Britta Simon

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PDF-Version der Sonderausgabe No 4

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SOS-Tipps

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Nun beginnt wohl der Ernst des Lebens … oder die längste Party der Welt. Wie auch immer Du Dein Studium gestalten wirst, um ein paar grundsätzliche Themen wird auch der hartgesottenste Ersti nicht herumkommen. Damit Du nicht völlig verzweifelst, bevor Du Dein eigenes System entwickelt hast, haben wir für Dich die besten Tipps für die ersten Wochen zusammengestellt.
Stundenplan
Gehe nicht davon aus, dass Dein Stundenplan, Dein Raumplan oder überhaupt ein getätigter Plan von Dir in den ersten Wochen so bleibt, wie er war. Grundsätzlich ist erstmal alles offen und Du solltest es mit Humor nehmen. In den meisten Fällen relativiert sich das Chaos spätestens in der dritten Woche. Gönn‘ Dir lieber einen leckeren Kaffee im Bistro, glaub mir, dabei wirst Du schnell Deinesgleichen finden.
Seminare
Auch an einer Universität ist Mitarbeit gefragt. Daher heißt es: Vorbereitung ist alles. Sollte diese eher dürftig ausgefallen sein und einschlägige Suchmaschinen sind Dir auch keine Hilfe mehr, heißt es Verstecken. Zunächst gilt: Wenn Du eh schon keine Ahnung hast, Klappe halten. Schamloses Plappern mit dem Nachbarn oder schadenfrohes Kichern, wenn es Dich nicht erwischt haben sollte, werden Dich zwangsläufig auf die Abschussliste bringen. Auch Gähnen empfiehlt sich, ob in leiser oder lauter Form, ganz und gar nicht. Die Kleidung mit Bedacht aussuchen: Der handgestrickte Ernie-Pullover ist eine wirklich tolle Sache, doch lenkt er zwangsläufig die Blicke auf Dich. “Du da in bunt gestreift …”, könnte die Folge sein. Von daher heißt es an solchen Tagen: Weniger ist einfach mehr.
Mensa
Gerade in den ersten Wochen nach Semesterbeginn solltest Du kein Seminar in der Mittagszeit besuchen, Dir einen Sturzhelm für die Schlacht an der Ausgabe anschaffen, oder am besten Vegetarier werden. Ansonsten können wir Dir nur raten: Geduld und evtl. ein Pausenbrot für die Wartezeit. Letztendlich wirst Du mit einer großen Auswahl leckerer Menüs belohnt, weswegen sich das Warten durchaus lohnen wird. Innerhalb der Mensa solltest Du Folgendes beachten: Überlege Dir schon auf dem Weg genau, was Du essen willst. Verzichte auf Komponenten, wenn Du bereits an ihnen vorbei bist. Dein Hintermann wird sonst zwangsläufig Dein Tablett rammen und dann überholen. Du wirst den Anschluss an Deine Freunde verpassen und letztlich alleine dastehen. Und allein schmeckt das Essen nie! Gut, vielleicht etwas übertrieben, aber “Im-Weg-Rumsteher” nerven einfach. Punkt!
Verwaltung
Foto: Karen Ishikawa
Rechne grundsätzlich nie damit, dass Dinge einen einfachen Ablauf haben. Wenn Du einen einfachen Ablauf möchtest, geh zur Bundeswehr! An einer Hochschule ist mitdenken gefordert. Grundsätzlich gilt: Egal was du möchtest, Du wirst es kaum an diesem Tag bekommen. Zunächst ist es ratsam, Dich per E-Mail vorher anzumelden. Benutze dafür bitte Deine hochschulinterne Adresse: Auf geilesstück@web.de wirst Du sehr wahrscheinlich nie eine Antwort erhalten. Sollte es dennoch fehlschlagen, wende Dich persönlich an die jeweiligen Stellen. Grundsätzlich gilt auch hier: Freundlichkeit ist alles. Da unsere Verwaltung an manchen Stellen schlichtweg überlastet ist, ist sie auch erstmal für nichts zuständig. Bleibe hart. Formuliere Deine Frage erneut. Betone dabei die Wichtigkeit deines Anliegens, aber vergewissere Dich im Voraus, ob Du die Frage nicht auch hättest selbst beantworten können (Lesen der Prüfungsordnung, Frage an den Dozenten, Zuhören in der Veranstaltung). Gerade während der Prüfungszeit halten solche Anfragen den Betrieb unnötig auf. Solltest Du Dir sicher sein, dass Du im Recht bist, vertrete Dein Recht. Sollte dennoch nichts fruchten, hast Du unseren Segen, mit der Faust ordentlich auf den Tisch zu hauen. Mitunter wirst Du jedoch feststellen, dass dies nur an den seltensten Stellen notwendig sein wird.
Alles in allem heißt es: Humor bewahren. Letztendlich ist hier noch keiner unter die Räder gekommen. Darüber hinaus freue Dich jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn Du dann diese weisen Worte an Deine Nachfolger richten kannst.
Viel Spaß und ein erfolgreiches Studium wünscht Dir Dein uniVista-Team!
von Britta Simon

Holzauge sei wachsam …
Kleine Einführung ins Mietrecht für Anfänger

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Foto: Britta Simon
„Als ich nach dem Wochenende zurück in meine Wohnung kam, hatte ich das Gefühl, dass jemand ohne mein Wissen dort gewesen war. Ich rief natürlich gleich bei meinem Vermieter an und erfuhr, dass er Handwerkern Zutritt zu meiner Wohnung ermöglicht hatte. Er wollte keine Zeit verlieren, denn Studenten seien schließlich so schlecht zu erreichen.“
Das Erlebnis der Studentin Verena ist manchem Studierenden in Vechta nicht unbekannt. Obwohl die eigene Wohnung bzw. das WG-Zimmer definitiv einen vom Gesetz geschützten Privatbereich darstellt, verschaffen sich einige Wohnungseigentümer in Abwesenheit ihrer Mieter Zutritt. Auf Nachfragen werden hierfür Gründe wie kleine Reparaturmaßnahmen, Zimmerbesichtigungen für potenzielle Nachmieter oder auch ein allgemeines Nach-dem-Rechten-Sehen angegeben. Der Gedanke, jemand Fremdes bewege sich unbemerkt in den eigenen vier Wänden, kann mitunter beängstigend sein, selbst wenn der Grund dafür, wie im Beispiel der Studentin Katja, jenseits der Neugierde liegt: „Nach dem Wochenende kam ich in meine Wohnung und fand im Wohnzimmer Laminat verlegt. Vorher war dort Teppich gewesen! Meine Vermieterin sah es als freundschaftlichen Dienst an. Sie erklärte mir, dass sie sogar meinen Hamster noch gefüttert hätte. Ich wusste nicht, was ich dazu sagen sollte.“
Trotz aller Nächstenliebe für mittellose Studenten bleibt klarzustellen, dass ein Vermieter weder aus sorgenden noch aus überwachenden Gründen das Recht hat, eine vermietete Wohnung ohne Wissen des Mieters zu betreten. Allerdings ist es dem Eigentümer erlaubt, nach vorheriger Anmeldung seine Wohnung zu besichtigen, was ihm dann auch ermöglicht werden muss. Gründe hierfür wären beispielsweise eventuelle Nachmieter oder die Reparatur kleinerer und größerer Schäden, die den Wert der Immobilie auf längere Sicht senken könnten. Generell gilt jedoch, dass Besuche mindestens 24 Stunden vorher angekündigt werden müssen. Bei dieser Ankündigung ist der Vermieter ebenfalls verpflichtet, dem Mieter den Grund des Besuches mitzuteilen und weitere Besucher zu erwähnen. Von dieser Regel ausgenommen sind Notfälle wie ein plötzlicher Wasserrohrbruch oder der Verdacht auf Feuer. In diesem Fall darf auch ohne Benachrichtigung die Wohnung betreten bzw. eine Notöffnung vorgenommen werden. Daher ist es sinnvoll, einen Zweitschlüssel bei einer vertrauten Person im nahen Umfeld zu hinterlegen und dies dem Vermieter mitzuteilen. Zeiten, in denen die Wohnung besichtigt werden darf, sind gemeinhin auf Wochentage festgelegt. Dabei wird sich an den üblichen Arbeitszeiten orientiert, also 10-18 Uhr. In Ausnahmefällen können auch spätere Termine sowie das Wochenende berücksichtigt werden. Klauseln im Mietvertrag, die dem Vermieter ein Besuchsrecht zu jeder Zeit garantieren, sind ungültig und somit nichtig.
Hilfestellen
Deutscher Mieterbund e.V.
   Website: www.mieterbund.de
   Hotline: 0900 12 000 12 (2 Euro/Min.)
Kostenlose Rechtsberatung beim AStA
Sollte man das Gefühl haben, dass der Vermieter gerne mal einen Spaziergang durch die Wohnung unternimmt und sich dies auf Nachfrage auch bestätigt, besteht das Recht auf eine umgehende Kündigung des Mietvertrages. Kündigungsfristen sowie Schadenersatzansprüche seitens des Vermieters auf entgangene Miete sind in diesem Fall gegenstandslos.
Festzuhalten ist, dass Vermieter sich im Klaren darüber sein müssen, dass Studenten genauso zahlende Mieter sind, wie eine Familie mit Kindern und somit ebenso ein Recht auf Privatsphäre in ihren vier Wänden besitzen. Daher ist ein Eindringen in den Wohnraum ohne Ankündigung nicht tolerierbar. Bei Unklarheiten oder bereits bestehenden Streitigkeiten sollten Studenten sich umgehend Rat beim Deutschen Mieterbund einholen oder direkt einen Anwalt zur Hilfe nehmen. Denn wenn man in den eigenen vier Wänden nicht in Ruhe leben kann, wo dann?
von Britta Simon

PDF-Version der 17. Ausgabe

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No. 17 inkl.
Sonderausgabe
No. 17

PDF-Version der Sonderausgabe No 3

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Nun beginnt wohl der Ernst des Lebens … oder die längste Party der Welt. Wie auch immer Du Dein Studium gestalten wirst, um ein paar grundsätzliche Themen wird auch der hartgesottenste Ersti nicht herumkommen. Damit Du nicht völlig verzweifelst, bevor Du Dein eigenes System entwickelt hast, haben wir für Dich die besten Tipps für die ersten Wochen zusammengestellt.
Stundenplan
Gehe nicht davon aus, dass Dein Stundenplan, Dein Raumplan oder überhaupt ein getätigter Plan von Dir in den ersten Wochen so bleibt, wie er war. Grundsätzlich ist erstmal alles offen und Du solltest es mit Humor nehmen. In den meisten Fällen relativiert sich das Chaos spätestens in der dritten Woche. Gönn‘ Dir lieber einen leckeren Kaffee im Bistro, glaub mir, dabei wirst Du schnell Deinesgleichen finden.
Seminare
Auch an einer Universität ist Mitarbeit gefragt. Daher heißt es: Vorbereitung ist alles. Sollte diese eher dürftig ausgefallen sein und einschlägige Suchmaschinen sind Dir auch keine Hilfe mehr, heißt es Verstecken. Zunächst gilt: Wenn Du eh schon keine Ahnung hast, Klappe halten. Schamloses Plappern mit dem Nachbarn oder schadenfrohes Kichern, wenn es Dich nicht erwischt haben sollte, werden Dich zwangsläufig auf die Abschussliste bringen. Auch Gähnen empfiehlt sich, ob in leiser oder lauter Form, ganz und gar nicht. Die Kleidung mit Bedacht aussuchen: Der handgestrickte Ernie-Pullover ist eine wirklich tolle Sache, doch lenkt er zwangsläufig die Blicke auf Dich. “Du da in bunt gestreift …”, könnte die Folge sein. Von daher heißt es an solchen Tagen: Weniger ist einfach mehr.
Mensa
Gerade in den ersten Wochen nach Semesterbeginn solltest Du kein Seminar in der Mittagszeit besuchen, Dir einen Sturzhelm für die Schlacht an der Ausgabe anschaffen, oder am besten Vegetarier werden. Ansonsten können wir Dir nur raten: Geduld und evtl. ein Pausenbrot für die Wartezeit. Letztendlich wirst Du mit einer großen Auswahl leckerer Menüs belohnt, weswegen sich das Warten durchaus lohnen wird. Innerhalb der Mensa solltest Du Folgendes beachten: Überlege Dir schon auf dem Weg genau, was Du essen willst. Verzichte auf Komponenten, wenn Du bereits an ihnen vorbei bist. Dein Hintermann wird sonst zwangsläufig Dein Tablett rammen und dann überholen. Du wirst den Anschluss an Deine Freunde verpassen und letztlich alleine dastehen. Und allein schmeckt das Essen nie! Gut, vielleicht etwas übertrieben, aber “Im-Weg-Rumsteher” nerven einfach. Punkt!
Verwaltung
Foto: Karen Ishikawa
Rechne grundsätzlich nie damit, dass Dinge einen einfachen Ablauf haben. Wenn Du einen einfachen Ablauf möchtest, geh zur Bundeswehr! An einer Hochschule ist mitdenken gefordert. Grundsätzlich gilt: Egal was du möchtest, Du wirst es kaum an diesem Tag bekommen. Zunächst ist es ratsam, Dich per E-Mail vorher anzumelden. Benutze dafür bitte Deine hochschulinterne Adresse: Auf geilesstück@web.de wirst Du sehr wahrscheinlich nie eine Antwort erhalten. Sollte es dennoch fehlschlagen, wende Dich persönlich an die jeweiligen Stellen. Grundsätzlich gilt auch hier: Freundlichkeit ist alles. Da unsere Verwaltung an manchen Stellen schlichtweg überlastet ist, ist sie auch erstmal für nichts zuständig. Bleibe hart. Formuliere Deine Frage erneut. Betone dabei die Wichtigkeit deines Anliegens, aber vergewissere Dich im Voraus, ob Du die Frage nicht auch hättest selbst beantworten können (Lesen der Prüfungsordnung, Frage an den Dozenten, Zuhören in der Veranstaltung). Gerade während der Prüfungszeit halten solche Anfragen den Betrieb unnötig auf. Solltest Du Dir sicher sein, dass Du im Recht bist, vertrete Dein Recht. Sollte dennoch nichts fruchten, hast Du unseren Segen, mit der Faust ordentlich auf den Tisch zu hauen. Mitunter wirst Du jedoch feststellen, dass dies nur an den seltensten Stellen notwendig sein wird.
Alles in allem heißt es: Humor bewahren. Letztendlich ist hier noch keiner unter die Räder gekommen. Darüber hinaus freue Dich jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn Du dann diese weisen Worte an Deine Nachfolger richten kannst.
Viel Spaß und ein erfolgreiches Studium wünscht Dir Dein uniVista-Team!
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Holzauge sei wachsam …
Kleine Einführung ins Mietrecht für Anfänger

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Foto: Britta Simon
„Als ich nach dem Wochenende zurück in meine Wohnung kam, hatte ich das Gefühl, dass jemand ohne mein Wissen dort gewesen war. Ich rief natürlich gleich bei meinem Vermieter an und erfuhr, dass er Handwerkern Zutritt zu meiner Wohnung ermöglicht hatte. Er wollte keine Zeit verlieren, denn Studenten seien schließlich so schlecht zu erreichen.“
Das Erlebnis der Studentin Verena ist manchem Studierenden in Vechta nicht unbekannt. Obwohl die eigene Wohnung bzw. das WG-Zimmer definitiv einen vom Gesetz geschützten Privatbereich darstellt, verschaffen sich einige Wohnungseigentümer in Abwesenheit ihrer Mieter Zutritt. Auf Nachfragen werden hierfür Gründe wie kleine Reparaturmaßnahmen, Zimmerbesichtigungen für potenzielle Nachmieter oder auch ein allgemeines Nach-dem-Rechten-Sehen angegeben. Der Gedanke, jemand Fremdes bewege sich unbemerkt in den eigenen vier Wänden, kann mitunter beängstigend sein, selbst wenn der Grund dafür, wie im Beispiel der Studentin Katja, jenseits der Neugierde liegt: „Nach dem Wochenende kam ich in meine Wohnung und fand im Wohnzimmer Laminat verlegt. Vorher war dort Teppich gewesen! Meine Vermieterin sah es als freundschaftlichen Dienst an. Sie erklärte mir, dass sie sogar meinen Hamster noch gefüttert hätte. Ich wusste nicht, was ich dazu sagen sollte.“
Trotz aller Nächstenliebe für mittellose Studenten bleibt klarzustellen, dass ein Vermieter weder aus sorgenden noch aus überwachenden Gründen das Recht hat, eine vermietete Wohnung ohne Wissen des Mieters zu betreten. Allerdings ist es dem Eigentümer erlaubt, nach vorheriger Anmeldung seine Wohnung zu besichtigen, was ihm dann auch ermöglicht werden muss. Gründe hierfür wären beispielsweise eventuelle Nachmieter oder die Reparatur kleinerer und größerer Schäden, die den Wert der Immobilie auf längere Sicht senken könnten. Generell gilt jedoch, dass Besuche mindestens 24 Stunden vorher angekündigt werden müssen. Bei dieser Ankündigung ist der Vermieter ebenfalls verpflichtet, dem Mieter den Grund des Besuches mitzuteilen und weitere Besucher zu erwähnen. Von dieser Regel ausgenommen sind Notfälle wie ein plötzlicher Wasserrohrbruch oder der Verdacht auf Feuer. In diesem Fall darf auch ohne Benachrichtigung die Wohnung betreten bzw. eine Notöffnung vorgenommen werden. Daher ist es sinnvoll, einen Zweitschlüssel bei einer vertrauten Person im nahen Umfeld zu hinterlegen und dies dem Vermieter mitzuteilen. Zeiten, in denen die Wohnung besichtigt werden darf, sind gemeinhin auf Wochentage festgelegt. Dabei wird sich an den üblichen Arbeitszeiten orientiert, also 10-18 Uhr. In Ausnahmefällen können auch spätere Termine sowie das Wochenende berücksichtigt werden. Klauseln im Mietvertrag, die dem Vermieter ein Besuchsrecht zu jeder Zeit garantieren, sind ungültig und somit nichtig.
Hilfestellen
Deutscher Mieterbund e.V.
   Website: www.mieterbund.de
   Hotline: 0900 12 000 12 (2 Euro/Min.)
Kostenlose Rechtsberatung beim AStA
Sollte man das Gefühl haben, dass der Vermieter gerne mal einen Spaziergang durch die Wohnung unternimmt und sich dies auf Nachfrage auch bestätigt, besteht das Recht auf eine umgehende Kündigung des Mietvertrages. Kündigungsfristen sowie Schadenersatzansprüche seitens des Vermieters auf entgangene Miete sind in diesem Fall gegenstandslos.
Festzuhalten ist, dass Vermieter sich im Klaren darüber sein müssen, dass Studenten genauso zahlende Mieter sind, wie eine Familie mit Kindern und somit ebenso ein Recht auf Privatsphäre in ihren vier Wänden besitzen. Daher ist ein Eindringen in den Wohnraum ohne Ankündigung nicht tolerierbar. Bei Unklarheiten oder bereits bestehenden Streitigkeiten sollten Studenten sich umgehend Rat beim Deutschen Mieterbund einholen oder direkt einen Anwalt zur Hilfe nehmen. Denn wenn man in den eigenen vier Wänden nicht in Ruhe leben kann, wo dann?
von Britta Simon

PDF-Version der 10. Ausgabe

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Delmenhorst – Hinter Huchting ist ein Graben…

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Was kann man als Stadt tun, wenn man zwischen den Unihochburgen Oldenburg und Bremen gefangen steckt und die einzige Assoziation ein Hotel mit zwielichtigem Charakter oder die Popsängerin Sarah Connor darstellt? Richtig, gar nichts! Dass Delmenhorst dennoch einige Perlen zu bieten hat, blieb dem uniVista-Team auf seiner Reise mit dem Studententicket nicht verborgen…


Fotos: Björn Franke
Fabrikmuseum
Industriekultur stellt für Delmenhorst seit über 100 Jahren einen wichtigen Faktor dar. In der 1884 gegründeten “Norddeutsche Woll- und Kammgarnspinnerei” wurde bis weit ins 20. Jahrhundert hinein aus Rohwolle Garn gesponnen. Obwohl das Unternehmen selbst nicht mehr existiert, blieben einige historische Gebäude, wie die Lichtstation von 1884 und das Turbinenhaus von 1902, erhalten. Heutzutage kann man auf einer Ausstellungsfläche von 3000m² sowohl die Geschichte der Woll- und Kammgarnspinnerei, als auch die Entwicklung der Stadt Delmenhorst, von der mittelalterlichen Burg zur Industriestadt, betrachten. In regelmäßigen Abständen werden Führungen angeboten, die umfangreiche Informationen zum Industrieleben auf der Nordwolle in Delmenhorst bieten. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.
Weitere Informationen findet ihr unter: www.fabrikmuseum.de
Wem im Anschluss an den Besuch der Magen knurrt, dem empfiehlt sich ein kleiner Umweg über das hervorragende mexikanische Restaurant El Marriachi am Fabrikhof 9-10.
www.el-mariachi-delmenhorst.eu
Graftanlagen
Man glaubt es kaum: Selbst in der Industriestadt Delmenhorst gibt es Grün. Südlich der Innenstadt erstrecken sich entlang der Delme die Graftanlagen. 1247 wurde auf der Burginsel ein Hof zu einer Wasserburg umgebaut, im 16. Jahrhundert entstand daraus ein Renaissance-Schloss. Leider wurde dieses ab 1711 wieder abgerissen. 1906 wurde das Areal zur Parkanlage umgewandelt. Die Delmenhorster Graftanlagen bieten auf verschiedenen Wegen und Grünanlagen Möglichkeiten zum Spazieren und Ausruhen. Besonders zur Sommerzeit tummeln sich Menschen verschiedenen Alters in den Anlagen und genießen den Tag. Wer Lust nach einem Feierabendbierchen oder einem Glas Wein verspürt, dem seien der angrenzende Speicher sowie die Graftwerke empfohlen.
Im Netz:
www.graftspeicher.com
www.graftwerk.de
Fette Beats oder so…
Wer sein Nachtleben nicht nur mit einem Gang in die nächste Kneipe gestalten möchte, kann sein Tanzbein in der Diskothek Mausefalle schwingen. Von Donnerstag bis Samstag wird dem Besucher ab 21:30h auf zwei Areas Unterhaltung geboten. Die wöchentlich wechselnden Events können der Homepage entnommen werden. Die Mausefalle Delmenhorst zählt zu den erfolgreichen Nightlife-Konzepten der Stadt und ist jedes Wochenende erneut Anziehungspunkt für junge Leute aus Stadt und Umland.
Diskothek Mausefalle. Weberstraße 10. 27749 Delmenhorst.
Im Internet: www.mausefalle-delmenhorst.de
Riva
Sollte es nach einem Besuch im Delmenhorster Großraumkino Maxx noch etwas Zeit geben, bis euch der Zug zurück nach Vechta bringt, bietet sich ein kurzer Abstecher ins Riva an. Direkt am Bahnhof gelegen, bietet es Getränke und Speisen in allen Variationen und für jeden Geldbeutel. Außerdem lässt euch der direkte Blick auf den Bahnhof garantiert nicht den Zug verpassen.
www.riva-delmenhorst.de
Slattery´s Irish Pub
Zu einer festen Größe des Delmenhorster Nachtlebens zählt das Irish Pub Slattery‘s. Beliebt bei Jung und Alt bietet es sowohl unter der Woche, als auch am Wochenende Live-Musik und verschiedene Events. Ein Highlight stellt vor allem die alljährliche Halloween-Party dar, die bereits Kultcharakter in der Stadt besitzt. Etwa fünf Minuten vom Bahnhof entfernt, findet ihr den Pub an der Stedinger Straße 40. Ab 16:00 Uhr steht das Team für euch hinter dem Tresen.
Mehr Infos unter: www.slatterys-delmenhorst.de
von Britta Simon und Björn Franke

