Matthias Christ
Inhaltsverzeichnis:
- [↓] PDF: PDF-Version der 20. Ausgabe
- [↓] Leben: Wie bewältige ich meinen Alltag?
- [↓] PDF: PDF-Version der Sonderausgabe No 4
- [↓] Freizeit: Restaurant-Guide
- [↓] Leben: Schlüsselnotstand
- [↓] PDF: PDF-Version der 19. Ausgabe
- [↓] Uni: Das Center für Neuropsychologische Diagnostik und Interventionen – CeNDI
- [↓] unterwegs: Immer wieder gerne
- [↓] Technik: Schöne neue Technikwelt
- [↓] Gesellschaft: 2051
- [↓] Horoskop: Horoskop Juni 2011
- [↓] Rätselecke: Sudoku
- [↓] PDF: PDF-Version der 18. Ausgabe
- [↓] Verschiedenes: Nachgefragt
- [↓] Studium: Semesterticket – Pro und Contra
- [↓] Studium: Der zahnlose Tiger
- [↓] PDF: PDF-Version der 17. Ausgabe
- [↓] Studium: Der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Mündigkeit
- [↓] Studium: The Beast within
- [↓] PDF: PDF-Version der Sonderausgabe No 3
- [↓] Freizeit: Restaurant-Guide
- [↓] PDF: PDF-Version der 16. Ausgabe
- [↓] Gesellschaft: Ist Toleranz intolerant gegenüber Intoleranten?
- [↓] Studentisches: WG-Leben
- [↓] Perlen der Bibo: Von dumm zu dümmerer und wie Goethe dabei helfen kann
- [↓] PDF: PDF-Version der 15. Ausgabe
- [↓] Studium: Klausuren, von Bologna zum Spicker
- [↓] Kunst - Portrait - Uni: Geht nicht, gilt nicht
- [↓] PDF: PDF-Version der 14. Ausgabe
- [↓] Kunst: Art-Trash
Wie bewältige ich meinen Alltag?
Tipps zum Zeitmanagement
Wenn einem etwas im Studium fehlt, neben Geld und regelmäßigen Mahlzeiten, dann ist es vor allem Zeit. Ob es sich um Zeit für Freunde, Lernen oder Arbeiten handelt, stets ist zu wenig davon da. Daher kommen hier ein paar hilfreiche Tipps, wie der Aktenstapel auch mal kleiner wird und nicht beständig anwächst.

© Gerd Altmann / PIXELIO
Kenne deine Termine!
Eine der Grundvoraussetzungen um seine Zeit sinnvoll zu nutzen, ist zu wissen, wann was erledigt werden muss. Daher empfiehlt es sich, alle Termine in einen Kalender, Organizer oder Notizheft einzutragen. Nur so kann man sehen, welche Dinge noch anstehen und vor allem wie viel Zeit man noch dafür hat. So ergibt sich auch eine erste Reihenfolge nach Dringlichkeit der Aufgaben. Allerdings sollte nicht der Fehler begangen werden, einen Tag vorher festzustellen, dass Morgen eine Hausarbeit abzugeben ist. Daher muss man kontinuierlich vorgehen und alle Termine sich möglichst sofort notieren. So können unvorhergesehene Ereignisse vermindert werden.
Kenne dich selbst!
Oftmals scheitert der Versuch einer vernünftigen Zeitplanung aber vor allem an einem selbst. Zwar weiß man, dass in einer Woche die Klausur ansteht, dennoch schafft man es nicht, sich vernünftig vorzubereiten. Irgendwie macht man immer etwas anderes. Daher ist es wichtig, sich selbst einschätzen zu können. Anstatt drei Tage am Stück lernen zu wollen, sollte man lieber eine Woche mit einer Vielzahl an Pausen einplanen. Kaum jemand kann so lange am Stück lernen, ohne dass sein Aufnahmevermögen darunter leidet. Lieber gleich den Besuch von Freunden, die Arbeitsschicht oder Uniparty mit in den Zeitplan aufnehmen und sich auch mal einen Tag Pause gönnen. Bei vielen kleinen Lern- bzw. Arbeitseinheiten hat man einerseits das Gefühl, immer etwas geschafft zu haben, andererseits fühlt man sich nicht überfordert.
Kenne deine Prioritäten!
Was ist jedoch zu tun, wenn der Geburtstag der besten Freundin genau vor einer wichtigen Klausur liegt? Immer wenn Kollisionen mehrerer Termine auftreten, gilt es abzuwägen. Dabei spielen vor allem die Einzigartigkeit und die Folgen eine Rolle. Es gilt jedoch stets zu bedenken, dass niemand nur von und fürs Studium alleine leben kann. Soziale Kontakte oder finanzielle Notwendigkeiten sind ebenso wichtig. Ein/e Student/in hat nicht nur die Aufgabe, die universitären Termine wahrzunehmen, sondern muss alle Termine miteinander vereinbaren. Einseitig nur eine Perspektive unterzubringen und andere dafür zu vernachlässigen, kann nicht das Ziel sein. Daher ist es keine Fehlplanung, eine Nachschreibklausur zu wählen, um einen Freund nicht hängen zu lassen, sondern nur eine Frage der eigenen Prioritäten.
Kenne deine Reserven!
Das größte Problem tritt auf, wenn zu viele Termine gleichzeitig auftreten und es gar nicht möglich ist, alle parallel wahrzunehmen. Darum gilt es im Vorfeld bereits, möglichst wenige dauerhafte und feststehende Termine anzunehmen. Bevor man sich daher überreden lässt jeden Donnerstag an einem Treffen teilzunehmen, sollte man erst gucken, ob man dafür nicht etwas anderes vernachlässigen muss. Im schlimmsten Fall kann es sonst vorkommen, dass man weder das eine, noch das andere schafft. Ergänzend, gehört aber auch die Abgabe von Aufgaben dazu. Es ist besser, sich Hilfe zu suchen und andere einige Dinge erledigen zu lassen, als sich selbst dauerhaft zu überfordern. Man muss nicht immer alles selber machen.
von Matthias Christ
Restaurant-Guide
Nahrungsaufnahme für Fortgeschrittene

© Susanne Beeck / PIXELIO
Kennst Du das? Es ist ein schöner Freitagabend und das Date, auf das man schon so lange wartet, ist endlich zustande gekommen. Doch wohin soll es nun gehen? Welches Lokal macht den Abend perfekt und an welchem sollte man lieber vorbei gehen? Aber fürchte Dich nicht, denn hier kommt der kompetente und vollkommen subjektive uniVista-Restaurantführer für Vechta.
