Jenniffer Malenz

Inhaltsverzeichnis:

PDF-Version der 20. Ausgabe

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Überbackene Tomate-Mozzarella-Kartoffelpuffer mit Basilikumdip

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Michael Hockemeyer, Koch im Mensateam Vechta
Foto: Carolin Makus
Vorspeise
Möhren-Orangensuppe:
  • 150 g Möhren
  • 1/2 Orange
  • 50 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 200 ml Sahne
  • Prise Salz und Zucker
Zunächst raspelst Du die Möhren und schneidest die halbe Orange in kleine Stückchen. Im Anschluss wird die Butter leicht erhitzt und die Hälfte der Möhren, die halbe Orange und das Mehl hinzugegeben. Danach wird ein 3/4 Liter kaltes Wasser hinzugefügt und die gesamte Masse glattgerührt und zum Kochen gebracht. Nachdem dann die Sahne untergerührt worden ist, wird alles durch ein Sieb passiert sowie mit Salz und Zucker abgeschmeckt. Zu guter Letzt gibst Du die andere Hälfte der zuvor geraspelten Möhren als Einlage dazu, rührst sie kurz unter und fertig ist die Vorspeise.
Hauptspeise
Überbackene Tomate-Mozzarella-Kartoffelpuffer mit Basilikumdip:
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 3 Eier
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • Öl zum Braten
  • 200 g Mozzarella
  • 250 g Tomaten
  • 200 g Quark
  • 200 g saure Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Basilikum
Reibe zunächst die Kartoffeln und Zwiebeln und schwitze sie in einer Pfanne mit Öl kurz an. Danach werden die Eier, die Kartoffelstärke und die Gewürze untergehoben und vermengt. Von dieser Masse portionierst Du mit einer Kelle Plätzchen und backst diese sofort in heißem Fett aus. Schneide nun den Mozzarella und die gewaschenen Tomaten in kleine Würfel. Lege die gebackenen Plätzchen auf ein Backblech und lasse sie im Backofen bei 180 Grad mit den Tomaten und dem Mozzarella überbacken. Währenddessen verrührst Du den Quark und die saure Sahne und hebst kleingeschnittene Basilikumblätter unter. Eventuell rührst Du noch Salz und/oder Zucker ein. Diesen Dip reichst Du zu den überbackenen Kartoffelpuffern.
Nachspeise
Quark mit frischen Kirschen:
  • 500 g Magerquark
  • 200 g Kirschen
  • 200 g Kirschen
  • Etwas Mineralwasser
Zu Beginn muss der Quark kräftig durchgerührt und bei Bedarf mit etwas Mineralwasser verdünnt werden. Im Anschluss daran, hebst Du die entsteinten sowie halbierten Kirschen unter und schmeckst alles mit etwas Zucker ab. Am Ende kannst Du die Quarkschälchen noch mit ein paar Kirschen garnieren, et voilà, c’est fini! Bon Appétit.
Guten Appetit wünschen das Studentenwerk Osnabrück und die uniVista Redaktion!
Ausarbeitung: Michael Hockemeyer
Text: Jenniffer Malenz & Carolin Makus

Nachbarn
Nett, listig, krank

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© Klaus-Peter Wolf / PIXELIO
In schlechten Hollywoodfilmen sind sie die Frau oder der Mann von nebenan, der sich beim Salz ausleihen schon bald als Traumpartner entpuppt. Sie sind hilfsbereit, liebenswürdig, füttern unsere Tiere und gießen die Blumen während wir auf den Kanaren in der Sonne braten. Sie achten auf unsere Kinder, backen Kuchen und laden uns auf gemütliche Gartenpartys ein. Eier, Mehl und Zucker scheinen immer für uns vorrätig, die Ohren für unsere Sorgen stets geöffnet.
Vechta zählt für die meisten wohl eher zur Kategorie “Dorf” und das nicht ohne Grund. In der Studentenstadt gibt es wohl insgesamt mehr Einfamilienhäuser als Tretminen. Die Kinder der Nachbarn gehen in die gleiche Klasse, besuchen den gleichen Verein, oder teilen andere Interessen. Man kennt sich schon lange und weiß um den Klatsch der ganzen Straße.
“Der Jonas geht nicht auf´s Gymnasium, hast du das schon gehört?”, ertönt es über den Gartenzaun und erzeugt eine wildentbrannte Diskussion darüber, warum die Eltern dagegen nichts unternehmen. Denn sie wissen doch, was besser ist. Warum in aller Welt wird hierbei nicht um ihre Meinung gefragt?
Integrierter als integriert könnte man vermuten, ist man, wenn man in Vechta lebt. Man winkt dir fröhlich zu und du fühlst dich verstanden und akzeptiert. Man weiß mehr über dich, als du über dich selbst. Spätestens, wenn du ausgegrenzt wirst, weil du grob gegen die “Nachbarschaftsregeln” verstoßen hast, weil du vergessen hast, die “1. Nachbarn” zu einer Party einzuladen, merkst du, wie diese überfreundliche Spezies wirklich von dir denkt. Gartenpartys werden ohne dich geplant, deine Kinder verlieren plötzlich ihre Sachen in der Schule, deinem Hund hat man die Beine rasiert und jemand ganz lustiges hat Goldfische in deinen Pool gesetzt.
Doch bekanntlich sind nicht alle gleich. Neben den überinteressierten Nachbarn, kann man in Vechta auch durchaus dem desinteressierten Nachbarn begegnen. Jeder macht das, was er will. Wann er will, wo er will, wie laut er will. Ohne Rücksicht auf Verluste. Schreiende Plagen, knallende Türen, brüllende Mütter. Zigarettenstümmel in deinem Blumenkasten, zerklopfte Flaschen auf dem Gehweg und mit Kondomen überzogene Gartenzwerge. Die Polizei guckt gerne mal vorbei und sorgt regelmäßig dafür, dass du alle paar Monate andere Leute kennenlernst, da die alten Mieter ausgezogen sind. Die Paparazzi lauern hinter deinem Auto, um die Razzia bei den Leuten nebenan zu fotografieren und dich selbst hat noch nie einer gesehen. Kurzum: Anonym und asozial.
Was für eine Welt. Kaum zu glauben, dass es Nachbarn jenseits dieser beiden Extreme gibt. Verständige Menschen, die es schaffen die Balance zwischen Freundlichkeit und Akzeptanz zu halten. Nachbarn, die weder Furcht noch Abscheu auslösen. Ich habe sie selten getroffen.
von Jenniffer Malenz
© D/G / PIXELIO

Emails: vertraut, geliebt, verlangt
Dem Alltag entflohen

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© Goldmann Verlag
Sie wissen nicht viel voneinander und finden sich doch anziehend. Es könnte Liebe sein oder auch Illusion. Verlangen nach mehr oder einem Ende mit Stil. Oder der Wunsch danach, dass alles so bleibt. Verrannt in einer Welt, in der es nur sie und ihn gibt.
Genau dort befindet sich der Leser – im Emailwechsel zwei sich eigentlich fremder Personen. Mitten in einer Kommunikation der besten Art. Voller Witz, Ehrlichkeit und Tiefsinn. Ohne vorgespielter guter Laune, ohne Geschichten und leere Worte. Sie sind nur sie selbst. Und scheinbar ohne einem Leben außerhalb dieser Welt. Alles virtuell, zurechtgemalt. Ein Bild des anderen allein aus geschriebenen Worten und das, was sie sich daraus zusammenreimen. Entsprungen der Fantasie. Zu perfekt, um wahr zu sein. Oder auch nicht? Vielleicht ist es möglich. Vielleicht könnte diese Art von Liebe, dieses Bild des anderen, trotz Kennenlernens Bestand haben. Würde es dazu führen, dass sie sich weiter und mehr lieben könnten? Oder würden sie erkennen, dass zu viel zwischen ihnen steht? Der Alltag, das Leben, ihr Mann. Und vor allem: Würden ihre geliebten Mails aussterben? Zwischen dem Wunsch nach Gewissheit und der Angst vor dem Zerfall des Vertrauten entsteht ein Konflikt, der unüberwindbar scheint. Süchtig nach den Zeilen des anderen. Süchtig nach den Mails, die Trost und Sicherheit bringen.
Die Turbulenzen dieser Gefühlsachterbahn sensationell beschreibend, mit Witz geschrieben und nah am Leben, schafft es „Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer somit einen Platz in den “Perlen der Bibo” zu ergattern!
Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind
Buch-Signatur: CQYg4662 = 401453
Hörbuch-Signatur: 806426
von Jenniffer Malenz

PDF-Version der Sonderausgabe No 4

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Ein Wirrwarr an Buchstaben
Auf der Suche nach den Wurzeln der Universität

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Illustration: Universität Vechta
Bearbeitung: Alexander Dressler
Ihr blickt in Euren Studienplaner und entdeckt eine Vielzahl an Gebäuden – unterschieden durch Buchstaben. Doch fällt Euch nach einigen Sekunden auf, dass laut Alphabet eine ganze Menge fehlen. Was war da los? Gibt es diese Gebäude nicht oder sind sie nur nicht sichtbar? Sind sie uninteressant? Steckt in den vorhandenen Buchstaben ein tieferer Sinn?
All diesen Fragen bin ich auf den Grund gegangen und präsentiere Euch nun die Antworten darauf in diesem speziellen Uni-Gebäude-Alphabet:
A: Der A-Trakt gehörte zu Urzeiten der Universität Vechta zu den Lehranstalten der Universität Göttingen, die damals noch mit der Hochschule Vechta zusammenhing.
B: Der B-Trakt war und ist im Prinzip nur der B1 Hörsaal und der Flur davor.
C: Früher gehörten zum C-Trakt die Schwimmhalle sowie einige Sport- und Seminarräume, die nun alle zum S-Gebäude zählen und den Buchstaben C verdrängt haben.
CN: Die Räume CN1 bis CN3 sind die Container-Büros, die sich zwischen N-Gebäude (darum auch CN) und Schotterparkplatz befinden. In CN2 befindet sich das Redaktionsbüro der uniVista.
CV: Ähnlich verhält es sich mit CV1 bis CV6. Das sind die Räume im Container zwischen dem E-Trakt und S-Gebäude, in dem sich die Fachräte befinden.
D: Im D-Gebäude findet man u.a. den AStA
E: Der E-Trakt stellt den Bereich zwischen dem S-Gebäude und F-Trakt dar, wo sich kleinere Seminarräume, die Computerräume, das Präsidium, das KiZ (Kommunikations- und Informationszentrum), der IT-Support, das AVMZ (Audiovisuelles Medienzentrum) sowie das Gleichstellungsbüro befinden.
F: Im F-Trakt sind oben die große und kleine Aula und unten die Räume der Musikstudenten sowie Seminar- und Dienstzimmer beheimatet.
G: Der Buchstabe wurde zwei Mal im Laufe der Universitätsgeschichte vergeben. Bis 1983 war das G-Gebäude eine Anmietung in der Graf-von-Galen-Straße und überwiegend mit Personalräumen und einem Teil der Bibliothek gefüllt, bis diese Dinge am Campus ihren Platz fanden. Von 1999 bis 2004/05 fand sich ein neues G-Gebäude: Interessanterweise das in der Oldenburger Straße, das ja eigentlich besser den noch nicht vergeben Buchstaben O hätte bekommen können. In dem G-Gebäude befanden sich Personalräume der Mathematik, die dann ins X-Gebäude zogen, Räume des Sachunterrichts, die in den A-Trakt zogen, sowie die Umweltwissenschaften, die nach Osnabrück gingen.
H: Im H-Gebäude befinden sich verschiedene Diensträume. Es liegt in der Burgstraße 18. Bis 1997 diente das Gebäude als Finanzamt. Seitdem wird es von dem Amtsgericht und der Uni genutzt.
I: Das I-Gebäude gibt es, aus der Ähnlichkeit mit dem Buchstaben J heraus, nicht.
J: Das J-Gebäude liegt in Füchtel (Füchteler Str. 72) und hätte wohl passender den Buchstaben F bekommen können. Das Gymnasium St. Thomas Kolleg hat hierfür ein Teil ihres Gebäude an die Uni vermietet. Hier findet man einige Seminarräume.
K: Das K-Gebäude hängt mit dem W-Gebäude zusammen und steht für "Kunst und Werken".
KA: Das ist die alte Bezeichnung des Y-Gebäudes. Manchmal taucht sie aber noch in Verbindung mit Räumen im Katasteramt auf.
L: Das L-Gebäude ist schlicht und einfach unsere Library (= Bibliothek).
M: Im M-Gebäude befinden sich die Mensa einschließlich dem Bistro, dem BAföG-Amt und der psychosozialen Beratungsstelle (PSB).
N: Im N-Gebäude findet man die Germanisten und Theologen.
O: Das O-Gebäude gibt es nicht.
P: Das P-Gebäude befindet sich hinter dem Sportplatz am Eichendorfweg und beinhaltet einige Büros der Landschaftsökologen.
Q: Das ist das neue Hörsaalgebäude, dessen Bau im Wintersemester 2012 fertig gestellt sein soll.
R: In den Räumen des R-Gebäudes war bis 2005 die katholischen Fachhochschule beheimatet und beinhaltet heute einige Seminar- und Büroräume, das Immatrikulationsamt, das International Office, den Servicepoint, das StudierendenServiceCenter und die Caféte. Im hinteren Teil befand sich bis vor ca. einem Jahr noch ein Mädchenwohnheim.
S: Das S-Gebäude ist ganz einfach das Sportgebäude und beheimatet im vorderen Bereich das IGK.
T: Das T-Gebäude gibt es nicht.
U: Das U-Gebäude ist das ISPA-Gebäude und beinhaltet einige Seminar- und Büroräume.
V: Das V-Gebäude ist das Veredelungsinstitut der Universität Göttingen.
W: siehe K-Gebäude.
X: Das X-Gebäude enthält u.a. Büroräume des ZEBiD und liegt am Kreuzweg 3 und 5. X steht für Kreuz.
Y: Dieses Gebäude ist das Katasteramt (Neuer Markt 14) befindet sich beim Bahnhof Vechtas und beinhaltet Dienstzimmer.
Z: Hier befindet sich der zentrale Infopoint (Haupteingang).
Dieser Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von Herrn Thilo Haake, Herrn Wolfgang Brinker und Herrn Gunter Geduldig entstanden.
Mehr Informationen zur Belegung der einzelnen Gebäude und die genaue Bezeichnung aller Institute und Einrichtungen der Uni erhaltet in Eurem Studienplaner und unter www.uni-vechta.de.
von Jenniffer Malenz

