Johanna Olberding

Inhaltsverzeichnis:

PDF-Version der 17. Ausgabe

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No. 17 inkl.
Sonderausgabe
No. 17

Aller Anfang ist schwer, der Beginn mittendrin noch viel mehr!

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Zu jedem Wintersemester dürfen wir die neuen Erstsemester an unserer Universität herzlich begrüßen. Doch während die ersten Semester mit dem Ersti-Navigator, vielen Flyern, Informationsveranstaltungen, Tutorien und Partys einer umfangreichen Reizüberflutung ausgesetzt werden, gehen höhere Semester meist leer aus. Für diese hat die Wiederkehr von studIP-Eintragungen, von Uni-Partys mittwochabends, von Fragen bezüglich der Prüfungsvorbereitungen einen periodischen Trott geschaffen, welcher von Terminen und Fristen gekennzeichnet ist. Während die Köpfe der ersten Semester noch von der Regelmäßigkeit des Schulsystems trainiert zur kontinuierlichen Aufnahme und Verarbeitung von Wissen fähig sind, erfährt das Gehirn der älteren Semester ein Wechselbad mit hohen Differenzen. Zum letzten Semesterende nach einer hitzigen Prüfungsphase ins kalte Wasser geworfen, landet das gekühlte Gehirn mit der ersten Woche Semester im Schmelzofen der Prüfungsvorbereitungen. Ob dies die Elastizität der Gehirnmasse nun stärkt oder schwächt mag dahin gestellt sein. Aber dieses schwarz-weiß Bild der älteren Semester könnte mir zum Vorwurf gemacht werden und auch ich selbst würde es nicht dabei belassen.
Was erwartet nun die älteren Semester im Wintersemester 2010/2011 und was fordert und fördert das Gehirn in der vorlesungsfreien Zeit 2011?
Euch erwartet das offizielle Alltagsleben als Studierende einer Universität. Nicht nur, dass es Veränderungen auf der Homepage gibt, auch die Briefköpfe ändern sich. Zudem befindet Ihr Euch mitten im Hochschulentwicklungsplan der Universität, den Ihr auf der Website der Uni unter “Hochschulentwicklungsplan bis 2015″ einsehen könnt.
Zudem gibt es einige Veränderungen innerhalb des AStA:
Der AStA konstituiert sich neu. Das heißt, die Referate Kultur I und II, EDV, Kassenführung und Service sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden neu gewählt.
Das AStA-Angebot der Rechtsberatung wird bis Ende Oktober von Rechtsanwältin Marcella Bohlke fortgeführt. Sie wird euch immer donnerstags von 12 bis 14 Uhr zur Verfügung stehen.
Nachdem B1-Partys für einige Zeit auf Eis gelegt waren, beginnt jetzt die neue Ära des Flurs vor B1. Auch werden für die Uni-Partys neben der WuBa und dem Gulfhaus neue Locations ausgewählt, um der Eintönigkeit zu strotzen.
Was Euch erhalten bleibt ist der jährliche Uni-Ball, der UniInsider, das Studententicket für Zugfahrten mit der NWB sowie kulturelle Angebote aus dem Referat für Kultur II.
Einer der Haupttermine, der Euch in Kürze erwartet, ist der Universitätstag am 29. Oktober 2010. An diesem Tag wird die Umbenennung von Hochschule Vechta in Universität Vechta gefeiert und die Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Auf Euch kommen eine Vielzahl von Angeboten zu, die Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet.
Im Monat darauf steht auch schon der Uni-Ball an. Es werden wieder Tanzkurse angeboten, in denen ihr Eure Gehirn-Körper-Koordination trainieren könnt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.
Nachdem dann auch Weihnachten und Silvester das Ende des Jahres ankündigen und die Weihnachtspause zum Lernen genutzt wurde, dauert es nicht mehr lang bis zum Semesterende. Vergesst nicht, den Termin der Rückmeldung für das Sommersemester einzuhalten und haltet Euch mit Sport, guter Ernährung, aktiver Freizeit und eventuell Praktika oder Arbeit fit. Setzt Euch neuen Dingen aus und genießt die Zeit. Das fordert und fördert das Gehirn. Ein erfolgreiches Wintersemester 2010/2011 wünscht Euch Euer AStA-Team!
von Johanna Olberding
Was bietet der AStA alles an?
Der Allgemeine Studierendenausschuss ist der geschäftsführende Vorstand der Studentenschaft. Seine Aufgabe besteht darin, die Geschäfte der Studentenschaft zu führen und ihre Interessen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Universität zu vertreten. Im Rahmen des vom Studentenparlament beschlossenen Haushaltsplans ermöglicht und unterstützt der AStA zahlreiche studentische Aktivitäten, wie z. B. die Fachräte oder Uni-Partys. Bei Problemen und Fragen rund um das Studium könnt Ihr Euch an uns wenden.
Büro: D-Gebäude
Tel.: 04441 2204
E-Mail: asta[at]asta-uni-vechta.de

PDF-Version der 15. Ausgabe

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Schicht im Schacht?
Caféte ist für 9 Wochen bedingt geschlossen

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Trotz vorangegangener Gespräche mit Frau Assenmacher und Frau Eickhoff (Liegenschaftsmanagement) kann die bedingte Schließung der Caféte aufgrund der Umbaumaßnahmen im R-Gebäude nicht umgangen werden.
Die Caféte stellt einen Erholungsraum und Treffpunkt in den Pausen sowie in freien Veranstaltungszeiträumen dar. Neben „Café“ – wie der Name schon vermuten lässt – sind andere Getränke und kleine süße aber auch herzhafte Happen für zwischendurch im Angebot. Zudem werden morgens Brötchen mit unterschiedlichem Aufschnitt angeboten und dies alles zu einem guten Preis. Die Caféte ist also – kurz gefasst – ein Angebot von Studierenden für Studierende et al. und findet reichlich Anklang.
Diese kleine Lobeshymne auf die Caféte jedoch wird die 9-wöchig bedingte Schließung nicht abwenden können genauso wenig wie das allgemeine Wissen über die Wichtigkeit und Richtigkeit der Caféte.
Vom 10. Mai bis zum 16. Juli nun wird die Caféte als Seminarraum genutzt werden müssen, da durch das Baugeschehen in diesem Zeitraum der gesamte R-20-Flur sowie der Raum R 117 entfallen werden.
Diese Schließung bleibt jedoch eben dies: bedingt.
Das Caféten-Team konnte eine bleibende Öffnungszeit von täglich 8 bis 10 Uhr aushandeln, sodass der morgendliche Café und bei Bedarf auch das Brötchen nicht fehlen. Zudem wird die Caféte in der ersten vorlesungsfreien Woche direkt nach dem 16. Juli für mindestens eine Woche geöffnet sein, um den Studierenden während der Klausuren mit Nervennahrung wieder zur Seite zu stehen. In der vorletzten Woche fanden Informationsveranstaltungen statt, in denen auch über mögliche Alternativen für den 9wöchigen Zeitraum diskutiert wurde. Pläne wurden geschmiedet und werden gerade konkretisiert. Es ist in der Caféte also noch lange nicht “Schicht im Schacht”.
von Johanna Olberding

PDF-Version der 14. Ausgabe

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Offener Brief ans stille Örtchen

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Foto: Johanna Olberding
Liebstes stilles Uni-Örtchen,
ich hörte, Du wärest ziemlich angepisst!? Ich kann Dich da durchaus verstehen. Menschen besuchen Dich Tag für Tag und es ist kein „Sitzen-bleiben“, sondern ein „Stuhl-gang“. Wie soll da eigentlich ein auf gegenseitige Wertschätzung beruhendes Gespräch entstehen? Sie laden ihren Mist bei Dir ab mit der selbstverständlichen Annahme, dass du es einfach runterspülst.
Dies ist nicht der Grund für Dein verstopftes Aggressionsventil!? Das ist Dein Job? O.K., Du fühlst Dich trotzdem beschissen? Du stehst immer da und keinen interessiert es, wie er Dich verlässt? Getreu dem Motto „Lieber ein scheiß Ende, als endlose Scheiße“ ergeht es Dir und der häufige Appell „Verlasse mich so, wie Du mich vorfinden möchtest!“, geht in die Hose.
Ich möchte mich hier für Dich aussprechen. Du bist immer da, wenn man Dich braucht. Manchmal bist Du besetzt, aber sobald Du wieder frei bist, kann jeder kommen. Unter Deinen Hygienekollegen bist Du die am meisten besuchte.
Vergessen werden doch gerne einmal die kleinen, farbigen Mülltrennungseimer. Zwar auf jedem Flur beheimatet jedoch oft unbeachtet klagen sie mir ihre Einsamkeit. Dabei helfen sie doch jeden Mist zu sortieren und sind darin oft präziser als mancher Therapeut.
Sie würden sich also, ebenso wie Du, fürsorglicherer Beachtung erfreuen. Dann geht auch er besser runter, der Uni-Alltag.
von Johanna Olberding

2010 – Ein nächster Schritt

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Ausblickend auf das Jahr 2010 gehen wir nun schwanger mit dem 2009 begonnenen bundesweiten Bildungsstreik, welcher von dem „Aktionsbündnis gegen Studiengebühren“ (ABS) und dem „Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit“ (bpm) organisiert wurde und gewiss auch in diesem Jahr weiter Thema sein wird.
Nachdem nun die Meinung der Studierendenschaft ein öffentliches Ohr gefunden hat – es ist gewiss noch nicht an jedes Ohr gedrungen – gilt es, bei der inneren Missstandswahrnehmung insofern zu verbleiben, die Nischen zur Eigeninitiative – neben Demonstrationen – weiter zu entdecken, abzusichern und zu nutzen.
Unmutsausdrücke wie “Das bringt doch nichts.”, “Als einzelne/r kann ich nichts ändern” u.v.m. weichen dem Bewusstsein konstruktiver Kommunikation und Zusammenarbeit.
Die Reichweite einer gegenwärtigen Position schafft die Möglichkeiten des gegenwärtigen Denkens und Handelns. Die Grundlage für jede Position bleibt die Information über aktuelle Geschehnisse im Kleinen wie im Großen. Im Kleinen fällt unsere Hochschule in den Fokus. Die Aktionen vom 16. Juni und 2. Dezember 2009 verdichteten sich auf einen Appell an die „Baustellen“ der Hochschule Vechta selbst. Die Ende Januar diesen Jahres neugewählten Vertreter der Studierenden im Studierendenparlament (StuPa), Senat, der Zentralen Kommission für Lehre und Studium (ZKLS) sowie der Kommission für Frauenförderung und Gleichstellung (KFG) bedürfen Eurer Informationen aus Studiengängen, Veranstaltungen, von Prüfungsbedingungen u.s.w. Dabei bilden besonders Ungereimtheiten, Veränderungswünsche, Hinweise etc. die zu vertretende Meinung, welche den Studierendenvertretern in den Gremien der Hochschulpolitik eine Handlungsgrundlage bietet.
Viele Studierende der Hochschule Vechta sind am 2. Dezember 2009 in den „Rausch“ der durchaus berechtigten Demonstration gekommen. Jetzt Bedarf es des Umstrukturierungs-Rausches. Der verläuft um etliches stiller und zieht keineswegs so viel mediale Aufmerksamkeit auf sich. Er ist jedoch notwendig um dieses Kind auf die Welt zu bringen und zwar in einen vorbereiteten Kontext, welcher dem Kind – nennen wir es einmal Bildung jr. – gute Voraussetzungen zur „Bildung“ gibt.
von Johanna Olberding

