Ina Bushuven
Inhaltsverzeichnis:
- [↓] PDF: PDF-Version der 20. Ausgabe
- [↓] Studentisches: Neues Semester, neues Ich!
- [↓] PDF: PDF-Version der 19. Ausgabe
- [↓] unterwegs: Immer wieder gerne
- [↓] Gesellschaft: “Gefällt mir” – “gefällt mir – nicht mehr”
- [↓] PDF: PDF-Version der 18. Ausgabe
- [↓] Interviews - Single des Semesters: “Glücklich sein, egal was kommt”
- [↓] PDF: PDF-Version der 17. Ausgabe
- [↓] PDF: PDF-Version der 16. Ausgabe
- [↓] Interviews - Säulen der Uni: “Studentenausweis dabei?”
Neues Semester, neues Ich!

© Gerd Altmann / PIXELIO
Neulich in der Nordwestbahn von Osnabrück nach Vechta habe ich wieder eine sogenannte “Teilzeitpendlerin” kennengelernt. Nein, die allwöchentlichen Unipartys seien ihr fremd, da der Stundenplan es zulasse, nur bis Mittwoch in der Kleinstadt Vechta zu bleiben. Sobald die letzte Vorlesung abgesessen sei, gehe es wieder nach Hause, in Richtung Westen, Süden, Norden, Osten wo auch immer die Heimat sein mag. Vier Tage die Woche grüßt dann wieder die Parallelwelt, fernab von Campusgetratsche, Studentenpartys und Mensaessen. Bei Mutti schmeckt es doch immer noch am Besten!
Lässt man sich allerdings tatsächlich voll und ganz auf das Unileben ein, kann man schon ganz schöne Entscheidungsschwierigkeiten bekommen. Fakt ist: man verpasst immer etwas. Die Frage ist nur, WAS?
In der “Ersti-Woche” fängt der Entscheidungsstress durch den “Markt der Möglichkeiten” schon an. Die gutgemeinte Auswahl an freizeitgebundene Aktivitäten kann neben dem Erkunden des Campus, der Suche nach geeigneten Gleichgesinnten und dem Aufstellen des ersten Studienplanes ganz schön für Überforderungen sorgen.
Die Frage ist, wer möchte ich im Unileben sein, was interessiert mich, wonach richte ich meine Entscheidungen? Möglichkeiten hat man viele, das steht fest. Plane ich für die Zukunft und engagiere ich mich hochschulpolitisch, oder trete ich einem Fachrat bei. Vielleicht nutze ich auch das umfangreiche Sportprogramm um Bekanntschaften zu intensivieren und mich selber in Form zu halten. Oder gehe ich doch lieber meinen Neigungen nach, indem ich mich den Studentenreitern, den UNIted in Christ Mitgliedern oder den schreibebegeisterten uniVista Mitwirkenden anschließe.
Vielleicht muss aber auch das große Geld her und ich nehme neben zahlreichen anderen Jobs auch noch eine Tutorenstelle an.
Nehme ich jede Uniparty mit oder verbringe ich doch lieber einen gemütlichen Kochabend unter Freunden. Ach ja und einen Auslandsaufenthalt wollte ich doch auch noch machen. Der gehört heute praktisch so zum Lebenslauf, wie das eigene Geburtsdatum.
Nicht zu vergessen die Prüfungen, die man ganz nebenbei bestehen sollte. Und ständig erwarten alle, dass man immer so schön ausgeglichen und entspannt ist.
Am Schlimmsten ist die Sommerzeit, wo der “Terror an Möglichkeiten” sich gefühlsmäßig verdoppelt.
Fällt der Sommer nicht gerade ins Wasser “muss” man ständig grillen und wird von jedem Fachrat dazu eingeladen, was den Sportkonsum aufgrund des zu sich genommenen Fleisches auch noch mal erhöhen sollte. Nein, bei schönem Wetter darf man nicht zu Hause vor dem Fernseher sitzen, sondern muss auch wirklich alle Sonnenstrahlen und angebotenen Freizeitaktivitäten mitnehmen.
Der “Markt der Möglichkeiten” spiegelt sich auch in unserer Gesellschaft wieder. Auch bekannt als ein Pluralismus der Lebenslagen. Die Welt wird komplexer, man kann alles machen, jeder sein, der man gerne sein möchte. Und neben den zahlreichen selbst gewählten Ausbildungen, Studiengängen, Bekanntschaften, nachgegangenen Interessen, Leidenschaften, betriebenem Konsum muss einem immer noch genügend Zeit bleiben ausgeglichen zu sein und nicht womöglich an einem Burn-Out zu erkranken.