Bilderalbum
uniVista No. 10: Delmenhorst

Fáilte go hÉireann – Willkommen in Irland

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Fotos: Britta Simon
Für wen das Auslandssemester vor der Tür steht oder wer lediglich eine Auszeit von der deutschen Lebensweise sucht, dem sei ein Aufenthalt auf Europas Grüner Insel empfohlen.
Die Republik Irland, die den westlichsten Punkt Europas markiert, trägt ihren Beinamen mit Recht. Wer die größeren Städte verlässt und im Land reist, findet sich schnell in einer unwirklichen Welt wieder. Unberührte Natur, raue Berglandschaften und wilde Bäche in weiten Nationalparks prägen das Bild. Dazwischen vereinzelte Wohnhäuser, die die Frage aufkommen lassen, wen es dauerhaft an solche abgelegenen Orte verschlägt. Die Liebe zu ihrem Land, ihrer Kultur und Tradition prägen den Stolz der Iren. So findet man an Straßen und öffentlichen Gebäuden sowohl die Amtssprache Englisch als auch des Irish Gaelic. Letzteres ist fester Bestandteil des Lehrplans an den meisten staatlichen Schulen. Patriotisch sind die Iren nicht nur in punkto Kultur. Auch im Sport dominiert der auf Irland begrenzte Gaelic Football, eine Mischung aus Rugby und Soccer. Daneben steht das etwas bekanntere Hurling. Beide Sportarten werden in reinen Amateurligen gespielt, dennoch brechen die alljährlichen championship-finals alle Zuschauerrekorde. Die im restlichen Europa beliebte Fußball-Liga findet in Irland eher zweitrangig Beachtung, was mitunter auch an der eher geringeren Beteiligung an internationalen Wettbewerben liegen kann.
Ein Problem, mit welchem sich Irland seit mehreren Jahren konfrontiert sieht, ist der hohe Alkoholkonsum Jugendlicher. Im Zuge des Intoxicating Liquor Act 2008 führte die Regierung diesen Sommer nicht nur ein generelles nächtliches Verkaufsverbot von Alkohol ein, sondern erhöhte die Bußgelder für die illegale Abgabe an Jugendliche und das Betrinken in der Öffentlichkeit drastisch. In diesem Zuge soll ein verantwortungsbewussterer Umgang mit Alkohol gewährleistet werden. Auch die Verkehrssicherheit innerhalb des Landes wird stark debattiert. So hält Irland momentan einen traurigen Rekord: Neben Griechenland zählt es zu den Spitzenreitern in punkto Verkehrstoten innerhalb der EU. Eine Tatsache, die nicht zuletzt auf das mitunter unzulängliche Verkehrssystem, vor allem außerhalb der Großstädte, zurückzuführen ist.
Obwohl die wirtschaftliche Hochkonjunktur der irischen Republik inzwischen abflaut, sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Deutschland immens. So kann mitunter das Doppelte der Kosten hierzulande für Lebensmittel und Konsumgüter veranschlagt werden. Kurzurlaubern und Rucksacktouristen sei daher ein Carepaket aus der Heimat empfohlen, welches ohne Probleme im Koffer oder Rucksack transportiert und ins Land eingeführt werden kann.
Wer an Kultur und Natur seinen Gefallen gefunden hat, der sollte einen Aufenthalt in Irland nicht missen und sich die Zeit nehmen, Land und Leute zu erkunden. In jedem größeren Ort sind Unterkünfte vorhanden und die Gastfreundlichkeit der Iren macht jeden Aufenthalt, ob kurz oder lang, zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Weitere Informationen findet ihr unter:
www.discoverireland.ie
von Britta Simon

PDF-Version der 9. Ausgabe

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Wii

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Da stand er nun: Ein kleiner weißer Kasten, gerade mal so groß wie zwei oder drei DVD-Hüllen übereinander. So ein Blödsinn, so eine Zeitverschwendung, so viel Geld. Was hätte man mit dem Geld alles anstellen können? Seitdem diese technische Neuheit nun den Platz neben dem Fernseher in Anspruch nahm, war das Zimmer gefüllt mit Menschen. Aufgeregt wie Kinder am ersten Schultag wurde das Gerät vorsichtig berührt, gestreichelt, ein Jauchzen ertönte. Schnell vermehrten sich die abenteuerlichsten Spiele in dem Regal unterhalb des Fernsehers, keines war wirklich von langer Dauer, aber dennoch wurde jedes mit einer Begeisterung empfangen, die mir immer unverständlicher wurde, ganz zu schweigen von den albernen Verrenkungen, die erwachsene Menschen vor dem TV-Gerät vollbrachten. Diese kleine technische Errungenschaft fing an, mich kräftig zu nerven. Wo lag bitte der Reiz?
Es war doch letztlich nur eine Konsole, kaum etwas Neues für die Nintendo-Generation der 80er Jahre.
Bildnachweis: bs
Foto: Britta Simon
Ein paar Wochen sollten vergehen, bevor endlich ein Abend mit Ruhe einkehrte und ich mich alleine mit dem weißen Kasten im Raum befand. Ich blickte ein paar Mal von meiner Zeitschrift auf den Fernseher. Dann stand ich auf und schaltete den Knopf der Konsole ein. Alsbald erschien ein kleines Männchen auf dem Bildschirm, welches mir ausführlich erklärte, was ich zu tun hatte. Ich nahm den Controller in die Hand, wickelte ihn mir wie vorgeschrieben mehrfach um den Arm (lächerlich, aus dem Alter der Wutanfälle war ich nun wirklich heraus) und begann das Spiel. Kurze Zeit darauf befand ich mich auf einem Tennis Court, welcher mich in steigendem Tempo durchaus forderte. Auch Golf stellte sich als unterhaltsam heraus. In den nächsten Tagen probierte ich weitere Spiele aus, erstellte meine eigene Persönlichkeit, gewann sogar die ersten Wettkämpfe. Es machte Spaß, verdammt viel Spaß. Schweiß lief mir beim Baseball Spielen die Stirn herunter: Dieser Rekord musste doch zu knacken sein. Tags darauf fragte ich besorgt, woher die Schmerzen in meinem Körper kamen. Gut drei Wochen lang spielte ich in jeder freien Minute und entwickelte ein Talent für einzelne Disziplinen. Ich konnte es kaum erwarten, meine Rekorde zu erweitern. Dann kam der Abend, an dem ich mich messen wollte. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass mein Gegner kaum das nötige spielerische Potential besaß, um mich zu schlagen. Zufrieden feierte ich meinen Triumph. Ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ präzisierte ich stetig meine Wurftechniken. Dann kam der Abend, der alles verändern sollte: Wieder stand ich vor meinem Gegner, er machte kaum Anstalten, sich vom Sofa zu erheben. Wie sollte man bitte jemanden wie mich mit diesem Null-Aktionismus schlagen?
Es war doch letztlich nur eine Konsole, kaum etwas Neues für die Nintendo-Generation der 80er Jahre.
Ein paar Wochen sollten vergehen, bevor endlich ein Abend mit Ruhe einkehrte und ich mich alleine mit dem weißen Kasten im Raum befand. Ich blickte ein paar Mal von meiner Zeitschrift auf den Fernseher. Dann stand ich auf und schaltete den Knopf der Konsole ein. Alsbald erschien ein kleines Männchen auf dem Bildschirm, welches mir ausführlich erklärte, was ich zu tun hatte. Ich nahm den Controller in die Hand, wickelte ihn mir wie vorgeschrieben mehrfach um den Arm (lächerlich, aus dem Alter der Wutanfälle war ich nun wirklich heraus) und begann das Spiel. Kurze Zeit darauf befand ich mich auf einem Tennis Court, welcher mich in steigendem Tempo durchaus forderte. Auch Golf stellte sich als unterhaltsam heraus. In den nächsten Tagen probierte ich weitere Spiele aus, erstellte meine eigene Persönlichkeit, gewann sogar die ersten Wettkämpfe. Es machte Spaß, verdammt viel Spaß. Schweiß lief mir beim Baseball Spielen die Stirn herunter: Dieser Rekord musste doch zu knacken sein. Tags darauf fragte ich besorgt, woher die Schmerzen in meinem Körper kamen. Gut drei Wochen lang spielte ich in jeder freien Minute und entwickelte ein Talent für einzelne Disziplinen. Ich konnte es kaum erwarten, meine Rekorde zu erweitern. Dann kam der Abend, an dem ich mich messen wollte. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass mein Gegner kaum das nötige spielerische Potential besaß, um mich zu schlagen. Zufrieden feierte ich meinen Triumph. Ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ präzisierte ich stetig meine Wurftechniken. Dann kam der Abend, der alles verändern sollte: Wieder stand ich vor meinem Gegner, er machte kaum Anstalten, sich vom Sofa zu erheben. Wie sollte man bitte jemanden wie mich mit diesem Null-Aktionismus schlagen?
Der kleine Kasten und ich haben unseren Frieden geschlossen. Er ziert zwar immer noch den Platz neben dem Fernseher, doch habe ich mich wieder den Zeitschriften zugewandt. Über eine anonyme Suchtgruppe denke ich jedoch immer noch nach.
von Britta Simon

PDF-Version der 8. Ausgabe

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Offener Brief an die Verkehrsteilnehmer der gehobenen Mittelklasse

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Bildnachweis: bf
Foto: Björn Franke
Lieber mobilisierter Verkehrsteilnehmer der gehobenen Mittelklasse, wie Dir sicherlich nicht entgangen ist, kann man derzeit relativ schonungslos in der Werbung verfolgen, dass jährlich etwa 5000 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommen. In vielen Fällen ist vor allem die hohe Geschwindigkeit eine Ursache hierfür. Opfer dieser Unfälle, wie Du sicherlich weißt, sind selten die, die sie verursacht haben. Eher ist es die ahnungslose Mutter mit zwei Kindern auf der Rückbank, der Ehemann auf dem Heimweg von der Arbeit, der Fahranfänger drei Wochen nach Erhalt des Führerscheins. Die Verursacher hingegen, welche sich in der Regel in gut gepolsterten Gefährten befinden, kommen zumeist mit marginalen Schäden davon. Nun möchte ich Dir, lieber Verkehrsteilnehmer der gehobenen Mittelklasse, die Frage stellen, warum es eben immer wieder dieselben Gefährte sind, welche durch zu hohes Tempo, dichtes Auffahren und aggressives Überholverhalten auffallen und somit eine nicht mindere Gefahr für Unfälle darstellen? Sollte es tatsächlich einen charakterlichen Zusammenhang zwischen einer Automarke und seinem Besitzer geben? Und wenn ja, wer beeinflusst in diesem Fall wen?
Nicht selten erlebe ich als treue Kleinwagenfahrerin aufgebrachte Fahrer wie Dich in mobilisierten Einzimmerwohnungen, wie sie, nervös ausscherend, auf einer nassen Landstraße versuchen, selbst die Laserpistole eines Polizisten in Erstaunen zu versetzen. Sicherlich gibt es auch für Dich gute Gründe, warum man an einem gewöhnlichen Wochentag einfach mal die Regeln des Überholens außer Kraft setzt. War es nun der Reihe folgend oder einfach Darwins Gesetz des Stärkeren? Was auch immer, Hauptsache schnell davon. Auch möchte ich gern wissen, was einen vermeintlich harmlosen Autofahrer in einer bayerischen Vorzeigemarke dazu zwingt, wutschnaubend mit Lichthupe das alleinige Recht der linken Spur einzufordern. Wahrscheinlich wirst Du argumentieren, dass man die Tatsache, dass Deutschland eines der wenigen EU Länder mit freier Tempowahl auf Autobahnen ist, doch ausnutzen müsse. Außerdem sei Zeit bekanntlich Geld. Obwohl: Bei einem solchen Auto sollte Dir letzteres wohl kaum Probleme bereiten.
In Anbetracht der zu Beginn genannten Zahl von bis zu 5000 unnötiger Todesopfer jedes Jahr im deutschen Straßenverkehr möchte ich Dir, lieber Verkehrsteilnehmer der gehobenen Mittelklasse, einen Vorschlag unterbreiten: Wie wäre es mit einer Woche Fahren in einem Kleinwagen, durchschnittliche PS-Zahl, geringe Knautschzone. Selbstverständlich für Dich und Deine Familie. Ausflüge, Besuche, die tägliche Fahrt zur Arbeit. Fahren wie genau die Menschen, die du sonst über die Straßen Deutschlands scheuchst. Vielleicht wirst du dann nachvollziehen, welches Gefühl einen durchfährt, wie sich Angst mit Ärger über die Überheblichkeit des Fahres im Rückspiegel paart. Und vielleicht wirst auch Du dann feststellen, dass es letztlich kaum auf die paar Minuten ankommt, die an manchen Orten Familien zerreißen. Denk mal drüber nach.
Herzlichst
Deine uniVista
von Britta Simon
Bildnachweis: bfBildnachweis: bf
Fotos: Björn Franke

Terre des hommes – Hilfe für Kinder in Not
Eine Vechtaer Arbeitsgruppe stellt sich vor

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Foto: Hans-Martin Grosse-Oetringhaus / terre des hommes
Die gemeinnützige Organisation terre des hommes wurde 1966 in der Schweiz gegründet. Ziele der Arbeit waren zu Beginn in erster Linie die Versorgung von Kindern in Kriegsgebieten. Im Laufe der Zeit erweiterte sich das Arbeitsgebiet jedoch stetig. Heute steht der Name terre des hommes für zahlreiche rechtlich unabhängige und selbstständige Organisationen, welche unter dem Dachverband International Federation terre des hommes zusammenwirken. Die Organsitation sieht sich selbst als entwicklungspolitisches Kinderhilfswerk, das sich bei seiner Arbeit streng an den Kinderrechten orientiert. Finanziert wird die Arbeit von terre des hommes in erster Linie durch Spenden, hinzu kommt ein geringer Anteil öffentlicher Zuschüsse. Daneben sind es vor allem auch ehrenamtliche Arbeitsgruppen, welche die Arbeit von terre des hommes maßgeblich unterstützen. Inzwischen existieren in 129 deutschen Städten Gruppen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben. Menschen über Projekte zu informieren, Spendenaufrufe zu organisieren, sowie auf Probleme aufmerksam zu machen.
Seit Ende 2007 existiert eine solche Arbeitsgruppe nun auch an der Hochschule Vechta, die von Studierenden ins Leben gerufen wurde. Neben Informationsveranstaltungen sind vor allem Filmabende, Ausstellungen und regelmäßige Treffen der Gruppe geplant, zu denen Interessierte jederzeit eingeladen sind. Schwerpunktthemen der Arbeitsgruppe stellen unter anderem Kinderarbeit, Kindersoldaten, sowie mangelnde Bildungsmöglichkeiten in Entwicklungsländern dar. Darüber hinaus werden auch regionale Aspekte in die Projektarbeit der Gruppe miteinbezogen. Trotz der vielen Vorhaben betonen die Studierenden, dass in erster Linie der Spaß an ehrenamtlicher Tätigkeit und der Kontakt mit Gleichgesinnten im Vordergrund stehen sollen. Weitere Informationen über die Arbeit von terre des hommes können der Homepage www.terredeshommes.de entnommen werden. Herzlich seid ihr auch zu der studiVZ-Gruppe terre des hommes eingeladen, in der ihr über alles auf dem Laufenden gehalten werdet. Wer Interesse an einer Teilnahme in der Arbeitsgruppe hat oder sich generell über die Projekte der Vechtaer Studierenden informieren möchte, kann dies über die neue Kontaktadresse terre-des-hommes-vechta[at]gmx.de.
von Britta Simon, Stefanie Bruns und Johanna Olberding

terre des hommes

Schadstoffstark und leistungsarm

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Geplanter Stopp
kurz vor der niederländischen Grenze
Foto: Britta Simon, René Kohn
Wieso werden Bekannte ständig an der Grenze zwischen Holland und Deutschland angehalten? Liegt es vielleicht am Fahrzeug (VW Bus T1) mit dem sich schmuggeln noch lohnen würde? Liegt es an den klischeebehafteten Dreadlocks? Oder sind es die schweren Augenlider, mit denen manche aufgrund einer Liderschwäche schon seitdem sie vier sind herumlaufen müssen? Ist der Faktor „Aussehen“ überhaupt ein Kriterium für Zollfahnder, sich die Gestalten im Auto genauer anzusehen?
Wir haben wirklich an alles gedacht und vorher im Internet ausspioniert, wie man sich am sichersten in die Fänge des Zolles bringt. Das ist eigentlich ganz einfach: Nächstgrößere niederländische Stadt anfahren, sich zwielichtig vor Coffeeshops rumtreiben, den Beamten Zeit lassen, sich das Kennzeichen zu notieren und dann möglichst unauffällig über die fast unsichtbare Grenze zwischen der BRD und den Niederlanden fahren. Irgendwann sollte man dann, wenn man alles richtig gemacht hat, an den rechten Seitenstreifen gelotst werden und sich den Damen und Herren der Grenzüberwachung stellen dürfen.
Die Idee:
Wir fahren nach Holland und überqueren die Grenze immer und immer wieder, in unterschiedlichen Verkleidungen und Autos, bis wir angehalten werden und der niederländischen oder deutschen Polizei erklären, wie die Mottoparty heißt, zu der wir unterwegs sind. Das wird ein Spaß!!!
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Flower Power-Posing
Foto: Britta Simon
Materialien:
Ein alter, schmutziger, leicht verbeulter Polo FOX und ein neuer, glänzender, schmucker Nissan Micra aus dem großen Fuhrpark der Redaktion. Natürlich tippten wir alle auf eine schnelle Gefangennahme des Fuchses.
Verkleidungskrams (Perücken, Schminke, Kostüme), Utensilien (große Schultüte, die wir entsprechend gestalten, Schmuck, Sonnenbrillen…)
Die Durchführung:
Wir fahren vormittags los in Richtung und durchs Emsland, Haren. Der Grenzübergang befindet sich von Vechta aus in etwa 150 km Entfernung. Zwei Kilometer davor ist der Treffpunkt auf der deutschen Seite. Zwei Kilometer hinter der Grenze der niederländische. Ist klar, oder? Am Treffpunkt wird sich umgezogen und schick gemacht für die Überfahrt. Im Falle eines Autos: Vier Male (sprich hin und zurück und hin und zurück), im Falle von zwei Autos die Hälfte, also jeweils hin und zurück. Macht unterm Strich 2-4 Verkleidungen für jeden. Am späten Nachmittag bis abends sollte die Rückreise möglich sein, es sei denn, wir befinden uns derweil in einer Zelle, was blöd wäre, weil wir das ja schon hatten, es sei denn, wir landen in einer niederländischen Zelle – der ultimative Zellenvergleich!
Welche Frage sich dem uniVista-Team stellt, ist nun: Reicht es schon aus, einfach nur unkonform auszusehen und sich in Grenznähe aufzuhalten um Bekanntschaft mit den Wächtern der Grenzen zu machen? Testen.
Einige Möglichkeiten: Langes Haar muss natürlich mindestens in einem Fall aus dem Fenster wild im Fahrtwind wehen. Die Schultüte lugt ebenso aus dem Fenster. Eine Fraktion sollte komplett mit Sonnenbrillen unterwegs sein. Aktenkoffer wären auch nicht schlecht. Höh höh… Personenanzahl:
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Fotos: Britta Simon, René Kohn
Vier Leute in jedem Fall, entweder in einem Auto oder zwei in jedem. Für die Zwei-Auto-Variante wären auch sechs Leute möglich.
Das Hippieoutfit:
So wie unsere Generation es noch aus der CD-Werbung Top Hits of the Sixties kennt. Ihr wisst schon. Diese Werbespots, wonach man denkt, das Sound of Silence und Mercedes Benz ein und derselbe Song sind oder zumindest, dass sich diese astrein zusammenmixen lassen.
Außerirdisch:
Ein bisschen Alufolie auf dem Schädel toupieren und schon sieht man aus wie ein merkwürdiges Alien. Oder zumindest wie jemand, der Alufolie auf dem Kopf hat. Alf und E.T. drehen sich im kleinen Grabe um.
Geisterfahrer:
Der alte Bettlakentrick schockt immer noch. Und immer dran denken: Große Augenlöcher und eine Mundöffnung sind essentiell für einen gutgelaunten Poltergeist!
Piekfein:
Ja ja, wir putzten uns raus. Nur vom Feinsten. Mein lieber Scholli, ich hab den Anzug immer noch an. Wenn Oma uns so sehen könnte. Piekfein und irgendwo im Nirgendwo.
Von der Theorie in die Praxis:
Die Hinreise im Schnelldurchlauf: Einsteigen, fahren, aussteigen, tanken, einsteigen, fahren, fahren, fahren, aussteigen, Kostüm wählen, umziehen, einsteigen, über die Grenze fahren.
Der piekfeine Dress brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Es war keine Polizistenseele in Sicht. Warum auch? Es ist ja nichts Besonderes, gut gekleidet zu sein. Mehr Chancen erhofften wir uns von den außerirdischen Metallköpfen, doch nichts geschah.
Der Geist brachte auch keinerlei Erfolg. Wieder ein Bettlaken umsonst geopfert. Das nächste mal wird themengerecht gefahren: Gegen den Strom!
Auch das Hippieoutfit, auf welches wir in Verbindung mit dem alten, schmutzigen (ihr wisst schon…) Polo FOX fast schon all unser Bargeld gewettet hätten, machte uns keineswegs verdächtiger. Da kann man nur sagen „Myth busted“ und wieder was gelernt. Es liegt nicht am Aussehen der Fahrzeuginsassen, ob man an den Grenzen einer Kontrolle unterzogen wird. Den Grenzbewachern hätte eine gewisse Toleranz zugesprochen werden können, wenn denn welche vor Ort gewesen wären. Dieser Test ist unbedingt zur Nachahmung geeignet, wenn man einmal „Schadstoffstark und leistungsarm“ handeln möchte.
von Kai Pröpper, René Kohn, Stefanie Bruns und Britta Simon.
Ihr wollt uns leiden sehen? Verständlich!
Schickt eigene Vorschläge für uniVista x-treme an
redaktion[at]univista.de

