Kai Pröpper
Inhaltsverzeichnis:
- [↓] PDF: PDF-Version der 10. Ausgabe
- [↓] X-treme: My Home is my Campus
- [↓] PDF: PDF-Version der 9. Ausgabe
- [↓] Studentisches: Offener Brief an die Vermieter
- [↓] unterwegs: Bielefeld nightlife – Bielefeld gibt‘s auch bei Nacht
- [↓] PDF: PDF-Version der 8. Ausgabe
- [↓] X-treme: Schadstoffstark und leistungsarm
My Home is my Campus
Das sollte noch im letzten Semester unser X-treme-Motto sein. Nachdem wir uns gefragt haben, was wir alles X-tremes tun könnten, erschien uns unsere Campus-WG-Action als die spaßigste und auch die mit Abstand am sinnvollste. 5 Tage, nur der Campus und wir. Eine 3-Personen-WG in einem 9-Personen-Zelt. Geduscht, gelebt und geschlafen wurde auf dem Campus. Werbung wollten wir machen, auffallen, Präsenz wollten wir zeigen… und was bitteschön ist präsenter als dauernd da zu sein? Tag und Nacht? Gesagt, getan. So machten wir uns am 12.07. auf, mit Sack und Pack, ein wenig Taschengeld für Frühstück und Mensaessen, der üblichen Festival-Camping-Ausrüstung und errichteten unser Camp direkt neben dem Affenfelsen gegenüber vom Bistro. Wie wir die Tage verlebten, lest ihr im Folgenden an den Beispielen meiner männlichen Mitbewohner.
von Melanie Ehlert
So, das Zelt steht, darf ich jetzt wieder nach Hause? So oder so ähnlich habe ich wohl geklungen als ich realisierte, worauf ich mich eingelassen habe. Ich als durch und durch Stadtmensch darf mich nun mit zwei weiteren Personen in ein enges Zelt quetschen und die nächsten fünf Tage das Unigelände nicht mehr verlassen… im Knast kann es kaum schöner sein! Aber wer so blöd ist und hier schreit, wenn er weiß, was als nächstes X-tremes passieren wird, der ist dann halt mal selber schuld.
Erstmal musste ich meinen Teil des Zeltes vernünftig einrichten und den wenigen Proviant (ich bin halt nicht Camping erfahren!), den ich hatte, habe ich auch erstmal in Tagesrationen eingeteilt… nicht dass ich draufgehe wenn Ulla ihr Bistro zu hat und ich am Vortag zu viele meiner fünf Minuten Terrinen aufgefuttert habe. Da uns schon am ersten Abend ein wenig die Langeweile überkam, gab es Bier, Tennis, Federball und „Verstecken“ spielen zum Abendbrot. So lässt es sich leben, so kann jeder Abend sein. Allerdings wusste ich, dass ich am Montag und Dienstag um 5 Uhr morgens arbeiten musste… und 3 Klausuren während der Campingwoche auf mich zukamen. Aber ein paar Bier und ein Schlafsack helfen wirklich über die fiesesten Gedanken hinweg.
Erstmal musste ich meinen Teil des Zeltes vernünftig einrichten und den wenigen Proviant (ich bin halt nicht Camping erfahren!), den ich hatte, habe ich auch erstmal in Tagesrationen eingeteilt… nicht dass ich draufgehe wenn Ulla ihr Bistro zu hat und ich am Vortag zu viele meiner fünf Minuten Terrinen aufgefuttert habe. Da uns schon am ersten Abend ein wenig die Langeweile überkam, gab es Bier, Tennis, Federball und „Verstecken“ spielen zum Abendbrot. So lässt es sich leben, so kann jeder Abend sein. Allerdings wusste ich, dass ich am Montag und Dienstag um 5 Uhr morgens arbeiten musste… und 3 Klausuren während der Campingwoche auf mich zukamen. Aber ein paar Bier und ein Schlafsack helfen wirklich über die fiesesten Gedanken hinweg.

Foto: Melanie Ehlert
Die erste Nacht war unglaublicherweise wirklich recht angenehm, das Aufstehen um halb fünf dagegen weniger. Dafür konnte ich auf meinem Rückweg von der Arbeit den Sonnenaufgang beobachten. Der erste Weg führte mich dann in den Sporttrakt. Zuerst einmal war Körperputz angesagt. Ich muss sagen, die Blicke die einem Studenten um 8 Uhr morgens zuwerfen wenn man mit Schlappen und Kulturtasche über den Campus eiert, sind wirklich kaum zu ersetzen. Lecker Frühstück im Bistro und zack war ich gewappnet für den Rest des Tages.
Immer mal wieder ging ich natürlich in mein neues Heim um zu schauen, ob noch alles steht und ob uns die Studenten registrieren. Ersteres ja, zweiteres nein. Komischerweise gab es am ersten Tag lediglich Kommentare von Freunden und Bekannten. Nur einige wenige, die das Banner über unserer Tür gelesen hatten, fragten was denn bitte uniVista sei. Eine berechtigte Frage nach nun mehr knapp 10000 verteilten Heften, dachte ich mir, während ich über einem Bunsenbrenner meine Ravioli aus der Dose kochte. Es ist also doch ganz gut, dass wir uns hier präsentieren.
