No 18 – Januar 2011
Inhaltsverzeichnis:
- [↓] PDF: PDF-Version der 18. Ausgabe
- [↓] Verschiedenes: Nachgefragt
- [↓] Studium: Semesterticket – Pro und Contra
- [↓] Studium: Ausgegeben
- [↓] AStA informiert: Der “Dies academicus” der Studierenden
- [↓] Gesellschaft - Studentisches: Sexismus, Rassismus und Toleranz
- [↓] Studium: Der zahnlose Tiger
- [↓] Studentendinner: Käsespätzle mit Tomatenstücken
- [↓] Fundsachen: Anja und der Faulenzer
- [↓] Auf ein Wort - Interviews: “Ich glaube, ein Jahr ist genug”
- [↓] Uni: Esiet sveicinãti Daugavpilï
- [↓] Interviews - Single des Semesters: “Glücklich sein, egal was kommt”
- [↓] Test: Wirst Du Single bleiben? (Version W)
- [↓] Test: Wirst Du Single bleiben? (Version M)
- [↓] Leben: Vechta ist …!
- [↓] Kultur: Hämorrhoiden des Hörfunks
- [↓] Markt: Schokolade mit Salzstangen
- [↓] Rätselecke: Kreuzworträtsel
- [↓] Rätselecke: Gitterrätsel
- [↓] Perlen der Bibo: Gackernd und hüpfend
- [↓] Perlen der Bibo: Foto, Schweiz, Holocaust
- [↓] Literatur - Studentisches: Das Streben nach Wissen – Umfrageergebnisse
- [↓] Perlen der Bibo: Phantásien einmal anders
- [↓] uniPlay: Die nächste WG-Generation
- [↓] Kolumne: Der feine Unterschied
Nachgefragt
Diesmal: Die kalte Jahreszeit - Winter im Kreuzverhör
![]() © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO
Wann beginnt eigentlich der astronomische Winter?
Anders als der meteorologische Winter beginnt der astronomische Winter in der nördlichen Hemisphäre am 21. oder 22. Dezember (Wintersonnenwende) und dauert 89 Tage. Spätestens am 20. bzw. 21. März sollte der kalte Spuk somit endlich vorbei sein.
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![]() © Dieter Schütz / PIXELIO
Weiße Pracht oder eine Finte der Natur, kann Schnee essen gefährlich sein?
Nicht direkt! Schmelzwasser enthält zwar keine Mineralstoffe, jedoch nimmt ein gesunder Mensch genug über die Nahrung auf, um bei gemäßigtem Genuss des „weißen Stoffes“ nicht umzukippen. Lediglich die Verdauung kann der im Magen ankommende Winter auf den Kopf stellen. Aber auch die aus der Atmosphäre aufgenommenen Schmutz- und Schadstoffe würde man sich sonst wohl eher nicht aufs Brot schmieren.
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![]() © uschi dreiucker / PIXELIO
Schadet Schlafen im Winter dem Gedächtnis?
Winterschlaf hat nachgewiesener Maßen negative Folgen für die Gedächtnisleistung. Ein kleines Nickerchen in der Vorlesung sollte jedoch folgenlos bleiben. Und so wird aus „Vergeben und vergessen“ „Vergessen und Verschlafen“.
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![]() © Anne Wurster / PIXELIO
Effektivste Verhütung im Winter?
Nichts essen! Das gilt zumindest für Eisbärenweibchen. Sollten sie nicht genügend Reserven während der Sommermonate angelegt haben, wird die seit dem Frühling vorhandene Eizelle resorbiert. Eine Schwangerschaft ist aufgrund der internen Nahrungsaufnahme dann nicht mehr möglich. Das Tierreich scheint somit die Verhütungspflicht immer noch bei der Frau zu sehen. Ob das „Ei-danach“ massentauglich wird, bleibt abzuwarten.
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![]() © Joujou / PIXELIO
War der größte Mann der Welt knapp 30 Meter groß?
Kein Mensch, aber der größte Schneemann der Welt erreichte 29,43 m. Der Rekordschneemann wurde innerhalb von 10 Tagen in gemeinschaftlicher Arbeit in Ohkura (Japan) erschaffen. Leider blieb von ihm nicht viel übrig, als die Sonne zurückkehrte.
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von Matthias Christ
Semesterticket – Pro und Contra
Herzlich willkommen erweitertes Semesterticket!
Auch ich gehöre zu den Betroffenen, die mit dem Nachgeschmack der eingeschränkten Freiheit zu kämpfen haben und die Erweiterung durchaus begrüßen würden.
Man muss sich mit den Zukunftsvisionen der Uni weiterentwickeln. Es widerspricht sich, wenn die Uni bereits das Feuer entdeckt hat, offene Arme für Entwicklung und Fortschritt sowie für angehende Studenten von überall her ausgestreckt hält, während das Semesterticket immer noch in Fellbekleidung durch die Wälder irrt und sich egoistischerweise auf die Menschen in unmittelbarer Nähe beschränkt.
Des Weiteren ist es ein Fakt, dass die NordWestBahn eine Preiserhöhung plant. 2012 wird der Preis für das bereits vorhandene Ticket 22,70 Euro betragen und weitere Preiserhöhungen sind nicht auszuschließen. Wenn dieser Fall eintrifft, lohnt sich das alte Ticket in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis dann noch? Oder wollen wir mehr Qualität für einen, im Verhältnis zu den neuen Möglichkeiten kleinen Aufpreis?
Man muss sich mit den Zukunftsvisionen der Uni weiterentwickeln. Es widerspricht sich, wenn die Uni bereits das Feuer entdeckt hat, offene Arme für Entwicklung und Fortschritt sowie für angehende Studenten von überall her ausgestreckt hält, während das Semesterticket immer noch in Fellbekleidung durch die Wälder irrt und sich egoistischerweise auf die Menschen in unmittelbarer Nähe beschränkt.
Des Weiteren ist es ein Fakt, dass die NordWestBahn eine Preiserhöhung plant. 2012 wird der Preis für das bereits vorhandene Ticket 22,70 Euro betragen und weitere Preiserhöhungen sind nicht auszuschließen. Wenn dieser Fall eintrifft, lohnt sich das alte Ticket in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis dann noch? Oder wollen wir mehr Qualität für einen, im Verhältnis zu den neuen Möglichkeiten kleinen Aufpreis?

© Erich Westendarp / PIXELIO
Ich halte mir vor Augen, wie flexibel ich dank des neuen Tickets wäre. Ich halte mir vor Augen, wie günstig ich beispielsweise meine Semesterferien gestalten könnte! Wieso nutzen wir nicht die zentrale Lage von Vechta und erleben kleine Abenteuer in den etwas weiter weg liegenden Städten, die eigentlich leicht zu erreichen wären? Was spricht dagegen, dass wir unsere Uni mit der Erweiterung des Semestertickets für unsere zukünftigen Mitstudenten attraktiver gestalten und ihnen ihre Heimfahrten erleichtern?
Ob man will oder nicht, in Zukunft wird sich noch so einiges mehr verändern und man wird es nicht verhindern können. Warum passen wir uns demnach nicht einfach an und ziehen Vorteile daraus?
Dann wäre Vechta kein „B-Plan“ mehr, sondern schon sehr bald eine nette Option, um die sich die Studenten reißen.
Ob man will oder nicht, in Zukunft wird sich noch so einiges mehr verändern und man wird es nicht verhindern können. Warum passen wir uns demnach nicht einfach an und ziehen Vorteile daraus?
Dann wäre Vechta kein „B-Plan“ mehr, sondern schon sehr bald eine nette Option, um die sich die Studenten reißen.
von Johanna-Maria Jaromin
Semesterticket – Mal wieder …
Auf ein Neues: Die Semesterticket-Welle rollt wieder. Der Dauerbrenner für die StuPa-Wahlen, dem Dies academicus oder in der Umfrage des AStA wurde mal wieder entstaubt. Zwar schaffte man erstmalig eine etwas repräsentativere Umfrage dank StudIP, dennoch sollte man irgendwie langsam mal merken, dass es eine Frage ohne Ziel ist. Den Leuten aus Cloppenburg, Bersenbrück, Sullingen oder Lohne bringt das Semesterticket in seiner jetzigen Form fast nichts. Sie dürfen aber trotzdem kräftig löhnen. Im Gegenteil, sie müssen sogar noch Sprit und andere Unterhaltungskosten zahlen, was bei der Verlässlichkeit der Bahn verständlich ist. Viele kennen es vielleicht, wenn der Zug mal wieder 1 ½ Std. Verspätung hat und dafür der Übernächste mit 5 Minuten Verspätung einen irgendwann aus der Kälte erlöst. Die Zug-Ersatz-Lösungen will ich erst gar nicht erwähnen. Eine Erweiterung um einige Strecken, die sie eh nicht nutzen, wäre also nicht gerade zur Freude des Geldbeutels. Und das obwohl bereits viele Studenten auf einen Nebenjob, Bafög oder Studienkredite angewiesen sind. Die außerhalb Niedersachsens Wohnenden Saarländer, Sachsen oder NRWler machen sich erst gar keine Hoffnung auf einen wirklichen Nutzen vom Semesterticket. Am Ende wäre es dann wohl einfach am fairsten wenn jeder seine Zeche zahlt und nicht zu Lasten einiger eine geringe Ersparnis anderer erzeugt wird. Wer fahren will, der soll auch zahlen. Aber wer nicht fahren will, warum sollte der für jemand anderen bezahlen? Schulden machen per BAföG für jemand anderes? Immerhin ist selbst die günstigste Erweiterung noch unterhalb der „deutlichen Erhöhung“ auf 16 Euro und selbst die 22,70 Euro im SoSe 2012 liegen nur geringfügig oberhalb des Metronom-Netzes, mit dessen Hilfe man nicht einmal aus Vechta wegkommt. Anstatt also über eine Neukonzipierung nachzudenken, wäre es vielleicht angebrachter einfach die Kosten runterzuhandeln.
von Matthias Christ
Ausgegeben
Was macht die Uni mit den Studiengebühren?
“Dagegen” ist beinahe jeder, der studiert, Du höchstwahrscheinlich auch: Bei einer Umfrage unter vechtaer Studenten gaben gerade mal drei Prozent an, Studiengebühren ohne Wenn und Aber zu befürworten. Doch welchen Mehrwert bringen die umstrittenen Beiträge eigentlich? Was hat sich durch sie zum Positiven entwickelt? uniVista hat nachgefragt und weiß jetzt, wofür die Gelder verwendet werden.
Damals, als Studierende noch “StudentInnen” waren und lange Haare auf dem Kopf und unter den Armen hatten, reichten bereits um wenige Pfennig erhöhte Mensapreise, um die Massen vom Hörsaal auf die Straßen zu bringen.
Heutige Studentenproteste sind dagegen unambitioniert und zahnlos – sagen die Einen – oder stumpf, und Notwendigkeiten negierend – sagen die Anderen.
Die Wahrheit muss wohl irgendwo dazwischen liegen. Als vor geraumer Zeit die Einführung von Studiengebühren beschlossen wurde, waren die Gegenstimmen laut, die Kontra-Argumente vielschichtig und durchdacht. Gebracht hat es – zumindest in Niedersachsen – trotzdem nichts. Anders als in elf anderen Bundesländern werden Studierende im Nordwesten Deutschlands zur Kasse gebeten.
Dass wir Beiträge entrichten müssen, haben mittlerweile die meisten – mehr oder weniger zähneknirschend – akzeptiert. Doch Wofür zahlen wir eigentlich?
uniVista ist der Frage nachgegangen, und hat sich mit Vizepräsidentin Dr. Marion Rieken und Katharina Genn-Blümlein aus der Pressestelle getroffen, um über die Verwendung von Studiengebühren zu reden.
Heutige Studentenproteste sind dagegen unambitioniert und zahnlos – sagen die Einen – oder stumpf, und Notwendigkeiten negierend – sagen die Anderen.
Die Wahrheit muss wohl irgendwo dazwischen liegen. Als vor geraumer Zeit die Einführung von Studiengebühren beschlossen wurde, waren die Gegenstimmen laut, die Kontra-Argumente vielschichtig und durchdacht. Gebracht hat es – zumindest in Niedersachsen – trotzdem nichts. Anders als in elf anderen Bundesländern werden Studierende im Nordwesten Deutschlands zur Kasse gebeten.
Dass wir Beiträge entrichten müssen, haben mittlerweile die meisten – mehr oder weniger zähneknirschend – akzeptiert. Doch Wofür zahlen wir eigentlich?
uniVista ist der Frage nachgegangen, und hat sich mit Vizepräsidentin Dr. Marion Rieken und Katharina Genn-Blümlein aus der Pressestelle getroffen, um über die Verwendung von Studiengebühren zu reden.
Studiengebühren und Semesterbeitrag
Derzeit sind pro Semester 634,20 Euro an die Uni zu überweisen. Davon sind 134,20 Euro ein sogenannter Semesterbeitrag, mit dem AStA, Studentenwerk und das Semesterticket für die NordWestBahn bezahlt werden. Dieser Posten ist auch an Unis fällig, an denen keine Studiengebühren erhoben werden, er wird von den meisten als angemessen empfunden, Proteste richten sich nahezu ausschließlich gegen die restlichen 500 Euro.