Dank knallharter und schonungsloser Recherche gibt es für Vechta-Neulinge, aber auch alte Hasen, eine Orientierungshilfe sortiert nach Anlässen und Gelegenheiten, die so eh nie auftauchen werden.
Dank knallharter und schonungsloser Recherche gibt es für Vechta-Neulinge, aber auch alte Hasen, eine Orientierungshilfe sortiert nach Anlässen und Gelegenheiten, die so eh nie auftauchen werden.
Fast, faster, the fastest
Mittag, 12:30 Uhr. In der Mensa gibt es mal wieder nichts für den eigenen Gaumen, außer den leckeren Pommes. Abwechslung ist gefragt an der Fast-Food-Front. Ein Restaurant, was jetzt definitiv angesteuert werden sollte, ist Swen’s Diner. Der 60er Jahre Gourmettempel versucht zahlungswillige Kunden mit einem Flair aus amerikanischen Diner und ausgewählten Fast-Food-Gerichten zu überzeugen. Nicht nur das Ambiente wirkt dabei stimmig, auch die schnelle Küche kann auf ganzer Linie überzeugen. Wer auf die Schnelle etwas essen möchte, das lecker schmeckt und dank Mittagstisch auch nicht so schwer im Geldbeutel liegt, findet hier seine Anlaufstelle. Vor allem sind die Schnitzelteller zu empfehlen, die sowohl reichlich, als auch von der Zusammenstellung einiges hermachen. Da das Restaurant in der Nähe des Combis liegt, ist es auch leicht mit dem lange aufgeschobenen Einkauf zu verbinden. Auch wenn der mit vollem Magen gar nicht so leicht fällt.
Die versteckte Perle
Was aber, wenn Schnitzel und Burger einem eh schon zum Hals heraushängen und man dringend Abwechslung sucht? Eine Alternative wäre das gut versteckte chinesische Jade Garden Auch hier gibt es unter der Woche einen Mittagstisch in Form eines reichhaltigen Buffets, das auf Bestellung frisch zubereitet wird. Eine freundliche Bedienung, asiatische Musik und der kleine Koiteich im Eingangsbereich sorgen für die passende Atmosphäre. Das Essen, besonders das Buffet, ist reichlich und auch der obligatorische Glückskeks ist natürlich mit von der Partie. Für Fans des chinesischen Essens sollte hier gesorgt sein. Lediglich Krupuk-Liebhaber sollten aufpassen, dass ihre Vorspeise nicht von allzu gierigen Mitessern mit einer allgemeinen Vorspeise verwechselt wird. Das Restaurant ist etwas versteckt über der Tappas-Bar in der Oldenburger Straße 4 im Innenhof bei der Bremer-Tor-Apotheke. Aber die Suche lohnt sich spätestens, wenn der nächste Elternbesuch ansteht. Für den kleinen Geldbeutel empfiehlt sich der China Imbiss Wok, der gute Qualität schon ab ca. 5 € liefert.
Griechisch für Fortgeschrittene
Die Alte Druckerei am Visbeker Damm 1 ist besonders zu empfehlen. Das griechische Restaurant, welches nur abends geöffnet ist, bietet neben großen deftigen Portionen der griechischen Küche auch einen freundlichen Service und passende Atmosphäre. Ein Ouzo zu Beginn des Mahls sorgt für die Einstimmung des Magens und lässt so manchen Abend gleich viel lockerer werden. Die Gerichte werden frisch zubereitet und schmecken sehr lecker. Feinde von Fetakäse sollten jedoch bei der Wahl ihres Salates Vorsicht walten lassen. Ansonsten kann es passieren, dass man eine Überraschung erlebt. Wer hier isst, wird definitiv zufrieden nach Hause gehen und den gespendeten Euros nicht lange nachtrauern.
Pizza total
Natürlich gibt es auch jede Menge italienische Restaurants, die Pizza, Nudeln oder Lasagne anbieten. Sehr beliebt ist die Pizzeria Spizzico, die das Essen vor den eigenen Augen zubereitet und gut besucht ist. Der etwas teure, aber stets zuverlässige Bringdienst des Pizzablitzes ist wiederum die ideale Lösung für gemütliche Sofakocher. Neben türkischen Spezialitäten, bieten jedoch auch das SAZ und der Imbiss Istanbul zu angemessenen Preisen ihre Pizzen an. All diese Pizzarefugien haben sich entlang der Großen bzw. Münsterstraße niedergelassen und sind damit alle gut zu erreichen.
Das Hoch-Preis-Segment
Ein echter Geheimtipp befindet sich etwas außerhalb. Das Gut Welpe am Golfplatz ist zwar nichts für den schmalen Geldbeutel am Monatsende, wenn man jedoch ein perfektes Essen genießen möchte, ist es die erste Wahl in Vechta. Die aus heimischen Betrieben stammenden Zutaten, werden alle sowohl ansprechend als auch wohlschmeckend zubereitet und serviert. Der Preis lohnt sich in jeden Fall. Alternativ, kann man auch die Elmendorffburg besuchen, die auf einer gut zusammengestellten Karte unter anderem ein sehr gutes Bruschetta anbietet.
von Matthias Christ
Schlüsselnotstand
Warum nur immer ich?

© Simone Hainz / PIXELIO
Und da ist es passiert
Klack! "Oh, nein!" Und so beginnt eine Herausforderung, die der ein oder andere sicher schon einmal erlebt hat. Es ist die alte Geschichte. Der Schlüssel ist nicht zur Hand und die Tür im Schloss. Ob er nun im Zimmer liegt, verloren ging oder gar entwendet wurde. Das Unheil nimmt nun also seinen Lauf. Natürlich ist niemand aus der WG zu Hause und es geht so langsam aufs Wochenende zu. Eigentlich sollte ja das längst überfällige Referat bearbeitet werden, doch nun schießen unzählige Gedanken durch den Kopf.
