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No 16 – Juni 2010

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PDF-Version der 16. Ausgabe

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uniVista Gefühls-Check: Bist Du ein Sommer-Typ?

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Bist Du ein Sommer-Typ? Hier kannst Du es herausfinden.
von Stefan Hirsch
Auf einer einsamen Insel ...
A ... sind Winterreifen oft kaum zu bekommen.
B ... sehen die Leute meist ungepflegter aus als in Lost.
C ... würde ich hoffentlich nicht zu schnell gefunden werden.
Ich kann ...
A ... Last Christmas von Wham! Mit Body Percussion untermalen.
B ... Dragosteia Din Tei von O-Zone mit Body Percussion untermalen.
C ... Surfen.
Wenn ich einen Bikini trage, bin ich ...
A ... nicht hinreichend bekleidet.
B ... wahrscheinlich betrunken.
C ... sexy.
Als ich 17 Jahre alt war ...
A ... habe ich mich geritzt.
B ... hatte ich noch Träume.
C ... hatte ich zum ersten Mal Sex am Strand.
Mein Traumberuf ist ...
A ... Skilehrer.
B ... Versuchstierpfleger.
C ... Pirat.
An Kokain mag ich ...
A ... die weiße Farbe und die pulvrige Konsistenz.
B ... die Wirkung.
C ... das exotische Flair des Herkunftslandes.
Mein schönster Lustkauf war ...
A ... ein Snowboard.
B ... ein Guthaben bei porno-loads.com.
C ... eine Ray-Ban-Sonnenbrille.
Den Weihnachtsmann würde ich gerne ...
A ... zu einem One-Night-Stand überreden.
B ... erst Ende November wiedersehen.
C ... verprügeln.


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16_unitag
Vom Hochschulstandstreifen auf die Uni-Überholspur
Die Klausuren bleiben auch nächstes Semester die gleichen, ihre Kopfzeilen ändern sich: Die Hochschule Vechta wird zur Universität. Am 29. Oktober erfolgt die offizielle Umbenennung.
Manche Dinge – und damit sei an dieser Stelle nicht Eurolatein gemeint – lernt man bloß in Vechta. Ich zumindest wusste vor einigen Jahren, als ich Bayerns nördlichste Außenstelle nur aus dem Verkehrsfunk kannte, nicht, dass ein Unterschied zwischen Hochschulen und Universitäten besteht.
Den gibt es: Nur an einer Uni kann man promovieren und habilitieren, d.h. einen großen Schritt Richtung Professur machen. An der Hochschule Vechta geht das auch, also ist sie eigentlich eine Universität, wird – wie allgemein bekannt – den begehrten Titel bald auch offiziell tragen, und zwar ab dem 29. Oktober 2010.
Dann, wenn der vor uns liegende, hoffentlich sonnige, Sommer vorbei ist, findet der Universitätstag statt, zu dem alle Studies herzlich eingeladen sind.
Er beginnt mit der offiziellen Umbenennung der Hochschule Vechta in Universität Vechta. Im Anschluss daran gibt es einen Tag der offenen Tür, an dem die Institute die Möglichkeit haben, sich vorzustellen, Forschungsaktivitäten und Projekte zu präsentieren.
In der Bibliothek wird eine Ausstellung eröffnet, die die Geschichte der Lehranstalt zeigt. Eine Vergangenheit mit Höhen und Tiefen, schließlich stand die Hochschule Vechta mehrfach kurz vor dem Aus, der Titel Universität blieb ihr viele Jahre verwehrt, die Zahl der Studierenden war zeitweise halb so hoch wie heute.
Abends gibt es dann eine Uniparty. Und weil zuvor mangels Universitätsstatus eigentlich nur Hochschulpartys gefeiert werden konnten, ist das die erste richtige Uniparty, die in Vechta stattfindet.
Fotowettbewerb für Studierende
Innerhalb der nächsten Wochen wird ein Fotowettbewerb ausgeschrieben. Mitmachen kann jeder, der hier studiert. Die Teilnehmer sollen ihre Uni Vechta abbilden, so, wie sie sie sehen. Zu gewinnen gibt es hochwertige Sachpreise, die im Rahmen des Universitätstages verliehen werden.
Infos dazu erhaltet ihr bei Melanie Philip unter universitaetstag[at]uni-vechta.de
von Stefan Hirsch
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Unser Semesterticket

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NordWestBahn will Preise deutlich erhöhen
“Andere Unis haben ein viel geileres Semesterticket! – Die fahren damit durch ganz Niedersachsen!” “Wieso zahle ich jedes Semester rund 650 € und kann dafür gerade mal mit der Nordwestbahn umherdümpeln?” “Ich brauche das Teil eh nicht, ich fahre mit dem Auto.”
Dieser Artikel befasst sich mit dem Semesterticket der Studierendenschaft der Hochschule Vechta, gibt Hintergrundinformationen und zeigt, wie das Semesterticket ab dem Wintersemester 2011/12 aussehen kann.
Die oben genannten Statements sind nur Einzelne von unzählig Verschiedenen, die man erhält, wenn man sich über unser Semesterticket unterhält. “Unzählig verschieden” meint: Eigentlich hätte gerne jeder sein ganz persönliches Semesterticket oder vielleicht auch: “Am liebsten überhaupt keins!”
Dass sich die Meinungen bei diesem Thema stark unterscheiden, ist logisch. Schließlich befindet sich die Heimat (bzw. Ort von aktuellem Interesse) der an der Uni Vechta eingeschriebenen Studierenden nicht nur in Bremen, Osnabrück oder Oldenburg. Nein!
Wir kommen zum Glück von überall und wollen gerne auch überall hin. Ach ja, und das dann bitte möglichst günstig!!
Die Gruppe der Studierenden spaltet sich grob gesagt in alle Bahnfans, die sich ein möglichst weites Semesterticket wünschen, und die Auto- und Asphaltfetischisten, die das Wort Bahn nur verwenden, um sich ausgiebig über Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit etc. auszulassen.
Leider ist es nicht möglich, dass sich ein jeder sein persönliches Ticket besorgt, jedenfalls nicht zu solch günstigen Konditionen, wie wir sie zurzeit haben. Denn das Semesterticket basiert auf dem sogenannten Solidarmodell, welches beinhaltet, dass jede Studentin und jeder Student pro Semester den gleichen Betrag für ein und dasselbe Ticket bezahlt, unabhängig davon, ob er es benötigt oder nicht. Dann, und nur dann, lassen die Verkehrsunternehmen mit sich über Semestertickets zu attraktiven Preisen verhandeln. Die Voraussetzung dafür ist eine Übereinkunft in der Studierendenschaft über Art und Umfang des Semestertickets.
Exkurs zum Solidarprinzip
Das Solidarprinzip ist nicht unumstritten. Bereits im Jahr 1992 klagte ein Duisburger Student gegen das Semesterticket. Das Bundesverwaltungsgericht unterstrich zuletzt in einem Urteil vom 12. Mai 1999 die Rechtmäßigkeit des Semestertickets nach dem Solidarmodell: “Sich für eine verbilligte Nutzung des Nahverkehrs durch die Studierenden zu bemühen, gehöre unabhängig von der Art und Weise der Finanzierung zu den einer Studierendenschaft legitimerweise übertragbaren Aufgaben.”
Eine dagegen eingereichte Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen.
Das Gericht argumentierte, die Geeignetheit des Semestertickets zur Verbesserung der sozialen Situation der Studierenden sei an den Vorteilen für die Gesamtheit der Studierenden zu messen. Besonders betont wurde auch die mögliche Verbilligung um 75%, welche mit den sogenannten Jobtickets für Einzelpersonen nicht erreicht werden könnten. Als weitere Aspekte nannten die Verfassungsrichter ökologische Vorteile durch die Nutzung des ÖPNV, die Entspannung der Parkplatzsituation sowie eine mögliche Freizeitnutzung des Tickets. Dies käme allen Studierenden zugute (Bundesverfassungsgericht 04.08.2000).
Die Preise
Nun zurück nach Vechta. Unsere gemeinsame Übereinkunft besteht aktuell in einem Vertrag über ein Semesterticket mit der NordWestBahn, welches die Nutzung des Weser-Ems-Netzes plus der Strecke Osnabrück-Halle-Bielefeld zu einem Preis von 8,45 € beinhaltet. Eine Übersicht der dazugehörigen Strecken findet Ihr übrigens auf der Rückseite Eures Studierendenausweises.
Da die Einführung eines Semestertickets aus verschiedenen Gründen eine relativ lange Vorlaufszeit benötigt, müssen wir uns einmal wieder fragen, auf welchen Schienen wir uns in Zukunft mit unserem Semesterticket bewegen wollen.
Hierzu ein paar Fakten:
Der Vertrag mit der NordWestBahn läuft noch bis einschließlich Sommersemester 2011.
Aus dem laufenden Vertrag zwischen der Studierendenschaft der Hochschule Vechta und der NordWestBahn ergibt sich ein Preis von 9,40 € für das WS 2010/11, genau sowie für das SS 2011.
Für das WS 2011/12 und das SS 2012 liegt dem AStA ein neues Angebot der NordWestBahn vor. Es sieht für das WS 2011/12 einen Preis von 16 € und für das SS 2012 einen Preis von 22,70 € vor.
Es handelt sich hier um Preiserhöhungen von ungeheuerlichem Ausmaß, die wir nicht ohne Weiteres hinnehmen wollen.
Die NordWestBahn begründet das Angebot mit einer erheblichen Steigerung der Nutzung des Semestertickets durch Studierende der Universität Vechta, insbesondere auf der Strecke Osnabrück-Vechta-Bremen. Das private Eisenbahnunternehmen beruft sich dabei auf Daten von eigens in Auftrag gegebenen Erhebungen, welche im September 2005 und Januar 2009 durchgeführt wurden. Es bedarf keiner aufwendigen Analyse, um zu erkennen, dass eine erhöhte Auslastung laut Umfragewerten naheliegend ist: Der Monat September befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, wenn so gut wie kein Pendelverkehr von und nach Vechta zu erwarten ist. Hinzu kommt, dass im Jahr 2005 rund 800 Studierende weniger an der Uni Vechta immatrikuliert waren als im Jahre 2009. In den laufenden Vertragsverhandlungen zählen für die NordWestBahn jedoch nur die eigenen Zahlen, nicht etwa berechtigte Kritik. Die Zeiträume der Erhebungen sind, mit dem Ziel eine Aussage über die Nutzung des Semestertickets der Uni Vechta zu treffen, mehr als unglücklich gewählt. Somit stellen die Erhebungen aus unserer Sicht keine Rechtfertigung für Preiserhöhung in dieser Höhe dar.
Bis Januar 2011 wird von der NordWestBahn überprüft, ob eine Implementierung des ab Ende 2010 neuen Regio-S-Bahnnetzes zu ähnlichen Konditionen wie in dem oben genannten Angebot möglich ist.
Unsere Verhandlungsposition könnte besser sein. Denn durch Vechta fährt nun einmal nur die NordWestBahn. Doch auch von anderen Verkehrsunternehmen liegen Angebote vor.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass wir immer mit jedem Verkehrsunternehmen einzeln verhandeln müssen. Eine Abweichung gibt es nur beim VBN-Ticket dar, bei dessen Erwerb der Verkehrsverbund die Verhandlungen übernimmt.
Jetzt seit ihr gefragt. Wie soll unser Semesterticket in Zukunft aussehen?
Demnächst wird auf der AStA-Info-Seite im StudIP eine Umfrage zu diesem Thema geschaltet. Haltet die Augen offen. Bei Umfragestart wird es eine Rundmail geben.
Habt Ihr noch grundsätzliche Fragen oder vielleicht eigene Anregungen zum Semesterticket? Dann sprecht doch einmal mit Eurer/Eurem StuPa-Abgeordneten des Vertrauens (Das StuPa trifft letztendlich die Entscheidung über das Ticket.) oder schreibt mir eine Mail an maurice.matheus[at]asta-uni-vechta.de.
(Alle genannten Preise verstehen sich inkl. MwSt.)
WS 2011/12 SS 2012
NordWestBahn (Infos) 16,- 22,70
DB-Regio: Niedersachsen-Netz (Infos) 50,-* 50,-*
Metronom-Netz (Infos) 20,-* 20,-*
Stadtbus Vechta (Infos) 6,- 6,-
VBN-Ticket SemesterTicket (Infos) 110,-* 110,-*
*) Preisschätzungen basieren auf Angebot WS 2010/11. Die tatsächlichen Preis können abweichen. Alle Angaben ohne Gewähr.
von Maurice Mathéus
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“Guck mal Mama!”