Bleibt nur noch die Frage offen: Wäre das Leben einfacher, müsste man keine Entscheidungen treffen, weil es gar keine Alternativen gäbe? Wohl kaum, denn dann wäre das Leben doch viel uninteressanter, langweiliger und eintöniger.
Viel Spaß beim Ausprobieren, Herumexperimentieren und Herausfinden der eigenen Vorlieben und Möglichkeiten, welche die Studienzeit mit sich bringen. Wer die Wahl hat, hat die Qual!
von Ina Bushuven
Immer wieder gerne
Vier mal Osna im subjektiven Blick
Von sachlich bis ironisch – von nüchtern bis völlig überzogen. uniVista war unterwegs für Euch! Wo? In Osnabrück! Was wir dort gemacht haben? Einen netten Tag verbracht!
Sightseeing! Doch aus welcher Sicht? – Die Genderanalyse
In diesem Artikel befasse ich mich nicht mit trockenen Informationen über Sehenswürdigkeiten, sondern viel eher damit, wie unterschiedlich die Erlebnisse von Mann und Frau aufgenommen werden.
Neun Uhr, Vechtaer Bahnhof. Während Ina und ich uns in der morgendlichen Frische bereits sehr motiviert und voller Vorfreude den Tag schön ausmalten, genoss Tobi sein erstes Frühstück – Kaffee und Zigaretten – während Matthias noch in meditativer Haltung seinen Vorabend zu verarbeiten schien.
Auf der Zugfahrt wurde die Stimmung dann langsam aber sicher schließlich lebhafter und wir ergründeten die tiefsinnige Frage, woran man erkennt, dass Mädchen mit Brüdern aufgewachsen sind oder Jungs die Ehre hatten von Schwestern umgeben zu sein.
In Osnabrück angekommen überkam uns Frauen der plötzliche Hunger und eine innere Stimme in uns schrie nach Backfactory. Nachdem die Herren überzeugt wurden, führte uns das weibliche Bauchgefühl dann anschließend, entgegen der männlichen Technik in Form eines iPads, ins Zentrum der Osnabrücker Altstadt, dessen ästhetische Pracht aus weiblicher Sicht geradezu bejubelt wurde. Interessant fand ich jedoch den Unterschied in der Schrittgeschwindigkeit zwischen uns Mädchen und unseren Begleitern. Wir Frauen waren den Schlendrianen stets weit voraus.
Während wir nun unsere Ziele abklapperten und das Dargestellte auf uns wirken ließen, wurde der Unterschied am deutlichsten. Frauen haben den unerklärlichen Drang ihren emotionalen Zustand in die Welt hinauszuschreien. Gelegentlich ertönte also ein entzücktes Quieken, fiel ein „Oh! Ist das süüüß!“ oder es liefen ein paar Tränen über die Wangen, da der Modeladen Zara gerade Sonderschlussverkauf hatte, man selbst jedoch, natürlich, nicht mit dem nötigen Kleingeld dienen konnte.
Zur Sicht der Männer kann ich nicht wirklich viel sagen, jedoch unterschreibe ich als Fakt, dass das männliche Geschlecht eher schwierig zu begeistern ist und sie sich ihrer Umwelt nicht so dringend mitteilen müssen. Was mich jedoch sehr positiv überrascht hat ist, dass Ina und mir, während unseres Ausflugs kein Wunsch abgeschlagen wurde, Tobi und Matthias, trotz gelegentlich fehlender Begeisterung, alles sehr lieb mitgemacht und geduldig ertragen haben, außerdem sehr zuvorkommend waren.
Neun Uhr, Vechtaer Bahnhof. Während Ina und ich uns in der morgendlichen Frische bereits sehr motiviert und voller Vorfreude den Tag schön ausmalten, genoss Tobi sein erstes Frühstück – Kaffee und Zigaretten – während Matthias noch in meditativer Haltung seinen Vorabend zu verarbeiten schien.
Auf der Zugfahrt wurde die Stimmung dann langsam aber sicher schließlich lebhafter und wir ergründeten die tiefsinnige Frage, woran man erkennt, dass Mädchen mit Brüdern aufgewachsen sind oder Jungs die Ehre hatten von Schwestern umgeben zu sein.
In Osnabrück angekommen überkam uns Frauen der plötzliche Hunger und eine innere Stimme in uns schrie nach Backfactory. Nachdem die Herren überzeugt wurden, führte uns das weibliche Bauchgefühl dann anschließend, entgegen der männlichen Technik in Form eines iPads, ins Zentrum der Osnabrücker Altstadt, dessen ästhetische Pracht aus weiblicher Sicht geradezu bejubelt wurde. Interessant fand ich jedoch den Unterschied in der Schrittgeschwindigkeit zwischen uns Mädchen und unseren Begleitern. Wir Frauen waren den Schlendrianen stets weit voraus.