Nicht jeder muss zahlen
Momentan studieren ungefähr 3300 Leute an der Uni Vechta. Die Zahl der Gebührenzahler ist etwas geringer, im letzten Wintersemester überwiesen 2754 Studis an das Immatrikulationsamt. Es gibt einige Ausnahmefälle: Wer ein Kind hat oder Angehörige pflegen muss, ist von der Gebührenpflicht befreit. Für Studierende, die als Opfer einer Straftat schwer verletzt wurden, oder unter chronischen Krankheiten leiden, gelten Härtefallregelungen.
Ein Sonderfall sind auch die Langzeitstudiengebühren-Zahler. Bei ihnen sind je nach Semesterzahl sogar bis zu 934,20 Euro pro Halbjahr fällig. Die Uni sieht davon jedoch nur einen Bruchteil, das meiste muss sie an das Land Niedersachsen abführen.
Im Sommer sind deutlich weniger Leute eingeschrieben. Klar, manch einer ist nach dem Wintersemester mit seinem Studium fertig, Erstis hingegen können nur im Oktober anfangen. 2009 hat die Uni insgesamt 2,68 Mio. Euro eingenommen.
Ein Sonderfall sind auch die Langzeitstudiengebühren-Zahler. Bei ihnen sind je nach Semesterzahl sogar bis zu 934,20 Euro pro Halbjahr fällig. Die Uni sieht davon jedoch nur einen Bruchteil, das meiste muss sie an das Land Niedersachsen abführen.
Im Sommer sind deutlich weniger Leute eingeschrieben. Klar, manch einer ist nach dem Wintersemester mit seinem Studium fertig, Erstis hingegen können nur im Oktober anfangen. 2009 hat die Uni insgesamt 2,68 Mio. Euro eingenommen.
Verwendung vor allem für zusätzliches Personal
Der größte Teil der Einnahmen geht für Personalkosten drauf. Vor allem Dozenten mit dem Titel “Lehrkraft für besondere Aufgaben” werden sowohl komplett als auch teilweise von Studiengebühren bezahlt. Sie werden zusätzlich zu den anderen Lehrenden eingestellt, so dass mehr und kleinere Seminare angeboten werden können. 2009 wurden insgesamt 12,61 Dozentenstellen auf diese Weise geschaffen, die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 708.000 Euro.
Darüber hinaus wird auch nebenberufliches Personal, d. h. Lehrbeauftragte und Tutoren mit den Mitteln der Studenten finanziert, dies ließ sich die Uni vorletztes Jahr ca. 999.000 Euro kosten. Auch hiermit wird dem Wunsch nach weniger überfüllten Seminaren und besserer Betreuung Rechnung getragen.
Weitere 391.000 Euro wandte die Uni für Personal im Verwaltungsdienst auf. Hierzu zählen Mitarbeiter in Studienzentrum, Service-Einrichtungen und Qualitätsmanagement. Insgesamt wurden 2009 78,2% der Studiengebühren ausgegeben, um mehr Angestellte zu beschäftigen.
Ein anderer großer Posten sind die Ausgaben, die für bauliche Maßnahmen anfielen. Über 554.000 Euro investierte die Uni 2009 unter anderem in den Umbau der Bibliothek, die Modernisierung von Laboren und die Schaffung von Arbeitsflächen. Von den Studiengebühren werden nur Baumaßnahmen bezahlt, die den Studierenden unmittelbar zugute kommen. Rechnungen für die Erneuerung der Fassade oder den Umbau des R-Gebäudes werden aus anderen Töpfen beglichen.
Darüber hinaus wird auch nebenberufliches Personal, d. h. Lehrbeauftragte und Tutoren mit den Mitteln der Studenten finanziert, dies ließ sich die Uni vorletztes Jahr ca. 999.000 Euro kosten. Auch hiermit wird dem Wunsch nach weniger überfüllten Seminaren und besserer Betreuung Rechnung getragen.
Weitere 391.000 Euro wandte die Uni für Personal im Verwaltungsdienst auf. Hierzu zählen Mitarbeiter in Studienzentrum, Service-Einrichtungen und Qualitätsmanagement. Insgesamt wurden 2009 78,2% der Studiengebühren ausgegeben, um mehr Angestellte zu beschäftigen.
Ein anderer großer Posten sind die Ausgaben, die für bauliche Maßnahmen anfielen. Über 554.000 Euro investierte die Uni 2009 unter anderem in den Umbau der Bibliothek, die Modernisierung von Laboren und die Schaffung von Arbeitsflächen. Von den Studiengebühren werden nur Baumaßnahmen bezahlt, die den Studierenden unmittelbar zugute kommen. Rechnungen für die Erneuerung der Fassade oder den Umbau des R-Gebäudes werden aus anderen Töpfen beglichen.
Wünsche der Studierenden werden berücksichtigt
Wünsche, Vorschläge und Kritik von Studierenden werden vom Präsidium ernst genommen. Von 2006 bis 2008 gab die Uni insgesamt knapp über 40.000 Euro für Stipendien aus. Dies wurde eingestellt, weil sich in einer Umfrage abzeichnete, dass der Großteil der Befragten dagegen war. Auch mit den verlängerten Bibliotheksöffnungszeiten, die vorletztes Jahr Mehrkosten von fast 75.000 Euro nach sich zogen, reagierte man auf Anregungen der Studenten.
So muss man doch, unabhängig davon, ob man für oder gegen Studiengebühren ist, sie bloß für lästig oder aber für einen Sargnagel des deutschen Bildungssystems hält, eins zugeben: Zumindest hier in Vechta werden sie sinnvoll, durchdacht und vor allem so eingesetzt, dass die Allermeisten davon profitieren. Gerüchte, denen zufolge die Gelder verschwendet würden, oder aber auf dunklen Konten vor sich hin schimmelten, weil die Uni es nicht schaffe, sie auszugeben, sind falsch.
Dass es hingegen immer noch zu Seminarausfällen und überfüllten Veranstaltungen kommt, Bibliotheksbücher vergriffen oder veraltet sind, und Dozenten zu wenig Zeit für ihre Studierenden haben, ist dennoch unvermeidlich. Der Gesamt-Etat der Universität liegt bei ungefähr 18 Mio. Euro. Die Studiengebühren sind zwar eine willkommene Finanzspritze, vervielfacht hat sich das Budget durch sie jedoch nicht.
Und trotzdem, auch wenn die Gelder so verwendet werden, dass sie dem Großteil der Studierenden nützen, ein unguter Nachgeschmack bleibt. Die meisten von uns würden wahrscheinlich gerne auf die zusätzlichen Dozenten, den Bibliotheksumbau und andere Annehmlichkeiten verzichten, wenn dafür auch die 500 Euro Kosten pro Semester wegfielen. Der Schaden hielte sich vermutlich in Grenzen, die besten Universitäten sind nicht automatisch die, an denen Studiengebühren erhoben werden, das verrät beispielsweise die Ranking-Seite des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE).
Doch die Uni ist nicht schuld an den Gebühren, verabschiedet wurden sie vom Niedersächsischen Landtag. Die Hochschulen setzen die Vorschrift lediglich um, über Ja oder Nein entscheiden sie nicht. Ein Regierungswechsel könnte dafür sorgen, dass Niedersachsen das zwölfte Bundesland wird, in dem das Erststudium kostenfrei ist.
Dass es hingegen immer noch zu Seminarausfällen und überfüllten Veranstaltungen kommt, Bibliotheksbücher vergriffen oder veraltet sind, und Dozenten zu wenig Zeit für ihre Studierenden haben, ist dennoch unvermeidlich. Der Gesamt-Etat der Universität liegt bei ungefähr 18 Mio. Euro. Die Studiengebühren sind zwar eine willkommene Finanzspritze, vervielfacht hat sich das Budget durch sie jedoch nicht.
Und trotzdem, auch wenn die Gelder so verwendet werden, dass sie dem Großteil der Studierenden nützen, ein unguter Nachgeschmack bleibt. Die meisten von uns würden wahrscheinlich gerne auf die zusätzlichen Dozenten, den Bibliotheksumbau und andere Annehmlichkeiten verzichten, wenn dafür auch die 500 Euro Kosten pro Semester wegfielen. Der Schaden hielte sich vermutlich in Grenzen, die besten Universitäten sind nicht automatisch die, an denen Studiengebühren erhoben werden, das verrät beispielsweise die Ranking-Seite des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE).
Doch die Uni ist nicht schuld an den Gebühren, verabschiedet wurden sie vom Niedersächsischen Landtag. Die Hochschulen setzen die Vorschrift lediglich um, über Ja oder Nein entscheiden sie nicht. Ein Regierungswechsel könnte dafür sorgen, dass Niedersachsen das zwölfte Bundesland wird, in dem das Erststudium kostenfrei ist.
von Stefan Hirsch
Verwendung der Studiengebühren 2009
(Prozentuale Verteilung gemessen an Gesamtausgaben, gerundet)
![]() Gesamtausgaben 2009: 3.237.844 Euro; Gesamteinnahmen 2009: 2.681.889 Euro
Diagramm: Alexander Dressler; Quelle: AG Studiengebühren der Universität Vechta
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Der “Dies academicus” der Studierenden
17. November 2010 – 11.30 Uhr. In den Gängen unserer Uni herrscht ein reges Treiben. Aber neben dem üblichen Verkehr zwischen den Seminarräumen werden auch Flipcharts, Tische, Plakat- und Stellwände durch die Flure getragen. Die Fachräte bauen zu jener Zeit ihre Informationsstände für den „Dies academicus“ auf. In den Gängen riecht es bereits nach Glühwein und nach Waffeln. Viele der beteiligten Fachräte ergänzen ihre Info-Stände mit dem Verkauf von Glühwein, Waffeln, Keksen, Kaffee oder Softdrinks.
Ziel dieser Informationsstände war es, die Anregungen, die Kritik und die Verbesserungsvorschläge der Studierenden zum Thema „Gutes Studieren“ zu sammeln. Die Meinung der Studierenden sollte hier unmittelbar von den Fachräten aufgenommen, ausgewertet und an die Verwaltungsstellen der Universität weitergeleitet werden. Die Bereitschaft der Studierendenschaft zur Teilnahme war immens.
Alle Stimmen der Studierenden wurden im Anschluss zusammengetragen und ausgewertet. Die angenehme Atmosphäre unserer „kleinen“ Universität, die kurzen Wege zu den Seminaren und Dozenten und selbstverständlich auch die Verpflegung durch die Mensa, waren die positiven Eindrücke der Studierenden. Daneben gab es auch selbstverständlich auch Negatives. Zwei Dinge stachen hierbei aus der Masse der Verbesserungswünsche heraus. Zum einen bemängelten die Studierenden den fehlenden Praxisbezug an der Universität Vechta. Besonders die Fachschaften der Lehramtsfächer wünschten sich eine Art „Praxistag“ in der Woche, wie es ihn bereits an anderen Universitäten des Landes gibt. Der andere große, von den Studierenden vorgebrachte Kritikpunkt war die teilweise starke Überfüllung der Seminarräume. Fachschaftsübergreifend herrschte Konsens im Wunsch nach einer angepassten Raumbelegung an unserer Universität.
Die Studierenden beklagten zudem häufig die Anwesenheitspflicht in den Seminaren und die noch immer nicht einheitlichen Prüfungsleistungen zur Erbringung der nötigen Creditpoints.
Auch die Ausgestaltung des Semestertickets war eines der großen Themen an diesem Tag. Während viele KommilitonInnen kein Semesterticket nutzen, hätten andere Studierende gerne ein umfassenderes Streckenangebot für das Semesterticket und befürworten eine Erweiterung. Die Transparenz bei der Verwendung der Studienbeiträge war ebenfalls eines der am häufigsten angesprochenen Themen der verschiedenen Fachschaften.
Am Abend folgte dann eine offene Podiumsdiskussion, die den Tag abrunden sollte. Hier gingen die ausgewerteten Meinungen der Studierenden ein. Somit bestimmten die Studierenden direkt den Fortgang und die Inhalte der Diskussion. Vertreter des Präsidiums und der Verwaltung der Universität Vechta, der Professoren- und der Studierendenschaft diskutierten rund zweieinhalb Stunden über die Anregungen der Studierenden. Frau Dr. Rieken, Vizepräsidentin der Universität Vechta, eröffnete zunächst die Diskussion und stand den Studierenden im Anschluss, als Teil der Diskussionsrunde, Rede und Antwort. Neben der Vizepräsidentin vertat auch Professor Dr. Winter die Verwaltung. Vertreter der Professorenschaft waren Frau Professorin Dr. Onnen-Isemann und Herr Professor Dr. Möhring-Hesse. Die Studierendenschaft wurde von Alexander Müller (Senat), Maurice Mathéus (AStA) und Christoph Pülm (Geschäftsführung des Studierendenparlaments) repräsentiert. Auch das Qualitätsmanagement und die Zentrale Studienberatung der Universität Vechta waren durch Frau Dr. König und Frau Siemer vertreten. Die Moderation der Podiumsdiskussion übernahm an diesem Abend Mathias Schubert, ebenfalls Teil der Geschäftsführung des Studierendenparlaments. Zusammen mit den rund einhundert Gästen im Publikum, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über das Thema „Gutes Studieren“. Viele der Studierenden im Publikum nutzten den an diesem Abend geschaffenen, kurzen und unmittelbaren Draht zum Präsidium der Universität Vechta und brachten ihre Kritikpunkte in die Diskussion ein.
