No 22 – Juli 2012
- [↓] PDF: Ausgabe 22 (PDF-Version)
- [↓] EinBlicke: Horizonterweiterung im Tiergehege
- [↓] AStA informiert: Reise in eine andere Welt
- [↓] Kolumne: Spießer!?
- [↓] Gesellschaft - Interviews: Der Macho* stirbt aus, so ein Glück!?
- [↓] Studentendinner: Regenbogenforelle gegrillt mit Zucchini-Antipasti
- [↓] Mein erstes Mal: Vom Höhenrausch gepackt
- [↓] Leben - Nachgefragt: Wahre Geschichten
- [↓] Gesellschaft - Leben - Leserkommentar - uniVista: Warum ich besser bin als du – eine Polemik
- [↓] Kreatives Forum: Leave Behind
- [↓] Kreatives Forum: Klausureindrücke während der Aufsicht
- [↓] Perlen der Bibo: Das verschwundene Gestern und ein ungewisses Morgen
- [↓] Perlen der Bibo: Pflichtprogramm für die Leseecke
- [↓] Perlen der Bibo: Ein fantastisches Gleichnis
- [↓] Perlen der Bibo: Abenteuer Jugend
- [↓] Rätselecke: Sudoku
- [↓] uniPlay: Die Einhorn-Sache
- [↓] Umfrage - Uni: Was hältst Du von unserem Neubau?
Horizonterweiterung im Tiergehege
Mein Praktikum war mehr als Mist