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Über das, was wir nicht sehen
Foto: Jenniffer Malenz
Alleinerziehend und studierend betrachtet man das Leben doch ein ganzes Stück anders, als wenn man eben nicht dieser „Randgruppe“ angehört. Man organisiert. Den lieben langen Tag läuft man von A nach B und hat 1000 Sachen im Kopf, die erstaunlicherweise wirklich dort bleiben. Mütter sind regelrecht unheimlich, könnte man sagen. Allein die Tatsache, dass man offenbar laufen und gleichzeitig denken kann, mag manche von uns schon überfordern. Doch habe ich nicht vor, uns Mütter als Supermenschen darzustellen.
Und so versuche ich für Euch einmal das Denken größtenteils sein zu lassen und mit Kinderaugen durch die Uni zu laufen. Warum? Ich bin eben kein Supermensch und mache gerne Quatsch.
Das beschließe ich, als ich mit meinem vierjährigen Töchterchen die Mensa betrete. Freudig geht sie mit mir hinein und ist temperamentvoll wie immer, bis sie die ganzen Menschen vernimmt und ich direkt weiß, was sie denkt: “Ich sehe nichts!”
Wie auch? Wenn ich nur Pobacken sehen würde, würde ich auch Angst bekommen und nicht mehr ausmachen können, wo ich bin. Ja, auch die Mini-Uni Vechtas kann riesig sein. Und so nehme ich sie an die Hand. Dann begebe ich mich auf ihre Höhe und stellte fest, dass es kaum einen Unterschied macht, denn ich bin wahrlich nicht die Größte.
Wie dem auch sei. Bestimmte Dinge stechen Kindern sofort ins Auge und so betrachten wir in der Mensa nicht nur die Hochstühle, bei denen meine Tochter sofort stolz sagt: “Da pass ich nicht mehr rein! Das ist für kleine Kinder!” und damit wohl zum Ausdruck bringen will, dass eben nicht alle größer sind, als sie, wie es gerade den Anschein machte.
An der Ausgabe 2 steht der Kinderteller, den allerdings nicht meine Tochter sieht, sondern ich. Und genau an dieser Stelle möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, dass Ihr, sofern Ihr ein Kind unter 10 Jahren habt, einen Ausweis beantragen könnt, der Euer Kind, im Zusammenhang mit einem Gericht für Erwachsene, berechtigt, diesen mit einem Hauptgericht zu befüllen und es genüsslich zu verspeisen. Vollkommen kostenlos natürlich. Meldet Euch einfach telefonisch unter 0541 3307-41 oder schickt für weitere Informationen diesbezüglich eine E-Mail an annelen.trost[at]studentenwerk-osnabrueck.de.
Doch heute brauchen wir diesen Ausweis nicht. Wir werden in der Mensa schon freudig erwartet und erhalten hier im Rahmen des Studentendinners der uniVista ein Kindermenü, das Ihr unter unserer gleichnamigen Rubrik finden könnt und nur zu empfehlen ist.
Danach machen wir uns weiter auf den Weg durch die Uni und sehen vor dem Bistro eine kleine Lese- und Spieleecke, bei der ich mich sofort frage, wieso sie mir bisher nie aufgefallen ist. Ich denke, dass es daran liegt, dass ich diesen Bereich immer gemieden hatte, weil ich nicht von diesen Leuten angesprochen werden wollte, die dort manchmal an einem Tisch standen und mir irgendwas „andrehen“ wollten. Eigentlich richtig gemein von mir, denke ich. Schließlich wollen wir ja auch nur etwas Gutes, wenn wir uns unten an der Mensa zum Verteilen der uniVista aufstellen. Also beschließe ich, beim nächsten Mal die Uhr zu prüfen und den Leuten eine Minute zu geben.
Meine Tochter findet diese Ecke nicht mehr interessant und möchte weiter. Deshalb schlage ich ihr vor, in die Bibo zu gehen. Sie fängt an zu lachen und pflichtet mir bei, dass es aber “Bibliothek” heißt. Irgendwie scheint mein Studentendasein schon richtig auf sie abzufärben. Jedenfalls ist sie begeistert von dieser Idee und so leihen wir direkt noch ein, zwei Büchlein aus. Eis gibt es im Bistro heute leider noch nicht, sonst wäre auch das sicherlich drin gewesen.
Also beschließen wir nach Hause zu gehen. Doch kommen wir immer noch nicht von diesen komischen Gebäuden weg, in denen die Mama Tag für Tag verschwindet und sich so tolle Sachen von klugen Menschen anhört, die vor ihr stehen – in großen Sälen, die mit vielen Studierenden befüllt sind. “Schön lernen” soll ich dort. Ja, da hat sie recht.
Doch ist es gerade nicht so interessant, wo genau ich lerne, sondern wie ich da hinkomme.
Diese Übergangsbrücke hat es meiner Tochter angetan, obgleich sie sich beim Betreten sofort fest an mich klammert. Ich vermute, dass sie sich fürchtet, täusche mich aber. Denn ein Zurück kommt für sie nicht infrage. Gleich nochmal und nochmal geht es nun über die Brücke und jedes Mal mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel und Freude.
Wie toll muss studieren sein, wird sie jetzt denken. Und nicht einmal einen Tag später offenbart sie mir freudestrahlend: “Mama, wenn ich groß bin, werde ich Studentin. Und Ärztin.”
von Jenniffer Malenz
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“Studentenausweis dabei?”

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Elf Fragen an die zwei Kassiererinnen der Mensa
Mal ganz ehrlich, wer kennt sie nicht, die beiden Kassiererinnen in der Mensa, an denen einfach niemand vorbeikommt, ohne vorher bezahlt zu haben. uniVista wollte mehr über die Stützen der Uni Vechta erfahren und hat Eindrücke jenseits der Kasse erhalten sowie viele interessante Antworten bekommen.
Karin Prüllage, eigentlich gelernte Bürokauffrau, arbeitet schon seit fast 28 Jahren in der Mensa und stellte sich als Erste den Fragen. Gefolgt von Renate Kluck, der gelernten Arzthelferin, die seit 24 Jahren mit von der Partie ist.
Einen Kaffee trinken würde ich gerne mal mit …
Frau Prüllage: … Brad Pitt.
Frau Kluck: … Heidi Klum.
Auf meinem Nachttisch liegt zur Zeit …
Frau Prüllage: … Gisa Paula: Die Tote im Watt.
Frau Kluck: … ein Buch: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken.
Hätte die Uni Vechta keine Mensa, …
Frau Prüllage: … würden mir sowohl die Studenten als auch die Dozenten fehlen. Das familiäre Umfeld ist nämlich mittlerweile unersetzlich für mich geworden.
Frau Kluck: … wäre Vechta wesentlich unattraktiver und mein Leben unerfüllter.
Völlig überschätzt werden …
Frau Prüllage: … Noten für Schulkinder, da somit die Menschlichkeit verloren geht.
Frau Kluck: … die dargestellten Privatsphären der wichtigsten und bedeutendsten Karriereleute.
Luxus bedeutet für mich …
Frau Prüllage: … nicht viel. Ist nicht so wichtig.
Frau Kluck: … ein gutes Gefühl und Zufriedenheit.
Reisen wollte ich immer schon mal …
Frau Prüllage: … zu der Osterinsel.
Frau Kluck: … nach Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Mein Lieblingsessen …
Frau Prüllage: … gibt es nicht.
Frau Kluck: … ist selbstgemachte Pizza.
Geld ist wichtig, weil …
Frau Prüllage: … es einen ein bisschen beruhigt, wenn man genug hat.
Frau Kluck: … das Leben sonst nicht funktioniert.
Sterben würde ich für …
Frau Prüllage: … einen endlich kommenden Sommer.
Frau Kluck: … ein kühles Bier am Abend in netter Gesellschaft.
Wem ich immer schon einmal die Meinung sagen wollte:
Frau Prüllage: Allgemein der Bundesregierung
Frau Kluck: Einigen Politikern in der Führungsposition
Die Klimakatastrophe …
Frau Prüllage: … hin, die Klimakatastrophe her, es muss gehandelt und nicht nur geredet werden.
Frau Kluck: … verändert und schockt die kommende Generation.
Wir sagen vielen Dank und bis bald in der Mensa!
Das Interview führte Ina Bushuven.
Karin Prüllage und Renate Kluck vom Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
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Supersized