Das erste positive Ergebnis dieser Podiumsdiskussion ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Bereits einen Tag später lud die Vizepräsidentin der Universität Vechta, nach einer mehr als einjährigen Pause, wieder zu einer Sitzung der „AG Studienbeiträge“ ein. Diese bemüht sich um eine sinnvolle und transparente Verwendung der Studienbeiträge. Die Zentrale Kommission für Lehre und Studium (ZKLS) tagte am 1. Dezember und nahm die Kritik und die Verbesserungswünsche der Studierenden, in einer für alle Interessierten zugänglichen Sitzung, noch einmal auf.
von Keno Müller
Sexismus, Rassismus und Toleranz
Arbeitskreis Antidiskriminierung gründet sich
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„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“
Talmud
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“
Talmud
Sexismus, Rassismus, Aufklärung und Toleranz. Diese Wörter, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, sind in einen Zusammenhang zu dem Spruch zu stellen. Doch muss das wirklich sein, dass wir zu einem Homosexuellen auf einmal „Schwuchtel“ sagen? Ist es denn gerechtfertigt, die Menschen herabzusetzen, nur weil wir Angst haben oder uns irgendwer einmal etwas Negatives über sie gesagt hat? Ist es gerechtfertigt, dass wir uns über sie stellen? Nein, hören wir auf mit der Diskriminierung und das lieber gestern als heute, denn wie in diesem Zitat schon geschrieben, werden die anfänglichen Gedanken am Ende unser Schicksal werden.
Wer sind wir und was haben wir vor?
Wir, der Arbeitskreis Antidiskriminierung, haben uns im Oktober 2010 unabhängig von jeglichen Gremien der Universität Vechta gegründet.
Es soll ein Forum von Universitätsmitgliedern_innen für Universitätsmitgliedern_innen sein. Auch jede_r Interessierte oder Betroffene von außerhalb ist herzlich eingeladen, sich an der Gruppe zu beteiligen. Eines unserer Ziele ist es, mit zahlreichen Aktionen auf verschiedene Formen von Diskriminierung aufmerksam zu machen. Wir wollen über bestimmte Arten der Diskriminierung aufzuklären und auch eine höhere Toleranz für marginalisierte Menschen in unserer Gesellschaft zu vermitteln. Wir haben es uns weiterhin zum Ziel gemacht, mit anderen Gruppen, die ähnliche Ziele verfolgen, zusammenzuarbeiten, wie beispielsweise dem Gleichstellungsbüro an der Universität Vechta.
Es soll ein Forum von Universitätsmitgliedern_innen für Universitätsmitgliedern_innen sein. Auch jede_r Interessierte oder Betroffene von außerhalb ist herzlich eingeladen, sich an der Gruppe zu beteiligen. Eines unserer Ziele ist es, mit zahlreichen Aktionen auf verschiedene Formen von Diskriminierung aufmerksam zu machen. Wir wollen über bestimmte Arten der Diskriminierung aufzuklären und auch eine höhere Toleranz für marginalisierte Menschen in unserer Gesellschaft zu vermitteln. Wir haben es uns weiterhin zum Ziel gemacht, mit anderen Gruppen, die ähnliche Ziele verfolgen, zusammenzuarbeiten, wie beispielsweise dem Gleichstellungsbüro an der Universität Vechta.
Doch was heißt eigentlich Diskriminierung?
Laut Duden bedeuteten die Begriffe “Diskriminierung”/”diskriminieren” die unterschiedliche Behandlung oder Herabsetzung einzelner Menschen oder Menschengruppen. Dabei muss aber jeder Mensch selbst entscheiden können, in welcher Art und Weise er sich diskriminiert fühlt, da wir nicht pauschal sagen dürfen, was jeder Mensch individuell als diskriminierend empfindet. Dies wäre wieder ein Eingriff in seine individuelle Sichtweise und er bekäme wiederum etwas über gestülpt. Doch welche Arten von Diskriminierung gibt es? Dazu zählen zum Beispiel offensichtliche Diskriminierung wie der Rassismus oder Antisemitismus. Diese werden besonders im Alltag durch bestimmte Symbole dargestellt. Auch werden Diskriminierungen im Zusammenhang mit dem Geschlecht, wie Sexismus, Gleichstellung der Geschlechter oder LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) thematisiert. Natürlich werden wir auch einen besonderen Fokus auf die alltäglichen Diskriminierungen legen, die wiederum Unterformen einer Diskriminierung sind. Von indirekter Diskriminierung, über Pauschalierungen bis zum Mobbing, wird jedes Thema dargestellt. Wir freuen uns, wenn wir mit Euch in diesem Jahr in einen regen Austausch treten können.
Gehabt Euch wohl – Euer Arbeitskreis Antidiskriminierung.
von Mathias Dobbeck & Karolin Hartmann
Der zahnlose Tiger
Kommentar zum „Dies academicus“ der Studierenden
Bestandsaufnahme
Der „Dies academicus“ der Studierenden war eine stressige, aber auch produktive und nicht zuletzt erfolgreiche Zeit. Die Arbeit der zuständigen Gremien, die Resonanz der Studenten und die abschließende Diskussion sollen daher auf jeden Fall gewürdigt bleiben.
Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack, der das Thema „Gutes Studieren – Studierendenwellness“ begleitet. Bereits zu Beginn wurden die Fachräte in der Vollversammlung der Fachräte erst am 3.11. über die am 17.11. anstehenden organisatorischen Maßnahmen informiert. Viele der Fachräte aber beispielsweise befanden sich gerade in dieser eh schon kurzen Zeit von 14 Tagen noch in der Neuformierung bzw. mussten erst noch neugewählt werden. Dass die Ergebnisse trotz dieser Widrigkeiten doch so positiv waren, lässt auf eine gute Organisation innerhalb der einzelnen Fachschaften schließen. Die Frage, warum gerade die Studentenschaft, als zahlenmäßig größter Anteil nur so wenig Zeit bekam, bleibt dennoch im Raum und nach Verursachern zu suchen, scheint wie immer in einem Spiel „Schwarzer Peter“ zu enden. Zu gutem Studieren sollte eben auch gehören, genug Zeit zu haben, sich angemessen vorbereiten zu können. Die Folgen dieses Organisationsengpasses sind deutlich spürbar. Aufgrund mangelnder Resonanz sind keine aussagekräftigen Rückmeldungen gekommen. Das Resultat: Der zuvor angekündigte offene Gesprächsaustausch wurde abgesagt. Nun würde es zu weit gehen eine strukturell gewollte Benachteiligung der Studenten zu unterstellen. Dennoch hätte man derartige Dinge vor der Organisation des Ganzen sicherlich überschauen können.
Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack, der das Thema „Gutes Studieren – Studierendenwellness“ begleitet. Bereits zu Beginn wurden die Fachräte in der Vollversammlung der Fachräte erst am 3.11. über die am 17.11. anstehenden organisatorischen Maßnahmen informiert. Viele der Fachräte aber beispielsweise befanden sich gerade in dieser eh schon kurzen Zeit von 14 Tagen noch in der Neuformierung bzw. mussten erst noch neugewählt werden. Dass die Ergebnisse trotz dieser Widrigkeiten doch so positiv waren, lässt auf eine gute Organisation innerhalb der einzelnen Fachschaften schließen. Die Frage, warum gerade die Studentenschaft, als zahlenmäßig größter Anteil nur so wenig Zeit bekam, bleibt dennoch im Raum und nach Verursachern zu suchen, scheint wie immer in einem Spiel „Schwarzer Peter“ zu enden. Zu gutem Studieren sollte eben auch gehören, genug Zeit zu haben, sich angemessen vorbereiten zu können. Die Folgen dieses Organisationsengpasses sind deutlich spürbar. Aufgrund mangelnder Resonanz sind keine aussagekräftigen Rückmeldungen gekommen. Das Resultat: Der zuvor angekündigte offene Gesprächsaustausch wurde abgesagt. Nun würde es zu weit gehen eine strukturell gewollte Benachteiligung der Studenten zu unterstellen. Dennoch hätte man derartige Dinge vor der Organisation des Ganzen sicherlich überschauen können.

Foto: Alexander Dressler
Die Verwertung
Wie aber geht es nun weiter? Die Diskussion war im Vorfeld als konstruktiv und kooperativ angekündigt worden, um Studienbedingungen aktiv zu verbessern. Was geschieht nun aber mit den eingebrachten Vorschlägen, Anmerkungen und Protesten? Viele der Themen, die die Fachschaften gesammelt haben, sind häufig sehr speziell und gehen in einer breiten Podiumsdiskussion verloren. Gerade diese kleinen Schrauben sind es jedoch häufig und nicht die besprochenen eigentlich eh schon bekannten Themen wie das Semesterticket, Anwesenheitslisten und Modulprüfungen, die das Wohl des Einzelnen ausmachen. Es ist darüber hinaus noch kontrovers, was mit den gefundenen Ressourcen „Dinge, die bereits gut sind“ passieren soll. Im Sinne der Qualität sollten gerade diese bereits geschaffenen Kompetenzen als zukünftige Felder der Optimierung angesehen werden. Zu hoffen ist, dass sie daher nicht zu bloßen Marketingzwecken à la „Unsere Studenten bescheinigen: Wir sind gut in den und den Sachen“ werden. Wer einen solchen Tag der Lehre macht, muss sich darüber im Klaren sein, dass damit eine Politik des Vertröstens unvereinbar ist und Resultate umso mehr zählen, da Argumente ressourcen-orientiert, kooperativ und sachlich vorgetragen wurden.
Nachdem also Probleme angesprochen worden, müssen nun Lösungen gefunden, finanzierbar gemacht und durchgeführt werden. Terminierte Zusagen von verbindlicher Qualität sollten das Hauptziel sein. Es ist zu hoffen, dass die besprochenen Dinge nicht am Ende erst beim nächsten Studentenprotest auftauchen.
Zumindest in Sachen Transparenz der Studiengebühren sind schon erste Erfolge zu erkennen und so beispielsweise eine genauere Aufschlüsselung in dieser Ausgabe zu finden. Auch wenn dieser Erfolg mehr die Einlösung eines Versprechens aus dem vergangen Jahre darstellt. Im Sinne der Studienbedingungen können wir nur hoffen, dass alle Beteiligten die Vorarbeit nicht versanden lassen.
Nachdem also Probleme angesprochen worden, müssen nun Lösungen gefunden, finanzierbar gemacht und durchgeführt werden. Terminierte Zusagen von verbindlicher Qualität sollten das Hauptziel sein. Es ist zu hoffen, dass die besprochenen Dinge nicht am Ende erst beim nächsten Studentenprotest auftauchen.
Zumindest in Sachen Transparenz der Studiengebühren sind schon erste Erfolge zu erkennen und so beispielsweise eine genauere Aufschlüsselung in dieser Ausgabe zu finden. Auch wenn dieser Erfolg mehr die Einlösung eines Versprechens aus dem vergangen Jahre darstellt. Im Sinne der Studienbedingungen können wir nur hoffen, dass alle Beteiligten die Vorarbeit nicht versanden lassen.
von Matthias Christ
Käsespätzle mit Tomatenstücken

Matthias Wehri, Koch im Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
Vorspeise
Altdeutsche Kartoffelsuppe:
- 350 g Kartoffeln
- 50 g Mettenden
- 150ml Milch
- je 40 g Karotten, Sellerie und Porree, sowie Senf, weißen Pfeffer, Majoran, Liebstöckel und Salz zum Würzen
Als Erstes schälst Du die Kartoffeln und schneidest sie anschließend in kleine Würfel. Die Mettenden werden in Scheiben geschnitten und angebraten. Zusammen mit dem Wasser fügst Du nun die Kartoffeln hinzu und kochst sie in 250 ml Wasser etwa 5-10 Minuten gar. Währenddessen kannst du das Gemüse klein würfeln und anschließend zum Garen mit in die Pfanne geben.
Zum Schluss kommen noch, je nach Belieben, etwas Salz, Pfeffer, Senf dazu sowie die gehackten, frischen Kräuter.
Zum Schluss kommen noch, je nach Belieben, etwas Salz, Pfeffer, Senf dazu sowie die gehackten, frischen Kräuter.
Hauptspeise
Käsespätzle mit Tomatenstücke:
- 320 g Spätzle
- 120 g Tomaten (gewürfelt)
- 200 g geraspelter Käse
- 240 g Margarine
- 80 g Zwiebeln (gewürfelt)
- 250 g Mehl
- 100 ml Sahne
- 1/2 l Milch
Gib die Spätzle in Salzwasser und lass sie nach Angabe kochen. Für die Rahmsoße lässt Du die Zwiebelwürfel in einer Pfanne anschwitzen und gibst die Margarine sowie das Mehl hinzu. Lass alles weiter anschwitzen. Gib die Milch und die Sahne hinzu und lass die Masse aufkochen. Würze die Soße nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Zucker und Muskat nach. Gieß nun das Nudelwasser ab und gib die Spätzle in eine Auflaufform. Verteile die Tomatenstücke darüber und übergieße alles mit der Rahmsoße. Bestreue nun alles mit dem Käse und gib die Form für ca. 20 Minuten bei 180 Grad in den Backofen.
