Lea Weber

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PDF-Version der 12. Ausgabe

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“Wo man singt, da lass’ dich nieder…

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Klein fängt man an.
Foto: Lea Weber
…böse Menschen haben keine Lieder.” Das wusste schon Oma. Wenn ich mir die vier Jungs, die gerade vor mir stehen, so ansehe, glaube ich: Oma hatte recht. Es ist Dienstag nachmittag. Wir sitzen im Musikraum unter der Aula. Ich bin eingeladen zu einer Probe von Safet, Benjamin, Boris und Florian, den Jungs von d’Accord. Nachdem sie mit dem Comedian-Harmonists-Klassiker Mein kleiner grüner Kaktus bereits zur Einstimmung meine vollste Begeisterung ernten, darf ich einen kleinen Einblick in die Entstehung des d’Accord-Programms erhaschen.
Für den Sommer ist das große Konzert angekündigt, eine hoffentlich ausverkaufte Aula und, so sagen die Jungs, vielleicht die Zündung für die musikalische Karriere von d’Accord. Dafür werden nun nicht nur die älteren Barbershop-Klassiker aufpoliert, sondern auch neue Songs geschrieben, einstudiert, an ihnen herumgefeilt und weiter geprobt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Safet Fotiou
Studiengang: Germanistik, Sport.
Ich bin in Vechta seit: 2002.
Eigentlich komme ich aus: Rotenburg a.d. Wümme.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann: schreibe ich die Songs für d’Accord, verbring die Zeit mit meinen Lieben und mit FIFA-Spielen mit Benni und Daniel.
Ich kann dieses Instrument spielen: Klavier.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: Da gibt es einige.
Mein momentaner Lieblingssong: Wire to Wire von Razorlight.
Das letzte, das ich gekauft habe: Monte.
Mein Lieblingskuscheltier ist: Pandabär.
Ich könnte nicht leben ohne: Musik, meine lieben Mitmenschen, Sport, d’Accord.
Besonders stolz bin ich auf: Barack Obama.
Vechta ist für mich: ein sehr wichtiger Lebensabschnitt.
Der schönste Platz auf der Welt ist: Das erzähle ich euch lieber nicht. ;-)
Dabei sind wir genau an dem Ort, an dem alles begann. Flo und Safet trafen sich 2004 hier im Musiktrakt. Zusammen mit Safets Bruder Edin und André, einem weiteren Freund, fand sich zunächst die Gruppe Capella-A zusammen. Sie sangen Stücke von Boys II Men, NeYo und anderen bekannteren R&B-Größen.
Über den Hochschulchor ergab es sich, dass sich Safet und Flo mit Boris, dem Musikdozenten Klaus Werner und Daniel, einem weiteren Musikkommilitonen, als Barbershop-Quintett mit We will rest a while innerhalb eines größeren Musikprojekts zusammenfanden.
Klaus Werner, Safet, Flo und Daniel beschlossen nach diesem Projekt, das Barbershop- (nun) Quartett aufrecht zu erhalten und übten weitere Barbershop-Klassiker ein. Als Daniel Vechta verließ, trat Boris dafür an dessen Stelle und brachte Benni, den er aus der Studentenbühne kannte, gleich mit.
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Proben vor dem großen Auftritt
Flo, Safet, Boris und Benni
Foto: Lea Weber
Nach einigen Auftritten mit dem Fach Musik und dem Hochschulchor kam 2008 die Anfrage unserer Hochschulpräsidentin, ob die Jungs nicht bei der Hochzeit ihrer Tochter für die musikalische Abwechslung sorgen könnten. Diese Anfrage setzte dann den Startschuss für d’Accord. Mit dem Gedanken, Auftritte zu machen, dabei ein bisschen Geld für die weitere Finanzierung des Projekts “A Capella Band” zu verdienen und damit das Programm noch weiter auszubauen, musste zunächst ein passender Name her. Irgendwer von den Jungs habe die Idee einfach mal so in den Raum geworfen. “Ja, und dann dachten wir: in d’Accord, da hört man das Wort ‘Chor’ raus und man liest das Wort ‘Accord’, also Dreiklang und es heißt ‘Einverstanden’. Und damit waren wir dann alle… einverstanden!”, erzählt Safet.
Florian Voigt
Studiengang: Master Ed (Musik / Gestaltendes Werken).
Ich bin in Vechta seit: dem WS 2004.
Eigentlich komme ich aus: Cloppenburg.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann:lache ich viel.
Ich kann dieses Instrument spielen: Schlagzeug, Percussion, Klavier, Blockflöte, E-Bass, Mundharmonika.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: Frank Sinatra, Herbert Grönemeyer.
Mein momentaner Lieblingssong: A Capella auf dem Teller (Anm. d. Red.: von d’Accord).
Das letzte, das ich gekauft habe: nen Kaffee bei Jörg.
Mein Lieblingskuscheltier ist… : Waldbär.
…und heißt: Waldbär.
Ich könnte nicht leben ohne: Mensa! Grüße an Karin, Rudi, Inge, Melanie, Matze und Renate und natürlich alle, die ich vergessen habe!
Besonders stolz bin ich auf: meine Jungs!
Vechta ist für mich: ein großes Rätsel!
Der schönste Platz auf der Welt ist: auf der Bühne.
Neben neu einstudierten Songs von den Comedian Harmonists und den Beatles, kamen nach und nach die ersten selbst komponierten Lieder dazu. Safet steuert hierfür die Ideen, Texte und Melodien bei, die die Jungs dann gemeinsam zur Perfektion bringen. Die Songs spielen mit der Sprache. Die Schwierigkeit beim Einstudieren ist allerdings, dass Safet nie gelernt hat, Noten zu lesen oder zu schreiben. Die Harmonien entstehen daher alle nach Gehör – sicherlich keine Selbstverständlichkeit für eine A-Capella-Gruppe.
Ortswechsel: Rasta-Dome Vechta. Es ist Samstagabend, die Basketballer des SC Rasta Vechta spielen gegen den Oldenburger TB. d’Accord sind als Pausenact für das Spiel geladen. Noch ist die erste Halbzeit mitten im Gange.