Immer mal wieder fanden sich Menschen die sich des Abends zu uns gesellten um eine Runde Verstecken zu spielen. Herrlich, zu was man Leute bekommt, wenn die Optionen nicht sonderlich zahlreich sind. An diesem Abend durfte ich leider früh ins Bett, da am nächsten Tag eine Klausur anstand. Was mir weniger passte war, dass ich wusste, dass Kai sich etwas Fieses für mich ausgedacht hatte. Komischerweise fand er es überhaupt nicht lustig, dass ich ihm in der ersten Nacht einen TUC in den Schlafsack gelegt hatte. Seine Nacht war also wesentlich knuspriger als er es sich erhofft hatte. Seine Rache kam dann auch. Nachdem ich selig weggeschlummert war, entfernte er die Halteseile meines Innenzeltes.
Immer mal wieder ging ich natürlich in mein neues Heim um zu schauen, ob noch alles steht und ob uns die Studenten registrieren. Ersteres ja, zweiteres nein. Komischerweise gab es am ersten Tag lediglich Kommentare von Freunden und Bekannten. Nur einige wenige, die das Banner über unserer Tür gelesen hatten, fragten was denn bitte uniVista sei. Eine berechtigte Frage nach nun mehr knapp 10000 verteilten Heften, dachte ich mir, während ich über einem Bunsenbrenner meine Ravioli aus der Dose kochte. Es ist also doch ganz gut, dass wir uns hier präsentieren.
Immer mal wieder fanden sich Menschen die sich des Abends zu uns gesellten um eine Runde Verstecken zu spielen. Herrlich, zu was man Leute bekommt, wenn die Optionen nicht sonderlich zahlreich sind. An diesem Abend durfte ich leider früh ins Bett, da am nächsten Tag eine Klausur anstand. Was mir weniger passte war, dass ich wusste, dass Kai sich etwas Fieses für mich ausgedacht hatte. Komischerweise fand er es überhaupt nicht lustig, dass ich ihm in der ersten Nacht einen TUC in den Schlafsack gelegt hatte. Seine Nacht war also wesentlich knuspriger als er es sich erhofft hatte. Seine Rache kam dann auch. Nachdem ich selig weggeschlummert war, entfernte er die Halteseile meines Innenzeltes.
Der Dienstag ging relativ schnell um, ich ging kurz in den Seminarraum, verhaute meine Klausur und genoss dasselbe Spiel wie am Montag. Bier, Ravioli, Verstecken aber von allem nicht zu viel, denn wieder wartete eine Klausur am nächsten Tag auf mich. Das schöne am Dienstag war allerdings, dass nun mehr und mehr Leute unser Vorhaben registrierten und uns ansprachen.
Der Mittwoch stand allgemein im Zeichen des Sonnenkampfestes. Nachdem ich also meine Klausur hinter mir hatte, ging es sogleich zum Vorglühen ans Zelt. Im Nachhinein möchte ich mich für die Solidarität der Studenten Vechtas bedanken, dass während des Festes nichts geklaut wurde und auch kein Witzbold auf die Idee kam unser Zelt mit gelbem Körpersaft zu verschönern.
Am Donnerstag wurde endlich ausgeschlafen. Das war weniger der Hammer, da das Wetter ungefähr so vernebelt war, wie unsere Köpfe. Am Freitag gab es dann noch die letzte Klausi für mich und danach wurde auch so langsam abgebaut.
Trotzdem ich Zelten überaus hasse, würde ich den Spaß immer wieder mitmachen. Es gibt unglaublich viele Stundenten in Vechta, die man noch nicht kennt, aber auf diesem Wege kennenlernen kann.
von Sebastian Dargel
So, das ist also mein neues Heim. Recht geräumig. Aber was sind das für Sponsen, die sich anschicken, dieses blaue WG-Zelt mit mir zu teilen. Hab ich mir das gut überlegt? War diese Schni-Schna-Schnapsidee nicht sogar von mir? Memo an mich selbst: Backen halten. Nun gut, es sind nur 5 Tage. Fünf Tage kein Freigang vom “Campus”, oder wie ich es gerne nenne: Schulhof.
Was soll‘s, die meiste Zeit der letzten vier Jahre hab ich eh hier verbracht, also warum nicht einfach das ganze mit einem gelungenen Topping abrunden.
Was soll‘s, die meiste Zeit der letzten vier Jahre hab ich eh hier verbracht, also warum nicht einfach das ganze mit einem gelungenen Topping abrunden.