Am 16. März 1968 fanden sich fünfzig freiwillige Helfer ein, um Gehege zu bauen und Wege anzulegen. Bereits vier Monate später konnte der Wildpark
Pforzheim seine Türen öffnen. 2003 erlebte der Wildpark eine Wende, als Förster Carsten Schwarz die Leitung übernahm und den Wildpark mit viel Mühe und Geduld neu strukturierte.
Wo früher Flamingos neben Hirschen und Rentiere neben Bennetkängurus lebten, leben heute auf einer Gesamtfläche von 16,5 Hektar vierhundert Tiere neunzig verschiedener Heim- und Wildtierarten.
Vor dem Praktikum ging ich davon aus, dass der Wildpark Pforzheim seine Tierpfleger auf die einzelnen Gehege aufteilt und jeder in seinem eigenen Bereich arbeitet. Dies erwartete ich auch für mich, erhoffte mir jedoch, vielleicht die Möglichkeit zu erhalten, eine Art Infotag für Kinder veranstalten zu können, um das Praktikum auch für meinen Berufswunsch des Lehramts nutzen zu können.
Wir Praktikanten sollten in den nächsten Wochen jedoch nicht nur mit den Pflegern mitarbeiten, sondern in den Bereichen tätig werden, die uns zukunftstechnisch bereichern würden. Also besonders in den Bereichen der Verwaltung und Pädagogik.
Während der Schulferien finden im Wildpark zusätzlich Aktionen für Kinder statt. Einmal in der Woche haben Kinder und ihre Eltern beispielsweise die Möglichkeit mit den Tierpflegern auf Futterrunde zu gehen. Nach einer allgemeinen Einführung zu den verschiedenen Futtermitteln werden die Kinder in kleine Gruppen aufgeteilt und gehen mit jeweils einem der Pfleger auf verschiedenen Routen durch den Park, bekommen ihren eigenen Eimer mit Futter und dürfen in die Gehege gehen, um die Tiere selbst zu füttern. Für viele Kinder eine tolle Gelegenheit, Tiere aus der Nähe und im direkten Kontakt zu erfahren. Ganzjährig werden außerdem Geburtstagsführungen und Schaufütterungen angeboten.
![]() Junior Ranger beim Ausmisten im Gehege der Guanakos (einer Lama-Art)
Bild: Nina Gerlach
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Aber nicht nur die Arbeit mit den Besuchern zählte zu meinen Aufgaben. Wir Praktikantinnen erledigten verschiedene Verwaltungsaufgaben und halfen immer wieder den Tierpflegern bei der täglich anfallenden Arbeit in den Gehegen.
In der vorletzten Woche bekam ich die Gelegenheit, eine eigene Idee für das Ferienprogramm umzusetzen. In Zusammenarbeit mit meiner Mitpraktikantin plante ich eine Quiz-Rallye für Kinder, entwarf hierfür verschiedene Routen quer durch den Wildpark, gestaltete Werbeplakate und entwarf verschiedene Fragenblätter.
Das Praktikum im Wildpark Pforzheim hat mir nicht nur sehr viel Spaß gemacht, es hat mich auch um viele wichtige Erfahrungen bereichert. Die Arbeit mit den Tieren und Tierpflegern hat mir gezeigt, wie hart dieser Beruf ist und was alles dazu gehört. Die Beschäftigung mit den Kindern hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich darin bestärkt, später im pädagogischen Bereich zu arbeiten. Außerdem hat sie mir auch gezeigt, dass Umweltpädagogik ein sehr spannendes Berufsfeld ist und eine interessante Alternative zum Lehramt sein kann.
Ich kann wirklich nur empfehlen, sich Praktikumsstellen zu suchen, die Ähnlichkeit zum Berufswunsch haben und Alternativen aufzeigen, um möglichst viele verschiedene Eindrücke zu bekommen. Denn so lernt man vielleicht Berufsfelder kennen, die man bisher für sich selbst noch gar nicht in Betracht gezogen hat, aber durchaus infrage kommen würden.
Reise in eine andere Welt
Vechtaer Delegation bereiste die Al Azhar Universität in Kairo im Zeichen des Kulturdialogs
Die Eindrücke dieser Reise, an der ich als AStA-Referent teilnehmen durfte, möchte ich an dieser Stelle schildern. Mit dabei waren Dr. Lucia Licher, Dr. Lukas Aufgebauer, Evelyn Hoffmann, Mahzad Hoodgarzadeh, Birger Philipp, Stefan Wellen, Robert Benkens, Steven Zurek und ich – Keno Müller.
![]() Zwischen den Weltwundern (v. l.): Keno Müller, Robert Benkens, Birger Philipp, Evelyn Hofmann und Stefan Wellen
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Der Kulturdialog mit Angehörigen der Al Azhar Universität ist von immenser politischer Bedeutung. Bereits 2006 befand das Nachrichtenmagazin Spiegel: “[...] Das bedeutendste intellektuelle Zentrum der Weltreligion, die der Prophet Mohammed vor über 1300 Jahren begründete [...], [ist] Al Azhar, die älteste Universität der Welt, die einflussreichste Moschee des sunnitischen Islams, dem 90 Prozent der rund 1,4 Milliarden Muslime der Welt anhängen. Keine Fatwas finden mehr Beachtung als jene der Al Azhar, und kaum jemand hat mehr Autorität in der islamischen Welt als die Gelehrten der Hochschule.” Nahezu alle islamischen Länder lassen hier ihre Eliten ausbilden. Wo sollte man also besser miteinander in Kontakt kommen und versuchen, einander verstehen zu lernen?
![]() Die Deutschabteilung an der Al Azhar Universität
Bild: Stefan Wellen
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Der Campus hat gigantische Ausmaße, die mit unseren kleinen, familiären Uni-Vechta-Maßstäben nicht zu messen sind. Es ist eine Stadt für sich. Die Ausbildung ist stets islamisch geprägt und außerdem erschwinglich. Die Ausstattung mit Literatur oder Medien – gerade in der von uns vornehmlich besuchten Deutschabteilung – kann leider bestenfalls als mäßig bezeichnet werden. Ein Großteil der Studierenden ist arm oder von der Armut bedroht und nimmt täglich unglaubliche Strapazen auf sich, um zur Universität zu kommen.