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uniVista fährt zu McDonald‘s. Zu oft. Viel zu oft.
Ja zu körperlicher Performance auf Tine-Wittler-Niveau. uniVista ist auf den Spuren von Supersize-Me-Darsteller Morgan Spurlock gewandelt, und war bei McDonald‘s. Mehr als nur einmal.
Noch schmeckt’s
Foto: Jenniffer Malenz und Thomas Hülsmann
Wer oft mit dem Auto unterwegs ist, kennt das vielleicht: Man hat noch hunderte Kilometer vor sich und das Loch im Bauch wird immer größer. Doch alles, was den Hunger stillen möchte, sind unappetitliche Imbissbuden mit Namen wie Bratwurst-Bernd oder Mandy‘s Truck-Stop.
Wenn dann unerwartet das gelbe M auftaucht, und einem aus der Drive-In-Sprechanlage dieses geschäftsmäßig-freundliche “Guten Tag, Ihre Bestellung bitte!” entgegenknarzt, fühlt man sich fast ein bisschen wie zu Hause. Klar, denn egal wo die Filiale steht, im Ristorante zur goldenen Möwe sieht‘s überall gleich aus, schmeckt‘s überall gleich.
Doch wie fühlt es sich an, wenn man diesen warmen Regen von Heimat in der Ferne unzählige Male hintereinander auf sich nieder prasseln lässt?
Eure Redaktion ist dieser Frage nachgegangen. Zu viert sind wir im uniVista-Mobil zum McDonald‘s-Drive-In gefahren, haben einen Cheeseburger bestellt, ihn aufgegessen, sind wieder vorgefahren und haben einen neuen geordert. Immer und immer wieder. Mehr als 20 Mal.
Jeder von uns ist so zu fünf bis sechs Cheeseburgern gekommen, zum Nachtisch gab‘s für alle einen McFlurry. Und um das McDonald‘s-Parkplatz-bei-der-Disko-Feeling perfekt zu machen, haben wir währenddessen Groove Coverage gehört. Ihr wisst schon, diese Trance-Gruppe, deren Lieder alle gleich klingen. Und so haben wir uns dabei gefühlt:
Die Bedienung hat gewechselt. Die erste war nett und lustig, die neue ist mehr so der Typ Domina. “Das macht einen Euro. WIE VORHIN AUCH SCHON! Fahren Sie an den zweiten Schalter. WIE VORHIN AUCH SCHON! BIS GLEICH!”
Ich bin dran mit essen. Und ich will nicht. Der vorletzte Bürger hat schon scheiße geschmeckt, der letzte erst recht. Und der jetzige? Auf der Liste von Dingen, die noch ich ungerner tun würde, als diesen Cheeseburger zu in meinen Magen zu zwängen, folgen nur noch “eine Eigenurin-Therapie machen” und „in einem Soldaten-sind-Mörder-T-Shirt zu einem Bundeswehr-Gelöbnis gehen“. Einfach auf etwas anderes konzentrieren, nicht daran denken, dass man isst. Matthias hat erzählt, dass er aus Guatemala kommt. Jennifer ist Harry-Potter-Fan. Wenn man Staatsfeind Nr. 1 wäre, aber auch zaubern könnte, würde man sich fühlen wie Sylar in Heroes.
Außerdem mag ich Cheeseburger. Eigentlich. Und in Brandenburg hungern die Kinder, die würden sich freuen. Die anderen schlagen – nicht ganz ernst gemeint – eine Essensschlacht vor, genau in dem Moment, in dem ich mich frage, ob ich diesen Gestank nach geschmacksverstärktem Cholesterin je wieder aus meinem Auto bekommen werde?
Wenn ich schon etwas essen muss, dann hätte ich gerne einen Apfel. Oder eine kleine Schale Erdbeeren. Ich will mit meiner Freundin an einem stürmischen Nordseestrand spazieren gehen. Ich will zu meiner Mutter. Aber das geht natürlich nicht. Der Cheeseburger ist jetzt meine Mutter.
Stefan Hirsch
Cheeseburger Nr. 1
Dies ist mein erster Cheeseburger.
Langsam – fast ehrfürchtig – führe ich deine perfekte, formschöne Gestalt an meinen Mund und lasse deine köstliche Soße meine Lippen benetzten. Liebevoll zerteilen meine Zahnreihen die glänzend-zarte Außenhaut des Brötchens, das dich in sanfter Umarmung einhüllt, um voll bebender Vorfreude in dein fleischiges
Herz zu gleiten. Wunderbare Aromakaskaden ergießen sich über meinen Gaumen, welcher sich unter Geschmacksorgasmen pulsierend aus mir zu winden versucht. Betäubt durch die Glückshormonexplosionen, die sich plötzlich in meinem Gehirn ergießen, breche ich unter Freudentränen zusammen und merke nicht einmal, wie sich meine Zunge zu der ménage à trois von halb zerschmolzenem Käse, wunderbar viskosem Hackfleisch und bonfortionöser Soße gesellt, um dieser Dreifaltigkeit der Haute Cuisine die gebührende Huldigung zu erweisen. DU bist es, allmächtiger Cheeseburger! DU bist das Eldorado der Würzigkeit! Das Burger-gewordene Walhalla des Genusses! DU bist die kulinarische Inkarnation Gottes.
Der letzte Burger
Dies ist mein letzter Burger. Mein Magen will, dass ich sterbe – ich kann ihn verstehen. Ich habe ihm viel zugemutet.
Der infernalische Gestank frisst sich in meine Nasenschleimhäute und mit einer Mischung aus Hass und Abscheu dringt die quälende Gewissheit in meine
Synapsen: Ich muss Es essen. Mitleidig betrachte ich das armselige Stück Matsche, welches aus dem vom Fett durchsichtigen Papier lugt. Was mir entgegen guckt, sieht wahrhaftig nicht aus wie Nahrung. Zwei asymmetrische „Brötchenhälften“ (Die Bezeichnung an sich ist schon eine Beleidigung gegen die gesamte Bäckerszunft!), die aussehen als hätte man den hässlichen Teil einer Bulldogge abgeschnitten und von einem retardierten Vierjährigen aus Knete, Mehl und Bioabfällen nachbauen lassen, existieren nur, um die Augen des Betrachters vor dem noch schlimmeren Übel, welches sich unter ihren fettschmierigen Leibern verbirgt, zu schonen. Denn unter der gebäckgewordenen Beleidigung lauert auf mich schon das Ende der Esskultur, der Endgegner der bewussten Ernährung, die Streckbank für meine Geschmacksrezeptoren – das „Patty“. Diese schlammig-konsistenzbefreite Platte aus gepressten Fleischindustrieabfällen und die obligatorische Alibi-Scheibe Pappkäse runden das gefranchiste Folterkonzept vorzüglich ab. Nicht einmal im neunten Kreis der Hölle könnte man so was mit Selbstbewusstsein als „essbar“ deklarieren.
Nur noch ein Bissen, dann bin ich frei. Ich brauche meine gesamte Willenskraft um mich durch die breiartige Pampe zwischen meinen Wangen zu quälen. Nur noch ein letztes Mal muss ich den Würgereflex überwinden. Geschafft. Angewidert spüre ich wie das gallertartige Mus ein letztes Mal durch meine Speiseröhre gequetscht wird … endlich Freiheit. Jetzt kann man nur noch beten, dass der Mist nicht drinbleibt.
Thomas Hülsmann
Der allerletzte Burger
Foto: Jenniffer Malenz und Thomas Hülsmann
Ein Nacht, die niemals endet
Erschreckend, zu was wir fähig sind. Wir sind Studenten und man sollte uns doch Besseres gelehrt haben, als drei Stunden lang in kurzen Zeitabständen immer nur einen Burger zu bestellen. Immer nur einen, mit geringfügigen Abweichungen.
Die Tatsache war so verrückt, dass wir tatsächlich irgendwann anfingen durchzudrehen: Gedichte wurden vorgetragen, zu Techno getanzt und private Details aus unseren Leben preisgegeben. Und ich frage mich ernsthaft, woran das gelegen hat. Daran, dass wir erst gegen halb vier unsere X-treme-Tour für beendet erklärten? Daran, dass es ein Donnerstag war? Oder daran, dass wir eben wir sind? Ich kann es nicht sagen. Es war verrückt, krank und sehr sehr lustig, wenn man die Tatsache weglässt, dass ich beim letzten Burger wirklich mit mir ringen musste, ihn nicht wieder nach draußen zu befördern.
Wenn ich auf die Zeit zurückblicke, erinnere ich mich noch ganz genau daran, wie ich am nächsten Tag, nach sage und schreibe zwei Stunden Schlaf, aufwachte.
Ich habe mich gefühlt, als hätte ich drei Tage durchgesoffen. Ich war ein Wrack und nur noch durstig. Heute bin ich mir sicher, dass die Bedienung den Burger immer etwas größer gemacht und immer ein wenig mehr Pfeffer draufgetan hat. Anders ist es nicht zu erklären, wie man nach nur ca. fünf Burgern (und einem großem Eis) derart neben der Spur sein kann. Doch offenbar war das zu viel. Und deshalb machte ich mich daran, beinahe einen Liter Wasser zu trinken, bevor ich mich überhaupt in Richtung Uni bewegen konnte.
Die einzige Nahrung, die ich gegen Mittag zu mir nehmen konnte, war ein fetter Obstsalat.
Welch ein Genuss das doch war. Vitamine. Das war genau das Richtige in diesem Moment und bot mir die Chance, wie gewohnt weiter zu essen, wo ich doch eigentlich befürchtet hatte, dies wäre nie wieder möglich.
Es war, als wäre ich gestorben und nur dieser Obstsalat und Wasser konnten mich retten. Ich bin ihnen sehr sehr dankbar, dass sie für mich da waren in diesen schweren Zeiten und weiß nicht, wie es ohne sie weitergegangen wäre. Deshalb kann ich Euch nur raten, diese Aktion nie, wie wir, in die Tat umzusetzen oder wenigstens gut darauf vorbereitet zu sein: mit viel Obst, Wasser und Schlaf sowie netten Leuten!
Jenniffer Malenz
Dem Ende nahe
Foto: Thomas Hülsmann
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Mein innerdeutscher Migrationshintergrund