PDF-Version der 13. Ausgabe

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Klar (ver)strahlt memon®

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memon13
Wie schädlich ist
elektromagnetische Strahlung?
© Gerd Altmann (geralt) / ThreeDee (filter forge) / PIXELIO
“Die neue Quelle der Macht ist nicht mehr Geld in der Hand von wenigen, sondern Information in den Händen von vielen.” (John Naisbitt *1930, amerik. Prognostiker)
Gut gesprochen, klingt auch gut, doch mit der Realität gebrochen. Denn die Information in diesem Fall kostet. Die Information, die per „destruktiver Interferenz“ die elektrosmogerfüllte Umgebung von pathogenen Informationen „befreit“, auch Reharmonisierung genannt.
Kurios mag dieser Gedanke allein deshalb anmuten, weil wissenschaftlich eindeutige Beweise für die schädigende Wirkung elektromagnetischer Strahlungen auf unseren Organismus fehlen. Zugleich erklären einige Menschen die sie umgebenden elektrischen Geräte (genau: die elektromagnetische Strahlung dieser) zum Auslöser von Krankheiten (bis hin zu Krebserkrankungen) und diesen versucht memon® durch eben das Prinzip der „destruktiven Interferenz“ zu helfen.
„Destruktive Interferenz“ obliegt nicht unserem allgemeinen Sprachgebrauch, so versuche ich eine Metapher: Dieses Blatt Papier sei der Träger der Information (so wie ein Handy, eine Stereoanlage oder ein Laptop). Ebenfalls Träger der Information wären die aneinandergereihten schwarzen Lettern. Information entledigt sich nun des materiellen Bereiches und ist immateriell (wie die elektromagnetischen Schwingungen des Handys, der Stereoanlage oder des Laptops). Das wäre dann meine inhaltliche Auseinandersetzung mit dieser Kuriosität. Durch diese beeinflusse ich den Leser oder die Leserin nun entweder negativ, positiv oder gar nicht (neutral). Voraussetzung ist natürlich, dass der Empfänger der Information die Fertigkeit besitzt, bezogen auf diesen Fall, deutsch zu lesen und durch entsprechende organische Ausstattung (die Augen) befähigt ist zu sehen.
Ausgehend davon, dass mein Einfluss (wie es der der elektromagnetischen Strahlung hier tun soll) negativ auf Dich wirkt, tritt memon® dem damit entgegen, einen anderen Träger mit Informationen zu besetzen, die die negativen aufheben und somit unschädlich für den Organismus machen. Anschließend werden salutogene Informationen „aufgespielt“, die den Informationen des Körpers entsprechen sollen. Der Homöopathie entstammt der Satz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“. Die memon®-Technologie heilt Gleiches mit Gleichem, da sie die Frequenzen der negativen Informationen genau ermitteln kann, um entsprechend reharmonisierende Frequenzen entgegenzusetzen. Hier hinkt meine Metapher, denn meine Informationen würden durch einen Gegenbeitrag nicht komplett aufgehoben werden. Dies soll jedoch bei der Technologie in Bezug auf die elektromagnetischen Strahlungen der Fall sein, sodass diese keinen negativen Einfluss mehr auf den Empfänger hätten (wie – um die Metapher wieder aufzugreifen – ein unbeschriebenes Blatt weißen Papiers).
Anm. der Autorin: Dies ist ein Laienartikel. Studierende der Hochschule Vechta sowie jeder, der sich berufen fühlt, sind herzlich eingeladen etwaige Logikfehler per Kommentar zu korrigieren.
Um nun auf das eingangs Zitierte zurückzukommen: Informationen bezüglich des Preises gibt es auf der Homepage leider nicht zu finden. Die Größe des 4-Systeme-Transformers, welcher eins der Produkte darstellt, variiert mit den Bedingungen des Hauses (Größe, Leitungen etc.) Der Handy-Transformer liegt in dem Bereich von ca. 100 Euro.
Ein Wunsch, der sich bezüglich dieser Kuriosität in mir entwickelt hat, ist, dass es sehr bald fundierte Belege für die Wirkung elektromagnetischer Strahlungen auf unseren Organismus gibt. Dann könnten Elektrounternehmen beginnen, ihre Geräte mit entsprechenden Entstörgeräten zu versehen, um damit auch jene Nachfrager zu erreichen, die sich aufgrund ihrer Skepsis noch scheuen. Denn: wir bräuchten dann nicht auf den Standard verzichten, der mit diesen Geräten einhergeht und unser Organismus müsste nicht auf seine Gesundheit verzichten – wenn es stimmt, das mit den krankmachenden Strahlungen.
Um sich näher zu informieren und der Wahrheit des Kuriosen auf den Zahn zu fühlen: siehe www.memon.eu
von Johanna Olberding

Auf den (Akupunktur-) Punkt ohnmächtig

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Als eigentlich ablehnende Person fernöstlicher Medizin verlasse ich als Redakteurin meine private Einstellungs- und Glaubenszone und so war ich während der Suche nach Kuriositäten fast allem offen zugewandt. So auch der Akupunktur. Eine Krankenschwester des Familienkreises hatte sich in diesem Bereich weitergebildet und trägt ihr Material zur Behandlung meist dabei. Es schien alles vorbereitet: eine kurz bevorstehende Familienfeier, meine Kopfschmerzen (und die Unlust, mit Kopfschmerzen auf einer Feier zu sein), sowie das uniVista-Titelthema.
Nach kurzem Zögern entschied ich mich für „Mein erstes Mal Akupunktur“. Bis vor einiger Zeit waren Spritzen und Nadeln für mich kein Grund zur Aufregung. Doch seit einiger Zeit… Also: Ängste schnell in die Verdrängungszone geschoben, machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich. „Wo sind denn die Kopfschmerzen?“„Von der Schläfe nach hinten ausgehend“, antwortete ich. Zunächst platzierte sie eine Nadel direkt zwischen meinen Augen, dann zwei in meinem Nacken – bis dahin alles in Ordnung – dann eine in der Nähe meiner linken Schläfe, dann an der rechten. „So, fertig. Alles gut?“ Ich nickte. „Ich geh jetzt rüber. Wenn was ist, meld dich.“ „O.K.“ Dabei spürte ich schon ab dem Moment, an dem sie die letzte Nadel platzierte, dass sie mit dieser Nadel eine sensible Stelle getroffen hatte. Eine Spannung zog sich von rechts bis in die Mitte meines Gesichts. „Mmmhh“, dachte ich, „auf jeden Fall passiert etwas mit mir, soviel Zauber kann es dann ja auch nicht sein…“
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Es gibt rund 400 Akupunkturpunkte.
© Sabine Weiße / PIXELIO
Seit einigen Jahren mit einem leichten Tinitus lebend, der einem stetigen hohen Ton gleicht und durch Umweltgeräusche gut gedeckt kein Störenfried ist, begann dieser auf einmal, seinen Sound in meinem Ohr in ein schrilles Klingeln zu verändern. Das Gespräch zwei weiterer anwesender Personen wurde übertönt, denn der Tinitus war lauter denn je und lauter als jene piependen Töne im Ohr, die nach dreistündiger Beatboxbeschallung noch im Bett nachklingen. Während sich vor meinem geistigen Auge eine psychisch gefolterte Zukunft mit dieser Art von Tinitus abzeichnete, wurde mir übel und kurz darauf schwarz vor Augen und ich wusste, gleich werde ich ohnmächtig… „Ähm“, rief ich, „kann man eigentlich auch davon ohnmächtig werden?“ „Nö, eigentlich nicht. Wieso?“ (Gott sei Dank, war sie noch da und nicht schon rüber gegangen!) „Weil ich gleich ohnmächtig werde…“ Mit ziemlich flinken Fingern und Geschick zog sie mir die Nadeln wieder aus dem Kopf. Der drohenden Ohnmacht war zunächst abgeholfen. Ich legte mich nun auf‘s Sofa und begann zu beten: „Oh Gott! Oh Gott, bitte nimm dieses Klingeln aus meinen Ohren, damit kann ich nicht leben.“ Und: „Es tut mir Leid. Ich kenne doch die Spekulationen darüber, dass fernöstliche Medizin okkulte Hintergründe haben soll. Es ist doch nur ein Experiment im Rahmen der uniVista. Aaahhhh! Hilfe!“
Ein Foto als Beweis wäre natürlich toll! Aber dafür hatten wir leider keine Zeit und ich auch nicht den Kopf. Aber: Da ich unbedingt wissen will, was sie bei mir „erwischt“ hat und ob das Gleiche noch mal passiert, wird es vielleicht noch ein zweites erstes Mal* geben! Vielleicht…
von Johanna Olberding
* Ein auf Heraklit zurückgeführter Aphorismus sagt: „panta rhei: Alles fließt.“ Man kann den gleichen Fluss nicht zweimal durchqueren. Beim zweiten Mal ist der Fluss ein anderer, und man ist auch ein anderer, nachdem man den Fluss einmal durchquert hat.

PDF-Version der 12. Ausgabe

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“Singt dem HERRN ein neues Lied…”

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© smithy / PIXELIO
Wer kennt sie nicht? Xavier Naidoo und U2 sind einer breiten Masse bekannt. Wie aber steht es mit Jars of Clay oder Kutless? Alle vier haben jedoch eines gemeinsam: Den – durch ihre Musik ausgedrückten – offensiven oder defensiven Bezug zum Glauben, sowie einem göttlichen Wesen. Ob die Texte frei assoziierbar oder beim Namen genannt mit Glauben und Gott verbinden, sie können eindeutig oder mutmaßlich der christlichen Populärmusik zugeordnet werden. Das Attribut „christlich“ benennt zum einen den sozialen Ort dieser Musik – christlich orientierte, engagierte Menschen. Zum anderen beinhaltet es im Wesentlichen die geistliche Orientierung, die diese Musik beinhaltet, welche grob in „Lobpreis“ und „Anbetung“ unterteilt werden kann.
Beide Ausdrucksmöglichkeiten des Glaubens sind in unterschiedlichen Weltreligionen enthalten. Im „Lobpreis“ ehrt der Gläubige Gott und rühmt Seine Taten. In der „Anbetung“ verehrt er Gottes Wesen. In beiden Ausdrucksmöglichkeiten beschäftigen sich Interpreten der – unter Kennerkreisen bekannt als – Contemporary Christian Music (deutsch: Zeitgenössische christliche Musik) häufig mit Themen der Bibel und des christlichen Glaubens sowie mit gesellschaftlichen und alltäglichen Erfahrungen. Anzutreffen sind Stile wie Gospelrock, Sacropop oder Neues Geistliches Lied (NGL) meist im – oft noch – sonntags stattfindenden Gottesdienst freikirchlicher Gemeinden. Allgemein unter „christlicher Populärmusik“ bekannt ist der Ausdruck des Glaubens durch zeitgenössische Stile aber auch in den beiden Landeskirchen. So begann zum Beispiel der junge Kirchenmusiker Helmut Barbe 1956 Jazz-Elemente in sein Musical Halleluja Billy zu integrieren und seit 2000 gibt es in der evangelischen Landeskirche in Bayern einen  ersten Fachverband, den Verband für christliche Populärmusik in Bayern e.V.
Nicht für alle Zeitgenossen ist „dem Herrn ein neues Lied zu singen“ gleichermaßen auf die Gegenwart zu beziehen. Skeptik und Ablehnung finden sich in konservativen Kreisen, welche z.T. unbiblische Anpassungen an den sog. „Zeitgeist“ befürchten oder 1966 seitens der deutschen katholischen Bischofskonferenz, welche sich gegen die Art der Kirchenmusik aussprach, die Elemente von Jazz und „geistlichem Schlager“ ins Traditionelle integrierte. Als Überschrift dieses Artikels ist der Teil der Argumentation für die christliche Populärmusik gewählt, der von den Befürwortern angeführt wird. „Historisch betrachtet“ so ein Grundtenor der Befürworter „entsprach selbst das traditionelle Kirchenliedgut in seiner Entwicklung den Strömungen der jeweiligen Zeit“. Erfolg der Pro-Argumentation war unter anderem, als 1996 das Evangelische Kirchengesangbuch durch das Evangelische Gesangbuch abgelöst wurde, welches Lieder „neuerer Zeit“ ins Verzeichnis aufgenommen hatte.
Egal für welche der Positionen ich mich entscheide, in den christlichen Gruppierungen unserer Uni finden sich beide Stilrichtungen als Ausdruck des Glaubens. Und statt in erster Linie zu konkurrieren, ergänzen sich die KHG (Katholische Hochschulgemeinde) mit UNIted in Christ musikalisch, sodass Gläubige aus unterschiedlichen Kirchengemeinden Gott auf „ihre Weise“ zusammen preisen und anbeten können.
von Johanna Olberding

Weltuntergang – Und Du bist in Vechta!