Nachspeise
Heißer Schokoladenpudding:
- 0,6 l Milch
- 60 g Zucker
- 50 g Kochpudding Schokolade
- 1 Tütchen geschnittene Mandeln
Zuerst gibst Du die Milch in einen großen Kochtopf. Dann rührst Du den Zucker und das Puddingpulver in die noch kalte Milch ein. Während Du die Milch mit den Zutaten nun langsam aufkochen lässt, solltest Du ständig rühren. Vorsicht, die Milch brennt sehr leicht an! Sobald der Pudding in dem gewünschten Zustand ist, füllst Du ihn in kleine Schüsseln und streust jeweils ein paar Mandelblätter darüber. Am Besten schmeckt der Pudding, wenn er noch warm ist!
Guten Appetit wünschen das Studentenwerk Osnabrück und die uniVista Redaktion!
Ausarbeitung: Matthias Wehri
Text: Freya Kuhn & Jenniffer Malenz
Anja und der Faulenzer
Was wäre die Uni ohne sie – unsere Sachen, die wir in ihr hinterlassen? Wir finden sie wieder an einer Garderobe, im Fundbüro vor B1, in der Bibliothek in einer kleinen Kiste, in der sich schon so einiges befindet, oder aber nie.
Nachdem wir leider feststellen mussten, dass sich der Besitzer des Rucksacks, über den wir in der letzten Ausgabe berichteten, nicht aufgefunden hat, hoffen wir, dass sich bei unseren heute vorgestellten Sachen jemand angesprochen fühlt und sie abholt.
Hier nun einige der sonderbarsten Fundsachen:
Hier nun einige der sonderbarsten Fundsachen:
Das Namensschild
Ich für meinen Teil habe diesmal immerhin einen Namen: Anja. Ich sah Dein Namensschild bei der Suche nach einem vorstellbaren Gegenstand für die aktuelle Ausgabe. Gleich schon dachte ich die Besitzerin zu kennen und erfreute mich einer tollen Story. Zwar lag ich richtig mit meiner Vermutung, dass diese Anja einen solchen Anhänger besitzt, nur (leider) befand dieser sich in ihrer Tasche – zwar verschollen darin, aber nicht verloren. Und somit suche ich weiterhin nach Dir, Anja, deren rosarotes Namensschild fröhlich im Fundbüro glitzert, während alles andere um es herum einstaubt. Welch Glück hätte Dein Anhänger, wenn er sich auch bald wieder bei Dir befände? Komm, raff Dich auf und hol ihn Dir beim Fundbüro ab.
von Jenniffer Malenz
Faulenzer 42
Scheinbar wird Nichts häufiger zurückgelassen als Stiftbehälter. Doch bei uns ist der Einzelne noch was wert. Die uniVista kämpft wider das Vergessen.
Ich weiß es, kleiner Faulenzer-Freund, Du bist einzigartig. Auch wenn Dich das Schicksal auf so mysteriöse Weise in ein Meer aus Deinen Leidensgenossen gespült hat, bist Du doch so anders. Über und unter Dir türmen sich die Normalen, Farbfreien, Beliebigen. Die, die nicht Du sind. Wie ein Leuchtturm der Personalität reckst Du Dich aus der Masse hervor und strahlst so charismatisch wie ein Faulenzer, der in einem Fundbüro dem Ende seiner Tage entgegen fristet, eben nur strahlen kann. Oh, du leuchtende Sonne des Stiftebeinhaltens, Du Aurora des Kuli-Managements. Wer wagte es Dich achtlos an einem so banalen Ort wie einem Seminarraum zurückzulassen, wo Du doch die Schreibutensilien von Königen sortieren könntest?
Wer da draußen vermisst einen ganz besonderen Teil seines Lebens? Wer da draußen sucht, was ihm zum Fleiß fehlt? Ich weiß, dass es Dich gibt. Du hast nicht nur einen x-beliebigen Faulenzer zurückgelassen, sondern einen Freund. Und Freunde lässt man nicht im Stich. Ich habe doch gespürt, dass es da eine Verbindung gibt. Ihr gehört zusammen und die uniVista will Euch helfen. Einsamer Student, schaue dir das Foto genau an. Kennt ihr euch? Denn ein Student ohne Faulenzer ist doch wie Charlie Sheen ohne Koks: sympathisch, aber nicht in der Lage zu arbeiten.
Ich weiß es, kleiner Faulenzer-Freund, Du bist einzigartig. Auch wenn Dich das Schicksal auf so mysteriöse Weise in ein Meer aus Deinen Leidensgenossen gespült hat, bist Du doch so anders. Über und unter Dir türmen sich die Normalen, Farbfreien, Beliebigen. Die, die nicht Du sind. Wie ein Leuchtturm der Personalität reckst Du Dich aus der Masse hervor und strahlst so charismatisch wie ein Faulenzer, der in einem Fundbüro dem Ende seiner Tage entgegen fristet, eben nur strahlen kann. Oh, du leuchtende Sonne des Stiftebeinhaltens, Du Aurora des Kuli-Managements. Wer wagte es Dich achtlos an einem so banalen Ort wie einem Seminarraum zurückzulassen, wo Du doch die Schreibutensilien von Königen sortieren könntest?
Wer da draußen vermisst einen ganz besonderen Teil seines Lebens? Wer da draußen sucht, was ihm zum Fleiß fehlt? Ich weiß, dass es Dich gibt. Du hast nicht nur einen x-beliebigen Faulenzer zurückgelassen, sondern einen Freund. Und Freunde lässt man nicht im Stich. Ich habe doch gespürt, dass es da eine Verbindung gibt. Ihr gehört zusammen und die uniVista will Euch helfen. Einsamer Student, schaue dir das Foto genau an. Kennt ihr euch? Denn ein Student ohne Faulenzer ist doch wie Charlie Sheen ohne Koks: sympathisch, aber nicht in der Lage zu arbeiten.
von Thomas Hülsmann
Alles Gute und frohes Nicht-Vergessen wünscht Eure uniVista-Redaktion.
![]() Fotos: Jenniffer Malenz
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“Ich glaube, ein Jahr ist genug”
Auf ein Wort mit Austauschstudent Wang Chenye
In dieser Rubrik stellen wir Euch regelmäßig jemanden vor, der im Rahmen eines Studienaustauschs ein paar Monate oder auch mehr in Vechta verbringt. Die Fragen sind jedes mal die selben, die Antworten hoffentlich nicht.

Du heißt:
Wang Chenye
Du kommst aus:
Ich komme aus der Stadt Chansha und Hunan ist die Provinz. In China sagt man dazu Provinz nicht Bundesland. Das ist in Südchina. Mao Zedong kommt aus der selben Stadt.
Du studierst:
Germanistik und Sozialwissenschaften
Warum hast Du Dich ausgerechnet für Vechta entschieden?
Unsere Deutsche Fakultät hat partnerschaftliche Beziehungen mit Vechta und auch mit Konstanz. In Konstanz muss man für 2 Jahre studieren, in Vechta nur für ein Jahr. Ich glaube, ein Jahr ist genug.
Was ist hier genauso, wie Du es erwartet hast?
Die schöne Landschaft. Ich denke, Deutschland ist ein typisch europäisches Land und hier gibt es nicht so viele ältere Gebäude wie in den anderen EU-Ländern. Hier sind die Häuser sehr modern.
Und was ist völlig anders?
Ehrlich gesagt: Das Essen in Deutschland gefällt mir nicht so.
Der Verkehr in Deutschland ist super, nicht so wie in China. Wenn ein Auto kommt, hält das Auto und ich gehe weiter. In China muss man aufpassen, ob ein Auto kommt oder nicht. Und wir müssen warten, bis das Auto fährt.
Der Verkehr in Deutschland ist super, nicht so wie in China. Wenn ein Auto kommt, hält das Auto und ich gehe weiter. In China muss man aufpassen, ob ein Auto kommt oder nicht. Und wir müssen warten, bis das Auto fährt.
Würdest Du gerne länger bleiben als ursprünglich vorgesehen?
Ein Jahr reicht. In China muss ich noch ein Jahr an meiner Heimatuni studieren. Später, wenn ich eine Arbeit habe und die Chance dazu habe, möchte ich noch einmal nach Deutschland, aber auch nicht so lange bleiben.
Was machst Du, wenn Du Heimweh bekommst?
Ich quatsche mit meiner Mutter im Internet.
Wo werden die besseren Partys gefeiert?
In China machen die Jugendlichen oder Studenten nicht so viel Party wie hier. Ich war auf der Uniparty in der Wunderbar, aber die hat mir eigentlich nicht gefallen.
Was gefällt Dir an den Deutschen?
Die meisten Deutschen, die ich getroffen habe, sind sehr nett und sehr hilfsbereit.
Und was stört Dich an ihnen?
Die deutschen Studenten trinken sehr viel Alkohol. Ich mag das nicht so. Viele Mädchen rauchen auf der Straße. Das ist in China nicht so.
Hast Du schon mal vorher im Ausland gelebt?
Nein.
Würdest Du zu einem Studienaustausch raten?
Ja. Besonders weil man die Sprache und die kulturellen Unterschiede sehr gut lernen kann.
Sei ehrlich: Nerven Dich diese Fragen?
Nein! Das finde ich interessant.
Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast!
Das Interview führte Tobias Kunz.
Esiet sveicinãti Daugavpilï
Unsere Partneruniversität in Lettland

Deutschland (Vechta) – Lettland (Daugavpils)
Es ist keine gewöhnliche Strecke durch Europa, es kommt einem eher vor, wie eine Reise in die Vergangenheit. Zwischen stillgelegten Fabriken und Betrieben schlummern baufällige Häuser und rasen alte deutsche Autos. An all den schönen Herbsttagen liegt stets der Geruch von Brennholz in der Luft. Willkommen in Lettland: uniVista zu Besuch in Daugavpils – Ein persönlicher Eindruck.
Es ist schon merkwürdig. Ich könnte auf einer Landkarte ganz genau wiedergeben, wo ich mich soeben befinde. Der Finger würde auf einen östlichen Fleck Lettlands zeigen. Mein Gefühl sagt mir jedoch etwas Anderes: Ich steuere auf den Rand unserer geliebten Erde zu. Alles dunkel und unbekannt.
Das ist natürlich totaler Quatsch. Mein Gehirn liefert mir lediglich ein Bild der Ahnungslosigkeit. Östlicher bin ich nämlich nie gewesen und der alte Zug, welcher sich durch die finstere Nacht schlängelt, verstärkt natürlich diese eigene, fast peinliche Wahrnehmung.
Das ist natürlich totaler Quatsch. Mein Gehirn liefert mir lediglich ein Bild der Ahnungslosigkeit. Östlicher bin ich nämlich nie gewesen und der alte Zug, welcher sich durch die finstere Nacht schlängelt, verstärkt natürlich diese eigene, fast peinliche Wahrnehmung.
Nächster Halt Daugavpils
“Nãkamã pietura: Daugavpils”, raunt eine Frauenstimme durch den Lautsprecher. In Lettland sollte man sich hüten, sofort aus dem Zug zu springen, wenn man aus all den fremden, lettischen Worten den Namen der Stadt hört, bei der man aussteigen möchte. Die kommende Haltestelle wird eine Station früher angesagt und nicht während der Fahrt. Also bleibe ich ungeduldig sitzen. Ich bin in solchen Situationen glücklicherweise nicht auf mich allein gestellt. In Begleitung meiner einheimischen Freundin kann mir eigentlich nichts passieren. Dennoch male ich mir aus, wie eine Grenzkontrolle mich unsanft durchsucht. Weißrussland ist nämlich nur 35 km entfernt, zur litauischen Grenze sind es sogar lediglich 25 km.
Als ich aussteige, überlege ich, wie viele Studenten aus Vechta wohl vor mir hier gewesen sind. Viele können das nicht gewesen sein. Kein einziger Studierender von der Universität in Daugavpils wird mir später sagen, dass er je mit einem Deutschen Bekanntschaft geschlossen hat. Unser International Office bestätigt zumindest die Aussage, dass die letzten zwei Jahre keiner unserer Studierenden den Weg nach Daugavpils gefunden hat.
Als ich aussteige, überlege ich, wie viele Studenten aus Vechta wohl vor mir hier gewesen sind. Viele können das nicht gewesen sein. Kein einziger Studierender von der Universität in Daugavpils wird mir später sagen, dass er je mit einem Deutschen Bekanntschaft geschlossen hat. Unser International Office bestätigt zumindest die Aussage, dass die letzten zwei Jahre keiner unserer Studierenden den Weg nach Daugavpils gefunden hat.