Schlüsselengel
Ein Schlüsseldienst könnte das Problem elegant lösen. Es ist nicht abgeschlossen, daher muss das Schloss nicht aufgebohrt oder die Tür aufgebrochen werden. Dennoch spukt einem noch die Geschichte eines Kommilitonen im Gedächtnis, der über 200 € bezahlen musste für zwei kleine Handgriffe. Aber ohne Telefonnummer und mit dem Telefonbuch sicher hinter der Tür, fällt das eh weg. Kompliziert!
Verbotene Künste
Da gab es doch aber mal einen Trick. Irgendwann hieß es mal im Fernsehen, dass Türen ganz einfach mit einer Kreditkarte zu öffnen seien. Rein in den kleinen Spalt zwischen Tür und Rahmen, runterziehen und schon sei sie offen. Nachdem der Zugriff aufs Konto nach erfolglosem Versuch nun auch nicht mehr funktioniert, ist die nächste Station das Fenster. Dummerweise war die letzte Handlung selbige zu schießen, bevor die Wohnung so leichtsinnig verlassen wurde. Eines verblieb zwar auf Kipp, aber so einfach wie immer erzählt wird, ist das mit dem Aufdrücken auch nicht. Die Nummer mit dem Dietrich bleibt außerdem lieber nur ein Gedanke, bevor das Schloss auch mit Schlüssel nicht mehr zu öffnen ist.
Kommunikation
Alleine geht es nicht weiter. Hilfe ist jetzt bitter nötig. Am besten wäre einen Mitbewohner zu erreichen, um zu klären, ob irgendwer noch vor dem Wochenende da ist. Doch dann der Schreck. Kein Geld mehr auf dem Handy. Wer jetzt ein w-lan-fähiges Gerät hat, ist definitiv im Vorteil. Nicht nur, dass das Uni-Netzwerk eine Chance bietet, auch die heimische Verbindung ist nutzbar direkt vor der Haustür. Per Mail, facebook, ICQ oder Skype gibt es gute Chancen für eine Kontaktaufnahme. Gerade heute ist jedoch keiner der Mitbewohner online. Die einzige Hoffnung ist nun ein freundlicher Nachbar, der einen telefonieren lässt. Aber es ist wie verhext, es will keiner rangehen.
Innere Dämonen
Langsam wird es auch ein Kampf gegen die Zeit und sich selbst, vor allem da das geplante Mensa-Essen ausfiel aufgrund der Schlüsselmisere. Da im Moment eh nichts weiter zu unternehmen ist, empfiehlt es sich erstmal Luft zu holen und eine Kleinigkeit zu essen. Während der Stärkung in einem nahen Restaurant, wird es jedoch beständig dunkler und Wolken ziehen auf. Es beginnt zu nieseln, wie könnte es auch anders sein. Ein wenig Verzweiflung keimt auf, aber zumindest ist es für den Moment warm.
Aufstieg
Gerade noch geschafft. Bevor es richtig anfing zu regnen, war die sichere, wohl bekannte Wohnungstür erreicht. Ein weiterer Versuch per Internet jemanden zu erreichen, bleibt jedoch erfolglos. Keiner der Mitbewohner meldet sich zurück. Wenigstens ein guter Freund ist da, dem man natürlich alle Einzelheiten der Sach- und Gefühlslage in aller dramatischen Kürze schildern kann. Da es mittlerweile immer später wird, kommt die Einladung bei ihm zu Übernachten mehr als recht. Leider muss noch der Weg durch halb Vechta zurückgelegt werden und die Laternen gehen gerade aus. Augen zu und durch!
Erlösung
Am nächsten Morgen gibt es erstmal ein kräftiges Frühstück. Dann erreicht man sogar endlich eine Mitbewohnerin. Diese schlägt vor, den Vermieter anzurufen und tut dies auch gleich. Ein paar Stunden später ist man wieder zu Hause! Der Alptraum ist beendet. Wenn man also in so eine unangenehme Situation kommt, sollte man ruhig bleiben. Der teure Schlüsseldienst sollte eine Notlösung bleiben. Der „Schlüssel zum Erfolg“ ist viel mehr in den sozialen Netzwerken zu suchen oder für die extrem Vergesslichen in einer Schlüsselkopie, die beispielsweise bei Wessel in Vechta zu erhalten ist. Man sollte dies jedoch dem Vermieter mitteilen und um Erlaubnis fragen. Zumindest eines ist sicher, der Schlüssel wird in Zukunft auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit bekommen.
von Matthias Christ
Das Center für Neuropsychologische Diagnostik und Interventionen – CeNDI
Forschung, Projekte und mehr
Seit einiger Zeit schon findet der aufmerksame Student kleine Hinweisplakate und Schilder, die auf das CeNDI verweisen. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Was hat das mit mir zu tun und war das schon immer da?

Worum handelt es sich dabei?
Im Center dreht sich seit der Gründung am 1. Universitätstag der Universität Vechta 2010 alles um neuropsychologische Diagnostik und Intervention. Beispielsweise werden dort Tests für die Diagnose kognitiver Dysfunktionen zur Verfügung gestellt, aber auch eigene Therapiemaßnahmen entwickelt, angewandt und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Demenz bildet dabei zwar einen Schwerpunkt der Arbeit, jedoch auch andere Personengruppen werden in den Blick genommen. Neben Alzheimer- werden daher auch Parkinsonpatienten sowie Menschen mit leichten kognitiven Störungen und kognitiv gesunde Menschen betrachtet. Besonders interessant für die Studenten ist, dass es nicht nur der wissenschaftlichen Arbeit dient, sondern auch der Lehre. Es richtet sich dabei vor allem an Studenten der sozialen Dienstleistungen, aber auch an andere Studiengänge und externe Interessierte mit einem reichhaltigen Angebot.
Was kann man dort machen?