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Weltuntergang… in Vechta? Oh man. Da, wo am Wochenende um acht Uhr schon die Bürgersteige hochgeklappt werden? Toll. Na ja, lässt sich nunmal nicht ändern. Da stecke ich also fest und überlege, was ich tun soll. Ich schätze, dass ich alle meine vermeintlichen Freunde zwingen würde, den letzten Tag unseres Lebens miteinander zu verbringen. Joa. Ansonsten, vielleicht ein paar Dinge, die man sonst noch nie gemacht hat… warum auch immer. Vielleicht irgendwas Kreatives an die Uni-Wände malen oder so. Ansonsten: Warten, beten und hoffen, aber Weltuntergang in Vechta ist echt unfair… zumindest für solche, die ihre Heimat woanders haben. Echt, ey!
von Sarah Kotten
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© SarahC. / PIXELIO
© Gerd Altmann (geralt) / PIXELIO
Ich bin nicht sonderlich mutig. Vor allem nicht, wenn es darum geht, jemandem ganz klipp und klar die Meinung zu sagen. Ganz egal, ob die positiv oder negativ ausfällt. Meistens versuche ich alles ganz diplomatisch und so „einerseits-andererseits“-technisch auszudrücken. Ich denke aber immer: „Man müsste mal demunddem und so weiter…“ Ich denke, das würde ich tun: Ich würde den ganzen Tag damit verbringen, Lobhudeleien und (auch platonische) Liebeserklärungen an die (entsprechenden) Leute zu bringen und andere entsprechende Leute verbal (obwohl, dann is´ ja auch egal…) in der Luft zu zerreißen. Und dank Telefon geht das ja sogar über die Grenzen von Vechta hinaus…
von Lea Weber
Die Welt geht heute unter? Das allein ist schon eine gruselige Vorstellung. Zu allem Überfluss muss ich das dann auch noch in Vechta erleben? Wahrscheinlich würde ich meine Familie anrufen und mich dann mit meinen Freunden verabreden und in den Weltuntergang reinfeiern. Vielleicht würde ich auch Rotz und Wasser heulen und mich verkriechen. Oder all die Dinge tun, die ich schon immer tun wollte. Aber darüber müsste ich nachdenken und die Zeit hab ich doch gar nicht. Aaaargh.
von Stefanie Bruns
Auf der einen Seite gibt es Vechta, auf der anderen Seite die Welt. Wenn auch die Welt untergeht – Vechta bleibt. Im Falle eines Weltuntergangs rettet Weltfremdheit das Leben!
von Johanna Olberding
Weltuntergang, und ich bin in Vechta? Kein Ding. Ich schiebe alle unkoscheren Gedanken beiseite, zähle ein paar Ave Maria auf und bekreuzige mich. Denn wenn das wie mit dem Wetter läuft, dann machen die apokalyptischen Reiter eben so Halt vor den gläubigen Toren Vechtas wie der Niederschlag. Und wenn nicht, naja dann gibt’s ja immer noch das Paradies, und da ist ja eh alles schön. Nun, und wenn der heilige Schein nicht über Vechta wacht, dann gehe ich gepflegt mit meinen Liebsten in die Cubar und feier eine letzte Sause mit genügend Long Island Ice Teas. Insel, ich komme.
von René Kohn
Die Welt geht unter und ich bin dabei! Das ist ein fucking Event! An so einem Tag muss man was Besonderes machen. Mit Freunden treffen? Heulen? Kann man auch an allen anderen grauen Kleinstadttagen. Ich würde mir einen Porsche 911 Turbo mieten, und auf Vechtas Straßen alle 4 Teile von The Fast and the Furious nachspielen. In einem rosa Hasen-Kostüm. Betrunken. Bußgeld? Punkte? Scheiß drauf, die Welt geht unter und mit ihr mein Führerschein.
von Stefan Hirsch
Ich würde wohl zunächst abwarten, inwiefern meine ausbrechenden animalischen Triebe der aufkommenden Anarchie standhalten würden. Sicher spannend, ob ich dann Opfer oder (Wohl)täter wäre. Ansonsten würde ich Kette rauchen und dem letzten Feuer meines Lebens auf dem Pferd vor der Sparkasse in einem ausreichend geistesgestörten Zustand singend und heulend entgegen reiten.
von Tobias Kunz

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allmaXXimal leben?!

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allmaxx11b
Das erste Mal stellte allmaxx.de seinen Stand im November des WS 08/09 in unserer Hochschule auf. Um diesen sammelten sich zu Stoßzeiten Trauben von Studierenden, von denen einige – neben einem Lutscher, einer Mini-Flasche Wodka, einer Kostprobe verschiedenster Zeitschriften u.v.m. – auch eine ‘kostenlose’ Mitgliedschaft bei allmaxx.de geschenkt bekamen.
Wer geht die Mitgliedschaft ein? Welchen Gewinn mache ich? Wo ist der Haken?
Um den Antworten dieser Fragen näher zu kommen, bin ich kurzerhand Mitglied geworden.
Den Worten ‘Mitgliederwerbung’, ‘Kostenlos’, ‘Datenverkauf’, ‘Betrug’, comdirect, ‘Aufwand’ bin ich auf den Grund gegangen, um ein wenig zur Aufklärung beizutragen.
‘Mitgliederwerbung’:Der erste Schritt zur allmaxx-Mitgliedschaft ermöglicht der Antrag. Über diesen wählst du dein Willkommensgeschenk und nach Interesse Campus-Angebote, wie z.B. diverse Zeitschriften aus. Unter diesem Punkt habe ich mir die Frage gestellt, ob mich das Geschenk auch wirklich erreicht. – Es ist da.
‘Kostenlos’ bedeutet, dass die Mitgliedschaft gesponsert wird, wie z.B. von der comdirect. Ansonsten kostet sie 24 Euro pro Jahr. Zudem kann eine Mitgliedschaft nur im Zusammenhang mit der eigenen Immatrikulation bestehen. Dies macht der Zusatz – students only – deutlich.
comdirect bietet sich derzeit als Sponsor des Mitgliederbeitrags an, mit der Bedingung, ein Giro-Konto bei ihnen zu eröffnen. Dies ist – wie bei Studenten üblich – in der Kontoführung kostenlos.
‘Datenverkauf’ ist in Zeiten der Datenschutzdiskussionen ein – schnell Misstrauen schürender – Begriff. Ein Verkauf der Daten ohne Zustimmung der Dateninhaber an Dritte ist rechtswidrig. allmaxx.de verspricht in ihren AGB die Daten nicht weiterzugeben. Diese sollen, so allmaxx.de,
durch die siebenstellige allmaxx-ID anonymisiert sein, welches die Datensicherung unterstützt.
‘Betrug’ ist ein sehr vorwurfvolles und schwerwiegendes Wort. Es wurde jedoch im Zusammenhang mit allmaxx.de erwähnt und soll hier aufgegriffen werden. allmaxx.de ist der Markenname, unter dem sich die merconic GmbH präsentiert, welche sich als „Spezialist für Marketing, Werbung und Promotion in der Zielgruppe Studenten, Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland und Österreich“ bezeichnet. Damit präsentiert sie sich anderen Unternehmen gegenüber als eine Plattform für Firmen, um mit ihren Produkten an Studenten heranzutreten. So stellt allmaxx.de als „der Vorteilsclub für Studenten“ die Kontaktstelle zwischen Studierenden und Unternehmen dar. Eindeutig zielen die Aktivitäten von allmaxx.de somit auf Vertrieb und Konsum ab und darauf, ihre Kunden – sowohl Unternehmen als auch Studierende – hierin zu bedienen.
Eine Art Partnervermittlung für Angebot und Nachfrage. Mit der Frage, wo dann die Liebe hinfällt, sei auf Amor verwiesen.
allmaxx11a
Beitrittsgeschenk im Wert
von ca. 60 Euro
Foto: Johanna Olberding
‘Aufwand’ braucht es allerdings, um in den Genuss der Vorteile von allmaxx.de zu kommen und auch die Bedingung zum Sponsoring – die Kontoeröffnung – hat ihren zeitlichen Aufwand. Den Antrag am Stand auszufüllen dauert ca. 10 – 15 Min. Dieser wird von allmaxx.de weiterbearbeitet. Das kann durchaus zwei Wochen dauern. Danach bekommst du eine E-Mail von allmaxx.de über welche du dich abschließend registrierst. Währenddessen tritt die comdirect mit dir in Kontakt. Da es sich bei der comdirect um eine Onlinebank der Commerzbank handelt, findet die Kontoeröffnung über den Postverkehr statt. Dieser ist – im Sinne des Datenschutzes – sehr aufwendig gestaltet. Visa-, Kredit- und comdirect-Karte sowie die Geheimzahlen dazu werden dir alle separat zugeschickt. Die kostenlosen Werbeabonnements der angebotenen Zeitschriften werden ohne dein Kündigungsschreiben nach Erhalt der zweiten Ausgabe zu festen Abonnements, die z.T. und trotz Studentenrabatt tief in den Geldbeutel greifen. Die Auszahlung der Cashpunkte muss bei allmaxx.de in Auftrag gegeben werden und dies ist nur ein Teil der notwendigen Tätigkeiten, um die Vorteile optimal in Anspruch zu nehmen. Allmaxximal leben!?
von Johanna Olberding

Gefüllter Gemüsetortilla mit Sauce

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Das Mensateam wünscht
einen guten Appetitt!
Foto: Björn Franke
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für 4 Personen
Zutaten:
  • 600g Balkangemüse
  • 40g Tomatenketchup
  • 80g Gouda gerieben
  • Nach Wunsch
    • Majoran, gerebelt
    • Bohnenkraut, gerebelt
Sauce:
  • Prise Jodsalz
  • Sambal Olek
  • 40g Tomatenketchup
  • 20ml Branntweinessig
  • 1/2 Glas Gewürzgurken
Tauche die Wraps kurz in Wasser, rolle dann das Gemüse in die Wraps ein und klappe die Seiten um. Rühre Ketchup mit etwas Wasser glatt und streiche die Wraps damit ein, dann bestreust du jene mit etwas Käse und erhitzt diese bei 150°C im Ofen, bis der Käse goldbraun ist. Für die kalte Barbecuesauce schneidest du die Gewürzgurken in Scheiben. Verrühre Tomatenketchup, Branntweinessig mit ein wenig Wasser und schmecke dies mit Zucker, Curry, Rauchsalz, Pfeffer bunt geschrotet, Jodsalz und Chilipulver ab.
Mensateam Vechta und Johanna Olberding

Seelachs mit Kartoffeln

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…dazu Salat
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für 4 Personen
Zutaten:
  • 4 Stück Seelachs
  • 600g Kartoffel
Diesmal braucht‘s nicht viel. Den Seelachs (tief gefroren), die Kartoffeln und den Salat (fertig angemischt) kannst du im Supermarkt erwerben. Beachte des Weiteren die Zubereitungsanweisungen meist auf dem Rücken der Verpackung und folge ihr gewissenhaft. Die Kartoffeln bereitest du nach alter Weise und den Salat füllst du in eine ansehnliche Schale um. Tipp: Auch fertige Salatsaucen sind erwerbbar. Aber: In der Mensa schmeckt es besser!
von Johanna Olberding

PDF-Version der 10. Ausgabe

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Mein erstes, zweites, drittes Spiel – 15 Euro war´n zu viel!

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© Heiko Wagner / PIXELIO
Magic-Casino, ich dachte an schnelles Geld.
Wie? Natürlich mit dem magic in der Spielbank. Aschenputtel hat sie doch auch geholfen, die Magie.
Innerlich von schnellem Geld geblendet, betrat ich das Casino. Ich dachte, ich hätte Glückspilze gefrühstückt und ginge mit mehr Geld wieder nach Hause. Meine Hosentaschen beulte ich aus, hatte ich auch Taschen in der Jacke? – Nur für den Fall des Jackpots.
Meine Begleitung und ich hatten uns auf 15 Euro pro Person geeinigt. Für mich stand die Aktion unter scherzhaftem Stern. Der Augenblick meines ersten Mals hatte mich vergessen lassen, dass manche dauerillusioniert und realitätsfliehend in diesen Räumlichkeiten verweilen und auch, dass andere wiederum desillusioniert und realitätsnah professionelle Spieler sind.
Eine Dame begrüßte uns. Ich hoffte, mein Hilfe suchender Blick entlocke ihr ein “Kann ich Euch helfen?” Nichts. Meine fehlende Orientierung schließlich brachte ein „…ähm, ich hab keine Ahnung. Gibt‘s hier ne Gebrauchsanweisung oder so? Wie funktioniert das? Was sind das für Automaten?“ heraus und die Dame gab uns eine kurz gehaltene Einführung auf meine lang gestellten Fragen.
Uninformiert, aber erlebnisorientiert hielt das Selbermachen her. Sechs Automaten waren von vier Spielern belegt. „Gestern“ so erzählte die Dame, „habe jemand den Jackpot gewonnen.“ Wir waren also zu spät… Ich setzte mich an den ersten Automaten und bestimmte den Einsatz. Roulette und Bingo verstand ich nicht, so dass es mich zum Magic Kingdom verschlug. Dort verblieb ich und fiel in Resignation. Zwischendurch drückte ich hier und da Knöpfe. Ich gewann… und verlor. Ich setzte niedrig, setzte hoch. Meine Gedanken schweiften umher, schweiften weg. „Ich bin kein Spieler, hier macht es mir keinen Spaß, …“ Meine Begleitung riss mich aus meiner Resignation. „Hey, ich hab alles verspielt.“ Ein Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit: „Ich hab noch sechs Euro…“. Wir verweilten neben meinem Automaten, ließen uns einen kostenlosen Kaffee servieren und nach kurzer Zeit stand mein Zockerkonto auf +/- Null.
Die Glückspilze hatte ich gefrühstückt, aber ich entlarvte meinen Begleiter als Pechvogel, dessen Gegenwart leider stärker war, als die meiner Pilze…
Fazit: Was war nun “dran” an diesen Automaten im Magic Casino? Ich wusste: „Drin“ war auf jeden Fall Geld. Jetzt auch meine 15 Euro.
© Uwe Steinbrich / PIXELIO
Ein Hausarbeitsthema war es gewesen, welches mir dieses erste Mal einbrachte.
Ähnlich wie der erste Bildeindruck von Las Vegas bei Nacht eröffnete sich mir fachliterarisch ein erleuchtetes Feld mitten im Dunkeln. “Showlichter” sind die ätiologische Fragestellung oder die Diskussion über den Namen des Kindes. “Spielsucht” oder “Pathologisches Spielen”?
Die Autonomie fährt Achterbahn: Das “Suchtgen” als nicht oder nur kaum beeinflussbar oder „pathologisches Spielen“ als Symptom schwerer Lebenssituationen?
Ich habe etwas über mein eigenes Spielverhalten gelernt. Schlüsse auf meine Mitmenschen kann ich daraus nicht ziehen.
von Johanna Olberding

