Sonderausgabe No 2: Erstiausgabe WS 2007/08 – Oktober 2007

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Lustige Wörterkunde

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Bevor es richtig losgehen kann, heißt es auch an der Uni: Vokabeln lernen! Damit ihr auch genau wisst worüber in den Vorlesungen und unter Studenten geredet wird, solltet ihr euch diese Begriffe zu Gemüte führen und am besten auch nicht mehr vergessen.
Akademisches Viertel: So bezeichnet man die Viertelstunde, die eine Vorlesung an einer deutschen Hochschule später beginnt (und früher endet) als im Vorlesungsverzeichnis angegeben. Der Eintrag 10 – 12 Uhr bedeutet also 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr.
Blockseminar: Eine besondere Form eines Seminars. Im Gegensatz zu den üblichen Regelungen findet ein Blockseminar nicht an einem festen Termin in der Woche statt, sondern an einem festen Termin im Semester, meist am Wochenende.
Campus (lat. Feld): Das Hochschulgelände. Dazu zählen Lehrgebäude, Mensa, Bibliothek sowie das Freigelände zwischen den Gebäuden.
Curriculum (lat. Der Lauf oder auch die Rennbahn): Wird gelegentlich mit „Lehrplan“ oder Lehrzielvorgabe gleichgesetzt. Es kann aber auch ganz einfach der eigene Lebenslauf gemeint sein.
Kolloquium (lat. Colloquium das Gespräch): Wissenschaftliches Gespräch zwischen Fachleuten. Wobei in diesem Falleiner davon ein Student ist. Klingt einfach schöner als mündliche Prüfung oder?
Kommilitone/-in (lat. der Mitsoldat): Ein recht kriegerischer Begriff wie beinahe alle hier genannten. Gemeint ist ganz einfach euer Sitznachbar und alle anderen die Seminare mit euch besuchen, eure Studienkollegen.
Mensa (lat. Tisch oder Tafel): Ist die Kantine der Universität. In Vechta bietet die Mensa meist zwei Fleischgerichte, eine Tagessuppe und eine Mahlzeit für die Vegetarier unter uns an.
Ringvorlesung: Eine spezielle Form der Vorlesung. Es handelt sich dabei um eine Vorlesungsreihe, bei der sich mehrere Dozenten zu einem bestimmten Thema äußern. Vorteil: Man muss nicht durchgängig anwesend sein sondern kann sich die Rosinen herauspicken.
Tutor (lat. Schützer, Beschützer): Meist ein fortgeschrittener Student der kleine Gruppen leitet, um so Dozenten und Professoren zu entlasten. Die netten Kommilitonen (ja das Wort ist angebracht) die euch in der Einführungswoche die Uni zeigen, werden so genannt.
von Sebastian Dargel