Foto: Melanie Ehlert
Sonntag: Zelt aufbauen. Ich zweifle, dass das eine gute Idee war. Mein Zeltbereich ist rund 2,5 qm groß. Feinste Zeltwände mit Stockstuck und Lärmdämmung gleich Null. Das Atrium des blauen Stoffzuhauses bietet viel Platz, um auch mal einen Abend zuhause zu bleiben. Ich habe mir vorgenommen, mir ein paar Bücher aus der Bibliothek zu holen und zu lesen. Die Zeit will ich nutzen.
Montag: Schmackhaftes Frühstück bei Ulla. „Winnie der Puuh“ aus der Bibo ausgeliehen. Die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen vergeht wie im Fluge, dank der wirren Geschichten um den Bären mit geringem Verstand. Besucher des Zeltplatzes schauen neugierig bis verdutzt, und auch die WG im oberen Stock des N-Gebäudes linst neidisch auf unseren Vorgarten. Lass die Leute reden…
Dienstag: Dieser Dargel, ich bring ihn um. Ganz einfach und schmerzvoll. Hat dieser rothaarige Bengel mir doch glatt einen heimtückischen TUC-Cräcker aufs Bett gebröselt. Duschen im Sporttrakt.
Frühstück bei Ulla. Lernen für die letzte Prüfung meines jungen Studiums. Mit meinem Mitbewohner quäle ich mich durch die amerikanische Literatur und entdecke die Gewaltdarstellungen Cormac Mc Carthys für mich. Vielleicht lassen sich daraus ein paar Ideen ableiten gegen den gemeinen TUC-Terroristen. Heute Abend verlasse ich den Campus. Ich breche aus, um 4 Stunden später wieder da zu sein. Bandprobe und Ausnahmeregelung halt.
Frühstück bei Ulla. Lernen für die letzte Prüfung meines jungen Studiums. Mit meinem Mitbewohner quäle ich mich durch die amerikanische Literatur und entdecke die Gewaltdarstellungen Cormac Mc Carthys für mich. Vielleicht lassen sich daraus ein paar Ideen ableiten gegen den gemeinen TUC-Terroristen. Heute Abend verlasse ich den Campus. Ich breche aus, um 4 Stunden später wieder da zu sein. Bandprobe und Ausnahmeregelung halt.
Mittwoch: Der Dargel-Schlachtplan wird immer ausgeklügelter. Frühstück bei Mama Ulla, die uns jeden Morgen mit einem mitleidsvollen Blick die notwendige Zuneigung vermittelt, um uns dann auszulachen. Habe das N-Gebäude als Badezimmer für mich entdeckt. Blöde Blicke beim Rasieren sind keine Seltenheit. Jungs, passt auf! Ihr habt keine Rasierklinge in der Hand. Heute Abend findet das Sonnenkamp-Fest statt. Wir überlegen, wie wir unsere lauten Nachbarn die ganze Nacht aushalten sollen. Zum Glück gehört das Wohnheimgelände auch zu unserem Ausgangsbereich. Wir trinken die Störung einfach weg. Infiltrieren, inhalieren und ignorieren!
Donnerstag: Dargels Zimmer ist über Nacht einfach eingestürzt. Unglaublich, wie viele Leute an der Vechtaer Uni einfach nett nachfragen, was wir mit unserem Zelt eigentlich auf dem Campus wollen. Verplempere Zeit auf dem wunderschönen großen Affenfelsen und fühle mich wie im Zoo. Winnie Puuh konnte mich nicht in seinen Bann ziehen, obwohl es so unglaublich gut ist. Ich habe höchstens die Hälfte des Buches geschafft. Was ich aber geschafft habe: Eine Reise durch den „linken Gemüsegarten“ hinter unserem Zelt, Besuch des Design-Gebäudes, persönlicher Kaffee-Rekord gebrochen.
Freitag: Heimwärts. Ich ziehe aus. Der letzte Tag fühlt sich an wie jeder Freitag in Vechta. Die Uni dampft so mit halber Fahrt dahin, weil sich 80% meiner Kommilitonen schon im Wochenende befinden.
Sollte die Wohnungskrise Vechta mal wieder erreichen, schlagt eure Zelte auf dem “Schulhof” auf.
Sollte die Wohnungskrise Vechta mal wieder erreichen, schlagt eure Zelte auf dem “Schulhof” auf.
von Kai Pröpper
Offener Brief an die Vermieter
Liebe Vermieter, ich denke es wird Zeit Euch etwas Zeit zu widmen. Nach unzähligen Gesprächen mit Freunden, Bekannten, Mitstudenten usw. über deren Wohnverhältnisse, bin ich mir bewusst geworden, dass Ihr ein ganz schön lustiges und vor allem merkwürdiges Völkchen seid. Ihr macht Sachen bei denen sich andere Leute an den Kopf fassen und fragen: „Woher nehmt Ihr all die Zeit, all den Elan?“
Es geht schon damit los, dass Ihr oft wisst, wann genau der eigene Mieter die Wohnung verlässt, wann er wiedergekommen ist und in welchem desolaten Zustand er sich befand. Doch da gibt es noch eine Steigerung, eine Übung für Profis so gesehen: Wer mehr als einen Mieter in seiner Wohnung hat, also sein persönliches Gut an eine Wohngemeinschaft vermietet, kann versuchen die einzelnen An- und Abreisemomente aller Bewohner zu erhaschen und, je nach professioneller Vorgehensweise, aufzuschreiben. Für die Bewohner kann das ja auch hilfreich sein. Beispielsweise wenn sie nicht wissen, ob sich Mitbewohner X schon mal wieder hat blicken lassen. Aber Vorsicht! Diese Übung erfordert tagelanges sitzen am Küchen- bzw. Wohnzimmerfenster und kann zur Vernachlässigung des eigenen Lebens führen.