PDF-Version der 19. Ausgabe

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Vechta 21
Auf dem Weg in die Zukunft

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Grafik: Jockers Architekten BDA
Das 21. Jahrhundert. Eine Zeit der Wende, der Veränderung und Innovation. Größer, schöner, besser. Nicht nur in Stuttgart hat die Zahl 21 eine große Bedeutung. Auch in dem von ca. 31.000 Einwohnern bewohnten Städtchen Vechta hält diese Devise Einzug. Allerdings mit weitaus weniger öffentlichem Aufregen. Hier erfreut man sich eher der Veränderungen, auch wenn sie hier und dort die Bäume und Büsche verdrängen. Neben dem großen 3D Kino, der zwei Kreisverkehre in Richtung famila Markt, der Gefängnismauer sowie der Parkplätze beim Bahnhof, erfreut sich nun auch die Universität Vechta an den Baumaßnahmen, die sich hier auftun. Nach der feierlichen Umbenennung und der Anschaffung größerer Schließfächer soll nun auch endlich ein neues Gebäude her, um die allgegenwärtigen Raumprobleme zu lösen!
Gemunkelt wurde viel, doch was ist wirklich wahr daran? So hörte man nicht zuletzt das Gerücht, dass das neue Gebäude unterirdisch erbaut werde, um die Kreuzung aufrecht zu erhalten. Da war die Hoffnung auf ein noch größeres Gebäude, als es mittlerweile in Planung ist, wohl all zu groß. Letztlich ist seit geraumer Zeit doch ersichtlich, dass es ohne Probleme auf dem Campus seinen Platz finden wird. An dieser Stelle “Herzliches Beileid” für die großen Optimisten unter uns. Neben dem Bibliotheksgebäude soll zum Wintersemester 2012 also ein Gebäude entstehen, das zwei Hörsäle und sechs Seminarräume beinhalten wird. Da bleibt nur zu hoffen, dass dieser Platz auch, wie von vielen erwartet, gut genutzt werden kann. Schließlich sollen laut Medienberichten künftig immer mehr Studierende an der Uni aufgenommen werden. Weiterhin wird gehofft, dass die neuen Räume mit Rollläden ausgestattet werden, die es ermöglichen, die Folien auf den Leinwänden auch bei strahlendem Sonnenschein zu erkennen. Doch in den schlappen 4.995.000 Euro, die das gesamte Vorhaben kosten soll, werden die wohl eingeplant sein.
Grafik: Kuhl | Frenzel
Hier wurde also bereits alles Grün vor Mensa und Bibo abgeholzt und der Zukunft entgegen gesteuert. Volle Kraft voraus. Vollkommen ohne Proteste. Doch dabei will es die Uni nicht belassen. Die Veränderung geht weiter und wird sich auch über das gesamte Campusgelände erstrecken. Unter dem Motto “Selbstbewusst-Forschend-Transparenz” wurde ein Material- und Farbkonzept entwickelt, welches künftig alle Gebäude von außen einheitlich kennzeichnen soll. Zentrum hierfür bildet zunächst die Fußgängerbrücke oberhalb der Universitätsstraße. Von hier ausgehend wird der Campus in vier Farbzonen entsprechend der neuen Akzentfarben aufgeteilt: lila, rot, orange und grün. Dem einen oder anderen wird sicherlich schon aufgefallen sein, dass z.B. das R-Gebäude einen neuen Anstrich bekam. Klein, aber fein erkennbar, leuchtet hier und dort bereits die Farbe rot auf.
Zudem ist eine übersichtliche Wegeführung auf dem Campusgelände und innerhalb der einzelnen Gebäude entstanden. Hierfür wurden Leitelemente in Form von in den Akzentfarben gestaltete Pfeiler im Kreis und in Intervallen zum Zentrum aufgebaut. Diese informieren die Studierenden über Entfernungen und Richtungen der jeweiligen Gebäude und sorgen somit für eine bessere Orientierung auf dem Campus. Kaum zu glauben, aber wahr, sind wir nun mitten drin im Wandel der Zeit, den sich so manch einer von uns wohl nie erträumt hätte!
Text: Jenniffer Malenz
Daten: Universität Vechta

Seelachsfilet auf Blattspinat

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Melanie Heseding, Köchin im Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
Vorspeise
Spargelsuppe:
  • 40 g Margarine
  • 50 g Mehl
  • 0,5 l Milch
  • 0,2 l Spargelfond und 40 g Spargelstücke (beides aus der Dose) oder ca. 100 g frischen Spargel
  • Salz, Zucker
Zunächst säuberst Du den frischen Spargel und schälst ihn anschließend. Die Schalen lässt Du mit 200 ml Wasser aufkochen und gießt den daraus entstehenden Spargelfond in eine Schale. 40 g des Spargels werden gewürfelt. Nun die Magarine in einen Topf geben, erhitzen und zerlassen. Dann gibst Du das Mehl hinzu und rührst die kalte Milch unter. Alles einmal aufkochen lassen. Anschließend den Spargelfond und die Gemüsebrühe hinzugeben und alles nochmals aufkochen. Mit Zucker und Salz abschmecken. Zum Schluss gibst Du die Spargelstücke hinzu.
Hauptspeise
Seelachsfilet auf Blattspinat mit Petersilienkartoffeln:
  • 400g Blattspinat (aufgetaut)
  • 90 g Butter
  • 600 g Seelachsfilet
  • 20 g Mehl
  • 125 g Gemüsebrühe
  • 125 ml Sahne
  • 800 g Kartoffeln
  • Zucker, Zitronensaft, Salz, Muskat, Petersilie, Pfeffer
Schäle die Kartoffeln und lasse sie in Salzwasser kochen. Nun lässt Du den Spinat ca. 5 Min. in 50g Butter dünsten. Danach schmeckst Du ihn mit Salz, Pfeffer und Muskat ab. Nun beträufelst Du den Fisch mit Zitronensaft und würzt ihn mit Salz und Pfeffer. Erhitze jetzt die restliche Butter und lasse den Fisch von beiden Seiten darin braten. Lege ihn auf den Spinat. Im verbleibenen Bratfett kannst Du nun das Mehl anschwitzen und alles mit Brühe aufkochen. Gib die Sahne dazu und schmecke alles mit Salz, Pfeffer und Zucker ab. Diese Sauce gib nun über den Fisch. Gieße die Karfoffeln ab und bestreue sie mit Petersilie.
Nachspeise
Quark mit Himbeergrütze:
für den Quark
  • 500 g Quark
  • 1 EL Zitronensaft
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 2 EL Milch
für die Himbeergrütze
  • 60 g Himbeeren
  • 10 g Zucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • 3 EL Wasser
Quark, Zitronensaft mit Zucker, Vanillezucker und der Milch verrühren. Himbeeren mit Wasser und Zitronensaft zum Kochen bringen und mit Zucker abschmecken. Die kalte Himbeergrütze über den Quark geben.
Guten Appetit wünschen das Studentenwerk Osnabrück und die uniVista Redaktion!
Ausarbeitung: Melanie Heseding
Text: Jenniffer Malenz

Von einem Mann, der sich Zeit wünscht …
... und Zeit erhält

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© S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main
Nach ihrem Besteller “P.S. Ich liebe Dich” zieht Cecelia Ahern auch mit ihrem neusten Roman “Zeit deines Lebens” die Leser in ihren Bann.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Lou, einem Mann mittleren Alters, der sehr erfolgreich in einer Firma tätig ist, die ihren Standort in Irlands Hauptstadt Dublin hat. Dort erhält er für seinen Fleiß und seine Mühe viel Anerkennung und Lob. Seine Familie hingegen leidet unter seiner stetigen Abwesenheit. Davon jedoch wenig beeindruckt, vermeidet Lou den Kontakt zu ihnen und nutzt lieber sein gutes Aussehen für die ein oder andere Bettgeschichte.
An einem Morgen jedoch entscheidet Lou sich dem Obdachlosen, namens Gabe, der täglich vor seiner Firma steht, einen Job als Postzusteller anzubieten, was schon bald sein ganzes Leben verändern sollte. Zunächst ganz sympathisch, kommt ihm Gabe mehr und mehr suspekt vor. Er schafft es, sich in kurzer Zeit beim Chef beliebt zu machen, freundet sich mit seiner Familie an und gibt Lou mehr und mehr das Gefühl, dass er und nicht Gabe der “Versager” ist. Dennoch fühlt er sich hin- und hergerissen zwischen dem Mitleid für diesen Mann und dem Unwohlgefühl, wenn Gabe da ist. Ganz davon abgesehen, dass dieser Mensch an 2 Orten gleichzeitig sein konnte! Doch schon bald kommt Lou Gabes Geheimnis auf die Spur. Eine Möglichkeit, sich tatsächlich zu teilen! Überwältigt von diesem Wunder, beginnt nun eine Reise durch die beiden Leben Lous.
Herzergreifend, mit viel Wahrheit, aber auch Fiktion, schildert die junge Autorin eine Geschichte, die von mangelnder Zeit, mangelndem Interesse für andere und dem anhaltenden Verlangen stetig aufzusteigen handelt, das heute viele Leben bestimmt.
Eine Hommage an das Leben und die Liebe, die einzig wahre Erfüllung bringt.
Cecelia Ahern: Zeit deines Lebens
Signatur: 417185
von Jenniffer Malenz

Horoskop Juni 2011

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Für das folgende Horoskop hat unsere Spezialabteilung für Astrologie (uniVista ASTRA) wieder den exklusiven Langzeittrend für alle Sternzeichen ermitteln können. Die folgenden Angaben entbehren wie immer jeder wissenschaftlichen oder pseudowissenschaftlichen Grundlage, beanspruchen aber uneingeschränkt die einzige astrologische Wahrheit zu verkünden. Jedes andere Horoskop ist falsch und verachtenswert. Daher solltest Du, geneigter Leser, die folgenden Zeilen umso aufmerksamer aufnehmen, denn sie sind so wahr, dass man eher von einer Prophezeiung Nostradamusscher Genauigkeit reden sollte, als von “Horoskopen”(Pah!). Lies nun von Deiner Zukunft:
Krebs
Nächstes Semester wäre es klug, alles etwas früher anzugehen. Gegen Ende erwarten Dich einige unerwartete Überraschungen, die zwar Deinen Zeitplan durcheinander werfen, aber nicht unbedingt negativ sein müssen!
Löwe
Lieber Löwe, der König der Tiere bringt Dir diesmal Glück. Das neue Semester hält für Dich neue Chancen bereit, nutze sie! In Freundschaft und Liebe musst Du lernen geduldiger zu sein, es kann nicht immer alles von heute auf morgen gehen!
Jungfrau
Warte nicht weiter darauf, dass Dir gebratene Tauben in den Hals fliegen. Jetzt ist die Zeit zu handeln! Im Grunde weist Du, was Du willst, Du musst es Dir nur noch nehmen! Für Dich gibt es jetzt kein “zu wagemutig”. Zeig den Leuten, was in Dir steckt und es wird ein spannendes Semester.
Waage
Die Erfahrung lehrt uns, dass das Leben niemals leichter wird. Im Gegenteil, die Aufgaben werden immer komplexer. Verliere Deine Ziele nicht aus den Augen, nutze die an Dich gestellten Aufgaben, um an ihnen zu wachsen.
Skorpion
Du hast gezeigt, dass Du Deine Ziele erreichen kannst, wenn Du willst. Mach weiter so und lass Deinen inneren Motor der Motivation nicht ausgehen. Tritt Problemen mutig in den Weg und vergiss nicht, dass Dich die Natur mit “Waffen” ausgestattet hat, mit denen Du Dich wehren kannst.
Schütze
Auch wenn es angenehm zu sein scheint, dass Dir vieles in den Schoß fällt, solltest Du erkennen, dass es sich nicht lohnt alles zu besitzen. Den wahren Wert erkennst Du erst, wenn Du darum kämpfst. Außerdem scheint die Liebe ein Auge auf Dich geworfen zu haben, bleib also wachsam und halte Augen und Ohren offen!
Steinbock
Mit dem Kopf durch die Wand? Im nächsten Semester empfiehlt es sich jedoch lieber einen Gang runterzuschalten und anderen den Vortritt zu lassen. In der Ruhe liegt die Kraft und Schadenfreude ist – nach landläufiger Meinung – die schönste Freude.
Wassermann
Nur weil es hier und dort Differenzen zwischen anderen und Dir gibt, brauchst Du Dich nicht zurückzuziehen. Deine Ideen werden Dich noch weit bringen, wenn Du sie besser verständlich machst und ausarbeitest. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Fische
Für Dich steht jetzt eine ruhige Zeit an. Dein Studium läuft super und Du hast endlich einmal wieder Zeit, um Dich zu entspannen und etwas Kraft zu tanken. Aber man muss sich ja nicht alleine erholen: Wie wäre es mal mit einem gemütlichen Abend mit Freunden?
Widder
Lieber Widder, nicht immer ist es ratsam, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen! Auch wenn Du mit deinen “Hörnern” bestens ausgerüstet bist, übe dich in Rücksichtnahme und Kompromissbereitschaft! Im Unileben läuft es für Dich sonst ganz gut, sofern Du nicht alles schleifen lässt.
Stier
Die nächste Zeit wird ganz schön wild für Dich! Das Studium, die Arbeit … das alles wird jetzt erst einmal sehr hektisch. Und dann wollen deine Freunde auch noch Zeit mit Dir verbringen. Wie sollst Du da eine ruhige Minute für Dich haben? Aber Du hast im Moment so viel Power in Dir, dass Du das locker packst!
Zwillinge
Das ist Dein Jahr! Dein Charme und Witz zieht andere magisch an und sorgen damit für Dein Seelenwohl. Die Finanzlage scheint für einen Studenten akzeptabel und exmatrikuliert wurdest Du auch nicht. Vor der Zukunft brauchst Du Dich deshalb wahrlich nicht fürchten!
von Thomas Hülsmann, Johanna-Maria Jaromin, Nina Gerlach, Matthias Christ, Carola Hofmann, Jenniffer Malenz und Lea Seefeld
Hintergrundbild: © Martin Kolb / PIXELIO