Ersti-Guide

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Nun beginnt wohl der Ernst des Lebens…oder die längste Party der Welt. Wie auch immer du dein Studium gestalten wirst; um ein paar grundsätzliche Themen wird auch der hartgesottenste Ersti nicht herum kommen. Damit du nicht völlig verzweifelst bevor du dein eigenes System entwickelt hast, haben wir für dich die besten SOS Tipps für die ersten Wochen zusammengestellt.
Stundenplan
Gehe nicht davon aus, dass dein Stundenplan, dein Raumplan oder überhaupt ein getätigter Plan von dir in den ersten Wochen so bleibt, wie er war. Grundsätzlich ist erstmal alles offen und du solltest es mit Humor nehmen. In den meisten Fällen relativiert sich das Chaos spätestens in der dritten Woche. Gönn‘ dir lieber einen leckeren Kaffee im Bistro, glaub mir, dabei wirst du schnell Deinesgleichen finden.
Seminare
Auch an einer Universität ist Mitarbeit gefragt. Daher heißt es: Vorbereitung ist alles. Sollte diese eher dürftig ausgefallen sein und einschlägige Suchmaschinen sind dir auch keine Hilfe mehr, heißt es Verstecken. Zunächst gilt: wenn du eh schon keine Ahnung hast, Klappe halten. Schamloses Plappern mit dem Nachbarn oder schadenfrohes Kichern, wenn es dich nicht erwischt haben sollte, werden dich zwangsläufig auf die Abschussliste bringen. Auch Gähnen empfiehlt sich, ob in leiser oder lauter Form, ganz und gar nicht. Die Kleidung mit Bedacht aussuchen: Der handgestrickte Ernie- Pullover ist eine wirklich tolle Sache, doch lenkt er zwangsläufig die Blicke auf dich. „Du da in bunt gestreift…“ könnte die Folge sein. Von daher heißt es an solchen Tagen: weniger ist einfach mehr.
Mensa
Gerade in den ersten Wochen nach Semesterbeginn solltest du kein Seminar in der Mittagszeit besuchen, dir einen Sturzhelm für die Schlacht an der Ausgabe anschaffen, oder am besten Vegetarier werden. Ansonsten können wir dir nur raten: Geduld und evtl. ein Pausenbrot für die Wartezeit. Letztendlich wirst du mit einer großen Auswahl leckerer Menüs belohnt, weswegen sich das Warten durchaus lohnen wird. Innerhalb der Mensa solltest du folgendes beachten: Überlege dir schon auf dem Weg genau, was du essen willst. Verzichte auf Komponenten, wenn du bereits an ihnen vorbei bist. Dein Hintermann wird sonst zwangsläufig dein Tablett rammen und dann überholen. Du wirst den Anschluss an deine Freunde verpassen und letztlich alleine dastehen. Und allein schmeckt das Essen nie! Gut, vielleicht etwas übertrieben, aber „Im-Weg-Rumsteher“ nerven einfach. Punkt!
Verwaltung
Foto: Karen Ishikawa
Rechne grundsätzlich nie damit, dass Dinge einen einfachen Ablauf haben. Wenn du einen einfachen Ablauf möchtest, geh zur Bundeswehr! An einer Hochschule ist mitdenken gefordert. Grundsätzlich gilt: Egal was du möchtest, du wirst es kaum an diesem Tag bekommen. Zunächst ist es ratsam, dich per E-Mail vorher anzumelden. Benutze dafür bitte deine hochschulinterne Adresse: Auf guilageilesstück[at]web.de wirst du sehr wahrscheinlich nie eine Antwort erhalten. Sollte es dennoch fehlschlagen, wende dich persönlich an die jeweiligen Stellen. Grundsätzlich gilt auch hier: Freundlichkeit ist alles. Da unsere Verwaltung an manchen Stellen schlichtweg überlastet ist, ist sie auch erstmal für nichts zuständig. Bleibe hart. Formuliere deine Frage erneut. Betone dabei die Wichtigkeit deines Anliegens aber vergewissere dich im Voraus, ob du die Frage nicht auch hättest selbst beantworten können. (Lesen der Prüfungsordnung, Frage an den Dozenten, Zuhören in der Veranstaltung) Gerade während der Prüfungszeit halten solche Anfragen den Betrieb unnötig auf. Solltest du dir sicher sein, dass du im Recht bist, vertrete dein Recht. Sollte dennoch nichts fruchten, hast du unseren Segen, mit der Faust ordentlich auf den Tisch zu hauen. Mitunter wirst du jedoch feststellen, dass dies nur an den seltensten Stellen notwendig sein wird.
Alles in allem heißt es: Humor bewahren. Letztendlich ist hier noch keiner unter die Räder gekommen. Darüber hinaus freue dich jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn du dann diese weisen Worte an deine Nachfolger richten kannst.
Viel Spaß und ein erfolgreiches Studium wünscht dir dein uniVista-Team!
von Britta Simon