Beatniks und Bangkok, Krachts und Kyoto

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Ein nacktes, ungeschminktes Asien. Wie sieht das aus?
Menschlich, fast so sehr, dass kulturelle Unterschiede abkömmlich erscheinen. Es bedarf keines großen politischen Interesses, keines Studiums der Sozial- und Kulturwissenschaften, um Christian Krachts Gedanken über Kyoto, Singapur oder Bangkok in Der gelbe Bleistift zu folgen. Beim Lesen stand ich im Dialog mit dem Autor, wie ein Gedankenaustausch zwischen Altbekannten. Ich stritt mit ihm, denn manchmal hätte ich mir gewünscht, er hätte durch eine rosige Blume geschrieben, und im nächsten Augenblick schüttelte ich seine Hand, ihm zur schlichten Ehrlichkeit zu gratulieren, um wieder im nächsten Moment sein loses Handwerk in Ketten legen zu wollen.
Ich bin keine geschulte Kritikerin. Ich lese Kracht, wie ein Buch nebenbei, zu einer Tasse Grünem Tee. Ich freue mich über die Anreize, die mir der Inhalt gegeben hat. Ich kenne jetzt Beatniks und den Eastern & Oriental Express. Ich habe Hotelempfehlungen, und wenn ich dem Autor einen guten Geschmack zutraue, werde ich dort einchecken, sobald ich wieder in Asien bin. Es ist zu empfehlen, denn selten habe ich leichter Geschichtliches gelernt. Hand in Hand mit Erfahrungsgeschichten von Trivialität und Skurrilem. Eine “schwarz-glänzende” Perle der Bibo.
Christian Kracht: Der gelbe Bleistift
Signatur: CQYk8532 (353893)
von Johanna Olberding

Fetaschnitzel mit Olivendip

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…dazu Salat
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für 4 Personen
Zutaten:
  • 600g Fetakäse
  • 1 Ei
  • 50g Mehl
  • 100g Paniermehl
  • Salatbeilage
Olivendip:
  • 100g Majonaise
  • 100g Saure Sahne
  • 50g gefüllte Oliven
  • Salz, Pfeffer, etwas Zucker
    (zum Abschmecken und die Zutaten verrühren)
Foto: Björn Franke
Für die schnelle vegetarische Küche ist dieses Menü hervorragend geeignet. Dass „schnell“ und „vegetarisch“ nicht gehe, verfliegt mit der ausgezeichneten Verwendung des übrigen Olivendips zu den abendlichen Crackern. Gut geeignet für die studentische Küche.
Den Fetakäse schneidet Ihr in 1 cm dicke Scheiben. Mit Mehl, Ei und Paniermehl panieren und bei 170° C goldbraun backen. Dazu empfiehlt Melanie Haskamp, Beiköchin unseres Mensapersonals, eine Salatbeilage. Guten Appetit!
Mensateam Vechta und Johanna Olberding

Leberkäse an einer leichten Bratenjus

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…dazu Kartoffelsalat
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für 4 Personen
Zutaten:
  • 4 Scheiben Leberkäse a 190g
  • Öl zum Braten
  • Süßer Senf
  • 0,3 l Bratensoße
  • Kartoffelsalat je nach Geldbeutel von Aldi oder Combi
Wir holen Süddeutschland in unsere nordische Studentenküche und bereiten uns heute Leberkäse an einer leichten Bratenjus zu. Dazu gibt es Kartoffelsalat (ganz ehrlich, den zwischen zwei Vorlesungen selbst zu machen dauert zu lange). Ein Plus: die Kombination warm und kalt reizt die Nerven und bringt dadurch besonderen Genuss. Den Leberkäse gibt es im Kühlregal, meist auch schon in Scheiben geschnitten. Ihr bratet ihn von beiden Seiten an und serviert ihn auf einem warmen Teller (dazu den Teller kurz in die Mikrowelle oder den Ofen stellen) pfannenheiß mit dem Kartoffelsalat. Zu dem Menü ein Neuburger Weißwein mit seinem milden, vollmundigen Geschmack serviert: nicht zu Mittag, sondern zum Dinner mit Kerzenschein – romantische deutsche Küche.
Mensateam Vechta und Johanna Olberding

PDF-Version der 9. Ausgabe

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PDF-Version dieser Ausgabe:


Sommerloch? – Nicht mit uns: Grillen

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Kulinarischer Genuss ???
Ich glaube, nach den Amis und Aussies sind wir Deutschen ziemlich groß im Grillen. (Damit meine ich jetzt das Herstellen kulinarischer Genüsse mit Hilfe von Glut und Flammen und nicht das Sonnenbanken.) Und vor allem wir Studierende. Sobald die ersten Sonnenstrahlen so etwas wie Sommer ankündigen (oder auch einfach den Aufenthalt unter freiem Himmel erträglich machen), wird in meinem Wohnheim, auf etlichen Balkons und Terrassen, gegrillt. Und das zumeist auf 10- 19 € Grills aus dem Supermarkt. Der ein oder die andere hat vielleicht noch einen Säulen-, Schwenk- oder Kugelgrill. Auch Einmalgrills sind durch Festivals oder Grillen im Park und am See bekannt.
Es ist auch nicht mehr nur die Wurst, die gegrillt wird. Längst haben alle möglichen Teile von allen möglichen Tieren den Rost erobert, darunter Geflügel, Fisch und ganze Ferkel. Aber auch vegetarisch grillen ist nicht mehr ganz so unnormal, gibt es doch in jedem Discounter neuerdings Grillkäse.
Also, was noch über des Studierenden liebste Essenszubereitung schreiben, wenn doch eh jede und jeder ständig grillt? Wir wollten es genau wissen: was man alles und auf welche Arten man es grillen kann?
von Julia Stock
Grillen ohne Rost
Es soll Situationen geben, in denen man einen Grill, Kohle, Anzünder und auch Grillgut dabei hat…aber keinen Rost! Kein Problem für den einfallsreichen Hungrigen: irgendwelche Stäbe schnappen, Wurst, Käse oder Fleisch aufspießen und über die Glut halten. Ist ein bisschen mühsam, wird auch mal warm an der Hand und zaubert keine Delikatessen, reicht aber fürs Sättigungsgefühl. Beim Käse ist zu beachten, dass der die Eigenschaft hat, zu schmelzen!
Mir wurde mal erzählt, man könnte in der Glut vom Grill eine Pizza – Calzone backen. Stimmt vielleicht auch. Aber erst, wenn die Glut schon ziemlich weg gebrannt ist!
So geht’s: Pizzateig vom Discounter kaufen, mit der mitgelieferten Tomatensauce bestreichen, die Hälfte mit Belag nach Wahl und Raspelkäse belegen, zusammenklappen und in Alufolie wickeln. Dann 5 Minuten von jeder Seite in die Glut. Aber wie gesagt: erst ganz am Ende! Zuvor könnt ihr einen normalen Durchgang grillen. Denn sonst wird die Calzone zu einer „außen schwarz und innen roh mit Brandaroma-Überraschung“. Grillbanane: Schön als Nachtisch oder fürs gute „Ich habe auch was Gesundes gegessen“-Gefühl: Bananen grillen. Dafür einfach die Banane ziemlich früh mit auf den Grill legen, ruhig an den Rand. Und dann schwarz werden lassen, zwischendurch mal wenden. Wenn die Banane innen weich ist (per Druck testen), runter nehmen, aufschneiden, mit Honig (oder Honig plus Cognac) beträufeln und auslöffeln.
von Julia Stock
Erd – Loch – Grill
Da standen wir nun. In dem Garten meiner Eltern. Was wir brauchten war eine uneinsehbare Ecke, in der wir ein Loch graben konnten – Erdlochgrill: Das war der Auftrag. Wir legten geschickte Hand an den Spaten, der im Laufe des Abends unter gleicher zu Bruch ging. Das Erdloch: ca. 20 cm tief, 30 cm lang und 20 cm breit. Mit einer Schicht Grill- und Holzkohle den Boden bedeckt, war der einzig effektiv und schnelle Weg zum Erreichen der Grilltemeperatur Brennspiritus. (Oh, wie das brannte… für Möchte-gern-Pyros ein höllisch heißer Himmel auf Erden…) Zurück zum Auftrag. Wir versuchten die Zartweizenbratlinge des Studentendinnerangebots und Eierkuchen (hierzulande Pfannkuchen) á la Oma Christa. Grillrost entnahmen wir einem üblichen Grill und eine Teflonbeschichtete Pfanne. Die Zartweizenbratlinge hatten leider nicht einmal die Möglichkeit, zu garen. Sie fielen auseinander und zwar bei jedem Wendeversuch. Ob Ei fehlte war die Frage aber wir konnten es nicht herausfinden. Nachdem der Frust die Bratlinge vom Grill vertrieb, versuchten wir uns an den Eierkuchen. Eine Geduldsprobe für alle Hungernden. Es dauerte, dauerte, dauerte, dauerte, dauerte….aber: Er schmeckte! Noch ein bisschen teigig – so mochte ich ihn.
Doch die Anderen wollten gare Eierkuchen, so versuchten wir per Höhenverstellungen durch weitere Grabung die Temperatur zu erhöhen. Ohne Erfolg und deswegen dauerte es dann auch leider nicht mehr lange, bis wir uns entschieden mit dem verbliebenen Teig an den Herd zu gehen.
Es funktioniert aber es dauert. Ganz im Gegensatz zum Löschen: Loch mit Sand füllen: Fertig! Nicht satt aber hoher Spaßfaktor!
von Johanna Olberding