Während wir nun unsere Ziele abklapperten und das Dargestellte auf uns wirken ließen, wurde der Unterschied am deutlichsten. Frauen haben den unerklärlichen Drang ihren emotionalen Zustand in die Welt hinauszuschreien. Gelegentlich ertönte also ein entzücktes Quieken, fiel ein „Oh! Ist das süüüß!“ oder es liefen ein paar Tränen über die Wangen, da der Modeladen Zara gerade Sonderschlussverkauf hatte, man selbst jedoch, natürlich, nicht mit dem nötigen Kleingeld dienen konnte.
Zur Sicht der Männer kann ich nicht wirklich viel sagen, jedoch unterschreibe ich als Fakt, dass das männliche Geschlecht eher schwierig zu begeistern ist und sie sich ihrer Umwelt nicht so dringend mitteilen müssen. Was mich jedoch sehr positiv überrascht hat ist, dass Ina und mir, während unseres Ausflugs kein Wunsch abgeschlagen wurde, Tobi und Matthias, trotz gelegentlich fehlender Begeisterung, alles sehr lieb mitgemacht und geduldig ertragen haben, außerdem sehr zuvorkommend waren.

Bild: Tobias Kunz
Natürlich durfte während des Trips die Anmerkung von uns Frauen nicht fehlen, dass es doch seeehr kalt wäre, woraufhin die Männer auf sensible Weise damit konterten, dass dagegen andere bereits ihre Badeutensilien anziehen würden. Mit einem Sixpack Bier auf der Zugrückfahrt, strahlte dann auch der männliche Part unserer Reisetruppe wieder über beide Wangen.
Ich fand den Ausflug wirklich sehr schön und möchte mich an dieser Stelle sehr für den tollen Tag bei Ina, Matthias und Tobias bedanken.
Immer wieder gerne!
Ich fand den Ausflug wirklich sehr schön und möchte mich an dieser Stelle sehr für den tollen Tag bei Ina, Matthias und Tobias bedanken.
Immer wieder gerne!
von Johanna-Maria Jaromin
On the road …
Der Winter schien es auf uns abgesehen zu haben und gab sich alle Mühe die letzte Wärme aus uns herauszupressen. Die lange Zugfahrt in der Enge einer winzigen Zelle hatte seine Wirkung nicht verfehlt und alle waren trotz der beißenden Kälte froh endlich rauszukommen. Nun aber ging es weiter. Ein langer Marsch erwartete uns, auf dem viele wegen Hunger oder Müdigkeit zurückbleiben werden. Der Weg war beladen mit ihren kleinen Geschäftchen, verwinkelten Gassen und den Orten, die ihren großen Transportmaschinen vorbehalten waren. Schließlich erblickten wir jedoch unser Ziel. Erst nur schemenhaft, dann immer klarer. Es war eine dieser Glaubensstätten ihrer Religion, die ich bisher immer so gemieden hatte. Mit ihrem Gerede über Heil und Erlösung konnte ich noch nie etwas anfangen und wenn man mir das Zeug aufzwingen wollte, noch viel weniger. Aber was sollte ich machen? Es war zu spät, um jetzt irgendetwas zu bereuen. Ich musste die Konsequenzen für meine Taten übernehmen. Als wir reinkamen, waren unsere Vorgänger bereits durch die Mangel gedreht worden und schienen wie leblose Marionetten nur noch der Stimme der Ansagerin zu folgen. Ein Wunder, dass ihnen noch nicht der Sabber aus dem Mund lief. Glücklicherweise war unser Programm erst für den späteren Nachmittag vorgesehen. Die Anstrengungen des Weges, die Entkräftung durch den Schlafentzug und der ständige Hunger jedoch, ließen mich alles nur noch verschwommen und traumartig wahrnehmen. Mein Herz pochte heftig und es war das einzige Geräusch, das ich noch wahrnahm. Alles verlangsamte sich und schien wie eine einzige klebrige Masse zu sein, die sich immer weiterzog, je weiter wir in den Komplex hineingingen. Sie zeigten uns als erstes, wahrscheinlich zur Einschüchterung, die Gräber derer, die vor uns da waren und die nicht gehorcht hatten. Einer meiner Kameraden verlor die Nerven. Sein Totenlicht war quasi bereits entzündet. Nach einer halben Ewigkeit erreichten wir das Heiligtum des Komplexes: den Altar. Jeder, der hier ankam, war zu allem bereit. Es gab weder Hoffnung noch konnte man Gnade erwarten. Einige wimmerten und flehten um