Wie bereits erwähnt, befasst sich das CeNDI mit den Dimensionen des Messens und der Therapie kognitiver Veränderungen. Aus diesem Grund gibt es eine umfangreiche Testothek, in der sich verschiedene Tests und Fragebögen befinden, die sowohl besichtigt als auch ausgeliehen werden können. Für eine empirische Bachelor-, oder Masterarbeit sind die wissenschaftlich fundierten und zum Teil selbst mitentwickelten Tests – wie der DemTect, der PANDA oder das kulturfaire Demenz-Screeningverfahren EASY – eine gute Bereicherungsmöglichkeit. Wer also im Rahmen seiner Abschlussarbeit empirisch arbeiten möchte, kann hier wertvolle Materialien gewinnen.
Es gibt jedoch nicht nur Paper-&-Pencil-Tests. Auch computergestützte Verfahren können in Augenschein genommen werden. Neben den Tests gibt es zudem spezielle Trainingsverfahren, die im Rahmen verschiedener Projekte auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Beispielsweise wird das Trainingsprogramm „Neurovitalis“ mit der Wirksamkeit von Musiktherapie verglichen als Projekt an der Universität Vechta. Über weitere interessante Themen und Fragestellungen kann man sich auch auf der Infotafel direkt vor dem CeNDI in Raum R 127 informieren. Bisher wurde das CeNDI bereits rege genutzt und Betrieb ist vom Team ausdrücklich erwünscht.
Es gibt jedoch nicht nur Paper-&-Pencil-Tests. Auch computergestützte Verfahren können in Augenschein genommen werden. Neben den Tests gibt es zudem spezielle Trainingsverfahren, die im Rahmen verschiedener Projekte auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Beispielsweise wird das Trainingsprogramm „Neurovitalis“ mit der Wirksamkeit von Musiktherapie verglichen als Projekt an der Universität Vechta. Über weitere interessante Themen und Fragestellungen kann man sich auch auf der Infotafel direkt vor dem CeNDI in Raum R 127 informieren. Bisher wurde das CeNDI bereits rege genutzt und Betrieb ist vom Team ausdrücklich erwünscht.
An wen kann ich mich wenden?
Derzeit wird das CeNDI von Frau Prof. Dr. Elke Kalbe geleitet, weshalb in ihren Seminaren auch vielfach Bezug dazu hergestellt wird. Für den ein oder anderen Interessierten könnte dies daher im Wahlbereich eine zusätzliche Option sein. Alternativ gibt es innerhalb der Vorlesungszeit von 9 bis 10 Uhr am Dienstag und von 15 bis 16 Uhr am Donnerstag offizielle Öffnungszeiten, in denen Frau Liesk oder Frau Henschel anzutreffen sind. Darüber hinaus und in der vorlesungsfreien Zeit können zusätzliche Termine persönlich abgesprochen werden. Dies gilt insbesondere auch für das Ausleihen von Tests oder die Benutzung der speziellen Räumlichkeiten des CeNDIs.
Team
Frau Prof. Dr. Elke Kalbe, Leiterin
Frau Jennifer Liesk, BA Gerontologie
Frau Johanna Henschel
Frau Dipl.-Psych. Annette Mayer
Frau Jennifer Liesk, BA Gerontologie
Frau Johanna Henschel
Frau Dipl.-Psych. Annette Mayer
CeNDI
Raum R 127
Tel.: 04441 15 732 / Fax: 04441 15 621
E-Mail: cendi[at]uni-vechta.de
Website: www.uni-vechta.de/cendi
Tel.: 04441 15 732 / Fax: 04441 15 621
E-Mail: cendi[at]uni-vechta.de
Website: www.uni-vechta.de/cendi
von Matthias Christ
Immer wieder gerne
Vier mal Osna im subjektiven Blick
Von sachlich bis ironisch – von nüchtern bis völlig überzogen. uniVista war unterwegs für Euch! Wo? In Osnabrück! Was wir dort gemacht haben? Einen netten Tag verbracht!
Sightseeing! Doch aus welcher Sicht? – Die Genderanalyse
In diesem Artikel befasse ich mich nicht mit trockenen Informationen über Sehenswürdigkeiten, sondern viel eher damit, wie unterschiedlich die Erlebnisse von Mann und Frau aufgenommen werden.
Neun Uhr, Vechtaer Bahnhof. Während Ina und ich uns in der morgendlichen Frische bereits sehr motiviert und voller Vorfreude den Tag schön ausmalten, genoss Tobi sein erstes Frühstück – Kaffee und Zigaretten – während Matthias noch in meditativer Haltung seinen Vorabend zu verarbeiten schien.
Auf der Zugfahrt wurde die Stimmung dann langsam aber sicher schließlich lebhafter und wir ergründeten die tiefsinnige Frage, woran man erkennt, dass Mädchen mit Brüdern aufgewachsen sind oder Jungs die Ehre hatten von Schwestern umgeben zu sein.
In Osnabrück angekommen überkam uns Frauen der plötzliche Hunger und eine innere Stimme in uns schrie nach Backfactory. Nachdem die Herren überzeugt wurden, führte uns das weibliche Bauchgefühl dann anschließend, entgegen der männlichen Technik in Form eines iPads, ins Zentrum der Osnabrücker Altstadt, dessen ästhetische Pracht aus weiblicher Sicht geradezu bejubelt wurde. Interessant fand ich jedoch den Unterschied in der Schrittgeschwindigkeit zwischen uns Mädchen und unseren Begleitern. Wir Frauen waren den Schlendrianen stets weit voraus.
Während wir nun unsere Ziele abklapperten und das Dargestellte auf uns wirken ließen, wurde der Unterschied am deutlichsten. Frauen haben den unerklärlichen Drang ihren emotionalen Zustand in die Welt hinauszuschreien. Gelegentlich ertönte also ein entzücktes Quieken, fiel ein „Oh! Ist das süüüß!“ oder es liefen ein paar Tränen über die Wangen, da der Modeladen Zara gerade Sonderschlussverkauf hatte, man selbst jedoch, natürlich, nicht mit dem nötigen Kleingeld dienen konnte.