Einblick
Willkommen also in der zweitgrößten Stadt Lettlands, zu deutsch auch gern Dünaburg genannt. Hier erwarten einen 100.000 Einwohner, wobei zu beachten ist, dass 80 bis 90% russisch stämmig sind. Wer also ein stolzes Repertoire an gelernten lettischen Wörtern vorweisen kann, sollte sich auf kleine Enttäuschungen vorbereiten:
Denn Lettland war Teil der Sowjetunion und in diesen Zeiten wurde die russische Einwanderung staatlich angeordnet und, obwohl seit der Unabhängigkeit 1991 Lettisch wieder die Amtssprache ist, wird dennoch in Daugavpils überwiegend russisch gesprochen.
Die Geschichte des Landes spiegelt sich in den Spannungen zwischen den Menschen. Viele Letten berichten mir, dass sie sich nicht sonderlich heimisch fühlen im „russischen“ Daugavpils und dennoch scheint es, gehen Russen und Letten Hand in Hand. Ich erlaube mir kein Urteil über bestehende Konflikte. Ich bin nur ein „reicher Deutscher“ in einem der ärmsten Länder der EU. Und das sieht man mir anscheinend auch an. Mein Gesicht kann anscheinend meine Herkunft nicht verleugnen.
Denn Lettland war Teil der Sowjetunion und in diesen Zeiten wurde die russische Einwanderung staatlich angeordnet und, obwohl seit der Unabhängigkeit 1991 Lettisch wieder die Amtssprache ist, wird dennoch in Daugavpils überwiegend russisch gesprochen.
Die Geschichte des Landes spiegelt sich in den Spannungen zwischen den Menschen. Viele Letten berichten mir, dass sie sich nicht sonderlich heimisch fühlen im „russischen“ Daugavpils und dennoch scheint es, gehen Russen und Letten Hand in Hand. Ich erlaube mir kein Urteil über bestehende Konflikte. Ich bin nur ein „reicher Deutscher“ in einem der ärmsten Länder der EU. Und das sieht man mir anscheinend auch an. Mein Gesicht kann anscheinend meine Herkunft nicht verleugnen.
Stadtbild
Die Stadt bietet dem Studenten von heute alles, was man sich in einem gewissen Zeitraum wünschen kann: Theater, Disco, Bowlingbahn, Eishalle, Kinos, Bibliotheken, einladende Parks sowie urgemütliche Kneipen. Wer sich darüber hinaus mit der Geschichte der Stadt beschäftigen möchte, sollte sich Sehenswürdigkeiten wie die beeindruckende Festung von Daugavpils, die letzte und einzige in ihrer Art erhaltene Schutzbaute aus dem 19. Jahrhundert, anschauen. Viele Kirchen prägen zudem das Stadtbild. Bei wem die Begeisterung für kulturelle Dinge auf der Strecke geblieben ist, kann sich an dem Fluss Daugava erfreuen oder generell die schöne Landschaft genießen.
Die Universität
Solltest Du vorhaben, durch einen Erasmusvertrag ein Semester lang die lettische Luft zu schnuppern, kannst Du dies als Erziehungswissenschaftler, zukünftiger Lehrer oder Student der Geschichte tun. Sicher läuft Dir ab und an auch mal ein deutscher Dozent über den Weg. Zumindest werden von Vechta ausgehend regelmäßig Lehraufenthalte durchgeführt. Dies betrifft Bereiche der Sozialen Arbeit sowie der Geschichte. Die Universität ist die zweitgrößte Lettlands und als solche seit Mitte der Neunziger Jahre anerkannt. Sie bietet ein angenehmes Klima, die vier einzelnen zugehörigen Gebäude sind in kurzer Zeit als Fußgänger zu erreichen. Man unterscheidet fünf verschiedene Fakultäten: Humanwissenschaften, Sozialwissenschaften, Musik und bildende Kunst, Naturwissenschaften und Mathematik, Pädagogik und Management.
Zwei Mal im Monat veranstaltet zudem die Univer-
sität eine Party in einem Schuppen namens Banzai. Wer sich schon in der Wunderbar wohlfühlt, wird auch in diesem Trance-Universum seine Freuden haben.
Auch ein reichhaltiges Sportangebot sorgt für Deine Gesundheit. Kleiner Tipp: Lettland ist verrückt nach Eishockey. Der Gang als Anfänger auf das Eis sollte also gut überlegt sein.
Zwei Mal im Monat veranstaltet zudem die Univer-
sität eine Party in einem Schuppen namens Banzai. Wer sich schon in der Wunderbar wohlfühlt, wird auch in diesem Trance-Universum seine Freuden haben.
Auch ein reichhaltiges Sportangebot sorgt für Deine Gesundheit. Kleiner Tipp: Lettland ist verrückt nach Eishockey. Der Gang als Anfänger auf das Eis sollte also gut überlegt sein.
![]() Universität: Fakultät Humanwissenschaften
Foto: Tobias Kunz
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“Wie gefällt es Dir in Lettland?”
Natürlich ist dies eine der meist gestellten Fragen der einheimischen Menschen und immer fällt mir die Antwort sehr schwer. Ich verschweige meine Gedanken, nachdem ich bedacht habe, dass meine unpatriotische Einstellung mit der anderer Nationen nicht mithalten kann. Ohne jemanden zu kränken sage ich: sehr gut. Geglaubt hat es wahrscheinlich keiner. Denn die Wahrheit ist: Der Lebensstandard ist meilenweit von dem in Deutschland entfernt. Dies zeigt sich insbesondere an und bedauerlicherweise auch in den Gebäuden. Damit meine ich nicht die Vorzeigestadt Riga, sondern die Ecken Lettlands, welche man als Tourist nicht unbedingt aufsucht. Darunter fällt teilweise auch Daugavpils und speziell die einzelnen Dörfer. Wo kein Geld liegt, kann auch nichts blühen. Es ist ziemlich grau in diesem Land, trotz schöner Landschaft. Wer ein Faible für das Vergangene hat, ist jedoch gut in Daugavpils aufgehoben. Und sind wir mal ehrlich: Die optische Ähnlichkeit mit einzelnen Flecken Ostdeutschlands kann man nicht verleugnen.
All zu fremd muss man sich sowieso nicht fühlen. Ich konnte keinen großen Unterschied zwischen deutscher und lettischer Mentalität feststellen, zumindest nicht innerhalb der Jugend. Ist die Sprachbarriere überwunden, stellt sich schnell heraus, dass hinter der scheinbaren Unfreundlichkeit die selben Studenten stecken, wie man sie auch in Vechta findet. Jedoch, und das sollte man sich stets vor Augen halten: mit weitaus mehr existenziellen Ängsten und Sorgen. Mehr als eine traurige Philosophie, sondern bittere Realität ist folgender Satz, welcher mir wiedergegeben wurde: “Lernen, Lernen, Lernen, lebenslanges Lernen, weil wir eh keine Arbeit finden!”
All zu fremd muss man sich sowieso nicht fühlen. Ich konnte keinen großen Unterschied zwischen deutscher und lettischer Mentalität feststellen, zumindest nicht innerhalb der Jugend. Ist die Sprachbarriere überwunden, stellt sich schnell heraus, dass hinter der scheinbaren Unfreundlichkeit die selben Studenten stecken, wie man sie auch in Vechta findet. Jedoch, und das sollte man sich stets vor Augen halten: mit weitaus mehr existenziellen Ängsten und Sorgen. Mehr als eine traurige Philosophie, sondern bittere Realität ist folgender Satz, welcher mir wiedergegeben wurde: “Lernen, Lernen, Lernen, lebenslanges Lernen, weil wir eh keine Arbeit finden!”
von Tobias Kunz
Bilderalbum
“Glücklich sein, egal was kommt”
Die Single-Frau des Semesters

Wie es in der Redaktion zu dem revolutionären, am Anfang noch nett belächeltem Einfall kam, einen “Single des Semesters” vorzustellen, um einen Noch-Single glücklich zu machen, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass die Idee für ambivalente Stimmungen unter den Redaktionsmitgliedern gesorgt hat. Den Vergleich mit der Bravo nur einmal am Rande angesprochen. Doch allen Kritiken zum Trotz konnte sich die Idee schließlich durchsetzen, sodass in dieser uniVista erstmals ein Single vorgestellt wird.
Letztendlich auch einen Single zu finden, stellte sich als eine weitere Herausforderung heraus und schwieriger, als ich am Anfang gedacht hätte.
Wenn Ihr die mysteriöse Single-Frau kennenlernen wollt, schreibt doch einfach eine E-Mail an single_uv18[at]univista.de. Sie kann dann zwischen den hoffentlich zahlreichen Einsendungen auswählen und uniVista spendiert anschließend einen Kaffee beim ersten Date in der Caféte.
Viel Spaß beim Rätseln und Kennenlernen wünscht das uniVista-Team.
Letztendlich auch einen Single zu finden, stellte sich als eine weitere Herausforderung heraus und schwieriger, als ich am Anfang gedacht hätte.
Wenn Ihr die mysteriöse Single-Frau kennenlernen wollt, schreibt doch einfach eine E-Mail an single_uv18[at]univista.de. Sie kann dann zwischen den hoffentlich zahlreichen Einsendungen auswählen und uniVista spendiert anschließend einen Kaffee beim ersten Date in der Caféte.
Viel Spaß beim Rätseln und Kennenlernen wünscht das uniVista-Team.
Name:
(soll nicht genannt werden)
Geschlecht:
Weiblich
Studiengang:
Bachelor Combined Studies
Haarfarbe:
Laut Verpackung gold-braun
Augenfarbe:
Je nach Licht grau oder blau-grün
Besonderes Erkennungsmerkmal:
vom Glück verfolgt
Deine größte Schwächen:
immer als Letzte in der Vorlesung, Pommes mit Mayo
Eigenschaften, die dein Traummann mitbringen sollte:
Biertrinker aus Leidenschaft und es muss einfach passen.
Für was würdest Du sterben?
Pizza mit Ananas, Pilzen, Spinat und viel Knoblauch;
ein Land im Herzen und auf Schritt und Tritt dabei zu haben; den Sternenhimmel
ein Land im Herzen und auf Schritt und Tritt dabei zu haben; den Sternenhimmel
Dein perfekter Tag …
… beginnt mit einem Frühstück im Bett, dazu Charly und Alan Harper (Charaktere aus Two and a Half Men, Anm. d. Red.) und endet mit flüssigem Gold in Glas mit guten Freunden.
Der Sinn des Lebens:
Glücklich sein, egal was kommt.
Was kannst Du Deinem Traummann bieten:
Schlagfertigkeit mit einem Schuss Chaos
Auf der Playlist ganz weit oben:
Soothe me (Beatsteaks)
Was Freunde über Dich sagen:
„An einem fies verschneiten Tag lässt sie die Sonne aufgehen.“
„lebensbejahend und liebenswert, unpünktlich aber voller Tatendrang“
„lebensbejahend und liebenswert, unpünktlich aber voller Tatendrang“
Zum Schluss …
… grüße ich noch meine Eltern!
Die Fragen stellte Ina Bushuven.
Vechta ist …!
Eindrücke von Jung und Alt
![]() Fotos: Johanna-Maria Jaromin
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Weihnachten und Neujahr sind überstanden, gegebenenfalls sind auch die Erinnerungen daran erhalten geblieben und man kann stolz auf ein beinahe vollendetes erstes oder vorletztes Semester zurückblicken.
Neue Eindrücke von Vechta wurden gewonnen, alte wurden nochmal bestätigt und ein neues Image wurde erlangt: Unistadt Vechta!
Doch was genau bedeutet Vechta für uns?
Mithilfe von einigen Befragten aus unterschiedlichen Semestern bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:
Vechta ist eine süße Kleinstadt, die mit ihren freundlichen Bewohnern ein angenehmes Klima verkörpert. Man fühlt sich behütet, sicher und im Gegensatz zu Großstädten sind die Wohnungen recht günstig.
In den Läden wird man meistens mit einem Lächeln willkommen geheißen und selbst auf der Straße wird man oft freundlich gegrüßt.
Vechta ist für viele ein Ort, der nicht allzu weit weg von zuhause liegt und besonders die Familienmenschen unter uns aufatmen lässt. Kinder von Heimweh können jederzeit nach Hause fahren und gleichzeitig die Vorteile des Alleinlebens genießen. Auch die Adventszeit hat vielen imponiert und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Von dem kuscheligen Weihnachtsschmuck und den gemütlichen Verzierungen wurde man auf ein gelegentliches Tässchen oder sogar Fässchen Glühwein überredet. Man musste nicht einmal alleine trinken, denn Vechta ist ebenfalls als geselliges Fleckchen anerkannt, wo man schnell Kontakte knüpfen kann – und sei es am Bahnhof.
Auch die Uni konnte die Herzen vieler gewinnen. Zu ihren Stärken gehört, dass sie viel persönlicher ist, sehr gut betreut und außerdem ungewöhnlich gut unterstützt. Man hat sich während der Einführung in das Studium nie allein und im Stich gelassen gefühlt. Des Weiteren empfindet man es als sehr lobenswert, dass die Uni ihre Studenten verwöhnt. Weihnachtsfeiern, wöchentliche Unipartys, der Uniball und vieles mehr sind Erlebnisse, die viele nicht mehr missen wollen.