Bilderalbum
uniVista No. 09: Grillen

Fleisch: gut durch – Studium: gut durch

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Was wir brauchen können
Zur Erinnerung: 1999 einigten sich in Bologna 29 europäische Länder auf ein gemeinsames Studiensystem, das den Bachelor- und Masterabschluss vorsieht. Mittlerweile sind es 46 Teilnehmerländer. Mit dem Bologna-Prozess sollten die bisherigen Hochschul-Abschlüsse Diplom, Staatsexamen und Magister abgelöst und ein erster Abschluss schon nach sechs Semestern möglich werden. An deutschen Universitäten sind derzeit mehr als die Hälfte der Studienprogramme auf die Bachelor- und Masterstruktur umgestellt. An den Fachhochschulen sind es fast 90 Prozent.
Exkurs 1:
Was den Geschmack des Fleisches betrifft sind wir uns einig. Viele Einflussfaktoren spielen hier eine Rolle. Das Fleisch selbst natürlich, das Wetter, der Grill, das Bier, womit wir dem Fleisch eine besondere Note verleihen, …, die Kohle. Ohne die Entdeckung des Feuers wären wir nicht, wo wir heute sind und auch das „Erster-Sonnenstrahl-Grill-täglich-raus“ im Studium wäre uns verwehrt gewesen.
© m.mieske / PIXELIO
Die brennende Kohle macht es uns möglich, dass uns während des Grillens schon das Wasser im Mund zusammenläuft. Der leicht rauchige Geruch, das Brutzeln … . Wie sieht es mit unserem Studium aus? Schon bei dem Gedanken daran verzieht es vielen das Gesicht, als hätten sie in eine saure Zitrone, anstelle eines saftigen Steaks gebissen.
Der Appetit vergeht?
Exkurs 1 Ende.
Besinnen wir uns kurz zurück auf das Ziel der, durch den Bologna Prozess eingeleiteten, Umstellung auf Bachelor/ Master. Ein kürzeres Studium, weniger Abbrecher, sowie bessere Qualität und Praxisbezug.
Ein kürzeres Studium ist es mit sechs Semestern durchaus. Ist es dadurch etwa weniger wert? Der Bachelor ist ein akademischer Abschluss. Und es steht außer Frage, dies einfordern zu müssen. Zur Frage steht aber, wie wir uns selbst hinter unseren eigenen Abschluss stellen… ?
Mehr Hochschulabsolventen sollten es werden, so hieß es. Derzeitige Zahlen sprechen jedoch von einer ansteigenden Zahl an Studierenden, die vor erreichen des Abschlusses das Studium beenden. Resultiert der Abbruch wirklich aus den veränderten Strukturen durch das Bachelor/ Master System oder liegt ein beachtlicher Teil vielleicht auch in der Korrelation Bachelor/ Master und Studiengebühren?
Bessere Qualität und Praxisbezug sind prägnante Ziele für einen Abschluss. Wodurch äußern sich jene?
Die Anstrengungen, die diese Umstellung mit sich bringen, dürfen nicht ungeachtet bleiben. Und das Engagement an der Optimierung des Bachelor/ Master Systems nicht vergessen werden. Es ist unvermeidbar, dass wir mit dieser Veränderung noch einige Jahre gemeinsamen Weges vor uns haben, aber:
In einer Umbruchphase steht noch kein Gerüst fest.
Selbst selbstständiges Denken bleibt nicht ganz außen vor, denn diese Zeit des Umbruchs erfordert viele klare Köpfe (Zum Beispiel bei der Erstellung des Stundenplans). Es mag vielleicht noch nicht den Studieninhalt direkt betreffen aber wenigstens schon in die Studienzeit selbst integriert sein.
Exkurs 2:
Welchen Einflussfaktor wir für den Garheitsgrad unseres Fleisches wählen entscheiden wir mit. Aber ich werde nicht das Fleisch sein und mich einfach grillen lassen. Manche Faktoren, wie den Wind oder die Kohlebeschaffenheit können wir nicht auf der Stelle ändern, wir können aber das Feuer anfachen, das Fleisch wenden … Griller oder Fleisch sein?
Und bevor ich` s vergesse: Wenn mindestens Kohle, Feuer, Grill und Griller zusammenarbeiten – kann das Fleisch nur „gut durch“ sein.
von Johanna Olberding

Currywursteintopf

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für 4 Personen
Zutaten:
  • 500g Kartoffeln
  • 300ml Gemüsebrühe (Brühwürfel)
  • 1 große Zwiebel
  • 3 Paprikaschoten (rot, gelb, grün)
  • 4 Bratwürste à 100g
  • 300ml Curryketchup
  • Paprikapulver
  • Currypulver
  • etwas Pflanzenöl
Currywursteintopf: Für manche eine Mahlzeit für jeden Tag, für andere ein seltener aber dann intensiver Genuss. Was Du dafür brauchst? Das übliche für Eintöpfe. In diesem Fall zwei Töpfe, Brettchen, Schälmesser und natürlich die Zutaten.
Zunächst die Brühe mit Wasser anrühren und zum Kochen bringen. Während dessen, Kartoffeln schälen, grob würfeln und in der Brühe garen. Auch die Zwiebeln einfach schälen (Taucherbrille oder Taschentücher nicht vergessen) und grob würfeln. Paprika putzen, waschen und auch grob würfeln. Bratwürste schälen und grob würfeln – oh, doch nicht! Also: Bratwürste nur in Scheiben schneiden! Während auf der anderen Herdplatte die Kartoffeln garen, Pflanzenöl in einem größeren Topf erhitzen, Wurstscheiben hinzugeben und anbraten. Zwiebelwürfel und Paprikawürfel hinzugeben und ebenfalls kurz anbraten. Je einen Teelöffel Currypulver und Paprikapulver zugeben, ebenso die Kartoffeln mit Brühe und den Ketchup. Kurz aufkochen lassen und eventuell mit etwas Zucker abschmecken. Mmmmhhhh, lecker!
Mensateam Vechta und Johanna Olberding

Kartoffelpizza mit Mozzarella

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für 4 Personen
Zutaten:
  • 800g Kartoffeln
  • 2 Paprika (rot und grün)
  • 200g Tomaten
  • 150g Gouda
  • 150g Mozzarella
  • 80g Ketchup
  • etwas Speisestärke
  • etwas Öl
  • Gewürze
Klingt komisch – ist es aber gar nicht. Das Backblech einölen, je nach Geschmack viel oder wenig, und die geschälten Kartoffeln nebenbei gar kochen. Kartoffeln abkühlen lassen und in Scheiben schneiden. Auf dem Backblech verteilen und mit Speisestärke würzen. Dann etwas Ketchup auf die Kartoffeln träufeln. Die Paprika, die Zwiebeln und die Tomaten putzen. Die Paprika in Streifen, die Zwiebeln in Würfel und die Tomaten in feine Scheiben schneiden. Mit Samba Oleg (oder Tabasco), Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Den geriebenen Käse und den Mozzarella mischen (dies ist eine interne Knobelaufgabe – viel Spaß dabei) und über den Belag verteilen. Das Ganze dann bei 160°C ca. 20 Minuten überbacken. Wenn der Käse hellbraun ist und es in der Küche nach lecker duftet, den Ofen ausschalten und die Kartoffelpizza bis sie goldbraun ist, im Ofen lassen. Das spart Energiekosten und das Essen ist trotzdem fertig! Kleiner Tipp der EWE.
Mensateam Vechta und Johanna Olberding

Splitter und Schlangenbrut, Kreuz und Kamel

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Witz? Humor? Ironie? – bei Jesus!? Meist sehen wir Ihn in unserer Uni an einem Kreuz aus Holz hängen. Für manche von uns ein Bekannter oder Freund, für manch andere wiederum völlig fremd – für alle aber wohl der Ausdruck eines Sterbenden, dem zumindest Witz und Humor nicht nahe liegen. Jesus zeichnet aber nicht nur Sein Tod aus.
Louis Kretz stellt Aussagen Jesu vor und lässt in dem Licht der damaligen kulturellen Verhältnisse neue Schlüsse über die Person Jesus zu. Er bringt die intelligente Schärfe Jesu zum Vorschein, mit der Jesus groteske Bilder, kühne Gleichnisse und entwaffnende Antworten auf Fragen und Leben in den Diskurs Seiner Mitmenschen brachte.
Mit Witz, Humor und Ironie bediente Er sich eines bewährten Instruments Menschen zur Selbstreflexion zu bewegen: Durch Lachen.
Was? Ein Kamel durch ein Nadelöhr!? Ein Balken im Auge? Das geht doch gar nicht!
Das Buch ist ein Amüsement für zwischendurch und ein persönliches Kommunikationstraining für den, der sich eine Scheibe von Jesus Schärfe abschneidet. Eine Perle etwas anderen Glanzes.
Louis Kretz: Witz, Humor und Ironie bei Jesus
Signatur: 202777
von Johanna Olberding

Bielefeld nightlife – Bielefeld gibt‘s auch bei Nacht

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Nachdem wir zuletzt ein wenig Licht in die Bielefeldverschwörung gebracht haben, hieß es nun: Licht aus und ab ins Nachtleben.
Irgendwo muss
es sein
Foto: Johanna Olberding
Ferdis Pizza Pinte
Bahnhof Bielefeld. Unser Plan: Eine schöne gute Nacht in der Stadt der Verschwörung zu verbringen und der geneigten Leserschaft (DIR!) zu erklären, dass auch die 2- 3stündige NWB- Fahrt sich lohnt. Vor dem Bahnhof stehen wir an der Stadtbahnhaltestelle und suchen den Platz mit dem CinemaxX. War schon mal wer in Bielefeld? Jetzt nicht über unsere anfängliche Torheit lachen. Das CinemaxX befindet sich auf der anderen Seite des Bahnhofs. Gefunden. Karten kaufen für The Happening mit Ex- Marky Mark (Life in the streets…). Was nun? Noch eine Stunde bis zum Filmstart. Hunger! Auf dem Weg in ein scheinbares Wohngebiet stoßen wir auf Ferdis Pizza Pinte. Sieht von außen aus wie der typische Nobelitaliener. Ein Ort wo sich geschiedene 40jährige Damen herumtreiben und bei einem Glas Wein und Antipasti über die böse Männerschaft schimpfen. Der Schein trügt so was von. Das Publikum ist jung, die Bedienung freundlich und die Preise bezahlbar (Spinat-Feta Pizza 6.80 €). Ein Doppelplusgut gibt es für die sanitären Anlagen. Ein paar Muscheln ins Bad werfen und das maritime Gestaltung nennen kann jeder. Aber das ganze Bad in eine Unterwasserlandschaft zu verwandeln und dann noch Meeresrauschen und Käpt’ n Blaubär Dialoge im Hintergrund düdeln zu lassen ist eine Kunst.
Multiplex CinemaxX
Ein gelungener Zweiteinstieg für eine lange Nacht sollte uns das CinemaxX bieten. Mit pizzagestilltem Magen ging es für mich das erste Mal in eines der Multiplex- Kettenkinos dieser Welt. Kannte ich doch sonst nur Bestellung am Platz, inklusive dem persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern des Kinos – über deren Arbeitsplätze ich mich immer freute – erwarteten mich hier Anonymität trotz oder gerade wegen vieler Sitzplätze und eine riesige Leinwand. Die Sitze waren eng, aber der Logenplatz und der Sound wenden meine negativ- Bewertung wieder ein wenig Plus Null. Wobei: ermäßigte 6,- € für Studenten 1,- € für Loge = 2 1/2 DVDs aus der Videothek + Beamer und Leinwand im Wohnzimmer = unbezahlbar! Um der Leinwand zu frönen: Actionfilme mit 3D Charakter lassen Schlagkraft vermuten und auf die Erfahrung würde ich auf keinen Fall verzichten.
„The Happening“ sollte uns noch die ganze Nacht hindurch begleiten. Aber wer konnte das bei Beginn des Streifens schon erahnen? Hauptverursacher aller Aktionen des Films: „In den Suizid führende Pflanzentoxide“. Den latenten Sinn konnte ich nicht ergreifen, wohl aber das Glück, welches uns mit Bielefeld ereilte, denn es gab kaum Grünzeugs in den von uns bewanderten Gebieten und wir überlebten die Nacht. Meinem ersten Mal im CinemaxX halte ich entgegen: Gute Filme kommen auch auf einer kleinen Leinwand groß raus! Ich bleibe mit dem Herzen gegen Anonymität, für Arbeitsplätze und persönlicher Bedienung bei unserem Kleinstadtkino mit einzigartigem Ambiente.
Der Ringlokschuppen
Foto: Johanna Olberding
Ringlokschuppen – Schuppen? Das ist ne Halle
Bielefeld hat viele Straßen. Und vor allem hat Bielefeld lange Straßen. Eine der längsten scheint die Herforder zu sein. Aber man will ja nicht klagen. Da nachts keine Busse, Stadtbahnen und Rikshas mehr fuhren, blieben uns nur die flinken Füße. Egal, Mama und Papa mussten ja auch täglich geschätzte 73km durch Wind und Wetter waten, nur um Milch oder eine Messerspitze Salz zu holen. Wir wollen zum Ringlokschuppen. Der heutige Ringlokschuppen ist Teil des alten Reichsbahn- Ausbesserungswerkes Speldorf und er ist so verdammt riesig, dass ich mir Wegzehrung zwischen den einzelnen Areas wünsche. Der Eintrittspreis war mit 5 € noch erschwinglich für einen Laden dieser Größenordnung. Der Bierpreis mit 3 € (ebenso Cappuccino) ist schon ein tieferer Eingriff in meine Spendierhosentaschen. Aber hey, Wegzehrung ist das Stichwort. Im Ringlokschuppen werden keine kleinen Brötchen gebacken, wenn überhaupt werden da Brotlaibe groß wie VW-Käfer gemacht. Heidewitzka! Auf drei Areas fand sich alles was ein Gitarrenherz begehrt. Ein großes Areal für die Breitrockmasse, eine feine Hardcore-Ecke, in der Jungs und Mädels mit ordentlich Metal im Gesicht die Luft verprügeln, als hätte sie deren Mütter beleidigt und eine weitere riesige Gothik, Black, Leder, Lack und whatever Halle. Hier sei nun eine Lanze für alle Gothiker gebrochen. Es sind wahrscheinlich, neben den Mitarbeitern der Wohlfahrt die nettesten Menschen dieses Planeten. Wäre Goth eine Regierungsform wäre die Welt ein bisschen netter und um einiges dunkler.
Besonders erwähnenswert ist noch eine der Lounge- Cafe- Bars. Alte Videos von Nirvana Auftritten unterlegt mit Rage against the Machine- Songs und schwarz gekleideten Kaffee und Bierschlürfern am Tresen. Ein dunkelbuntes Potpourri der Reizüberflutung. Genau das Richtige für eine Nacht wie diese. Daumen hoch für den Ringlokschuppen
Irgendwo muss
es sein
Foto: Kai Pröpper
WG gesucht
Wir sind ja nicht zum Spaß hier. Der nächste Laden soll angelaufen werden. Unsere Wahl fällt auf „Die WG“, eine altes Hotel, in der wir uns vorstellen können, in Ruhe ein Bier zu trinken. Der Weg ist mal wieder lang und Kräfte zehrend. Vorbei am B1 Disco Baumarkt und merken, dass man einen ganzen Straßenzug umsonst abgelaufen hat. “Die WG” hat zu.
Suche nach dem “Sound”
Es war jetzt wirklich dringlich an der Zeit für eine Wanderpause und einer hefedurchsäuerten Gaumenspülung. Nachdem ich schon die Orientierung aber noch lange nicht die Lust am Wandern verloren hatte, freute ich mich eines männlichen Navigationssystems. „Da runter“ hieß es. Nach ungefähr 1500m Wegstrecke, für Urbangewachsene ein Marathon – für „Bahnhof-zur-Uni-Wanderer“ beiläufig, standen wir vor dem „Sound“. Leider ohne Sound aber immerhin noch mit Licht. Die Tür gab einem „Sesam öffne dich“ nicht nach. Klopfen blieb unbeantwortet (… mag sein, weil ich so leise klopfte…). Traurig aber wahr, dass Sound stand geschlossen vor uns da. Trotzdem: Allein die Tür lohnt schon einen Besuch. Als hätten sie viele Warsteinergläser in heißes Eisen gedrückt, strotzte die Tür vor „Pro- Bier“ und wir hätten es uns auch nicht entgehen lassen, wäre die Tür … nun ja; aufgegangen. Also merken: Vor Eins hingehen!
Stereo-oeretS
Kaffeepause
zwischendurch
Foto: Johanna Olberding
Nach einer schweren „Wir-haben-geschlossen“- Depression blieben tiefschürfende Fragen an dem Leben der Bielefelder nicht aus. Weite Strecken von Kneipe zu Kneipe, Geschlossen ab Eins… . Hypothesen zur Begründung derartigen anomalen Großstadtverhaltens entstanden in der Trunkenheit von Übermüdung und auf dem Weg zum neuen Bahnhofsviertel. (Auf geht’s ab geht’s, 3 Tage wach!) „Vielleicht sind die Kneipen so verstreut, weil sich die Bielefelder nicht als zusammengehörig empfinden? Ich meine, da es Bielefeld nicht gibt fehlt den Leuten doch total das Identitätsempfinden. Keine Stadt, keine Identität. Sie sind sich einander und sich selbst wohl möglich gar nicht bewusst?“ Auch Zusammenhänge zu möglichem Abwehrverhaltensmaßnahmen der Pflanzenwelt durch toxische Gase wurden vermutet…sogleich aber verworfen: Zu geringer Pflanzenbestand. Wir erreichten das „Stereo“. Ein kleiner Eingang direkt neben dem CinemaxX. Ich vermutete einen Empireverschnitt. Was mich erwartete war eine gelungene Diskothek meines Geschmacks. Reinheitsgrad nach Circus und Hydepark. Sanitäre Anlagen aber á la SaniFair ohne 50 Cent Bonn, inklusive gelesen werden wollender Wandbekleidung aus Teenagerzeitschriften bis vermutlich 1990. Die Preise waren adäquat. Der Eintritt um unsere Ankunftszeit (4.00Uhr) herum frei. Ein Bereich mit schicker normaler Tanzmusik, eine Ecke zum chillen mit Sesseln und Sofa, eine Bar und eine wundervolle Tapetenecke, in der wir sogleich blieben, den Abend ausklingen und zugleich den Morgen mit „Kopf-zum-Beat-schwingend“ einläuten ließen. Ein „wollen sollen“ für Bielefeldentdecker!
Ausgeschlossen
1/4 unserer gesamten Night Life Erfahrung erlag der Wanderschaft. Die Stunden liefen uns nur so davon und wir konnten nicht alles erkunden – Wir wollten nicht alles erkunden: Was geschähe mit der Entdeckerfreude würden wir euch alles vorwegnehmen! Also: Füße unter die Arme, ab in die NWB Richtung Bielefeld. Das Angebot ist groß und acht Stunden reichen nicht!
von Johanna Olberding und Kai Pröpper