PDF-Version der 18. Ausgabe

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Käsespätzle mit Tomatenstücken

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Matthias Wehri, Koch im Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
Vorspeise
Altdeutsche Kartoffelsuppe:
  • 350 g Kartoffeln
  • 50 g Mettenden
  • 150ml Milch
  • je 40 g Karotten, Sellerie und Porree, sowie Senf, weißen Pfeffer, Majoran, Liebstöckel und Salz zum Würzen
Als Erstes schälst Du die Kartoffeln und schneidest sie anschließend in kleine Würfel. Die Mettenden werden in Scheiben geschnitten und angebraten. Zusammen mit dem Wasser fügst Du nun die Kartoffeln hinzu und kochst sie in 250 ml Wasser etwa 5-10 Minuten gar. Währenddessen kannst du das Gemüse klein würfeln und anschließend zum Garen mit in die Pfanne geben.
Zum Schluss kommen noch, je nach Belieben, etwas Salz, Pfeffer, Senf dazu sowie die gehackten, frischen Kräuter.
Hauptspeise
Käsespätzle mit Tomatenstücke:
  • 320 g Spätzle
  • 120 g Tomaten (gewürfelt)
  • 200 g geraspelter Käse
  • 240 g Margarine
  • 80 g Zwiebeln (gewürfelt)
  • 250 g Mehl
  • 100 ml Sahne
  • 1/2 l Milch
Gib die Spätzle in Salzwasser und lass sie nach Angabe kochen. Für die Rahmsoße lässt Du die Zwiebelwürfel in einer Pfanne anschwitzen und gibst die Margarine sowie das Mehl hinzu. Lass alles weiter anschwitzen. Gib die Milch und die Sahne hinzu und lass die Masse aufkochen. Würze die Soße nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Zucker und Muskat nach. Gieß nun das Nudelwasser ab und gib die Spätzle in eine Auflaufform. Verteile die Tomatenstücke darüber und übergieße alles mit der Rahmsoße. Bestreue nun alles mit dem Käse und gib die Form für ca. 20 Minuten bei 180 Grad in den Backofen.
Nachspeise
Heißer Schokoladenpudding:
  • 0,6 l Milch
  • 60 g Zucker
  • 50 g Kochpudding Schokolade
  • 1 Tütchen geschnittene Mandeln
Zuerst gibst Du die Milch in einen großen Kochtopf. Dann rührst Du den Zucker und das Puddingpulver in die noch kalte Milch ein. Während Du die Milch mit den Zutaten nun langsam aufkochen lässt, solltest Du ständig rühren. Vorsicht, die Milch brennt sehr leicht an! Sobald der Pudding in dem gewünschten Zustand ist, füllst Du ihn in kleine Schüsseln und streust jeweils ein paar Mandelblätter darüber. Am Besten schmeckt der Pudding, wenn er noch warm ist!
Guten Appetit wünschen das Studentenwerk Osnabrück und die uniVista Redaktion!
Ausarbeitung: Matthias Wehri
Text: Freya Kuhn & Jenniffer Malenz

Anja und der Faulenzer

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Was wäre die Uni ohne sie – unsere Sachen, die wir in ihr hinterlassen? Wir finden sie wieder an einer Garderobe, im Fundbüro vor B1, in der Bibliothek in einer kleinen Kiste, in der sich schon so einiges befindet, oder aber nie.
Nachdem wir leider feststellen mussten, dass sich der Besitzer des Rucksacks, über den wir in der letzten Ausgabe berichteten, nicht aufgefunden hat, hoffen wir, dass sich bei unseren heute vorgestellten Sachen jemand angesprochen fühlt und sie abholt.
Hier nun einige der sonderbarsten Fundsachen:
Das Namensschild
Ich für meinen Teil habe diesmal immerhin einen Namen: Anja. Ich sah Dein Namensschild bei der Suche nach einem vorstellbaren Gegenstand für die aktuelle Ausgabe. Gleich schon dachte ich die Besitzerin zu kennen und erfreute mich einer tollen Story. Zwar lag ich richtig mit meiner Vermutung, dass diese Anja einen solchen Anhänger besitzt, nur (leider) befand dieser sich in ihrer Tasche – zwar verschollen darin, aber nicht verloren. Und somit suche ich weiterhin nach Dir, Anja, deren rosarotes Namensschild fröhlich im Fundbüro glitzert, während alles andere um es herum einstaubt. Welch Glück hätte Dein Anhänger, wenn er sich auch bald wieder bei Dir befände? Komm, raff Dich auf und hol ihn Dir beim Fundbüro ab.
von Jenniffer Malenz
Faulenzer 42
Scheinbar wird Nichts häufiger zurückgelassen als Stiftbehälter. Doch bei uns ist der Einzelne noch was wert. Die uniVista kämpft wider das Vergessen.
Ich weiß es, kleiner Faulenzer-Freund, Du bist einzigartig. Auch wenn Dich das Schicksal auf so mysteriöse Weise in ein Meer aus Deinen Leidensgenossen gespült hat, bist Du doch so anders. Über und unter Dir türmen sich die Normalen, Farbfreien, Beliebigen. Die, die nicht Du sind. Wie ein Leuchtturm der Personalität reckst Du Dich aus der Masse hervor und strahlst so charismatisch wie ein Faulenzer, der in einem Fundbüro dem Ende seiner Tage entgegen fristet, eben nur strahlen kann. Oh, du leuchtende Sonne des Stiftebeinhaltens, Du Aurora des Kuli-Managements. Wer wagte es Dich achtlos an einem so banalen Ort wie einem Seminarraum zurückzulassen, wo Du doch die Schreibutensilien von Königen sortieren könntest?
Wer da draußen vermisst einen ganz besonderen Teil seines Lebens? Wer da draußen sucht, was ihm zum Fleiß fehlt? Ich weiß, dass es Dich gibt. Du hast nicht nur einen x-beliebigen Faulenzer zurückgelassen, sondern einen Freund. Und Freunde lässt man nicht im Stich. Ich habe doch gespürt, dass es da eine Verbindung gibt. Ihr gehört zusammen und die uniVista will Euch helfen. Einsamer Student, schaue dir das Foto genau an. Kennt ihr euch? Denn ein Student ohne Faulenzer ist doch wie Charlie Sheen ohne Koks: sympathisch, aber nicht in der Lage zu arbeiten.
von Thomas Hülsmann
Alles Gute und frohes Nicht-Vergessen wünscht Eure uniVista-Redaktion.
Fotos: Jenniffer Malenz

Gackernd und hüpfend
Märchen für Groß und Klein

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© Carlsen Verlag, Hamburg
Wer kennt es nicht? Man mag nicht raus und am Liebsten nur auf dem Sofa hocken. Draußen schneien die Wege zu und es weht ein bitterkalter Wind. Wie schön ist es dann, ein Buch zur Hand zu nehmen und mit diesem in eine andere Welt zu entschwinden?
Das bieten Die Märchen von Beedle dem Barden, die zum Teil für Kinder ab 5, aber besonders für Jugendliche und Erwachsene geeignet sind. Ob für sich selbst oder mit Kind: Die kurzen Geschichten aus der magischen Welt sind schnell und leicht zu lesen. Sie entführen in eine Welt, die nicht nur von außergewöhnlichen Menschen und Handlungen, sondern auch von Weisheiten erzählt, aus denen man sogar lernen kann.
So handelt beispielsweise Der Zauberer und der hüpfende Topf von einem jungen Mann, der einen Zauberer zum Vater hatte, der mit Hilfe eines Kessels die Muggel-Nachbarn (Muggel = Nicht-Magier) von ihren Sorgen und Nöten befreite. Als dieser starb, vererbte er den Kessel an seinen Sohn, in der Hoffnung, dieser würde ebenso gute Taten vollbringen. Der Sohn jedoch, der einen großen Hass auf Muggel hatte, dachte nicht daran zu helfen, obwohl er es mit Leichtigkeit könnte.
Die Parallele lässt sich ganz leicht finden: Denn jedem ist klar, dass es auch bei uns diejenigen, die nicht so „gut gestellt“ sind, schwer haben. Wie der junge Zauberer mit seinem Hass leben kann und wieso der Kessel hüpfen lernt, erfahrt ihr, wenn ihr Euch das Buch ausleiht.
Neben dieser Geschichte werdet ihr noch Babbitty Rabbitty und der gackernde Baumstumpf, Der Brunnen des wahren Glücks (besonders kinderfreundlich!) und Des Hexers haariges Herz lesen können, die von Liebe, Freundschaft, List und Verzweiflung erzählen.
Am bekanntesten – für Harry Potter-Leser – wird allerdings Das Märchen von den drei Brüdern sein, das eine wichtige Verknüpfung zu dem siebten Band des Zauberers darstellt und das Lesen der Märchen von Beedle dem Barden zu einem echten Muss macht. Denn hier geht es um die Heiligtümer des Todes, die der Sage nach denjenigen, der die im Buch genannten Gegenstände besitzt, unsterblich macht …
Besonders an diesem Buch von der Harry Potter-Autorin Joanne K. Rowling bleiben jedoch die Anmerkungen ihrer weisen Charakterfigur Albus Dumbledore zu den einzelnen Märchen, die interessierten Lesern weitere Informationen über seine Vergangenheit, die Zauberergeschichte und auch geschichtliche Überschneidungen mit unserer Welt liefert.
Joanne K. Rowling: Die Märchen von Beedle dem Barden
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von Jenniffer Malenz

Das Streben nach Wissen – Umfrageergebnisse

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Seit Beginn des Jahres hatten wir hier eine Umfrage zu Euren Lesegewohnheiten online gestellt, die nun beendet wurde.
Ich danke den 14 Frauen und 8 Männern, die sich die Zeit für die Beantwortung der Fragen genommen haben. Aufgrund der im Ganzen doch geringen Teilnahme stellte es sich nun aber als schwierig heraus, die Ergebnisse sinnvoll auszuwerten.
Aus diesem Grund möchte ich Euch wenigstens folgende Beschäftigungstipps für unerwartet langweilige Vorlesungen nennen, die sich aus den Antworten ergaben. Diese stören weder den Vortrag, noch fallen sie sonderlich auf: Rätseln, träumen, schlafen, Briefe schreiben, stricken, chatten, auf andere Vorlesungen vorbereiten, zeichnen, andere Dinge planen, Musik hören, Schiffe versenken spielen oder auch Papierschiffchen basteln.
Damit ihr jedoch nicht andauernd auf diese Tätigkeiten zurückgreifen müsst, wünsche ich Euch viele interessante Vorlesungen/Seminare im kommenden Semester!
von Jenniffer Malenz

PDF-Version der 17. Ausgabe

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PDF-Versionen dieser Ausgabe:
No. 17 inkl.
Sonderausgabe
No. 17

Fundsachen

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Was wäre die Uni ohne sie – unsere Sachen, die wir in ihr hinterlassen? Wir finden sie wieder an einer Garderobe, im Fundbüro vor B1, in der Bibliothek in einer kleinen Kiste, in der sich schon so einiges befindet oder aber nie. In dieser Rubrik präsentieren wir Euch heute und auch in Zukunft einen Teil davon.
Der Rucksack im Fundbüro
Nanu? Was ist das? Ein Rucksack? Ähm … ok. Man könnte meinen, dass der neben dem Pack an Autoschlüsseln keine Besonderheit darstellt. Doch wenn man mal genauer darüber nachdenkt, ist es doch wirklich wahrscheinlicher, dass einem ein Schlüssel aus der Tasche entgleitet, als dass mein seine komplette Tasche in der Uni lässt. Erschreckend, wo den armen Studenten manchmal der Kopf steht. Da geht man morgens noch nichts ahnend in die Uni und kehrt am Abend ohne sein Hab und Gut nach Hause zurück, ohne es zu merken. Vermutlich hat derjenige mehrere Rucksäcke tragen müssen und in dem ganzen Durcheinander nicht mehr erkennen können, dass ihm einer fehlt. Und vermutlich liegt in genau diesem das wichtigste Buch für die bald abzugebene Hausarbeit. Die Gebühren der Bibo steigen ins Unermessliche und ihm ist noch gar nicht bewusst, welch ein Schicksal ihm noch bevorsteht. Da können wir nur hoffen und bangen, dass sich der Besitzer dieses Rucksacks bald finden wird und alles ein gutes Ende nimmt. Außerdem nimmt der gute Wegbegleiter ganz schön viel Platz weg. Denn ständig werden Dinge vergessen oder verloren und sammeln sich im Schaufenster des Fundbüros und warten darauf, entweder vernichtet zu werden oder in die Arme des glücklichen Besitzers zurückzukehren.
Solltest Du also Deinen Rucksack vermissen und erkennst ihn auf diesem Bild, solltest Du Dich schleunigst zum Fundbüro begeben und Deinen Rückenwärmer freudig in Empfang nehmen.
Alles Gute und frohes Nicht-Vergessen wünscht Eure uniVista-Redaktion.
von Jenniffer Malenz
Der Fundkasten vor B1 im Büro der Hausmeister; Rechts oben: der Rucksack
Foto: Alexander Dressler