Ein festes Ritual vor Auftritten haben die Jungs nicht. Der Ablauf wird noch ein paar Mal abgesprochen, “Tourbusfahrer” und seelische Unterstützung Daniel wird zum wiederholten Male erklärt, welchen Schalter er für die Boxen gleich betätigen soll und ständig huscht ein Blick zur Anzeigetafel, wie lang es noch bis zur Pause ist. Auch wenn alle vier bereits einige Bühnenerfahrung sammeln konnten, ist das Lampenfieber nicht zu leugnen. “Ach, ich glaub, das geht nie ganz weg. Aber ohne geht’s auch eigentlich gar nicht.”, sagt Benni.
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Safet, Flo, Benni und Boris
im „Studio“
Foto: Lea Weber
Die erste Halbzeit ist vorbei, die Jungs werden vom Hallensprecher angekündigt und starten ihre Perfomance mit dem eigens komponierten Rasta-Vechta-Jingle: “…. Ich sing’ Rasta, ihr singt Vechta: Rasta..” “Vechta!”, grölt das Publikum zurück. Auch der Applaus auf Die Kugel fliegt wieder, ein Basketball-Rasta-Song, der aus dem ebenfalls von d’Accord stammenden Die Pille rollt wieder umgeschrieben wurde, zeugt von der Begeisterung des Publikums. Die Jungs kommen an.
“Hat sich eigentlich etwas geändert, seitdem d’Accord öfters öffentlich auftritt?”, will ich wissen. “Na ja, man wird schon öfters gegrüßt auf der Straße oder an der Uni – auch mal von Leuten, die man gar nicht kennt. Und Ulla spricht uns jetzt alle mit Namen an.”, erzählt Flo.
Wir sind zurück bei den Proben im Musiktrakt der Uni. Klaus Werner ist heute dazu gekommen, um die Jungs zu unterstützen. Dabei ist die Atmosphäre wie unter Freunden, nicht wie unter Studenten und deren Professor. Dabei merkt man allen an, wie viel Spaß sie an der Sache haben und dass selbst die zehnte Wiederholung eines Liedes an diesem Tag bei der Pointe immer noch ein Grinsen auf die Gesichter der Sänger setzt. Das Strahlen in den Augen lässt vermuten: Da kommt noch Größeres auf die vier jungen Herren zu.
Benjamin Grabbe
Wie ist dein zweiter Vorname? Nils.
Studiengang: Bachelor (Sport, Deutsch).
Ich bin in Vechta seit: 2005.
Eigentlich komme ich aus: Osnabrück.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann: spiele ich Xbox 360 oder mache Sport oder gehe ins Kino.
Ich kann dieses Instrument spielen: Ich konnte mal Klavier spielen, hab es aber lange nicht mehr gemacht.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: hab keins.
Mein momentaner Lieblingssong: Die Welt zu Gast bei Freunden von Basta.
Das letzte, das ich gekauft habe: Fladenbrot und Käse beim Türken.
Mein Lieblingskuscheltier ist… : ein kleiner Affe.
…und heißt: Mary II.
Ich könnte nicht leben ohne: meine Fans. ;-)
Besonders stolz bin ich auf: mein Laminat und den Tisch in der Wohnung.
Vechta ist für mich: ein stark überdurchschnittlich reiches Dorf mit einer schicken Uni. *schleim*
Der schönste Platz auf der Welt ist: dort, wo ich mich gerade befinde. (Anm. d. Red.: in der Küche der Autorin???)
Zunächst ist als großes Event das Konzert am 24. Juni in der Aula angesetzt. “Das Größte wäre es natürlich, vor einer ausverkauften Aula zu singen.” , sagt Boris und fügt hinzu: “Wir hoffen ja doch so ein bisschen, dass das so ein Durchbruch für unsere musikalische Karriere werden könnte.”
Freuen können sich die Zuhörer bei diesem Konzert auf einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Abend. Alte Comedian-Harmonists-Klassiker, so wie weitere Highlights der Musikgeschichte wechseln sich ab mit den eigenen Songs von d’Accord.
Ich durfte die vier Jungs ja in den letzten Wochen ein Stück weit begleiten und bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das große Ereignis erfahren… und Oma hatte wirklich recht, wo diese vier Jungs singen, kann man sich beruhigt niederlassen und sich auf sehr gute Unterhaltung freuen!
Für die weitere Zukunft kann ich nur raten: Wise Guys, Basta und Konsorten: Hört euch die Jungs gut an: Ihr seid dabei Konkurrenz zu bekommen….
Sekt oder Selters
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Flo, Benni, Boris und Safet
bei ihrem Auftritt im Rasta-Drome
Foto: Lea Weber
Bohlen oder Beethoven?
Benni: Bohlen.
Boris: Beethoven, als Musikstudent muss ich das sagen…
Safet: Beethoven.
Flo:: äh…. Bohlenhoven.
Tagträumer oder Tatendränger?
Safet: Tagträumer, auf jeden Fall.
Flo: Äh… Tagträumer.
Benni: Joa, auch Tagträumer.
Boris: Ja, nehm ich auch.
Flo: Da sind wir alle d’Accord.
Lästerschwestern oder Schweigen der Männer?
Safet: Schweigen der Männer.
Flo: Lästerschwestern.
Benni: Lästerschwestern.
Boris: Ich nehm das Schweigen
Boris Blömer
Wie ist dein zweiter Vorname? Maria.
Studiengang: Master Ed (Anglistik/ Musik).
Ich bin in Vechta seit: langem.
Eigentlich komme ich aus: Vechta.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann: im Moment, nichts.
Ich kann diese Instrumente spielen: Klavier, Marimbaphon.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: Basta.
Mein momentaner Lieblingssong: Denkblockade (Anm. d. Red.: von d’Accord).
Das letzte, das ich gekauft habe: Monte.
Mein Lieblingskuscheltier ist: Kissen.
Ich könnte nicht leben ohne: die Musik.
Besonders stolz bin ich auf: das, was ich bisher geschafft habe.
Vechta ist für mich: die Heimat.
Der schönste Platz auf der Welt ist: einer, bei dem Freunde sind und wo Musik gemacht wird.
Freund der Sonne oder Fürst der Finsternis?
Flo: Ich bin Freund der Sonne.
Boris: Joa…
Benni: Finst der Fürsternis.
Safet: Jo, Freund der Sonne.
Tresenlehner oder Tanzflächenfeger?
Flo: Tanzflächenfeger.
Benni: Tresenlehner.
Safet: Tresenfeger.
Boris: Tresen…fe..leger…was? (alle lachen).
Benni: Tresenpfleger is auch schön!
Schlagsahne oder Schokosoße?
(längeres Schweigen)
Boris: Was? Schlagsahne?
Benni: Schokosoße.
Flo: Keins von beidem.
uniVista Sondern?
Flo: Bier!
Boris: Ich glaub, auch Schokosoße.
von Lea Weber