Das liebe Geld…

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Bildung ist teuer, das ist nicht erst seit den Studiengebühren so. Deshalb steht jeder von euch vor der Frage, wie soll ich das alles finanzieren? Es gibt die Möglichkeit einen Studienkredit bei der KFW in Anspruch zu nehmen oder, sofern berechtigt, BAföG, zu beziehen. Doch eine wesentlich bessere Alternative wäre ein Studierendenstipendium. Bekommen könnt ihr das bei den sieben großen Begabtenförderungswerken (www.begabtenfoerderungswerke.de) oder bei kleineren Stiftungen und Vereinen.
Recherche lohnt sich, denn es gibt mehr Menschen, die euch fördern wollen als Ihr denkt. Ein Einser-Abitur ist nicht notwendig. Begabtenförderungswerke legen bei ihrer Auswahl Wert auf gute Schul-und Studienleistungen (um die 2,0) und gesellschaftliches und/oder politisches Engagement. Leitsatz ist, dass Lebenswege gefördert werden sollen, keine Karrieren. Dementsprechend gehört bei den meisten Stiftungen zur finanziellen Förderung auch eine ideelle Förderung, welche euch die Möglichkeit eröffnet euch weiter zu bilden und Kontakte zu knüpfen. Bei der Auswahl eurer Stiftung solltet ihr darauf achten, welche zu euch passt, denn diese repräsentiert ihr auch als Stipendiat. Zögert nicht euch zu bewerben, denn zur Zeit haben die Begabtenförderungswerke so viel Geld wie noch nie. Die Bundesbildungsministerin will mit ihrer Bildungsoffensive so viele Studierende fördern wie möglich.
Euer Ansprechpartner an der Uni ist Lars Hoffmeier (Referent für Forschungsförderung, e-Mail: lars.hoffmeier[at]uni-vechta. de, Raum: E 021)
von Stefanie Bruns
Stipendium in der Tasche? Zum Studentenvertreter gewählt?
Zwei weitere Gründe sich als Student mal gehen zu lassen
Foto: Karen Ishikawa

Deine Stimme zählt

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Wir leben in einer Demokratie, in der jede Stimme zählt. Auch an der Hochschule gilt dieses Prinzip. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie du deine Stimme einbringen kannst. Um den Universitätsalltag in deinem Sinne mitzugestalten, kannst du dich als Wähler oder aktiver Studentenvertreter engagieren.
Fachrat
Nahezu jedes Fach hat einen Fachrat. Dieser setzt sich aus Studierenden des Faches zusammen, welche ein Mal im Jahr in einer Vollversammlung von den Studierenden des Bereichs gewählt werden müssen. Die Fachräte stehen im engen Kontakt mit dem entsprechenden Fach/Institut und kümmern sich um die speziellen Belange ihres Fachbereichs. Solltet Ihr Probleme mit Dozenten haben oder unzufrieden sein mit dem Angebot, wendet euch an euren Fachrat.
Studentenparlament (Stupa)
Dieses Gremium besteht aus Studierenden aller Fachrichtungen. Die Anzahl der Mitglieder ist abhängig von der Gesamtzahl der Studierenden. Sie werden von allen Studierenden ein Mal im Jahr gewählt. Das Stupa kümmert sich um Besatz lange, welche die gesamte Studentenschaft angehen, im Einzelfall aber auch um fachbezogene Probleme. Ferner wählt das Studentenparlament die Mitglieder des AStA, wacht über deren Tätigkeiten und verwaltet die Gelder der Studentenschaft.
Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)
Das einzige Gremium, in dem du als Mitglied eine kleine Vergütung bekommst. Eingesetzt werden die Mitglieder vom Studentenparlament nach einem regulären Bewerbungsverfahren. Der AStA versteht sich als Interessenvertretung der gesamten Studentenschaft. Informationen zum Hochschulalltag und die Sprechzeiten der Referenten findet ihr auf der AStA Homepage. (www.asta-uni-vechta.de)
Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Gremien, in denen ihr euch beteiligen könnt. Nähere Auskünfte findet ihr auf der Hochschulseite (www.uni-vechta.de), dem schwarzen Brett und auch im Vorlesungsverzeichnis. Wenn dann noch Fragen offen sind, kann euch der Asta-Referent für Hochschulpolitik Mathias Pornhagen sicher weiterhelfen.
von Stefanie Bruns

Der Kneipenguide

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nur als PDF-Version verfügbar:
von Melanie Ehlert, René Kohn und Sebastian Dargel

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