Lachsfilet auf Blattspinat mit kleinen Kartoffeln

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Michael Hockemeyer, Koch im Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
Vorspeise
Blaubeerfruchtsuppe:
  • 150g frische Blaubeeren
  • 250g Joghurt
  • 150ml Milch
  • Zitronensaft und Zucker zum Abschmecken
Zuerst pürierst Du die Blaubeeren, fügst dann den Joghurt und die Milch hinzu und schmeckst alles mit Zitronensaft und Zucker ab. Nach Bedarf lässt Du einige Beeren zum Dekorieren übrig und servierst diese mit der Suppe auf einem Suppenteller.
Hauptspeise
Lachsfilet auf Blattspinat mit kleinen Kartoffeln:
  • 4 Lachsfilets á 160 – 180g
  • 400g Blattspinat TK
  • 20 kleine Kartoffeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • Petersilie
  • Butter(-schmalz) / Fett zum Braten
  • Zitronensaft und Salz nach Bedarf
Schäle die Kartoffeln und bringe sie zum Kochen. Sie benötigen ca. 15 Minuten, bis sie gar sind. Dann taust Du den Spinat ebenfalls in einem Topf bei geringer Hitze auf. Schneide die Zwiebeln in feine Würfel und dünste sie einige Minuten in Butter an, bis sie glasig sind. Würze dann die Lachfilets nach Bedarf mit Zitronensaft und Salz und mehliere sie. Dadurch werden sie saftiger und knuspriger und kleben nicht an. Nun kannst Du sie in die Pfanne geben und auf jeder Seite ca. 3 Minuten in Butterschmalz braten. Jetzt kannst Du sie zusammen mit den Kartoffeln und dem Blattspinat anrichten.
Nachspeise
Weißer Schokoladenpudding mit Himbeersauce:
  • Weißer Schokoladenpudding
  • Himbeersauce
  • Blockschokolade
  • Zitronenmelisse oder Ähnliches
Bereite den Schokoladenpudding nach Anleitung zu und fülle ihn in eine mit heißem Wasser ausgespülte Tasse. Sobald der Pudding kühl ist, kann er gestürzt werden. Du kannst auch mit einem Messer nachhelfen. Für die Schriftzüge benutzt Du Himbeersauce und vorher in einem Wasserbad erwärmte Blockschokolade, die Du jeweils mithilfe eines Spritzbeutels oder Backpapier auf den Teller bringst. Dekoriere nach Bedarf.
Guten Appetit wünschen das Studentenwerk Osnabrück und die uniVista Redaktion!
Ausarbeitung: Michael Hockemeyer
Text: Jenniffer Malenz

PDF-Version der Sonderausgabe No 3

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Ein Wirrwarr an Buchstaben
Auf der Suche nach den Wurzeln der Universität

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Illustration: Universität Vechta
Bearbeitung: Alexander Dressler
Ihr blickt in Euren Studienplaner und entdeckt eine Vielzahl an Gebäuden – unterschieden durch Buchstaben. Doch fällt Euch nach einigen Sekunden auf, dass laut Alphabet eine ganze Menge fehlen. Was war da los? Gibt es diese Gebäude nicht oder sind sie nur nicht sichtbar? Sind sie uninteressant? Steckt in den vorhandenen Buchstaben ein tieferer Sinn?
All diesen Fragen bin ich auf den Grund gegangen und präsentiere Euch nun die Antworten darauf in diesem speziellem Uni-Gebäude-Alphabet:
A: Der A-Trakt gehörte zu Urzeiten der Universität Vechta zu den Lehranstalten der Universität Göttingen, die damals noch mit der Hochschule Vechta zusammenhing.
B: Der B-Trakt war und ist im Prinzip nur der B1 Hörsaal und der Flur davor.
C: Früher gehörten zum C-Trakt die Schwimmhalle sowie einige Sport- und Seminarräume, die nun alle zum S-Gebäude zählen und den Buchstaben C verdrängt haben.
CN: Die Räume CN1 bis CN3 sind die Container-Büros, die sich zwischen N-Gebäude (darum auch CN) und Schotterparkplatz befinden. In CN2 befindet sich das Redaktionsbüro der uniVista.
CV: Ähnlich verhält es sich mit CV1 bis CV6. Das sind die Räume im Container zwischen dem E-Trakt und S-Gebäude, in dem sich die Fachräte befinden.
D: Im D-Gebäude befinden sich der AStA und das Gleichstellungsbüro.
E: Der E-Trakt stellt den Bereich zwischen dem S-Gebäude und F-Trakt dar, wo sich kleinere Seminarräume, die Computerräume, das Präsidium, das KiZ (Kommunikations- und Informationszentrum), der IT-Support sowie das AVMZ (Audiovisuelles Medienzentrum) befinden.
F: Im F-Trakt sind oben die große und kleine Aula und unten die Räume der Musikstudenten sowie Seminar- und Dienstzimmer beheimatet.
G: Der Buchstabe wurde 2 Mal im Laufe der Universitätsgeschichte vergeben. Bis 1983 war das G-Gebäude eine Anmietung in der Graf-von-Galen-Straße und überwiegend mit Personalräumen und einem Teil der Bibliothek gefüllt, bis diese Dinge am Campus ihren Platz fanden. Von 1999 bis 2004/05 fand sich ein neues G-Gebäude: Interessanterweise das in der Oldenburger Straße, das ja eigentlich besser den noch nicht vergeben Buchstaben O hätte bekommen können. In dem G-Gebäude befanden sich Personalräume der Mathematik, die dann ins X-Gebäude zogen, Räume des Sachunterrichts, die in den A-Trakt zogen, sowie die Umweltwissenschaften, die nach Osnabrück gingen.
H: Im H-Gebäude befinden sich verschiedene Diensträume. Es liegt in der Burgstraße 18. Bis 1997 diente das Gebäude als Finanzamt. Seitdem wird es von dem Amtsgericht und der Uni genutzt.
I: Das I-Gebäude gibt es, aus der Ähnlichkeit mit dem Buchstaben J heraus, nicht.
J: Das J-Gebäude liegt in Füchtel (Füchteler Str. 72) und hätte wohl passender den Buchstaben F bekommen können. Das Gymnasium St. Thomas Kolleg hat hierfür ein Teil ihres Gebäude an die Uni vermietet. Hier findet man einige Dienstzimmer und Seminarräume.
K: Das K-Gebäude hängt mit dem W-Gebäude zusammen und bedeutet Kunst und Werken.
KA: Dieses Gebäude ist das Katasteramt (Neuer Markt 14), befindet sich beim Bahnhof Vechtas und beinhaltet Dienstzimmer.
L: Das L-Gebäude ist schlicht und einfach unsere Library (= Bibliothek).
M: Im M-Gebäude befinden sich die Mensa einschließlich dem Bistro, dem BAföG-Amt und der psychosozialen Beratungsstelle (PSB).
N: Im N-Gebäude findet man die Germanisten und Theologen.
O: Das O-Gebäude gibt es nicht.
P: Das P-Gebäude befindet sich hinter dem Sportplatz am Eichendorfweg und beinhaltet einige Büros der Landschaftsökologen.
Q: Das Q-Gebäude gibt es nicht.
R: In den Räumen des R-Gebäudes war bis 2005 die katholischen Fachhochschule beheimatet und beinhaltet heute einige Seminar- und Büroräume, das Immatrikulationsamt, das International Office, den Servicepoint, das StudierendenServiceCenter und die Caféte. Im hinteren Teil befand sich bis vor kurem noch ein Mädchenwohnheim.
S: Das S-Gebäude ist ganz einfach das Sportgebäude und beheimatet im vorderen Bereich das IGK.
T: Das T-Gebäude gibt es nicht.
U: Das U-Gebäude ist das ISPA-Gebäude und beinhaltet einige Seminar- und Büroräume.
V: Das V-Gebäude ist das Veredelungsinstitut der Universität Göttingen.
W: siehe K-Gebäude.
X: Das X-Gebäude enthält u.a. Büroräume des ZEBiD und liegt am Kreuzweg 3 und 5. X steht für Kreuz.
Y: Das Y-Gebäude gibt es nicht.
Z: Hier befindet sich der zentrale Infopoint.
Auf längere Sicht sollen die Buchstaben-Bezeichnungen aber durch Zahlennummerierungen ersetzt werden. So wird wohl auch das neue Hörsaal-Gebäude keinen Buchstaben bekommen, dessen Baubeginn für Frühjahr nächsten Jahres angesetzt ist und in dem ab Wintersemester 2012/13 die Studenten Vorlesungen lauschen können sollen.
Dieser Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von Herrn Thilo Haake, Herrn Wolfgang Brinker und Herrn Gunter Geduldig entstanden.
Mehr Informationen zur Belegung der einzelnen Gebäude und die genaue Bezeichnung aller Institute und Einrichtungen der Uni erhaltet in Eurem Studienplaner und unter www.uni-vechta.de.
Außerdem gibt es aus Anlass des Universitätstages am 29. Oktober eine Ausstellung in der Bibliothek zur Geschichte und Entwicklung der Uni.
von Jenniffer Malenz

PDF-Version der 16. Ausgabe

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“Guck mal Mama!”
Über das, was wir nicht sehen

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Foto: Jenniffer Malenz
Alleinerziehend und studierend betrachtet man das Leben doch ein ganzes Stück anders, als wenn man eben nicht dieser „Randgruppe“ angehört. Man organisiert. Den lieben langen Tag läuft man von A nach B und hat 1000 Sachen im Kopf, die erstaunlicherweise wirklich dort bleiben. Mütter sind regelrecht unheimlich, könnte man sagen. Allein die Tatsache, dass man offenbar laufen und gleichzeitig denken kann, mag manche von uns schon überfordern. Doch habe ich nicht vor, uns Mütter als Supermenschen darzustellen.
Und so versuche ich für Euch einmal das Denken größtenteils sein zu lassen und mit Kinderaugen durch die Uni zu laufen. Warum? Ich bin eben kein Supermensch und mache gerne Quatsch.
Das beschließe ich, als ich mit meinem vierjährigen Töchterchen die Mensa betrete. Freudig geht sie mit mir hinein und ist temperamentvoll wie immer, bis sie die ganzen Menschen vernimmt und ich direkt weiß, was sie denkt: “Ich sehe nichts!”
Wie auch? Wenn ich nur Pobacken sehen würde, würde ich auch Angst bekommen und nicht mehr ausmachen können, wo ich bin. Ja, auch die Mini-Uni Vechtas kann riesig sein. Und so nehme ich sie an die Hand. Dann begebe ich mich auf ihre Höhe und stellte fest, dass es kaum einen Unterschied macht, denn ich bin wahrlich nicht die Größte.
Wie dem auch sei. Bestimmte Dinge stechen Kindern sofort ins Auge und so betrachten wir in der Mensa nicht nur die Hochstühle, bei denen meine Tochter sofort stolz sagt: “Da pass ich nicht mehr rein! Das ist für kleine Kinder!” und damit wohl zum Ausdruck bringen will, dass eben nicht alle größer sind, als sie, wie es gerade den Anschein machte.
An der Ausgabe 2 steht der Kinderteller, den allerdings nicht meine Tochter sieht, sondern ich. Und genau an dieser Stelle möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, dass Ihr, sofern Ihr ein Kind unter 10 Jahren habt, einen Ausweis beantragen könnt, der Euer Kind, im Zusammenhang mit einem Gericht für Erwachsene, berechtigt, diesen mit einem Hauptgericht zu befüllen und es genüsslich zu verspeisen. Vollkommen kostenlos natürlich. Meldet Euch einfach telefonisch unter 0541 3307-41 oder schickt für weitere Informationen diesbezüglich eine E-Mail an annelen.trost[at]studentenwerk-osnabrueck.de.
Doch heute brauchen wir diesen Ausweis nicht. Wir werden in der Mensa schon freudig erwartet und erhalten hier im Rahmen des Studentendinners der uniVista ein Kindermenü, das Ihr unter unserer gleichnamigen Rubrik finden könnt und nur zu empfehlen ist.
Danach machen wir uns weiter auf den Weg durch die Uni und sehen vor dem Bistro eine kleine Lese- und Spieleecke, bei der ich mich sofort frage, wieso sie mir bisher nie aufgefallen ist. Ich denke, dass es daran liegt, dass ich diesen Bereich immer gemieden hatte, weil ich nicht von diesen Leuten angesprochen werden wollte, die dort manchmal an einem Tisch standen und mir irgendwas „andrehen“ wollten. Eigentlich richtig gemein von mir, denke ich. Schließlich wollen wir ja auch nur etwas Gutes, wenn wir uns unten an der Mensa zum Verteilen der uniVista aufstellen. Also beschließe ich, beim nächsten Mal die Uhr zu prüfen und den Leuten eine Minute zu geben.
Meine Tochter findet diese Ecke nicht mehr interessant und möchte weiter. Deshalb schlage ich ihr vor, in die Bibo zu gehen. Sie fängt an zu lachen und pflichtet mir bei, dass es aber “Bibliothek” heißt. Irgendwie scheint mein Studentendasein schon richtig auf sie abzufärben. Jedenfalls ist sie begeistert von dieser Idee und so leihen wir direkt noch ein, zwei Büchlein aus. Eis gibt es im Bistro heute leider noch nicht, sonst wäre auch das sicherlich drin gewesen.
Also beschließen wir nach Hause zu gehen. Doch kommen wir immer noch nicht von diesen komischen Gebäuden weg, in denen die Mama Tag für Tag verschwindet und sich so tolle Sachen von klugen Menschen anhört, die vor ihr stehen – in großen Sälen, die mit vielen Studierenden befüllt sind. “Schön lernen” soll ich dort. Ja, da hat sie recht.
Doch ist es gerade nicht so interessant, wo genau ich lerne, sondern wie ich da hinkomme.
Diese Übergangsbrücke hat es meiner Tochter angetan, obgleich sie sich beim Betreten sofort fest an mich klammert. Ich vermute, dass sie sich fürchtet, täusche mich aber. Denn ein Zurück kommt für sie nicht infrage. Gleich nochmal und nochmal geht es nun über die Brücke und jedes Mal mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel und Freude.
Wie toll muss studieren sein, wird sie jetzt denken. Und nicht einmal einen Tag später offenbart sie mir freudestrahlend: “Mama, wenn ich groß bin, werde ich Studentin. Und Ärztin.”
von Jenniffer Malenz

Supersized
uniVista fährt zu McDonald‘s. Zu oft. Viel zu oft.