Bilderalbum
uniVista No. 12: d’Accord

The Dome 49

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„Endlich“ eine Karte.
Foto: Lea Weber
Es ist 16 Uhr, drei Gestalten treffen sich auf einem öffentlichen Parkplatz und besteigen nach einer kurzen Besprechung einen kleinen, unauffälligen Kleinwagen, ihr Weg führt sie auf die Autobahn.
Kurz nach 18 Uhr: Das Auto fährt mit zügigem Tempo direkt vor den Hannoverschen Flughafen, hält abrupt auf dem Behindertenparkplatz, zwei Frauen stürzen heraus und rennen ins Gebäude.
Hektisch drehen sie sich nach links und rechts, um sich zu orientieren und wenden ihre eiligen Schritte schließlich nach links. Sie laufen endlose Gänge entlang, tauschen kurzatmige Silben der Ratlosigkeit aus. Die Blicke schweifen während des Runs durch den Flughafen nervös über die bunten Wegweiser. Hastig rennen sie ins zweite Stockwerk und betreten atemlos ein kleines Bistro…
Stoff für einen Hollywoodfilm? Retten die beiden Frauen den Hannoverschen Flughafen etwa vor einem Attentat?
Sie wenden sich an den Mann hinter der Theke: „Entschuldigen Sie… Wir brauchen unbedingt noch zwei Tickets für… The Dome.“ Peinlicher und x-tremer ging’s selten! Fast hätten wir unsere Tickets auf dem Schwarzmarkt erwerben müssen, aber sei’s drum… Lest nun auf den folgenden Seiten, wie x-treme es wirklich war.
von Melanie Ehlert
“Ihr seid super-affen-mega-spitze!“ Spätestens als uns der Warm-Upper das begeistert entgegen brüllt, wird mir bewusst, auf was ich mich da eingelassen habe… Gerechnet hatte ich ja mit einer Masse von 13- bis 16-Jährigen, die, völlig ausgehungert und durchgefroren, weil schon eine Woche vor der TUI Arena zeltend, Bands Liebeserklärungen und Kinderwünsche entgegen brüllen, von denen ich noch nie was gehört habe. Aber das ist tatsächlich noch schlimmer… Das (freiwillige) Publikum schätze ich so zwischen 8 und 13. Alles was älter ist, sind genervte Eltern oder große Geschwister, die mit einer Miene, wie ein Macho beim Schuhe kaufen, neben uns auf den oberen Rängen sitzen.
Eröffnet wird der Karneval der akustischen Grausamkeiten mit Lady Gaga. Ich hatte ja immer gedacht, wenn man berühmt wird, macht man das große Geld. Bei Lady Gaga reicht das aber offensichtlich nicht mal für eine vernünftige Hose – sie trällert uns im schwarzen Schlübber entgegen. Musik vom Band, Stimme live… Hätte sie sich allerdings vielleicht doch überlegen sollen… Erstens sind die Töne nicht so ganz treffsicher und die Technik hat das auch noch nicht so ganz raus… Erst hört man kaum Stimme, dann plärrt es
ohrenbetäubend.
Was für ein Auftakt! Später wird sie kurz über ihre Meinung zu deutschen Fans interviewt – was für ein Präventionsprogramm: Liebe Kinder, nehmt keine Drogen, sonst könnt ihr euch genauso wenig artikulieren wie Lady Gaga.
Durch den „bunten Abend“ führen Joko und Miriam, zwei Moderatoren… na ja, von der Stange halt, aber zu verkraften. Weiter geht’s mit dem Programm für diejenigen, die, wenn sie dem jugendlichen „eigentlich-alles-Musikgeschmack“ entkommen sind, sich Richtung Rock entwickeln möchten: Eisblume (mit Subway-to-Sally-Cover) und LaFee überraschen mich mit tatsächlich ganz gut hörbarer Gitarrenmusik – Eisblume zusätzlich mit einer netten Stimme, während LaFee mich mit den „Du-bist-voll-das-Arschloch-aber-ich-werde-mich-schon-rächen-denn-ich-bin-ja-schon-15-und-weiß-wie-das-Leben-läuft“-Texten dann doch wieder auf den Boden der Zielgruppen-Tatsachen zurückbringt.
Als nächstes werden Reamonn angekündigt. Schon in freudiger Erwartung wird diese aber gleich wieder enttäuscht. Die sind nämlich noch gar nicht da, aber da das ja eine Aufzeichnung ist, mussten sie die Anmoderation schon mal machen… aha… Besonders erquickend ist, dass sie die Abmoderation gleich mitdrehen. Ohne, dass etwas passiert ist, fragt uns Joko überschwänglich: „Uuuuuund? Wie fandet ihr Reamonn???“ Tja, da weiß glücklicherweise selbst das junge und ansonsten so begeisterte Publikum nicht mehr, was es dazu sagen soll.
Nachdem Queensberry im 80er-Jahre-Ballett-Barbie-Outfit den Kreischpegel der Teenies noch mal zum Exzess geführt haben (und den Papa neben mir dazu gebracht haben, noch mal Oropax nachzulegen), will sich Jeanette zum „Beat undressen“. Wir sind uns einig, dass das gerne ihre vier männlichen Tänzer vertretend übernehmen dürften… Immerhin eine Freude für die Augen!
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Gute Sicht aus den oberen Rängen
Foto: Lea Weber
Bei Titiano Ferro täuscht meine redaktionelle Leidensgenossin neben mir dann endgültig akute Blasenschwäche und einen spontanen Herzinfarkt vor, aber da muss sie jetzt durch – auch wenn sie sich kopfschüttelnd die Ohren zuhält. Ich persönlich fange bei Tim Toupet und Super-Richie (hey, der war sogar schon bei The Dome, als ich das „damals“ noch freiwillig geguckt habe), jetzt als Luca Toni verkleidet, an, mich ernsthaft zu fragen, ob ich nicht noch ganz dringend irgendwelche Hausarbeiten zu schreiben hätte… Der Abfluss in der Dusche müsste auch dringend mal wieder gemacht werden… Und der Dachboden sieht aus…