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© Thomas Max Müller / PIXELIO
Sicher, die wenigsten von Euch kommen direkt aus Vechta, die meisten vermutlich aus dem Emsland, oder wie ich: aus Ostfriesland. Aber so wirklich Ostfriesin bin ich eigentlich gar nicht. Denn ich bin innerdeutsche Migrantin zweiter Generation.
Nachdem meine Eltern irgendwann in den Siebzigern in Ostfriesland Urlaub machten, fassten sie nach der Heimkehr nach Kaiserslautern den Entschluss nach Ostfriesland zu ziehen. Es gibt drei Möglichkeiten, die ich dafür in Betracht ziehe:
1. Weil das Land so schön ist (und jetzt bitte keine Einwände!); 2. Arbeit; 3. Um die eigene Souveränität gegenüber der restlichen Familie zu sichern. Die blieb nämlich größtenteils in der Pfalz zurück.
So packten sie ihre Sachen und rund zehn Jahre später waren mein Bruder und ich auch schon da. Und uns beschäftigten einige Thematiken, die so manch andere MigrantInnen zweiter Generation vermutlich in ähnlicher Form kennen.
Angefangen bei der Sprache, was zwar nicht die deutsche Sprache an sich betrifft, aber eine, die in Teilen Ostfrieslands stärker vertreten sein kann als Hochdeutsch: das Plattdeutsche.
Foto: Pia Klein
Des Öfteren musste ich mir von ostfriesischen Bekannten vorwerfen lassen, ich sei selbst schuld daran, dass ich kaum Plattdeutsch spräche. Fakt ist dabei dennoch, dass man damit nicht zwangsläufig in Berührung kommen muss, wenn man in Ostfriesland aufwächst. Meine Eltern sprechen schließlich schönstes Pfälzisch. Dort sieht der Genitiv im Vergleich zum Hochdeutsch (z. B. “Hans‘ Auto”) ungefähr so aus: “Demm Hans soi Audo”. Es gibt keine Gurken, es gibt Gummern. Kartoffeln sind Krumbeere. Das Endstück eines Brotes (im Norden meist Knust genannt) heißt Knärzje. Man setzt sich nicht in ein Café sondern in e Kaffee.
Meine Freunde hingegen sprechen, obgleich sie größtenteils Ostfriesen sind, Hochdeutsch mit mir. Sie, Lehrer und alle anderen um mich herum sprachen es und so eignete ich mir in erster Linie Hochdeutsch an. Natürlich kann ich auch Pfälzisch sprechen, aber mir fehlt die Übung. Im Hören und Übersetzen bin ich jedoch ganz groß und muss ziemlich oft das, was meine Eltern sagen, für meine Freunde übersetzen. Im Laufe der Zeit entwickelte ich ein sonderbares Kauderwelsch aus Hochdeutsch, plattdeutschen und pfälzischen Begriffen.
Dann sind da noch die Traditionen und das übrige Verhalten. Das Verhalten der Pfälzer gegenüber den Ostfriesen ist sehr kontrastreich.
Ostfriesen scheinen den höchsten Pro-Kopf-Teeverbrauch der Erdbevölkerung zu haben. Es gibt immer Tee. Am liebsten natürlich schwarzen Tee mit Kluntje
und Sahne. Meine Nachbarn trinken jeden Tag um Punkt 17 Uhr Tee. In der Pfalz gibt es hingegen den ganzen Tag Kaffee. Möglich, dass daraus das Temperament der Pfälzer entstammt. Sie scheinen permanent aufgeregt und nervös zu sein. Ostfriesen hingegen wirken ruhig und gelassen, als hätten sie keine Eile. Hat man in der Pfalz eine Autopanne und wechselt einen Reifen, sind sofort zehn Pfälzer da, die es besser können. In Ostfriesland würde sich eine einzige verirrte Seele neben die arbeitende Person stellen, viele Minuten schweigend bei der Arbeit zusehen und irgendwann trocken fragen: “Mokst dat ook richtig?”
Komplimente werden von manchen Pfälzern gerne als Fragen formuliert. Nehmen wir an, wir haben einen Kuchen gebacken. Der Pfälzer sagt: “Hasche schee gemach, gell?” Der Ostfriese … Naja, der Ostfriese lässt sich generell schwer begeistern. Er sagt einfach: “Schmeckt wohl.”
Es sind diese Unterschiede, die meine Stereotypen von Pfälzern und Ostfriesen definieren. Sie basieren auf meinen subjektiven Beobachtungen. Sollte ich durch eine meiner Ausführungen jemanden gekränkt haben, tut es mir leid. Schickt mir eine E-Mail an pia[at]univista.de. Vielleicht les ich sie mir durch. Hat aber Zeit. Denn eigentlich bin ich Ostfriesin. Ich bin zu Hause, wenn der Deich erklommen ist und Muscheln, Steine und Sand unter meinen Schuhen knirschen. Wenn der Wind mir durch das Haar streicht, die Luft nach Salz riecht und das Meer … Ei, wo isses dann? Net do? Ebbe? Och jo. Alle hopp, gehn mer heem.
von Pia Klein
© Uwe Steen / PIXELIO
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Ist Toleranz intolerant gegenüber Intoleranten?

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Toleranz, Akzeptanz und Engstirnigkeit. Wo fängt das eine an, wo hört das andere auf? Die meisten Menschen stellen sich diese Frage nur selten und meist entdeckt man auch gar nicht, wie einige Menschen in der Richtung denken. Sind es anerkannte Wissenschaftler, die fordern man solle sozial-schwachen Familien doch endlich die Fähigkeit zur Fortpflanzung nehmen, da sich sonst das soziale Elend karnickelartig ausbreiten würde oder aber ob in vielen Ländern gerade uns Deutschen immer noch viele Ressentiments der nationalsozialistischen Gräueltaten nachhängen. Wer schon mal von einem aufgebrachten Holländer mit seinem Hund von seiner Einfahrt weggejagt wurde mit den Worten “f[..] german n[..]“(vgl. aufgebrachter Holländer 2005), weiß, wovon ich spreche.
Aber ist es ok, wenn Türken Türkenwitze machen oder Judenwitze von Deutschen erzählt werden? Wo hört es auf, wo sind die Grenzen des Geschmackes? Sollte es Grenzen geben oder sind gerade diese Tabuisierungen schädlich? Fragen über Fragen und wie immer keine Antworten. Daran sind gewiss die da oben Schuld, die sich unser Geld in die Tasche stecken (vgl. Bild immer).
Nachdem so viel über Vorurteile geredet wurde, sind wir eigentlich frei davon? Vorurteile dienen uns gewiss die Realität zu vereinfachen. Das als große Entschuldigung und Neuentdeckung regelmäßig gefeierte Konzept der Vereinfachung, soll hier jedoch nicht gewürdigt werden. Denn es ist schlichtweg einfach eine Ausrede. Jeder kann die Welt herunterbrechen, aber es muss möglich sein, davon auch wieder wegzukommen und jeden Menschen als Individuum zu sehen. Alle fordern es, aber nur wenige gestehen es auch anderen zu, indem sie sie nicht in Schubladen stecken. Nicht umsonst heißt es regelmäßig: Da kommt die Tussi oder da der Streber. Fast immer dienen sie der eigenen Überhöhung. Man ist eben nicht die oberflächliche Tussi oder der „freakige“ Streber. Dummerweise ist man immer irgendetwas und sobald man etwas ist, kann man von anderen darauf reduziert werden und in einer weiteren fiesen Schublade feststecken. Es könnte also langsam Zeit werden für eine etwas komplexe Sicht auf die Menschen, die die eigene Wertigkeit relativiert, aber nicht verneint. Eine beliebte Diskussion in diesem Feld ist das Verbot der NPD. Natürlich ist es fraglich, ob wir zulassen sollten, dass „Feinde der Demokratie“ Mitspracherecht in unserem Land haben und die Vorzüge einer Partei genießen dürfen. Aber, dass wir ihnen die Gründe dafür liefern, wird oft nicht mitbedacht. Menschen wenden sich von ethischen und moralischen Vorstellungen ab und folgen populistischen Strömungen, die kurzfristig Aussicht auf Besserung garantieren, nicht ohne Grund.
Die Tendenz Dinge herabzuwürdigen ist dabei Bestandteil der menschlichen Geschichte seit jeher schon. Angefangen bei Sklaven über Massentierhaltung bis Gen-Mais. Woher nehmen Menschen das Recht zu sagen ihre Art der Homosapiens sapiens wäre mehr wert, als eine andere? Die meisten Begründungen zur Unantastbarkeit des Lebens beruhen auf normativen Setzungen, die sich nur auf Menschen beziehen. Konsequente logische Überlegungen scheitern meist daran zu begründen wo die Unterschiede sind von Mensch zu Tier ohne den Randbereichen (bsp. Kleinkinder oder behinderten Menschen) die Existenzgrundlage zu entziehen. So ein Mist, wir können nicht begründen, warum wir Organismen halten um sie zu töten, bei uns selbst jedoch strikt dagegen sind. Wir bevorzugen uns offensichtlich nur auf Grund unserer Rasse. Diese gewagte These, die u. a. Peter Singer vertritt, zeigt auf, wie labil unsere Sicht auf die Dinge und die in ihr vorhandenen angeblichen Wahrheiten ist. Bevor Menschen sich also anmaßen Dinge zu kategorisieren und zu beurteilen, sollten sie vielleicht erst einmal ihr eigenes Weltbild auf die Probe stellen.
Die alten Vorstellungen von Gut und Böse sind lange hinfällig und spiegeln nicht die komplexen Folgen einer realistischen Denkweise dar. Kausalität kann fast beliebig ausgedehnt werden und gute Dinge können zu schlechten Dingen führen und umgekehrt. Nicht einmal die Sichtweise ob gut oder böse muss immer gleich sein. Während die betrogene Ehefrau den nichts-ahnenden Ehemann als Schwein bezeichnet und ermordet, hat die Geliebte ihr Glück verloren. Aber wie soll der Mensch dann mit der Realität umgehen? Wenn der Müllmann nicht als Ziel des Spottes gelten darf und „Fette“ vielleicht sogar wertvollere Menschen sind als die schlanke Beautyqueen. Und welche Rolle spielt Schönheit überhaupt? Kann der Versuch anderen zu gefallen überhaupt als Schönheit gewertet werden oder ist er nur Ausdruck der eigenen selbstsüchtigen Wünsche nach Akzeptanz? Aber zum Glück haben wir ja noch strikte Anti-Haltungen. Atheismus, Punks, Einzelgänger, sie alle wollen sich von der Masse auf ihre Weise abheben und machen leider häufig eine eigene Sparte der Intoleranz auf. Argumentieren die einen, der Glaube wäre massenhafter Infantilismus und würde die Menschen blenden zum Zweck der Selbstbereicherung und Kontrolle, greifen die anderen die Angepasstheit des normalen Menschen an oder ziehen sich gleich ganz aus der Gesellschaft zurück. Der Schlüssel scheint ein Konzept zu sein, was nicht ohne weiteres einleuchtet.
Entgegen der Prämisse des Selbstbewusstseins, ist es vielleicht ab und an gut zu realisieren, dass Menschen gar nicht so viel wert sind. Sie sind auch nur Organismen, die aufgrund chemischer und elektrischer Prozesse mehr oder minder ihre Aufgaben erfüllen. Trotz allem ist damit nicht Mördern und Unsicherheit Tür und Tor geöffnet. Vielmehr sollte man ihn relativieren und nicht so übertreiben, wie es einige Anhängerin der Emanzipation tun und hinter allem und jedem eine Diskriminierung der Frauen sehen und darüber vergessen, dass Frauen gerade weil sie anders sind als Männer und andere Ansprüche haben, sich zwar nicht im Wert von ihnen unterscheiden (alle sind ja gleich unbedeutend), aber dennoch anders behandelt werden sollten. Eine übertriebene Homogenisierung von Dingen kann also auch schädlich sein.
Unterschiede sind also gar nicht so schlimm und sollten von uns eher als Chance begriffen werden Neues zu entdecken und seine alten Denkmuster verlassen zu können.
Angemerkt sei noch, dass die vorgestellten Denkströmungen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder mir darstellen, sondern lediglich herausfordernde und aggressive Ansätze sind das Denken der Leute einmal andersherum zu interpretieren.
von Matthias Christ
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Umweltfreundliche Ernährung?!