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Ja zu körperlicher Performance auf Tine-Wittler-Niveau. uniVista ist auf den Spuren von Supersize-Me-Darsteller Morgan Spurlock gewandelt, und war bei McDonald‘s. Mehr als nur einmal.
Noch schmeckt’s
Foto: Jenniffer Malenz und Thomas Hülsmann
Wer oft mit dem Auto unterwegs ist, kennt das vielleicht: Man hat noch hunderte Kilometer vor sich und das Loch im Bauch wird immer größer. Doch alles, was den Hunger stillen möchte, sind unappetitliche Imbissbuden mit Namen wie Bratwurst-Bernd oder Mandy‘s Truck-Stop.
Wenn dann unerwartet das gelbe M auftaucht, und einem aus der Drive-In-Sprechanlage dieses geschäftsmäßig-freundliche “Guten Tag, Ihre Bestellung bitte!” entgegenknarzt, fühlt man sich fast ein bisschen wie zu Hause. Klar, denn egal wo die Filiale steht, im Ristorante zur goldenen Möwe sieht‘s überall gleich aus, schmeckt‘s überall gleich.
Doch wie fühlt es sich an, wenn man diesen warmen Regen von Heimat in der Ferne unzählige Male hintereinander auf sich nieder prasseln lässt?
Eure Redaktion ist dieser Frage nachgegangen. Zu viert sind wir im uniVista-Mobil zum McDonald‘s-Drive-In gefahren, haben einen Cheeseburger bestellt, ihn aufgegessen, sind wieder vorgefahren und haben einen neuen geordert. Immer und immer wieder. Mehr als 20 Mal.
Jeder von uns ist so zu fünf bis sechs Cheeseburgern gekommen, zum Nachtisch gab‘s für alle einen McFlurry. Und um das McDonald‘s-Parkplatz-bei-der-Disko-Feeling perfekt zu machen, haben wir währenddessen Groove Coverage gehört. Ihr wisst schon, diese Trance-Gruppe, deren Lieder alle gleich klingen. Und so haben wir uns dabei gefühlt:
Die Bedienung hat gewechselt. Die erste war nett und lustig, die neue ist mehr so der Typ Domina. “Das macht einen Euro. WIE VORHIN AUCH SCHON! Fahren Sie an den zweiten Schalter. WIE VORHIN AUCH SCHON! BIS GLEICH!”
Ich bin dran mit essen. Und ich will nicht. Der vorletzte Bürger hat schon scheiße geschmeckt, der letzte erst recht. Und der jetzige? Auf der Liste von Dingen, die noch ich ungerner tun würde, als diesen Cheeseburger zu in meinen Magen zu zwängen, folgen nur noch “eine Eigenurin-Therapie machen” und „in einem Soldaten-sind-Mörder-T-Shirt zu einem Bundeswehr-Gelöbnis gehen“. Einfach auf etwas anderes konzentrieren, nicht daran denken, dass man isst. Matthias hat erzählt, dass er aus Guatemala kommt. Jennifer ist Harry-Potter-Fan. Wenn man Staatsfeind Nr. 1 wäre, aber auch zaubern könnte, würde man sich fühlen wie Sylar in Heroes.
Außerdem mag ich Cheeseburger. Eigentlich. Und in Brandenburg hungern die Kinder, die würden sich freuen. Die anderen schlagen – nicht ganz ernst gemeint – eine Essensschlacht vor, genau in dem Moment, in dem ich mich frage, ob ich diesen Gestank nach geschmacksverstärktem Cholesterin je wieder aus meinem Auto bekommen werde?
Wenn ich schon etwas essen muss, dann hätte ich gerne einen Apfel. Oder eine kleine Schale Erdbeeren. Ich will mit meiner Freundin an einem stürmischen Nordseestrand spazieren gehen. Ich will zu meiner Mutter. Aber das geht natürlich nicht. Der Cheeseburger ist jetzt meine Mutter.
Stefan Hirsch
Cheeseburger Nr. 1
Dies ist mein erster Cheeseburger.
Langsam – fast ehrfürchtig – führe ich deine perfekte, formschöne Gestalt an meinen Mund und lasse deine köstliche Soße meine Lippen benetzten. Liebevoll zerteilen meine Zahnreihen die glänzend-zarte Außenhaut des Brötchens, das dich in sanfter Umarmung einhüllt, um voll bebender Vorfreude in dein fleischiges
Herz zu gleiten. Wunderbare Aromakaskaden ergießen sich über meinen Gaumen, welcher sich unter Geschmacksorgasmen pulsierend aus mir zu winden versucht. Betäubt durch die Glückshormonexplosionen, die sich plötzlich in meinem Gehirn ergießen, breche ich unter Freudentränen zusammen und merke nicht einmal, wie sich meine Zunge zu der ménage à trois von halb zerschmolzenem Käse, wunderbar viskosem Hackfleisch und bonfortionöser Soße gesellt, um dieser Dreifaltigkeit der Haute Cuisine die gebührende Huldigung zu erweisen. DU bist es, allmächtiger Cheeseburger! DU bist das Eldorado der Würzigkeit! Das Burger-gewordene Walhalla des Genusses! DU bist die kulinarische Inkarnation Gottes.
Der letzte Burger
Dies ist mein letzter Burger. Mein Magen will, dass ich sterbe – ich kann ihn verstehen. Ich habe ihm viel zugemutet.
Der infernalische Gestank frisst sich in meine Nasenschleimhäute und mit einer Mischung aus Hass und Abscheu dringt die quälende Gewissheit in meine
Synapsen: Ich muss Es essen. Mitleidig betrachte ich das armselige Stück Matsche, welches aus dem vom Fett durchsichtigen Papier lugt. Was mir entgegen guckt, sieht wahrhaftig nicht aus wie Nahrung. Zwei asymmetrische „Brötchenhälften“ (Die Bezeichnung an sich ist schon eine Beleidigung gegen die gesamte Bäckerszunft!), die aussehen als hätte man den hässlichen Teil einer Bulldogge abgeschnitten und von einem retardierten Vierjährigen aus Knete, Mehl und Bioabfällen nachbauen lassen, existieren nur, um die Augen des Betrachters vor dem noch schlimmeren Übel, welches sich unter ihren fettschmierigen Leibern verbirgt, zu schonen. Denn unter der gebäckgewordenen Beleidigung lauert auf mich schon das Ende der Esskultur, der Endgegner der bewussten Ernährung, die Streckbank für meine Geschmacksrezeptoren – das „Patty“. Diese schlammig-konsistenzbefreite Platte aus gepressten Fleischindustrieabfällen und die obligatorische Alibi-Scheibe Pappkäse runden das gefranchiste Folterkonzept vorzüglich ab. Nicht einmal im neunten Kreis der Hölle könnte man so was mit Selbstbewusstsein als „essbar“ deklarieren.
Nur noch ein Bissen, dann bin ich frei. Ich brauche meine gesamte Willenskraft um mich durch die breiartige Pampe zwischen meinen Wangen zu quälen. Nur noch ein letztes Mal muss ich den Würgereflex überwinden. Geschafft. Angewidert spüre ich wie das gallertartige Mus ein letztes Mal durch meine Speiseröhre gequetscht wird … endlich Freiheit. Jetzt kann man nur noch beten, dass der Mist nicht drinbleibt.
Thomas Hülsmann
Der allerletzte Burger
Foto: Jenniffer Malenz und Thomas Hülsmann
Ein Nacht, die niemals endet
Erschreckend, zu was wir fähig sind. Wir sind Studenten und man sollte uns doch Besseres gelehrt haben, als drei Stunden lang in kurzen Zeitabständen immer nur einen Burger zu bestellen. Immer nur einen, mit geringfügigen Abweichungen.
Die Tatsache war so verrückt, dass wir tatsächlich irgendwann anfingen durchzudrehen: Gedichte wurden vorgetragen, zu Techno getanzt und private Details aus unseren Leben preisgegeben. Und ich frage mich ernsthaft, woran das gelegen hat. Daran, dass wir erst gegen halb vier unsere X-treme-Tour für beendet erklärten? Daran, dass es ein Donnerstag war? Oder daran, dass wir eben wir sind? Ich kann es nicht sagen. Es war verrückt, krank und sehr sehr lustig, wenn man die Tatsache weglässt, dass ich beim letzten Burger wirklich mit mir ringen musste, ihn nicht wieder nach draußen zu befördern.
Wenn ich auf die Zeit zurückblicke, erinnere ich mich noch ganz genau daran, wie ich am nächsten Tag, nach sage und schreibe zwei Stunden Schlaf, aufwachte.
Ich habe mich gefühlt, als hätte ich drei Tage durchgesoffen. Ich war ein Wrack und nur noch durstig. Heute bin ich mir sicher, dass die Bedienung den Burger immer etwas größer gemacht und immer ein wenig mehr Pfeffer draufgetan hat. Anders ist es nicht zu erklären, wie man nach nur ca. fünf Burgern (und einem großem Eis) derart neben der Spur sein kann. Doch offenbar war das zu viel. Und deshalb machte ich mich daran, beinahe einen Liter Wasser zu trinken, bevor ich mich überhaupt in Richtung Uni bewegen konnte.
Die einzige Nahrung, die ich gegen Mittag zu mir nehmen konnte, war ein fetter Obstsalat.
Welch ein Genuss das doch war. Vitamine. Das war genau das Richtige in diesem Moment und bot mir die Chance, wie gewohnt weiter zu essen, wo ich doch eigentlich befürchtet hatte, dies wäre nie wieder möglich.
Es war, als wäre ich gestorben und nur dieser Obstsalat und Wasser konnten mich retten. Ich bin ihnen sehr sehr dankbar, dass sie für mich da waren in diesen schweren Zeiten und weiß nicht, wie es ohne sie weitergegangen wäre. Deshalb kann ich Euch nur raten, diese Aktion nie, wie wir, in die Tat umzusetzen oder wenigstens gut darauf vorbereitet zu sein: mit viel Obst, Wasser und Schlaf sowie netten Leuten!
Jenniffer Malenz
Dem Ende nahe
Foto: Thomas Hülsmann

Perle der Bibo? – Ein Aufruf!

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Liebe Kommilitonen/innen,
wie wir aus unserer Lesegewohnheiten-Umfrage herauslesen konnten, seid Ihr durchaus als Leseratten zu bezeichnen. Die meisten der Abstimmenden lesen regelmäßig bis viel, sowohl fürs Studium als auch privat. Sie lesen Dramen, Fantasy und anderes. Doch Ihr lest nicht unbedingt während der Vorlesungen. Die habt Ihr fürs Zuhören, chatten und quatschen reserviert. Ihr nutzt Eure freie Zeit, die Zugfahrten sowie die Zeit zwischen den Vorlesungen.
Aber vielleicht haben wir ja auch ein falsches Bild aus der Umfrage heraus erhalten?! Hast Du vielleicht noch gar nicht an der Umfrage teilgenommen? Dann nimm Dir doch bitte einige Minuten Zeit dafür und verwerfe unsere Vermutung.
Sollten unsere Ergebnisse jedoch nicht täuschen, interessiert es uns natürlich brennend, was für Bücher Euch fesseln. Was ergreift Eure Herzen, was regt Euch zum Nachdenken an?
Ihr kennt ein tolles Buch, das Ihr Euren Mitstudenten ans Herz legen wollt? Man kann dieses außerdem in der Bibliothek ausleihen? Und Ihr habt Spaß am Schreiben? Super.
Dann meldet Euch unter redaktion[at]univista.de und Eure Zeilen könnten schon in der nächsten Ausgabe hier stehen.
von Jenniffer Malenz

Spaghetti und Eierpfannkuchen

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Annette Nordiek vom Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
Hauptspeise
Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan-Käse:
  • 250g Spaghetti
  • 30g Butter
  • 1 kl. Zwiebel
  • 100g Tomatenmark
  • 4-5 Tomaten
  • 30g Mehl
  • 0,8l Brühe, Fond zum Auffüllen
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano
  • Parmesan-Käse
Zunächst erhitzt Du in einem großen Topf Salzwasser und kochst die Spaghetti nach Anleitung auf der dazugehörigen Packung. Während das Wasser zu kochen beginnt, zerlässt Du die Butter in einer Pfanne. Ist dies geschehen, schwitzt Du die Zwiebel darin an und gibst dann die gewürfelten Tomaten bei. Nun schwitzt Du auch das Tomatenmark mit an. Alles mit Mehl bestäuben, mit kalter Brühe auffüllen und einem Schneebesen verrühren. Danach schmeckst Du die Sauce ab und wiederholst dieses nach Zugabe der Kräuter. Die Zutaten müssen nun püriert und durch ein Sieb gestrichen werden. Gib etwas Oregano dazu.
Nachspeise
Eierpfannkuchen mit Nutella und Bananenscheiben:
  • 2 Eier
  • 0,2l Milch
  • 100g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Nutella
  • 1 Banane
  • 40g Butter
Eier, Mehl und Milch verrührst Du zunächst und gibst etwas Salz hinzu. Die Butter lässt Du in einer Pfanne zerlaufen und bäckst darin neun ganz dünne Pfannkuchen. Diese legst Du dann auf einen Teller, bestreichst sie mit Nutella und verteilst die frische Banane in feinen Scheiben darauf.
Guten Appetit!
Ausarbeitung: Annette Nordiek
Text: Jenniffer Malenz
Mit freundlicher Unterstützung der Mensa Vechta.