Glücklicherweise kommen dann (tatsächlich) Reamonn und Razorlight. Zur Abwechslung ist bei denen tatsächlich alles live – man sieht sogar die Kabel von den Gitarren zu den Boxen laufen… Selbst die Eltern neben mir, die sich vermutlich auch gerade gefragt haben, warum sie heute nicht lieber die Steuererklärung gemacht haben, scheinen wieder gut gestimmt.
Diese Aufmunterung war auch nötig, denn es geht gleich schon wieder weiter mit Sido. Der Papa neben mir kramt nach weiterem Oropax, denn der Kreischpegel übertrifft den von Queensberry noch um einige Dezibel… Der Grund, warum ich über den Sido-Auftritt an sich gar nicht viel sagen kann… So viel hab ich davon ja gar nicht mitbekommen…
Jetzt kommt noch mal Lady Gaga auf die Bühne und präsentiert uns ihren neuen „Smash-Hit“ Poker Face. Also… das dachte man wohl so. Irgendwie kommt bei ihr nur die erste Minute kein Ton raus (Und ich sag noch: Man sollte das mit dem Halbplayback echt nur machen, wenn man‘s wirklich kann….). Wie sich nach der Perfomance rausstellt, ist die Moderatorin Miriam mit dem Absatz ihres Highheels auf ein Kabel getreten, dass für das Mikro von Lady Gaga zuständig war. Aber das schöne ist ja, dass wir hier bei einer Aufzeichnung sind. Also holen wir noch mal den Warm-Upper raus, um das Publikum noch mal hochzukochen und wiederholen den Auftritt einfach noch mal. Ich überlege erstmals in meinem Leben, ernsthaft mit harten Drogen anzufangen, um das ganze hier ohne weitere psychische Schäden zu überleben. Ein Blick zur Seite: Ein kopfschüttelndes Hände-ins-Gesicht-Vergraben lässt  mich vermuten, dass es nicht nur mir so geht.
Das große Finale macht dann Sammy Deluxe, der offensichtlich auf unserer Seite steht. Nachdem die Technik erst den falschen Song, dann den richtigen Song, aber die falsche Version eingespielt hatte, fiel selbst ihm nichts anderes mehr ein, als laut und deutlich ins Mikrofon gen Technik zu zischen: „Das ist jetzt aber echt mal viertel vor Blamage, Leute!“ Danke, Sammy! Du sprichst mir aus der Seele!
von Lea Weber
Bei mir hat es nur zu einem Stehplatz-Ticket gereicht. Anstatt mich komfortabel auf einem Sitz zu räkeln, bin ich zwischen den echten Fans. Naja, nicht ganz. Um sich einen vorderen Platz zu sichern, hätte man eher kommen müssen, so bleibt mir lediglich ein Standort am Rande der Menge, hinter den Teenagern und vor ihren gelangweilten Eltern, die als Begleitpersonen mitgekommen sind.
Immerhin hat es noch nicht angefangen. Ein Typ, der an Kinderbespaßer in Clubhotels erinnert, verteilt The-Dome-T-Shirts und fragt dabei immer wieder „Hannover, seid ihr gut drauf?“. Das ist offensichtlich der Fall: Als die Moderatoren übernehmen und wenig später Lady Gaga in einem leuchtenden Bilderrahmen auf die Bühne schwebt, bricht ein Kreischen los. Hoch, schrill, laut. Ich hätte solche Töne selbst mit 14 nicht hervorbringen können.
Dann geht es weiter mit Razorlight, Queensberry, Max Mutzke usw. Irgendwie nett, irgendwie aber auch genau das, was man zwischen einem Haufen dummen Gelaber auf Radio FFN hört. DJ Ötzi – sonst ja eher bekannt für Kirmes-Musik – überrascht mit einer Depri-Ballade, der Applaus fällt verhalten aus. Zwischendurch gibt es den ersten Personenschaden: Ein ca. 14-jähriges Mädchen klappt – vermutlich geschwächt durch langes Rumstehen in Verbindung mit hohen Limonadenpreisen – zusammen und wird mit einer Krankentrage abtransportiert.
Nach der Pause heißt es für mich dann wirklich „mittendrin statt nur“ dabei. Ich gehe so weit es geht nach vorne. Vor mir steht ein Junge, der sich das The-Dome-Symbol, die stilisierte Spiegelkugel, auf den Schädel rasiert hat. Ich komme mir vor, wie ein Atheist bei den Zeugen Jehovas.
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Auf zur nächsten Show.
Foto: Lea Weber
DJ Ötzi kommt mit seiner zweiten Nummer besser an, obwohl sein Auch in 100000 Jahren werd‘ ich immer bei dir sein wie eine Drohung klingt. Eisblume, sonst nur als manga-ähnliche Zeichentrickfigur in ihrem Video zu sehen, tritt zum ersten mal live auf. Wir können uns also fast ein wenig privilegiert fühlen. Und ich hätte ja nie gedacht, dass ich das mal schreibe, aber Sido hat es drauf. Bisher fand ich den Gewollt-Gangster mit der abgebrochenen Kindergärtner-Ausbildung eher peinlich. Aber bei seinem Auftritt stimmt alles, jeder Spruch, jede Bewegung passt perfekt, das Kreischen der Fans erinnert an startende Flugzeuge. Als er seinen Schal in die Menge wirft, bricht fast eine Schlägerei los.
Zwischen den Auftritten immer die beiden Moderatoren, und immer, wenn es schief läuft, wird Käpten Kinderbespaßer auf die Menge los gelassen: „Hannover, seid ihr gut drauf?“
Den Arschloch-Job übernimmt Sammy Deluxe. Sein Auftritt ist der letzte des Abends, die meisten gehen schon, während er auf der Bühne steht.
Hinterher klingeln mir die Ohren von dem Kreischen der Teenager, und ausgerechnet das Fliegerlied von Tim Toupet (vor allem bekannt durch Du hast die Haare schön) schwirrt mir auf der Autofahrt die ganze Zeit im Kopf herum. Trotzdem, irgendwie war es ganz lustig, auch wenn es ganz sicher keiner Wiederholung bedarf.
von Stefan Hirsch