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Leidenschaftliche Tipps für eine faire, ökologische und nachhaltige Nahrungsbeschaffung
Rette die Welt!
“Na klar, mach ich mit, aber wie?”, fragt sich so mancher jetzt bestimmt. Ein guter Anfang wäre, wenn sich jeder beim täglichen Gang in den Supermarkt die Werbejingles aus dem Kopf schlägt und andere Kriterien für die Auswahl seiner Lebensmittel zurate zieht.
Jeder kann mit kleinen Veränderungen, die auch bezahlbar sind, Entscheidendes zur Rettung des Planeten Erde beitragen.
Der folgende Text ist eine Anleitung, wie auch Du in vier Schritten zum Weltretter werden kannst
© espana-elke / PIXELIO
Fisch – eine gefährdete Spezies?
Fisch ist eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt, mit vielen wichtigen Nährstoffen, wie die Omega-3-Fettsäuren. Leider ist es erschreckend zu sehen, wie viele Menschen Fisch essen, ohne zu wissen, was sie tun. Viele Fischarten sind vom Aussterben bedroht, und zwar nicht irgendwelche exotischen Korallenriffbewohner. Nein, es sind die gebräuchlichsten Fischarten unserer Zeit, wie Rotbarsch oder Thunfisch. Ist es nicht bemerkenswert, dass der Thunfisch – eine sehr gefährdete Spezies – auf der Pizza sogar billiger ist als nur Käse?
Ein anderes Phänomen sind die Garnelen. Bis vor ein paar Jahren waren sie kaum irgendwo günstig zu bekommen. Nun gibt es sie in jeglichen Variationen bei beliebten Fast-Food-Ketten oder Discount-Supermärkten. Das geht nicht spurenlos an den Beständen der Ozeane vorbei.
Dabei gibt es so einfache Mittel, den Fisch, den man noch essen darf, ohne das Artensterben voranzutreiben, zu erkennen. Ein bekanntes und in fast jedem Supermarkt vertretenes Siegel gibt Aufschluss: MSC – Marine Stewardship Council.
Dieses Siegel ist zertifiziert und garantiert Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltiger Fischerei. Deutschlandweit beliefern sie Discounter, Feinkostgeschäfte und andere Firmen mit gesundem, leckeren Fisch.
Und auf Thunfisch braucht man auch nicht zu verzichten. Der weiße Thunfisch, natürlich mit dem MSC-Siegel, ist ohne Bedenken zu verspeisen.
Hier eine Liste der gefährdeten Fischarten:
Aal, Alaska-Seelachs, Hai, Tintenfisch, Garnele, Heilbutt, Kabeljau, Lachs, Rotbarsch, Sardine aus dem Mittelmeer, Scholle, Seehecht, Seeteufel, Seezunge, Steinbeißer, Thunfisch, Viktoriabarsch, Wolfsbarsch, Zander aus Osteuropa.
Grundsätzlich gilt: am besten Bio und mit MSC-Siegel.
© Margot Kessler / PIXELIO
Billig Fleisch vs. Bio-Fleisch
Kein besseres Beispiel als Fisch ist Fleisch.
Der Fleischkonsum steigt über die Jahre weiter an. Was früher etwas Besonderes war, wie zum Beispiel der Sonntagsbraten, ist für viele Menschen mittlerweile alltäglich geworden und nicht mehr wegzudenken. Schlimm, wenn man bedenkt wie die Tiere, die sie jeden Tag verzehren, ihr Leben lang gelitten haben. Zusammengepfercht in kleinen Gehegen, Käfigen und muffigen Ställen, die so überfüllt sind, dass einige ihrer Artgenossen sterben müssen wegen Krankheiten oder einzig und allein, weil es keinen Platz für sie gibt. Zu allem Überfluss stehen diese leckeren Steaks und Hähnchennuggets die meiste Zeit ihres Lebens in ihrem Kot.
Eine sehr bekannte Firma wirbt neuerdings damit, dass die Eier für ihre Mayo aus Bodentierhaltung stammen! Das ist nicht die ganz niedrigste Hühnerhaltungsstufe. Die Hühner sind nicht in Käfigen, können sich also bewegen, beziehungsweise etwas kuscheln, zwischen Kot und ihren toten Artgenossen.
“Alles muss billiger werden!” und “Geiz ist geil!”, so lauten die Devisen hierzulande. Wobei hier in Deutschland die Lebensmittel unglaublich günstig sind. So bezahlt man für 200g Mortadella aus dem Kühlregal gerade mal 0,69€. Aber natürlich auch auf Kosten der Tiere, sind ja auch nur Nutztiere …
Wenn jeder seinen Fleischkonsum auch nur ein bisschen einschränkt und ausschließlich das gesunde Fleisch aus artgerechter Tierhaltung mit dem Bio-Siegel kauft, wäre die Welt schon ein kleines bisschen besser. Wir sagen: zurück zum Sonntagsbraten!
Fazit: Fleisch und Eier mit Bio-Siegel kaufen.
Wer sagt, er kaufe kein Bio, weil das Siegel bestimmt gefälscht wäre, ist einfach nicht ausreichend informiert und kann sich auf den angegebenen Internetseiten schlaumachen.
Wenn auch Du was gegen die Massentierhaltung unternehmen willst, werde jetzt zum Retter der Welt und befolge unsere Ratschläge. Beim Einkaufen Kopf – und Gewissen – einschalten und mit einfachen Tipps die Welt retten.
von Inga Wulfke
© Martin Müller / PIXELIO
Käffchen?
Wie ich mit gutem Gewissen durch den (Kaffee-)Alltag komme
Man kennt das: Man sitzt mal wieder in einer dieser Vorlesungen und klammert sich mit zitternden, geschundenen Studentenhänden verzweifelt an das Einzige, was einen an so einem Morgen noch davon abhält, ungehindert in einen tiefen, traumlosen Schlaf zu versinken: das kleine, flüssige Bisschen Energie in Form von Koffein … einen Kaffee.
Den hat man vermutlich gerade von der netten, charismatischen Person hinter dem Tresen erstanden und man weiß, er kommt aus der Kaffeemaschine … aber halt! War da nicht das Schild Fairtrade-Kaffee? Nun, der ist ein bisschen teurer und der studiengebührengeplagte Student muss sparen, wo er kann. Heute jedoch wollen wir dem höheren Preis und den Folgen davon mal genauer auf den Grund gehen und herausfinden, ob sich ein paar Cent mehr nicht vielleicht doch lohnen können.
Beginnen wir mit ein wenig Geschichte
In einem kleinen Dorf im südmexikanischen Oaxaca gehen die Dorfbewohner ihrer alltäglichen Beschäftigung nach. Sie Bauen Café Sano an, und das seit über 100 Jahren. Die indianischen Kleinbauern dort wussten schon vor den Umweltorganisationen, wie man Kaffee anbaut, ohne dem Boden sämtliche Nährstoffe zu entziehen und gesundheits- und umweltschädliche Gifte zu verwenden. Das machen sie mittels des sogenannten Fruchtwechsels, bei dem jedes Jahr eine andere Feldfrucht angebaut wird, um dem Boden Gelegenheit zu geben, sich zu regenerieren.
Die Erzeugungskosten für so einen ökologisch angebauten Kaffee sind etwas höher, aber dafür bekommen die Bauern für den Café Sano auch mehr Geld, weswegen mittlerweile immer mehr Kleinbauern auf die ökologische Kaffeewirtschaft umstellen. So wird der ökologische mit dem sozialen Aspekt verbunden. 
Um den Preis nachvollziehen zu können, hat die Uni Amsterdam eine Studie über Fairtrade-Kaffee herausgebracht in der genau abgelesen werden kann welche Vorgänge welche Kosten entstehen lassen:
  • 3% für Kaffeepflanzen
  • 23% für Dünger
  • 22% für Pflege der Pflanzen
  • 32% für Erntearbeiten
  • 8% Finanzierungskosten
  • 4% Transport
  • ~ 8% Sonstiges
Der höhere Preis für ökologisch angebauten Kaffee entsteht dadurch, dass statt der Pestizide organische Dünger verwendet werden und sich hierdurch der Arbeitsaufwand und somit die Lohnkosten erhöhen, da auch die Arbeiter fair bezahlt werden sollen. Die Gesamtkosten sind somit etwa zehn Prozent höher als bei herkömmlichem Kaffee.
Wie komme ich an Fairtrade-Kaffee?
Um den Bauern ein regelmäßiges Einkommen zu sichern und einen beständigen Grundpreis zu gewährleisten gibt es heute Kaffeeabonnements. Diese sind im Internet unter dem Stichwort „My Fair Coffee“ zu finden. Auf der Seite kann sich der geneigte Kaffeekonsument unter verschiedenen Kaffeesorten eine auswählen und entscheiden, in welcher Menge pro Quartal der Kaffee geliefert werden soll. Von 3-24kg ist alles möglich. Geliefert wird der Kaffee zum Beispiel in ebenfalls regional entworfenen und hergestellten Säckchen, die gut wiederverwendet werden können und den Kleinbauern einen weiteren Industriezweig verschaffen. Der Kaffee würde im Schnitt etwa 1,3 Cent pro Tasse kosten, was gut zu verschmerzen ist. Deshalb wird pro Kilo ein geringer Betrag aufgeschlagen, um regionale Projekte zu fördern und den Ausbau von ökologischem Kaffeeanbau zu unterstützen. Und das ist uns ein paar Cent mehr dann doch wert, oder?
Öko? Logisch!
Öko muss nicht immer Bio sein
Guten Morgen! Ich stehe auf, mach mir meinen Kaffee, tingele mit dem Auto zur Uni, weil ich später noch einkaufen gehen möchte und sitze dann neben meiner besten Freundin in einer Vorlesung. Ich packe meinen glänzenden Bio-Apfel aus und beiße, guten Gewissens, herzhaft hinein.
Doch dann kommt der Augenblick, der mein Leben auf den Kopf stellt, durcheinander wirft und meinen geplanten Einkauf zu einer scheinbar unlösbaren Herausforderung werden lässt: “Sag mal, Bio-Äpfel aus Neuseeland, is´ das nicht irgendwie unlogisch?!”
Peng! Das sitzt! Der kleine Sticker hat den Apfel überführt.
Die Vorlesung ist vergessen und wir verlieren uns in einer Laptopdiskussion über Biolebensmittel, wo eigentlich der Unterschied zu ökologischen Lebensmitteln ist und wie man an sie kommt, ohne dabei seine Lebensgrundlage in Form von BAföG zu verpulvern, sofern man überhaupt welches bekommt.
Natürlich geht es dabei wieder um den möglichen Etikettenschwindel bei Bioprodukten und dass die Bio-Bauern ihre Prüfungsinstitute selbst bezahlen müssen kommt dabei auch zur Sprache.
Doch das eigentliche Ergebnis ist u. a. die Recherche zu diesem Artikel. Nach Rücksprache mit einigen Leuten, denn zu dem Thema hat ja beinahe jeder etwas zu sagen, höre ich die Worte „saisonal“ und „regional“. Ich recherchiere ein wenig und bin erleichtert, eine Lösung präsentieren zu dürfen, die es einem jeden Studenten möglich macht, fernab von Pizza und Ravioli bezahlbares Gemüse und Obst zu konsumieren, ohne dabei das halbe Repertoire an verfügbaren Insektiziden zu sich zu nehmen.
Anstatt Bio-Obst und -Gemüse aus Übersee zu kaufen, welches im Flugzeug transportiert und gereift ist, ist es wesentlich sinnvoller, dieses vom Bauernhof seines Vertrauens aus der Umgebung zu erwerben. Das ist dann nicht durch die halbe Welt gefahren worden, sondern unter der gleißenden Sonne Norddeutschlands gereift und somit tatsächlich zu Geschmack gekommen.
Nun werden einige sagen: “Das ist ja schön und gut Madame aber beim Bauern ist das ja auch meist teurer als beim netten Discounter um die Ecke und ich muss noch zwei Kilometer mit dem Fahrrad fahren.”
Nein, meine Lieben, das muss nicht sein. Es gibt eine Abhilfe namens Saisonkalender. Alles Grünzeug hat seine Saison, ist reichlich verfügbar und somit auch günstig zu erwerben.
von Freya Kuhn
Obst Gemüse u.a. verfügbar in/ab
Äpfel, Birnen, eingelegtes Obst Möhren, Rote Beete, Grünkohl, Chicorée, Wirsingkohl Januar – März
Rhabarber, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren Rucola, Rettich, Mangold, Kohlrabi, Gurke, Blattsalate, Spargel April – Juni
Nektarine, Pfirsich, Mirabelle, Brombeeren, Preiselbeeren Sellerie, Radicchio, (Paprika), Fenchel, Dicke Bohnen, Erbsen, Brechbohnen, Blumenkohl Juli – August
Holunderbeeren, Quitten, Pflaumen Steckrübe, Spinat, Zuckermais September – Oktober
Äpfel, Birnen, eingelegtes Obst Rotkohl, Rosenkohl, Schwarzwurzel, Porree November – Dezember
Das ganze Jahr über verfügbar sind Gemüsesorten wie Zwiebeln, Champignons oder Kartoffeln. Äpfel und Birnen sind bei den Obstsorten immer regional verfügbar. Die oben angeführten Sorten sind zum Teil auch noch in anderen Monaten verfügbar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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WG-Leben