PDF-Version der 15. Ausgabe

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Thank you for travelling
Einmal im Kreis mit der NordWestBahn

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Foto: Jenniffer Malenz
Es fährt ein Zug nach Nirgendwo
Irgendwann macht es dich einfach kirre, wenn du weißt, dass du eine 12-stündige(!) Zugfahrt vor dir hast und niemals eine der bereisten Städte von innen sehen wirst oder wenigstens ein Endziel vor Augen hast, statt am Ende nur wieder in Vechta (für mache schon tragisch genug) zu enden. Doch das alles war uns egal. Wir wollten das komplette Semesterticket an einem Tag ausnutzen, koste es, was es wolle. Da sind Einschnitte nötig!
Irgendwann hört man dann sogar auf, miteinander zu reden oder die Pferde zu zählen (es waren 26), sondern beendet auch das Hoffen darauf, dass etwas Spannendes passiert. Jeder von uns hat sicherlich schon einmal eine längere Zugfahrt mitgemacht. Normalerweise passiert dort etwas. Irgendwas. Vielleicht sitzt man neben einem verrückten, komplett besoffenen Fußballfan, der versucht unter die Sitze zu erbrechen oder eine alte Omi führt Selbstgespräche über diese merkwürdigen Porzellanpuppen-Teleshops. Irgendwas halt. Bei uns war das nicht so. Es passierte nichts. Wir waren einfach gelangweilte Reisende neben gelangweilten Reisenden – mit dem Unterschied, dass sie in einem Zug saßen und wir in dem größten Karussell Niedersachsens, der NordWestBahn Vechta bis Vechta.
Monoton rattert der Waggon los. Emotionslose Berufspendler gucken emotionslos in die emotionslose niedersächsische Tiefebene. Die Tonbandstimme irgendeiner Bahnangestellten erklärt mir, dass wir auf dem Weg nach Esens sind. Esens – ein Name, den man (wenn überhaupt) nur von der Rückseite seines Studentenausweises kennt. Das hat auch seinen Grund: Esens ist nicht nur ein verschlafenes ostfriesisches Dorf, sondern auch das nördliche Ende der NordWestBahn. Doch für mich bekam es noch eine dritte Bedeutung. Esens war ein Symbol für die gesamte Reise, denn tatsächlich endet die Schiene hier vor einem großen grauen Poller. Es fährt ein Zug nach Nirgendwo. Wir saßen uns bereits fünf oder sechs Stunden gegenüber, machten nur „Pause“, wo der Plan es vorsah, und stiegen niemals aus, sondern nur um. Wenn wir nicht unsere „heilige Mission“ zu erfüllen hätten, wäre man hier wohl ausgestiegen und hätte an der Nordsee ein paar Flaschen (oder Kisten) Bier getrunken. Statt dessen gucke ich kurz raus, höre eine Möwe schreien und nehme ernüchternd wahr, wie sich derselbe Zug, mit dem wir gekommen waren, in die umgekehrte Richtung aufmacht, um uns nach Bielefeld zu bringen. Der Betreiber eines schmierigen Autoskooters hätte jetzt gesagt: “Und weiter geht die wilde Fahrt.”
Ich schließe mit einem Appell:
Liebe Studenten, das Semesterticket ist toll, aber macht so was nicht nach! Mit der NordWestBahn im Kreis fahren, ist wie Sterben. Wirklich! Nehmt lieber Drogen, fangt das Rauchen an oder lasst das Anschnallen sein, aber macht nicht nach, was die wahnsinnigen uniVista-Kaputten da wieder ausprobiert haben. Lasst es einfach. Wirklich. Eure Psychohygiene wird Euch dankbar sein. (Ausserdem sind wir dafür um fünf Uhr aufgestanden! Um fünf! Wie bekloppt kann man eigentlich sein?)
von Thomas Hülsmann
Foto: Thomas Hülsmann
Zwischen Hüten und Zügen
“Was mach ich hier nur?”, war die erste Frage, die sich mir stellte, als sich an meinem freien Tag, morgens um fünf Uhr, der Wecker mit seinem schaurigem Piepton meldete, um damit den wohl merkwürdigsten Tag meiner Semesterferien einzuleiten. Wer bitte kam auf diese geistreiche Idee? Und was würde ich 12 Stunden lang mit den anderen anfangen? Fragen über Fragen, aber ich war bereit. Also traf ich alle Vorbereitungen, die für einen solch ereignisreichen Tag eben zu treffen sind, und begab mich auf den Weg zum Vechtaer Bahnhof, nachdem ich mit großer Genugtuung meinen Zauberbesen an meinem Fahrrad festgeklemmt hatte. Lange musste ich nicht warten an diesem Morgen, da bewegten sich auch schon zwei dunkle Gestalten auf mich zu. Die eine von ihnen rief laut: “Der Besen!” und lachte. Es war Thomas, der mit Tobias die Straße überquerte. Ich hatte wirklich befürchtet, dass sich keiner außer mir aus den Federn bewegen würde. Aber weit gefehlt.
So warteten wir gemeinsam noch kurze Zeit auf den Zug und stellten erstaunt fest, wie viele Leute so früh schon von A nach B unterwegs waren. Die NWB war gut befüllt, doch fanden wir einen Vierer-Platz, an dem wir uns gegenseitig unsere Habseligkeiten für den Tag zeigten und uns fragten, warum so viele
Harry-Potter-Dinge dabei waren. Nun ja, das nehme ich dann mal auf meine Kappe. Und es sollte ja auch noch seinen Zweck erfüllen. Tobias zeigte uns, wie stylish er mit Hut und uniVista-Shirt sein kann und Thomas präsentierte sich mit meinem tollen
Hogwarts-Outfit vor der Kamera.
Schon bald lugte die Sonne hervor und wir trafen in Bremen ein. Dort frühstückten wir bei einem Bäcker, posierten abermals vor der Kamera und begaben uns dann auf den Weg nach Wilhelmshaven. Welch ein schöner, weiter, flacher aber auch etwas trister Landesabschnitt. Und weil es sich anbot, haben wir die Gelegenheit genutzt, unsere intimsten Geheimnisse preiszugeben und über Gott und die Welt zu sprechen. Doch damit nicht genug. Es muss so zwischen Wilhelmshaven und Sande gewesen sein, als wir das Glück hatten, den kompletten Zug für uns alleine zu haben, als mein Hogwarts-Outfit und Tobias’ Quidditch-Ball zum Einsatz kamen. Ich habe tatsächlich den Schnatz gefangen und sogar einen Quaffel in den Torring bekommen. Welch ein Erfolg! Ravies rocken!
Nachdem wir uns also in Ostfriesland völlig verausgabt hatten, fuhren wir fröhlich weiter nach Osnabrück. Um die Reise noch extremer zu gestalten, diesmal stehend, so Tobias‘ Vorhaben, woran uns dann leider eine Schaffnerin hinderte und uns Plätze zuwies. Daher war diese Fahrt relativ unspektakulär. Bis auf den jungen Herrn neben mir, der das Bedürfnis hatte, während seines Schlafes mit dem Kopf auf meiner Schulter zu liegen. Daher nahm ich automatisch eine wenig rückenschonende Haltung ein, um ihm dies nicht zu ermöglichen. Tobias und Thomas fanden das sicher sehr amüsant.
Da dies aber nicht der Höhepunkt des Tages sein sollte, beschlossen wir dann eine Gemeinschaftsgeschichte zu schreiben und gingen diesem Vorhaben auch direkt auf dem Weg in Richtung Bielefeld nach. Nie war ich so kreativ, nie so reich an wohlgeformten Wörtern. Und weil nach diesem literarischen Meisterwerk unsere Köpfe leer und unsere Körper schlapp waren, nutzen wir die restliche Fahrt nach Vechta nur noch dafür, um in der Gegend herumzustarren oder auch um zu schlafen.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich nun zum einen weiß, wie viele Orte ich kostenlos mit der NWB erreichen kann, wie es in Niedersachsen aussieht und wo ich ungestört Zugfahren kann. Zum anderen habe ich meine beiden Mitredakteure besser kennengelernt sowie umgekehrt, was doch immer eine tolle Sache ist und zum Zugfahren einfach dazugehört! Thank you for travelling! .
von Jenniffer Malenz
Foto: Jenniffer Malenz
Meine persönlichen Lowlights
Mal so was richtig Extremes machen. Das war das Motto. An die Grenzen gehen. Das Licht am Ende des Tunnels sehen und dann schnell abbiegen. Dass die NordWestBahn ein Zug des schleichenden Wahnsinns sein kann, wusste ich aus Erfahrung. Dass das karge Flachland im Norden reichlich Halluzinationen zutage bringt, auch. Ich war eingestellt auf Verspätungen, quälende Nahverkehrsschaffner und tobende Schulklassen, die einem die fröhliche Gesinnung nehmen. Doch dann das: Es passierte absolut gar nichts! Nicht ein Hauch von Abenteuer oder näher kommendem Nervenzusammenbruch. 12 Stunden geregeltes Beieinandersitzen in Harmonie und Geselligkeit. Mal reichlich abschweifend, dann wieder intensiver. Ist das extrem? Ja! Wieso? Schon allein das ganze Vorhaben ist von extremer Stumpfheit, dass die Schilderung der Erlebnisse einen Platz in dieser Rubrik finden darf. Hier meine persönlichen Lowlights.
Beginnen wir mit dem ersten extremen Akt.
05:30 Wenn man zu einer Zeit aufsteht, an der die letzten Gäste im Blue ein Bier bestellen, kann das keineswegs gesund sein. Motivation ist reichlich wenig vorhanden, dem kommenden Tag mit positiver Energie entgegenzutreten, da er doch dafür reserviert ist, die Zeit in Zügen der NWB abzusitzen, welche sogar Ortschaften anfährt, an dem kein Wunsch präsenter ist, als zu fliehen oder zu sterben.
06:01 Bahnhof Vechta. Ich mag diesen Ort eigentlich. Er ist stets der Beginn einer Reise zu aufregenderen Orten als eben dieses Vechta. Heute soll er mich in exakt einer Tageshälfte wieder begrüßen. Gut, dass Hermine uns begleitet. Vielleicht kann sie uns allesamt hinweg zaubern.
Als Student hat man irgendwann vergessen, dass Arbeitszeit auch schon vor 8:30 Uhr beginnen kann. Die NWB war nämlich voll von müden Lohnjägern, was ich in meiner einmaligen Situation, in ihrer Gegenwart zu verweilen, extrem lustig fand.
11:00 Wenn ich Möwen kacken sehe, bin ich recht zufrieden, da ich mir darüber im Klaren bin, dass das Meer nicht weit sein kann. Die NWB hält am obersten Zipfel ihres Liniennetzes leider nicht direkt am Strand. So konnte ich mir etwas salzigen Geruch einbilden, bevor wir wieder in Richtung extremer Landwirtschaft und Tierzüchterei fuhren.
13:00 Um alles einen Grad extremer zu gestalten, gebot ich meinen Mitstreitern (Hermine kann übrigens nicht zaubern) zwei Stunden im Stehen zu verweilen. Ich hätte mich dafür allerdings gegen eine eifrige Schaffnerin auflehnen müssen, welche die Fahrgäste so verteilte, dass auch Quasimodo bequem gesessen hätte. Aus Erfahrungswerten weiß ich allerdings, dass es keine Mittel gibt, Kontrolleure in ihrem natürlichen Jagdgebiet von dem Glauben an eine gute Sache zu überzeugen. Zumindest nicht in unserem Fall. Das extreme Vorhaben scheiterte.
15:55 Bielefeld ist extrem hässlich. Ich möchte mir kein Urteil über die gesamte Stadt erlauben, aber alles, was sich um den Bahnhof befindet, ist eine Beleidigung für neugierige Augen. Außerdem rannten ständig Arminia-Fans über den Zuggang. Die sind auch nicht schön anzusehen. Aber sie verhielten sich sehr vorbildlich. Kein Grölen, kaum am Saufen. Fast schon extrem langweilig.
18:30 Vechta. Wir sind zurück. Nicht einmal die Knochen schmerzen. Ich fühle mich extrem ausgeruht. Der Tag kann endlich beginnen. Dennoch muss ich noch so einige extreme Sachen festhalten. Zum einen waren meine Mitstreiter extrem sympathisch. Zum anderen sollte man bedenken, dass Zug fahren und Bier trinken eine notwendige Mischung zur Aufrechterhaltung des ausgeruhten Reisestiles ist. Ich verzichtete! Und das war richtig extrem!
von Tobias Kunz