Weltuntergang – Und Du bist in Vechta!

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Weltuntergang… in Vechta? Oh man. Da, wo am Wochenende um acht Uhr schon die Bürgersteige hochgeklappt werden? Toll. Na ja, lässt sich nunmal nicht ändern. Da stecke ich also fest und überlege, was ich tun soll. Ich schätze, dass ich alle meine vermeintlichen Freunde zwingen würde, den letzten Tag unseres Lebens miteinander zu verbringen. Joa. Ansonsten, vielleicht ein paar Dinge, die man sonst noch nie gemacht hat… warum auch immer. Vielleicht irgendwas Kreatives an die Uni-Wände malen oder so. Ansonsten: Warten, beten und hoffen, aber Weltuntergang in Vechta ist echt unfair… zumindest für solche, die ihre Heimat woanders haben. Echt, ey!
von Sarah Kotten
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© SarahC. / PIXELIO
© Gerd Altmann (geralt) / PIXELIO
Ich bin nicht sonderlich mutig. Vor allem nicht, wenn es darum geht, jemandem ganz klipp und klar die Meinung zu sagen. Ganz egal, ob die positiv oder negativ ausfällt. Meistens versuche ich alles ganz diplomatisch und so „einerseits-andererseits“-technisch auszudrücken. Ich denke aber immer: „Man müsste mal demunddem und so weiter…“ Ich denke, das würde ich tun: Ich würde den ganzen Tag damit verbringen, Lobhudeleien und (auch platonische) Liebeserklärungen an die (entsprechenden) Leute zu bringen und andere entsprechende Leute verbal (obwohl, dann is´ ja auch egal…) in der Luft zu zerreißen. Und dank Telefon geht das ja sogar über die Grenzen von Vechta hinaus…
von Lea Weber
Die Welt geht heute unter? Das allein ist schon eine gruselige Vorstellung. Zu allem Überfluss muss ich das dann auch noch in Vechta erleben? Wahrscheinlich würde ich meine Familie anrufen und mich dann mit meinen Freunden verabreden und in den Weltuntergang reinfeiern. Vielleicht würde ich auch Rotz und Wasser heulen und mich verkriechen. Oder all die Dinge tun, die ich schon immer tun wollte. Aber darüber müsste ich nachdenken und die Zeit hab ich doch gar nicht. Aaaargh.
von Stefanie Bruns
Auf der einen Seite gibt es Vechta, auf der anderen Seite die Welt. Wenn auch die Welt untergeht – Vechta bleibt. Im Falle eines Weltuntergangs rettet Weltfremdheit das Leben!
von Johanna Olberding
Weltuntergang, und ich bin in Vechta? Kein Ding. Ich schiebe alle unkoscheren Gedanken beiseite, zähle ein paar Ave Maria auf und bekreuzige mich. Denn wenn das wie mit dem Wetter läuft, dann machen die apokalyptischen Reiter eben so Halt vor den gläubigen Toren Vechtas wie der Niederschlag. Und wenn nicht, naja dann gibt’s ja immer noch das Paradies, und da ist ja eh alles schön. Nun, und wenn der heilige Schein nicht über Vechta wacht, dann gehe ich gepflegt mit meinen Liebsten in die Cubar und feier eine letzte Sause mit genügend Long Island Ice Teas. Insel, ich komme.
von René Kohn
Die Welt geht unter und ich bin dabei! Das ist ein fucking Event! An so einem Tag muss man was Besonderes machen. Mit Freunden treffen? Heulen? Kann man auch an allen anderen grauen Kleinstadttagen. Ich würde mir einen Porsche 911 Turbo mieten, und auf Vechtas Straßen alle 4 Teile von The Fast and the Furious nachspielen. In einem rosa Hasen-Kostüm. Betrunken. Bußgeld? Punkte? Scheiß drauf, die Welt geht unter und mit ihr mein Führerschein.
von Stefan Hirsch
Ich würde wohl zunächst abwarten, inwiefern meine ausbrechenden animalischen Triebe der aufkommenden Anarchie standhalten würden. Sicher spannend, ob ich dann Opfer oder (Wohl)täter wäre. Ansonsten würde ich Kette rauchen und dem letzten Feuer meines Lebens auf dem Pferd vor der Sparkasse in einem ausreichend geistesgestörten Zustand singend und heulend entgegen reiten.
von Tobias Kunz

PDF-Version der 11. Ausgabe

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R-Ziehung in der B-Ziehung
Von Anziehpüppchen und willenlosen Langweilern