PDF-Version der 7. Ausgabe

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Holzauge sei wachsam …

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„Als ich nach dem Wochenende zurück in meine Wohnung kam, hatte ich das Gefühl, dass jemand ohne mein Wissen dort gewesen war. Ich rief natürlich gleich bei meinem Vermieter an und erfuhr, dass er Handwerkern Zutritt zu meiner Wohnung ermöglicht hatte. „Er wollte keine Zeit verlieren, denn Studenten seien schließlich so schlecht zu erreichen.“
Das Erlebnis der Studentin Verena ist manchem Studierenden in Vechta nicht unbekannt. Obwohl die eigene Wohnung bzw. das WG-Zimmer definitiv einen vom Gesetz geschützten Privatbereich darstellt, verschaffen sich einige Wohnungseigentümer in Abwesenheit ihrer Mieter Zutritt. Auf Nachfragen werden hierfür Gründe wie kleine Reparaturmaßnahmen, Zimmerbesichtigungen für potentielle Nachmieter oder auch ein allgemeines Nachdem- Rechten-Sehen angegeben. Der Gedanke, jemand Fremdes bewege sich unbemerkt in den eigenen vier Wänden, kann mitunter beängstigend sein, selbst wenn der Grund dafür, wie im Beispiel der Studentin Katja, jenseits der Neugierde liegt: „Nach dem Wochenende kam ich in meine Wohnung und fand im Wohnzimmer Laminat verlegt. Vorher war dort Teppich gewesen! Meine Vermieterin sah es als freundschaftlichen Dienst an. Sie erklärte mir, dass sie sogar meinen Hamster noch gefüttert hätte. Ich wusste nicht, was ich dazu sagen sollte.“
Trotz aller Nächstenliebe für mittellose Studenten bleibt klarzustellen, dass ein Vermieter weder aus sorgenden noch aus überwachenden Gründen das Recht hat, eine vermietete Wohnung ohne Wissen des Mieters zu betreten. Allerdings ist es dem Eigentümer erlaubt, nach vorheriger Anmeldung seine Wohnung zu besichtigen, was ihm dann auch ermöglicht werden muss. Gründe hierfür wären beispielsweise eventuelle Nachmieter oder die Reparatur kleinerer und größerer Schäden, die den Wert der Immobilie auf längere Sicht senken könnten. Generell gilt jedoch, dass Besuche mindestens 24 Stunden vorher angekündigt werden müssen. Bei dieser Ankündigung ist der Vermieter ebenfalls verpflichtet, dem Mieter den Grund des Besuches mitzuteilen und weitere Besucher zu erwähnen. Von dieser Regel ausgenommen sind Notfälle wie ein plötzlicher Wasserrohrbruch oder der Verdacht auf Feuer. In diesem Fall darf auch ohne Benachrichtigung die Wohnung betreten bzw. eine Notöffnung vorgenommen werden. Daher ist es sinnvoll, einen Zweitschlüssel bei einer vertrauten Person im nahen Umfeld zu hinterlegen und dies dem Vermieter mitzuteilen. Zeiten, in denen die Wohnung besichtigt werden darf, sind gemeinhin auf Wochentage festgelegt. Dabei wird sich an den üblichen Arbeitszeiten orientiert, also 10-18 Uhr. In Ausnahmefällen können auch spätere Termine sowie das Wochenende berücksichtigt werden. Klauseln im Mietvertrag, die dem Vermieter ein Besuchsrecht zu jeder Zeit garantieren, sind ungültig und somit nichtig.
Ein Blick ins Mietrecht lohnt sich
auch für Studenten
Foto: Britta Simon
Sollte man das Gefühl haben, dass der Vermieter gerne mal einen Spaziergang durch die Wohnung unternimmt und sich dies auf Nachfrage auch bestätigt, besteht das Recht auf eine umgehende Kündigung des Mietvertrages. Kündigungsfristen sowie Schadenersatzansprüche seitens des Vermieters auf entgangene Miete sind in diesem Fall gegenstandslos.
Festzuhalten ist, dass Vermieter sich im Klaren darüber sein müssen, dass Studenten genauso zahlende Mieter sind wie eine Familie mit Kindern und somit ebenso ein Recht auf Privatsphäre in ihren vier Wänden besitzen. Daher ist ein Eindringen in den Wohnraum ohne Ankündigung nicht tolerierbar. Bei Unklarheiten oder bereits bestehenden Streitigkeiten sollten Studenten sich umgehend Rat beim deutschen Mieterbund einholen oder direkt einen Anwalt zur Hilfe nehmen. Denn wenn man in den eigenen vier Wänden nicht in Ruhe leben kann, wo dann?
von Britta Simon
Hilfestellen für Studierende:
Deutscher Mieterbund
- Im Internet unter: www.mieterbund.de
- oder per Telefon unter 0900/12 000 12 ( 2 Euro pro Minute )

Kostenlose Rechtsberatung an der Hochschule Vechta unter
www.asta-uni-vechta.de/home/information/rechtsberatung/

Das erste Mal…

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Wer erinnert sich nicht an seinen ersten Besuch bei Ikea, die ersten komischen Dinge, die man so in den Mund genommen hat, die ersten Panikattacken, die ersten körperlichen und geistigen Unfälle? Die Liste könnte ewig so weiter gehen, und manches davon möchte man gar nicht erlebt haben oder aber ganz schnell wieder vergessen. Wir haben uns gedacht: Verdrängen hilft nicht. Also setzten wir uns auseinander mit unserer Vergangenheit und schrieben sie auf, all die ersten Male, die uns geprägt haben. Die Titelstory gewährt euch also tiefe Einblicke in das Leben der Redaktion, exemplarisch also für den Rest der Weltbevölkerung, und lässt euch teilhaben an Dingen, die man die ersten zehn Jahre geheim hält, um dann leicht schmunzelnd darüber zu reflektieren. Gleichsam bildet die Titelgeschichte den Auftakt für die gleichnamige Rubrik, welche dann ab der nächsten uniVista im Sommersemester 2008 regelmäßig erscheint.
Natürlich seid auch ihr aufgefordert, uns an euren ersten Malen teilhaben zu lassen. Egal ob Konzertbesuch, Gefrierbrand am eigenen Körper oder Candlelight Dinner, lasst eure Gedanken schweifen, schreibt sie nieder und schickt sie uns.
…oraler Kontakt mit seltsamen Dingen
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Langsam schließe ich die Lippen um ihn, lasse ihn weiter in den Mund gleiten und betaste ihn vorsichtig und ein wenig scheu mit der Zunge…er fühlt sich glatt an und irgendwie hart…
Verdammt! Ich rede von einem gerösteten Mehlwurm, den ich gerade in den Mund genommen habe!! Ihr erinnert euch noch an diese witzigen Lutscher mit den Insekten drin? Ich musste unbedingt einen haben und zum ersten Mal ein Insekt essen…man, fühlte ich mich beim Kauf cool!! Nun, ich hab’s getan…und ihn gegessen…schmeckte ein wenig wie zu Brikett getoastetes Weißbrot. Also nicht so lecker. Aber der mehlwurmumhüllende Lutscher war gut.
…Kontakt zu den (gelben) Engel
Ich höre eigentlich immer Radio. Nein, eigentlich läuft immer Kassette. Auf jeden Fall Musik. Und diese laut. Wenn ich Auto fahre, brauche ich das. Nur dieses Mal hab ich das aus unerklärlichen Gründen nicht gemacht. Und so hörte ich den Knall. Ich konnte das gar nicht richtig zuordnen. Dann merkte ich, dass das Auto komisch fuhr, dann wieder, dass das Geräusch nicht besser wurde und dann, dass mir ein Reifen fehlte. Hinten links. 120kmh. A 29. Mahlzeit! Hinter mir kein Auto. Durchatmen. Auf den Seitenstreifen fahren. Ruhig bleiben. Keine Panik. Ich sagte mir das immer wieder und tat einfach alles dagegen. Und ich meine: wirklich alles. Das ganze Register. Ich rief bei dem Freund meiner Mutter an, Kfz-Meister. Der muss doch Ahnung haben. Ich machte den Kofferraum auf, suchte nach Ersatzreifen und Wagenheber, fand ersteren, aber den Heber nicht. Ich rief die Polizei an. Römms, Fahrtwind, 200 Sachen. Nein, nicht mein Puls! Wind peitschte mir ins Gesicht.
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Die Autobahn kennt keine Geschwindigkeitsgrenzen. Aber mit Highspeed erfasst zu werden, bringts vermutlich schneller zu Ende als mit gemäßigten 120 ins Wachkoma verfrachtet zu werden. Ich rief die Polizei an. Ich stellte meinen Rucksack mit roter Lasche in 100 Meter Entfernung auf. Wo war nur das Warndreieck? Wo blieb nur die Polizei? Ich suchte weiter nach Wagenheber und Warndreieck. Das Radio blieb aus. Die Polizei kam viel zu spät. Grummelig stieg EINER aus. Und WIDERWILLIG rief er den ADAC. Kommunikation lief schleppend. Er auf dem Seitenstreifen. Ich hielt mich hinter einem Zaun auf. Ich sollte doch weg von der Fahrbahn, Muttis Freund sagte das doch. Polizei weg. Gott, was dachte der von mir?! Wo bleibt der ADAC? Ich gehe zum Kofferraum, ein letztes Mal. Ich suche und finde: das Warndreieck. Entscheide, dass der Rucksack seinen Zweck tut. Dann kommt der Wagenheber zum Vorschein. Ich entscheide mich: mutig zu sein. Ich will doch was zu erzählen haben, wenn ich das hier überlebe. Ich wechsele den ersten Reifen meines Lebens. Ich überlebe. Am Seitenstreifen auf der A29. Nur die A1 hätt das noch toppen können!
…Urlaub ohne die Erzeugerfraktion
Wir hatten es geschafft! Die Schlacht war geschlagen, und wir waren die Sieger. Stolz ohne Ende und mit einem Auto voll Gepäck und Proviant brachen wir nun auf zum ersten Urlaub ohne Eltern am Ostseestrand. Hinfahren durften uns die Erziehungsberechtigten noch. Aber dann waren wir endlich allein. Vier pubertierende Mädchen allein im Bungalow.
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Die Nächte wurden zu Tagen. Es wurde sich geliebt und gestritten ohne Ende. Die Urlaubskasse wurde voll ausgeschöpft, der Strand in Beschlag genommen und die Freiheit genossen. Nach zwei Wochen, die auch in unserer geliebten Seifenoper nicht turbulenter hätten ablaufen können, fühlten wir uns ein bisschen wie die einzigen Überlebenden eines schrecklichen Unglücks, als das Auto unserer Eltern in Sicht kam und wir wieder nach Hause fuhren. Erschöpft, um eine Erfahrung reicher, aber glücklich.
…mit 40 kmh der Schwerkraft trotzen
Als ich vor so einigen Jahren zum Geburtstag einen dieser tollen Fahrradcomputer geschenkt bekam, war völlig klar, was zuerst gemacht werden muss: Ein Geschwindigkeitsrekord muss her! Und da unsere Straße leicht abschüssig war, musste auch genau diese für den Versuch herhalten. Dass sie außerdem wie ein Hufeisen geformt ist, sollte später noch eine wichtige Rolle spielen. Ich begann also an einem schönen heißen Sommertag mit kurzer Hose und T-Shirt los zu brettern. Der Geschwindigkeitsmesser kletterte in ungeahnte Höhen, ich trat in die Pedale wie ein Verrückter, 34, 35, 36, 37… immer höher stieg der Messer an. Dann endlich 40!!! Juhu!!! Als ich dann aber den Kopf hob, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich zwar genug Straße hatte, um auf 40 km/h zu beschleunigen, aber kein einziger Meter Bremsweg zur Verfügung stand. Tief fliegend schlug ich mit dem Vorderrad am Bürgersteig an und wurde aus meinem Sattel über den Maschendrahtzaun auf die andere Seite des Bürgersteigs katapultiert… gerne wäre ich im Zaun gelandet, denn hinter dem Zaun bremsten ja Gott sei Dank nur dornenbewehrte Rosenbüsche meinen Aufprall. Als ich nach ca. 1 Minute des lauten Stöhnens langsam aufstand, sah ich, dass ich eine regelrechte Schneise durch die Büsche gerissen hatte und gute 3 m geflogen war. Das Rad hatte auch einen guten Teil zur Zerstörung des Vorgartens beigetragen, denn es hat beim Aufschlag den Zaun gewichtig zu Boden gepresst. Glücklicherweise hat mich keiner dabei gesehen… und mir geht’s gut, danke!
…auf Tuchfühlung mit der Kreisstadt
Endlich! Ich hatte das Abitur in der Tasche und war nun offiziell an der Hochschule Vechta eingeschrieben. Wer wollte mich jetzt noch aufhalten?
An einem schönen Tag im Oktober sollte es nun soweit sein. In Vechta wartete ein Schlüssel auf mich. Der Schlüssel zur Freiheit! Aber wo ist Vechta eigentlich? Mit vielen guten Ratschlägen und Landkarten machten wir uns auf den Weg. Schließlich kamen wir an. Aber wo war hier die Stadt? Einzelne Gebäude, kein Supermarkt, keine Bank. Wo war ich gelandet?
Besichtigung der WG. Ganz klar, hier wohnen Studenten. Der Kühlschrank war voll, voll mit Bier. Ich war froh, dass ich an diesem Tag noch nicht bleiben musste. Und Bremen und Osna sind ja auch nicht weit.
…einen Freund haben
Bildnachweis: Karen Ishikawa
Foto: Karen Ishikawa
Mein erster Freund war wiederum ein Freund meiner Cousine. Ein netter Junge mit der Aussicht auf einen eigenen Handwerksbetrieb. Groß, blond und mit Brille (denn das sind die besten Typen). Und besagte Verwandte fand wohl, dass es langsam an der Zeit sei, mich zu liieren. Ich war ja immerhin schon 14! Im besten Clueless-Style berichtete sie uns dann gegenseitig von unserer Großartigkeit – großartige Hobbies, großartiger Musikgeschmack (ich hatte damals noch gar keinen Musikgeschmack, bei und zu Hause lief nur FFN), großartige Nettigkeit – und vereinbarte ein erstes Treffen auf ihrem Geburtstag. Es existieren immer noch Fotos davon, anscheinend hatte ich Spaß, an den ich mich aber dank einer Flasche Blue Curaçao zwecks Aufregungsbekämpfung nicht mehr erinnern kann. Als einziges sind mir seine warmen, treuen Hundeaugen im Gedächtnis geblieben (leider stellte er sich als gar nicht so treu heraus, aber das wäre wohl eher eine Episode für „Mein erstes Mal: sich trennen“). Und so kam es von einem Date zum nächsten und von einem Kuss zur Beziehung. Und wie sehr ich verliebt war! Er war toll… Aber vor allem war ich vergeben. Liiert. Eine Pionierin in der Klasse. Das war sicher genauso ausschlaggebend für mein verklärtes Dauergrinsen. Das erste Mal einen Freund haben ist ein großes Gefühl. Ein Gefühl von Verliebtheit, aber auch von Herzschmerz. Mit den Eltern feilschen, um Fahrdienst betteln, die Pille nehmen, den ersten Sex haben, sich ver- und unverstanden fühlen. Vom Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt. Pubertät pur und das zu zweit.
…blau gelbe Impressionen
Bildnachweis: Björn Franke
Foto: Björn Franke
Ich war 21, hatte grade meine erste WG bezogen und brauchte: Möbel. Woher? IKEA! Ja, als jung-dynamische Landpomeranze klang das nach Abenteuer und großer Welt. Her mit Ektorp, Lunna und Köttbullar. Rein in den Konsum. Oh, es war ein Genuss, erst die Fahrt mit der Straßenbahn, dann die S-Bahn nach Köln-Godorf und schließlich der Bus zum Parkplatz… Auf der Heimfahrt beanspruchte ich vier Sitze und mehrere der großen blauen IKEA-Taschen, um all den Krimskrams (natürlich war ich an GLIMMA, den 100 Teelichtern, auch nicht vorbeigekommen) mit sämtlich verfügbaren Verkehrsmitteln in meine Wohnung zu befördern. Mein erstes Mal IKEA? Teuer!
…ungenügende Leistung bringen
Ich war jung, dynamisch trotz Rauchens oder gerade deswegen, in der neunten Klasse, die längste Zeit Streber gewesen. Ich war nun rebellisch (siehe Rauchen), aufmüpfig schon immer, ansonsten jeglichem Unterrichtsgeschehen gegenüber desinteressiert. Ich sagte natürlich nur dann was, wenn ich schweigen sollte und umgekehrt. Und dann war es soweit, ich arbeitete da wirklich drauf hin. Ich wollte es so: Nach Jahren der Zweier, manchmal Einser und der nur wenig befriedigenden Dreier und völlig inakzeptablen Vierer und sinnlosen Fünfer: Endlich die Sechs! Das Fach: Physik. Lichtbrechungswinkel, Fallgeschwindigkeiten, Wellen,… Ich hatte einfach keine Antworten parat auf Optik, Mechanik und wie das alles hieß. Auf die wirklich wichtigen Fragen, etwa wie die Relativitätstheorie denn funktioniere, hatte mein Lehrer entweder keine Antwort für mich, der ja eh nichts verstand oder schlichtweg auch keine Ahnung, was er natürlich nicht zugab. Egal. Denn endlich war sie da, die Sechs! Wie cool man damit war!
Bildnachweis: pixelio.de 178429
© Hans-Peter Reichartz / PIXELIO
…Selbstfolter für die Schönheit
„Aua…aaaaah…uuuuuh…oh Mensch…tut das weeeeh!!! Ach, ich stell mich nur an, andere machen das doch auch… OH MEIN GOTT!!!! Werden diese Schmerzen jemals enden??“ Ich schaue auf die Anleitung. „WAAAAS? Die Achseln soll man sich damit machen können? Die BINKINIZONE? Sind die wahnsinnig??“ Ich weiß nicht, ob ein Mann sich vorstellen kann, wie das ist, wenn man sich jedes Haar einzeln ausreißt, wenn die fiesen kleinen Metallscheiben ein Haar zu packen bekommen und es samt Wurzel von seinem von Natur aus angestammten Platz gewaltsam entfernen. Jedes Haar, ein neuer individueller Schmerz. Schön! Mein erstes Mal epilieren, war auch mein letztes Mal, bin ich eben ein Schattenparker und greife lieber das erste…zweite…zweihundertste Mal zum Rasierer.
…Selbstbezacherln mit Instantsuppe
…irgendwann muss man es ja mal machen und Erfahrungen mit Herrn Knorr sammeln. Sich zum Bespiel selbst bekochen und eine ganz ganz tolle „KNORR Gemüse satt Instantsuppe“ kredenzen. 80% Gemüse, Olivenöl und Kräuter – vegetarisch, cholesterinfrei und fettarm – für 2 Teller…irre, dacht ich mir…dummerweise weiß ich nicht, was die gute Suppe gekostet hat, naja. Das Kochen stellte kein großes Problem dar…500ml Wasser warm machen, einrühren…ziehen lassen. Sieht aus wie Babybrei. Suppe? Hmm, eher wie Püree, nur flüssiger. Gemüse? War bestimmt drin, irgendwo. Ach, kommt schon…war halt einfach zu kochen und mein erstes Mal „Gemüse satt Suppe“!
…Synapsenstreik
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Es ist Nacht…ich sitze vor meinem PC und starre auf den Bildschirm. Vor mir: ein leeres Worddokument. Der Cursor, der markiert, wo ich mich gerade im nicht vorhandenen Satz befinde, scheint mich zu verhöhnen…sein Aufblinken gleicht mechanischem, rhythmischem Gelächter: Ha-ha-ha. Meine Augen brennen und meine Finger liegen eiskalt auf den Plastiktasten. Schreiben, schreiben: JA! Nur was denn?? Ich schaue zur Seite und sehe eine Motte, die immer und immer wieder mit dem Kopf gegen meine Fensterscheibe fliegt, ich betrachte sie eine Weile, vielleicht würde mir diese Art der Kopfarbeit auch mehr zusagen? Der Blick auf den Bildschirm, wieder die Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit. Ich mache den Versuch, einige unbeholfene Buchstaben in eine Reihe zu bringen. Faszinierend, wie lange man dafür brauchen kann und das nur, um sie dann in einem Anfall enttäuschter Wut innerhalb von zwei Sekunden wieder auszulöschen. Ich lasse den Kopf leicht mit der Schreibtischplatte kollidieren: „Denk nach…denk nach…denk…aua.“ Schmerz- auch nicht hilfreich. Jede Formulierung gleicht dem Erklimmen des Mount Everest. Die deutsche Sprache in all ihren Facetten erscheint mir feindlich gesinnt, mein Kopf- eine dumpfe pochende Kugel. Ich raufe meine Haare und blicke auf die Uhr: 3.47 Uhr. Mehr als Zeit um die persönliche Escape-Taste zu drücken und ins Bett zu gehen, abspeichern muss ich ja nichts. Morgen wird mein PC wieder in der Ecke auf mich warten, wie eine dicke, fiese, hässliche Spinne. Mein erstes Mal Schreibblockade? Ja und mit Sicherheit nicht die letzte. Aber wahrscheinlich wird mein nächstes erstes Mal die Überwindung derselben sein…
…die Alternative zum Automobil nutzen
Wenn Benzinpreise Höhen erreichen, die selbst Krösus für inakzeptabel halten würde, überlegt sich auch ein eingefleischter Autofahrer, auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen. So geschah es, dass ich mich an einem ganz gewöhnlichen Freitagnachmittag, auf einem ganz gewöhnlichen Bahnhof in Niedersachsen zur einer ganz gewöhnlichen Zugfahrt einfand. Zumindest dachte ich dies. Stutzig machte mich bereits im Vorfeld die Planung der Fahrt. Noch gut gelaunt, stellte ich bei einem Blick auf den Fahrplan im Internet fest, dass eine sonst eineinhalbstündige Autofahrt per Bahn 3,5 Stunden dauern sollte. Zweimal Umsteigen mit eingeschlossen. Nun gut, Lesen soll bilden, her mit der Unterhaltungsliteratur. Die erste Etappe betrug 40 Minuten und brachte neue Einblicke in die Jamba Klingelton Welt. Auch wurde mein, so dachte ich, bisher reichhaltiges Vokabular an Flüchen und Beschimpfungen durch modernere Kreationen erweitert, die dem einen oder anderen hätten die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen. Froh, diesen Zug nach 40 Minuten verlassen zu können, stieg ich aus, um in den nächsten Zug zu wechseln. Bei einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass mir kaum noch zwei Minuten für den Umstieg blieben. Jetzt war nicht vorhandenes, sportliches Talent gefragt. Die Reistasche in der einen, den Tragebeutel in der anderen Hand und den Rucksack auf dem Rücken, spurtete ich hastig über die Brücke und kam, wenn auch mit Schweißperlen auf der Stirn, auf der anderen Gleisseite an. Pünktlich zum Einstieg in die nächste Bahn.
Bildnachweis: bf
Foto: Björn Franke
Gute zweieinhalb Stunden sollten nun noch vor mir liegen. Ganz schön lange Zeit, dachte ich so bei mir. Doch hatte ich die Rechnung ohne eine junge Dame gemacht, die mich bereits nach kurzer Zeit mehr oder weniger unfreiwillig in ihr Talk Show-taugliches Privatleben einweihte. So war ich mir nach drei viertel Fahrzeit nicht mehr wirklich sicher, ob nun der der erste oder zweite Freund Vater des Kindes sei oder die beste Freundin doch eine Verräterin und ob der kleine Sohn mit englischem Vornamen jemals die deutsche Sprache ohne Sch-Laute erlernen würde, war ebenfalls fragwürdig. Ich hoffte, sie einmal auf einer meiner 10 nächsten Fahrten wieder zu treffen, um etwaige Verständnisprobleme klären zu können. Bei meinem nächsten und gleichzeitig letzten Umstieg war ich dennoch froh, mein Ziel fast erreicht zu haben. Es war inzwischen dunkel geworden und laut meiner Berechnung durfte ich an diesem Bahnhof tatsächlich etwas verschnaufen, bevor die nächste Bahn kommen sollte. Doch etwas war an diesem Ort seltsam. Wer in seinem Leben schon einmal die Verfilmung Langoliers von Stephen King gesehen haben sollte, würde nun meiner Beschreibung folgen können. Es war seltsam still an diesem Bahnhof, fast beängstigend. Ein junger Mann kam auf mich zu und fragte, ob ich in dieselbe Richtung wolle wie er. Als ich dies bejahte, zeigte er auf eine große Uhr am Gebäude und erklärte, dass der Zug bereits vor 15 Minuten abgefahren sei. 15 Minuten? Mein Zug hatte 15 Minuten Verspätung gehabt? Wieso hatte das niemand den Fahrgästen erklärt? War es ihnen etwa egal, dass man im Nichts landen würde? Nun gut, der nächste würde garantiert bald kommen, versuchte ich mich zu beruhigen. Doch auch hier war der Wunsch der Vater des Gedanken, denn drei Stunden sollte ich schon noch auf den Nachfolger warten. So blieb mir nichts anderes übrig, als per Telefon Jemanden zu bitten, mich von diesem trostlosen Ort abzuholen. Gut zweieinhalb Stunden später saß ich mit einem Tee in der Hand in einem warmen Zimmer. Fazit meiner ersten längeren Reise in der Nordwestbahn: durch Fahrtkostenbeteiligung und Handygesprächen hatte ich mein durch Zugfahren Erspartes zu einem Großteil wieder verloren, von verschwendeter Lebenszeit und eventueller Gefährdung wichtiger Gehirnzellen durch Jamba Monatspakete und ungeklärter Vaterschaften ganz zu schweigen. Dafür habe ich mir allerdings geschworen, beim nächsten Tankstopp mein Auto auch nur ein ganz kleines bisschen zu verfluchen.
…Verschönerung der Eigen-Fassade
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© Jeanne / PIXELIO
Damals, also schon länger her, so mit 15, war ich bei einer Freundin zu Besuch. Ich weiß nicht warum, aber wir färbten uns die Haare. Das machte ich, seit ich so alt war, regelmäßig, also mir die Haare färben. Von Braun auf Bronze, Kupfer, irgendwie blond. Also auf jeden Fall heller. Und da geschah es, als ich mir die Haare danach wusch, dass noch ein wenig Schaum in den Haaren war. Schauma! Und da ging ich mit meinen Händen durch die Haare. Und auf einmal waren sie so James Dean bis Elvis-mäßig zu einer Tolle hochgestylt. Ohne Schaum wäre das völlig undenkbar gewesen, und ich war so stolz auf mich, dass ich das fortan immer machen sollte, zunehmend mit sämtlichen Gelsorten. Und zwar, wenn auch in Variationen, bis heute. Und da fällt mir ein, es gibt es ein Bild von mir aus ungestylten Zeiten. Natürlich gibt’s mehrere, aber auf dem geh ich gar nicht. Das Schlimme: Es ist auf meiner eigenen Konfirmation. Und nun weiß ich, auf wen man hören sollte, wenn es um Stylingtipps geht. Gott ist es scheinbar nicht, denn morgens, also am Tag meiner Konfirmation, sagte meine Mutter zu mir: Willst du nicht ein wenig was in die Haare machen. Mein Gott, musste sie mich lieben, dass sie mich ohne Gel außer Haus lies.
…Konsum illegaler Substanzen
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© alt_f4 / PIXELIO
Ich bin ein wenig im Zwiespalt. Kann ich im Hochschulmagazin über Drogen schreiben? Und zwar nicht als sozialwissenschaftlich motivierte Abhandlung, sondern als Erfahrungsbericht? Welcher noch nicht einmal abschreckend als Junkie in der Gasse endet? Aber wenn nicht in einem Unimagazin, wo dann? Ich meine, wem wird gewöhnlich Drogenkonsum zugetraut? Und wer müsste selber über Pro und Contra an einer Hochschule mit pädagogischem Schwerpunkt Bescheid wissen? Eben.
Mein erstes Mal illegale Drogen nehmen war gänzlich unspektakulär. Das einzige, was mir irgendwo hinstieg -und leider nicht in den Kopf, sondern in den Magen- war das Nikotin. Mir als Nichtraucher war speiübel. Das war‘s. Aber ein junger Mensch lässt sich nicht so schnell abschrecken und somit testete ich beim nächsten Versuch das Peace nicht in einem Joint, sondern in einer Bong (selbstgebaut aus einer Wasserflasche). Wir wollten auf ein Dorffest, welche bekanntlich ohne zumindest legale Drogen nicht auszuhalten sind: die Zelte stets taghell erleuchtet, die Landelite zu finden in der Jungschützenecke und der DJ ergießt nicht nur schlechte Musik in die biergeschwängerte Luft, er kann auch miese Ansagen. Nachdem ich mir die Lunge aus dem Hals und das THC in den Kopf gehustet hatte, schien der unterdurchschnittliche Radiotechno blau, alle Menschen nett und zu Hause erwartete mich nur Fressflash statt Kater.
…Kongressiale Eindrücke
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© S. Hofschlaeger / PIXELIO
Ich war beim internationalen Kongress des Psychodramainstituts für Europa (Pife) in Berlin, als Studentin, ohne Abschluss und ohne besondere Vorkenntnisse. Ich muss verrückt gewesen sein. Tausend Szenarien schwirrten mir durch den Kopf, was alles schief gehen kann und auf wie viele verschiedene Arten ich mich blamieren könnte. Ich war drauf und dran, alles abzusagen.
Trotzdem stürzte ich mich ins Getümmel. Ich deckte mich mit Literatur ein und knüpfte erste zarte Kontakte und schon war ich mitten drin. 190 Leute aus 17 Nationen! Ich hab noch nie so viele Sprachen auf einem Haufen gehört.
Der nächste Kongresstag nahm mich voll in Anspruch. Vorträge und Workshops ließen keine Langeweile aufkommen und boten mir viel Gelegenheit weitere Kontakte zu knüpfen, welche dann am Abend auf der Party vertieft werden konnten. Mein Zustand nach durchwachter Nacht war am Sonntag grenzwertig. Nichtsdestotrotz habe ich es irgendwie nach Hause geschafft. Mein erstes Mal Kongress- großartig!
…Tupper-Party ab 18
Durch mehrere Zufälle und einige liebenswert-verrückte Freundinnen saß vor einigen Wochen diese Frau bei mir im Zimmer. Die Dildofee. Zwei dieser Körbe der Marke „Mutti geht mal einkaufen“ brachte sie mit und ich war mir nicht so sicher, ob ich wirklich wissen wollte, was es darin zu bestaunen gab. Mit acht Mädels saßen wir im Kreis um Sekt und Wodkabowle zur Hemmschwellensenkung und harrten der Dinge, die da kommen sollten.
„Ja Hallo, ich bin eure Dildofee, ich sag mal „du“, ne? Und als erstes möchte ich euch die Raupe Nimmersatt vorstellen!“ Zack, fing die Dame an zu plaudern und zauberte als erstes etwas länglich-blaues mit einem freundlichen Gesicht aus ihrer Wunderkiste. Hibbeliges Kichern, rote Wangen und ziemlich viel Neugier war die Reaktion. Ob wir wohl mal anfassen dürften? „Klar, also alles, was ich euch hier heute Abend vorstelle ist absolut jungfräulich und natürlich dürft ihr anfassen, probieren, gucken soviel ihr wollt, darum seid ihr ja hier!“ „Oh, guck mal, wie niedlich, die hat ja sogar `ne Nase…“ Keine Frage, mit niedlichen Gesichtern und weicher Oberfläche kriegt man die Mädels, besonders wenn der Wodka anschlägt.
Nachdem uns die verschiedenen Vorzüge dieses Dildos aufgezählt wurden, unter anderem würden Männer ihn aufgrund des Comicgesichtes nicht als Konkurrenz wahrnehmen, sei das Ding absolut leicht zu reinigen und dank des Saug-Sockels sogar als Klorollenhalter zu verwenden, verschwand die Nervosität und wir wussten auf einmal, warum Dildoparties auch als das Gegenstück zur Tupperparty gelten: acht Weiber lassen sich in aller Ruhe über die Vor- und Nachteile von unkaputtbaren Plastikteilen informieren und tauschen ihre Erfahrungen aus. Besser als bei Dr. Sommer.
Gegen Mitternacht ging eine spannende Veranstaltung zu Ende, die für eine Menge Lacher und Information gesorgt hatte, ohne anrüchig zu sein. Ganz ohne Peinlichkeiten hatten wir einen tollen Abend, der nicht viel gemein hatte mit der Erwachsenen-Ecke aus der Videothek. Und wenn ihr auch mal Lust habt, vor der nächsten Uniparty mal ganz anders vorzuglühen, findet ihr alle Informationen unter: www.dildofee.de
von Britta Simon, Ihna Grensemann, Julia Stock, Melanie Ehlert, René Kohn, Sebastian Dargel und Stefanie Bruns