Erbarmen, denn sie wollten nur noch zurück zu ihren Familien. Aber wir alle wussten, dass das nie mehr geschehen würde an der Schwelle zur Ewigkeit. Sie trieben uns immer tiefer und tiefer hinein und wir sahen Dinge, die keiner von uns so schnell vergessen wird. Keiner wird mehr der Gleiche sein, wenn er hier herauskommt. Die erdrückende Atmosphäre und die ewigwährende Melodie, die uns von Anfang an begleiteten, wurden zu immer schwereren Lasten. Alles was uns blieb, war die Verzweiflung, dass unser Leiden sich noch länger hinziehen wird und dies nur der Beginn unserer Reise war. Die Glücklichen verloren den Rest ihres Verstandes schnell, über die Unglücklichen vermag ich nicht zu sprechen. Alles was blieb war, nur etwas länger durchzuhalten als die anderen und zu beten, dass dein ehemaliger Freund neben dir etwas früher aufgeben würde, als man selbst. Unsere mittlerweile an die Dunkelheit gewöhnten Augen wurden durch das gleißende Licht der aufgehenden Sonne geblendet. Es fiel durch die bunten Fenster über dem infernalischem Instrument, das uns die ganze Zeit akustisch gemartert hatte. So erreichten wir das Ende – unser Ende. Nur eines stand fest zu diesem Zeitpunkt: Der nächste Zwischenstopp auf unserer Reise würde weit unangenehmer werden. So brachen wir auf, die Innenstadt von Osnabrück zu erkunden.
von Matthias Christ

Bild: Tobias Kunz
Universität
Eine fremde Stadt zu erkunden – ohne genau zu wissen, wo man ankommt oder was einem auf dem Weg erwartet – war mir schon immer die liebste Art zu reisen. Man lässt die Stadt auf sich wirken und kann somit einige Überraschungen erleben, die man bei einer durchdachten Stadtrundführung verpassen würde. Meine Mitreisenden waren zum Glück der gleichen Meinung. Im Zug stellte sich daher die Frage, wohin wir eigentlich gehen sollten, wenn wir in der niedersächsischen Stadt Osnabrück angekommen sind, gefolgt von dem Gedanken, ob überhaupt jemand einen Stadtplan dabei hat. Das Ergebnis war erst ein Schweigen, dann ein Lachen, sodass wir in Osnabrück angekommen, einfach unserem Bauchgefühl folgend, die Stadt erkundeten.
Die Überraschung ergab sich relativ schnell. An einer Hauptstraße entlanglaufend und in ein Gespräch vertieft, übersahen wir fast das Schloss, dass mitten in der Stadt platziert war. Der Blick auf das angebrachte Schild, welches auf der Außenmauer angebracht war, ließ uns vor Neid erblassen: Universität Osnabrück.
Wir durchquerten den Torbogen und befanden uns in einem Innenhof, der von dem gelben Schlossmauern umrahmt war. Glücklicherweise war der Eingang nicht verschlossen, sodass wir einen Blick in das Schloss erhalten konnten. Es folgte ein gläserner Aufzug, ein kleiner Schlosspark zum Hinterausgang und eine Aula, die mit ihren hohen mit Stuck verzierten Decken, an denen pompöse Kronleuchter hingen, eher an einen Ballsaal erinnerte. Anschließend wurde der gläserne Fahrstuhl ausprobiert, der uns in das oberste Stockwerk brachte, von wo aus man einen imposanten Blick über die Stadt Osnabrück erhalten konnte. Die Räume waren schon nicht mehr schlossähnlich, sondern erinnerten an den umgebauten Gebäudetrakt im 1. Stock des R-Gebäudes der Universität Vechta. Eine abgestellte Kaffeetasse mit dem Logo Studentenwerk Osnabrück, die man auch in Vechta zu Gesicht bekommt, war ein weiterer Beweis für eine gewisse Ähnlichkeit beider Universitäten und ließ uns erfreuen. Die Vorzüge einer kleinen Universität, wie in Vechta, wurden noch einmal aufgezählt, zu denen eindeutig eine gewisse persönliche Atmosphäre, das schnelle Zurechtfinden und das häufige Wiedertreffen von Personen zählten.
Doch eines konnten wir nicht abstreiten. Einen Tag in einem Schloss zu studieren, dass hatte schon etwas Besonderes. Abermals durchquerten wir den Torbogen und waren gespannt, wohin uns unser Bauchgefühl als nächstes leiten würde.