Die Leipziger Buchmesse 2010
Hören, sehen, lesen und fühlen

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Foto: Jenniffer Malenz
Dank meiner Tätigkeit in der uniVista-Redaktion, war es mir möglich dieses Jahr – erstmalig – zur Leipziger Buchmesse zu reisen. In der sächsischen Stadt findet jährlich das bekannte Lesefestival Leipzig liest statt, das viele Leute von nah und fern anzieht. Sie besuchen Veranstaltungen in der ganzen Stadt, die sich rundum mit Literatur beschäftigen, und natürlich auch die Buchmesse selbst, auf der ich mich hingegen ausschließlich befand. Viele Eindrücke habe ich dort gewonnen und das ein oder andere aus diesen Tagen gezogen, was ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte.
In einer Welt, in der die Neuen Medien immer angesagter sind, nehmen die Besucherzahlen der Buchmesse nicht etwa ab, wie man daraus hervorgehend vermuten könnte. Nein, im Gegenteil. Wie die regionale Tageszeitung in Leipzig berichtete, steigt die Zahl der Buchinteressierten von Jahr zu Jahr an. Deshalb sei es sinnvoll frühzeitig Fahrt und Unterkunft zu buchen und sich somit ohne Stress auf die 4 Tage des Ausnahmezustands Leipzigs zu freuen.
Außerdem bietet sich die Bahnfahrt schon allein deswegen an, weil man mit der Messeeintrittskarte kostenlos den Nahverkehr in Leipzig und Umgebung (bis nach Halle) am Besuchstag nutzen kann. Auch das Messegelände ist wohl am besten mit der Bahn zu erreichen.
Das Gelände selbst besteht aus mehreren großen Hallen sowie einer gewölbten Haupthalle aus Glas. Das ist sehr schön anzusehen und macht einen ungemein freundlichen und hellen Eindruck. Allerdings wird es dort auch im recht kühlen März extrem warm, was sicherlich auch mit den Scheinwerfern, Kameras und der hohen Besucheranzahl zusammenhängt.
Falls es einem zu warm wird und man zusätzlich zu viel Ballast zu tragen hat, kann man für einen geringen Preis die Garderobe in Anspruch nehmen oder aber ergattert sich bei diversen TV- und Verlagsständen Papptüten, in denen man alles verstauen
kann.
Cosplayer in Action
Foto: Jenniffer Malenz
Die gewölbte Glashalle ist hauptsächlich mit Ständen von TV-Sendern belegt, während die Halle 2 befüllt ist mit Kinderbuchverlagen, der Kinderbuchhandlung sowie Fantasy, Anime usw. Außerdem befindet sich dort die sog. Cosplay-Halle, in der sich jährlich die Cosplayer (Personen, die einem japanischen Verkleidungstrend folgen) zusammenfinden, um dort am Fotowettbewerb teilzunehmen und somit evtl. für das beste Kostüm prämiert zu werden. In Halle 3 befindet sich die Buchhandlung für Erwachsene. Außerdem ist diese hauptsächlich mit Verlagen anderen europäischer Länder gefüllt, was beim Durchqueren dieser äußerst interessant ist, da man von allen Seiten Lesungen und Interviews hört, teilweise mit Übersetzung. In den Hallen 4 und 5 befinden sich wiederum eher deutsche Verlage, die Autoren-Arena der Leipziger Volkszeitung, die Autorenbuchhandlung sowie die Signierstände.
Des Weiteren sind vor und hinter der Messe kleine Wasserflächen, die ebenfalls dazu einladen, sich gemütlich hinzusetzen und zu verschnaufen. Insgesamt also eine wirklich sehr schöne Atmosphäre.
Donnerstag, der 18. März
Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse 2010
Direkt nach der Ankunft in Leipzig fuhr ich zur Messe, um die diesjährige Verleihung mitzuerleben. Da bis dahin noch etwas Zeit war, entschloss ich mich währenddessen einem Interview von Michael Mittermeier zu lauschen, der sein Buch Achtung Baby vorstellte und Anekdoten daraus erzählte. Ein sympathischer Mensch, der im Anschluss an das Interview noch für all seine Fans, die auf ihn warteten, signierte.
Der Preis der Leipziger Buchmesse wurde bis dahin schon fünfmal vergeben und zeichnet Autoren für ihre Bücher in den Kategorien Sachbuch und Belletristik sowie den Autor einer besonders gelungenen Übersetzung aus, die von der Jury am ersten Tag der Buchmesse veröffentlicht werden. Viele waren für diesen Preis nominiert, einige Autoren schon Wochen zuvor in den Medien vertreten. Und so fieberte man jenem Moment entgegen, in dem die Sieger bekannt gegeben werden würden.
Die Hallen waren ca. zur Hälfte mit Presse gefüllt, die sich gegen 16 Uhr in der großen Glashalle sammelte. Auch ich fand mich dort ein, um nun das folgende Ergebnis zu erfahren:
Der Preis in der Kategorie Belletristik ging an Georg Klein mit seinem Buch Roman unserer Kindheit, zu dem Ihr weitere Informationen innerhalb unserer Rubrik Perlen der Bibo entnehmen könnt. Des Weiteren gewann Ulrich Raulff mit Kreis ohne Meister in der Kategorie Sachbuch. Ulrich Blumenbach erhielt für die Übersetzung des Buches Unendlicher Spaß von David Foster Wallace den Preis in der gleichnamigen Kategorie.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich nun zum einen weiß, wie viele Orte ich kostenlos mit der NWB erreichen kann, wie es in Niedersachsen aussieht und wo ich ungestört Zugfahren kann. Zum anderen habe ich meine beiden Mitredakteure besser kennengelernt sowie umgekehrt, was doch immer eine tolle Sache ist und zum Zugfahren einfach dazugehört! Thank you for travelling! .
Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 2010
Foto: Jenniffer Malenz
Freitag, der 19. März
Da nun die Gewinner des Leipziger Buchpreises bekannt waren, wurden sie hier und dort natürlich zu Interviews geladen. So auch Georg Klein am Freitagvormittag bei 3sat. Dort beantwortete er bereitwillig einige Fragen bezüglich seines Preises und las noch einige Minuten aus dem Anfang seines Buches vor, was die Menschen um ihn herum ganz aufmerksam werden lies.
Nachdem ich nun etwas mehr Überblick auf dem Gelände hatte, besuchte ich im Anschluss diverse Veranstaltungen.
Aus meinem Programmheft entnahm ich, dass in der „Textbox“ poetische Texte vorgetragen werden. Und so begab ich mich zum Stand in der Glashalle, in der die Sprecher in einer kleinen Box vor einem Mikrofon standen. Allerdings konnte man ihre Stimmen nur hören, wenn man sich einen der davor hängenden Kopfhörer nahm und ihren Worten lauschte, die kritisch und poetisch zugleich waren.
Der Tag endete für mich schließlich mit einer Recherche über die Eulenspiegel Verlagsgruppe, die mir während der Messe auffiel. Die von ihr vorgestellten Bücher greifen häufig Themen der ehemaligen DDR auf. Teilweise auch aus persönlichem Interesse stöberte ich in diesem Sortiment herum und empfehle Euch, euch ebenso die Zeit dafür zu nehmen, nach Büchern zu stöbern und sich darin zu verlieren.
Katy Karrenbauer
Foto: Jenniffer Malenz
Samstag, der 20. März
Ganz verloren fühlte ich mich am Samstagmorgen, als ich schon auf der Fahrt zum Hauptbahnhof kaum in die Züge kam, weil es überall von verkleideter Menschen wimmelte. Der gesamte Hauptbahnhof war gefüllt mit Cosplayern, die ein Gefühl einer anderen Welt vermittelten, und somit natürlich auch die Messe selbst.
Da an diesem Tag jedoch viele Prominente vor Ort waren, lies ich mich von dem Getümmel nicht abschrecken und fuhr auch wieder zur Messe. Günter Grass, der Autor von Die Blechtrommel, signierte Bücher und fand vor sich eine lange Schlange, die bis in die nächste Halle hineinreichte. Jostein Gaarder, der das philosophische Buch Sophies Welt schrieb, sollte ebenfalls zum Signieren kommen, fiel aber leider wegen Krankheit aus. Dies nahm mich wirklich mit, da ich ein begeisterter Fan von diesem Buch bin. Wenigstens weiß ich nun, welchen Geschlechts Jostein Gaarder angehört. Mir war es bislang aufgrund des undeutlichen Namens nicht ganz einleuchtend gewesen, dass er männlich ist.
Weitere Freude bereitete mir Katy Karrenbauer, die zunächst in der LVZ-Autoren-Arena für ein Interview zur Verfügung stand, das sie äußerst sympathisch erscheinen lies, und anschließend zum Signieren bei der Eulenspiegel Verlagsgruppe war. Auch ich konnte glücklicherweise ein Autogramm erhalten. Lustigerweise sollte man erwähnen, dass auf ihrem Tisch ein Stapel mit Autogrammkarten bereitstand, der nach einigen Minuten und dem Kommentar von Karrenbauer „Was? Wie sehe ich denn darauf aus? Das geht nicht mit dem Doppelkinn“ plötzlich nicht mehr bereitlag. Auch Thomas M. Stein war zum Signieren anwesend und schenkte mir für ein Foto ein Grinsen.
Doch damit nicht genug. Paul Maar, Erfinder der Kinderbuchfigur Das Sams, war freudestrahlend und sympathisch am Signiertisch für seine jungen Leser bereit, ihnen mit einem Autogramm und einer kleinen und hübschen Zeichnung das Buch zu signieren. Und wie bereits erwähnt, war auch Michael Mittermeier einer der anwesenden Prominenten.
Nach der Autogrammstunde von Frau Karrenbauer besichtigte ich noch eine sehr interessante Fotoausstellung, die Bilder aus dem Jahr 1989 zeigte. Dies macht deutlich, wie vielseitig die Buchmesse verschiedenst interessierte Leute anspricht. So auch die in Unmengen verkleideten Leute, die leider auch einen großen Haufen Müll in der Cosplay-Halle hinterließen. Ein wohl rundum buntes Treiben, wie man sagt.
Sonntag, der 21. März
Auch der Sonntag war ein sehr gut besuchter Tag, an dem es sich dennoch gelohnt hat auf der Messe anwesend zu sein und die Bücher, die man am Donnerstag oder Freitag besichtigt hat, nun günstiger und direkt an den Verlagsständen zu ergattern.
Diese Gelegenheit habe auch ich genutzt, bis ich dann wieder in Richtung Vechta aufbrach.
Zusammenfassend kann ich für das nächste Jahr nun raten, den Donnerstag dafür zu nutzen, um in Ruhe nach Büchern zu stöbern, da man aufgrund der hohen Presseanzahl genügend Plätze erhält, um in diese hineinzulesen. Des weiteren ist es, aufgrund der allgemein geringeren Besucherzahlen im Vergleich zu Samstag und Sonntag, sehr gut, sich allgemein erst einmal zu orientieren und umzusehen. Auch der Freitag bietet sich im Allgemeinen dafür an, obwohl sich auch gegen Nachmittag die Hallen mehr und mehr mit Besuchern füllen.
Der Samstag hingegen ist extrem voll und eignet sich wohl eher dazu, die Stadt und Umgebung kostenlos zu erkunden. Der Aufenthalt auf der Messe ist dem nur vorzuziehen, wenn man den Cosplayern oder aber Prominenten unbedingt begegnen möchte.
Sonntag, wie bereits erwähnt, stellt die beste Gelegenheit dar, die Bücher, die man haben möchte, kostengünstiger beim Verlag selbst zu erwerben.
Insgesamt bin ich sehr froh, auf der Leipziger Buchmesse gewesen zu sein und lege es jedem von Euch ans Herz, diese Tage im März 2011 zu erleben.
Weitere Fotos und Informationen zur Buchmesse Leipzig findet Ihr im Bilderalbum und auf www.leipziger-buchmesse.de.
von Jenniffer Malenz
Foto: Jenniffer Malenz

Bilderalbum
uniVista No. 15: Leipziger Buchmesse 2010

Worte der Vergangenheit aus dem Herz eines Kindes

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Liest man erstmals die Zeilen dieses Buches, so entschwebt man alsbald in die Tragik eines scheinbar unbeschwerten Sommertages kleiner Kinder und fühlt sich direkt selbst in diese Szenerie versetzt. Unfassbar ehrlich, düster und magisch, wie es scheint, ist der Roman unserer Kindheit von Georg Klein völlig berechtigt zum Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie Belletristik gewählt worden.
Von Klein selbst als seelisch und emotional erfassend bezeichnet, stellt dieses Buch autobiografisch dar, wie die Kinder der frühen sechziger Jahre ihrer Fantasie freien Lauf lassen, sich fühlen und hingeben in einer Welt, die um sie herum stattfindet. Eine Welt, die sie festhält, ihnen so unheimlich spannend erscheint und ihnen viel mehr Freude bereitet, als es dem Erwachsenen möglich ist.
Wer also einen Einblick ins kindliche Erleben wünscht, dem lege ich diesen Roman ans Herz. Seine Sprache ist prägnant und zieht einen außergewöhnlich in ihren Bann.
Georg Klein: Roman unserer Kindheit
Signatur: CQYk6722 = 411051
von Jenniffer Malenz
Georg Klein (l.) liest auf der Leipziger Buchmesse aus seinem Roman vor
Foto: Jenniffer Malenz