PDF-Version der 6. Ausgabe

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Aufschieberitis – Aufzeichnungen einer Betroffenen

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3 Wochen vor der Prüfung:
In die Bücher gucken? Zettel sortieren? Lächerlich. Da kann ich auch noch nächste Woche mit anfangen.
2 Wochen vor der Prüfung:
Langsam ein mulmiges Gefühl. Eventuell könnte ich mal alle Zettel suchen. Obwohl, zwei Wochen sind immerhin 14 Tage…
1 Woche vor der Prüfung:
Wollte längst die Zettel zusammen gesucht haben. Ich kann definitiv morgen nicht zur Uni gehen, jetzt hat die Prüfung Vorrang.
5 Tage vor der Prüfung:
Ich weiß genau, ich habe die Zettel hier hingelegt. Wieso sind die dämlichen Zettel nicht mehr da. Schauen wir nochmal durch. Sitzung 4? Wo war ich da bloß? Egal, ich ruf eben die Kathrin an, die hat bestimmt alle Zettel.
3 Tage vor der Prüfung:
12:00 Uhr: Habe nun alle Zettel. Das wäre knapp geworden. Ich guck mal kurz TV, mittags kann man eh nicht lernen.
14:00 Uhr: In die Stadt muss ich auch noch.
18:30 Uhr: Gleich leg ich los, will nur noch eben im Netz was gucken.
23:00 Uhr: Noch drei Tage. Wenn ich nun jeden Tag drei bis vier Stunden lerne, muss das eigentlich zu schaffen sein. Ich ruf lieber nochmal Wiebke an, die hatte den Kurs im letzten Jahr, die weiß, ob die Zeit noch reicht.
Es ist kurz vor 12, und um 12 ist Prüfung.
2 Tage vor der Prüfung:
1:30 Uhr: Gut, sie meinte, dass drei Tage dicke reichen. Nun bin ich erleichtert.
9:00h: Ich mach heute bis in die Nacht, aber erstmal weiter schlafen, dann bin ich fit. 12:30 Uhr: Kaffee! Die Teller hier im Küchenschrank sind alle irgendwie seltsam gestapelt. Sowieso hat mich die Anordnung hier schon immer genervt. Ich werde mal umräumen.
16:00 Uhr: So, die Jalousie hängt auch wieder richtig, das Geschirr ist gespült, der Müll ist draußen. Nun mal aufs Sofa packen und fernsehen. Heute Abend geht’s dann los.
20:30 Uhr: Vielleicht geh´ ich noch für´n Stündchen Joggen.
21:00 Uhr: Ich muss unbedingt noch das Schild an unserem Briefkasten neu drucken, der Postbote hat schon mehrfach gemeckert, ach, das mach ich nun mal eben und dann könnt ich noch die Wäsche aus der Maschine holen.
22:00 Uhr: Konsequent bis heute Nacht, dann hab ich was drauf.
1 Tag vor der Prüfung:
1:00 Uhr: Ich hab echt keinen Bock mehr. Das Thema kotzt mich an. Ach was, ich pack das schon, ich mein, so schwer kann das nich´ sein, das haben andere Trottel auch schon abgeschlossen, sogar der eine, der, wie heißt der noch? Ich guck mal kurz im Studiverzeichnis.
10:30 Uhr: So, heute power ich nochmal richtig durch. Und dann morgen bis um drei wiederholen.
12:00 Uhr: Eigentlich hab ich ja Seminar, aber da kann ich unter diesem Prüfungsstress nun wirklich nicht hingehen. Nächste Woche ist alles wieder anders.
16:30 Uhr: Ich trink mal Tee und ruf Oma an.
18:00 Uhr: Jetzt nochmal ein paar Seiten.
21:00 Uhr: Ich verzweifel hier mit dem Scheiß. Wieso hab ich nicht früher angefangen? Ich guck mal, ob die das im nächsten Semester auch anbieten, vielleicht kann ich mich noch abmelden. Ach was, ich zieh das jetzt durch.
Prüfungstag:
11:30 Uhr: Verpennt! Ok, ganz ruhig, du hast noch drei Stunden. Wiederholen, einfach Wiederholen.
14:30 Uhr: Nun ab unter die Dusche. Hoffentlich labern die gleich nicht soviel rum vor dem Raum, das kann ich echt nicht gebrauchen. Wie war das nochmal? Nein, das muss anders gewesen sein. Scheiße, hoffentlich fällt mir das gleich wieder ein. Naja, ist ja Ankreuzen, das kann nicht schief gehen.
16:00 Uhr: Hätt´ich bloß früher angefangen, hätt´ich bloß früher angefangen, hätt´ich bloß früher angefangen….
17:20 Uhr: Da bin ich durchgefallen, 100 pro. Scheiße! Naja, was soll´s.
3 Wochen später:
Die Noten sind draußen! ´Ne 2,7….Gott sei Dank! Obwohl? Das hätt´ ich eigentlich auch besser gekonnt. Egal, Hauptsache durch. Aber beim nächsten Mal fang´ ich definitiv früher an!
von Britta Simon

Stil – eine Frage des Konsens
Was passiert, wenn Indie und Wave-Post-Punk aufeinander treffen

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Wir trafen die drei Jungs von Swansea bei einem Gig in Oldenburg. Vor ihrem Auftritt interviewten wir sie vor dem Club, mitten im (anrüchigen) Bahnhofsviertel auf der Straße, eben so, wie es sich gehört für wahre Musiker.
So, kann losgehen, am Anfang sagt uns doch bitte nochmal eure Namen.
Alex: Thomas (Schlagzeug), Matthias (Gitarre), und Alex (Bass und Gesang).
Als aller erstes wollen wir natürlich wissen, wie ihr so als Band zusammen gefunden habt?
Alex: Thomas und ich haben schon ziemlich lange zusammen gespielt, in wechselnden Bands. Und dann kam´s leider so, dass uns unser alter Schlagzeuger uns verlassen hat und dann dachte ich, nehmen wir Matthias. Matthias spielt auch Gitarre, und der war gerade ohne Job…ohne festen. (lachen) Ich hab ihn einfach mal gefragt, ob er nicht bei uns mit einsteigen will. Ja und so haben wir vor drei Jahren zusammengefunden.
Matthias: Echt?
Alex: Ja, im Sommer sind´s jetzt drei Jahre.
Aber ihr macht das jetzt nicht hauptberuflich, oder doch?
Alex: Wir gehen nebenher arbeiten, um den Quatsch finanzieren zu können, würde ich sagen.
Darf man fragen, was ihr so nebenher macht?
Thomas: Ich arbeite als Beschäftigungstante im Altenheim.
Matthias: Ich bin demnächst in Leer Referendar.
Alex: Und ich bin pädagogischer Mitarbeiter an einer Haupt- und Realschule.
Bildnachweis: Sönke Meyer
Der Bassist und Sänger von Swansea beim V-City-Festival
Foto: Sönke Meyer
Wie seid ihr zu eurem Namen gekommen?
Matthias: Das war so: jeder denkt sich irgendeinen Quatsch aus, der wird in einen Hut geworfen und dann wird gezogen.
So mehr oder weniger. (lacht)
War es dein Vorschlag?
Matthias: Jaa. (lacht) So im Nachhinein hätte man vielleicht noch mal drüber nachdenken können, aber: Ende gut, alles gut.
Es hat auch keinen bestimmten Hintergrund?
Matthias: Nö, überhaupt nicht.
Alex: Außer, dass es ein Ortsname ist.
Also keine verkappte Ballettleidenschaft?
Alex: Ne. (lacht) Es geht schon eher um die Stadt in England, und nicht um das Schwanensee-Ballett. Um das endgültig mal zu korrigieren!
Wie seid ihr zu eurem Stil gekommen, und wie würdet ihr ihn definieren?
Alex: Das war ein harter Kampf! (lacht) Bzw. ist es immer noch, weil wir musikalisch aus komplett verschiedenen Ecken kommen…ne? Würd´ ich sagen?
Thomas: Nicht ganz verschieden. Alex: Aber schon so, dass es jedes Mal Heulen und Zähneklappern gibt. (lacht) Matthias und Thomas sind eher auf einer Wellenlänge, als ich mit denen. Die kommen aus der klassischen Indie-Zeug-Richtung, und ich komm eher so aus dem 80er Wave-Sachen-Post-Punk.
Matthias: Naja, der Stil zeigt dann letztendlich Konsens, sowohl im Hinblick auf die verschiedenen Stilrichtungen, aus denen wir kommen, und auch aufgrund der Möglichkeiten, die man zu dritt so hat.
Thomas: Und auch aufgrund der Möglichkeiten, die wir an Instrumenten haben. Also die Unfähigkeit, andere Sachen zu machen. (alle lachen)
Alex: Genau. Der durchschnittliche gemeinsame Nenner wurde gefunden. Aus der Not eine Tugend gemacht.
Nachdem ihr in Vechta aufgetreten seid, gab es relativ viele Leute, die euch mit Placebo verglichen haben. Habt ihr das schon mal gehört, kommt euch das bekannt vor?
Matthias: Sag nicht so was! (alle lachen)
Alex: Nach dem Missverständnis mit der Namengebung eigentlich das Häufigste… Der Vergleich mit der Band beruht natürlich auf der Stimme. Ich bin ja damit geschlagen. Aber ich find Placebo jetzt nicht schlecht, die Band ist sehr gut. Dennoch: Wenn ich verglichen werde, dann lieber mit anderen Bands, aber Placebo ist o. k. Es ist aber keine Absicht, um das mal zu sagen. Vielmehr ist auch das wieder das Beste, was wir aus unseren Möglichkeiten machen, und dann kam wohl am Ende Placebo bei raus.
Mit welcher Band würdet ihr gerne mal auftreten?
Matthias: Interpol! (wie aus der Pistole geschossen)
Alex: Ich würde gern mal mit Motorpsycho auftreten, da Interpol schon weg ist.
Thomas: Ja, mit beiden! Aber wir als Hauptband! (lacht) Matthias: Mit Sonic Youth würd ich auch gern mal auftreten…
Wo seht ihr euch in zehn Jahren?
Thomas: Ich bin in Hamburg, das weiß ich jetzt schon.
Auch ohne die zwei?
Thomas: Ne, die kommen ja mit.
Seht ihr euch also in 10 Jahren am musikalischen Ende? Also, wenn er nach Hamburg geht alleine…
(alle lachen)
Thomas: Also, wir haben so schon eine gewisse räumliche Distanz, weil die beiden in Oythe wohnen und ich in Vechta, also wäre der Umzug nach Hamburg das geringste Problem. Das Problem wäre, wenn wir irgendwann alle Vollzeit arbeiten, da sehe ich die große Schwierigkeit.
Matthias: Aber um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ich hoffe, dass wir in dieser Frequenz noch weiter proben und auftreten können. Und dann, Wunschdenken auch, die Frequenz von Auftritten und die Popularität zunimmt. Es muss so sein, dass in zehn Jahren noch was ist, und dann hoffentlich noch mit ´nem bisschen mehr Erfolg.
V-City Festival! Würdet ihr es nochmal tun?
Thomas und Matthias: Ja!
Alex: Ich hab die Frage gar nicht richtig verstanden.
Thomas: V-City, so heißt das Festival, auf dem wir gespielt haben in Vechta.
Alex: Ach so! Ja! Also, das Publikum war wirklich super. So eine Resonanz hatten wir bisher noch nicht. Die Stimmung hat sich auch richtig auf uns übertragen. Matthias: Das war auch das Konzert mit den meisten Plattenverkäufen!
Sekt oder Selters
Fest oder flauschig?
Thomas: Flauschig.
Matthias: Fest.
Alex: Flauschig. Flauschig bedeutet Bewegung, Veränderbarkeit. Fest bedeutet Stillstand, Stagnation.
Thomas: Sturkopf.
Bildnachweis: Sönke Meyer
Foto: Sönke Meyer
Alex: Und flauschig fühlt sich gut an.
Spitz oder rund?
Alex: Rund.
Matthias: Spitz.
Thomas: Rund.
Oben oder unten?
Thomas: Oben.
Matthias: Unten.
Alex: Unten.
Thomas: Das geht hier nicht nach den meisten Übereinstimmungen.
Alex: Unten ist sicherer als oben.
Thomas: Meinst du das jetzt nur geografisch, oder?
Alex: Philosophisch!
Stehen oder tanzen?
Matthias: Sitzen.
Alex: Stehen.
Thomas: Stehend tanzen.
Offen oder verschlossen?
Alle: Verschlossen.
Worauf bezogen?
Thomas: Mich!
Matthias: Du?
Thomas: Ja!
Alex: Verschlossen als Anspruch an andere, an vermeintliche Hörer, um sich evtl. auseinander zu setzen, um Zugang zu finden.
(Thomas und Matthias lachen)
Matthias: Pädagoge!
Alex: Ihr seid echt blöd! Das hätt´ ich auch gesagt, wenn ich Metzger geworden wäre.
Matthias: Zweiter Berufswunsch!
Ordnung oder Chaos?
Alle: Ordnung!
Hell oder dunkel?
Alex: Dunkel.
Matthias: Dunkel.
Thomas: Hell, weil gemütlicher.
Alex: Dunkel gemütlicher, sicherer, verschlossener.
Pflanze oder Fleisch?
Alle: Pflanze!
Aber ihr seid nicht alles Vegetarier?
Alle: Nein! Einfach so.
Das Interview führten Britta Simon, Julia Stock und Melanie Ehlert.