Bilderalbum
uniVista No. 09: Bielefeld nightlife

Von C-Promis, fallenden Sternchen und Goldenen Himbeeren
Die Redaktion auf der Suche nach den schlechtesten Filmen

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Filmabende mit Freunden sind eine schöne Sache. Entweder Tempos, Sekt und Schoki bei Mädelsabenden, Bier und Pizza beim Fußball oder Kurze bei Sissi. Filmabende mit der Redaktion dagegen sind die pure Qual. Des Nachts im Wald ausgesetzt werden (der geneigte Leser weiß es vielleicht noch…) ist nichts dagegen.
Die Goldene Himbeere und Internet Movie Database halfen uns bei der Auswahl, damit wir auch ja nicht einen nur mittelschlechten Film gucken würden. Und so entschieden wir uns für vier Filme, von denen einer sogar im Besitz eines Redaktionsmitgliedes ist…
Zuerst Crossroads – Not A Girl mit Britney Spears. Meine KollegInnen waren schon nach wenigen Minuten der Meinung, schlimmer könnte es nicht kommen. Ha, wie sie sich geirrt haben!
Crossroads ist ein Coming-of- Age-Film. Darunter versteht man Filme, deren jugendliche Helden von grundlegenden menschlichen Fragen bewegt werden. In diesem Film wendet sich Britney alias Lucy den grundlegenden menschlichen Fragen zu (die uns sicher alle in unserer Jugend bewegt haben): Werde ich dank meines 1er-Zeugnisses an die beste Uni überhaupt gehen? Schlafe ich mit dem Schwerverbrecher, den ich gerade erst kennengelernt habe, obwohl ich noch Jungfrau bin? (Oops!… I Did It Again.) Oder werde ich doch erfolgreiche Popsängerin?
Bildnachweis: Kathi Biehler
Foto: Kathi Biehler
Adam Sandler kennt ihr sicher? Immerhin hat er in so grandiosen Filmen wie Die Wutprobe, 50 erste Dates oder Klick mitgespielt. Und auch sein Film Punch-Drunk Love wurde viel gelobt und ausgezeichnet. Für mich persönlich gibt es aber kaum einen weniger auszuhaltenden Film. Und auch die anderen fragten sich nach kürzester Zeit, wo der Sinn dieser Story und wie der Rest des Filmes zu überstehen sei. Adam Sandler alias Barry, Verkäufer von mysteriösen Klopröpfen, hängt den ganzen Tag in seiner Firma-Garage rum, wo er dann auch seiner großen Liebe Lena vorgestellt wird. Von seiner Schwester. Davon hat er einige und alle sind nervig. Bei einem Familientreffen rastet er aus und zerschlägt Fensterscheiben. Am Abend will er Telefonsex, wird im Anschluss erpresst und kriegt Probleme mit prügelnden Brüdern. Am Ende aber entdeckt er seine inneren Kräfte und alles wird gut. Auch irgendwie ein Coming-of-Age-Film…
Nach Punch-Drunk Love waren wir so hibbelig, dass wir uns auf Battlefield Earth mit John Travolta regelrecht freuten. Battlefield – das hörte sich nach Action, Geballer, Weltraumfights und tollen Specialeffects an, das klang wie eine Offenbarung! Oder zumindest wie einfache Ablenkungskost. Wir würden sehen… Der Film entstand nach der Romanvorlage von L. Ron Hubbard. Na, was bemerkt? Ja, das ist der Gründer von Scientology. Aber so was kann uns nicht schrecken. Und auch die Tatsache, dass der Film mit mehreren Goldenen Himbeeren ausgezeichnet wurde und als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten gilt, war uns nur Ansporn. Und ja, der Film ist schlecht. Sehr schlecht. Und kein Stück actionreich oder spannend. Mir sind nicht mal Einzelheiten der Geschichte im Kopf geblieben. Irgendwie will die Menschheit sich von den bösen Aliens (unter anderem Travolta auf Plateau-Schuhen) befreien und schafft es auch. Jetzt habe ich das Ende verraten, ist aber nicht schlimm, guckt euch den Film einfach nicht an. Denn ich weiß nicht, ob ich je wieder Pulp Fiction genießen kann…
Die Krönung eines schlimmen Abends: Daniel der Zauberer. Schlechte Story, schlechtes Drehbuch, schlechte Schauspieler (u.a. Küblböck selbst), schlechter Dreh (mit einer Videokamera), schlechte Drehorte, schlechte Dialoge und schlechte Musik (von Küblböck daselbst). Ich habe noch nie einen so schlechten Film gesehen. Daniel alias Daniel – denn es geht ja um Küblböcks Geschichte- wird „von Millionen geliebt, von Vielen gehasst“ (so der Untertitel) und ganz besonders von zwei ältlichen Jugendlichen und einem ganz bösen Opa. Die hassen ihn so sehr, dass sie den armen Daniel umbringen wollen! Aber der hat einen lieben und toten Opa, der mit dem bösen Opa kämpft. Daniel wird dann doch entführt (Reaktion der Redaktion/ Reaktion jedes Zuschauers: „Nun tötet ihn endlich!“), aber durch seine positive Energie kann er Alles zum Guten wenden und an Weihnachten liegt unterm Baum sogar ein Zauberstab!
…dies war die inhaltliche Einführung – jetzt folgen erfahrene Wirklichkeiten oder auch „Nah-Tod-Erfahrungen“. „Coming-of-Age“ oder wohl eher: „Coming-of-Mind“: Also begleitet uns ins X-treme!
von Julia Stock
Schon das Gefühl, mir einen wertvollen Abend meines kurzen Lebens für „schlechte Filme“ zu reservieren, möchte mich zu dem Satz bewegen: „Oh, wisst ihr, an dem Abend kann ich leider auch nicht. Da müsst ihr wohl bedauerlicherweise ohne mich durch.“ – Ihr musstet wirklich ohne mich und: Ich konnte wirklich nicht! Therapeutische Hilfe auf psychodramatischer Basis biete ich euch nachträglich kostenlos an.
von Johanna Olberding
Aller Anfang ist Britney Spears. Na ja, hoffentlich nicht aller, aber so sollte es an diesem Abend sein.
Die Handlung versteckt sich gekonnt hinter flachen Dialogen und den Schmachtsongs der selbsternannten Pop-Prinzessin. Drei pubertierende Weiber, die sich nicht ausstehen können, fahren mit einem wildfremden Kerl, der auch noch ein Schwerverbrecher sein soll quer durch die USA. Ja klar! Selbstverständlich sind sie am Ende alle super dicke Freunde. Die Spears angelt sich natürlich den Typen, der kein Verbrecher sondern ein Held ist und sie startet als Sängerin durch. Also alles wie im richtigen Leben, oder? Ich habe keine Ahnung wer sich sowas ausdenkt. Zu ertragen war es für mich nur dank einer Menge Popcorn. Trotz allen Widerstandes konnten wir nicht verhindern, dass wir bei den darauf folgenden Filmen dann und wann, wenn es gerade irgendwie passte „I’m not a giiirl“ trällerten.
von Stefanie Bruns
Bildnachweis: pixelio.de 171914
© Anne Bermüller / PIXELIO
Ein Film mit Adam Sandler kann gar nicht schlecht sein – dachte ich. Ich dachte auch, nach den Filmen, die wir bisher gesehen haben, kann es gar nicht schlimmer werden. Doch bereits nach wenigen Minuten Spielfilmzeit brachte mich dieser an den Rand des Wahnsinns. Tatenloses wie Sinnloses begleitet von aggressiv machenden Psychomelodien schien einfach kein Ende zu nehmen. Ich wühlte in meinem Hirn nach Ausreden, den Raum verlassen zu müssen, doch meine Leidensgenossen ließen nicht zu, dass ich dem Grauen entfloh. Also betrank ich mich mit Mineralwasser und hoffte darauf, bald und häufig die Toilette aufsuchen zu müssen. Denn dies war der einzig erlaubte Grund, sich aus dem Raum zu begeben. Nachdem wir unsere Zeit erfolgreich durch diesen Film verschwendet hatten, wussten wir: Solche Filme lassen Aggressivität entstehen und wachsen. Versteckt sie also vor euren Kindern!
von Mira Brink
So, mittlerweile müssten die Aliens ja mal gelandet sein. Ginge es nach dem Streifen „Battlefield Earth – Kampf um die Erde“ aus dem Jahr 2000, wurde die Erde kurz nach der Jahrtausendwende von übelgelaunten Aliens überfallen, ihre Streitmacht innerhalb von 9 Minuten vernichtet und die Überlebenden für 1000 Jahre ABM in den Fabriken der Aliens verpflichtet. Bis, ja bis eines Tages ein charismatischer, junger Menschen-Mann beginnt aufzubegehren… Ein „Achtung, Spoiler!“ erspare ich mir. Ich bitte Euch, liebe Kommilitonen, seht Euch diesen Film nicht an! Schlaft 2 Stunden länger, geht spazieren oder kuschelt Euch an Eure Liebsten, aber bitte verschwendet Eure Zeit nicht mit diesem Film! Was von den Eckdaten annehmbar nach Popcornkino klingt („Wow, millionenschweres Endzeitepos mit immerhin John Travolta und Forest Whitaker!“), entpuppt sich als filmisches Zäpfchen gespickt mit groben Logikschnitzern, ätzenden Kostümen, gähnenden Dialogen. An plateaubesohlte Rastafari erinnernde Aliens nerven mit ihrer Bürokratie („Das muss ich dem Senat melden!“ „Sie werden strafversetzt!“), während die Menschen, die inzwischen wieder zu Wilden wie in der Steinzeit degeneriert sind, dank bestens gepflegter und frisierter Haare Heidi Klums Modelclique jeden Werbeauftrag wegschnappen würden. Sie bereiten ihre Befreiung vor, indem sie erst in einem 1000 Jahre alten Simulator fliegen lernen und sich anschließend die seit ebenfalls 1000 Jahren herumstehenden voll getankten Bomber der, na klaro, U.S. Air Force schnappen. Mit ihnen wollen sie auf dem Alienplaneten, der über ein nicht gezeigtes Portal mit der Erde verbunden ist, eine Atombombe zünden, und weil die Atmosphäre da drüben so ne ganz besondere ist, reicht eine Bombe auch für den ganzen Planeten. Falls Euch das noch nicht reicht: Die Bedienungsanleitung liegt übrigens neben der Atombombe. Auf einem Tageslichtprojektor.
Neben unzähligen Malen fremdschämen, dass so ein teures Machwerk nicht in der Produktion gestoppt wurde, kann ich meine einzige Reaktion während des Films schnell formulieren: „Alter, dauert der noch lang?!?“
von Christopher Vielhaber
Gegen Ende des Abends, nach dem grandiosen Battle um die Earth dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn es könnte nicht schlimmer kommen. Aber wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt immer noch was Schlimmeres daher. Dieses Etwas entpuppte sich als trashiger, grellbunt gekleideter, ohne Führerschein in Gurkenlaster rasender C-Promi. Daniel Küblböck, 81 Minuten lang, in seiner vollen Pracht. Nie war meine Blase schwächer, nie lagen meine Nerven blanker, nie habe ich verzweifelter um das Ende eines Filmes gebeten als an diesem Abend. Halbdokumentarisch lässt uns der Gurkenlastervandale an seinem verkorksten Leben und seinen Wunschvorstellungen teilhaben, quäkt zwischendurch fröhlich seine Lieder. Jede Sekunde hofft man mehr, dass es den Attentätern aus dem zweiten, mehr als schlechten fiktiven Handlungsstrang, gelingt ihn zur Strecke zu bringen bevor er sie mit seiner positiven Energie dazu bringt dem Küblböckismus zu verfallen. Ich bitte meine Mitstreiter aussichtslos die DVD aus dem Player zu reißen, falls mich Krämpfe durchschütteln oder mir Schaum vor dem Mund stehen sollte. Aber sie sind unerbittlich, wir müssen es bis zum Ende durchstehen sagen sie. Es war mit Abstand der schlechteste Film den ich jemals gesehen habe, eine peinliche, groteske, no-budget Selbstüberschätzungs-Show. Und was zum Geier sollten die armen Baby-Tiger in dem Musikvideo? Wo sind die die Greenpeace Aktivisten, wenn sie gebraucht werden? Fazit: Dieser Film ist schon wieder sooooo schlecht,… dass solltet ihr unbedingt einmal erlebt haben… aber bitte nicht nüchtern.
von Melanie Ehlert