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Es ist ja so… Sowohl in dem Wort „Erziehung“ als auch in „Beziehung“ befindet sich ein erheblicher Anteil an „Gezogenem“. Klingt irgendwie schon unschön und stressig. In dieser Kombination ist es das sicherlich auch.
Frauen erziehen meistens aus der Intention heraus, an ihrem Gegenüber etwas (grundlegend) zu ändern. Das fängt bei Gewohnheiten an – „Rauchen? Ach, das gewöhn ich ihm schon noch ab!“ – und geht bis an lebenslange Freundschaften – „Also sein komischer freakiger Kumpel, nee. Der geht gar nicht! Aber wenn er erstmal mit mir zusammen ist, dann…“. Im Stil-Teil der Welt am Sonntag wurde kürzlich sogar lang und breit erklärt, wie Frau ihren Partner zu einem ihr ansprechenderen Klamottenstil umerziehen soll. Es folgte der Nachsatz: „Im schlimmsten Falle machen Sie aus ihm ein hilfloses Anziehpüppchen“ – und das noch im Untertitel!
Männer hingegen wollen selten etwas an der Person ihrer Partnerin ändern. Sie wollen eigentlich hauptsächlich, dass alles so bleibt, wie sie es gewohnt sind. Und sei es „wie bei Mutti“. Dabei „erziehen“ sie gar nicht unbedingt bewusst, sondern erwarten vielmehr. Werden die Erwartungen nicht erfüllt, werden sie bockig: „Ich verstehe gerade nicht, warum ich mein Bett selbst beziehen soll.“ (Dabei handelte es sich dann selbstverständlich um sein Bett in seiner eigenen Wohnung…)
Oft genug passiert es (gerade den Frauen), dass ihnen ihr „Zögling“ nach erfolgreicher Arbeit irgendwie zu langweilig geworden ist, ein hilfloses Anziehpüppchen eben – „Ach, ich weiß auch nicht. Das ist so ein Ja-Sager geworden…“. Dann wird er nicht selten stehen gelassen, um dem nächsten „Projekt“ Platz zu machen.
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© Gerd Altmann / PIXELIO
Übrigens, als ich meiner Mutter von dieser Kolumne erzählte, sagte die: „Oh, hab ich auch mal versucht. Ging total daneben. Am Ende bin ich gegangen und dann hab ich deinen Vater geheiratet.“ Die beiden rollen zwar, wie jedes „gesunde“ Paar, gelegentlich übereinander die Augen, aber… 29 Jahre glückliche Ehe und kein Ende in Sicht – denkt mal drüber nach…
von Lea Weber
Wenn man einmal die rosa Brille von der neuen Flamme aufgesetzt bekommen hat, nach der man sich instinktiv lange Zeit gesehnt hat, liegt es nicht an der Flamme selbst, dass man plötzlich wie neugeboren nicht mehr von sämtlichen Freundschaften wiedererkannt wird, viel mehr an der Glut, die in einem selbst entfacht ist. Klar ist dann, dass man nur noch lustlos als deprimierter Saufkumpel fungieren kann, wenn sich mit einem Male die ausgedehnte Schönheit der Menschlichkeit vor einem erströmt. Man wurde nicht schlicht und einfach umerzogen, man wurde entdeckt.
Liegen jedoch die Schmetterlinge im Bauch durch einschleichende Kälte im Sterben, ist es verständlich, dass man nicht mehr enthusiastisch für die Freundin jeden Handgriff erledigt. Wozu sollte dies auch gut sein? Man hat sie doch erobert, sie hat nun fast jede Facette deines Selbst erkannt, man muss sich nicht mehr von der besten Seite präsentieren. Wenn man ein wenig den Pascha in sich zeigt, wird nicht gleich die ganze Beziehung in Frage gestellt.
Immerhin trägt man selbst ja auch den dämlichen H&M-Hut, achtet stets darauf, dass die Kleidung perfekt sitzt und erduldet auf dem Friseurstuhl plärrende Einwände aus dem Hintergrund. Man hütet sich davor, fremden Mädchen hinterher zu schauen und vor dem Essen mit den Schwiegereltern werden noch einmal das Tischgebet studiert und die Essmanieren geprobt.
Mit den besten Saufkumpanen muss man Termine machen und auf Partys weiß die Freundin einfach immer besser, wann man seine Alkoholverträglichkeit ausgeschöpft hat. Irgendwann sieht man sich im Spiegel an und erkennt sich nicht mehr selbst, eher einen gelackten und geschniegelten Snob, den man doch immer so verachtet hat.
Man erinnert sich viel zu oft an den schönen Beginn der Beziehung, wenn man nicht selbst handelt und irgendwann sämtlichen Veränderungsprozessen einen Riegel vor die Tür schiebt, so bleibt zu erwarten, dass man verlassen wird, da man zu einem willenlosen Langweiler mutiert ist. „Du hast dich so verändert“, heißt es dann. Fassungslos kann man in solchen Augenblicken nur noch hoffen, dass man von seinem abgestoßenen Freundeskreis wieder aufgenommen wird und etwas länger Single bleibt.
von Tobias Kunz

PDF-Version des Semesterspezial No 1

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univista-semspez0809

uniVista-Classic
der Basic-Keks

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basickeks
Du brauchst:
  • 250g Mehl
  • 125g weiche Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
Nach dem Kneten eine Stunde kalt stellen und dann im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad so 10-12 Minuten goldig backen.
Wenn sie abgekühlt sind mit Schokolade oder Zuckerguß (Puderzucker + Fruchtsaft) und Streuseln oder Schrift verzieren.
…und welche für die Redaktion übrig lassen!
von Lea Weber

X-mas-Rice-Crispie-Slices
Some like it Sweet...

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crispies
Du brauchst:
  • 1 Beutel Marshmallows
  • ca. 1/3 Pck. Rice Crispies (gibts in der Cornflakesabteilung)
  • ca. 125g Butter
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • evt. Speisefarbe
Butter in einem Topf flüssig werden lassen. Marshmallows dazugeben und ständig rühren bis eine gleichmäßige zähe Masse entsteht (Achtung: brennt leicht an!). Vanillezucker und Speisefarbe (rot oder grün sind schön weihnachtlich) einrühren. So lange Rice-Crispies unter rieseln einrühren lassen, bis kaum „Flüssigkeit“ übrig ist. Auf einem Teller flach drücken und auskühlen lassen. Evt. mit weißer Schokolade überziehen.
von Lea Weber

Ullas Finest!
Spitzen-Spritzgebäck

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spritzgebaeck
Du brauchst:
  • 1000g Mehl
  • 500g Butter
  • 250g Zucker
  • 3-4 Eier
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
Alles gut zusammenrühren, eine halbe Stunde kalt stellen, dann mit einem Fleischwolf oder einer Spritztüte zu Plätzchen formen. Das ganze 12-15 Minuten bei 175 Grad backen und wenns abgekühlt ist mit Schokoglasur verzieren.
…und einen für Ulla übrig lassen!
von Lea Weber

Hätt ich dich heut erwartet
hätt ich Kuchen da...

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keksfigur
…aber über Kekse freuen sich deine Liebsten sicherlich genau so.
UniVista-Helferelfen-Keksrezepte sammeln (oder Oma das Rezept für die Lieblingskekse abschnacken), Backsession starten (dann wissen deine Mitbewohner auch gleich, was sie verschenken können), verzieren und ab in die Tüte oder Keksdose…
…Schleife drum – fertig!
von Lea Weber

Briefpapier für Oldschool-Kommunikations-Freunde

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weihnachtspapier.jpg
Schnibbel dir aus einer Kartoffel eine gewünschte Form – Kreis, Stern, Prinzessin (Keksausstechformen können das ganze erleichtern!). Die Form mit der Lieblingsfarbe des Beschenkten einpinseln (Fingerfarbe, Acrylfarbe, Plaka-Lack, was halt noch da ist, ansonsten Kunststudentenmitbewohner anpumpen) und losstempeln – von normalem Kopierpapier und 08/15 Umschlägen bis hin zu farbig und Büttenpapier, je nach Budget…
…Schleife drum – fertig!
von Lea Weber

Der Soundtrack eures Lebens

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soundtrack
Suche verschiedene Songs raus, die dich und den Beschenkten verbinden – der Sommerhit, den ihr im letzten Malle-Urlaub gegrölt habt, das euch immer an den heißen Typ/ die heiße Frau aus dem Dienstagsseminar erinnert, oder den Song, zu dem ihr schon die eigene Choreo auf der Uniparty habt…
Auf CD brennen, hübsches Cover aus den letzten Fotos basteln…
…Schleife drum – fertig!
von Lea Weber

Tannebaumschmuck
... nicht nur für Oma ...