Doch während das verträumte Vechta für die Einen eine kleine Idylle ist, ist es für die Anderen der unspektakuläre Notfallplan. Abenteuerlustige Herzen sind von der andauernden Stille unterfordert. Ihr Tatendrang kann mit dem aktuellen Angebot in Vechta nicht gestillt werden. Viele würden es sehr begrüßen, wenn die Stadt gelegentlich etwas wildere Möglichkeiten bieten und somit die Jugend besser ansprechen würde. Aspekte, die die Jugend von heute prägen, sind in Vechta nur im klassischen, nicht jedoch im modernen Sinne wiederzufinden. Beispielsweise ist das Nichtvorhandensein eines H&M-Shops vielen Studentinnen ein Dorn im Auge, den Musikliebhabern unter uns dagegen fehlt eine Konzerthalle mit regelmäßigem populären Besuch.
Vechta bietet auch für viele keinen attraktiven Ort, um dort gegebenenfalls die Semesterferien zu verbringen, wofür zum Teil das eingeschränkte Semesterticket verantwortlich gemacht wird. Obwohl Vechta von attraktiven Städten umgeben ist, wird die Chance kaum genutzt, da es vielen durch die halben Weltreisen, die stark begrenzte Gültigkeit des Tickets und somit den Zusatzkosten, madig gemacht wird.
Last, but not least bleibt zu sagen, dass Vechta ein Ort ist, an dessen Universität sich der Testosteronspiegel gerne erhöhen darf und es kein besseres Plätzchen zum Studieren gibt, wo man(n) besser aufgehoben ist.
Was ist Vechta für dich?
Neue Eindrücke von Vechta wurden gewonnen, alte wurden nochmal bestätigt und ein neues Image wurde erlangt: Unistadt Vechta!
Doch was genau bedeutet Vechta für uns?
Mithilfe von einigen Befragten aus unterschiedlichen Semestern bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:
Vechta ist eine süße Kleinstadt, die mit ihren freundlichen Bewohnern ein angenehmes Klima verkörpert. Man fühlt sich behütet, sicher und im Gegensatz zu Großstädten sind die Wohnungen recht günstig.
In den Läden wird man meistens mit einem Lächeln willkommen geheißen und selbst auf der Straße wird man oft freundlich gegrüßt.
Vechta ist für viele ein Ort, der nicht allzu weit weg von zuhause liegt und besonders die Familienmenschen unter uns aufatmen lässt. Kinder von Heimweh können jederzeit nach Hause fahren und gleichzeitig die Vorteile des Alleinlebens genießen. Auch die Adventszeit hat vielen imponiert und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Von dem kuscheligen Weihnachtsschmuck und den gemütlichen Verzierungen wurde man auf ein gelegentliches Tässchen oder sogar Fässchen Glühwein überredet. Man musste nicht einmal alleine trinken, denn Vechta ist ebenfalls als geselliges Fleckchen anerkannt, wo man schnell Kontakte knüpfen kann – und sei es am Bahnhof.
Auch die Uni konnte die Herzen vieler gewinnen. Zu ihren Stärken gehört, dass sie viel persönlicher ist, sehr gut betreut und außerdem ungewöhnlich gut unterstützt. Man hat sich während der Einführung in das Studium nie allein und im Stich gelassen gefühlt. Des Weiteren empfindet man es als sehr lobenswert, dass die Uni ihre Studenten verwöhnt. Weihnachtsfeiern, wöchentliche Unipartys, der Uniball und vieles mehr sind Erlebnisse, die viele nicht mehr missen wollen.
Doch während das verträumte Vechta für die Einen eine kleine Idylle ist, ist es für die Anderen der unspektakuläre Notfallplan. Abenteuerlustige Herzen sind von der andauernden Stille unterfordert. Ihr Tatendrang kann mit dem aktuellen Angebot in Vechta nicht gestillt werden. Viele würden es sehr begrüßen, wenn die Stadt gelegentlich etwas wildere Möglichkeiten bieten und somit die Jugend besser ansprechen würde. Aspekte, die die Jugend von heute prägen, sind in Vechta nur im klassischen, nicht jedoch im modernen Sinne wiederzufinden. Beispielsweise ist das Nichtvorhandensein eines H&M-Shops vielen Studentinnen ein Dorn im Auge, den Musikliebhabern unter uns dagegen fehlt eine Konzerthalle mit regelmäßigem populären Besuch.
Vechta bietet auch für viele keinen attraktiven Ort, um dort gegebenenfalls die Semesterferien zu verbringen, wofür zum Teil das eingeschränkte Semesterticket verantwortlich gemacht wird. Obwohl Vechta von attraktiven Städten umgeben ist, wird die Chance kaum genutzt, da es vielen durch die halben Weltreisen, die stark begrenzte Gültigkeit des Tickets und somit den Zusatzkosten, madig gemacht wird.
Last, but not least bleibt zu sagen, dass Vechta ein Ort ist, an dessen Universität sich der Testosteronspiegel gerne erhöhen darf und es kein besseres Plätzchen zum Studieren gibt, wo man(n) besser aufgehoben ist.
Was ist Vechta für dich?
von Johanna-Maria Jaromin
Bilderalbum
Hämorrhoiden des Hörfunks
Offener Brief an die Radiomoderatoren

© Daniel Labs / PIXELIO
Liebe Radiomoderatoren,
eine Seefahrt, die ist lustig, eine Bahnfahrt nicht so sehr. Deswegen reise ich am liebsten mit dem Auto. Jaja, die Straßen sind zu voll, die Radarfallen zu zahlreich und außer einem selber nur Psychopathen unterwegs. Aber ich weiß nicht, ich finde das alles nicht so schlimm, und die Psychopathen sitzen ja immerhin in anderen Autos. In der Bahn sind sie hingegen bedeutend näher. Ich erinnere mich da an vor allem an eine Fahrt von Vechta nach Braunschweig: Neben mir saß ein Alkoholiker, der zunächst alle 160 Klingeltöne seines steinalten Nokia-Handys durchprobierte. Dann erklärte er das Rauchverbot für unverbindlich und wollte sich mit dem Schaffner prügeln, der auf Einhaltung der Vorschrift bestand.
Aber genug davon. Ich fahre – wie gesagt – ganz gerne Auto. Es gibt nur etwas, was man nie vergessen darf, wenn man gut gelaunt ankommen will: CDs mitnehmen. Ohne Musik, da fehlt irgendwie was, das fühlt sich seltsam an, das geht nicht.
Und Radio hören? Mal im Ernst: Das macht jede Fahrt zur Folter. Und Schuld daran seid – ja richtig – Ihr!
Das mit der Musik ist eine Sache. Die ist scheiße, aber gefällt immerhin allen, die über die Volkswagen-Werbung lachen und gerne bei Günther Jauch mitraten. Darüber will ich mich jetzt auch gar nicht beklagen, da muss man halt durch, wenn man Radio hört. Sich über Silbermond, Lady Gaga und Herbert Grönemeyer auf FFN & Co. aufzuregen, wäre genau so nutzlos, wie wenn man sich auf der Kirmes an Mickie Krauses Zehn nackten Friseusen störte (Wobei es schon ziemlich, naja, ich sag mal weit fassend ist, von Kulthits und dem Besten von heute zu sprechen und dann irgendwas von Unheilig zu bringen. Ich bin mir bei Songs wie Geboren um zu leben nicht so sicher, ob das jetzt Gummibärchen-Gothic oder ein mit tiefer Stimme gesungener Schlager ist).
Nein, was wirklich nervt, ist alles, was jenseits von Musik typisch Radio ist, z. B. Gewinnspiele. Da fangen ältere Herren an, vor Freude zu quieken wie Ferkel auf der Schlachtbank. Und warum? Weil sie 100 €
abgreifen konnten. Das muss doch nicht sein, und dass das alles nur gestellt ist, ist völlig klar („So, wir rufen dich jetzt nochmal an, und sagen dir, dass du gewonnen hast. Und du freust dich dann. So total irre und voll crazy und so. Klar?“)
Das schlimmste ist aber die Comedy. Benjamin von Stuckrad-Barre bezeichnete Radio-Comedy mal als Hämorrhoiden des Hörfunks. Und auch wenn manch einer die Verfilmung seines Bestsellers Soloalbum als Hämorrhoide der Popliteratur sehen würde, muss man doch sagen: Er hatte recht.
Nehmen wir beispielsweise mal FFNs Telefonstreich Crazyphone. Liebe Moderatoren, macht bitte mal die Augen zu, und denkt ganz fest an das Wort crazy. Was wird als erstes in Euren Köpfen erscheinen? Richtig, ein adipöser Mayonnaise-Junkie, der sein Baseball-Cap mit dem Schirm nach hinten trägt, morgens unter der Dusche den Song aus der Bratmaxe-Werbung pfeift und immer noch nicht ganz verwunden hat, dass die 90er Jahre vorbei sind. Was ich damit sagen will, ist: Was sich selbst als crazy definiert, ist nicht lustig sondern jämmerlich.
Während man dem Crazyphone aber ganz gut aus dem Weg gehen kann, ist das bei dem Kleinen Nils bedeutend schwerer. Diese Telefon-Verarsche für Diddl-Maus-Onanisten breitet sich aus wie ein Krebsgeschwür und hat mittlerweile auf 18 Sendern ihren Platz.
Lustig? Naja, es gibt ja auch Leute die über totgefahrene Katzen lachen. Hätten die Macher von 24 jedenfalls Radio gehört, würde Special Agent Jack Bauer gefangene Terroristen nicht mithilfe von Stromstößen kooperativ machen, sondern sie zusammen mit dem Kleinen Nils und Morgenmän Franky zu einem Frühstück bei Stefanie einladen.
Amnesty International würde das jedoch äußerst bedenklich finden. Deswegen, liebe Radiomoderatoren, eine Bitte: Hört Euch einfach mal selber zu. Und dann denkt bitte gründlich darüber nach, was davon witzig, was noch zumutbar, und was einfach nur scheiße ist.
Aber genug davon. Ich fahre – wie gesagt – ganz gerne Auto. Es gibt nur etwas, was man nie vergessen darf, wenn man gut gelaunt ankommen will: CDs mitnehmen. Ohne Musik, da fehlt irgendwie was, das fühlt sich seltsam an, das geht nicht.
Und Radio hören? Mal im Ernst: Das macht jede Fahrt zur Folter. Und Schuld daran seid – ja richtig – Ihr!
Das mit der Musik ist eine Sache. Die ist scheiße, aber gefällt immerhin allen, die über die Volkswagen-Werbung lachen und gerne bei Günther Jauch mitraten. Darüber will ich mich jetzt auch gar nicht beklagen, da muss man halt durch, wenn man Radio hört. Sich über Silbermond, Lady Gaga und Herbert Grönemeyer auf FFN & Co. aufzuregen, wäre genau so nutzlos, wie wenn man sich auf der Kirmes an Mickie Krauses Zehn nackten Friseusen störte (Wobei es schon ziemlich, naja, ich sag mal weit fassend ist, von Kulthits und dem Besten von heute zu sprechen und dann irgendwas von Unheilig zu bringen. Ich bin mir bei Songs wie Geboren um zu leben nicht so sicher, ob das jetzt Gummibärchen-Gothic oder ein mit tiefer Stimme gesungener Schlager ist).
Nein, was wirklich nervt, ist alles, was jenseits von Musik typisch Radio ist, z. B. Gewinnspiele. Da fangen ältere Herren an, vor Freude zu quieken wie Ferkel auf der Schlachtbank. Und warum? Weil sie 100 €
abgreifen konnten. Das muss doch nicht sein, und dass das alles nur gestellt ist, ist völlig klar („So, wir rufen dich jetzt nochmal an, und sagen dir, dass du gewonnen hast. Und du freust dich dann. So total irre und voll crazy und so. Klar?“)
Das schlimmste ist aber die Comedy. Benjamin von Stuckrad-Barre bezeichnete Radio-Comedy mal als Hämorrhoiden des Hörfunks. Und auch wenn manch einer die Verfilmung seines Bestsellers Soloalbum als Hämorrhoide der Popliteratur sehen würde, muss man doch sagen: Er hatte recht.
Nehmen wir beispielsweise mal FFNs Telefonstreich Crazyphone. Liebe Moderatoren, macht bitte mal die Augen zu, und denkt ganz fest an das Wort crazy. Was wird als erstes in Euren Köpfen erscheinen? Richtig, ein adipöser Mayonnaise-Junkie, der sein Baseball-Cap mit dem Schirm nach hinten trägt, morgens unter der Dusche den Song aus der Bratmaxe-Werbung pfeift und immer noch nicht ganz verwunden hat, dass die 90er Jahre vorbei sind. Was ich damit sagen will, ist: Was sich selbst als crazy definiert, ist nicht lustig sondern jämmerlich.
Während man dem Crazyphone aber ganz gut aus dem Weg gehen kann, ist das bei dem Kleinen Nils bedeutend schwerer. Diese Telefon-Verarsche für Diddl-Maus-Onanisten breitet sich aus wie ein Krebsgeschwür und hat mittlerweile auf 18 Sendern ihren Platz.