Es ist ja oft so, dass Vermieter und Mieter sehr nah beieinander wohnen (müssen). Manche sogar im selben Haus. Ein Dach, ein Flur, zwei Reviere! Dennoch sollte eines klar sein: Wer Miete bezahlt erkauft sich monatlich ein Stückchen Privatsphäre. Da möchte man nicht auf jeden Besucher oder jedes Telefonat hingewiesen und deswegen ausgefragt werden. Nein! Nein!
Oh ja, Besucher. Man muss echt nicht noch mehr Miete bezahlen, wenn man Besuch bekommt. Wer setzt Euch solche Flausen in den Kopf? Und schon gar nicht muss der Besucher dann Miete bezahlen. Ja, sicher benutzt mein Besuch auch das Wasser aus meinen Leitungen. Aber macht man das nicht auch, wenn man woanders zu Besuch ist? Ich kann, wenn ich will, das ganze Psychoseminar PS 1 als Lerngruppe zu mir einladen. Bezahlt Ihr wenn ihr jemanden besucht oder haben alle eure Freunde eigene Häuser? Ach ich vergaß. Es ging ja um Vermieter. Ich stelle mir das so vor: Es gibt da diesen Club. Der heißt irgendwas mit „Vechtaer Fensterblicke“ oder so. Dann trefft Ihr Euch wöchentlich und erzählt von den fiesen Schandtaten Eurer Mieter. Wer was gemacht hat, wer welche Art von Besuch bekam (besonders gern seht Ihr natürlich Damen- bzw. Herrenbesuch beim anderen Geschlecht, da kann man morgens schon mal mit einem Zwinkern rechnen) usw. Aber Stopp, Denkfehler meinerseits! Wer sitzt denn dann am Fenster?
Oh ja, Besucher. Man muss echt nicht noch mehr Miete bezahlen, wenn man Besuch bekommt. Wer setzt Euch solche Flausen in den Kopf? Und schon gar nicht muss der Besucher dann Miete bezahlen. Ja, sicher benutzt mein Besuch auch das Wasser aus meinen Leitungen. Aber macht man das nicht auch, wenn man woanders zu Besuch ist? Ich kann, wenn ich will, das ganze Psychoseminar PS 1 als Lerngruppe zu mir einladen. Bezahlt Ihr wenn ihr jemanden besucht oder haben alle eure Freunde eigene Häuser? Ach ich vergaß. Es ging ja um Vermieter. Ich stelle mir das so vor: Es gibt da diesen Club. Der heißt irgendwas mit „Vechtaer Fensterblicke“ oder so. Dann trefft Ihr Euch wöchentlich und erzählt von den fiesen Schandtaten Eurer Mieter. Wer was gemacht hat, wer welche Art von Besuch bekam (besonders gern seht Ihr natürlich Damen- bzw. Herrenbesuch beim anderen Geschlecht, da kann man morgens schon mal mit einem Zwinkern rechnen) usw. Aber Stopp, Denkfehler meinerseits! Wer sitzt denn dann am Fenster?
Ich wünsche mir einen Rollentausch. Ihr, liebe Vermieter, begebt Euch auf die Suche nach einem Zimmer in einer WG. Ein paar Rahmenbedingungen solltet Ihr dabei beachten. Das Zimmer darf nur zwischen 200,- und 250,- Euro warm kosten und soll mindestens 15qm besitzen (damit mache ich es euch noch leicht). Außerdem müsst Ihr euch als Studenten ausgeben (immer Haltung bewahren) und Ihr müsst Euch sicher sein, dass Ihr die Kaution noch wiederbekommt. Ich möchte die Blicke sehen, wenn Ihr den Wohnungen und den unannehmbaren Angebote Eurer Vermieterkollegen gegenübersteht. „Ja ja, das Zimmer wo alle durchgehen müssen um zu den eigenen Zimmern zu kommen wird auch vermietet. Ja, 230 Euro sind richtig. Nein, das Bad teilen sie sich noch mit der Wohnung unter ihnen.“ Und so weiter….
Um nicht alle Vermieter über einen Kamm zu scheren, – es gibt Euch auch in gut. Da sind die Zimmer in Ordnung und der Umgangston ist freundlich. Wenn Reparaturen anstehen kann man sich mit Euch einigen und beim Auszug macht Ihr keinen Aufstand, nur weil ein bisschen Farbe abgeblättert ist. Dafür möchte ich Euch hiermit herzlich danken. Ihr seid die Jedi Ritter unserer Wohnwünsche. Nur leider gibt es da halt noch die dunkle Seite der Eigenheimbesitzer und deren Todesstern wird im Winter wegen fehlender Isolierung bis zu 6 Grad kalt und die Heizung lässt sich „nicht mehr höher drehen“.