LOST in Hasbruch

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X-treme geht in die zweite Runde. Und wie das so ist bei Fortsetzungsreihen, muss es noch extremer sein. Noch abgedrehter, blutiger, kranker. Kein Problem. Das Thema: Verloren im Wald. So ließ sich ein Teil der Redaktion an einem gewöhnlichen Samstagabend aussetzen. Wo? Das ist die Überraschung. Was zu machen ist? Ebenfalls Überraschung. Die Planung oblag dem übrig gebliebenen Teil der Redaktion, dem Orgateam. Lest zunächst, was passieren sollte und schließlich das, was daraus wurde. Und erfahrt, dass x-treme ein extrem dehnbarer Begriff und somit Auslegungssache für jedes einzelne Redakitonsmitglied sein sollte. PS Schaltet das Licht aus, dann wirkt‘s authentischer.
von Björn Franke, Britta Simon, Julia Stock, Melanie Ehlert, René Kohn, Sebastian Dargel und Stefanie Bruns
Angsthasen allein im Wald
Das Orgateam grübelte lange und heckte was aus – Gruselig soll es werden – der Plan
Wenn. Wenn dieses Wörtchen nicht wäre. Dann hätten wir nie „Blair Witch Project“ gesehen oder „Das Mädchen“ gelesen. Dann wüssten wir nicht, was im Wald alles passieren kann. Wenn man allein ist. Nachts. (Seltsame Figuren aus Stöcken hängen in den Bäumen. Vorm Zelt findet man einen abgetrennten Finger. Vor lauter Panik streitet man sich mit seinen Weggenossen. Man landet in einem Hexenhaus. Ein Bär verfolgt einen.) Dann hätte das Orga- Team nicht zur Hälfte aus totalen Angsthasen bestanden.
„Und wenn ihnen was passiert? Das würde ich mir nie verzeihen.“ Von Anfang an bin ich von der Nachts-verlorenim- Wald-Idee nicht begeistert. Es gibt doch nette andere Vorschläge. Aber Mel, René und Dargel wollen nichts Nettes, sie wollen Action und Grusel. Und da ich im Survival- Team sicher vor Angst gestorben wäre (und das ist nicht wirklich übertrieben), werde ich Organisierende. Als erstes muss ein geeigneter Wald gefunden werden. Es gibt in Deutschland einfach keine mit in Maine oder Burketsville vergleichbaren Wälder. Vor allem nicht im Norden. Größter erreichbarer ist der Hasbruch zwischen Hude und Delmenhorst, eine knappe Autostunde entfernt. 627 Hektar Wildnis – durchzogen von guten deutschen Wanderwegen. Und Wegweisern, wie wir später feststellen werden. Wir haben viele Ideen, von „wir setzen sie ohne Geld und Handy aus und sie müssen zurück nach Vechta kommen“ bis „und am Zielpunkt verstecken wir ein Prepaid-Handy, auf dem noch genau das Geld für eine SMS ist“. Und alle sterben mit dem unberechenbaren Faktor Gefahr. Was ist, wenn sich einer das Bein bricht? Sie in eine Höhle stürzen? Einer von ihnen ausrastet und die anderen abmetzelt? (Weitere Ideen siehe oben.) Angsthasenhirne können sich viele Szenarien ausmalen. Somit erlauben wir ein Handy, Taschenlampen und packen Notfallverpflegung in Form von Keksen und Getränken ein.
Bildnachweis: rk
In der Nacht- und Nebelaktion festgehalten:
Die Wanderkarte, die eigentlich
nicht gefunden werden sollte.
Foto: René Kohn
Steffie lässt sich von den „Drei Fragezeichen“ inspirieren und schreibt ein Rätsel, welches unseren Abenteurern den Weg weisen soll und Britta macht es ihnen nicht leicht und verpackt das Lösungswort, welches uns die drei schicken müssen, damit wir sie abholen, in Wissensfragen. Nicht leicht – das denken wir jetzt noch. Außerdem schreiben wir eine liebevoll – ach, ich meine gruselig – angekokelte Einladung, die die drei in der nächsten Sitzung erhalten. Dass alles passiert bei den ersten beiden konspirativen Treffen, jedoch wird kein dritter Termin mehr gefunden, so dass wir den Hasbruch nicht näher als über Google Earth kennen lernen. Aber hey, da sieht er ganz schön wild und gefährlich aus! Am 27.10. schließlich kaufen Björn und ich, eingestellt auf eine lange Nacht, mehrere Liter Cola ein und fahren zum Treffpunkt. Dort erwarten uns die Mutigen schon, ein bisschen weiß im Gesicht und gar nicht mehr so mutig. Wir nehmen ihnen ihre Wertsachen ab („Habt ihr auch wirklich alles abgegeben? Wenn ich euch jetzt filze und noch was finde, müsst ihr ohne Taschenlampe los!“) und verbinden ihnen die Augen. In den Autos läuft der Soundtrack des hier so oft erwähnten Filmes und die Hasenfüße (ich erinnere: zwei vom Orga-Team) gruseln sich, während Mel sich anscheinend entspannt (unglaublich! Sie sieht nichts, ist auf dem Weg ins Ungewisse und entspannt sich!). Nach einer stillen Stunde, in der wir kein Wort sprechen und ich nur einmal aus Versehen an die Spieluhr auf Brittas Amaturenbrett komme, sind wir am Hasbruch, setzen das Survival-Team aus (ich umarme noch mal alle, wer weiß, ob ich sie je wieder sehe?), lassen sie bis zehn zählen, laufen wie die Bekloppten und schließen uns im Auto ein. 40 Minuten später, wir sitzen in der Pizzeria, piept Björns Handy. Eine SMS. Mit dem Lösungswort…
von Julia Stock
Im Wald
Was geschah – das Actionteam berichtet
Am 27.10.2007 war es soweit. Mit einem mulmigen Gefühl bestieg ich mein Auto. Draußen dämmerte es, und es krochen bereits feine Nebelschwaden über das taufeuchte Gras. Ein letztes Mal tanken, ehe ich die Auffahrt zum Sonnenkamp hochfahre. Was mich wohl erwartet? Zögernd biege ich um die Ecke und parke mein Auto, bereits jetzt fröstelt es mich ein wenig, es ist frisch geworden draußen. Dargel und René kommen dazu. Punkt 19 Uhr biegen zwei dunkle Autos ein… unsere Transportfahrzeuge.
Bildnachweis: rk
Bloß nicht verlaufen, sonst sind wir verloren!
Foto: René Kohn
Das Orga-Team nimmt uns unsere Sachen ab, es bleiben uns nur ein Handy und eine Kamera. Ich werde von den männlichen Teilnehmern getrennt. Die Augen werden uns verbunden. Gespannt setze ich mich ins Auto, ein leichtes Kribbeln im Bauch. Meine Fahrer steigen ein, es wird kein Wort mit mir gesprochen… ich halte den Atem an und lausche, eine CD wird eingelegt (Blair Witch Soundtrack, mit Einspielungen aus dem Film). Wir setzen uns in Bewegung. Bis Visbek kann ich den Weg nachvollziehen, danach lässt mich mein Orientierungssinn im Stich. Ich habe nicht die leiseste Ahnung wo mich meine Fahrer hinbringen, wir halten kurz, um zu tanken – Stille. Auf einmal erklingt die Melodie einer Spieluhr… ich grinse in mich hinein, gut gemacht das ganze Szenario, ein leichter Schauer wandert über meine Haut. Nach ca. einer Stunde sind wir am Ziel und werden mit verbundenen Augen aus den Autos geholt. Blind und mit der Hand des Nebenmanns in der eigenen stolpern wir einige Meter weiter. „So, wir geben euch jetzt einen Rucksack. In diesem befinden sich alle Sachen, die ihr braucht. Ihr zählt jetzt bis zehn und dann nehmt die Augenbinden ab“. Wir hören Schritte, die sich eilig über Kies entfernen und fangen langsam an zu zählen: Acht – neun – Motoren starten, Reifen drehen durch – zehn.
Wir nehmen unsere Augenbinden ab und stehen auf einem stockdunklen Waldpfad und sehen noch die Rücklichter des letzten Autos das um die Ecke biegt. Wir sind allein. Irritiert schauen wir uns um. Damit hatten wir nicht gerechnet. Ich höre meinen eigenen Atem und das Rauschen der Bäume – Schweigen. Als erstes öffnen wir den Rucksack und entfalten den enthaltenen Brief. Das Gedicht enthält einige Hinweise, mit ihrer Hilfe und der Wuchsrichtung des Mooses an den Bäumen, biegen wir auf den rechten Pfad ab… tiefer hinein in den Wald. Der Vollmond erhellt den Weg, die Taschenlampe durchbricht mit ihrem schwachen Licht die restliche Dunkelheit. Die Stimmung im Team ist gut, wir halten die Augen offen… nach nicht vorhandenen Hinweisen, aber das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ein Wegweiser eröffnet uns drei neue Möglichkeiten… Amalieneiche, Jagdhütte, Kühlingen. Unser Rätsel bringt uns auf die Idee, den Weg Richtung Eiche einzuschlagen (Rätsel?). Der Waldboden gibt sanft unter unseren Füßen nach, im Wald neben uns raschelt es.
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Das Haus am Ende – es hätte gruselig werden können.
Foto: René Kohn
Ein Blitzen am Ende des Wegs lässt uns aufschauen… was ist das? Eine Wanderkarte! Das Orga-Team wollte bestimmt nicht, dass wir an ihr vorbeikommen… wir fotografieren die Karte, lösen das Rätsel. Ich schaue auf die Uhr, 40 Minuten sind wir in diesem Wald… Soll´s das gewesen sein? Wir schlagen den Weg Richtung Treffpunkt ein… nach einer guten Stunde erreichen wir unser Ziel.
X-treme ist eindeutig was anderes… gruselig auch… witzig war es mit Sicherheit, aber leider auch viel zu kurz. FAZIT: Man kann sich in norddeutschen Wäldern, bei vollem Bewusstsein, nur schwer verlaufen.
von Melanie Ehlert

PDF-Version der Sonderausgabe No 2

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Ersti-Guide

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Nun beginnt wohl der Ernst des Lebens…oder die längste Party der Welt. Wie auch immer du dein Studium gestalten wirst; um ein paar grundsätzliche Themen wird auch der hartgesottenste Ersti nicht herum kommen. Damit du nicht völlig verzweifelst bevor du dein eigenes System entwickelt hast, haben wir für dich die besten SOS Tipps für die ersten Wochen zusammengestellt.
Stundenplan
Gehe nicht davon aus, dass dein Stundenplan, dein Raumplan oder überhaupt ein getätigter Plan von dir in den ersten Wochen so bleibt, wie er war. Grundsätzlich ist erstmal alles offen und du solltest es mit Humor nehmen. In den meisten Fällen relativiert sich das Chaos spätestens in der dritten Woche. Gönn‘ dir lieber einen leckeren Kaffee im Bistro, glaub mir, dabei wirst du schnell Deinesgleichen finden.
Seminare
Auch an einer Universität ist Mitarbeit gefragt. Daher heißt es: Vorbereitung ist alles. Sollte diese eher dürftig ausgefallen sein und einschlägige Suchmaschinen sind dir auch keine Hilfe mehr, heißt es Verstecken. Zunächst gilt: wenn du eh schon keine Ahnung hast, Klappe halten. Schamloses Plappern mit dem Nachbarn oder schadenfrohes Kichern, wenn es dich nicht erwischt haben sollte, werden dich zwangsläufig auf die Abschussliste bringen. Auch Gähnen empfiehlt sich, ob in leiser oder lauter Form, ganz und gar nicht. Die Kleidung mit Bedacht aussuchen: Der handgestrickte Ernie- Pullover ist eine wirklich tolle Sache, doch lenkt er zwangsläufig die Blicke auf dich. „Du da in bunt gestreift…“ könnte die Folge sein. Von daher heißt es an solchen Tagen: weniger ist einfach mehr.
Mensa
Gerade in den ersten Wochen nach Semesterbeginn solltest du kein Seminar in der Mittagszeit besuchen, dir einen Sturzhelm für die Schlacht an der Ausgabe anschaffen, oder am besten Vegetarier werden. Ansonsten können wir dir nur raten: Geduld und evtl. ein Pausenbrot für die Wartezeit. Letztendlich wirst du mit einer großen Auswahl leckerer Menüs belohnt, weswegen sich das Warten durchaus lohnen wird. Innerhalb der Mensa solltest du folgendes beachten: Überlege dir schon auf dem Weg genau, was du essen willst. Verzichte auf Komponenten, wenn du bereits an ihnen vorbei bist. Dein Hintermann wird sonst zwangsläufig dein Tablett rammen und dann überholen. Du wirst den Anschluss an deine Freunde verpassen und letztlich alleine dastehen. Und allein schmeckt das Essen nie! Gut, vielleicht etwas übertrieben, aber „Im-Weg-Rumsteher“ nerven einfach. Punkt!
Verwaltung
Foto: Karen Ishikawa
Rechne grundsätzlich nie damit, dass Dinge einen einfachen Ablauf haben. Wenn du einen einfachen Ablauf möchtest, geh zur Bundeswehr! An einer Hochschule ist mitdenken gefordert. Grundsätzlich gilt: Egal was du möchtest, du wirst es kaum an diesem Tag bekommen. Zunächst ist es ratsam, dich per E-Mail vorher anzumelden. Benutze dafür bitte deine hochschulinterne Adresse: Auf guilageilesstück[at]web.de wirst du sehr wahrscheinlich nie eine Antwort erhalten. Sollte es dennoch fehlschlagen, wende dich persönlich an die jeweiligen Stellen. Grundsätzlich gilt auch hier: Freundlichkeit ist alles. Da unsere Verwaltung an manchen Stellen schlichtweg überlastet ist, ist sie auch erstmal für nichts zuständig. Bleibe hart. Formuliere deine Frage erneut. Betone dabei die Wichtigkeit deines Anliegens aber vergewissere dich im Voraus, ob du die Frage nicht auch hättest selbst beantworten können. (Lesen der Prüfungsordnung, Frage an den Dozenten, Zuhören in der Veranstaltung) Gerade während der Prüfungszeit halten solche Anfragen den Betrieb unnötig auf. Solltest du dir sicher sein, dass du im Recht bist, vertrete dein Recht. Sollte dennoch nichts fruchten, hast du unseren Segen, mit der Faust ordentlich auf den Tisch zu hauen. Mitunter wirst du jedoch feststellen, dass dies nur an den seltensten Stellen notwendig sein wird.
Alles in allem heißt es: Humor bewahren. Letztendlich ist hier noch keiner unter die Räder gekommen. Darüber hinaus freue dich jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn du dann diese weisen Worte an deine Nachfolger richten kannst.
Viel Spaß und ein erfolgreiches Studium wünscht dir dein uniVista-Team!
von Britta Simon

PDF-Version der 5. Ausgabe

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Skandalöse Zustände an der Hochschule Vechta – Jetzt redet ihr!

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Ende April sorgte ein Artikel in der Osnabrücker Zeitung für Wirbel an der Hochschule Vechta. Einige Studierende beklagten sich über unhaltbare Zustände und verwiesen auf ihr Recht auf Bildung, welches ihrer Meinung nach durch die Hochschule blockiert würde. Ebenso entbrannte im Asta Forum eine Debatte darüber, wie die Zustände gelöst werden könnten. uniVista hat sich daher dazu entschlossen, euch sprechen zu lassen, damit ihr eure Sicht auf die Hochschule zum Ausdruck bringen könnt.
von Britta Simon
Ich bin mit der Hochschulsituation eigentlich ganz zufrieden. Als höheres Semester habe ich nicht mehr mit überfüllten Seminaren zu kämpfen. Das einzige, was mich stört ist, dass die Universität meiner Meinung nach einen schnellen Umbau erzwingen will, bzw. ihr Profil noch sucht. In einer Zeit in der es Eliteuniversitäten gibt und die Universitäten in einem immer stärker werdenden Konkurrenzdruck stehen, müsste diese Universität ihr Profil stärken. Ich denke, dass es möglich ist, zwei so unterschiedliche Aspekte, wie den der Altersforschung und der Lehrerausbildung unter einen Hut zu bringen. Die Uni muss klar Stellung beziehen, damit sie nicht nur Studenten bekommt, die aus Verlegenheit nach VEC kommen, sondern aus Überzeugung. Dann säßen in den Veranstaltungen auch nicht so viele frustrierte Studenten. Den schlimmsten Zustand an dieser Universität (für mich ein Skandal) ist der Zustand in der Pädagogik. Die Kommunikation zwischen den Dozenten muss verbessert werden, alleine damit Seminare nicht in ganz kleinen Räumen stattfinden, und den Dozenten klar ist, was sie erwartet. Ansonsten muss ich sagen, dass ich mich in den drei Jahren an dieser Hochschule sehr wohlgefühlt habe und nicht sagen kann, dass alles schlecht hier ist, wie einige Leute der Meinung sind.
von Thomas
Foto: Hochschule Vechta
Ich finde es reicht nicht, nur Kritik zu äußern. Nach meinem dritten Fachsemester war klar, dass das Image der kleinen, fast privat anmutenden Uni flöten gegangen ist. Mit der Einführung des Bachelor SKN hatte sich die Uni übernommen. Zu viele Studenten wurden zugelassen, also zu wenige der möglichen Auswahlverfahren genutzt, zu wenig in Lehrmittel, Räume, Dozenten investiert wird. Das hat zur Folge, dass das gerne vermittelte Image der Uni und die dazugehörige Lehre und Forschung nun nicht mehr zusammen passen. Ich glaube nicht, dass diese Heuchelei bösartiger Natur ist, jedoch finde ich es nicht weitsichtig genug. Der Fokus liegt nicht mehr auf den Studenten. Es gibt Ausnahmen, die erst im Referendariat lernen, wie sie Wissen richtig vermitteln können. Das wertet kollosal ab und ich glaube, in der Uni Vechta steckt einfach mehr Potenzial. Ich denke, es ist deshalb wichtig, die zur Verfügung stehenden Auswahlverfahren auszubauen und mehr zu nutzen, vernünftig zu investieren (ich denke da an den Flachbildschirm an der Information, der zwar schick ist, aber mindestens zwei Semesterbeiträge gekostet hat) und weitsichtiger zu planen anstatt den Schaden zu regulieren. Das Gleichgewicht zwischen Lehre, aktueller Forschung und Praxisbezug sowie den Fokus auf die Studenten wiederherzustellen, sollten wichtige Ziele der Uni sein. Auch muss ein klares Konzept her. Wo sieht sich die Uni in 10 Jahren? Was sind Tendenzen der Hochschul- und Bildungspolitik? Möchten wir da mitziehen? Wie ermöglichen wir Studenten mehr Mitbestimmung? Wie machen wir die Forschung attraktiver? Wie fördern wir? Wie sieben wir die Sudokuspieler aus, die sich über die letzte Uniparty unterhalten und den Mitstudenten durch ihr Quatschen das Studieren erschweren? Image und Umsetzung passen momentan nicht mehr zusammen, aber dagegen kann was getan werden. Wenn nicht, wird Vechta eine Uni werden, die mal für ihre Mensa des Jahres und ihre Menschlichkeit bekannt gewesen ist. Noch studiere ich gerne hier.
von Stefanie