PDF-Version der 8. Ausgabe

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Rasten ohne Hasten?

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Fotos: Björn Franke
370 gibt es in Deutschland. Mal architektonisch reizvoll, mal im Charme der vergangenen Jahrzehnte. Im Grunde nimmt man sie nicht wahr, sie ziehen vorüber an den Fenstern der Automobilisten, es sei denn, man verspürt Hunger bzw. Durst, den Bedarf des Besuches von sanitären Anlagen oder das Auto braucht neuen Betriebsstoff.
Ein Ort des Rastens, nur für einen Moment, für vielleicht eine halbe Stunde.
Man wird Teil der Umgebung, die sonst an einem vorbeizieht, und doch gefangen in einer abgezäunten Welt der Autobahn, Landkarten, Kinderbespassungsutensilien. Mittlerweile haben die üblichen Vertreter der Junkfood – Industrie Einzug erhalten, so kann die burgeraffine Familie ebenso speisen wie ältere Damen und Herren, die zwischendurch einen Kaffee trinken wollen.
Biografien laufen nebeneinander her. Jeder verhaftet in sich selbst, das Ziel vor Augen, keine Zeit verlieren und schnell ankommen. Getrieben von Bedürfnissen, die den Menschen zum Halten zwingen. Die Herkunft, ob sozial oder geografisch, scheint egal.
Der fernfahrende Osteuropäer neben der aus dem Urlaub heimkehrenden Familie des Münsterlandes.
Der Regisseur Christian Petzold setzte sich bei dem stilistisch der Berliner Schule zuzurechnenden Film „Wolfsburg“ mit der Veränderung der Psyche des Menschen durch das Automobil auseinander: „Autofahren ist eine Massentätigkeit – es wird aber als etwas Individuelles verkauft. Es ist dein Auto, du bist in deinem Auto, du und die Welt. Dieser vereinzelte Mensch, der da sitzt, umgeben von Navigationssystemen, Geruchsfiltern, Verkehrsfunk, ist in seinem eigenen Film…“ (fluter, bpb, 31.08.2005)
Jeder in seinem eigenen Film, der selbst in der Raststätte nicht unterbrochen wird, oder gar endet. Das Smalltalk- Gespräch an der Kasse im Vergleich zur symbolhaften Interaktion aus Lichthupe, Bremslicht und Gestik auf den Fahrbahnen: Ein Hauch persönlicher?
Der Ort bleibt institutionalisiert – „Wann geht’s weiter?“.
Am Fenster Platz nehmend und nach draußen blickend gönnen wir uns einen Moment des Stopps in der Brückenraststätte Dammer Berger. Unter uns nimmt das Wort „Mobilität“ in ansehbarer Weise weiterhin Gestalt an. Auf der A1 kriechen, schlängeln, fahren, drängeln, jagen – manchmal ganz getreu dem Motto „Ich geb’ Gas, ich will Spaß“ -Autos, Wohnwagen, wie auch Laster auf zwei Richtungsfahrbahnen unter der Brücke durch.
Wir scheinen uns dem mobilen Treiben entzogen zu haben und zugleich bleiben wir mobil, denn an diesem Ort verweilt keiner länger als ein paar Stunden. Und doch:
Fotos: Björn Franke
Dieser Ort soll ein Ort der Rast sein. Der Ruhe nach dem Sturm eines Staus, stehendes Ventil für den durch Anspannung geladenen Ärger eines knapp entkommenen Unfalls, der Möglichkeit zum stillen Örtchen, dem „Sind wir jetzt da?“ ein kurzes Ende zu setzen. Aber auch ohne einen dieser Gründe ist allein die Aussicht der Raststätte einen kurzen Besuch wert.
Über der ständigen Bewegung einer fahrenden Bevölkerung fragen wir uns, ob sich Menschen hier begegnen. Doch nach einem Austausch über die Art einer Begegnung kommen wir zu dem vorläufigen Schluss, dass sich die Wege verschiedenster Menschen an diesem Ort nicht mehr als nur kreuzen.
Die Vielen, die hier zusammenkommen, rasten aber rosten nicht. Jeder in der Gruppe der Kraftwagen fahrenden bleibt sich seinem Ziel bewusst. Das Besondere an diesem Ort: Er scheint weitestgehend frei zu sein von sonstigen Scheidewegen menschlicher Unterschiede. Eine gewisse Neutralität politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher Machenschaften. Das Augenmerk liegt auf den Grundbedürfnissen des Menschen, nicht mehr und nicht weniger.
Fastfood, Fastfoot. Ich muss weiter!
Mobilitätsgetrieben stehen wir auf und gehen Richtung Parkplatz …
von Björn Franke und Johanna Olberding
Raststätte “Dammer Berge”
“Dammer Berge” liegt an der A1 und erstreckt sich als eine von zwei Raststätten in Deutschland brückenförmig über die Autobahn. 2005 wurde die Anlage komplett renoviert. Seitdem gibt es dort Restaurants der Fastfood-Ketten Burger-King, Nordsee und Gustico, sowie zwei Coffee-Shops. In zwei Kiosk-ähnlichen Einkaufsbereichen bekommt man Tierfutter, Zeitschriften, Krawatten, Chips, CDs, Kinderspielzeug und vieles mehr, was man auf einer Autofahrt irgendwie brauchen könnte.
Wer die kostenpflichtige Toilette benutzt, erhält einen 50-Cent-Einkaufsgutschein, ansonsten sind die Preise – typisch Raststätte – heftig. Auch wer geistige Ablenkung vom Autofahren sucht, wird bedient: Eine Kinderecke lädt die lieben Kleinen, Geldspielgeräte die Zocker zum Spielen ein. Draußen wartet eine Kapelle auf durchreisende Christen, Eintrag im Gästebuch: „Bitte Herr, lass Bayern gegen Schalke gewinnen“. Und man kann natürlich auch tanken.
von Stefan Hirsch