Zur Sicht der Männer kann ich nicht wirklich viel sagen, jedoch unterschreibe ich als Fakt, dass das männliche Geschlecht eher schwierig zu begeistern ist und sie sich ihrer Umwelt nicht so dringend mitteilen müssen. Was mich jedoch sehr positiv überrascht hat ist, dass Ina und mir, während unseres Ausflugs kein Wunsch abgeschlagen wurde, Tobi und Matthias, trotz gelegentlich fehlender Begeisterung, alles sehr lieb mitgemacht und geduldig ertragen haben, außerdem sehr zuvorkommend waren.
Neun Uhr, Vechtaer Bahnhof. Während Ina und ich uns in der morgendlichen Frische bereits sehr motiviert und voller Vorfreude den Tag schön ausmalten, genoss Tobi sein erstes Frühstück – Kaffee und Zigaretten – während Matthias noch in meditativer Haltung seinen Vorabend zu verarbeiten schien.
Auf der Zugfahrt wurde die Stimmung dann langsam aber sicher schließlich lebhafter und wir ergründeten die tiefsinnige Frage, woran man erkennt, dass Mädchen mit Brüdern aufgewachsen sind oder Jungs die Ehre hatten von Schwestern umgeben zu sein.
In Osnabrück angekommen überkam uns Frauen der plötzliche Hunger und eine innere Stimme in uns schrie nach Backfactory. Nachdem die Herren überzeugt wurden, führte uns das weibliche Bauchgefühl dann anschließend, entgegen der männlichen Technik in Form eines iPads, ins Zentrum der Osnabrücker Altstadt, dessen ästhetische Pracht aus weiblicher Sicht geradezu bejubelt wurde. Interessant fand ich jedoch den Unterschied in der Schrittgeschwindigkeit zwischen uns Mädchen und unseren Begleitern. Wir Frauen waren den Schlendrianen stets weit voraus.
Während wir nun unsere Ziele abklapperten und das Dargestellte auf uns wirken ließen, wurde der Unterschied am deutlichsten. Frauen haben den unerklärlichen Drang ihren emotionalen Zustand in die Welt hinauszuschreien. Gelegentlich ertönte also ein entzücktes Quieken, fiel ein „Oh! Ist das süüüß!“ oder es liefen ein paar Tränen über die Wangen, da der Modeladen Zara gerade Sonderschlussverkauf hatte, man selbst jedoch, natürlich, nicht mit dem nötigen Kleingeld dienen konnte.
Zur Sicht der Männer kann ich nicht wirklich viel sagen, jedoch unterschreibe ich als Fakt, dass das männliche Geschlecht eher schwierig zu begeistern ist und sie sich ihrer Umwelt nicht so dringend mitteilen müssen. Was mich jedoch sehr positiv überrascht hat ist, dass Ina und mir, während unseres Ausflugs kein Wunsch abgeschlagen wurde, Tobi und Matthias, trotz gelegentlich fehlender Begeisterung, alles sehr lieb mitgemacht und geduldig ertragen haben, außerdem sehr zuvorkommend waren.

Bild: Tobias Kunz
Natürlich durfte während des Trips die Anmerkung von uns Frauen nicht fehlen, dass es doch seeehr kalt wäre, woraufhin die Männer auf sensible Weise damit konterten, dass dagegen andere bereits ihre Badeutensilien anziehen würden. Mit einem Sixpack Bier auf der Zugrückfahrt, strahlte dann auch der männliche Part unserer Reisetruppe wieder über beide Wangen.
Ich fand den Ausflug wirklich sehr schön und möchte mich an dieser Stelle sehr für den tollen Tag bei Ina, Matthias und Tobias bedanken.
Immer wieder gerne!
Ich fand den Ausflug wirklich sehr schön und möchte mich an dieser Stelle sehr für den tollen Tag bei Ina, Matthias und Tobias bedanken.
Immer wieder gerne!
von Johanna-Maria Jaromin
On the road …
Der Winter schien es auf uns abgesehen zu haben und gab sich alle Mühe die letzte Wärme aus uns herauszupressen. Die lange Zugfahrt in der Enge einer winzigen Zelle hatte seine Wirkung nicht verfehlt und alle waren trotz der beißenden Kälte froh endlich rauszukommen. Nun aber ging es weiter. Ein langer Marsch erwartete uns, auf dem viele wegen Hunger oder Müdigkeit zurückbleiben werden. Der Weg war beladen mit ihren kleinen Geschäftchen, verwinkelten Gassen und den Orten, die ihren großen Transportmaschinen vorbehalten waren. Schließlich erblickten wir jedoch unser Ziel. Erst nur schemenhaft, dann immer klarer. Es war eine dieser Glaubensstätten ihrer Religion, die ich bisher immer so gemieden hatte. Mit ihrem Gerede über Heil und Erlösung konnte ich noch nie etwas anfangen und wenn man mir das Zeug aufzwingen wollte, noch viel weniger. Aber was sollte ich machen? Es war zu spät, um jetzt irgendetwas zu bereuen. Ich musste die Konsequenzen für meine Taten übernehmen. Als wir reinkamen, waren unsere Vorgänger bereits durch die Mangel gedreht worden und schienen wie leblose Marionetten nur noch der Stimme der Ansagerin zu folgen. Ein Wunder, dass ihnen noch nicht der Sabber aus dem Mund lief. Glücklicherweise war unser Programm erst für den späteren Nachmittag vorgesehen. Die Anstrengungen des Weges, die Entkräftung durch den Schlafentzug und der ständige Hunger jedoch, ließen mich alles nur noch verschwommen und traumartig wahrnehmen. Mein Herz pochte heftig und es war das einzige Geräusch, das ich noch wahrnahm. Alles verlangsamte sich und schien wie eine einzige klebrige Masse zu sein, die sich immer weiterzog, je weiter wir in den Komplex hineingingen. Sie zeigten uns als erstes, wahrscheinlich zur Einschüchterung, die Gräber derer, die vor uns da waren und die nicht gehorcht hatten. Einer meiner Kameraden verlor die Nerven. Sein Totenlicht war quasi bereits entzündet. Nach einer halben Ewigkeit erreichten wir das Heiligtum des Komplexes: den Altar. Jeder, der hier ankam, war zu allem bereit. Es gab weder Hoffnung noch konnte man Gnade erwarten. Einige wimmerten und flehten um Erbarmen, denn sie wollten nur noch zurück zu ihren Familien. Aber wir alle wussten, dass das nie mehr geschehen würde an der Schwelle zur Ewigkeit. Sie trieben uns immer tiefer und tiefer hinein und wir sahen Dinge, die keiner von uns so schnell vergessen wird. Keiner wird mehr der Gleiche sein, wenn er hier herauskommt. Die erdrückende Atmosphäre und die ewigwährende Melodie, die uns von Anfang an begleiteten, wurden zu immer schwereren Lasten. Alles was uns blieb, war die Verzweiflung, dass unser Leiden sich noch länger hinziehen wird und dies nur der Beginn unserer Reise war. Die Glücklichen verloren den Rest ihres Verstandes schnell, über die Unglücklichen vermag ich nicht zu sprechen. Alles was blieb war, nur etwas länger durchzuhalten als die anderen und zu beten, dass dein ehemaliger Freund neben dir etwas früher aufgeben würde, als man selbst. Unsere mittlerweile an die Dunkelheit gewöhnten Augen wurden durch das gleißende Licht der aufgehenden Sonne geblendet. Es fiel durch die bunten Fenster über dem infernalischem Instrument, das uns die ganze Zeit akustisch gemartert hatte. So erreichten wir das Ende – unser Ende. Nur eines stand fest zu diesem Zeitpunkt: Der nächste Zwischenstopp auf unserer Reise würde weit unangenehmer werden. So brachen wir auf, die Innenstadt von Osnabrück zu erkunden.