Die Überraschung ergab sich relativ schnell. An einer Hauptstraße entlanglaufend und in ein Gespräch vertieft, übersahen wir fast das Schloss, dass mitten in der Stadt platziert war. Der Blick auf das angebrachte Schild, welches auf der Außenmauer angebracht war, ließ uns vor Neid erblassen: Universität Osnabrück.
Wir durchquerten den Torbogen und befanden uns in einem Innenhof, der von dem gelben Schlossmauern umrahmt war. Glücklicherweise war der Eingang nicht verschlossen, sodass wir einen Blick in das Schloss erhalten konnten. Es folgte ein gläserner Aufzug, ein kleiner Schlosspark zum Hinterausgang und eine Aula, die mit ihren hohen mit Stuck verzierten Decken, an denen pompöse Kronleuchter hingen, eher an einen Ballsaal erinnerte. Anschließend wurde der gläserne Fahrstuhl ausprobiert, der uns in das oberste Stockwerk brachte, von wo aus man einen imposanten Blick über die Stadt Osnabrück erhalten konnte. Die Räume waren schon nicht mehr schlossähnlich, sondern erinnerten an den umgebauten Gebäudetrakt im 1. Stock des R-Gebäudes der Universität Vechta. Eine abgestellte Kaffeetasse mit dem Logo Studentenwerk Osnabrück, die man auch in Vechta zu Gesicht bekommt, war ein weiterer Beweis für eine gewisse Ähnlichkeit beider Universitäten und ließ uns erfreuen. Die Vorzüge einer kleinen Universität, wie in Vechta, wurden noch einmal aufgezählt, zu denen eindeutig eine gewisse persönliche Atmosphäre, das schnelle Zurechtfinden und das häufige Wiedertreffen von Personen zählten.
Doch eines konnten wir nicht abstreiten. Einen Tag in einem Schloss zu studieren, dass hatte schon etwas Besonderes. Abermals durchquerten wir den Torbogen und waren gespannt, wohin uns unser Bauchgefühl als nächstes leiten würde.
von Ina Bushuven
Wer Tiere mag, liebt oder lustig findet …

Bild: Tobias Kunz
… und vom Studium zu überhitzt ist, sollte den Weg zum Osnabrücker Stadtrand einschlagen. Hinter dem Krankenhaus gelegen, findet sich eine Ansammlung von merkwürdigen, verrückten und allseits bekannten Tieren, die das tun, was Tiere halt so hinter Gittern tun: Sinnlos im Kreis laufen, uns Menschen mitleidig anschauen und fressen. Natürlich sind die knapp 2500 Tiere nicht nur für die Bespaßung da, man kann auch viel Wissenswertes aus der Welt der Tiere lernen. Zum Beispiel warum Nacktmulle so hässlich sind und was für eine Aufgabe sie sonst noch auf dem Planeten haben. Fakt ist, dass sie in einem unterirdischen Teil des Zoos der Öffentlichkeit dargeboten werden, den es in dieser Form nur in Osnabrück gibt. Leider sieht man größtenteils nur Schatten und Stroh. Das soll natürlich alles nicht abschrecken. Auf einem Gebiet von fast 24 Hektar gibt es auch sehr schöne Dinge zu entdecken für groß und klein. Aber mal ehrlich, zu erkennen dass Affen sich fast genauso dämlich benehmen wie man selbst oder einen lieblichen Löwen den Kopf zu streicheln, ist doch immer wieder ein Erlebnis wert.
Außerdem sind wir alle Studenten. Und der positive Effekt, den Tiere auf unser emotionales Befinden ausüben, ist jedem bekannt. Zumindest weiß man am Ende des Ausflugs : Hier ist jemand noch ärmer dran, als man selbst.
Irgendwie ironisch: Der Zoo weist in einem Sonderteil auf die ökologisch bescheidenen Umstände hin, die der Mensch zum Beispiel durch Landwirtschaft erzeugt und somit den Tieren ihren Lebensraum nimmt. Da schaut man dann doch schon etwas besorgter den Elefanten beim Rumtröten zu. Aber immerhin bringt einen der lustige Nacktmull wieder zum Lächeln.
Außerdem sind wir alle Studenten. Und der positive Effekt, den Tiere auf unser emotionales Befinden ausüben, ist jedem bekannt. Zumindest weiß man am Ende des Ausflugs : Hier ist jemand noch ärmer dran, als man selbst.