Element an der Universität des 6. Oktober
Die studentische Mitbestimmung ist keine Banalität und keine Selbstverständlichkeit, sie ist eine Chance, die es zu nutzen gilt!
Spießer!?
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Der Macho* stirbt aus, so ein Glück!?
Eine Gesellschaft auf der Suche nach dem perfekten Männerbild
![]() Bild: (c) Richard Dunstan / stock.xchng
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Man(n) versteht die Welt nicht mehr: Seit Jahrhunderten schon perfektionierte er seine Rolle als Macho, als Macker, als der Macher eben. Zack, Peng, ein halbes Jahrhundert der Emanzipation zerstört eine jahrtausendlange “männliche” Entwicklung. Doch steckt der Macho wirklich in jedem Mann? Oder fixieren sich Männer auf traditionelle, typische männliche Werte, weil es eben gerade von ihnen erwartet wird? Weil es das ist, was sie ohne groß nachzudenken scheinbar einfach drauf haben? Was erwartet eigentlich die Gesellschaft von den Männern von Morgen? Würden alle Frauen diese Pseudokerle am liebsten zum Mond schießen?
Der moderne Mann (sowie die moderne Frau) sollten in der heutigen Zeit flexibel den verschiedensten Rollenerwartungen entsprechen. Der Mann soll gleichzeitig erfolgreich im Beruf und ausgeglichener Familienvater sein. Er soll seinen Jungs zeigen, dass sie auch weinen dürfen und den Töchtern, dass sie sich emanzipiert durchzusetzten haben. Ein perfekter “Allrounder” in allen Bereichen. Der Macho als innerer Schweinehund darf scheinbar dann auf den Plan treten, wenn eine Runde Drinks für die Ladies fällig werden oder das Licht im Schlafzimmer ausgeht: “Ich mach das schon Schatz!” Männer, welche diese ambivalenten Rollenerwartungen der Frauenwelt nicht erfüllen, dürfen sich nicht selten schnell den Stempel eines Versagers abholen. Zu Recht?!
Gefährlich scheint es dann zu werden, wenn das Machosein nicht nur eine Randkomponente eines Mannes darstellt, sondern seine gesamte Lebenseinstellung dominiert. Eine Lebenseinstellung die dem Anschein nach nicht generell von allen Frauen abgelehnt wird. Der Macho, als Libero auf dem Spielfeld des Spiels “Wer bekommt wen?”, zwischen den Teams Männer und Frauen ist immer noch ein zuverlässiger Stürmer, der Pep in die Partie bringt. Das mag vielleicht einer der interessantesten Gründe sein, aus dem der Macho am Leben erhalten wird. Wenn alles Metro wird, “same same but different”, wo bleibt dann noch die Spannung? Frauen und Männer sollen gleichberechtigt sein, aber sie sollen nicht gleich sein! Der Macho vermag uns trotz seiner Überalterung und negativen Erscheinungsform, immer noch daran zu erinnern, warum es die kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau sind, die das Spiel des Lebens interessant machen.
Rettet den Macho, so scheint das Votum. Denn spätestens, wenn die Rechnung auf dem Tisch liegt, freuen sich möglicherweise einige Frauen über die kleinen Vorteile der klassischen Geschlechterrollen.

Er ist Diplom-Sozialpädagoge und Diplom-
Pädagoge. Seit Wintersemester 2010/11 hält
er die Juniorprofessor für Soziale Arbeit
mit Schwerpunkt Gender an der Universität
Vechta.
Prof. Dr. Sabla wagte den Versuch, das Thema “Genderaspekte in der modernen Gesellschaft” näher zu beleuchten und stellte sich den Fragen unseres Mitarbeiters.

als Inbegriff des Machos
Regenbogenforelle gegrillt mit Zucchini-Antipasti

- 1 l Buttermilch
- 2 Salatgurken
- Salz, Pfeffer & evtl. Cayennepfeffer
- 4 ganze Forellen
- 2 Zwiebeln
- 2 Tomaten
- 50 g Butter
- 1 Zweig frischen Dill
- Aluminiumfolie
- 1 Zucchini (etwa 30 cm lang)
- 1 gelbe Paprika
- 1 rote Paprika
- Olivenöl
- Ciabattabrot
- Kräuter der Provence, Salz & Pfeffer
- 100 g Zucker
- etwas Wasser
- 30 ml Apfelsinensaft
- 1000 g frische Erdbeeren
- 1-2 Esslöffel grüner Pfeffer
Vom Höhenrausch gepackt
Tausche Achterbahn gegen Segelflugzeug
![]() Bild: Nina Gerlach
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An einem Samstag fuhren wir schon ganz früh am Morgen nach Sümmern, wortwörtlich „in the middle of nowhere“. Mitten zwischen all den Feldern und Äckern befand sich ein kleiner Flugplatz, bestehend aus einem Tower, einem Hangar, einem Vereinsheim und einer kleinen Werkstatt.
Trotz der wirklich frühen Uhrzeit wimmelte es dort bereits von Menschen unterschiedlichen Alters. Zu Beginn jeden Flugtages werden in einem kurzen Briefing die Aufgabenverteilung und die Wetterlage besprochen. Die Aufgabenverteilung rotiert jedoch im Laufe des Tages, so dass jeder die Gelegenheit bekommt zu fliegen. In meiner Aufgabe als Schnupperschülerin durfte ich mich in sämtlichen Bereichen umschauen. Zu Anfang war ich etwas zögerlich, aber als ich erst einmal eingearbeitet war, hat es richtig Spaß gemacht.
Und dann hieß es schließlich, dass ich an der Reihe sei. Plötzlich wurde mir ganz schön mulmig zumute, denn aus der Nähe betrachtet, wirken diese hauchdünnen Flugzeugwände gar nicht so vertrauenerweckend. Und als mir dann noch ein Fallschirm angezogen wurde, wuchs meine Nervosität. Aber es gab kein Zurück, ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, durch die Luft zu segeln.