Bremen

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© Jan von Bröckel / PIXELIO
Ihr habt schon immer das Bedürfnis gehabt, einmal musizierende Tiere zu sehen? Wolltet schon immer mal live dabei sein, wenn sich jemand vom Hochhaus stürzt? Kein Problem. Unsere fünfte Station auf unserer Semestertickettour macht’s möglich. Und es ist keine geringere als Bremen gewesen.
Bremen.
Hansestadt. Fisch. Grün-Weiß. Mittlerweile auch Orange. Fußball. Becks. Eine Stadt, in der Männerträume wahr werden. Eine Stadt, 550.000 Einwohner… Bei mäßigem Wetter, aber mit bestem Vorhaben und wie immer hochmotiviert ging es in die größere Stadt des Zweistädtelandes. Neben Studenten, die noch keine Studiengebühren bezahlen müssen und entsprechend schön auf den Putz hauen können, bringt diese Stadt auch astreine Soapkarrieren hervor: Der ehemalige Manager des Fußballvereins Werder Bremen ist derweil Senator für Bildung und Wissenschaft. Möglicherweise mag das eine mit dem anderen
Umstand zutun haben. Ach so, vom Haus hat sich übrigens niemand gestürzt. Wir wohnten lediglich einem Tatortdreh bei. Nach einer Dreiviertelstunde Sensationsgeilheit hatten wir allerdings keine Muße mehr, noch länger auf den Sprung zu warten. Wir mussten ja schließlich weiterkommen, um für euch Bremen zu erkundschaften.
das Bremer Schnoorviertel
© (Fotograf unbekannt) / PIXELIO
Wer sich schon in Bremen befindet sollte es auf keinen Fall verpassen, das Bremer Schnoorviertel zu besuchen. Hier findet der geneigte Besucher viele hundert Jahre hanseatische Geschichte und kann in den engen Gassen beim Bummeln schon mal die Zeit vergessen. Doch nicht nur das Bummeln wird im Schnoor groß geschrieben, auch die Kultur hat ihren festen Platz. Verschiedene Galerien und Museen lassen sich hier ebenso finden wie Theater und Varieté. Ein näherer Blick lohnt sich!
St. Petri Dom
Bremen hat auch für Freunde sakraler Gebäude, sei es um zu beten oder die Pracht zu bewundern, einiges zu bieten. Neben der St. Martini Kirche im Schnoor Viertel, der Atriumkirche und der Unser Liebfrauenkirche ist besonders der St. Petri Dom hervorzuheben. Dieses frühgotisch geprägte Bauwerk besitzt eine besonders imposante dreischiffige Basilika mit einem doppelten Chor und zwei Krypten. Angesichts all dieser Pracht ist es nicht verwunderlich, dass es zwei Männer brauchte um den Dom eine solche Größe zu verleihen. So begann einst im Jahre 1041 der Erzbischof Bezelin mit dem Bau, welchen sein Nachfolger Adelbert vollendete. Heute ist er ein Ort der Besinnung, des Staunens, der Erinnerung und nicht zuletzt der Bildung. Denn neben seiner eigenen langen Geschichte, welche vor allem in den ältesten Teilen, der Ost – und der Westkrypta, spürbar wird beherbergt das alte Gemäuer heute auch ein Museum. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.
Gut, lecker, Johnny be goods
Eher zufällig trieb uns der Hunger in dieses Truckerlokal. Die rustikale Innenausstattung hat ihren ganz eigenen Charme. Aber das Besondere ist hier definitiv das angebotene Essen. Neben einer großen Auswahl an Burgern gibt es auch andere typisch amerikanische Spezialitäten. Einzig für die Vegetarier ist das Angebot etwas dünn. Ansonsten findet sicher jeden den Burger seines Geschmacks. Bei all ihrer Unterschiedlichkeit haben diese eins gemeinsam sie sind riesig und werden mit einer ordentlich Portion Beilagen serviert. Richtigen Hunger sollte man also mitbringen. Die Preise sind den Portionen angemessen. Aber es ist sicher nicht billig. Doch gutes Essen darf auch seinen Preis haben, oder?
das Universum Science Center
© w / PIXELIO
Derjenige, der sich bei seinem Bremen-Ausflug mehr Zeit mitgebracht hat, sollte auf jeden Fall 8 Euro (ermäßigter Preis für Studenten) in seinem Portemonnaie zurückhalten für einen Besuch im Universum. Insgesamt 250 Stationen auf rund 4000 m² Ausstellungsfläche laden ein zum spielerischen Entdecken, Staunen und Erleben rund um die Themen Mensch, Erde und Kosmos. (Beispielsweise kann man in einem kleinen Nachgebauten Wohnzimmer am eigenen Leib erfahren, wie sich ein Erdbeben anfühlt) Weitere Informationen gibt es auf www.universum-bremen.de
Wenn der Tag des Bummelns und der Kultur dann nicht zu lange war, gilt es das Nachtleben von Bremen zu erobern. Hier einige Tipps von uns zur Abendgestaltung.
Tower
Direkt in der City und keine 5 Min vom Bremer Bahnhof entfernt findet man den Tower Music Club. Im mittelalterlichen Stil gehalten gibt es für Freunde der alternativen Musik hier von Di bis Sa ab 22 Uhr Programm. Neben wechselnden Events wie Livekonzerten oder Visionpartys könnt ihr hier an jedem ersten Freitag im Monat in der AtmosFear Dark Wave, Industrial und Gothic sowie EBM erleben. Der letzte Freitag im Monat steht ganz im Zeichen der lauten Töne. Unter dem Stichwort Kerosene gibt es eine bunte Mischung aus Hardcore, Punk, Ska und Emo. Samstags heißt es Tanzen, denn dann erwartet den Besucher unter dem Motto StereoSurfin´die Tower Tanznacht.
Der Dienstag Abend wird besonders uns Studenten erfreuen, denn dann heißt es nicht nur freier Eintritt sondern ebenso Bier zu vergünstigten Preisen. Für weitere Infos klickt auf www.tower-bremen.de
Stubu
Ebenfalls am Rembertiring gelegen und somit nahe am Bremer Hauptbahnhof befindet sich das Stubu, ein Klassiker in der Bremer Partyszene. Auf inzwischen 5 Areas wird gespielt, was das Herz zum Tanzen begehrt. Wenn man sich des Öfteren im Bremer Nachtleben bewegt, kann man sicher sein, das eine oder andere bekannte Gesicht hier in den frühen Morgenstunden noch zu erleben. Allerdings muss man zum Einlass Geduld mitbringen, kann die Wartezeit immerhin bis zu zwanzig Minuten dauern. Die Getränkepreise liegen im Durchschnitt, Beck´s kostet 2,50, Wodka Redbull 5,50. Das Stubu ist täglich ab 21 Uhr geöffnet, die Happy Hour (zwei Getränke zum Preis von einem) ist von 21- 23 Uhr. Da die Internetpräsenz eher dürftig ist, empfehlen wir für weitere Infos die direkte Durchwahl. Stubu Bremen: 0421- 326398
Woodys
Wer auf dem Weg zum Stubu noch einen Abstecher in die Rockszene machen möchte, ist im Woodys gut aufgehoben. Jeden Samstag erwartet den Besucher ab 22 Uhr die Nightsession mit bekannten Stücken aus den Charts, aber auch Klassikern aus dem Bereich Rock und Pop. Freitags bietet das Woodys „Bremens beste Rocknacht seit ´89“. Eine Mischung aus aktuellen Rocksongs, aber auch Altbewährtem, das man immer wieder gerne hört. Das Ambiente gleicht einem größeren Partykeller, das Durchschnittsalter liegt schätzungsweise bei Anfang bis Mitte Zwanzig. An allen Öffnungstagen lockt das Woodys mit Vodka-Energy für 1 Euro. Für mehr Infos klickt auf www.woodys.de
Paddy`s Pit
Für Fans des klassischen Irish Pubs bietet das Paddy´s Pit am Bremer Hauptbahnhof eine perfekte Anlaufstation. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Paddy´s mit alten Kirchenbänken ausgestattet, die ein gemütliches Ambiente herstellen. Wer sein Englisch etwas aufbessern möchte, wird ebenfalls nicht enttäuscht, da die „Amtssprache“ im Pit Englisch ist. Am Wochenende sorgt Livemusik für Stimmung. Auch Fußballfans kommen in diesem Pub nicht zu kurz, denn wer zuhause kein PayTV zur Verfügung hat, kann Livespiele bei einem kühlen Bier im Pub genießen. Täglich geöffnet ab 17 Uhr. Weitere Infos unter www.paddys-bremen.de
Il Mio in der Lloydpassage
Entweder nach einem langen Einkaufsbummel oder direkt am Abend. Das Il Mio in der Bremer Lloydpassage lädt allemal zu einem Besuch ein. Direkt an der Galeria Kaufhof gelegen bietet es einen Blick auf die Llyodpassage. Innen ist das Il Mio auf verschiedenen Ebenen stilvoll aber modern eingerichtet. Vom klassischen Bier bis zu extravaganten Cocktails ist hier alles zu finden. Auch der Magen bleibt nicht leer, dafür sorgt eine reichhaltige Speisekarte mit Fingerfood oder Hauptspeisen. Die Preise liegen dem Bremer Nachtleben angemessen im Durchschnitt. Öffnungszeiten sind Montags bis Samstags 8.00 Uhr- open End und Sonntags von 10 Uhr open End. Weitere Informationen unter www.restaurant-ilmio.de
Modernes
Eines der umfangreichsten Programme bietet das Modernes am Neustadtwall 28 in Bremen. Etwas versteckt in einer Seitenstraße und etwa 15 min zu Fuß von der Innenstadt verspricht das Modernes jedoch auf großen Raum eine bunte Mischung an Unterhaltung. So kommen sowohl Freunde der 70er und 80er Jahre als auch Anhänger der moderneren Musik in regelmäßigen Abständen auf ihre Kosten. Auch Mottopartys sowie die WiwiJura Partys der Hochschule Bremen locken regelmäßig Publikum in die Bremer Neustadt. Geöffnet ist das Modernes am Freitag und Samstag ab 23Uhr. Die Bierpreise liegen um die 2,50 Euro. Mehr Informationen findet ihr unter www.modernes.de
La Viva
„Garantierter Partyspaß“ verspricht das La Viva Bremen auf seiner Homepage. Ob dies zutrifft, muss man wohl selbst herausfinden. Möglichkeit dazu hat der Besucher Freitags und Samstags jeweils ab 22 Uhr. In drei Bereichen werden Hits der 70er, 80er und 90er, Black Music und aktuelle Charts gespielt. Der Getränkepreise sind dem Nachtleben entsprechend, das Bier bekommt ihr ab 2,50. Einlass ist ab 18 Jahren in angemessener Kleidung, das heißt, es wird klassisch bereits an der Tür sortiert. Mehr Informationen zum La Viva bekommt ihr auf einer meines Erachtens sehr gut gestalteten Internetseite. www.laviva-disco.de
Und so erreicht ihr Bremen:
Vechta – Bremen
Mo.-Fr. 4.32h – 20.32h st.
Sa. 6.32h, 18.32h, 20.32h + 7.32h – 16.32h st.
So. 8.32h, 10.32h, 12.32h + 14.32h – 20.32h st.
Bremen – Vechta
Mo.-Fr. 6.20h – 21.20h st.
Sa. 08.20h- 18.20h st. + 20.20h
So. 10.20h, 12.20h, 14.20h + 16.20h – 21.20h st.
von Britta Simon, Melanie Ehlert, René Kohn und Stefanie Bruns

Bilderalbum
uniVista No. 05: Bremen

PDF-Version der 4. Ausgabe

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Frühlingsdepressionen

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Der Frühling hatte angefangen und ich war unglücklich. Dem Tod ein Jahr näher gerückt – ich hatte einen Tag zuvor Geburtsag gehabt – und mich so fühlend als wären es zehn Jahre – die Feier war im nachhinein relativ anstrengend -, starrte ich bei Bob aus dem Fenster und überlegte, was der Sinn meines Lebens sei. Ich war jetzt 23, glaubte weder an Gott noch an seine Konkurrenz und besaß kaum mehr als die Fähigkeit, fehlerfrei Wörter wie metamorphosierend zu schreiben und den Wunsch, eines Tages eine Horde verzogener Klingelton-Freaks zu unterrichten.

Auch meine Mitbewohner fühlten sich nicht wohl. Enrico kam mit Liebeskummer aus dem Ski-Urlaub zurück…

…und Charlene unzufrieden vom Friseur…

Trüben Gedanken nachhängend, blätterte ich in einer Zeitschrift. Plötzlich blieb mein Blick an einer Marlboro-Werbung haften, die einen Cowboy zeigte, der durch eine weite, unberührte Prairie der untergehenden Sonne entgegen ritt und mir wurde schlagartig klar, dass das Leben lebenswert und schön ist, dass das Leben durchaus einen Sinn hat, dass man lebt, um zu rauchen.
Was geschieht beim nächsten Mal? Wird jemand Neues einziehen? Wird unser Normalo etwas Unerwartetes, völlig Verrücktes tun? Das alles und mehr erfahrt ihr im Juli
von Björn Franke, Britta Simon, Julia Stock, Melanie Ehlert, René Kohn und Stefan Hirsch

Im Sommer wird der Sonnenkamp gerockt…

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Für die vierte Ausgabe der uniVista trafen wir uns mit Florian Voigt und Boris Blömer (siehe Bild), zwei Mitgliedern des Rock- und Popensembles der Hochschule Vechta. Wie sie sich die Zukunft der Combo vorstellen und was sie von Pfauen halten, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.
Erst mal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier zu erscheinen. Erzählt doch mal etwas von euch!
Boris: Also, warum gibt es die Band? Das ist nicht: ach, jetzt gründen wir mal eine Band, sondern das ist ein Ensemble im Fach Musik, also Teil des Lehrangebots, das man frei belegen kann. Es ist für Musikstudenten, um sich in dem Feld „Band“ zu betätigen.
Flo: Es soll auch dazu dienen, dass man später im Musikunterricht selber ein Bandprojekt aufziehen kann. Wir wechseln die Instrumente auch, so dass jeder Erfahrungen sammelt. Darüber hinaus können wir eigen komponierte Songs mit einbauen oder Stücke spielen, die wir ganz nett finden. Der Thomas Hempel motiviert uns sehr gut und gibt immer wieder neue Anreize.
Boris: Motivation!
Flo: Richtig! Er gibt uns immer wieder neue Impulse, aber er hält sich auch wieder soweit zurück, dass wir eigene Ideen einbringen können.
Boris: Genau. Die Idee ist, wie eben gesagt, dass man verschiedene Instrumente ausprobiert. Oder auch mal ein eigenes Stück mitbringt und sagt, das möchte ich gerne machen.
Flo: Was daraus noch alles wird, mit der Band… wir sind sehr gespannt.
Wir haben noch das Sommersemester und unser großes Projekt, das Sonnenkampfest. Da wollen wir auf einem Balkon spielen. Es wird ein Programm von zehn Stücken.
Ist euer Projekt nur begrenzt auf die Studienzeit gedacht, oder habt ihr schon im Hinterkopf, dass man in Verbindung bleibt und dann im Hobbybereich was aufzieht?
Boris: Im Prinzip ist es erst mal aufs Studium begrenzt. Vielleicht entwickelt sich ja noch was. Wir sind viele Leute, die auch Lust haben, bandmäßig weiter zu machen.
Flo: Weil es auch wirklich der einzige Bereich an der Uni ist, der Musikbereich, wo wir uns auch künstlerisch rausbringen können, sich vielleicht beim Treffpunkt mit einem Song zu präsentieren.
Boris: Treffpunkt kennt ihr, oder?
Flo: Treffpunkt Musik. Es ist nicht wie in OL oder OS, wo es auch ein Symphonieorchester oder ein Blasorchester gibt. Die kriegen wir hier an der Uni nicht zusammen, weil wir so ein kleiner Fachbereich sind und dann kommt uns so ein Rock- und Popensemble entgegen.
Seid ihr nur begrenzt auf Musikstudenten, oder ist es offen für jeden?
Boris: Grundsätzlich ist es erst einmal für Musikstudenten. Aber, wenn es jetzt tolle Talente gibt, die vielleicht nicht Musik studieren, können die natürlich trotzdem mit dabei sein.
Was habt ihr denn privat für Einflüsse im Musikbereich? Gibt es da irgendetwas, das mit reinfließt in eure Gruppe?
Boris: Die Stücke, die wir jetzt gespielt haben, sind tatsächlich alle, bis auf eins, privat eingebracht worden. Das waren jeweils Stücke, die Leute aus der Band spielen wollten, weil sie die toll fanden. Und Flo hat ja ein eigen komponiertes Stück mit eingebracht. Aber grundsätzlich sind wir von den Stücken her eine Coverband.
Flo: Obwohl ich davon ja weg möchte.
Boris: Jaja, er ist schon fleißig am Weiterkomponieren…(lacht)
Flo: Das muss sich alles erstmal aufbauen. Die Band muss allerdings dann auch mitziehen. Das wird spannend, wenn man eine Idee wie diesen Song einbringt. Der war vorher ganz anders und innerhalb des letzten Semesters hat dieser Song sich komplett verändert, weil jeder etwas mit eingebracht hat.
Ihr habt ja schon die Sommerparty erwähnt. Wo können wir euch noch live erleben? Gerade für Leute auch, die jetzt vielleicht Interesse haben, mitzumachen.
Boris: Das wird noch ein bisschen dauern, weil wir momentan nur vier Stücke haben, das ist ein recht mageres Programm. Für den Treffpunkt Musik reichte das, aber im Prinzip müssen wir das Programm mindestens verdoppeln. Von daher eher Ende des Sommersemesters. Sonnenkamp ist jetzt etwas, das wir definitiv planen, sonst sind wir da eher offen.
Das Rock- und Popensemble der Hochschule Vechta
Wenn also jemand sagt: „Hey, wir wollen mal die Band buchen“, dann lassen wir mit uns reden (lacht).
Wer ist denn momentan in der Band?
Boris: Wir, dass sind Florian Voigt (Gesang, Bass, Schlagzeug, Percussion), Boris Blömer (Gesang, Keyboard), Max Fuhrmann (Gitarre), Insa Burmester (Bass, Keyboard), Julia Kanzler (Gesang, Keyboard), Thorvald Brandt (Keyboard), Felix Borrmann (Schlagzeug), Katharina Justen (Fagott). Das ist der feste Kern.
Und wenn jemand Interesse hat und zugucken möchte, das wäre auch möglich?
Boris: Ja, Dienstagabend, 19.45 Uhr. Man muss sich noch nicht mal anmelden, man kann hier einfach draußen stehen und reingucken, ans Fenster klopfen, dann öffnen wir die Fenster (alle lachen).
Flo: Wir haben auch schon einen festen Groupie-Kern. Unser Wunsch ist aber eigentlich, die Bandprobe nicht mehr in dem kleinen F045 machen zu müssen, sondern in der Aula, weil es vom Klang her ein ganz anderes Gefühl ist. Die ganzen Sachen wie Anlage und so sind ja eigentlich vorhanden. Und da wir ja alle jetzt 500 Euro bezahlen (nah am Mikro), gäbe es ja vielleicht die Möglichkeit, den Raum über der Aula zu entkernen. Für Musik muss da auch was getan werden. Dafür steht ja auch die Band, dass man nach außen hin mehr Action zeigt.
Sekt oder Selters
Panzer oder Puppe?
Flo: Panzer!
Boris: Den nehm´ ich auch.
Flo: Als Ba Student braucht man ein dickes Fell!
Boris: Das war eine gute Antwort.
Stones oder Stravinsky?
Boris: Das ist echt schwer!
Flo: Da schlag´ ich mich mal auf Max` Seite und sage Stones.
Boris: Im Bandinterview muss man das sagen (lacht)
Lachen oder lästern? beide: lachen!
Flo: Wer mich kennt, weiß, dass ich ein fröhlicher Mensch bin.
Boris: Okay….
Flo: Du hättest ja auch lästern nehmen können….
Boris: Wollt ich ja nicht! Lachen liegt mir eher.
Quakenbrück oder Queens?
Flo: Ich möchte lieber in Queens spielen als in Quakenbrück, später mit der Band
Debatte oder Disput?
Boris: Debatte!
Flo: Disput! Warum nicht, kann man ganz tolle Lieder drüber schreiben!
Öger Tours oder ÖPNV?
Boris: ÖPNV!
Flo: Öger Tours. Risiko, Herausforderung und Abenteuer
Splatter oder Schnulze?
Boris: Schnulze. Ich bin kein Splatterfan, überhaupt nicht.
Flo: Splattrige Schnulze. Man weiß nie, wie die Stücke ausgehen. Der Song, den ich geschrieben habe, war erst schnulzig und ist dann auch gesplattert worden und kommt jetzt viel besser rüber.
Also hoffst du beim Horrorfilm immer aufs Happy End?
Flo: Nein, nicht unbedingt. Obwohl es beim Lied eigentlich so geschehen ist…ja, ok, Happy End!
Meep oder Mööp?
Flo: Mööp! Es gibt drei Pfauen, denen wir den Kampf angesagt haben, weil sie uns täglich die Terrasse vollkacken. Und wenn wir versuchen, die zu vertreiben, dann machen die Viecher „mööp“. Also passte das jetzt sehr gut.
Das Interview führten Britta Simon, Julia Stock und Melanie Ehlert.

Den Playboy würd ich nach Hause schicken

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Ulla, 55, drei Kinder, offen
und gut gelaunt, wie wir sie kennen
Hast du mal eine Stoppuhr für mich? Kannst du uns die Tennisschläger geben? Schließt du mal auf?“ Jeder, der im Sportbereich unterwegs ist, wird die Hallenwarte kennen, die sich wie gute Geister heinzelmännchengleich um all das kümmern, was wir so gerne vergessen. Heute stellen wir euch die Hallenwärtin Rosi vor.
Wie bist du zur Hochschule Vechta gekommen?
Durch eine Ausschreibung bei der OV.
Bist du immer so grimmig, wie du tust?
Nein.
Findest du Jörg auch sexy?
Jörg. Sexy? Sagen wir mal, naja, gut.
Was magst du an Männern, was an Frauen?
Oh, schwere Frage. (überlegt) In welcher Beziehung denn überhaupt? Sexuell jetzt oder wie.
Lass deinen Gedanken einfach freien Lauf.
An Männern finde ich einfach alles gut. Schöne Knackärsche, schöne Beine. Ja, und an Frauen, die Ausstrahlung. Bei vielen, nicht allen.
Was würdest du Studenten mit auf dem Weg geben?
Anständigkeit. Offenheit. Ehrlichkeit. Im Beruf das machen, was richtig ist.
Möchtest du noch einmal 25 sein?
Nein! (mit Nachdruck)
Bist du ein Fan vom neuen Rauchverbot?
Im gewissen Sinne schon. Es ist angenehmer. Auch für die Lebensmittel. Außerdem kommen viele mit ihren Kindern seitdem hier rein, was schön ist.
Gibt’s Tage, da wärst du gerne jemand anders?
Nö.
Was hältst du von den Profs?
(Stille) Die sind schon ok, aber viele von denen müssten zurückdenken, dass sie auch mal klein angefangen haben. Und hier nicht so ihren Prof heraushängen lassen, ne?! Die haben auch schon mal Fehler gemacht, ne Arbeit verhauen. Und das vergessen viele.
Wenn der Playboy auf dich zukäme, was würdest du sagen?
Was? Zu mir? Na, die würde ich gleich wieder nach Hause schicken. Das lohnt sich nicht.
Würdest du noch einmal was ganz anderes machen, wenn du’s könntest?
Ja. (flüstert) Stewardess. (lacht) Obwohl ich noch nie im Flugzeug gesessen habe und Angst habe vorm Fliegen. (alle lachen) Aber das war immer mein Traumberuf.
Hast du schon mal jemanden verkuppeln können hier in der Uni?
Nicht hundertprozentig, aber fast. Neunzig Prozent. Obwohl, ach doch, ich habe schon jemanden verkuppelt. Meine ehemalige Arbeitskollegin.
Bist du zu Hause auch so ordentlich wie hier?
Mal mehr, mal weniger. Eigentlich schon. Ich kann aber auch mal was liegen lassen.
Das schönste Geschenk, was du von Studenten bekommen hast?
Ganz klar mein fünfzigster Geburtstag, also die Feier, die hier im Bistro für mich ausgerichtet worden ist und von der ich nichts vorher wusste. Das war echt super!
Nerven wir Studenten dich manchmal?
Nein, eigentlich nicht. (Pause) Ja, ok, manche, die ich nicht leiden mag. Aber davon gibt’s kaum welche.
Welche Person der Hochschule wärst du gerne?
Herr Kürschner. Man kann auch mal mit ihm scherzen. Ich habe ihm übrigens das Kippeln abgewöhnt.
Ulla, einen Tag Präsidentin sein, was würdest du tun?
Erstmal die Studiengebühren abschaffen. Öfter mal nen Kaffee ausgeben, mehr persönlicheren Kontakt pflegen.
Dein Lieblingsmensaessen.
Gibt’s nicht mehr. Oder nur noch selten. Hackbraten. Der war immer sehr lecker.
Worauf Ulla lediglich mit einem schlichten Ja antwortet: Bist du gerne hier?, Magst du deinen Kaffee?, Findest du die Preise ok hier?, Rauchst du?, Backst du auch weiterhin leckeren Kuchen für uns?
Das Interview führten Britta Simon und René Kohn.