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weihnachtskugel1.jpg
weihnachtskugel2.jpg
Besorg dir schlichte Tannenbaumkugeln. Je nach Traditions- oder Trendbewusstsein des Beschenkten in Rot-Gold über Trend-Lila bis chic-Creme-Gold-Braun. Jetzt brauchst du einen Edding – Schwarz geht auf goldenen Kugeln am besten, sonst Weiß oder Gold.
Nun die Kugeln mit Wunschtext beschriften (bspw. Name des Beschenkten, „Fröhliche Weihnachten“ in verschiedenen Sprachen, Weihnachtsliedtitel, etc.)
…Schleife drum – fertig!
von Lea Weber

Top of the Weihnachtslieder
für mehr Weihnachtsstimmung in Vechta

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Chris Rea – Driving home for Christmas
Ella Fitzgerald – Baby, it´s cold outside
Mel Blanc & the Sportsmen – Jingle Bells
Mariah Carey – All I want for Christmas
Slade – Merry Christmas everybody
Robert Downey, jr. – White Christmas
Vonda Shepard – The man with the bag
Götz Alsmann – Winter in Kanada
Robert Downey, jr. – River
The Andrews Sisters – Mele Kalikimaka
Band Aid – Do they know it´s Christmas
Louis Armstrong – Winterwonderland
Nat King Cole – The Christmas Song
Bing Crosby – Santa Clause is coming to town
Louis Prima – What will Santa Clause say?
Gene Autrey – Rudolph the rednosed Reindeer
von Lea Weber

PDF-Version der 10. Ausgabe

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Alle Jubeljahre – Jubiläen: It all started with a mouse…

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Jeder von uns hat ja so seine eigenen Helden der Kindheit. Um einen „Held“ ist aber wahrscheinlich ausnahmslos niemand von uns herumgekommen: Mickey Mouse. Auf Bleistiften, Bettwäsche und Zahnbürsten oder als Kuscheltier hat diese Maus uns alle ein Stück weit begleitet (oder tut es auch heute noch) und verkörperte dabei irgendwie immer einen guten Freund, der genau so ist wie man selbst sein möchte – jemand, der immer gute Laune hat, für jeden Blödsinn zu haben ist und der jeden Tag zu einem Abenteuer macht. Dass dieser Jemand in Gestalt einer Maus vom Alter her locker unser Großvater, vielleicht sogar Urgroßvater sein könnte, bemerkt dabei niemand…
Mickey Mouse in Asien
Am 18. November 1928 strahlte das New Yorker Colony-Theatre im Vorprogramm erstmals den Zeichentrickfilm Steamboat Willie (auf YouTube) aus – die Geburtsstunde von Mickey Mouse. Walt Disney selbst lieh Mickey, seiner Freundin Minnie und dem ewigen Bösewicht Kater Karlo (im Original: Peg Leg Pete) seine Stimme und steckte jeden eigenen Cent in die Produktion des ersten bekannteren Zeichentrickfilms mit Ton. Gezeichnet hat die Figuren allerdings Up Iwerk. Disney selbst brachte lediglich die Ideen zu sämtlichen Charakteren.
Nach dem Erfolg des Leinwanddebüts konnten die heiteren Geschichten um die kleine schwarze Maus und ihre Freunde ab Januar 1930 auch als Comic-Strips in amerikanischen Tageszeitungen verfolgt werden. Zur gleichen Zeit kamen die ersten Schulmappen mit Mickey Mouse Motiv auf den Markt – der Startschuss für eine inzwischen kaum vorstellbare Vermarktung von Lizenzprodukten aus dem Hause Disney. Durch die zahlreichen Themenparks, Produktionsfirmen, Fernsehsendern und Merchandise rund um die Maus und ihre Freunde ist der Disney-Konzern inzwischen das zweitgrößte Medienunternehmen der Welt (137 000 Mitarbeiter bei 35,51 Mrd. USD jährlich, Stand 07/08).
Über die Jahre wuchs die Anzahl der gezeichneten Disneyfamilie und auch Mickey selbst wurde einigen äußeren Veränderungen unterzogen: Die einst punktförmigen Augen wurden umrandet und waren so zu einer größeren Mimik fähig, Handschuhe prägten bereits ab 1929 das Auftreten der stilbewussten Maus mit der roten Hose, die Ohren wurden größer, die Hüften breiter und das Gesamtbild runder.
Seit den 1960er Jahren überließ Mickey die Kinoleinwand allerdings überwiegend den anderen Disney-Charakteren. Schade eigentlich. So mit 80 ist doch die Zeit reif für ein pompöses Kino-Comeback, finden wir. Denk doch bei einem Stück Geburtstagstorte mal darüber nach, Mickey!
von Lea Weber

PDF-Version der 9. Ausgabe

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Das perfekte Gegenüber…
Irgendwann, irgendwo, irgendwie mit irgendwem - über perfekte Zeitpunkte, Zeitorte und Partner