Ich war schier überwältigt, von dem was sich mir bot. Unter uns eine atemberaubende Aussicht, über uns der sonnige Himmel und um uns herum nichts als Freiheitsgefühl. Doch dann kam leider ein Rückschlag. Alex fragte mich, ob ich nicht mal das Steuer übernehmen wolle, und erklärte mir die wesentlichen Steuerelemente. Zaghaft probierte ich es und stellte dann die Frage, ob ich irgendwas falsch machen könne. Daraufhin kam prompt die Antwort “Naja, das, was du grad’ machst, zum Beispiel. Die Antwort saß. Sofort gab ich das Steuer wieder ab, doch plötzlich überkam mich ein ganz ungutes Gefühl. Obwohl alles in Ordnung war, signalisierte mir mein Unterbewusstsein aus irgendeinem Grund, etwas anderes und mir wurde fürchterlich schlecht. Also bat ich Alex zu landen.
Die Landung machte dann allerdings wieder richtig Spaß. Nach einem sanften Sinkflug setzen wir auf und schossen mit unserer Restgeschwindigkeit über die Wiese, bis wir schließlich zum Stehen kamen. Mit beiden Beinen wieder fest am Boden realisierte ich dann, was ich so eben erlebt hatte und bedauerte, dass ich den Flug abgebrochen hatte, denn schlecht war mir inzwischen gar nicht mehr. Da es mittlerweile schon recht spät war, bot mit Alex an, dass ich am nächsten Wochenende noch einmal mitfliegen dürfe. Sofort sagte ich ja.
Mein persönliches Fazit zu diesem wirklich ungewöhnlichen Hobby: Alle Daumen hoch, es ist der Wahnsinn! Auch wenn es sehr zeitaufwendig und wetterabhängig ist, ist Segelfliegen ein sehr schönes Hobby, das viel Spaß macht, verhältnismäßig günstig ist und sowohl Jung als auch Alt begeistern kann. Solltet Ihr einmal die Gelegenheit bekommen, das Segelfliegen auszuprobieren, ich kann es Euch wirklich nur empfehlen. Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, da oben durch die Luft zu gleiten und es macht einfach mega viel Spaß.
Wahre Geschichten
Das Leben kann so seltsam sein!
Warum ich besser bin als du – eine Polemik
Reaktion auf das Thema "Veganismus" der letzten Ausgabe