Ein kleiner Tipp zum Schluss: Überlegt doch mal, Ihr lieben Vermieter, ob Ihr selber in euren angebotenen Mietwohnungen wohnen wollen würdet und ob ein eigenes Leben außerhalb des Fensterrahmens nicht auch möglich ist.
Beste Grüße,
Eure uniVista
Eure uniVista
von Kai Pröpper
Bielefeld nightlife – Bielefeld gibt‘s auch bei Nacht
Nachdem wir zuletzt ein wenig Licht in die Bielefeldverschwörung gebracht haben, hieß es nun: Licht aus und ab ins Nachtleben.

Irgendwo muss
es sein
es sein
Foto: Johanna Olberding
Ferdis Pizza Pinte
Bahnhof Bielefeld. Unser Plan: Eine schöne gute Nacht in der Stadt der Verschwörung zu verbringen und der geneigten Leserschaft (DIR!) zu erklären, dass auch die 2- 3stündige NWB- Fahrt sich lohnt. Vor dem Bahnhof stehen wir an der Stadtbahnhaltestelle und suchen den Platz mit dem CinemaxX. War schon mal wer in Bielefeld? Jetzt nicht über unsere anfängliche Torheit lachen. Das CinemaxX befindet sich auf der anderen Seite des Bahnhofs. Gefunden. Karten kaufen für The Happening mit Ex- Marky Mark (Life in the streets…). Was nun? Noch eine Stunde bis zum Filmstart. Hunger! Auf dem Weg in ein scheinbares Wohngebiet stoßen wir auf Ferdis Pizza Pinte. Sieht von außen aus wie der typische Nobelitaliener. Ein Ort wo sich geschiedene 40jährige Damen herumtreiben und bei einem Glas Wein und Antipasti über die böse Männerschaft schimpfen. Der Schein trügt so was von. Das Publikum ist jung, die Bedienung freundlich und die Preise bezahlbar (Spinat-Feta Pizza 6.80 €). Ein Doppelplusgut gibt es für die sanitären Anlagen. Ein paar Muscheln ins Bad werfen und das maritime Gestaltung nennen kann jeder. Aber das ganze Bad in eine Unterwasserlandschaft zu verwandeln und dann noch Meeresrauschen und Käpt’ n Blaubär Dialoge im Hintergrund düdeln zu lassen ist eine Kunst.
Multiplex CinemaxX
Ein gelungener Zweiteinstieg für eine lange Nacht sollte uns das CinemaxX bieten. Mit pizzagestilltem Magen ging es für mich das erste Mal in eines der Multiplex- Kettenkinos dieser Welt. Kannte ich doch sonst nur Bestellung am Platz, inklusive dem persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern des Kinos – über deren Arbeitsplätze ich mich immer freute – erwarteten mich hier Anonymität trotz oder gerade wegen vieler Sitzplätze und eine riesige Leinwand. Die Sitze waren eng, aber der Logenplatz und der Sound wenden meine negativ- Bewertung wieder ein wenig Plus Null. Wobei: ermäßigte 6,- € für Studenten 1,- € für Loge = 2 1/2 DVDs aus der Videothek + Beamer und Leinwand im Wohnzimmer = unbezahlbar! Um der Leinwand zu frönen: Actionfilme mit 3D Charakter lassen Schlagkraft vermuten und auf die Erfahrung würde ich auf keinen Fall verzichten.
„The Happening“ sollte uns noch die ganze Nacht hindurch begleiten. Aber wer konnte das bei Beginn des Streifens schon erahnen? Hauptverursacher aller Aktionen des Films: „In den Suizid führende Pflanzentoxide“. Den latenten Sinn konnte ich nicht ergreifen, wohl aber das Glück, welches uns mit Bielefeld ereilte, denn es gab kaum Grünzeugs in den von uns bewanderten Gebieten und wir überlebten die Nacht. Meinem ersten Mal im CinemaxX halte ich entgegen: Gute Filme kommen auch auf einer kleinen Leinwand groß raus! Ich bleibe mit dem Herzen gegen Anonymität, für Arbeitsplätze und persönlicher Bedienung bei unserem Kleinstadtkino mit einzigartigem Ambiente.