Irgendwie ironisch: Der Zoo weist in einem Sonderteil auf die ökologisch bescheidenen Umstände hin, die der Mensch zum Beispiel durch Landwirtschaft erzeugt und somit den Tieren ihren Lebensraum nimmt. Da schaut man dann doch schon etwas besorgter den Elefanten beim Rumtröten zu. Aber immerhin bringt einen der lustige Nacktmull wieder zum Lächeln.
von Tobias Kunz
“Gefällt mir” – “gefällt mir – nicht mehr”
Facebook im Kreuzverhör
![]() © Alexander Klaus / PIXELIO
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Mit 16 Jahren habe ich das erste Mal durch eine Freundin, die einen Schüleraustausch in Amerika gemacht hat, von Facebook erfahren. Zwei Jahre später war es um mich geschehen, ich war ein offizielles Mitglied bei Facebook, doch mein Profil blieb meistens unbearbeitet, da ich mich höchstens einmal in der Woche einloggte. 2010 wendete sich das Blatt. Ein regelrechter “Facebook-Boom” ließen mich viele Freundschaftseinladungen bestätigen. Ich erfuhr einige Geheimnisse, die auf die Pinnwand gepostet wurden, über Menschen, die schon längst meiner Vergangenheit angehörten.
Facebook, die Website zur Unterhaltung, die im Februar 2004 erstmals zugänglich war und heute allein in Deutschland mittlerweile von nahezu 16 Millionen Menschen genutzt wird, entstand an der Harvard University und war ursprünglich nur für die dortigen Studenten vorgesehen, schreibt die Internetseite Wikipedia. Heute hat Facebook nach eigenen Angaben 600 Millionen aktive Mitglieder weltweit.
Trotz den Vorzügen, die solch ein weltweites Internetportal mit sich bringt, z.B. den schnellen und unkomplizierten Kontakt zu Menschen weltweit herzustellen, überzeugt mich Facebook dennoch in einigen Punkten nicht.
Trotz den Vorzügen, die solch ein weltweites Internetportal mit sich bringt, z.B. den schnellen und unkomplizierten Kontakt zu Menschen weltweit herzustellen, überzeugt mich Facebook dennoch in einigen Punkten nicht.
Fragt man einen Jugendlichen, was er macht, wenn er Hunger hat, so müsste neben seiner Antwort, die lauten würde, etwas zu essen, auch noch der Satz folgen, dass er es bei Facebook postet. Es folgen zehn angeklickte “Gefällt mir” und einige unbedeutende Kommentare. Nicht alles, was bei Facebook geschrieben wird “gefällt mir nicht”. Doch die öffentliche Selbstdarstellung hat meiner Meinung nach oft den Beigeschmack einer narzisstischen Selbstvermarktung.
Die am 31.05.2010 erschienene Tageszeitung (taz) schrieb, dass ein stetig gewachsener Unmut der Facebook-Nutzer zu bemerken sei. Zu wenig Mitspracherecht, zu wenig Privatsphäre, zu viele Datenpannen.
Selbst das Löschen seines Facebook-Accounts ist bereits so kompliziert, dass es spezielle Internetseiten mit Anleitungen dafür gibt. Die Suchphrase “How Delete Facebook” gehört mittlerweile zu den zehn meistgesuchten Begriffen bei Google. Dennoch ist der Zuwachs des sozialen Netzwerkes Facebookzuwachs auf der Überholspur. Facebook wurde in den USA im vergangenen Jahr sogar öfters besucht als Google.com.
Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Experian Hitwise, die im Internet veröffentlicht wurde. Außerdem war Facebook wie schon im Jahr 2010 zuvor der meistgesuchte Begriff.
Ein weiterer Kritikpunkt ist meiner Meinung nach die ständige Sucht nach Ablenkung, die wir zulassen, sie sogar einladen. Wir funken permanent E-Mails, Anrufe, Postings, sodass man Zeit für sich ohne Unterbrechungen nur noch selten einhält. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass man lieber Zeit über das Internet mit Menschen verbringt, als sie tatsächlich zu treffen.
Die am 31.05.2010 erschienene Tageszeitung (taz) schrieb, dass ein stetig gewachsener Unmut der Facebook-Nutzer zu bemerken sei. Zu wenig Mitspracherecht, zu wenig Privatsphäre, zu viele Datenpannen.
Selbst das Löschen seines Facebook-Accounts ist bereits so kompliziert, dass es spezielle Internetseiten mit Anleitungen dafür gibt. Die Suchphrase “How Delete Facebook” gehört mittlerweile zu den zehn meistgesuchten Begriffen bei Google. Dennoch ist der Zuwachs des sozialen Netzwerkes Facebookzuwachs auf der Überholspur. Facebook wurde in den USA im vergangenen Jahr sogar öfters besucht als Google.com.
Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Experian Hitwise, die im Internet veröffentlicht wurde. Außerdem war Facebook wie schon im Jahr 2010 zuvor der meistgesuchte Begriff.