von Matthias Christ

Bild: Tobias Kunz
Universität
Eine fremde Stadt zu erkunden – ohne genau zu wissen, wo man ankommt oder was einem auf dem Weg erwartet – war mir schon immer die liebste Art zu reisen. Man lässt die Stadt auf sich wirken und kann somit einige Überraschungen erleben, die man bei einer durchdachten Stadtrundführung verpassen würde. Meine Mitreisenden waren zum Glück der gleichen Meinung. Im Zug stellte sich daher die Frage, wohin wir eigentlich gehen sollten, wenn wir in der niedersächsischen Stadt Osnabrück angekommen sind, gefolgt von dem Gedanken, ob überhaupt jemand einen Stadtplan dabei hat. Das Ergebnis war erst ein Schweigen, dann ein Lachen, sodass wir in Osnabrück angekommen, einfach unserem Bauchgefühl folgend, die Stadt erkundeten.
Die Überraschung ergab sich relativ schnell. An einer Hauptstraße entlanglaufend und in ein Gespräch vertieft, übersahen wir fast das Schloss, dass mitten in der Stadt platziert war. Der Blick auf das angebrachte Schild, welches auf der Außenmauer angebracht war, ließ uns vor Neid erblassen: Universität Osnabrück.
Wir durchquerten den Torbogen und befanden uns in einem Innenhof, der von dem gelben Schlossmauern umrahmt war. Glücklicherweise war der Eingang nicht verschlossen, sodass wir einen Blick in das Schloss erhalten konnten. Es folgte ein gläserner Aufzug, ein kleiner Schlosspark zum Hinterausgang und eine Aula, die mit ihren hohen mit Stuck verzierten Decken, an denen pompöse Kronleuchter hingen, eher an einen Ballsaal erinnerte. Anschließend wurde der gläserne Fahrstuhl ausprobiert, der uns in das oberste Stockwerk brachte, von wo aus man einen imposanten Blick über die Stadt Osnabrück erhalten konnte. Die Räume waren schon nicht mehr schlossähnlich, sondern erinnerten an den umgebauten Gebäudetrakt im 1. Stock des R-Gebäudes der Universität Vechta. Eine abgestellte Kaffeetasse mit dem Logo Studentenwerk Osnabrück, die man auch in Vechta zu Gesicht bekommt, war ein weiterer Beweis für eine gewisse Ähnlichkeit beider Universitäten und ließ uns erfreuen. Die Vorzüge einer kleinen Universität, wie in Vechta, wurden noch einmal aufgezählt, zu denen eindeutig eine gewisse persönliche Atmosphäre, das schnelle Zurechtfinden und das häufige Wiedertreffen von Personen zählten.
Doch eines konnten wir nicht abstreiten. Einen Tag in einem Schloss zu studieren, dass hatte schon etwas Besonderes. Abermals durchquerten wir den Torbogen und waren gespannt, wohin uns unser Bauchgefühl als nächstes leiten würde.
Die Überraschung ergab sich relativ schnell. An einer Hauptstraße entlanglaufend und in ein Gespräch vertieft, übersahen wir fast das Schloss, dass mitten in der Stadt platziert war. Der Blick auf das angebrachte Schild, welches auf der Außenmauer angebracht war, ließ uns vor Neid erblassen: Universität Osnabrück.
Wir durchquerten den Torbogen und befanden uns in einem Innenhof, der von dem gelben Schlossmauern umrahmt war. Glücklicherweise war der Eingang nicht verschlossen, sodass wir einen Blick in das Schloss erhalten konnten. Es folgte ein gläserner Aufzug, ein kleiner Schlosspark zum Hinterausgang und eine Aula, die mit ihren hohen mit Stuck verzierten Decken, an denen pompöse Kronleuchter hingen, eher an einen Ballsaal erinnerte. Anschließend wurde der gläserne Fahrstuhl ausprobiert, der uns in das oberste Stockwerk brachte, von wo aus man einen imposanten Blick über die Stadt Osnabrück erhalten konnte. Die Räume waren schon nicht mehr schlossähnlich, sondern erinnerten an den umgebauten Gebäudetrakt im 1. Stock des R-Gebäudes der Universität Vechta. Eine abgestellte Kaffeetasse mit dem Logo Studentenwerk Osnabrück, die man auch in Vechta zu Gesicht bekommt, war ein weiterer Beweis für eine gewisse Ähnlichkeit beider Universitäten und ließ uns erfreuen. Die Vorzüge einer kleinen Universität, wie in Vechta, wurden noch einmal aufgezählt, zu denen eindeutig eine gewisse persönliche Atmosphäre, das schnelle Zurechtfinden und das häufige Wiedertreffen von Personen zählten.