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Von DER Form studentischen Zusammenlebens
Die ersten Sonnenstrahlen fallen auf mein Bett, während ich langsam die Augen öffne. Es ist kurz vor 7. Die kühle Morgenluft ist angenehm im Vergleich zur Hitze des gestrigen Tages. Am liebsten möchte ich nicht aufstehen, auch wenn ich weiß, dass die Vorlesungen um 8:30 Uhr beginnen. Gerade bereit, mich noch einmal für fünf Minuten umzudrehen und möglicherweise etwas zu verschlafen, höre ich eine Tür aufgehen und eine andere sich verschließen und weiß: Oh Scheiße, jemand ist im Bad.
Wer sich für ein Leben in Vechta, auch wenn es nur für die 3-4 Tage an der Uni ist, entschieden hat, der weiß, wovon ich spreche. WG-Leben ist in einer Stadt, in der fast jeder Einwohner Räume an Studenten vermietet, wohl eine der häufigsten Formen des Wohnens. Ganz getreu unserer Serie uniPlay finden gerade in WGs die Abenteuer des Alltags statt.
Foto: Alexander Braun / aboutpixel.de
Putzen, Schrubben und Saugen
Der Hausputz ist ein beliebtes Thema in jeder WG. Wo viele Menschen zusammenleben und jeder es irgendwie nicht richtig einsieht, den Schmutz des anderen immer mit wegzuräumen, dort müssen Lösungen gefunden werden.
Diese sind oft vielfältig und reichen von verzweifelter Aufgabe und Versinken im Müll (Das ist doch gemütlich!) bis hin zur strikten Planung durch einen sogenannten Putzplan (Hält sich ja eh keiner dran!). Aber selbst wenn die anstehenden Aufgaben erledigt werden, so gibt es immer noch himmelweite Unterschiede zwischen „das Waschbecken sauber machen“ und „das Waschbecken wirklich sauber machen“. Sofern man nicht zu empfindlich ist, sollte man jedoch in der Lage sein, früher oder später die Sachen zu regeln.
Küche, Geschirr und Kochen
Ein anderes Betätigungsfeld ist die Küche. Von jedem gerne genutzt zur schnellen Bereitung eines köstlichen Studentendinners (Ja, es war Ironie), aber von keinem gerne aufgeräumt. Dabei ist das sich teilweise stapelnde Geschirr nur ein Teil des Problems. Backende Oberflächen, Krümel und Spritzer von Nudelwasser sind alte Freunde, die man in vielen WG-Küchen antrifft. Die obligatorischen Alkoholrückstände (Flaschen, was sonst) sind natürlich auch immer mit von der Partie. Die wenigen WGs, die einen Geschirrspüler ihr Eigen nennen können, haben es natürlich besser. Sie dürfen sich darüber streiten, wer denn mal wieder das Hightech-Gerät ausräumen darf. Allerdings ist natürlich nicht alles schlecht. Immerhin kann man sich mal ab und zu was vom Mitbewohner ausborgen, der die Wurst eh nicht mehr essen wollte (bestimmt!).
Freundschaften, Beziehungen, Familien
Neben diesen Dingen gibt es natürlich auch noch Personen in so einer WG. Das gefährliche Netzwerk zwischen ihnen, was einem Irrgarten aus sozialen Fallen gleichkommt, ist hochkomplex und oft von Außenstehenden nicht zu durchschauen. Abzuraten ist jedoch von Beziehungen in einer WG. Es ist schön seinem Ex jedem Tag in der Küche zu begegnen (isn’t it?). Aber auch Freundschaften können gefährlich sein. Nicht unbedingt für die, die sie haben, aber als Dritter sollte man immer bemüht sein, sich nicht abhängen zu lassen. Sonst steht einem schnell das gesellschaftliche Aus bevor. Nicht selten wird dann ohne den- oder diejenige etwas beim Italiener bestellt. Oder aber der gemeinsame Einkauf endet darin, dass man alleine abends zum Combi läuft, um schnell noch was zu kriegen, weil man ja den ganzen Tag auf die anderen gewartet hat (freundlich, wie man ist!). Großartig ist, wenn die Familien der Mitbewohner mal zu Besuch kommen. Meistens werden sie schnell ins Zimmer verfrachtet (hoffentlich hat keiner gesehen, wie Mami mir nen Kuss auf die Wange gedrückt hat!). Der gute Ruf und die Coolness stehen oftmals auf dem Spiel. Man ist ja nun erwachsen und hat die Eltern eh nur aus Höflichkeit mal eingeladen. Allerdings scheinen alle eine Art Konsens darüber zu haben, dass man die Eltern gegenseitig in Ruhe lässt und versucht sich nicht zu zeigen.
Foto: Jack Simanzik / aboutpixel.de
Bad – The Place to be!
Was gibt es Schöneres: Es ist 7 Uhr, die Uni fängt bald an und das Bad ist belegt. Dabei musste man eigentlich schon am Abend zuvor, war aber von seiner harten Studierarbeit zu geschafft (eigentlich hat mal wieder jemand eine halbe Stunde geduscht), um das Klo noch aufzusuchen. Neben fantasievollen Plänen, die Uni-Toiletten zum Zähneputzen zu benutzen, freut man sich jedoch trotzdem, wenn das Bad endlich frei wird. Erleichterung macht sich breit und man ist außerdem froh, sich endlich fertig machen zu können in der Gewissheit, dass mindestens einer gerade auf die Uhr schaut, wann man denn endlich fertig sei. Auge um Auge, Zahn um Zahn!
Tiere
Eine schöne Abwechslung im WG-Alltag sind Tiere. Selten trifft man sie zwar an, aufgrund von besorgten Vermietern, aber wenn, ist es immer spannend, da sie das WG-Leben mit allerlei Problemen bereichern. Gut ist, wenn sie nur einem gehören, der sie wirklich will. Das klärt alle Zuständigkeiten und man kann sich mehr auf die angenehmen Dinge konzentrieren (Gilt natürlich nicht für den Besitzer!).
Geld
Manche Dinge wirken auch ohne Rahmen abschreckend genug. Eine solche Sache ist Geld. Wann immer es an den Geldbeutel geht, sind Probleme schon vorprogrammiert. Fragen nach dem Sinn des Lebens, verzweifelt artikuliert in der Frage: “Wer zum Teufel verbraucht immer so viel Klopapier?”, gefolgt von wilden Untersuchungen des Verbrauchs sind nur einige utopische Auswüchse des WG-Sprengers schlechthin. Wer bezahlt eigentlich immer die Staubsaugerbeutel und Putzlappen und die ganzen Reiniger? Solange ich es nicht bin, bin ich auf jeden Fall einverstanden!
Spaßig wird es auch, wenn Dinge gemeinsam angeschafft werden und hinterher beim Ausziehen es doch ganz sicher Mitbewohner A war, der das meiste dazu bezahlt hat und deswegen auch alle Ansprüche geltend macht, das Objekt seiner Begierde zu behalten.
© Jörg Siebauer / PIXELIO
The Room
Häufig besteht eine Art magische Grenze in einer WG. Die Türschwelle zum Zimmer der anderen ist oftmals heilig. Nur selten fühlt man sich eingeladen genug die unsagbare Mauer zu überwinden. Immer fühlt es sich irgendwie komisch an. Man will ja nicht zu aufdringlich wirken, aber Alkohol kann häufig Berührungsängste aller Art kurieren. Dr. Vodka ist eben der Beste! Es ist allerdings auch gefährlich, zu leichtfertig mit dem Raum der anderen umzugehen. Verschwindet etwas, wird man immer komisch angeguckt und zumindest der Typ, der einen eh nie leiden konnte, vermutet, man habe damit etwas zu tun. Troublesome!
Vor allem unangenehm ist der erste Besuch der Mitbewohner im eigenen Zimmer. Es wird sich umgeschaut und man kommt sich vor, als hätte man das eigene Leben an die Wände geschrieben und jeder könne nun offen darin lesen. Glücklicherweise hatte man vorher aufgeräumt. Das war natürlich keine große Arbeit, denn das Zimmer ist immer so ordentlich. Wirklich!
Ein beliebter Sport ist es auch die Zimmer der anderen zu benennen. Ob es nun das Schlösschen oder der Bunker ist, Hauptsache ist, es spiegelt auf mehr oder weniger ironisch Art und Weise den Raum und seinem Bewohner wieder.
Do Re Mi Fa …
Musik ist natürlich ein beliebtes Thema in WGs. Jeder kennt eigentlich den Musikgeschmack des anderen. Die Wände sind ja dünn genug, so dass man sich auch nachts noch von den Geräuschen des Nebenraumes entspannt wach halten lassen kann und nicht in unangenehme Träume verfallen muss. Wie praktisch! Gut ist, wenn die Musikgeschmäcker etwa übereinstimmen. iTunes-Mediatheken werden getauscht und alle sind zufrieden. Im schlimmsten Fall jedoch trifft Klassik auf Metal und leider ist jede der Personen davon überzeugt, dass seine Musik wertvoll wäre und die andere lediglich Geräusch darstellt.
Spannend wird es, wenn die nächtlichen Geräusche nicht von einem Menschen, sondern von Zweien erzeugt werden. Es ist ja nicht so, dass man dem anderen seinen Spaß nicht gönnt, aber ich muss morgen früh um 6 raus und es dauert jetzt schon 1 Stunde. Irgendwann ist doch auch mal gut!
Rauchen
Gibt es einige wenige glückliche Raucher, die in einer Raucher-WG gelandet sind, so gibt es auch etliche, die mit den lieben Nicht-Rauchern ihre Zeit verbringen müssen. Nur weil die ihre Gesundheit so schrecklich wichtig nehmen, muss ich mich selbst bei gefühlten -20°C draußen vor die Tür stellen. Eine Frechheit. Aber auch die Erfindung sogenannter Inhalationsräume (Raucherzimmer) ist eine interessante Antwort auf das Problem. Der Raum indem man problemlos Forellen räuchern könnte ist das Klein-Od einer jeden WG, in der Raucher leben. Ein Schutz gegen die Kälte und eine Möglichkeit über die Nicht-Raucher zu lästern, die wahrscheinlich gerade Salat oder so etwas essen. Ha, Spießer!
Wenn man also nichts dagegen hat, im Schmutz zu versinken, der Waschmaschine gerne um 3 Uhr morgens lauscht, nichts gegen Auflaufexzesse und Alkoholausschweifungen hat und eigentlich eh nicht so aufs Geld schaut, dann sollte man nicht davor zurückschrecken, in eine WG zu ziehen. Es ist auf jeden Fall eine besondere Zeit, die man nicht so schnell vergessen wird. Ach und eigentlich hat man in Vechta eh keine andere Wahl.
von Matthias Christ
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Von dumm zu dümmerer und wie Goethe dabei helfen kann