Ein weiterer Kritikpunkt ist meiner Meinung nach die ständige Sucht nach Ablenkung, die wir zulassen, sie sogar einladen. Wir funken permanent E-Mails, Anrufe, Postings, sodass man Zeit für sich ohne Unterbrechungen nur noch selten einhält. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass man lieber Zeit über das Internet mit Menschen verbringt, als sie tatsächlich zu treffen.
In dem Film “The Social Network” aus dem Jahre 2010, wird die Entstehungsgeschichte des Internetportals Facebook teilweise kritisch beleuchtet, da neben der eigentlichen Entwicklung des Internetnetzwerkes, Verrat, Gier und das Streben nach Macht und Geld mitunter im Vordergrund stehen.
Ein Leben ohne Facebook ist für die meisten Nutzer dennoch undenkbar geworden. Und ja ich gebe auch zu, dass der schnelle Kontakt zu Menschen über die ganze Welt verteilt, oder nur zu Freunden in nächster Umgebung, von unglaublichem Vorteil ist. Dennoch sollte jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er von sich preisgibt, denn das Internet hat ein unendliches “Gedächtnis”! Es ist die Frage, wie man seine Lebenszeit nutzt, ob man unmittelbar einen Abend unter Freunden genießt oder über Facebook mittelbare Erlebnisse austauscht!
Ein Leben ohne Facebook ist für die meisten Nutzer dennoch undenkbar geworden. Und ja ich gebe auch zu, dass der schnelle Kontakt zu Menschen über die ganze Welt verteilt, oder nur zu Freunden in nächster Umgebung, von unglaublichem Vorteil ist. Dennoch sollte jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er von sich preisgibt, denn das Internet hat ein unendliches “Gedächtnis”! Es ist die Frage, wie man seine Lebenszeit nutzt, ob man unmittelbar einen Abend unter Freunden genießt oder über Facebook mittelbare Erlebnisse austauscht!
von Ina Bushuven
“Glücklich sein, egal was kommt”
Die Single-Frau des Semesters

Wie es in der Redaktion zu dem revolutionären, am Anfang noch nett belächeltem Einfall kam, einen “Single des Semesters” vorzustellen, um einen Noch-Single glücklich zu machen, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass die Idee für ambivalente Stimmungen unter den Redaktionsmitgliedern gesorgt hat. Den Vergleich mit der Bravo nur einmal am Rande angesprochen. Doch allen Kritiken zum Trotz konnte sich die Idee schließlich durchsetzen, sodass in dieser uniVista erstmals ein Single vorgestellt wird.
Letztendlich auch einen Single zu finden, stellte sich als eine weitere Herausforderung heraus und schwieriger, als ich am Anfang gedacht hätte.
Wenn Ihr die mysteriöse Single-Frau kennenlernen wollt, schreibt doch einfach eine E-Mail an single_uv18[at]univista.de. Sie kann dann zwischen den hoffentlich zahlreichen Einsendungen auswählen und uniVista spendiert anschließend einen Kaffee beim ersten Date in der Caféte.
Viel Spaß beim Rätseln und Kennenlernen wünscht das uniVista-Team.
Letztendlich auch einen Single zu finden, stellte sich als eine weitere Herausforderung heraus und schwieriger, als ich am Anfang gedacht hätte.
Wenn Ihr die mysteriöse Single-Frau kennenlernen wollt, schreibt doch einfach eine E-Mail an single_uv18[at]univista.de. Sie kann dann zwischen den hoffentlich zahlreichen Einsendungen auswählen und uniVista spendiert anschließend einen Kaffee beim ersten Date in der Caféte.
Viel Spaß beim Rätseln und Kennenlernen wünscht das uniVista-Team.
Name:
(soll nicht genannt werden)
Geschlecht:
Weiblich
Studiengang:
Bachelor Combined Studies
Haarfarbe:
Laut Verpackung gold-braun
Augenfarbe:
Je nach Licht grau oder blau-grün
Besonderes Erkennungsmerkmal:
vom Glück verfolgt
Deine größte Schwächen:
immer als Letzte in der Vorlesung, Pommes mit Mayo
Eigenschaften, die dein Traummann mitbringen sollte:
Biertrinker aus Leidenschaft und es muss einfach passen.
Für was würdest Du sterben?
Pizza mit Ananas, Pilzen, Spinat und viel Knoblauch;
ein Land im Herzen und auf Schritt und Tritt dabei zu haben; den Sternenhimmel
ein Land im Herzen und auf Schritt und Tritt dabei zu haben; den Sternenhimmel
Dein perfekter Tag …
… beginnt mit einem Frühstück im Bett, dazu Charly und Alan Harper (Charaktere aus Two and a Half Men, Anm. d. Red.) und endet mit flüssigem Gold in Glas mit guten Freunden.