Doch eines konnten wir nicht abstreiten. Einen Tag in einem Schloss zu studieren, dass hatte schon etwas Besonderes. Abermals durchquerten wir den Torbogen und waren gespannt, wohin uns unser Bauchgefühl als nächstes leiten würde.
von Ina Bushuven
Wer Tiere mag, liebt oder lustig findet …

Bild: Tobias Kunz
… und vom Studium zu überhitzt ist, sollte den Weg zum Osnabrücker Stadtrand einschlagen. Hinter dem Krankenhaus gelegen, findet sich eine Ansammlung von merkwürdigen, verrückten und allseits bekannten Tieren, die das tun, was Tiere halt so hinter Gittern tun: Sinnlos im Kreis laufen, uns Menschen mitleidig anschauen und fressen. Natürlich sind die knapp 2500 Tiere nicht nur für die Bespaßung da, man kann auch viel Wissenswertes aus der Welt der Tiere lernen. Zum Beispiel warum Nacktmulle so hässlich sind und was für eine Aufgabe sie sonst noch auf dem Planeten haben. Fakt ist, dass sie in einem unterirdischen Teil des Zoos der Öffentlichkeit dargeboten werden, den es in dieser Form nur in Osnabrück gibt. Leider sieht man größtenteils nur Schatten und Stroh. Das soll natürlich alles nicht abschrecken. Auf einem Gebiet von fast 24 Hektar gibt es auch sehr schöne Dinge zu entdecken für groß und klein. Aber mal ehrlich, zu erkennen dass Affen sich fast genauso dämlich benehmen wie man selbst oder einen lieblichen Löwen den Kopf zu streicheln, ist doch immer wieder ein Erlebnis wert.
Außerdem sind wir alle Studenten. Und der positive Effekt, den Tiere auf unser emotionales Befinden ausüben, ist jedem bekannt. Zumindest weiß man am Ende des Ausflugs : Hier ist jemand noch ärmer dran, als man selbst.
Irgendwie ironisch: Der Zoo weist in einem Sonderteil auf die ökologisch bescheidenen Umstände hin, die der Mensch zum Beispiel durch Landwirtschaft erzeugt und somit den Tieren ihren Lebensraum nimmt. Da schaut man dann doch schon etwas besorgter den Elefanten beim Rumtröten zu. Aber immerhin bringt einen der lustige Nacktmull wieder zum Lächeln.
Außerdem sind wir alle Studenten. Und der positive Effekt, den Tiere auf unser emotionales Befinden ausüben, ist jedem bekannt. Zumindest weiß man am Ende des Ausflugs : Hier ist jemand noch ärmer dran, als man selbst.
Irgendwie ironisch: Der Zoo weist in einem Sonderteil auf die ökologisch bescheidenen Umstände hin, die der Mensch zum Beispiel durch Landwirtschaft erzeugt und somit den Tieren ihren Lebensraum nimmt. Da schaut man dann doch schon etwas besorgter den Elefanten beim Rumtröten zu. Aber immerhin bringt einen der lustige Nacktmull wieder zum Lächeln.
von Tobias Kunz
Schöne neue Technikwelt
Was jeder will, aber keiner braucht
Immer häufiger in Vorlesungen findet man Notebooks, Netbooks, Tabletops oder Smartphones. Die kleinen Helfer gelten als Unterstützung im Studium und Leben im Allgemeinen. Wenn man jedoch mal gerade nicht damit herumspielt, so können diese Geräte wirklich nützlich sein. Daher soll dieser Artikel ein wenig Licht in den Technikdschungel bringen. Was bringt wirklich etwas? Was ist nur Geldverschwendung? Wer macht solche Preise?!
Note- & Netbooks
Das Wissen zum Aufklappen
Das Wissen zum Aufklappen
Das Note- bzw. Netbook ist mittlerweile der Klassiker und gern benutzter Allzweck-Helfer gegen Vorlesungs- und Seminarprobleme. Was ist jedoch beim Kauf zu beachten?
Groß, Touch oder HD?
Eine der wichtigsten Sachen bei der Kaufentscheidung ist das Display. Zum einen ist ein großes Display für Übersicht gerade bei der Arbeit mit vielen Fenstern vorteilhaft. Zum anderen bedeutet ein größeres Display aber auch mehr Gewicht und mehr Platzverbrauch. Netbooks sind für den flexiblen Uni-Einsatz sicherlich vorteilhaft und können auch mal nach Füchtel mitgenommen oder bequem im B1 benutzt werden. Um eine Hausarbeit oder eine Powerpoint-Präsentation darauf zu erstellen, bedarf es jedoch etwas mehr Geduld. Damit jedoch nicht genug, auch die Wahl zwischen einem mattem oder einem glänzendem Display ist sehr entscheidend. Bietet das glänzende Display kräftigere Farben und ein dadurch schärfer wirkendes Bild, spiegelt das matte Display in der Sonne nicht so sehr. Bei einigen Netbooks ist das Display sogar touchfähig. Das macht das Arbeiten zwar leichter im Vergleich zu einem sonst üblichen Touchpad, jedoch aufgrund mangelnder Auslegung auf diese Technologie, ist der Zugewinn für den häufig hohen Aufpreis nicht sonderlich hoch. Wenn man sich in diese Richtung orientieren möchte, sollte man lieber zu den stärker darauf ausgelegten Tabletts greifen.
Lang, länger, am längsten
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Akkulaufzeit. Wer in Vechta schon einmal auf die Suche nach einer Steckdose gegangen ist , der weiß, wie wichtig die Akkulaufzeit sein kann. Denn was bringt alle Technik, wenn das teure Gerät keinen Saft hat? Man sollte beim Akku daher ruhig etwas mehr investieren. Auch vier Stunden können sehr schnell vergehen. Häufig sind die Netbooks in Sachen Akkulaufzeit den Notebooks überlegen, wodurch sie als mobiler Begleiter weitere Pluspunkte sammeln.