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Hoffnungslos gestrandet im Leben? Keinen Plan, worum es eigentlich gerade geht? Überall lauter Fragezeichen?
Das muss nicht sein! uniVista präsentiert:
Doof It Yourself, die entspannende, leichte Lektüre für den Heimgebrauch.
Der nicht ganz ernst zu nehmende Leitfaden für die Generation Doof. Oberflächlich, platt und eigentlich nicht lustig, zaubert es dennoch ab und an ein Lächeln auf den geneigten Akademiker (Ein Tipp des Buches: Leute imitieren; hier: Goethe).
Der Preis für die All-Round-Lebenshilfe, unfassbar! 0,00 € und das ganz ohne Geld. Frei in der Bibliothek. Ich bin doch nicht blöd! Obwohl das Buch was anderes sagt …
Wer also Bilding, Arbeiting, Unterhalting und Liebing mal aus einer platten Perspektive betrachten mag und sich nicht mit hochtrabenden Worten aus der Affäre stehlen will, der sollte sich die Bild-Brille anziehen und einen Blick auf dieses Kleinod werfen.
Daher schließe ich mit den Worten: “Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet.”
Stefan Bonner & Anne Weiss: Doof it yourself
Signatur: 401889
von Matthias Christ
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Perle der Bibo? – Ein Aufruf!

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Liebe Kommilitonen/innen,
wie wir aus unserer Lesegewohnheiten-Umfrage herauslesen konnten, seid Ihr durchaus als Leseratten zu bezeichnen. Die meisten der Abstimmenden lesen regelmäßig bis viel, sowohl fürs Studium als auch privat. Sie lesen Dramen, Fantasy und anderes. Doch Ihr lest nicht unbedingt während der Vorlesungen. Die habt Ihr fürs Zuhören, chatten und quatschen reserviert. Ihr nutzt Eure freie Zeit, die Zugfahrten sowie die Zeit zwischen den Vorlesungen.
Aber vielleicht haben wir ja auch ein falsches Bild aus der Umfrage heraus erhalten?! Hast Du vielleicht noch gar nicht an der Umfrage teilgenommen? Dann nimm Dir doch bitte einige Minuten Zeit dafür und verwerfe unsere Vermutung.
Sollten unsere Ergebnisse jedoch nicht täuschen, interessiert es uns natürlich brennend, was für Bücher Euch fesseln. Was ergreift Eure Herzen, was regt Euch zum Nachdenken an?
Ihr kennt ein tolles Buch, das Ihr Euren Mitstudenten ans Herz legen wollt? Man kann dieses außerdem in der Bibliothek ausleihen? Und Ihr habt Spaß am Schreiben? Super.
Dann meldet Euch unter redaktion[at]univista.de und Eure Zeilen könnten schon in der nächsten Ausgabe hier stehen.
von Jenniffer Malenz
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Bild von Meike M. Münck

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Zeichnung: Meike M. Münck
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Nachgefragt bei Kyrill Kuritsyn

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In dieser Rubrik stellen wir Euch ab sofort in jeder Ausgabe jemanden vor, der im Rahmen eines Studienaustauschs ein paar Monate oder auch mehr in Vechta verbringt. Die Fragen sind jedes mal die selben, die Leute hoffentlich nicht.
Foto: Stefan Hirsch
Du heißt:
Kyrill Kuritsyn
Du kommst aus:
Schuya, einer kleinen Stadt in Russland
Du studierst:
Germanistik und Sozialwissenschaften
Warum hast Du Dich ausgerechnet für Vechta entschieden?
Die Hochschule Vechta hat mit meiner Universität in Kuritsyn partnerschaftliche Beziehungen.
Was ist hier genauso, wie Du es erwartet hast?
Ehrlich gesagt ist es schwer zu erklären, weil ich vorher noch nie in Deutschland gewesen bin. Nur positives habe ich von dem Wohnheim Sonnenkamp gehört. Und es ist wirklich genauso, wie mir erzählt wurde.
Und was ist völlig anders?
Das Bachelor-/Master-Studium. Und dass man seinen Stundenplan selbst zusammen stellt.
Würdest Du gerne länger bleiben als ursprünglich
vorgesehen?
Ich würde gerne in Deutschland zu ende studieren. Aber bleiben möchte ich nicht, obwohl ich Deutschland sehr mag. Es ist ziemlich kompliziert. Außerdem ist meine Familie in Russland, alle meine Freunde sind auch dort. Ich habe oft Heimweh.
Was machst Du, wenn Du Heimweh bekommst?
Ich besuche Freunde oder telefoniere übers Internet mit meiner Familie oder Freunden in Russland. Manchmal unterhalten wir uns stundenlang, besprechen alle möglichen Themen. Das Heimweh verschwindet dann einfach, die Laune wird sofort wieder gut.
Wo werden die besseren Partys gefeiert?
In Russland. Die Musik ist besser. Außerdem kann ich mit meinen besten Freunden hingehen.
Was gefällt Dir an den Deutschen?
Mir gefällt ihre Mentalität, ihre Hilfsbereitschaft, und das man sich immer gut mit ihnen unterhalten kann.
Und was stört Dich an ihnen?
Ich habe noch nie etwas Negatives mit den Deutschen erlebt.
Hast Du schon mal vorher im Ausland gelebt?
Ich war schon vor dem Studium mehrmals in Deutschland. Zwei Monate habe ich bei einer Gastfamilie gewohnt, im Sommer war ich oft hier, um Bekannte zu besuchen.
Würdest Du zu einem Studienaustausch raten?
Auf jeden Fall! Man lernt die Menschen, die Kultur und die Mentalität des Landes kennen. Die Sprache lernt man irgendwie automatisch. Man bekommt interessante Einblicke. Solche Möglichkeiten darf man auf keinen Fall verpassen.
Sei ehrlich: Nerven Dich diese Fragen?
Nein, diese Fragen nerven mich nicht.
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast!
Das Interview führte Stefan Hirsch.
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Spaghetti und Eierpfannkuchen

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Annette Nordiek vom Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
Hauptspeise
Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan-Käse:
  • 250g Spaghetti
  • 30g Butter
  • 1 kl. Zwiebel
  • 100g Tomatenmark
  • 4-5 Tomaten
  • 30g Mehl
  • 0,8l Brühe, Fond zum Auffüllen
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano
  • Parmesan-Käse
Zunächst erhitzt Du in einem großen Topf Salzwasser und kochst die Spaghetti nach Anleitung auf der dazugehörigen Packung. Während das Wasser zu kochen beginnt, zerlässt Du die Butter in einer Pfanne. Ist dies geschehen, schwitzt Du die Zwiebel darin an und gibst dann die gewürfelten Tomaten bei. Nun schwitzt Du auch das Tomatenmark mit an. Alles mit Mehl bestäuben, mit kalter Brühe auffüllen und einem Schneebesen verrühren. Danach schmeckst Du die Sauce ab und wiederholst dieses nach Zugabe der Kräuter. Die Zutaten müssen nun püriert und durch ein Sieb gestrichen werden. Gib etwas Oregano dazu.
Nachspeise
Eierpfannkuchen mit Nutella und Bananenscheiben:
  • 2 Eier
  • 0,2l Milch
  • 100g Mehln
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Nutella
  • 1 Banane
  • 40g Butter
Eier, Mehl und Milch verrührst Du zunächst und gibst etwas Salz hinzu. Die Butter lässt Du in einer Pfanne zerlaufen und bäckst darin neun ganz dünne Pfannkuchen. Diese legst Du dann auf einen Teller, bestreichst sie mit Nutella und verteilst die frische Banane in feinen Scheiben darauf.
Guten Appetit!
Ausarbeitung: Annette Nordiek
Text: Jenniffer Malenz
Mit freundlicher Unterstützung der Mensa Vechta.
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Und unsere Kinder werden begeistert sein!