Lustig? Naja, es gibt ja auch Leute die über totgefahrene Katzen lachen. Hätten die Macher von 24 jedenfalls Radio gehört, würde Special Agent Jack Bauer gefangene Terroristen nicht mithilfe von Stromstößen kooperativ machen, sondern sie zusammen mit dem Kleinen Nils und Morgenmän Franky zu einem Frühstück bei Stefanie einladen.
Amnesty International würde das jedoch äußerst bedenklich finden. Deswegen, liebe Radiomoderatoren, eine Bitte: Hört Euch einfach mal selber zu. Und dann denkt bitte gründlich darüber nach, was davon witzig, was noch zumutbar, und was einfach nur scheiße ist.
Liebe Grüße,
Euer Stefan Hirsch
Euer Stefan Hirsch
Schokolade mit Salzstangen
Wie wir für Euch beim ultimativen Schokoladen-Test beinahe unser Leben aufs Spiel setzten
“Mädels! WG-Abend!”
“Wie schön”, denke ich mir und befinde einen Mädelsabend mit Glühwein für außerordentlich angemessen, um einen, ebenso wissenschaftlichen wie selbstlosen, Schokotest durchzuführen.
Nach stundenlangen Überredungskünsten war es dann endlich soweit: Vier Sorten Milchschokolade gingen ins Rennen, ein klarer Sieger wurde zu Tage gefördert.
Um eine gewisse Objektivität zu gewährleisten, ging unsere Selbstaufopferung so weit, den Sieger mit weiteren 4 Schokoladensorten zu vergleichen, um Euch den perfekten „PrüfungsVorbereitungsSchokoladen-Kanditaten“ vorstellen zu können. Bewertet wurde nach Konsistenz, Geschmacksstärke und Aroma.
In der folgenden Tabelle seht Ihr nun unsere Ergebnisse gestaffelt nach Geschmack und Preis:
“Wie schön”, denke ich mir und befinde einen Mädelsabend mit Glühwein für außerordentlich angemessen, um einen, ebenso wissenschaftlichen wie selbstlosen, Schokotest durchzuführen.
Nach stundenlangen Überredungskünsten war es dann endlich soweit: Vier Sorten Milchschokolade gingen ins Rennen, ein klarer Sieger wurde zu Tage gefördert.
Um eine gewisse Objektivität zu gewährleisten, ging unsere Selbstaufopferung so weit, den Sieger mit weiteren 4 Schokoladensorten zu vergleichen, um Euch den perfekten „PrüfungsVorbereitungsSchokoladen-Kanditaten“ vorstellen zu können. Bewertet wurde nach Konsistenz, Geschmacksstärke und Aroma.
In der folgenden Tabelle seht Ihr nun unsere Ergebnisse gestaffelt nach Geschmack und Preis:
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Unser Fazit ist, dass die Milchschokolade von Lindt uns am besten schmeckt, für den kleinen Geldbeutel tut´s die Alpia aber auch. In der Prüfungsphase ist die „Olympia“ von „Ritter Sport“ prädestiniert, da sie Traubenzucker und Joghurt enthält und auch noch sehr lecker und knuspernd ist. Letztendlich kommt es aber auf Euren eigenen Geschmack an, mit was Ihr Euch den Prüfungsalltag versüßt ;-). Dafür viel Glück!
von Freya Kuhn
![]() © Zarni / PIXELIO
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Gackernd und hüpfend
Märchen für Groß und Klein

© Carlsen Verlag, Hamburg
Wer kennt es nicht? Man mag nicht raus und am Liebsten nur auf dem Sofa hocken. Draußen schneien die Wege zu und es weht ein bitterkalter Wind. Wie schön ist es dann, ein Buch zur Hand zu nehmen und mit diesem in eine andere Welt zu entschwinden?
Das bieten Die Märchen von Beedle dem Barden, die zum Teil für Kinder ab 5, aber besonders für Jugendliche und Erwachsene geeignet sind. Ob für sich selbst oder mit Kind: Die kurzen Geschichten aus der magischen Welt sind schnell und leicht zu lesen. Sie entführen in eine Welt, die nicht nur von außergewöhnlichen Menschen und Handlungen, sondern auch von Weisheiten erzählt, aus denen man sogar lernen kann.
So handelt beispielsweise Der Zauberer und der hüpfende Topf von einem jungen Mann, der einen Zauberer zum Vater hatte, der mit Hilfe eines Kessels die Muggel-Nachbarn (Muggel = Nicht-Magier) von ihren Sorgen und Nöten befreite. Als dieser starb, vererbte er den Kessel an seinen Sohn, in der Hoffnung, dieser würde ebenso gute Taten vollbringen. Der Sohn jedoch, der einen großen Hass auf Muggel hatte, dachte nicht daran zu helfen, obwohl er es mit Leichtigkeit könnte.
Die Parallele lässt sich ganz leicht finden: Denn jedem ist klar, dass es auch bei uns diejenigen, die nicht so „gut gestellt“ sind, schwer haben. Wie der junge Zauberer mit seinem Hass leben kann und wieso der Kessel hüpfen lernt, erfahrt ihr, wenn ihr Euch das Buch ausleiht.
Neben dieser Geschichte werdet ihr noch Babbitty Rabbitty und der gackernde Baumstumpf, Der Brunnen des wahren Glücks (besonders kinderfreundlich!) und Des Hexers haariges Herz lesen können, die von Liebe, Freundschaft, List und Verzweiflung erzählen.
Am bekanntesten – für Harry Potter-Leser – wird allerdings Das Märchen von den drei Brüdern sein, das eine wichtige Verknüpfung zu dem siebten Band des Zauberers darstellt und das Lesen der Märchen von Beedle dem Barden zu einem echten Muss macht. Denn hier geht es um die Heiligtümer des Todes, die der Sage nach denjenigen, der die im Buch genannten Gegenstände besitzt, unsterblich macht …
Besonders an diesem Buch von der Harry Potter-Autorin Joanne K. Rowling bleiben jedoch die Anmerkungen ihrer weisen Charakterfigur Albus Dumbledore zu den einzelnen Märchen, die interessierten Lesern weitere Informationen über seine Vergangenheit, die Zauberergeschichte und auch geschichtliche Überschneidungen mit unserer Welt liefert.
Das bieten Die Märchen von Beedle dem Barden, die zum Teil für Kinder ab 5, aber besonders für Jugendliche und Erwachsene geeignet sind. Ob für sich selbst oder mit Kind: Die kurzen Geschichten aus der magischen Welt sind schnell und leicht zu lesen. Sie entführen in eine Welt, die nicht nur von außergewöhnlichen Menschen und Handlungen, sondern auch von Weisheiten erzählt, aus denen man sogar lernen kann.
So handelt beispielsweise Der Zauberer und der hüpfende Topf von einem jungen Mann, der einen Zauberer zum Vater hatte, der mit Hilfe eines Kessels die Muggel-Nachbarn (Muggel = Nicht-Magier) von ihren Sorgen und Nöten befreite. Als dieser starb, vererbte er den Kessel an seinen Sohn, in der Hoffnung, dieser würde ebenso gute Taten vollbringen. Der Sohn jedoch, der einen großen Hass auf Muggel hatte, dachte nicht daran zu helfen, obwohl er es mit Leichtigkeit könnte.
Die Parallele lässt sich ganz leicht finden: Denn jedem ist klar, dass es auch bei uns diejenigen, die nicht so „gut gestellt“ sind, schwer haben. Wie der junge Zauberer mit seinem Hass leben kann und wieso der Kessel hüpfen lernt, erfahrt ihr, wenn ihr Euch das Buch ausleiht.
Neben dieser Geschichte werdet ihr noch Babbitty Rabbitty und der gackernde Baumstumpf, Der Brunnen des wahren Glücks (besonders kinderfreundlich!) und Des Hexers haariges Herz lesen können, die von Liebe, Freundschaft, List und Verzweiflung erzählen.
Am bekanntesten – für Harry Potter-Leser – wird allerdings Das Märchen von den drei Brüdern sein, das eine wichtige Verknüpfung zu dem siebten Band des Zauberers darstellt und das Lesen der Märchen von Beedle dem Barden zu einem echten Muss macht. Denn hier geht es um die Heiligtümer des Todes, die der Sage nach denjenigen, der die im Buch genannten Gegenstände besitzt, unsterblich macht …
Besonders an diesem Buch von der Harry Potter-Autorin Joanne K. Rowling bleiben jedoch die Anmerkungen ihrer weisen Charakterfigur Albus Dumbledore zu den einzelnen Märchen, die interessierten Lesern weitere Informationen über seine Vergangenheit, die Zauberergeschichte und auch geschichtliche Überschneidungen mit unserer Welt liefert.
Joanne K. Rowling: Die Märchen von Beedle dem Barden
Signatur: 5.1 E row = 416063
Signatur: 5.1 E row = 416063
von Jenniffer Malenz
Foto, Schweiz, Holocaust

© Diogenes Verlag AG, Zürich
Wer in dieser kalten, ungemütlichen Restwinterzeit ein schnuffiges Wohlfühlbuch für die Badewanne sucht, sollte jetzt weglesen. Dürrenmatts Der Verdacht ist nämlich schwere, aber dafür sehr nahrhafte Lesekost.
Auf den flink lesbaren 120 Seiten des Der Richter und sein Henker-Nachfolgers (den man nicht gelesen haben muss) strickt Dürrenmatt einen fesselnden Plot um den abgehalfterten Kommissär Bärlach und seinen letzten Fall zur Jahreswende 1948 und ’49. Der Titelspende-Verdacht geht dabei von einem alten Foto aus, das einen bekannten schweizer Mediziner als sadistischen KZ-Arzt zu enttarnen scheint. So beginnt Bärlach, trotz Krankheit, ein letztes Mal zu ermitteln.
Der ernste Hintergrund um den Holocaust und seine Vollstrecker wird dabei zur Bühne für Dürrenmatts Fragen nach moralischer Stabilität in einer Welt des nackten Materialismus.
Das hört sich jetzt zwar schlimm nach Deutsch-LK-Lektüre für Pseudointellektuelle an, ließt sich aber nicht so. Durch Dürrenmatts präzise, bodenständige Formulierungen bleibt man so glücklicherweise vor dem altbekannten „Charme“ gewisser gelber Reclam-Büchlein bewahrt und kann ungehemmt die Spannung genießen. Wer ein packendes Buch mit Tiefe sucht, stiefelt also zur Bibo-Fachkraft seines Vertrauens.
Auf den flink lesbaren 120 Seiten des Der Richter und sein Henker-Nachfolgers (den man nicht gelesen haben muss) strickt Dürrenmatt einen fesselnden Plot um den abgehalfterten Kommissär Bärlach und seinen letzten Fall zur Jahreswende 1948 und ’49. Der Titelspende-Verdacht geht dabei von einem alten Foto aus, das einen bekannten schweizer Mediziner als sadistischen KZ-Arzt zu enttarnen scheint. So beginnt Bärlach, trotz Krankheit, ein letztes Mal zu ermitteln.
Der ernste Hintergrund um den Holocaust und seine Vollstrecker wird dabei zur Bühne für Dürrenmatts Fragen nach moralischer Stabilität in einer Welt des nackten Materialismus.
Das hört sich jetzt zwar schlimm nach Deutsch-LK-Lektüre für Pseudointellektuelle an, ließt sich aber nicht so. Durch Dürrenmatts präzise, bodenständige Formulierungen bleibt man so glücklicherweise vor dem altbekannten „Charme“ gewisser gelber Reclam-Büchlein bewahrt und kann ungehemmt die Spannung genießen. Wer ein packendes Buch mit Tiefe sucht, stiefelt also zur Bibo-Fachkraft seines Vertrauens.
Friedrich Dürrenmatt: Der Verdacht
Sachgebiet / Signatur: CQYd8692 / 85267
Sachgebiet / Signatur: CQYd8692 / 85267
von Thomas Hülsmann
Das Streben nach Wissen – Umfrageergebnisse
Seit Beginn des Jahres hatten wir hier eine Umfrage zu Euren Lesegewohnheiten online gestellt, die nun beendet wurde.
Ich danke den 14 Frauen und 8 Männern, die sich die Zeit für die Beantwortung der Fragen genommen haben. Aufgrund der im Ganzen doch geringen Teilnahme stellte es sich nun aber als schwierig heraus, die Ergebnisse sinnvoll auszuwerten.
Aus diesem Grund möchte ich Euch wenigstens folgende Beschäftigungstipps für unerwartet langweilige Vorlesungen nennen, die sich aus den Antworten ergaben. Diese stören weder den Vortrag, noch fallen sie sonderlich auf: Rätseln, träumen, schlafen, Briefe schreiben, stricken, chatten, auf andere Vorlesungen vorbereiten, zeichnen, andere Dinge planen, Musik hören, Schiffe versenken spielen oder auch Papierschiffchen basteln.
Damit ihr jedoch nicht andauernd auf diese Tätigkeiten zurückgreifen müsst, wünsche ich Euch viele interessante Vorlesungen/Seminare im kommenden Semester!