PDF-Version der 3. Ausgabe

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Region HipHop

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Für euch trafen wir uns mit Michi und Fab, Mitglieder der HipHop Combo Cleva`n Smart. Seit 2000 machen die beiden Diplom EW-Studenten der Hochschule Vechta zusammen mit zwei Freunden Musik und sehen dies nicht nur als Freizeitbeschäftigung an, sondern lassen es auch in ihre pädagogische Arbeit mit einfließen. Was sie über Erfolg, den Musikstandort Vechta und Tokio Hotel denken, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.
Wie habt ihr euch kennen gelernt und wie kam es dann zur Musik?
Fab: Kennen gelernt haben wir uns über die Schule, aber richtig befreundet waren wir nicht. Ich kam aus Amerika wieder und habe Englisch gerappt. Dann hab ich unseren derzeitigen Produzenten Tamer getroffen und der hat mir was mit Michael gezeigt. Dann kam noch einer dazu, der hieß Konrad, das ist Main. Der hatte Cleva´n Smart als Nebenprojekt gemacht. Das waren erst Tamer und Main alleine. Und 2000 haben wir vier uns dann zu Cleva´n Smart zusammengeschlossen: Michi, da ist Ba, ich, also Fabian als fabiolicious, Main und unser Produzent Tamer. Dazu haben wir immer einen wechselnden Dj. Und in dieser Konstellation machen wir seit 2000 Musik.
Wie kamt ihr auf den Namen?
Michi: Wenn du jetzt Main sehen würdest, dann wüsstest du wieso wir so heißen! (Gelächter) Main hatte früher eine schwarze Brille und sah aus wie Fred Clever. Und weil wir eben smart à la carte hießen, entstand daraus halt Cleva´n Smart.
Fab: 2001 haben wir dann das erste Album herausgebracht, Leere Worte EP. Jetzt sind wir lange dabei, das zweite Album rauszubringen.
Wo bekommt man die CDs von euch dann?
Fab: Über direkte Kontakte zu uns. Wir machen gerade eine Internetseite. Ansonsten nach Auftritten.
Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Michi: Was soll man dazu sagen. Halt auch Texte, die hin und wieder etwas kopflastig sind, also wo auch eine Message bei rüberkommt. Wir sind offen für alles. Ich würde nicht sagen, dass wir unsere Musik für irgendwas sperren. Also für irgendeinen Einfluss. Wir machen richtigen Rap, aber wir haben auch ein bisschen Reggae, zum Beispiel. Worauf wir halt Bock haben.
Ihr studiert in Vechta Erziehungswissenschaft. Fließt das in eure Arbeit mit ein?
Fab: Es verbindet sich wunderbar mit der Arbeit. Ich arbeite in einem Heim und mit dem HipHop kannst du mit den Kids halt auf einer ganz anderen Stufe kommunizieren, du kommst schneller an sie heran.
Dann machen wir einen HipHop-Workshop seit zwei Jahren im Gulfhaus. Immer mit 20 Kids in ständig wechselnder Gruppe. Da machen wir Musik und das ist pädagogisches Arbeiten durch die Musik. Das fließt mit rein.
Michi: Das gute bei Rap ist halt, du brauchst nicht viel, wenn du nen Beat hast. Es kann sich jeder irgendwo hinsetzen und was schreiben. Mal abgesehen davon, ob man es gut kann oder nicht. Durch die Musik können sich Jugendliche, die nicht soviel Erfolgserlebnisse sonst haben, darstellen. Sie können ihre eigenen Texte entwerfen und dadurch Selbstwertgefühl aufbauen. Sie haben einen guten Text und können sich auf die Bühne stellen und den präsentieren. Und wenn das dann gut ankommt, das bewirkt etwas, denke ich. Die Jugendlichen fangen an, sich mit etwas auseinander zu setzen. Sie stellen fest, dass, wenn sie für etwas arbeiten und sich verbessern, auch etwas schaffen können. Und das ist ne coole Sache.
Veranstaltet ihr neben dem Gulfhaus auch noch woanders Konzerte?
Fab: Ja, in Soest werden wir was am 4.05. machen. Dann das Soundblast am 3.03.2007. Das ist das dritte Mal, dass wir das Soundblast machen. Wir haben gemerkt, dass in Vechta nicht ganz soviel mit HipHop läuft, deswegen machen wir selber was. So sind wir in das Gulfhaus mit reingerutscht.
Michi: In letzter Zeit haben wir vermehrt versucht, live etwas zu machen. Und irgendwann sind wir reich. (Gelächter).
Also ist die Musik nicht nur Hobby für euch?
Fab: Na gut, ich mein, wir haben mit sehr hohen Zielen angefangen. Wir hatten zwischenzeitlich auch mal ein Vertragsangebot von einem größeren Label. Im Endeffekt haben wir das alle als Hobby angefangen, doch dann sind wir viel rumgekommen in Deutschland, zwar kleinere Auftritte, aber gut. Das haben wir so zwei Jahre gemacht. Dann haben wir festgestellt, dass wir erstmal das Studium machen müssen. Es macht uns halt viel Spaß auf der Bühne zu stehen und Musik zu machen. Wenn dabei ein bisschen was rausspringt, super.
Michi: Es ist mehr eine Lebenseinstellung. Es ist die Art, wie ich mich kleide, was ich sage und wie. Was ich denke und wie ich die Dinge sehe, mit was für Leuten ich verkehre. Es ist also auf der einen Seite Hobby, auf der anderen aber auch, wie ich lebe.
Also, wie seht ihr euch dann in zehn Jahren? Im Jugendamt oder auf der großen Bühne?
Fab: (lacht) In Wunschträumen auf den Bühnen natürlich.
Michi: Auf Tour mit Jay Z. Oh schwierig.
Fab: Das ist schwer zu sagen, schwer abzuschätzen. Es kann ja sein, dass bei dem nächsten Auftritt ein Produzent oder ein Manager durch Zufall vor der Bühne steht und Bock auf uns hat und wir machen da noch mehr. Ich weiß nicht, so was ist schwer abzuschätzen. Ich denke, beruflich ist es eigentlich eher definitiv dieses Studium, wo ich meine Zukunft sehe. Aber die Musik werde ich auf jeden Fall beibehalten, weil sie einfach ein wichtiger Teil meines Lebens ist. Und selbst wenn ich nicht jedes Wochenende aktiv bin, merke ich einfach, wenn ich irgendwie nichts schreibe oder nichts mache, dass mir irgendwie was fehlt, das man das auf jeden Fall braucht.
Michi: Part of my life.
Fab: Ich seh mich in zehn Jahren eigentlich eher als glücklicher Mensch. So oder so. In der Pädagogik haben wir beiden so wie so einen Bereich gefunden, der uns liegt.
Michi: Wir wollen aufräumen in der Pädagogik
Sekt oder Selters
Feurig oder frigide?
Michi: Feurig. (lacht) Ich hab so viel Feuer in mir. Das trag ich auch raus, manchmal nervt das schon die Leute.
Nackt oder Nerz?
Fab: Nackt. Ich mag keine Tiere. (lacht) Ganz nackt, Hosen runter lassen in allen Bereichen.
Michi: Auf jeden!
Knusprig oder klebrig?
Fab: Knusprig.
Michi: Ja, auf jeden knusprig.
Es muss ein bisschen knistern, klebrig ist voll schleimig, das ist nicht gut. Kunsprig wie ein Ferrero Rocher, die sind für mich knusprig.

Fab: Aber da ist Nutella drin, und das ist klebrig.

Proll oder Poet?
Fab: Prolet. (lacht)
Waschbär oder Waschbrett?
Michi: (guckt an sich runter) Waschbär. (lacht)
Fab: Da muss man ehrlich sein. (lacht)
Tripper oder Tokio Hotel?
Fab: Au… Gleichbedeutend eigentlich. Ich seh den Unterschied jetzt nicht, kannst du die Frage noch mal erläutern?
Michi: Aber Tokio Hotel sind famous und haben Groupies, also von daher…
Fab: Tripper ist auch ziemlich weit rumgekommen… (alle lachen) Echt, der hat auch einiges gesehn in seinem Leben, der Tripper.
Bangkok oder Buxtehude?
Michi: Was soll ich in Buxtehude? Bangkok ist cool. Das ist mal ganz anderes Leben, eine ganz andere Welt.
Fab: Mofa fahren in Bangkok.
Klotzen oder kleckern?
Fab: Klotzen.
Macho oder Memme?
Fab: Kommt drauf an, wo.
Michi: Memmender Macho.
Fab: Manchmal hat man seine Schmerzen irgendwo, dann darf man auch mal memmen.
Michi: Mutti.
Glück oder gekonnt?
Michi: Ich glaub, um Glück zu haben, muss man Können voraussetzen. Wer hart arbeitet, hat auch irgendwann Glück. Fab und Michi, wir danken euch für dieses Interview!
Das Interview führten Julia Stock, Melanie Ehlert und Britta Simon

Wir waren zum Glück in Osnabrück

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Nachdem wir in unserer letzten Ausgabe den Dörfern eine Chance gewährten, ist es für die dritte uniVista wieder Zeit gewesen, eine Stadt zu besichtigen. Nicht irgendeine Stadt natürlich! Wie alle Orte, denen wir in dieser Rubrik einen Besuch abstatten, musste auch Osnabrück allerhöchsten Ansprüchen standhalten. Der Anspruch ist (Trommelwirbel bitte): Man muss den Ort mit unserem Semesterticket erreichen! Osnabrück hat diese Prüfung mit Bravour bestanden und bevor ich nun weiter dem zweiten großen O in Niedersachsen die Show stehle, lass ich die City für sich selbst sprechen. Also eigentlich spricht die Stadt ja durch die Finger, die das hier tippen, die wiederum meine sind, aber naja…egal, jetzt kommt Osna!

Marienkirche
Die erste Station, die die furchtlose Redaktion in Osnabrück ansteuerte, war die Marienkirche, die direkt am schönen alten Rathaus der Stadt gelegen ist. Die Geschichte der Marienkirche geht zurück bis zum Jahre 800. Für die, die sich nicht vorstellen können wie lange das her ist: Sehr, sehr, sehr, sehr lange! Wer bei dem Anblick der Kirche denkt, dass die Fassade schon gewaltig ist, wird vom inneren des Gotteshauses nicht minder begeistert sein. Jeder Stein, jede Figur, der prächtige Altar und vor allem das riesige Triumphkreuz haben ungeheure Ausstrahlungskraft und lassen den Besucher in eine angenehme Ruhe verfallen. Ein toller Einstand.
Das Heger-Tor

Besonders geschichtstreue Menschen bezeichnen es als Waterloo-Tor. Das ist eigentlich auch der korrekte Name für das heimliche Wahrzeichen Osnabrücks, aber wer sich mit ein paar Freunden aus Osna am Abend beim Waterloo-Tor verabredet, wirdhöchstwahrscheinlich einsam bleiben, da diese Bezeichnung keiner kennt.
Das Tor war ein Geschenk an Osnabrück, da einige der Stadtsöhne bei der Schlacht von Waterloo der siegreichen Seite beistanden. Einen Blick ist das Tor, egal wie es denn nun heißt, aber wert.

Der Dom
Waren wir von der Marienkirche schon begeistert, setzte der Dom noch eins oben drauf. Das klingt jetzt zwar stark danach, dass wir eine Pilgerfahrt nach Osna gemacht haben, dem ist aber nicht so! Alte Städte haben alte Gebäude, und genau diese machen den Charme einer Stadt aus. Das Bauwerk, wie es heute zu sehen ist, besteht seit 1277. Der Dom Sankt Peter, so der volle Name des Doms, ist schlicht atemberaubend. Wer in Osna nur Lust auf eine Kirche hat, dem lege ich den Dom näher als die Marienkirche. Hier ist nicht nur alles ein wenig größer, auch gibt es neben dem Gotteshaus selbst noch eine nette Nonne, die einem die Geschichte des Doms näher bringt und die einem eine kleine Tür zu einem sehr interessanten Ort zeigt. Selbst ausprobieren. Die Tür klemmt übrigens etwas!
Felix-Nussbaum-Haus
In dem von Daniel Libeskind (Architekt des Jüdischen Museums in Berlin) entworfenem Museum, welches alleine schon einen Besuch wert wäre, sind viele Bilder des 1944 in Auschwitz ermordeten Malers und Graphikers Felix Nussbaum zu sehen. Erfahrt mehr über den Maler der Neuen Sachlichkeit und über die Tragik des jüdischen Schicksals, seine Kindheit in Osnabrück sowie über sein Leben und Wirken in Deutschland, Italien, Schweiz, Frankreich und Belgien. Zitat: „Wenn ich untergehe – lasst meine Bilder nicht sterben – zeigt sie der Nachwelt!“
Lotter Straße 2, dienstags bis freitags von 11 bis 18 h und samstags und sonntags von 10 bis 18 h geöffnet. Ermäßigter Eintrittspreis 3 €.


Ausstellung: Bilder, die lügen
Wenn man eh schon im Felix- Nussbaum-Haus ist, sollte man sich ein X für ein U vormachen lassen und sich die Wanderausstellung „Bilder, die lügen“ anschauen. Hier werden anhand vieler Ausstellungstücke die Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern deutlich. Bekanntestes Beispiel sind wohl die gefälschten Hitler-Tagebücher von Konrad Kujau.
Die Ausstellung ist im Eintrittspreis zum Felix-Nussbaum-Haus enthalten.
Erich Maria Remarque- Zentrum
Das Remarque-Zentrum zeigt eine vielfältige Ausstellung über den 1898 in Osnabrück geborenen Schriftsteller, welcher mit Im Westen nichts Neues Weltruhm erlangte. Besonders sehenswert sind seine handschriftlichen Notizen, studentenfreundlich ist der Preis: einfaches Interesse.
Am Markt 6, dienstags bis freitags von 10 bis 13 h und 15 bis 17 h, samstags und sonntags von 11 bis 17 h geöffnet.
Bagel´ s
Das Bagel´s ist ein kleines Café in Osnabrücks Innenstadt, in dem es gesunde und schmackhafte Bagel- Spezialitäten gibt. Es ist rauchfrei und hat eine Kinderspielecke, dementsprechend muss man sich auf eventuellen Kinderlärm einstellen, wenn man denn einen Platz ergattert. Das Bagel´s ist nämlich hochfrequentiert und es ist nicht unnormal, länger warten zu müssen. Die Preise gehen von einem unbelegtem Bagel für 80 Cent bis zum Überraschungsfrühstück (gibt’s immer) für 9,90 €.
Herrenteichsstraße 18, montags bis freitags von 7.30 bis 22 h, samstags von 7.30 bis 23 h und sonntags von 10 bis 21 h geöffnet.
Sausalitos
Das Sausalitos ist sicher jedem ein Begriff, immerhin gibt es diesen Mexikaner in 22 Städten Deutschlands. In Osnabrück bietet er ein südländisches Ambiente mit einem Mix aus Cocktails, Tortillas, Taccos und lauter Musik. Die Happy Hour lädt gemischtes Publikum, aber vor allem junge Partylustige ein, so dass hier oft nur eine Tischreservierung zum Sitzplatz verhilft.
Montags 17 bis 20 h alle Speisen zum halben Preis, täglich 17 bis 20 h Cocktail-Happy Hour.
Kommenderiestr. 32-34, täglich von 17 bis mindestens 1 h geöffnet.

Nachtwächterwanderung
Ein absoluter Höhepunkt einer jeden Osnabrücker-Stadterkundung ist die Führung durch den mittelalterlichen Stadtkern in einer Nachtwächterwanderung.
Um 20.00 h versammeln sich alle Interessierten vor dem Rathaus. Dort beginnt die Reise mit einer Einführung ins abendliche Programm. An dessen Ende hat jeder Mitwanderer einen Obolus von 6 € an die diensthabenden Nachtwächter zu entrichten. Außerdem werden die Gruppen ausreichend mit Laternen eingedeckt.
Die Wanderung führt dann nicht nur durch die Gassen und an den Mauern der Altstadt entlang, sondern auch in so manch altes Gemäuer. So sind ein Wehrturm in der Stadtmauer und der Bürgerturm, sowie ein Tunnel Bestandteil der Führung (spätestens an diesen Orten hat sich dann auch jedem der Zweck der Laternen erschlossen).
Währenddessen erfährt der geneigte Zuhörer nicht nur etwas über das Leben der Nachtwächter und Bürger der damaligen Zeit, die Nachtwächter wissen auch eine Menge Geschichten und Anekdoten zu erzählen, welche selbst für den alteingesessenen Osnabrücker interessant sind. Nach gut 3 Stunden endet die Wanderung dann, wo sie begonnen hat, im Rathaus.
Nightlife Osnabrück oder besser: Kultur nach 23 Uhr
Nach 23 Uhr machte sich das uniVista-Team auf, um das Nachtleben Osnabrücks zu erkunden. Dem geneigten Leser, der gerne auch die Clubs erkunden möchte, die wir hier auf diesen Seiten vorstellen, sei geraten, auch als begeisterter NWB-Fahrer das Auto zu benutzen. Viele der Clubs liegen weit auseinander und wenn man in seinem Partygepäck nicht auch verschiedenes Schuhwerk mit sich führen möchte, um der Wandertour und dem Dresscode gerecht zu werden, dem sei das doppelt ans Studentenherz gelegt.
Con-3
Um sich auf einen abwechslungsreichen Partyabend in Osnabrück einzustimmen oder auch mal, um mit Freunden gemütlich beisammen zu sitzen, eignet sich das Con-3 hervorragend. Eine außergewöhnliche Bar- Lounge, in der kein Einrichtungsgegenstand dem anderen gleicht, da alles handgefertigt und somit einzigartig ist. Besonders interessant: Getränkekarten eingebunden in Fachliteratur. Die Preise sind akzeptabel, ein Bier liegt um die 2,00 Euro. Zu finden ist das Con-3 in einer alten Industriehalle auf dem World of Video-Gelände an der Hannoverschen Straße.
Weitere Informationen unter: www.con-3.com

Alando-Palais
Ein Etablissement der gehobenen Klasse verspricht das Alando-Palais am Pottgraben. Frei nach dem Motto „In ist, wer drin ist“ wird nicht jedem der Einlass gewährt. Gepflegtes Erscheinungsbild ist top. Wer den prüfenden Blicken der Türsteher jedoch standhalten kann, erlebt eine Diskothek der besonderen Art mit mallorquinischem Flair. Dementsprechend besonders gestaltet sich auch der Eintrittspreis, der in der Regel bei 6,00 Euro pro Person liegt. Getränke sind ab 2,00 Euro zu erhalten.
Mehr unter: www.alando-palais.de
Kleine Freiheit
Als nette Location mit Partykeller-Flair erwies sich die Kleine Freiheit in der Hamburgerstraße. Durch den Partybus, (ja es steht tatsächlich ein Bus am Eingang durch den man kraxelt um in das Gebäude zu gelangen), kletterten wir in die erste Station unserer Nachttour. Hier finden sich Leute, die gerne zu Rock- und Popklängen feiern und das an diesem Abend auch ordentlich taten. Die Getränkekarte war relativ vielseitig, wobei man natürlich als verwöhnter Vechtaer Student Cola-Korn für 4 Euro etwas überteuert finden muss. (Becks 2,50, Cola 2 Euro) uniVista meint: Ein Ort an dem Mann und Frau sich gern auch länger aufgehalten hätten. Eintritt i. d. R. vier Euro.
Mehr unter: www.kleinefreiheit.info

Hyde Park
Etwas außerhalb vom Osnabrücker Zentrum im Fürstenauer Weg liegt der Hyde Park, eine gute Location für Freunde der alternativen Musik. Freitags gibt es wechselnde Events (Rocknacht, Rabenschwarze Nacht usw.). Samstag steht Easy Listening auf dem Programm. Die Bierpreise sind dem Nachtleben Osnabrücks angepasst und liegen um die 2,00 Euro.
Mehr Informationen zu den laufenden Veranstaltungen unter: www.hyde-park.de
Impuls
Das Impuls ist relativ einfach zu finden. Mitten in Osnabrück unter der Stadthalle kann man ab 23 Uhr zu Houseklängen die Hüften schwingen. Die Location ist recht verwinkelt und überschaubar. Die Preise sind unserer Meinung nach den restlichen Stationen angepasst (Becks 2,50 Euro, Wasser 2,00 Euro). Wer gegen Ende einer Partynacht nochmal richtig tanzen möchte, ist hier mit Sicherheit gut aufgehoben. Den Mädels sei gesagt, dass es eigentlich keinen Dresscode gibt, wir haben allerdings kein weibliches Wesen mit Turnschuhen gesehen. Eintritt 6 Euro.
Mehr unter: www.impulsclub.net
von Britta Simon, Julia Stock, Melanie Ehlert, Sebastian Dargel, Björn Franke und Stefanie Bruns
Und so erreicht ihr Osnabrück:
Hin
Mo.-Fr. 5.29h – 20.29h st.
Sa. 7.29h – 19.29h st.
So. 9.29h – 17.29h zweist. + 17.29h – 20.29h st.
Zurück
Mo.-Fr. 7.26h – 22.26h st.
Sa. 7.26h – 15.26h st. + 15.26h – 22.26h zweist.
So. 9.26h – 13.26h zweist. + 13.26h – 22.26h st.

Bilderalbum
uniVista No. 03: Osnabrück

Immer wieder samstags

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Um ehrlich zu sein, habe ich den Sinn dieses Spiels nun wirklich nie verstanden, aber gut, der Kleiderschrank einer Frau mag dem einen oder anderen auch ein Rätsel aufgeben. Nun ist das WM-Jahr rum und die Euphorie über die Ballkunst hat sich ebenfalls gelegt. Geblieben ist die Bundesliga und ein Mysterium, welches mich jedes Wochenende erneut den Kopf schütteln lässt. Fast möge man glauben, mit Eintritt in den Freitagabend entwickeln sich friedliebende, kultivierte Männer in Wesen, die die Tatsache, dass der Mensch vom Affen abstammt, immer wieder deutlich in Erinnerung rufen möchten. Dabei stellen sich mir als Beobachterin immer wieder dieselben Fragen: Wieso stört es sie eigentlich nicht, sich gegenseitig die Genitalien auf dem Feld zu kraueln bzw. sich liebevoll den Hintern zu tätscheln, wenn sie gleichzeitig im Alltag schon bei der Andeutung „homo…“ häufig dazu neigen, Ausschläge zu entwickeln. Weshalb gleicht die Jubelszene im Duschraum des Bundesligameisters einem einschlägigen Videothekenfilm, während gemeinsames Duschen sonst wohl eher Mangelware ist. Und warum eigentlich gibt es im Schalker Stadion ein Taufbecken?? Glauben die Männer tatsächlich, wir würden es zulassen, dass unser Erstgeborener in einem nach Fußschweiß riechenden Gewölbe auf den Namen Rudi getauft wird??? Fragen, die wohl ewig ihre Antwort suchen. Interessant ist auch die Sicht auf den Frauenfußball. Eigentlich müsste doch eine Fußballspielende Frau das perfekte Gegenstück zu ihnen sein. Keinen Samstag mehr ewiges Bummeln, stattdessen Kicken auf dem Bolzplatz und Entgegenfiebern der 18:00 Uhr Sportschau.
Kein ewiges Fragen nach dem Sinn eines Ballspiels, stattdessen gemeinsames Komponieren weiterer Stadienhymnen und auch in den heimischen vier Wänden kann die Erotik durch einen fröhlichen Trikottausch und Vorstoß in den Strafraum am Leben gehalten werden. Allerdings scheint die Nachfrage in diesem Bereich eher gering zu sein. Was tun? Anfreunden mit dem Lederfeind? Lächeln und Nicken lautet wohl die Devise, denn schließlich können wir uns ausgiebig revanchieren, wenn der Liebste dann einen Marathon von Gilmore Girls, Desperate Housewives und Grey´s Anatomy ertragen darf…und wird!
von Britta Simon
Was eigentlich ein Männerthema ist, war zumindest zur WM ein Thema für alle. Das schönste Spiel der Welt, im Alltag eigentlich kein Spiel, sondern eher eine gesunde Mischung aus Krieg und Religion, der Fußball. Was war das doch schön, als der Bäckermeister-Jürgen seine Jungs über den Rasen schickte und Mann und Frau gemeinsam eine schöne Zeit hatten. Doch was war es danach überraschend, dass Frauen dem Bundesliga-Alltag so gar nichts abgewinnen konnten. Der frühe Samstagabend wurde wieder zum Abenteuer, denn die Sportschau war nicht länger ein geduldeter Gast in hiesigen Wohnzimmern und die Männer stellten sich die Frage, wie Frau es denn schafft, ihren Schalter so schnell umzulegen? Hass, Liebe und dann wieder Hass? Sehr merkwürdig. Was ist da denn los, verdammt? Hassen die Frauen wirklich dieses von Gott gegebene Spiel und haben während der WM nicht wirklich den Fußball sondern dieses Sommermärchenhafte Feeling genossen? Fragen über Fragen. Leider ist es aber wohl Letzteres. Die meisten Frauen (ja genau, einige wenige sind sogar ausgeschlossen!) haben nicht den Spaß an ihren besoffenen Männern und den Bällen auf dem saftigen Grün gefunden, sondern ganz einfach an dem Spaß den diese Wahnsinnveranstaltung verbreitet hat. Und wahrscheinlich war es auch einfach das friedliche Miteinander und das alle (zumindest fast alle) auf der Seite ein und derselben Mannschaft standen. Vielleicht ist aber das Verständnis nicht da, das, zumindest für 90 Minuten, die besten Freunde zu den größten Feinden werden. Ich für meinen Teil, verstehe die Frauen nach der WM weniger als vorher…allerdings habe ich einen Deal ausgehandelt! Samstagabend wird nicht über Fußball gemeckert und ich schaue im Gegenzug „Desperate Housewives“. Nur ein Scherz, so einen Muff schau ich mir nicht mal mit vorgehaltener Pistole an! Kann es sein, dass genau diese Einstellung uns den Hass auf den Fußball einhandelt?
Mann weiß es nicht. Frau sicher.
von Sebastian Dargel