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Ein Freund von mir sagte mal: „Wenn ich mit einer Frau zusammen komme, dann muss alles perfekt sein: die Frau, der Zeitpunkt, am besten noch der Ort…“ Klingt gut, plausibel. Will ich auch. Aber was ist denn überhaupt „perfekt“?
Nach einiger Recherche im engeren Freundeskreis bin ich zu folgendem Bild des „perfekten Mannes“ gekommen: Brad Pitts Körper, gepaart mit Heath Ledgers Lächeln, erstrahlt durch George Clooneys Augen, getragen von Einsteins IQ, verpackt im Charme von Patrick Dempsey und untermalt von der Stimme Vin Diesels. So einen würde vermutlich keine von uns von der Bettkante schubsen. Aber mal ganz abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit, so jemanden zu finden doch erschreckend gering ist, würde so ein „Traummann“ auch reichlich Nachteile mit sich bringen: Was nützt es uns, wenn der Typ mehr Zeit im Fitnessstudio und vorm Spiegel verbringt als mit uns? Wie gehen wir damit um, wenn wir uns nicht mehr trauen, tiefgründigere Gespräche als die Wetterlage anzuschneiden um neben ihm nicht als komplett dämlich dazustehen? Und, mal ehrlich, Mädels, was kann man an so einem Mann denn langfristig toll finden? So ganz ohne Ecken und Kanten. Eigentlich sind es doch immer die kleinen Macken, die einen Menschen erst interessant machen, denn die erzählen doch ein Stück von dem, wer man ist, was man erlebt hat, also alles das, was uns an einem anderen – tollen – Menschen eigentlich interessiert.
Und, um noch einmal auf den Faktor „perfekter Zeitpunkt“ zurück zu kommen, sind die Begegnungen mit solchen Menschen doch am spannendsten, wenn man sie am wenigsten erwartet: In der Schlange vorm Klo, beim Kampf um einen freien Kopierer in der Bibliothek oder beim Bezahlen im Bistro, weil Ulla zwei wildfremden Menschen was andichtet.
Ich möchte hiermit die Beschreibung von „perfekt“ korrigieren:
Bildnachweis: pixelio 255885
© Lea M. / PIXELIO
Der perfekte Mann hat das schönste Lächeln mit der kleinen Ecke am Schneidezahn vom Fahrradunfall in der Grundschule, die leuchtendsten Augen mit der kleinen Narbe neben der Augenbraue, die noch von den Windpocken übergeblieben ist, die er hatte, als er 3 war; er lacht sowohl über Dieter Nuhr (intelligent und lustig!), sich selbst und unsere Fettnäpfchensammlung; er hat diese knieschmelzende Stimme mit dem kleinen Lispeln, wenn er aufgeregt ist. Wir begegnen uns… irgendwann, irgendwo. Und vielleicht ist es auch alles ganz anders, aber das ist dann auch toll, denn das Perfekteste ist es doch eigentlich, sich vom Leben einfach mal überraschen zu lassen.
von Lea Weber
Welchen Typ Frau ein Mann sucht, das wissen Frauen scheinbar besser, als Männer selbst. Blond, groß (das bedeutet keinen Erdnuckel unter 1,60m oder ähnliches) flacher Bauch, große Brüste, knackiger Hintern, humorvoll und bitte nicht zu klug. Alles, was aus diesem Raster fällt, sollte sich zu Hause einschließen, denn darauf stehen Kerle ja nun wirklich nicht. Immer wenn mir ein weibliches Wesen meiner Umgebung erzählt, dass genau dieser Typ Frau der Traum aller Männer ist, frag ich mich, wieso schwarzhaarige Frauen auf dem Globus rumlaufen und sogar Freunde abgreifen. Ebenso finde ich es sehr komisch, dass haufenweise Frauen an der Uni einen Freund haben, aber mal eben so gar nicht groß und schlank sind.
Welchen Typ Frau wollen Männer denn nun bitte? Natürlich gibt es die Traumfrau, aber die sieht bei jedem Kerl ja nun mal anders aus. Dass die Models im Fernsehen hübsch und sexy sind, werden nur wenige Männer anzweifeln, aber haben will er sie nicht, sonst würde man sich ja eben das Model greifen oder zumindest eine Frau die ähnlich ausschaut. Und was genau will Mann nun? Was sucht Mann an einer Frau? Eigentlich will er alles, hat aber auch kein Problem damit, wenn es weniger ist. Wenn der Hintern nicht so knackig ist, wenn die Zähne nicht so weiß sind und die Brüste nun doch nicht so groß. Denn auch Männer schaffen es locker, über kleine Unzulänglichkeiten im Aussehen hinwegzusehen. Wir hoffen ja auch, dass Frauen uns unsere Fehler nicht allzu krum nehmen. Sache ist nur: Wenn ein Mann mit einer Frau zusammen ist, dann sieht er die kleinen Fehler gar nicht mehr. Dann hat er sich so eben das Supermodel aus dem Fernsehen gegriffen. Denn eines ist jawohl klar: Die schönste Frau auf der Welt liegt immer im eigenen Arm. Und die Definition von gutem Aussehen: Fühlt sich die Frau wohl und strahlt das aus, ist sie schön. Punkt aus.
Und genau deswegen hat das schrullige Mädel mit kurzen braunen Haaren, kleiner Brust, einer Größe von geschätzten 150cm und einem Klamottenstil wie frisch bei Schrader abgegriffen, ihren Freund seit zwei Jahren und ist glücklich wie am ersten Tag. Denn, und da kommt ein weiterer wichtiger Aspekt mit ins Spiel, ihr Freund spielt absolut in ihrer Liga, hört die gleiche Alternative Musik und steht auch irgendwie auf den vegetarischen Auflauf, den seine Herzdame jedes Wochenende zaubert.
Das Geheimnis ist somit gelüftet: Mann sucht nicht die wunderschönste Frau der Welt, sondern einfach ein passendes Gegenstück zu sich selbst. Aber: Kerle, die nur nach dem Charakter gehen, sind die Ausnahme.
Diese Aussage ist aber auch auf das Aussehen übertragbar. Denn auch kaum ein Kerl geht lediglich danach. Die Mischung machts und wenn diese stimmt, dann denkt niemand mehr an 90-60-90, sondern nur noch an die wundervolle Frau, die neben einem schläft. Und die ist eh besser als jedes Pseudo-Model, das sich von der Klum rumschubsen lässt.
von Sebastian Dargel

PDF-Version der 8. Ausgabe

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PDF-Version der 6. Ausgabe

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PDF-Version der Sonderausgabe No 2

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PDF-Version der 4. Ausgabe

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Ein Tag auf der Didacta 2007 in Köln

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Der eigentliche Grund für unsere Reise zur Didacta war wohl der Sammlertrieb. Wir spielten bereits vorab mit der Überlegung, mit leeren Koffern anzureisen, um die Tonnen von geschenkten Büchern, Lehrmitteln und allerlei anderen Werbegeschenken nach Hause zu bekommen. Dabei mussten wir mit Schrecken feststellen, wie sehr wir bereits dem Lehrerklischee entsprachen. Unsere Erwartungen wurden jedoch enttäuscht. Die Aussteller hatten sich in diesem Jahr darauf beschränkt, Preisnachlässe bei Klassensatz-Bestellungen zu geben. Neben einigen wenigen Postern für Klassenzimmer und zahlreichen Infobroschüren zu allem, was im Entferntesten mit Schule zu tun hat, nahmen wir lediglich die schmerzhafte Erfahrung mit, Gruppen mit bis zu drei Dutzend erwachsenen Menschen erleben zu müssen, die beim Kinderprogramm von fragwürdigen Liedermachern singend und tanzend nicht die beste Figur machten. Alles in allem war es ein eher minder lohnender Besuch, zumindest aus Studentensicht, und man sollte sich gut überlegen, ob man den Weg nach Stuttgart nächstes Jahr (19.-23.2.2008, www.didacta.de) wirklich auf sich nehmen möchte
von Lea Weber und Maike Zahlten

PDF-Version der 2. Ausgabe

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