Ich danke den 14 Frauen und 8 Männern, die sich die Zeit für die Beantwortung der Fragen genommen haben. Aufgrund der im Ganzen doch geringen Teilnahme stellte es sich nun aber als schwierig heraus, die Ergebnisse sinnvoll auszuwerten.
Aus diesem Grund möchte ich Euch wenigstens folgende Beschäftigungstipps für unerwartet langweilige Vorlesungen nennen, die sich aus den Antworten ergaben. Diese stören weder den Vortrag, noch fallen sie sonderlich auf: Rätseln, träumen, schlafen, Briefe schreiben, stricken, chatten, auf andere Vorlesungen vorbereiten, zeichnen, andere Dinge planen, Musik hören, Schiffe versenken spielen oder auch Papierschiffchen basteln.
Damit ihr jedoch nicht andauernd auf diese Tätigkeiten zurückgreifen müsst, wünsche ich Euch viele interessante Vorlesungen/Seminare im kommenden Semester!
von Jenniffer Malenz
Phantásien einmal anders

© Verlagsgruppe Droemer Knaur, München
Das ist die Geschichte von einem jungen Mann, der neben einem Job auch das große Abenteuer findet.
Die Hauptfigur Karl Konrad Koreander lebt im Jahr 1938. Er verliert seinen Job, da er sich gegen das System stellt. Der unkonventionelle Bibliothekar Thaddäus Tillmann Trutz stellt ihn als „Buchverkäufer und Nachfolger“ in seinem Antiquariat ein. Schon beginnt es auch richtig spannend zu werden:
Thaddäus berichtet vom Nichts, einer Krankheit, die die Bibliothek befallen hat, und ihr nach und nach die Bücher stiehlt, einer Kindlichen Kaiserin mit goldenen Augen und einer Inneren Welt – Phantásien! Doch dann verschwindet der alte Mann spurlos und Karl ist auf sich allein gestellt. Einzig und allein der Bücherdrill Alphabetagamma kann nun dafür sorgen, dass der eingeschüchterte und selbstzweifelnde Nachwuchsbibliothekar durch das Tor in die Innere Welt gelangt und Thaddäus sucht.
Dort wartet ein Abenteuer nach dem anderen auf ihn, von dem wohl das Größte ist, dass er sich in Qutopía, die Tochter des berühmten Kartenzeichners und Weltenbummlers Querolat, verliebt. Zusammen brechen sie auf, um die Phantastische Bibliothek zu retten!
Die Hauptfigur Karl Konrad Koreander lebt im Jahr 1938. Er verliert seinen Job, da er sich gegen das System stellt. Der unkonventionelle Bibliothekar Thaddäus Tillmann Trutz stellt ihn als „Buchverkäufer und Nachfolger“ in seinem Antiquariat ein. Schon beginnt es auch richtig spannend zu werden:
Thaddäus berichtet vom Nichts, einer Krankheit, die die Bibliothek befallen hat, und ihr nach und nach die Bücher stiehlt, einer Kindlichen Kaiserin mit goldenen Augen und einer Inneren Welt – Phantásien! Doch dann verschwindet der alte Mann spurlos und Karl ist auf sich allein gestellt. Einzig und allein der Bücherdrill Alphabetagamma kann nun dafür sorgen, dass der eingeschüchterte und selbstzweifelnde Nachwuchsbibliothekar durch das Tor in die Innere Welt gelangt und Thaddäus sucht.
Dort wartet ein Abenteuer nach dem anderen auf ihn, von dem wohl das Größte ist, dass er sich in Qutopía, die Tochter des berühmten Kartenzeichners und Weltenbummlers Querolat, verliebt. Zusammen brechen sie auf, um die Phantastische Bibliothek zu retten!
Es gibt noch weitere Bände, die unter dem Titel Die Legenden von Phantásien zusammengefasst werden:
- Der König der Narren
- Die Seele der Nacht
- Die Stadt der vergessenen Bücher
- Die Verschwörung der Engel
- Die Herrin der Wörter
Die Märchen sind zwar von verschiedenen Autoren, alle lehnen jedoch an Michael Endes Die unendliche Geschichte an.
Obwohl das Buch ab 12 ist, und somit zu den Jugendbüchern zählt, finde ich es geradezu geeignet um auch die rauchenden Köpfe 20-30jähriger Studenten zu besänftigen. Das Buch lässt uns die Flügel ausspannen und in eine Welt der Phantasie abheben!
Da ich nicht zu viel verraten will, bleibt nur noch zu sagen, dass die Geschichte durchaus nicht immer den Weg geht, den man vermutet!
Da ich nicht zu viel verraten will, bleibt nur noch zu sagen, dass die Geschichte durchaus nicht immer den Weg geht, den man vermutet!
Ralf Isau wurde 1956 in Berlin geboren, sein erstes Werk Drache Gertrud schrieb er für seine Tochter Mirijam. Auf Anraten seiner Frau traf er sich im Herbst 1992 mit Michael Ende, der das Drachen-Manuskript an einen Verlag weiter gab und so Isau aus den Kinderschuhen half!
Ralf Isau: Die Legenden von Phantásien – Die Geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz
Signatur: 5.2 R isa = 413602
Signatur: 5.2 R isa = 413602
von Carola Hofmann
Die nächste WG-Generation
Auf Schokoladen-Suche
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Hallo Leute, ich bin die Hannah, bin 20 Jahre alt, komme ursprünglich aus Schleswig-Holstein und studiere seit Anfang dieses Semesters Biologie und Germanistik hier in Vechta. Zusammen mit vier anderen wohne ich in einer WG, nicht weit von der Uni. Eigentlich verstehen wir uns echt super und das Zusammenleben funktioniert. Am besten stelle ich alle kurz vor:
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Jess ist ganz anders. Sie ist 22 und studiert im dritten Semester Soziale Arbeit. Aber eigentlich steht sie den ganzen Tag nur vor dem Spiegel.
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Hannes ist 21. Er ist auch im ersten Semester und studiert Sport und Geografie. Er ist super unordentlich und faul, die Uni nimmt er eher nur nebenbei wahr.
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Die Susi ist echt ´ne Liebe. Sie ist im gleichen Semester wie ich und studiert auch Germanistik. Ihr zweites Fach ist Geografie. Susi ist sehr zielstrebig und fleißig und weiß genau was sie will.
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Rüdiger ist zu unserem WG-Papa geworden. Er ist schon 27 und studiert im 7. und hoffentlich letzten Semester Gerontologie. Leider zieht er nach diesem Semester aus, wenn er denn endlich seine Abschlussklausur besteht.
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Mein erstes Semester neigt sich dem Ende zu und wir bereiten uns alle auf unsere Klausuren vor. Wenn ich lernen muss, bin ich ein wahrer Schokojunky. Ich glaube, die Menge, die ich in einer Klausurphase konsumiere, reicht für eine vierköpfige Familie für ein halbes Jahr.
![]() Damit mein Lernen nicht völlig aus dem Ruder läuft, wollte ich die anderen nach Schokolade fragen. |
![]() Auch wenn Susi‘s Angebot nett gemeint war, konnte ich mich nur auf die Suche nach Schokolade konzentrieren. |
![]() Das war typisch für Jess. Sie hatte nichts anderes als ihre Figur und ihr Aussehen im Kopf. Dabei kann man mit Schokolade so viel besser lernen. |
![]() So hatte ich Rüdiger wirklich noch nie erlebt. Er sah aus, als hätte er seit Tagen nicht geschlafen und sich ausschließlich von Koffein ernährt. |
![]() Als ich wieder ins Wohnzimmer kam, fand ich Hannes vor dem Fernseher vor. |
![]() Ich war begeistert. Der einzige Mitbewohner, der sich nichts aus seinen Klausuren macht, besitzt das einzig wahre Hilfsmittel überhaupt. Das hätte ich wirklich nicht von Hannes erwartet. |
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Texte: Nina Gerlach
Kulissen: Nina Gerlach, Carola Hofmann & Lea Seefeld Fotos: Nina Gerlach & Carola Hofmann |
Der feine Unterschied
Vechta vs. Leipzig
Vechta
Studieren ist eine großartige Sache. Doch kann man sich als Student in einer Kleinstadt wie Vechta entfalten? Abgesehen vom allgegenwärtigen Wissen, welches auch um unsere Universität keinen Bogen macht und die Möglichkeit sich intellektuell zu entwickeln, stellt sich die Frage: Was bedarf es um einen sogenannten studentischen Kult aufrecht zu erhalten und ist die Umgebung in Vechta dafür geeignet? Halten wir fest. Student sein, kann bedeuten: brav lernen, sich einen akademischen Grad anheften lassen und in ein gewähltes Arbeitsfeld eintauchen. Was hier jedoch angesprochen werden soll, ist die Verschmelzung von Wissen, Kultur und Kunst, Politik, Partys, Mode, Geld und ein sich daraus selbst erklärender Lebensstil. Als Perfektionist dieses Lebensstiles in Vechta radelt man also mit Büchern unter dem Arm durch die Einöde der Familiensiedlungen bis hin zur Bibliothek, saugt eine geballte Ladung Wissen in sich auf und denkt auch an die Arschtaschen-Privatlektüre aus dem Bereich der Belletristik.
Liegt eine Party an, so besteht die Möglichkeit, sein möglichst individuell gestaltetes Outfit mit schmuddeligem Secondhand-Anteil auszustaffieren.
Man kann auch darauf verzichten. Die Bedienung an der Großen Straße bietet doch Mode-Freiraum und Klamotten für den studentischen Wiedererkennungswert? Die Kommilitonen sind leicht zu finden, denn die Auswahl der Clubs kann man an einer Hand abzählen. Cocktail schlürfen, Lümmeln auf Sofas in atmosphärisch beleuchteten Hinterzimmern, Tanzen und Abspacken und stets ein halb gefüllter Laden. Wer mag und braucht, kann sicher auch von Joint zu Shisha laufen und breit in Studentenzimmern vergammeln.
Liegt eine Party an, so besteht die Möglichkeit, sein möglichst individuell gestaltetes Outfit mit schmuddeligem Secondhand-Anteil auszustaffieren.
Man kann auch darauf verzichten. Die Bedienung an der Großen Straße bietet doch Mode-Freiraum und Klamotten für den studentischen Wiedererkennungswert? Die Kommilitonen sind leicht zu finden, denn die Auswahl der Clubs kann man an einer Hand abzählen. Cocktail schlürfen, Lümmeln auf Sofas in atmosphärisch beleuchteten Hinterzimmern, Tanzen und Abspacken und stets ein halb gefüllter Laden. Wer mag und braucht, kann sicher auch von Joint zu Shisha laufen und breit in Studentenzimmern vergammeln.
Kino, ab und an Theater, Zitadellenpark, Sportangebot, Hochschulpolitik und gleichgesinnte Studenten. Ist doch alles da! Oder doch nicht? Ich gebe ab an Leipzig: Wie ist es in Eurer Großstadt?
von Tobias Kunz
Leipzig
“Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute”, sagte schon Goethe, und ich kann ihm nur zustimmen, wenn ich mich von einem der roten Ledersofas der Campusbibo der 600 Jahre alten „alma mater lipsiensis“ erhebe, um schnell einen Abstecher ins Vapiano zu machen, um danach einen Venti-Café-Latte in unserem Lieblingsstarbucks zu schlürfen. Dabei fällt es uns für gewöhnlich leichter, die PartyStressLernSchlafdefizitSorgen zu verdrängen, die uns arme Medizinstudenten ach so häufig zu überkommen pflegen. Einen großen Milchschaumlöffel genießend, gehe ich in Gedanken die Wochenplanung durch. Heut Abend: Party STUK. Dann: früh raus zur VL oder Ausschlafen und dann erst Praktikum? Hmm … Karten für die Rockoper Faust in Auerbachs Keller besorgen (Dr.Jekyll & Mr.Hide läuft auch gerade, schade, dass ich schon wieder fast pleite bin …), anschließend Umsehen nach einer der en masse zu findenden spottbilligen Stuckdeckenwohnungen. 19 Uhr in die Moritzbastei zur Studentenparty. Am nächsten Tag nochmal in die Bibo, vielleicht diesmal in die der Juristen im Petersbogen, da ist gleich meine Lieblingsshoppingstraße, wo man mich zum tausendsten Mal anquatschen wird, ob ich nicht gedenke, Fitnessstudiomitglied zu werden. Zum Glück beuge ich der drohenden Verfettung durch 2malige Unisport-Aktionen wöchentlich vor, das Angebot ist riesig, die Kurse jedoch studentisch überfüllt. Mein Handy klingelt. Ob ich nicht Lust hätte, Samstag mit ins Velvet zu kommen. Miri hat mir eine Mail auf studiVZ gesendet: “Franzi, wie sieht‘s aus? Samstag Nachtcafé?” Ich überlege, wem ich jetzt absagen soll. Ich beschließe, zu Hause zu bleiben, zum Völkerschlachtdenkmal zu spazieren und ein bisschen die seltene Zeit für mich zu genießen. Mein Handy glüht, ich ändere die Tageseinstellung auf vibrations – und lautlos. Leipzig schläft nicht, aber hin und wieder gönne ich mir selbst diesen Luxus.
von Franziska Ehrst




