Der Ringlokschuppen
Foto: Johanna Olberding
Ringlokschuppen – Schuppen? Das ist ne Halle
Bielefeld hat viele Straßen. Und vor allem hat Bielefeld lange Straßen. Eine der längsten scheint die Herforder zu sein. Aber man will ja nicht klagen. Da nachts keine Busse, Stadtbahnen und Rikshas mehr fuhren, blieben uns nur die flinken Füße. Egal, Mama und Papa mussten ja auch täglich geschätzte 73km durch Wind und Wetter waten, nur um Milch oder eine Messerspitze Salz zu holen. Wir wollen zum Ringlokschuppen. Der heutige Ringlokschuppen ist Teil des alten Reichsbahn- Ausbesserungswerkes Speldorf und er ist so verdammt riesig, dass ich mir Wegzehrung zwischen den einzelnen Areas wünsche. Der Eintrittspreis war mit 5 € noch erschwinglich für einen Laden dieser Größenordnung. Der Bierpreis mit 3 € (ebenso Cappuccino) ist schon ein tieferer Eingriff in meine Spendierhosentaschen. Aber hey, Wegzehrung ist das Stichwort. Im Ringlokschuppen werden keine kleinen Brötchen gebacken, wenn überhaupt werden da Brotlaibe groß wie VW-Käfer gemacht. Heidewitzka! Auf drei Areas fand sich alles was ein Gitarrenherz begehrt. Ein großes Areal für die Breitrockmasse, eine feine Hardcore-Ecke, in der Jungs und Mädels mit ordentlich Metal im Gesicht die Luft verprügeln, als hätte sie deren Mütter beleidigt und eine weitere riesige Gothik, Black, Leder, Lack und whatever Halle. Hier sei nun eine Lanze für alle Gothiker gebrochen. Es sind wahrscheinlich, neben den Mitarbeitern der Wohlfahrt die nettesten Menschen dieses Planeten. Wäre Goth eine Regierungsform wäre die Welt ein bisschen netter und um einiges dunkler.
Besonders erwähnenswert ist noch eine der Lounge- Cafe- Bars. Alte Videos von Nirvana Auftritten unterlegt mit Rage against the Machine- Songs und schwarz gekleideten Kaffee und Bierschlürfern am Tresen. Ein dunkelbuntes Potpourri der Reizüberflutung. Genau das Richtige für eine Nacht wie diese. Daumen hoch für den Ringlokschuppen

Irgendwo muss
es sein
es sein
Foto: Kai Pröpper
WG gesucht
Wir sind ja nicht zum Spaß hier. Der nächste Laden soll angelaufen werden. Unsere Wahl fällt auf „Die WG“, eine altes Hotel, in der wir uns vorstellen können, in Ruhe ein Bier zu trinken. Der Weg ist mal wieder lang und Kräfte zehrend. Vorbei am B1 Disco Baumarkt und merken, dass man einen ganzen Straßenzug umsonst abgelaufen hat. “Die WG” hat zu.
Suche nach dem “Sound”
Es war jetzt wirklich dringlich an der Zeit für eine Wanderpause und einer hefedurchsäuerten Gaumenspülung. Nachdem ich schon die Orientierung aber noch lange nicht die Lust am Wandern verloren hatte, freute ich mich eines männlichen Navigationssystems. „Da runter“ hieß es. Nach ungefähr 1500m Wegstrecke, für Urbangewachsene ein Marathon – für „Bahnhof-zur-Uni-Wanderer“ beiläufig, standen wir vor dem „Sound“. Leider ohne Sound aber immerhin noch mit Licht. Die Tür gab einem „Sesam öffne dich“ nicht nach. Klopfen blieb unbeantwortet (… mag sein, weil ich so leise klopfte…). Traurig aber wahr, dass Sound stand geschlossen vor uns da. Trotzdem: Allein die Tür lohnt schon einen Besuch. Als hätten sie viele Warsteinergläser in heißes Eisen gedrückt, strotzte die Tür vor „Pro- Bier“ und wir hätten es uns auch nicht entgehen lassen, wäre die Tür … nun ja; aufgegangen. Also merken: Vor Eins hingehen!
Stereo-oeretS

Kaffeepause
zwischendurch
zwischendurch
Foto: Johanna Olberding
Nach einer schweren „Wir-haben-geschlossen“- Depression blieben tiefschürfende Fragen an dem Leben der Bielefelder nicht aus. Weite Strecken von Kneipe zu Kneipe, Geschlossen ab Eins… . Hypothesen zur Begründung derartigen anomalen Großstadtverhaltens entstanden in der Trunkenheit von Übermüdung und auf dem Weg zum neuen Bahnhofsviertel. (Auf geht’s ab geht’s, 3 Tage wach!) „Vielleicht sind die Kneipen so verstreut, weil sich die Bielefelder nicht als zusammengehörig empfinden? Ich meine, da es Bielefeld nicht gibt fehlt den Leuten doch total das Identitätsempfinden. Keine Stadt, keine Identität. Sie sind sich einander und sich selbst wohl möglich gar nicht bewusst?“ Auch Zusammenhänge zu möglichem Abwehrverhaltensmaßnahmen der Pflanzenwelt durch toxische Gase wurden vermutet…sogleich aber verworfen: Zu geringer Pflanzenbestand. Wir erreichten das „Stereo“. Ein kleiner Eingang direkt neben dem CinemaxX. Ich vermutete einen Empireverschnitt. Was mich erwartete war eine gelungene Diskothek meines Geschmacks. Reinheitsgrad nach Circus und Hydepark. Sanitäre Anlagen aber á la SaniFair ohne 50 Cent Bonn, inklusive gelesen werden wollender Wandbekleidung aus Teenagerzeitschriften bis vermutlich 1990. Die Preise waren adäquat. Der Eintritt um unsere Ankunftszeit (4.00Uhr) herum frei. Ein Bereich mit schicker normaler Tanzmusik, eine Ecke zum chillen mit Sesseln und Sofa, eine Bar und eine wundervolle Tapetenecke, in der wir sogleich blieben, den Abend ausklingen und zugleich den Morgen mit „Kopf-zum-Beat-schwingend“ einläuten ließen. Ein „wollen sollen“ für Bielefeldentdecker!