Der Sinn des Lebens:
Glücklich sein, egal was kommt.
Was kannst Du Deinem Traummann bieten:
Schlagfertigkeit mit einem Schuss Chaos
Auf der Playlist ganz weit oben:
Soothe me (Beatsteaks)
Was Freunde über Dich sagen:
„An einem fies verschneiten Tag lässt sie die Sonne aufgehen.“
„lebensbejahend und liebenswert, unpünktlich aber voller Tatendrang“
„lebensbejahend und liebenswert, unpünktlich aber voller Tatendrang“
Zum Schluss …
… grüße ich noch meine Eltern!
Die Fragen stellte Ina Bushuven.
“Studentenausweis dabei?”
Elf Fragen an die zwei Kassiererinnen der Mensa
Mal ganz ehrlich, wer kennt sie nicht, die beiden Kassiererinnen in der Mensa, an denen einfach niemand vorbeikommt, ohne vorher bezahlt zu haben. uniVista wollte mehr über die Stützen der Uni Vechta erfahren und hat Eindrücke jenseits der Kasse erhalten sowie viele interessante Antworten bekommen.
Karin Prüllage, eigentlich gelernte Bürokauffrau, arbeitet schon seit fast 28 Jahren in der Mensa und stellte sich als Erste den Fragen. Gefolgt von Renate Kluck, der gelernten Arzthelferin, die seit 24 Jahren mit von der Partie ist.
Einen Kaffee trinken würde ich gerne mal mit …
Frau Prüllage: … Brad Pitt.
Frau Kluck: … Heidi Klum.
Frau Kluck: … Heidi Klum.
Auf meinem Nachttisch liegt zur Zeit …
Frau Prüllage: … Gisa Paula: Die Tote im Watt.
Frau Kluck: … ein Buch: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken.
Frau Kluck: … ein Buch: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken.
Hätte die Uni Vechta keine Mensa, …
Frau Prüllage: … würden mir sowohl die Studenten als auch die Dozenten fehlen. Das familiäre Umfeld ist nämlich mittlerweile unersetzlich für mich geworden.
Frau Kluck: … wäre Vechta wesentlich unattraktiver und mein Leben unerfüllter.
Frau Kluck: … wäre Vechta wesentlich unattraktiver und mein Leben unerfüllter.
Völlig überschätzt werden …
Frau Prüllage: … Noten für Schulkinder, da somit die Menschlichkeit verloren geht.
Frau Kluck: … die dargestellten Privatsphären der wichtigsten und bedeutendsten Karriereleute.
Frau Kluck: … die dargestellten Privatsphären der wichtigsten und bedeutendsten Karriereleute.
Luxus bedeutet für mich …
Frau Prüllage: … nicht viel. Ist nicht so wichtig.
Frau Kluck: … ein gutes Gefühl und Zufriedenheit.
Frau Kluck: … ein gutes Gefühl und Zufriedenheit.
Reisen wollte ich immer schon mal …
Frau Prüllage: … zu der Osterinsel.
Frau Kluck: … nach Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Frau Kluck: … nach Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Mein Lieblingsessen …
Frau Prüllage: … gibt es nicht.
Frau Kluck: … ist selbstgemachte Pizza.
Frau Kluck: … ist selbstgemachte Pizza.
Geld ist wichtig, weil …
Frau Prüllage: … es einen ein bisschen beruhigt, wenn man genug hat.
Frau Kluck: … das Leben sonst nicht funktioniert.
Frau Kluck: … das Leben sonst nicht funktioniert.
Sterben würde ich für …
Frau Prüllage: … einen endlich kommenden Sommer.
Frau Kluck: … ein kühles Bier am Abend in netter Gesellschaft.
Frau Kluck: … ein kühles Bier am Abend in netter Gesellschaft.
Wem ich immer schon einmal die Meinung sagen wollte:
Frau Prüllage: Allgemein der Bundesregierung
Frau Kluck: Einigen Politikern in der Führungsposition
Frau Kluck: Einigen Politikern in der Führungsposition
Die Klimakatastrophe …
Frau Prüllage: … hin, die Klimakatastrophe her, es muss gehandelt und nicht nur geredet werden.
Frau Kluck: … verändert und schockt die kommende Generation.
Frau Kluck: … verändert und schockt die kommende Generation.
Wir sagen vielen Dank und bis bald in der Mensa!
Das Interview führte Ina Bushuven.
![]() Karin Prüllage und Renate Kluck vom Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
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