Klausureindrücke während der Aufsicht
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1
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Gebeugte Rücken überall,
manchmal ertönt der Türen Knall, leis auch vernehmbar Raschelns Schall und manchmal eines Stiftes Fall. Die Stirnen runzeln sich fürwahr
In dieser großen Schreiberschar: Gedanken, neblig oder klar – So fließen sie aufs Formular. Ein Lächeln von Bekannten hier
Und dort ich wie Trostbitte spür; Das Warten manchmal an der Tür Zeigt: Blase ist noch voll mit Bier –
Doch Wasser oder Cola nur Kennzeichnen hier die Trinkkultur. |
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Zur Fastenzeit in R 02
Ruft jeder seinen Geist herbei, dass er von Stress ihn mache frei, erfreulich das Ergebnis sei. Denn klausurschreibend sitzen sie
Vor weißen Tischen in der Früh Ein Wort darf dabei fallen nie, die Nase neigt sich fast zum Knie. Naturgeräusche bloß man hört:
Stuhlrücken, Husten ungestört, die Blätter werden mal gerafft mal umgelegt mit sanfter Kraft;
zuweilen trinkt man, isst man auch, sein Recht einfordert dann der Bauch. |
2
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3
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Man kommt und holt sich noch ein Blatt,
schon seitenlang man vor sich hat – und so auch Pinkelpausenzeit und Rauchen von dem Druck befreit: Die Worte fließen nicht so glatt,
das viele Denken macht auch matt und weiß man mal nicht recht Bescheid, der Blick nach oben Hilf bedeut´t (?) Verboten ist es, sich zur Seit
Zu wenden bei Gelegenheit, auch Sprechen ist total verboten: Mogelversuch versaut die Noten;
So ratsam ist es, ganz allein Sich an den Aufgaben zu freun. |
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Den Saal durchweht ein Angstschweißhauch:
Kann ich die Klausur schaffen auch? Kenn ich der Systematik Brauch? Lohnt sich der wochenlange Schlauch? Was wollen die Gutachter lesen?
Wär´s vielleicht besser so gewesen? Die Angst treibt manche(n) gar zum “Tresen”, um wie gewünscht Fragen zu lösen. Dort sitzt, Aufsicht führt ein Dozent,
den jeder der Studenten kennt, der prüft hier sein Sonett-Talent, doch allen nur das Beste gönnt,
wenn strenge Blicke er versend´t, ob er `nen Mogelversuch fänd. |
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5
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Wieder die Studenten schreiben,
Köpf über Blätter gebeugt; Ob sie auch in Zukunft bleiben Diesem Thema geneigt? Vieles, was sie tun und treiben,
von Gewohnheit zeugt, hoffentlich sie sich dran reiben, wenn Gesellschaft streikt. Was auch immer sie bewegt,
Wirken heißt auch Sprechen, solang Herz und Hirn sich regt, nicht die Knochen brechen,
werden sie mit off´nen Augen ihren Weg gehen, wenn sie taugen. |
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Einige heben, schmerzverzerrt,
ihren Arm mal an, wohl ein Äderchen versperrt? Lock´rung lindern kann? Auch die Schreibspannung, verkehrt, hindert den Elan, manche ihre Locke stört, hält das Aug in Bann … Körperlockerung macht fit Auch das Hirn … denkt mit. Was wollen die Gutachter lesen?
Wär´s vielleicht besser so gewesen? Die Angst treibt manche(n) gar zum “Tresen”, um wie gewünscht Fragen zu lösen. |
6
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7
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Der Stift streicht hörbar das Papier –
So ruhig ist es selten hier -, die Finger werden ausgewrungen, schwer seufzt die Luft auch durch die Lungen; die eine liegt fast auf dem Blatt, auch Stirnefalten findet statt, die Locke wird hinweggestrichen, erneut dem Outfit angeglichen. Zuweilen birgt man(n) das Gesicht, wenn die Idee abrupt abbricht, auch Räuspern hört man, stieren Blick nimmt wahr man, schreibendes Geschick paart sich mit Schreibgeräusch – zum Glück? Dazwischen knurrt Dozentenbauch Und Handytöne hört man auch. Gar mancher hält den Kopf sich fest – Ob er dann Klügeres rauslässt? |
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Es bringt sie die Klausur zum Schweigen
Und jeder, jede eifrig schreibt; Die Köpfe auf das Blatt sich neigen, es gilt ja hier: wer schreibt, der bleibt! Denkwürdig, mehrzahlig beweibt
Sind die Personen, die einsteigen In dieses Quiz, die Pflicht sie treibt, der sie sich zähneknirschend beugen. Was tun? Das Joch soll sein gelinde
Und soll womöglich Spaß bereiten, das jeder jede leichtlich finde, was ich erklärte hier beizeiten,
woran sie manchmal sich erfreuten – ich glaube nicht, dass ich sie schinde! |
8
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Das verschwundene Gestern und ein ungewisses Morgen

Signatur: 430 396
Pflichtprogramm für die Leseecke

Signatur: 99 894
Ein fantastisches Gleichnis

Signatur: 391 148
Abenteuer Jugend
Verrückt, verliebt, verloren

Signatur: CQYh 4362 = 423 693
Die Einhorn-Sache
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Ein ganz normaler Tag in der WG: Man liegt so herum und genießt das süße Nichtstun. Stress ist schließlich neurotoxisch. Und so begab es sich, dass man beschloss, die nächsten Wochen erstmal gar nichts zu tun. Schief auf der Wiese stehen oder mit dem Tiger aus der Ecke quatschen ist aber okay. |
Boom, Paupau und Knallpeng! Plötzlich und ganz unerwartet tauchen aus dem Nichts zwei Austauschstudenten aus New York und Moskau auf. Um die politisch angespannte Vergangenheit ihrer Länder aufzuarbeiten, beschließt die WG ein Picknick zur Feier ihrer selbst zu veranstalten. |
Was dann passiert, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die Flasche Vitamalz kippt um, wird unsichtbar und ihr Inhalt verteilt sich im ganzen Raum und verzaubert den Rest der WG und auch die Gäste in Einhörner. |
Während sich die Einhörner still und heimlich zu einem großen Mega-Einhorn formatieren, kämpft WG-Hund Kingkong mit der Entscheidung, alles, was er sieht, aufzufressen. |
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Texte & Bilder: Carolin Makus
Inspiration & Outside Assistance: Tomke Diederike zur Brügge & Luiz Henrique Heins Bueno |
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