Ausgeschlossen
1/4 unserer gesamten Night Life Erfahrung erlag der Wanderschaft. Die Stunden liefen uns nur so davon und wir konnten nicht alles erkunden – Wir wollten nicht alles erkunden: Was geschähe mit der Entdeckerfreude würden wir euch alles vorwegnehmen! Also: Füße unter die Arme, ab in die NWB Richtung Bielefeld. Das Angebot ist groß und acht Stunden reichen nicht!
von Johanna Olberding und Kai Pröpper
Bilderalbum
Schadstoffstark und leistungsarm

Geplanter Stopp
kurz vor der niederländischen Grenze
kurz vor der niederländischen Grenze
Foto: Britta Simon, René Kohn
Wieso werden Bekannte ständig an der Grenze zwischen Holland und Deutschland angehalten? Liegt es vielleicht am Fahrzeug (VW Bus T1) mit dem sich schmuggeln noch lohnen würde? Liegt es an den klischeebehafteten Dreadlocks? Oder sind es die schweren Augenlider, mit denen manche aufgrund einer Liderschwäche schon seitdem sie vier sind herumlaufen müssen? Ist der Faktor „Aussehen“ überhaupt ein Kriterium für Zollfahnder, sich die Gestalten im Auto genauer anzusehen?
Wir haben wirklich an alles gedacht und vorher im Internet ausspioniert, wie man sich am sichersten in die Fänge des Zolles bringt. Das ist eigentlich ganz einfach: Nächstgrößere niederländische Stadt anfahren, sich zwielichtig vor Coffeeshops rumtreiben, den Beamten Zeit lassen, sich das Kennzeichen zu notieren und dann möglichst unauffällig über die fast unsichtbare Grenze zwischen der BRD und den Niederlanden fahren. Irgendwann sollte man dann, wenn man alles richtig gemacht hat, an den rechten Seitenstreifen gelotst werden und sich den Damen und Herren der Grenzüberwachung stellen dürfen.
Wir haben wirklich an alles gedacht und vorher im Internet ausspioniert, wie man sich am sichersten in die Fänge des Zolles bringt. Das ist eigentlich ganz einfach: Nächstgrößere niederländische Stadt anfahren, sich zwielichtig vor Coffeeshops rumtreiben, den Beamten Zeit lassen, sich das Kennzeichen zu notieren und dann möglichst unauffällig über die fast unsichtbare Grenze zwischen der BRD und den Niederlanden fahren. Irgendwann sollte man dann, wenn man alles richtig gemacht hat, an den rechten Seitenstreifen gelotst werden und sich den Damen und Herren der Grenzüberwachung stellen dürfen.
Die Idee:
Wir fahren nach Holland und überqueren die Grenze immer und immer wieder, in unterschiedlichen Verkleidungen und Autos, bis wir angehalten werden und der niederländischen oder deutschen Polizei erklären, wie die Mottoparty heißt, zu der wir unterwegs sind. Das wird ein Spaß!!!

Flower Power-Posing
Foto: Britta Simon
Materialien:
Ein alter, schmutziger, leicht verbeulter Polo FOX und ein neuer, glänzender, schmucker Nissan Micra aus dem großen Fuhrpark der Redaktion. Natürlich tippten wir alle auf eine schnelle Gefangennahme des Fuchses.
Verkleidungskrams (Perücken, Schminke, Kostüme), Utensilien (große Schultüte, die wir entsprechend gestalten, Schmuck, Sonnenbrillen…)
Verkleidungskrams (Perücken, Schminke, Kostüme), Utensilien (große Schultüte, die wir entsprechend gestalten, Schmuck, Sonnenbrillen…)
Die Durchführung:
Wir fahren vormittags los in Richtung und durchs Emsland, Haren. Der Grenzübergang befindet sich von Vechta aus in etwa 150 km Entfernung. Zwei Kilometer davor ist der Treffpunkt auf der deutschen Seite. Zwei Kilometer hinter der Grenze der niederländische. Ist klar, oder? Am Treffpunkt wird sich umgezogen und schick gemacht für die Überfahrt. Im Falle eines Autos: Vier Male (sprich hin und zurück und hin und zurück), im Falle von zwei Autos die Hälfte, also jeweils hin und zurück. Macht unterm Strich 2-4 Verkleidungen für jeden. Am späten Nachmittag bis abends sollte die Rückreise möglich sein, es sei denn, wir befinden uns derweil in einer Zelle, was blöd wäre, weil wir das ja schon hatten, es sei denn, wir landen in einer niederländischen Zelle – der ultimative Zellenvergleich!