Bilderalbum
uniVista No. 08: Rasten ohne Hasten

Bielefeld gibt es wirklich

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„Schau dich hier um und dann in dich hinein, denn jeder braucht nen Platz zum glücklich sein, wir laden dich und deine Leute ein, um heute da zu sein, wo man sich liebt, in der Stadt die es nicht gibt“. Sicher ist, dass die Fantastischen Vier eine andere Stadt als Bielefeld im Kopf hatten, als sie diese Zeilen schrieben. Sicher ist jedoch auch, dass die uniVista die vermeintliche Stadt, die es nicht gibt, nicht nur gefunden hat, wir haben sie auch bereist und intensiv begutachtet.
Berlin sieht das sicherlich
etwas anders, aber man wird
noch träumen dürfen.
Foto: Sebastian Dargel
Bielefeld ist die zweitgrößte Stadt, die man mit unserem Semesterticket besuchen kann. Mit 330000 Einwohnern liegt sie zwar immer noch weit hinter Bremen, dafür aber auch weit vor allen anderen. Mitten im schönen Ostwestfalen, am Teutoburger Wald, ist Bielefeld vor allem einen Besuch wert, wenn euch Niedersachsen doch ein wenig zu flach ist.
Die Anfahrt nach Bielefeld legt euch leider einige Stolpersteine in den Weg. Eine Fahrt dauert 2 Stunden und 19 Minuten, falls in Osnabrück der Zug nach Bielefeld erreicht wird. Das erfordert aber Glück und Sportlichkeit, sonst kommt eine Stunde Wartezeit in Osnabrück dazu. Außerdem wird der Zug „Haller Willem“, den wir mit unserem Ticket nutzen können, nur auf der Nordwestbahn- Seite und nicht auf der Bahn-Seite angezeigt. Sollte man dann aber doch nach der langen Reise in Bielefeld ankommen, wird man wohl überrascht sein, wie attraktiv die eigene Heimatstadt im verregneten Wetter wirkt. Denn keine Frage, Bielefeld ist um den Bahnhof herum nicht schön anzusehen. Das Beste vorweg: Sollte man sich doch aus dem Zug trauen und nur 5 Minuten in egal welche Richtung gehen, hat man das Schlimmste hinter sich. Und was euch genau erwartet, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.
Die Altstadt
Unweit des Bahnhofs gelangt man in die im Stadtbezirk Mitte liegende Altstadt. Diese ist allemal einen Besuch wert. Denn in diesem mit 79 000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Stadtviertel herrscht eine sehr angenehme und ruhige Atmosphäre. Das Bild wird von liebevoll restaurierten Altbauten bestimmt. Diese beherbergen di verse Läden (darunter haufenweise Edelboutiquen) und Cafés, welche zum Verweilen und Geld ausgeben einladen. Darüber hinaus hat die Altstadt, wenn man in kleinere Häusernischen abbiegt und den Hundehaufen ausweicht, auch einige besondere Bauten zu bieten. So zum Beispiel die Nicolai Kirche. Sie wurde um 1340 erbaut und ist damit die älteste Stadtkirche. In dieser gotischen Hallenkirche steht der Antwerpener Schnitzaltar, dessen genaues Entstehungsdatum bis heute ungeklärt ist.
Auch Bielefeld hat auf
die uniVista gewartet.
Foto: Sebastian Dargel
Kunsthalle Bielefeld
„Künstler = arm“: Für viele schwingt bei dem Gedanken an künstlerisches Schaffen der bittere Beigeschmack der Armut mit. Ein scheinbarer Widerspruch zu dem im November 2006 für 140 Mill US $ (106, 9 Mill €) verkauften Gemälde No. 5 1948 des Künstlers Paul Jackson Pollock. Oft scheint gerade das Ende des Lebens eines Künstlers den Anfang des Wertanstiegs seiner Werke zu bedeuten.
Doch: Emil Nolde (1867 – 1956) bricht mit dem Vorurteil der Armut. Er malte während seiner Lebzeit und schaffte es, durch Postkartendrucke und Veröffentlichungen als freischaffender Maler zu leben. Er malte im expressionistischen Stil und war einer der großen Aquarellisten. Wer die Ausstellung Begegnung mit dem Nordischen besucht, die noch bis zum 12. Mai 2008 in der Bielefelder Kunsthalle zu sehen ist, den erwarten nordische Landschaften, Phantasieaquarelle und Zeichnungen. Zum Besuch reizend ist eben dieser Kontrast der Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen Noldes. Der Künstler ermöglicht einen facettenreichen Einblick in seine Person, in seine Leidenschaften und in seine Veränderungen, durch die er öfter als einmal im Leben ging. Der Besuch der Ausstellung ähnelt einer großen Auswahl an Pralinen. Man bleibt bei denen, denen man verfallen ist.
Die Sparrenburg
Also Mauern bauen
können sie ja,
die Bielefelder.
Foto: Sebastian Dargel
Dieses historische Bauwerk ist das Wahrzeichen Bielefelds. Schon allein deshalb kamen wir natürlich auch nicht umhin, diese zu besuchen. Um 1300 erbaut, liegt die Burg auf einer Anhöhe und ist durch die Altstadt erreichbar.
Ihr heutiges Erscheinungsbild, so in der Informationsbroschüre zu lesen, hat die Burg Mitte des 16. Jahrhunderts erhalten. Der Aufstieg zu den Festungsanlagen ist beschwerlich, da die Wege sehr steil sind.
Doch wer erstmal oben angelangt ist, wird mit einem fürstlichen Ausblick über Bielefeld belohnt. Wer außerdem noch den Turm besteigen und sich im Burgkiosk laben möchte, sollte darauf achten, in der Saison zu kommen (von April bis Oktober). An dieser Stelle sei auch auf das Spektakulum hingewiesen, einem großen Mittelaltermarkt, der alljährlich stattfindet. In diesem Jahr vom 25.07 bis zum 27.07.08.
Heimattierpark Olderdissen
Etwas außerhalb der Stadt, aber mit dem öffentlichen Nahverkehr problemlos zu erreichen, liegt der Heimat- Tierpark Olderdissen.
Das 15 Hektar große Gelände ist sehr offen gestaltet. Lediglich ein Schild weist darauf hin, dass man nun das Gelände des Tierparks betritt. Eintritt ist keiner fällig, aber um Spenden wird gebeten. Der Rundgang ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Zu sehen gibt es das übliche Dammwild, aber auch Bären, Wölfe und sogar ein Luchs und vieles mehr. Das heißt, wenn die Tiere gerade gewillt sind, sich zu zeigen. Die artgerecht gestalteten Gehege bieten viele Versteckmöglichkeiten und fordern den Besucher auf, etwas genauer hinzuschauen und Geduld zu haben. Natürlich fehlen auch die obligatorischen Ziegen, Gamsen und Esel nicht, welche einige Redaktionsmitglieder zu Entzückensschreien animierten und natürlich unbedingt mit Futter aus den aufgestellten Automaten versorgt werden mussten.
Darüber hinaus ist auch ein kleiner Abenteuerpfad Teil des Rundgangs auf dem sich nicht nur Kinder richtig austoben können.
Klare Sache, nach diesem Rundgang weiß man ein bisschen mehr über unsere heimische Tierwelt und hatte viel Bewegung und natürlich auch reichlich Vergnügen.
von Sebastian Dargel, Stefanie Bruns, Julia Stock und Johanna Olberding
Und so erreicht ihr Bielefeld:
Hin:
Vechta – Osnabrück
Mo.-Fr. 5:29 – 20.29 st.
Sa. 7:29 – 12:29 + 13:29 – 19:29 st.
So. 9:29, 11:29, 13:29, 15:29 + 17:29-20:29 st.
Zurück:
Bielefeld – Osnabrück
Mo.-Fr. 5:59 – 19:59 st. + 21:03, 22:33
Sa. 6:03 – 21:03 st.
So. 8:03, 9:03 + 11:03 – 15:03 zweist. + 16:03 – 21:03 st.
Osnabrück – Bielefeld
Mo.-Fr. 6:35 – 20:35 st. + 22:12
Sa. 6:35 – 20:35 st.
So. 7:35 – 13:35 zweist. + 14:35 – 20:35 st.
Osnabrück – Vechta
Mo.-Fr. 7:26 – 20:26 st. + 22:53
Sa. 7:26-15:26 st., 17:26, 19:26 + 22:53
So. 9:26, 11:26 + 13:26 – 20:29 st. + 22:53

Terre des hommes – Hilfe für Kinder in Not
Eine Vechtaer Arbeitsgruppe stellt sich vor

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Foto: Hans-Martin Grosse-Oetringhaus / terre des hommes
Die gemeinnützige Organisation terre des hommes wurde 1966 in der Schweiz gegründet. Ziele der Arbeit waren zu Beginn in erster Linie die Versorgung von Kindern in Kriegsgebieten. Im Laufe der Zeit erweiterte sich das Arbeitsgebiet jedoch stetig. Heute steht der Name terre des hommes für zahlreiche rechtlich unabhängige und selbstständige Organisationen, welche unter dem Dachverband International Federation terre des hommes zusammenwirken. Die Organsitation sieht sich selbst als entwicklungspolitisches Kinderhilfswerk, das sich bei seiner Arbeit streng an den Kinderrechten orientiert. Finanziert wird die Arbeit von terre des hommes in erster Linie durch Spenden, hinzu kommt ein geringer Anteil öffentlicher Zuschüsse. Daneben sind es vor allem auch ehrenamtliche Arbeitsgruppen, welche die Arbeit von terre des hommes maßgeblich unterstützen. Inzwischen existieren in 129 deutschen Städten Gruppen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben. Menschen über Projekte zu informieren, Spendenaufrufe zu organisieren, sowie auf Probleme aufmerksam zu machen.
Seit Ende 2007 existiert eine solche Arbeitsgruppe nun auch an der Hochschule Vechta, die von Studierenden ins Leben gerufen wurde. Neben Informationsveranstaltungen sind vor allem Filmabende, Ausstellungen und regelmäßige Treffen der Gruppe geplant, zu denen Interessierte jederzeit eingeladen sind. Schwerpunktthemen der Arbeitsgruppe stellen unter anderem Kinderarbeit, Kindersoldaten, sowie mangelnde Bildungsmöglichkeiten in Entwicklungsländern dar. Darüber hinaus werden auch regionale Aspekte in die Projektarbeit der Gruppe miteinbezogen. Trotz der vielen Vorhaben betonen die Studierenden, dass in erster Linie der Spaß an ehrenamtlicher Tätigkeit und der Kontakt mit Gleichgesinnten im Vordergrund stehen sollen. Weitere Informationen über die Arbeit von terre des hommes können der Homepage www.terredeshommes.de entnommen werden. Herzlich seid ihr auch zu der studiVZ-Gruppe terre des hommes eingeladen, in der ihr über alles auf dem Laufenden gehalten werdet. Wer Interesse an einer Teilnahme in der Arbeitsgruppe hat oder sich generell über die Projekte der Vechtaer Studierenden informieren möchte, kann dies über die neue Kontaktadresse terre-des-hommes-vechta[at]gmx.de.
von Britta Simon, Stefanie Bruns und Johanna Olberding

terre des hommes

Husarentopf mit Schweinefleisch und Pusztagemüse

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Zutaten:
  • 400 g geschälte Kartoffeln
  • 400 g Balkangemüse und/oder grüne Brechbohnen
  • 90 g Puszta Salat
  • 100 g Mais
  • 90 g Silberzwiebeln
  • eine Paprika
  • 100 ml Rapsöl
  • 400 g frischen Schinken vom Schwein
  • 400 g Tomatenketchup
  • etwas Thymian und geschroteten bunten Pfeffer (nach Geschmack)
Prüfe zunächst alle Produkte auf einwandfreien Zustand, getreu dem Satz: Nur ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig – nur ein wenig verdorbene Zutat verdirbt das ganze Essen.
Wenn alle Zutaten ihrem Aussehen und Geruch nach ansprechend sind, kann es mit der Materialbereitung losgehen.
Du brauchst einen Topf, eine Pfanne, ein Brettchen, Schälmesser und Gemüsemesser. Schäle die Kartoffeln und schneide sie zu Würfeln. Koche sie zusammen mit etwas Salz in Wasser an.
Schneide das frische Schweinefleisch in kleine Stücke und brate es in Öl an. Anschließend gibst du Mais, Pusztasalat, Sielberzwiebeln und das gebratene Fleisch zu den Kartoffeln. Lasse den Husarentopf etwas kochen und gebe nach deinem Geschmack Tomatenketchup, Thymian, Pfeffer und Salz hinzu. Noch einmal umrühren – fertig. Um den Geschmack zu intensivieren kannst du etwas von der Dosenflüssigkeit des Mais und der Silberzwiebeln hinzufügen. Auch etwas Brühe gibt zusätzlichen Geschmack. Vor allem achte aber darauf, dass der Husarentopf nicht zu wässrig wird. Es soll ja auch deftig sein und satt machen.
Das Mensateam Vechta und uniVista wünschen einen guten Appetit!
von Johanna Olberding

Möhren-Zartweizenbratling

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Anette Kröger-Nordiek
Foto: Björn Franke
Zutaten:
  • 80 ml Rapsöl
  • Prise Zucker
  • 40 ml Vollei
  • 60 g geriebenen Goudakäse mit 48% Fett i.Tr.
  • 160 g lose frische Karotten
  • 20 g frischen Porree und Lauch
  • 80 g frische Zwiebeln
  • Etwas Petersilie
  • 120 g Zartweizen
  • Etwas gemahlenen weißen Pfeffer
  • Liebstöckel
  • 30 g Knödelpulver (halb und halb von Pfanni)
  • Etwas Jodsalz
Die ersten beiden Schritte wie oben bei dem Fleischfresserrezept aber ohne den Topf.
WICHTIG: Den Ebly-Zartweizen am Vortag in Wasser einweichen! Putze Möhren und Lauch und schneide sie in Streifen. Schneide die Zwiebeln in kleine Würfel und mische alle Zutaten in einer Schüssel zusammen.
Würze die Masse anschließend nach Geschmack und portioniere die Bratlinge nun á 160 g. Nun kannst Du die Bratlinge in der Pfanne mit Fett braten.
Dazu eine kleine Salat- oder Gemüsebeilage und Kräutersoße. Trennkost und lecker!
Das Mensateam Vechta und uniVista wünschen einen guten Appetit!
von Johanna Olberding

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