann denkt niemand mehr an 90-60-90, sondern nur noch an die wundervolle Frau, die neben einem schläft. Und die ist eh besser als jedes Pseudo-Model, das sich von der Klum rumschubsen lässt.
von Sebastian Dargel

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