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Blick nach vorn und zurück
© khv24 / PIXELIO
Wohlmöglich mit übereinander gelegten Beinen und Pfeife im Mund werden einige von uns ganz nostalgisch vor dem offenen Kaminfeuer sitzen und ihren Kindern erzählen, wie es damals war vor 20 Jahren in einem unbekannten Ort namens Vechta. Das Bild scheint etwas abwegig, zumal es mehr an die Wohnzimmeratmosphäre des Biedermeier-Zeitalters erinnert, als an das Jahr 2030. Und nichtsdestotrotz, ob nun familiäre Gemütlichkeit wiederbelebt wird, oder fliegende Autos am Fenster vorbei zwitschern, irgendwann werden die eigenen Kinder, falls sie denn das Recht auf Leben in unserer verkappten demografischen Zeit finden, uns fragen: “Was ging denn damals ab? Zu Eurer Zeit, in den wilden 2010ern?”
Wehmut und Stolz?
Eine Mischung aus Wehmut und Stolz wird dann unsere Augen zum Leuchten bringen, gepaart mit Mundwinkeln, welche sich leicht nach oben ziehen. Es wird sich geräuspert, in die Hände geklatscht und eine aufrechte Position eingenommen. Die Augen träumerisch abwesend auf die Kinder gerichtet, was soviel bedeuten wird, wie: “Haltet Euch fest: die folgenden Schilderungen aus den Zeiten, als es noch Bachelor und Master zu erkämpfen gab, als die Studienbeiträge noch recht günstig waren und die Studenten halbherzig den Straßenverkehr lahm legten, um gegen die Missstände zu demonstrieren, werden Euch umhauen.”
Harmonie statt Action!
Es wird weit ausgeholt werden, denn Vechta hatte ja 2010 viel zu bieten und die Vergangenheit wird rückblickend immer besser geschildert, als sie wohl tatsächlich war.
Die Zeit, als sich die Studierenden zu Beginn des Jahrzehnts unglaublich vermehrten und den begrenzten Platz zu sprengen drohten, klingt doch sehr erzählenswert. Wenn die Kinder mit neugierigen Ohren lauschen, wird sicherlich auch vertuscht werden, dass jeder zweite Studierende an Vechta etwas auszusetzen hatte, da es wohl zu klein und zu langweilig war. Nein, es wird heißen, dass genau die Studierende die treibende Kraft gewesen ist, welche diesem Nest unglaubliches Leben eingehaucht hat. Die geringe Größe
des Studiums-Ortes hatte sich zwar auch auf den Geist Einzelner niedergelegt, doch meistens wurde wohl die Etikettierung “Nichts los” nicht einfach hingenommen. Nein, Vechta hatte geniale Möglichkeiten für den Zeitvertreib. Vielleicht nicht wie in Berlin, Hamburg, Köln oder München, dafür jedoch umso einzigartiger. Komische Studiengänge und komische Menschen. Hier konnte man sich noch einen Namen machen und die außergewöhnlichsten Gestalten grenzten sich einzigartig von der grauen Masse ab. Die Prüfungen waren leicht zu meistern und die Aufnahme ein Witz. Austauschstudenten sorgten damals für ein multikulturelles Miteinander und das Motto von Vechta hätte “Harmonie statt Action” heißen können. Ja, Vechta hatte unglaublichen Charme. Der immense Frauenanteil gestaltete ein Schlaraffenland für Männer und das Mensa-Essen wurde noch mit Liebe zubereitet.
Fragen?
Wenn wir dann nach gefühlten 2 Tagen fertig sind mit unseren euphorischen Ausführungen, ja dann werden die Kinder uns genervt anschauen und sicherlich ein paar Fragen stellen, auf die uns dann eventuell nicht die richtigen Antworten einfallen werden:
“Warum war denn damals der katholische Anteil noch so hoch? Wie, Euch ist 2010 das Streusalz ausgegangen? Es gab damals noch Schnee und Eis? Musstet Ihr denn immer so viel trinken? Was heißt hier Stadt des Pferdes? Und warum hat es stets nach Gülle gerochen? Was kann denn daran schön gewesen sein? Warum wart Ihr denn alle so komisch?”
“Vechta, liebe Kinder, Vechta! Das könnt Ihr nicht mehr verstehen!”
von Tobias Kunz
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Kilo stemmen und Beulen drücken!

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Wir befinden uns heute in Rico‘s WG-Zimmer. Eine Ansammlung von motivierten Studenten versucht sich einen geeigneten Tagesplan zu erstellen, in welchem vorgesehen ist, weiterhin ihre Genialität in der Welt zu verbreiten …

Es ist Sonntag Nachmittag und unsere WG ergießt sich wieder mühselig in heiterem und anspruchsvollem Geplauder. Studierende sind halt auch außerhalb ihrer Lerntätigkeit stets auf dem Gipfel ihrer geistreichsten Begeisterungsfähigkeit.

So wird sich ereifert über ihre Frische und Jugend. Ihren Stil, ihren Anmut! Es ist nicht zu leugnen, Energie ist in diesem Zimmer quasi so konzentriert, dass man sie förmlich anpacken kann!

Seht sie Euch an! Die Elite! Die zukünftig oberste soziale Klasse unserer Gesellschaft! Das vollkommene Maß an kollektiver Intelligenz!
… aber vorspulen. Und so könnt ihr in der nächsten Ausgabe den weiteren Fortgang auf höchstem Niveau verfolgen. Humor, Anspruch, Action, Spannung und Erotik in einem. Bis zum nächsten Mal!
Texte: Thomas Hülsmann und Tobias Kunz
Kulissen: Thomas Hülsmann
Inspiration: Bistro Geplapper
Fotos: Alexander Dressler
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Staatsfeind Nr. 1?

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Kein Grund auf Party zu verzichten!
Geneigter Leser, Du bist Staatsfeind Nr. 1! Oh ha. Ja, das kommt jetzt überraschend, ich weiß. Aber gehen wir nur mal so zum Spaß davon aus, dass man herausgefunden hat, dass beim Uni-Bäcker letztens mal ein KitKat auf dem Kassenzettel „zu wenig aufgetaucht“ ist (Liebe Leserinnen, an dieser Stelle sei übrigens erwähnt, dass Süßigkeiten auch dick machen, wenn gesehen wird, dass Frau sie kauft), oder Du wiederholt von wahnsinnigem Übermut getrieben in Ullas Bistro gekippelt hast und heimlich morgens Elmex statt Aronal benutzt. Wie dem auch sei, verfolgt Dich nun Polizei, GSG 9, FBI, DLRG, CIA und alles, was sonst noch Rang und Namen hat, um Dein hübsches Popöchen durch die Republik zu jagen. Will Smith würde sich jetzt einen kauzig-grenzdebilen Opi im Kupferkäfig suchen, um mit ihm und ein paar markigen Sprüchen gegen diese Ungeheuerlichkeit in den Kampf zu ziehen. Wäre nicht mein Stil.
Viel spaßiger ist es doch, sich mit allerlei psychoaktiven Substanzen (Kaffee soll hier empfohlen sein) die Birne wegzublasen und mit der geilsten Mucke der Welt auf dem Vechtapferd seine allerletzte Überparty zu feiern. Man stelle sich vor, wie die Beamten gucken würden, wenn man auf dem bronzenen Rücken des stolzen Warwick Rex (so heißt der freakige Gaul) mal so richtig abgehen würde, nur um einfach der grünweißen Front die absolute, unüberbietbare Iss-mir-scheiß-egal-lichste Ignoranz entgegenzuschleudern, die man zu bieten hat. Das Megaphon-Geplärre wird zur tanzbaren Symphonie, das Blaulicht beleuchtet Deine Tanzfläche und die Warnschüsse geben den Takt. Wenn man dann im Kugelhagel eingeht, geht man wenigstens mit Stil. Vorhang, Applaus.
Wem bei dieser Option (nachvollziehbarerweise) ein bisschen das Understatement fehlt, kann auch einfach in die Schuberta gehen und an der ein oder anderen Stelle fallen lassen, dass man polizeilich gesuchter Untergrundkämpfer wider unseren faschistoiden Stasi-Staat sei. Bei halbwegs charismatischem Auftreten wird man Dich sicher – zumindest bis der Spuck vorbei ist – gut verstecken und mit reichlich Billigbier und Büchsenravioli versorgen.
Ich würd´ trotzdem das mit dem Pferd machen.
von Thomas Hülsmann
Ehrlich gesagt habe ich diesen Film mit Will Smith nie gesehen. Auch Bushidos Album habe ich nie gehört. Vielleicht hätte ich mich auf diesem Gebiet mehr bilden sollen, denn plötzlich bin ich Staatsfeind Nr. 1 und weiß nicht so recht warum. Die paar Farbbeutel auf ein paar Politiker? Jedenfalls flimmert mein Gesicht nun über den Bildschirm und Peter Klöppel verkündet dazu, ich sei gefährlich. Ich schalte den Fernseher aus (als Peter an Ulrike abgibt; ich konnte diese beiden eh nie leiden) und frage mich, was ich tun soll.
Anscheinend bin ich gefährlich. Anscheinend werde ich polizeilich gesucht. Mein Gesicht findet sich in den Nachrichten, in den Zeitungen, in den Blogs und selbstverständlich auf der Homepage des BKA.
Der einzige Ausweg, den ich jetzt noch sehe, ist so unauffällig wie möglich in den Zug zu steigen, an die Küste zu fahren und mir ein Segelboot zu kapern. Eine Hochseeyacht. Dann heißt es: “Tschüß Vechta, hallo Dominikanische Republik!” Um den ganzen weiten Weg segeln zu können, habe ich mir natürlich vorher einen umfassenden Vorrat an Büchsenravioli besorgt. Das von Thomas erwähnte Billigbier passte leider nicht mehr in die Kajüte. Ravioli scheinen eine gute Grundlage für einen Hochseetörn zu sein: Tomatensoße gegen Skorbut und reichlich Kohlenhydrate fürs Segeln.
Kaum in dem kleinen Inselstaat angelangt, schmiede ich Pläne für mein weiteres Leben. Wenn ich so böse sein soll, wieso verhalte ich mich nicht einfach so? In der Uni nannte man das Labeling Approach. Aber das ist egal. Ich bin jetzt nicht mehr Sozialarbeiterin, sondern kriminell. Nein, ich meine nicht kriminell im Sinne von Waffen- und Drogenschmuggel. Ich meine: richtig böse. Richtige Bösewichte betreiben Atomkraftwerke und verdunkeln die Sonne. Oder entführen Prinzessinnen. Oder ziehen sich grüne Strumpfhosen an und schweben mit einem grünen Surfbrett durch die Luft, um dann von Spinnenmenschen bekämpft zu werden. Hm. Dieses Schweben ist schwer umzusetzen. Ich könnte mir ein Jetpack besorgen. Ich könnte es aber auch lassen. Stigmatisierung ist eh nicht mein Fall und so viel Geld für ein Jetpack hab ich auch nicht. Der Dominikanische Peso ist eben nichts mehr wert. Egal, ich bleib einfach auf der Insel und verkaufe Strandgut an Touristen. Damit mich trotz meiner politischen Vergangenheit keiner erkennt, kleb ich mir einen falschen Schnurrbart an. Klingt doch solide, oder?
von Pia Klein
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