Wirsingroulade, dazu Zwiebelsuppe und Grießflammerie

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Gekocht von Vera Böske (Praktikantin) und
Kai Brockmeyer (Auszubildender)
vom Mensateam Vechta
Foto: Jenniffer Malenz
Vorspeise
Überbackene Zwiebelsuppe:
  • 30ml Öl
  • 900g Zwiebeln
  • 2l Rinderbrühe
  • 1 Stück Stangenweißbrot
  • Knoblauch nach Bedarfn
  • 250g Gouda (geraspelt)
Nachdem Du die Zwiebeln geschält und in Streifen geschnitten hast, schwitzt Du sie in heißem Öl an. Sobald sie glasig sind, löschst Du sie mit etwas Weißwein ab und füllst sie mit der Rinderbrühe auf. Wenn die Zwiebeln weich sind, schmeckst Du die Suppe mit Salz und Pfeffer ab und füllst sie in Tassen. Dann bedeckst Du die Suppe mit einer gerösteten Scheibe vom Stangenweißbrot, bestreust sie mit Käse und überbackst alles.
Hauptspeise
Wirsingkohlroulade:
  • ca. 1kg Schweinehackfleisch
  • 1 Kopf Wirsing
  • 3 Möhren
  • 1 Sellerie
  • 1l Rinderbrühe
  • 50g Tomatenmark
Zunächst nimmst Du die Blätter vom Wirsing ab und blanchierst sie (kurz mit heißem Wasser überbrühen). Danach würzt Du das Hackfleisch und formst es zu 6 gleichgroßen Bällchen. Diese ummantelst Du dann mit dem Wirsing und verbindest sie dabei geschickt. Nun würfelst Du den Sellerie und die Möhren. Dann brätst Du die rohen Rouladen an und nimmst sie danach wieder aus dem Topf. In diesen gibst Du jetzt die Möhren- und Selleriewürfel und brätst diese ebenfalls an. Gib das Tomatenmark hinzu, lasse es anbraten, lösche den Ansatz ab und fülle ihn mit Rinderbrühe auf. Nun fügst Du die Rouladen hinzu und lässt sie bei mittlerer Hitze ca. 60 min. schmoren. Danach passierst Du die Soße mit einem Pürierstab und bindest sie, wenn nötig, mit Soßenbinder ab.
Savoyardkartoffeln:
  • 600-700g Kartoffeln
  • 1l Brühe
  • Salz
  • Pfeffer
Wasche die Kartoffeln, schäle sie und schneide sie dann in 2mm dicke Scheiben. Lege sie nun in eine Auflaufform in die gewünschte Form und würze sie. Danach übergießt Du die Scheiben mit Brühe und garst sie im Ofen.
Glasierte Möhren:
  • 400g Möhren
  • 50g Honig
Schäle die Möhren, bringe sie in die gewünschte Form und blanchiere sie. Nun löst Du den Honig mit etwas Wasser in einem Topf auf dem Herd auf, bis er zähflüssig ist. Dann gibst Du die Möhren hinzu und schwenkst sie kurz im Honig.
Nachspeise
Grießflammerie:
  • 500ml Milch
  • 120g Grieß
  • 100g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 3 Eiweiß
  • Mark einer Vanilleschote
Vermische zunächst den Grieß mit 50g Zucker. Gib dann die Milch mit dem Vanillemark in einen Topf und lasse sie aufkochen. Dann fügst Du den Grieß hinzu und lässt ihn quellen. Nun mischst Du das Eigelb unter den Grieß, solange dieser noch heiß ist. Dann schlägst Du das Eiweiß solange auf, bis Du Eischnee erhältst, rührst den restlichen Zucker unter und mischst ihn mit der Grießmasse. Stelle den Grieß kalt.
Orangensoße:
  • 8 Orangen
  • 25g Zucker
  • 1 Blatt Gelatine
Weiche die Gelatine in kaltem Wasser ein und presse die Orangen. Den daraus gewonnenen Saft kochst Du auf, zuckerst ihn und löst die Gelatine, die Du zuvor aus dem Wasser entnimmst und kurz ausdrückst, darin auf. Nun stellst Du auch diese Soße kalt.
Vanillesoße:
  • 8 Orangen
  • 500ml Milch
  • 50g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 2 Eier
  • 1/2 Vanilleschote
Schneide die Vanilleschote auf und kratze das Mark aus. Koche die Milch mit diesem und der Schote auf und entferne diese wieder. Nun schlägst Du die Eier mit dem Zucker schaumig, fügst die Milch hinzu und schlägst es mit dem Eigelb zur Rose auf (im heißen Wasserbad schlagen, bis es schaumig wird). Stelle die Soße kalt.
Guten Appetit!
Ausarbeitung: Kai Brockmeyer
Text: Jenniffer Malenz
Mit freundlicher Unterstützung der Mensa Vechta.

Plötzlich exmatrikuliert: Was nun?

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Der Zukunft lächelnd entgegen
Dichte Wälder, sprudelnde Flüsse und weite Felder ziehen an mir vorbei. Nichts und niemand kann mich stressen und stellt mir Fragen. Lediglich der nette Herr, der mir in diesem Moment einen frischen Kaffee anbietet. Doch kann ich ihn mir nicht leisten, und wenn wir ehrlich sind, bekommt der mir eh nicht. Aber auch das interessiert mich nicht, denn ich bin glücklich und frei. Keine Klausuren, kein Lernen und kein Zwang mich mit Dingen zu beschäftigen, die schon bald nicht mehr von Bedeutung sind. Denn ich bin exmatrikuliert, aus Gründen, die eben dafür sprechen. Ich als zukünftige Sozialarbeiterin? Die Traumblase ist nun zerplatzt. Doch wen kümmert‘s? Genügend andere, zum Teil selbst psychische Wracks, können diesen Job jetzt gerne für mich übernehmen. Ich hingegen nutze nun die Zeit für meine andere Leidenschaft.
Wie dumm wäre ich, wenn ich nun aufgeben würde? So bereise ich die Welt, oder wenigstens Nordrhein-Westfalen. Denn ich bin auf dem Weg nach Dortmund, da ich im Internet gelesen habe, dass ich mich dort zur Journalistin ausbilden lassen kann. Und was liegt nun näher, als diesen Weg anzustreben? Richtig: nichts! Also begebe ich mich auf den Weg dorthin, um einen guten Eindruck zu hinterlassen, der letzten Endes bewirken soll, dass ich aufgenommen werde und meinen weiteren Lebensweg im angrenzenden Bundesland beschreiten werde. Es bleibt nur zu hoffen, dass er mich glücklich macht. Und so träume ich schon von künftigen Tagen, die mich am Abend sagen lassen, dass ich den richtigen Weg gewählt habe. Sie werden mich daran erinnern, wie ich einst hier saß und mich damit abgefunden hatte, „versagt“ zu haben. Sie werden mich aber auch daran erinnern, dass ein Weg nicht alles bedeutet und eine Fähigkeit von mir nicht alles ausmacht. Und während ich voller Hingabe positiv denke, frage ich mich, ob dieser Optimismus vielleicht nur daher rührt, weil dies alles rein hypothetisch ist.
von Jenniffer Malenz
Der Zukunft ächzend entgegen
Exmatrikuliert. Schon allein die unterschwellige Kraft, welche dieses Wort zu bieten hat, kann einem zartbesaiteten Studenten Angst einjagen. Da lacht man an einem sonnigen Morgen dem Himmel entgegen und in der bedrohlichen Dunkelheit eines kleinen Briefkastens entfaltet sich ein Wisch des Grauens. “Sie wurden exmatrikuliert. Sie haben versagt. Sie sind von der Liste der Pseudo-Intellektuellenelite gestrichen worden. Packen Sie ihre Sachen. Ihre ungenügenden Fähigkeiten werden hier keinesfalls mehr benötigt.”
Das feine Polster des Studentendaseins hat man mit perfektionierter Faulheit oder grenzenloser Dummheit zerstört. Die neu gewonnene Freiheit schmeckt bitter. Wohin mit der eigenen, vorerst gescheiterten Existenz?
Ein Abend an der Theke einer Eckkneipe sollte Klarheit schaffen. Dieser Ort hat eine raue Menge an gescheiterten Existenzen zu bieten und sollte bei der Frage helfen, ob man sich selbst dazuzählt.
Die geöffneten Arme der Familie fühlen sich an wie Schläge in das Gesicht. Das geht schon in Ordnung. 600 Euro pro Semester, investiert für das eigene besiegelte Scheitern. Da kann man die Wut und Enttäuschung der verwandten Geldgeber schon nachvollziehen. Die Rolle des Sündenbocks sollte man akzeptieren.
Irgendwann, nach wochenlangem Suhlen im Selbstmitleid, sollte man wieder in die Zukunft schauen. Das Leben anpacken. Der eigene Blick muss in die richtige Richtung gehen. Nämlich genau zu den Leuten, welche noch viel mehr versagt haben. Das ist menschlich und stärkt Körper und Geist. Immatrikulation heißt dann das Zauberwort. Eine Anmeldefrist für den Neuanfang gibt es nämlich nicht.
von Tobias Kunz

PDF-Version der 14. Ausgabe

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PDF-Version dieser Ausgabe:
uv_titel14

Das Streben nach Wissen

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Foto: Jenniffer Malenz
Der Raum ist heute viel dunkler als sonst, doch fällt es mir kaum auf, da ich gebückt über meinem Block hänge und verzweifelt überlege, wie ich mir weitere Informationen über die Lesegewohnheiten meiner Mitstudenten aneignen kann. Das ist das Thema, was mich interessiert. Wie um Himmels Willen übersteht man diese Vorlesung ohne sich nicht nebenbei auch auf andere Dinge zu konzentrieren. Natürlich nur zur Überbrückung. Wir wollen ja etwas lernen und das nicht zu wenig.
Und just in diesem Moment bemerke ich, dass der Raum so dunkel ist, weil die Rollläden aus unerfindlichen Gründen unten sind und der Winter langsam aber sicher ins Land gezogen ist. Das Wetter ist grau und kein Mensch kommt auf die Idee das Licht einzuschalten. Vielleicht ist man von diesen ganzen sonnenfreien Stunden so sehr neben sich, dass es keinen mehr stört. Während mein Blick also im Raum umherschweift und ich überlege, ob ich es riskieren soll uns zu erleuchten, nehme ich eine junge Frau wahr, die es schafft in dieser einbrechenden Dämmerung unter ihrem Pult zu lesen. Wahrhaftig und freudig kann ich schon auf den ersten Blick erkennen, dass es sich weder um Luhmann noch um eine sonstige Lektüre der Sozialen Arbeit handelt. Obwohl es hier sicherlich definitionsabhängig ist. Fakt ist, dass sie liest. Sie findet die Zeit, sich mit Wissen voll zu stopfen, egal in welchem Sinne. Und ich erinnere mich an die Sätze, die uns zig Dozenten in der Einführungswoche sagten und die sich in mein Gehirn einbrannten, wie wohl kaum ein anderer Satz. “Studieren heißt Lesen.” oder auch “Eine eigene Meinung kann man sich nur durch Lesen aneignen.” Meine Kommilitonin steckt mittendrin in diesem Versuch eine gute Studentin zu sein, oder eben eine vorzeigbare.
Wie dem auch sei. Meine Frage dreht sich nun darum, was sie liest. Also nehme ich mir vor dies herauszufinden. Was lesen die Studenten? Diese Frage werde ich allerdings nicht in dieser Vorlesung im heute düsteren B1-Saal stellen. Nein, ich befrage im R-Gebäude meine Mitstudenten der Sozialen Arbeit nach ihren Lesegewohnheiten und stelle tatsächlich fest, dass diese ebenso bestrebt sind sich ihr Wissen lieber anzulesen. Angeblich lesen sie neben ihren privaten Wälzern tatsächlich Literatur, die sie durchs Studium bringen soll. Ohne Zwang, sondern rein aus Interesse. Kann das stimmen?
So lasse ich meinen Blick weiter schweifen und entdecke hier und dort den ein oder anderen mit seiner Lektüre. So lügt man mit Statistik bis hin zu diversen Romanen. Von Diekmann bis Rowling. Ich entdecke sogar das Vörlesbook för Wiehnachten von Heinrich Höpken in den Händen eines Kommilitonen. Alle streben sie nach Wissen. Oder wenigstens ein Teil davon.
Jedenfalls beschließe ich dem nachzugehen, obwohl die Antwort doch auf der Hand liegt. Es ist nicht von Nachteil sich zu belesen. Das weiß jeder. Doch wählen wir dabei das Richtige? Und was ist schon richtig? Was falsch? Reicht es nicht, überhaupt zu lesen? Hilft das allein nicht schon dabei, sich beispielsweise besser ausdrücken zu können?
Doch was lesen meine Mitstudenten? Was bewegt sie? Was interessiert sie? Was hilft ihnen weiter? Was bringt ihnen wiederum nichts? Und wann finden sie überhaupt die Zeit dafür? Diesbezüglich habe ich schon einiges herausfinden können. So bevorzugen die Zugfahrer unter uns das Lesen während der Fahrt, was durchaus naheliegend scheint. Andere wiederum entdecke ich lesend während der Vorlesungen bzw. des Seminars. Und so sitzen sie zusammengekauert und wissbegierig über ihren Büchern und tauchen ein in ihre, von ihnen ausgewählte, verschriftlichte Welt, ohne auch nur ein Wort vom Dozenten wahrzunehmen, der ihnen möglicherweise gerade in diesem Moment erzählt, wie wichtig das Lesen für ihre weitere Entwicklung und welches Buch dafür besonders geeignet sei. Doch wir stecken schon mittendrin. Noch bevor diese Sätze fielen, wie mir scheint, waren wir bestrebt zu lesen. Liegt es an den Worten der Lehrenden oder an uns selbst?
Ein Blick in die Bibliothek spricht ebenso Bände. Hier wird gesucht, gelesen, recherchiert und kopiert, als hinge ihr Leben davon ab. Ist es wahr? Macht nur das Lesen Euch groß und gebildet? Eröffnet es Euch abkürzende Wege zum angestrebten Ziel?
Um diese Fragen zu klären und mehr über Eure Lese- und Bildungsgewohnheiten herauszufinden, haben wir für Euch eine Umfrage vorbereitet, dessen Auswertung Ihr in der uniVista No. 15 lesen könnt. Anregungen und Wünsche hierzu nehmen wir gerne entgegen und versuchen es in unsere weitere Planung zu integrieren. Auch sonstige Rückmeldungen sind gerne gesehen.
Außerdem sei angemerkt, dass Ihr vom 18 bis 21. März 2010 die Möglichkeit habt, auf der Leipziger Buchmesse nach weiteren wissenswerten Büchern Ausschau zu halten.
Ich wünsche Euch viel Erfolg!
von Jenniffer Malenz

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