Welche Frage sich dem uniVista-Team stellt, ist nun: Reicht es schon aus, einfach nur unkonform auszusehen und sich in Grenznähe aufzuhalten um Bekanntschaft mit den Wächtern der Grenzen zu machen? Testen.
Einige Möglichkeiten: Langes Haar muss natürlich mindestens in einem Fall aus dem Fenster wild im Fahrtwind wehen. Die Schultüte lugt ebenso aus dem Fenster. Eine Fraktion sollte komplett mit Sonnenbrillen unterwegs sein. Aktenkoffer wären auch nicht schlecht. Höh höh… Personenanzahl:
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Fotos: Britta Simon, René Kohn
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Vier Leute in jedem Fall, entweder in einem Auto oder zwei in jedem. Für die Zwei-Auto-Variante wären auch sechs Leute möglich.
Das Hippieoutfit:
So wie unsere Generation es noch aus der CD-Werbung Top Hits of the Sixties kennt. Ihr wisst schon. Diese Werbespots, wonach man denkt, das Sound of Silence und Mercedes Benz ein und derselbe Song sind oder zumindest, dass sich diese astrein zusammenmixen lassen.
Außerirdisch:
Ein bisschen Alufolie auf dem Schädel toupieren und schon sieht man aus wie ein merkwürdiges Alien. Oder zumindest wie jemand, der Alufolie auf dem Kopf hat. Alf und E.T. drehen sich im kleinen Grabe um.
Geisterfahrer:
Der alte Bettlakentrick schockt immer noch. Und immer dran denken: Große Augenlöcher und eine Mundöffnung sind essentiell für einen gutgelaunten Poltergeist!
Piekfein:
Ja ja, wir putzten uns raus. Nur vom Feinsten. Mein lieber Scholli, ich hab den Anzug immer noch an. Wenn Oma uns so sehen könnte. Piekfein und irgendwo im Nirgendwo.
Von der Theorie in die Praxis:
Die Hinreise im Schnelldurchlauf: Einsteigen, fahren, aussteigen, tanken, einsteigen, fahren, fahren, fahren, aussteigen, Kostüm wählen, umziehen, einsteigen, über die Grenze fahren.
Der piekfeine Dress brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Es war keine Polizistenseele in Sicht. Warum auch? Es ist ja nichts Besonderes, gut gekleidet zu sein. Mehr Chancen erhofften wir uns von den außerirdischen Metallköpfen, doch nichts geschah.
Der Geist brachte auch keinerlei Erfolg. Wieder ein Bettlaken umsonst geopfert. Das nächste mal wird themengerecht gefahren: Gegen den Strom!
Auch das Hippieoutfit, auf welches wir in Verbindung mit dem alten, schmutzigen (ihr wisst schon…) Polo FOX fast schon all unser Bargeld gewettet hätten, machte uns keineswegs verdächtiger. Da kann man nur sagen „Myth busted“ und wieder was gelernt. Es liegt nicht am Aussehen der Fahrzeuginsassen, ob man an den Grenzen einer Kontrolle unterzogen wird. Den Grenzbewachern hätte eine gewisse Toleranz zugesprochen werden können, wenn denn welche vor Ort gewesen wären. Dieser Test ist unbedingt zur Nachahmung geeignet, wenn man einmal „Schadstoffstark und leistungsarm“ handeln möchte.
Der piekfeine Dress brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Es war keine Polizistenseele in Sicht. Warum auch? Es ist ja nichts Besonderes, gut gekleidet zu sein. Mehr Chancen erhofften wir uns von den außerirdischen Metallköpfen, doch nichts geschah.
Der Geist brachte auch keinerlei Erfolg. Wieder ein Bettlaken umsonst geopfert. Das nächste mal wird themengerecht gefahren: Gegen den Strom!
Auch das Hippieoutfit, auf welches wir in Verbindung mit dem alten, schmutzigen (ihr wisst schon…) Polo FOX fast schon all unser Bargeld gewettet hätten, machte uns keineswegs verdächtiger. Da kann man nur sagen „Myth busted“ und wieder was gelernt. Es liegt nicht am Aussehen der Fahrzeuginsassen, ob man an den Grenzen einer Kontrolle unterzogen wird. Den Grenzbewachern hätte eine gewisse Toleranz zugesprochen werden können, wenn denn welche vor Ort gewesen wären. Dieser Test ist unbedingt zur Nachahmung geeignet, wenn man einmal „Schadstoffstark und leistungsarm“ handeln möchte.
von Kai Pröpper, René Kohn, Stefanie Bruns und Britta Simon.
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