PDF-Version der Sonderausgabe No 1

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Region Rock

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In dieser Rubrik möchte uniVista lokalen Nachwuchsbands eine Plattform bieten, um auf sich und ihre Musik aufmerksam zu machen. Auftakt hierbei macht die Cloppenburger Band livin milk. Vier Musiker im Alter zwischen 24 und 29, die bereits auch überregional auf eine große Fangemeinde blicken können. livin milk beschreibt sich selbst als eine Metal-Rock Band mit einem Tropfen Melancholie. Alles andere als melancholisch waren die Jungs allerdings bei unserem Interview auf der Great Desaster Party in der Roten Schule Cloppenburg.
Ein Ohrenschmaus für Leute die auch gerne Incubus, Creed oder Disturbed hören…
Wie kamt ihr zur Musik und besonders zu diesem Stil?
Toddy: Das hat sich einfach entwickelt.
Ben: Also, ich kann mal bei mir anfangen. Ich bin angefangen mit 6 Jahren Gitarre zu spielen, hab mit 12 die erste Band gehabt und dann viele verschiedene Bands durchgemacht und dann irgendwann mit unserem Ex Schlagzeuger, der nicht mehr dabei ist, haben wir diese Band gegründet. Wir hatten damals noch eine Sängerin und einen Keyboarder und haben dann irgendwann mit 3 Mann erstmal nur weitergemacht. Dann kam der Konz dazu. Ja, und der Stil hat sich so entwickelt. Wir wollten eigentlich ursprünglich ruhiger werden, weil wir früher auch schon mal heftigere Musik gemacht haben, wir wollten eigentlich ein bisschen mehr Rock machen.
Toddy: Kuschelrock.
Ben: Ja, Kuschelrock.
Jan: Und dann kam der Jan.
Ben: Nenenene, der kam viel später. Toddy wollte einfach nur wieder Musik machen, weil er… ihm war so langweilig, jahrelang. Und wie gesagt, Toddy ist zum Beispiel eigentlich Gitarrist. Und er hat mich angerufen: „Sag mal, ich will bei euch spielen.” „Gitarristen haben wir schon.” „Ja, dann spiel ich halt Bass.” Und jetzt spielt er halt Bass. Und sehr gut, muss ich dazu sagen. Der Stil hat sich entwickelt. Wir haben angefangen, ruhigere Musik zu machen. Dadurch hat sich das entwickelt, dass wir diese Dynamik haben: halt mit ruhigen Sachen, die auch aus den ursprünglichen Anfängen herkommen und jetzt halt mit den Mehr-Gas-Sachen, wo wir einfach Bock drauf haben und diese Dynamik, das macht eigentlich livin milk aus.
Konz: Ja, das bildet sich wahrscheinlich auch aus den ganzen verschiedenen Richtungen, die wir hören. Also, Toddy hört ja mehr so Deathmetal- und Grindcore… irgendwie Gebrüll.
Toddy: Komm, hör auf…
Konz: (lacht) Ja, das hör ich ja auch. Das entwickelt sich wahrscheinlich auch aus diesen verschiedenen Stilrichtungen, die wir auch hören.
Wo kommt ihr eigentlich her? Wo würdet ihr sagen, kommt eure Band her?
Ben: Cloppenburg, also ich komm aus Cloppenburg. Obwohl ich ja in Ostfriesland geboren bin, muss ich dazu sagen.
Toddy: Ja, ich auch.
Ben: Ne, du nicht, wo bist du geboren? Toddy: Dodenhof. (Gelächter)
Ben: Hodendoof oder was? Toddy: Rothenburg Wümme.
Ben: Und Konz kommt aus Friesoythe wohl und Jan auch so da.
Jan: Petersdorf.
Ben: Petersdorf. Man fährt mit dem Auto, dann kommt so ein Schild „Petersdorf` und 200m kommt ein Schild „Petersdorf Ende”.
Wie kamt ihr auf euren Namen? Sind das so Kühlschrankerlebnisse?
Ben: Also ich bin ja… ich darf ja nicht sagen, dass ich dagegen bin, gegen den Namen, oder? Beim Interview darf man das nicht. Wir hatten damals auch Smellin’ Feet zur Auswahl, aber das war alles zu punkig und livin milk…ja… ich würde heute den Namen mal gerne wechseln können.
Toddy: Das schreibt ihr aber nicht!
Ben: Doch, können sie ruhig. Das Ding ist einfach nur, der Name hat sich so etabliert und ist in den Köpfen der Leute hier in der Gegend. Da wir regional auch relativ bekannt sind, wäre es Quatsch, das zu machen. Den Namen haben wir jetzt 6 Jahre und deswegen ist es schwierig, aber ich sag mal so, die Red Hot Chili Peppers haben auch einen komischen Namen in dem Sinne, machen aber dementsprechend ganz andere Musik. Bei livin milk ist das das gleiche. Ich glaube, keiner assoziiert da in irgendeiner Weise lebende Milch raus, sondern livin milk ist einfach der Name und die Leute wissen…
Das ist keine lebende Milch.
Ben: Richtig. Und es ist ja auch wirklich so, dass man sich an den Namen gewöhnt hat und gar nicht mehr darüber nachdenkt, was es eigentlich heißt. livin milk ist die Musik, ist das Gefühl, das wir haben, wenn wir Musik machen, auf der Bühne stehen und einen abrocken. Auch bis zum Erbrechen. Wir geben einfach alles und das ist livin milk.
Wie seht ihr selbst eure Musik oder wie definiert ihr eure Musik?
Ben: Laut! Wie definieren wir unsere Musik? Also, wir wollen keine Botschaft rausbringen. Es gibt so viele Bands, die man auf MTV sieht, die wollen immer Botschaften in die Welt rausschreien, um die Welt zu verbessern oder sonst was. Wir wollen einfach nur Musik machen und Spaß dabei haben und nicht irgendwie jetzt dadurch was bewegen oder so was. Das einzige, was wir bewegen wollen, sind die Köpfe von den Leuten, wenn sie bei uns vor der Bühne stehen.
Habt ihr irgendwelche musikalischen Vorbilder?
Ben: Mich. (alles lacht)
Toddy: Wolfgang Petry. Ja, echt jetzt, ohne Scheiß.
Konz: Musikalische Einflüsse, weiß ich nicht. Korn, Nevermore, seit neuestem Biomechanical…
Toddy: Ja, Biomechanical!
Konz: Sehr geile Band, auf jeden Fall! Godsmack.
Jan: Godsmack würd ich auch sagen, Godsmack ist schon mal gut. Dann, was haben wir denn noch? Ja, Killswitch Engage, saugeile Band, Metallica auf jeden Fall.
Ben: Man hat verschiedene Bands, die man hört. Ich hör auch mal Eric Clapton, ich hör auch mal Seal. Eine der geilsten Balladen ist Frankie Goes To Hollywood mit Power Of Love, obwohl das da gar nicht in die Musik reinpasst. Man muss sich von vielen Sachen irgendwas ziehen, denk ich mal. Natürlich ist die Hauptmusik, die man hört, schon
Metal und da sind die Bands alle genannt, die die Jungs auch schon gesagt haben. Mich hat in meinem Gesang Creed damals sehr im Stil bewegt. Incubus auf jeden Fall. Ich wollte früher, als wir angefangen haben, immer nur hoch singen und ich konnte es eigentlich gar nicht, klang immer schrecklich, wie so im Stimmbruch. (singt hoch und laut ins Mikro). Aber irgendwann habe ich die erste Creed-Scheibe bekommen und hab mich dann umgewöhnt und dadurch ist das entstanden. Also Creed hat mich sehr gut geprägt, aber ansonsten, so wirklich Vorbilder? Braucht man Vorbilder? Man braucht keine Vorbilder, oder? livin milk klinkt wie livin milk. Punkt.
Ihr habt bereits einmal den „Rote Schule Bandcontesi` gewonnen…
Ben: Ja. (Pause) Das war die Frage!? (Gelächter) Lasst sie doch mal die Frage zu Ende fragen.
Wie schätzt ihr eure Chancen heute Abend ein?
Ben: Wir würden hier nicht spielen, wenn wir sagen würden „Wir haben keine Chancen”, ganz klar. Ich würde schon sagen, wir machen diesen Band Contest nicht nur unbedingt um zu gewinnen, sondern auch um Kontakte zu knüpfen mit Bands, Kontakte zu knüpfen mit den anderen Jugendzentren, um da mal zu spielen. EMP ist ja auch ein Name, der was sagt und das ist auch in der Biografie ganz gut, wenn da steht: „Bandcontest EMP mitgemacht”. Vielleicht auch einen guten Platz irgendwie, macht sich in der Band-Bio immer sehr gut. Aber, wenn wir jetzt nicht gewinnen, dann ist es auch kein Beinbruch für mich. Das Problem ist bei uns immer, wir haben nicht so viele Bekannte mehr hier…
Konz: Die sind alle weggezogen.
Ben: …und die sind alle weggezogen. Wir haben wohl einen Fankreis, aber nicht halt diese Bekannten. Wenn alle Kumpels aus der Gegend halt herkommen und dann da für einen stimmen oder so was. Aber wir versuchen einfach durch unsere Musikalität bei der Jury zu glänzen. Wie wir heute Abend gespielt haben, muss ich sagen, das war einer der besten in der letzten Zeit. Weil, hat wirklich auch auf der Bühne Spaß gemacht, hat gerockt. So, und wenn wir dadurch jetzt, weil keiner für uns stimmt, nicht gewinnen, dann haben wir Pech gehabt, aber für uns waren wir heut richtig geil.
Ist ein neues Album geplant?
Ben: Ja, wir wollen im Dezember wahrscheinlich ins Studio gehen, um wieder mal vier Songs aufzunehmen. Aber nicht so eine große Produktion wie letztes Mal, weil wir nicht so viel Geld haben (lacht). Die alten Songs von der aliengirl-Scheibe sind immer noch geil, aber die neuen Songs sind schon ein bisschen anders geworden, auch weil ein anderer Schlagzeuger dabei ist. Man hat heute wieder gehört, nach dem Auftritt: „Spielt doch noch mal Under my skin “. Der Hit von der Scheibe „aliengirl”. Aber wir wollten das bewusst heute nicht machen, weil ich finde das ein bisschen unfair gegenüber den anderen Leuten, da jetzt die Songs zu spielen, die alle schon kennen. Wir wollten aber mit den neuen Songs auftreten und damit was machen. Aber, wir wollen auf jeden Fall ins Studio. Wir MÜSSEN!
Konz: Dieses Jahr!
Ben: Dieses Jahr noch, we try!
Wann und wo seid ihr das nächste Mal live zu sehen?
Ben: Nächste Woche in Nordenham, weil wir heute den ersten Platz gemacht haben! (Gelächter) Sonst sind dieses Jahr keine Gigs mehr geplant.
Konz: Siehe Aushang in der UNI!
Ben: (lacht): Ja, ne, das Ding ist auch, wenn wir im Dezember
ins Studio gehen, werden wir keine Zeit mehr haben um uns die Programme wieder anzueignen oder durchzuspielen, weil wir die vier Songs, die wir aufnehmen wollen, die werden wir so ca. 1 – 2 Monate komplett auseinander nehmen. Also, die werden analysiert, jedes einzelne Instrument wird noch einmal durchgespielt und genau angepasst. Wenn man mit allen Mann spielt, ist es manchmal schlecht rauszuhören, was jeder einzelne genau spielt. Das werden wir jetzt 1 1/2 Monate machen und da wird auch wahrscheinlich keine Zeit sein, um großartig Gigs zu machen. Letztes Jahr haben wir das auch so gemacht. Da kamen auch Gigs bzw. Anfragen danach und da haben wir gesagt: „Ne, wir gehen ins Studio, da haben wir keine Zeit für”
Sekt oder Selters
Chucks oder Chanel?
Ben: Cuck Norris ist cool Hat bis zur Unendlichkeit gezählt, zweimal.
Konz: Und Chuck Norris kriegt bei Praktiker 20% – auch auf Tiernahrung.
Ben: Ich hab auch Chanel.
Jan: Auf jeden Fall eher Chucks als Chanel
Ben: Chucks sind geruchtstechnisch ja auch ein Problem. Ich sprüh meine Chucks auch immer mit Chanel ein.
Durchtrieben oder durchdacht? Ben: Durchdacht
Konz: Durchdacht.
Toddy: Durchtrieben. (Gelächter)
Ben: Durchdacht, ich bin ein Perfektionist Ich bin der einzige, der die Leute immer nervt, wir müssen jetzt was machen.
Jan: Durchtrieben auf jeden Fall.
FlipFlops oder Filzpantoffeln?
(uneinig): Filzpantoffeln und FlipFlops.
Ben: Ich war letztens auf Malle, also FlipFlops. Ich würd sagen, ich ruf meine Mama kurz an oder frage das Publikum.
Fusel oder Fanta?
Ben: Du kannst doch nicht nen Rocker fragen: Fusel oder Fanta? Also, ich bitte dich! Fusel mit Fanta. Fanta abgelehnt.
Laut oder leise?
Alle: LAUT! (Gebrüll)
Mann oder Maus?
Ben: Frau!
Jan: Mann mit Maus.
Ben: Ja, ich mit meiner Freundin. Maus auf jeden Fall, so am Computer spielen. Mit Männern. Also, wir spielen nicht mit Männern, also, nicht wie das jetzt klingen soll Ich bin raus.
Matte oder Mecki?
Konz: Meckimatte.
Ben: Hat ihr das aus eurem Psychologiestudium?
uniVista:Nein, aus unserem Hirn?
Konz: Matte!
Rucksack oder Reisebüro?
Ben: Reisebüro. Hallo! All inklusive. Ich nehm nen Koffer mit und meine Chaneldose.
Konz: Rucksack!
Ben: Ja, du bist ja auch nen Student
Voll oder Verkehrstüchtig?
Ben: Total Betrunken. Also, es gibt Mitglieder der Band, die 9 Monate lang zu den Proben gebracht werden mussten. Namen werden nicht genannt. Also, verkehrstüchtig wohl eher, ich bin geschäftlich viel unterwegs.
Walzer oder Wegrennen?
Ben: Wegrennen? Meine Freundin will unbedingt, dass ich mal nen Tanzkurs mache.
Konz: Also ich hab den Silber…
Ben: Im Schwimmen?
Konz: Nein, ich hab nen Silberkurs im Tanzen gemacht
Ben: Momentan eher wegrennen!
von Melanie Ehlert, Britta Simon und Julia Stock

Bilderalbum
uniVista No. 02: livin milk

Brettorf

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uniVista hat auch für diese Ausgabe keine Kosten und Mühen gescheut, um euch einen neuen Ort auf der Nordwestbahnroute näher zu bringen.
Weder Infektionskrankheiten noch elektrische Schiebetüren konnten uns davon abhalten, unsere Pflicht zu tun und uns innerhalb von einer halben Stunde vom inoffiziellen Hintern der Welt zum offiziellen chauffieren zu lassen, um ihn EUCH zu präsentieren. Ja, es gibt einen Ort an dem noch weniger geht als in Vechta an einem Regentag: Brettorf.
Nach kurzer Fahrt hält die Nordwestbahn in Richtung Bremen an diesem gottverlassenen Ort. Erste Impressionen schildet eine mitreisende Redakteurin mit folgenden Worten:
„Beschwingten Schrittes schreite ich durch die grüne Au und labe meinen Geruchssinn am frischgemähten Gras. Nie erblickte mein Auge schönere Landschaft, nie roch meine Großstadt geplagte Nase reinere Luft… doch nun zurück zu Brettorf. “
Die nackte Wahrheit ist in der Tat nicht ganz so idyllisch. Doch bevor wir uns auf den Weg in die unbekannten Straßen begeben, müssen wir sicherstellen, dass wir hier auch wieder weg kommen. Also wird der Fahrplan sorgfältig studiert und erstaunt stellen wir fest dass der „brettorfsche” Fluchtwunsch sehr groß sein muss, denn selbst um 22.52 Uhr fährt die NWB noch nach Vechta zurück. Weg kämen wir also auf jeden Fall. Wir machen uns auf… um zu finden, was zu finden ist, wenn etwas zu finden sei, um es zu finden, falls wir es finden sollten …Wir folgen einer langen, sehr langen Straße. Vereinzelt sind Häuser zu sehen, jedoch keine Bewohner. Hat Brettorf überhaupt Einwohner? Die Straße ist belebt, ein reger Durchgangsverkehr sorgt für einen gehobenen Geräuschpegel. Doch niemand hält an! (An dieser Stelle müsst ihr euch die Akte X Titelmusik denken!)
Nach einem langen, beschwerlichen Marsch erreichen wir das Industriegebiet Brettorfs. Es gibt also Arbeit. Aber uns drängt sich mittlerweile eine ganz andere Frage auf. „Was essen die Einwohner Brettorfs?” Trotz intensiver Suche finden wir keinen Supermarkt, keine Tankstelle, keinen kleinen Laden, kurz: NICHTS! Doch wovon leben die Einwohner dann? Etwa von Luft und Liebe? Essen sie sich gegenseitig? Würde das die fehlenden Einwohner erklären? Mittlerweile ist es kalt geworden, es dämmert. Feuchtigkeit und Kälte durchdringen unsere Kleidung. Sie schließt sich wie eine knöchrige Klaue um unsere Gliedmaßen und lässt uns in regelmäßigen Abständen erschauern. Unsere erschöpften Augen erblicken jedoch, kurz bevor wir aufgeben wollen, eine junge Einwohnerin.
ES GIBT LEBEN!
Sie versichert uns jedoch sogleich: „Ich wohne hier auch nicht freiwillig.” Was hat das zu bedeuten? Etwa, dass die Einwohner Brettorfs gezwungen werden, hier zu leben? Das wirft ein vollkommen neues Licht auf die leeren Straßen. Ein schauriges Licht …Auf die Frage nach etwas Essbarem antwortet sie: „Es gibt ein Restaurant”, wahrscheinlich in irgendeiner dunklen Gasse. Wir finden es jedenfalls nicht und sind uns auch nicht einmal mehr sicher, ob wir es finden wollen. Ebenso bleibt uns die Zuckerdose, der Dorfkrug, das Leben in Brettorf verborgen und wer weiß, welches dunkle Geheimnis noch… (Akte X Musik …)
von Britta Simon, Melanie Ehlert und Stefanie Bruns
Und so erreicht ihr Brettorf:
Hin
Mo.-Fr. 4.32h – 20.32h st.
Sa. 6.32h – 16.32h st. + 18.32h, 20.32h
So. 8.32h, 10.32h, 12.32h + 14.32h – 20.32h st.
Zurück
Mo.-Fr. 6.52h – 22.52h st.
Sa. 8.52h – 11.52h st. + 12.58h – 18.58h st. + 20.52h, 22.52h
So. 10.52h, 12.52h, 14.52h + 16.52h – 22.52h st.

PDF-Version der 1. Ausgabe

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PDF-Version dieser Ausgabe:


BA-Leitfaden

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Wer bei dem Anblick von Modulen, Teilmodulen oder Modulabschlussprüfungen, Verlaufsplänen und Seminarreihenfolgen das blanke Entsetzen im Nacken spürt und sich mitunter fragt, ob ein Studium im BA-Studiengang wirklich die richtige Entscheidung war, den kann ich an dieser Stelle beruhigen. Denn einerseits sind solche Irrungen und Wirrungen vollkommen normal, andererseits wird insbesondere die Frage nach der richtigen Entscheidung mitunter auch während des Studiums nicht abreißen. Dennoch möchte uniVista in dieser und den folgenden Ausgaben ein wenig Licht ins Dunkle bringen und euch Leitfäden zur Verfügung stellen; in dieser Ausgabe zum Studiengang BA SKN.
Ziel ist der Erwerb des Bachelors, der sich in einer Regelstudienzeit von 6. Semestern festsetzt. Innerhalb dieses Zeitraumes ist eine Gesamtpunktzahl von 180 APs zu erreichen, dies gilt sowohl für den Bachelor mit als auch ohne Lehramtsoption. Entscheidet sich der Student für eine gleichwertige Fächerkombination, die sogenannte B/B Kombination, muss er in beiden Fächern jeweils 60 APs erreichen. Die APs ergeben sich durch Besuch und Abschluss der dem Fach zugeordneten Seminare und Vorlesungen. Sind diese 60 APs im jeweiligen Fach erreicht, ist es damit für den BA Studiengang abgeschlossen. Zusätzliche Veranstaltungen können besucht werden, werden jedoch nur unter Zusatzleistungen. Im Optionalbereich sind 50 APs zu erwerben. Diese setzen sich zusammen aus Erziehungswissenschaft (20 APs), Pädagogische Psychologie (10 APs), Praktika
(10 APs) und einem Wahlfach, in diesem Fall Soziologie, Politik oder Philosophie (10 APs). Um vom Bachelorstudiengang in den anschließenden Masterstudiengang zu wechseln – Voraussetzung, um in den Lehrerberuf einsteigen zu können -, ist momentan ein Gesamtdurchschnitt von 2,5 erforderlich, wobei der Durchschnitt in den beiden Hauptfächern auch 3,0 betragen kann. Bei der Fächerkombination A/C ändert sich lediglich die Wertung der beiden Unterrichtsfächer. Sie beträgt nun 80/40. Die Nebenfächer bleiben in der Wertung wie oben beschrieben.
Die meisten Institute bieten inzwischen so genannte Verlaufspläne an, die dem Studenten die Reihenfolge der zu belegenen Veranstaltungen aufzeigen. Somit ist ein Belegen der richtigen Veranstaltung zum richtigen Zeitpunkt gewährleistet. In vielen Fällen hängen diese Pläne am Schwarzen Brett des jeweiligen Faches. Ist dies nicht der Fall und die Internetpräsenz des jeweiligen Institutes auch eher dürftig, ist ein Nachfragen beim BA-Beauftragten des Faches möglich. Dieser ist im Vorlesungsverzeichnis ausfindig zu machen. Des Weiteren bietet die Universität den Studenten die Möglichkeit, zwei Mal pro Jahr eine Auflistung der erreichten Noten und APs per E-Mail zu erhalten. Dafür ist jedoch eine separate Anmeldung nötig, die beim Prüfungsamt eingereicht werden kann. Formblätter hängen dafür am Schwarzen Brett des Prüfungsamtes im E-Gebäude. Dort befindet sich ebenfalls die aktuelle Prüfungsordnung zum Nachlesen. In einigen Fächern existieren so genannte fachspezifische Anlagen zur allgemeinen Prüfungsordnung. Diese können entweder im Internet heruntergeladen werden oder sind im Sekretariat des jeweiligen Institutes erhältlich.
Abschließend möchten wir „alten Hasen” euch an dieser Stelle einen schönen Start ins Studium wünschen und hoffen, dass die momentane Aufregung bald einer gesunden Gelassenheit weicht, denn wie drückte man es bei unserer Ankunft 2003 aus: Sie sind jetzt Studenten des Bachelorstudienganges – beweisen Sie Mut zur Lücke. In diesem Sinne: Viel Erfolg!
von Britta Simon

Nicht lang schnacken…

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4725pic
von René Kohn, Sebastian Dargel, Julia Stock, Björn Franke und Britta Simon

Bilderalbum
uniVista No. 01: Kneipenansichten Vechta

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