Leistung
Die Prozessorgeschwindigkeit ist meist nicht so erheblich. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Internet oder kleine Spiele funktionieren meist auch mit weniger leistungsstarken Geräten. Man sollte jedoch darauf achten, dass Windows 7 problemlos läuft. Allerdings kann es auf einigen Netbooks zu Problem bei der Wiedergabe von YouTube HD Videos kommen aufgrund der Leistung.
Zubehör und anderes
Bei Netbooks wird häufig auf ein CD/DVD-Laufwerk verzichtet. Dies kann bei der Installation von Programmen oder der Neuinstallation des Betriebssystems zu Schwierigkeiten führen. Allerdings sind viele Programme heute auch als Download verfügbar, sodass vielfach zumindest mithilfe eines USB-Sticks eine Installation ermöglicht wird. Für die Hobbyfotographen kann es dazu noch interessant sein, ob ein SD-Kartenleser integriert ist, um Bilder einfach von der Kamera auf das tragbare Gerät zu übertragen. Wichtig für die nächste Nachtsession kann außerdem eine beleuchtete Tastatur sein. Diese kleine Nettigkeit kann sich spätestens bei der nächsten Hausarbeit bezahlt machen.
Kosten – Nutzen
Und was kostet das alles? Die einfachsten Netbookmodelle fangen bereits bei 200 € an. Nach oben sind je nach Ausstattung kaum Grenzen gesetzt. Notebooks hingegen sind schon teurer. Sie fangen meist bei 300€ an und übertreffen nach oben hin sogar die Netbooks. Durchschnittlich muss man jedoch mit 400-500 € rechnen.
Die Frage bleibt jedoch, was so ein Gerät letztendlich für das Studium bringt. Um flexibel zu sein, ist ein Netbook die bessere Variante. Vernünftig größere Arbeiten durchzuführen ist jedoch auf einem größeren Notebook-Display angenehmer. Für Hausarbeiten, egal auf welchem Gerät oder für Powerpoint-Präsentationen ist ein tragbares Gerät jedoch definitiv sinnvoll. Innerhalb der Vorlesung kommt man jedoch immer noch gut mit Stift und Papier zurecht.
von Matthias Christ
2051
Das Jahr der begrenzten Möglichkeiten schon heute?
Wenn man das Studium beginnt, so hört man meist dies: “Kind, das ist für deine Zukunft!” Mama, Papa, Oma, Opa und wer sonst noch das Beste für einen will, alle sagen, wie wichtig Ausbildung für das spätere Leben sei. Aber was denken die Studenten eigentlich, wo es hingehen soll? Wo stehe ich in 20, 30 oder 40 Jahren? Was habe ich für Aufgaben, wie sieht mein Alltag aus im Jahr 2051? Viele gehen ins Studium ohne klares Ziel. Einige haben zumindest eine Richtung, andere lassen alles auf sich zukommen. Nicht selten werden diese Pläne jedoch während des Studiums komplett umgeworfen. Der Studiengang, das Praktikum und das Thema der Abschlussarbeit sind Wegweiser, aber keine Sicherheiten, sollten aber dennoch gut bedacht werden. Wie die Zukunft aussieht ist jedoch völlig offen.

© Gerd Altmann / PIXELIO
Verantwortung
Die kleinen Verspätungen von 30 Minuten in der Vorlesung sind nicht mehr möglich. Zehn Minuten nach Beginn klingelt der Chef das erste Mal durch: “Frau/Herr zukünftige/r Arbeitnehmer/In, wo stecken Sie?” Beim zweiten Mal kommt dann schon kein Anruf mehr, sondern gleich das Kündigungsschreiben indem man sehr bedauert, dass die Kooperation nicht weiter fortgesetzt werden kann. Der ein oder andere mag sich in dieser Zeit gerne an die schönen Zeiten der Anwesenheitspflicht erinnern.
Mutti und Vati sind auch mittlerweile tot und man muss sich um seinen Kram selber kümmern. Die eigene Wohnung, die man nahe an seinem neuen, mittlerweile sechsten, Arbeitsplatz bewohnt, will auch ab und an gereinigt werden. Die Mensa ist auch schon lange vergessen, aber die Küche mit den neusten Fertigprodukten von Maggi lädt zum Verweilen ein und nicht selten wird in kochkünstlerischer Manier das Wasser im neuen Mikro-Wasserkocher erhitzt. Alles alleine, natürlich! Das alles auch noch neben der mittlerweile üblichen 50-Stunden-Woche, in der man täglich mit dem Schicksal anderer Menschen jongliert.
Mutti und Vati sind auch mittlerweile tot und man muss sich um seinen Kram selber kümmern. Die eigene Wohnung, die man nahe an seinem neuen, mittlerweile sechsten, Arbeitsplatz bewohnt, will auch ab und an gereinigt werden. Die Mensa ist auch schon lange vergessen, aber die Küche mit den neusten Fertigprodukten von Maggi lädt zum Verweilen ein und nicht selten wird in kochkünstlerischer Manier das Wasser im neuen Mikro-Wasserkocher erhitzt. Alles alleine, natürlich! Das alles auch noch neben der mittlerweile üblichen 50-Stunden-Woche, in der man täglich mit dem Schicksal anderer Menschen jongliert.
Hoffnung
Wenigstens hat man seine Liebe von damals noch. Zumindest das Gefühl, da sie/er leider doch mehr Freiraum braucht und sich noch nicht binden will. Bestimmt ändert sich das nach der Amerika-Tour. Aber es gibt ja auch genug neue Optionen! Ob es die nette Inderin oder der ansprechende Puerto Ricaner ist, beide wären ein guter Fang als ausländische Fachkräfte, die zu gutverdienenden Zugpferden der deutschen Wirtschaft geworden sind.
Alternativ könnte man mal wieder ein Blinddate auf dem allgegenwärtigen Facebook machen. Online – versteht sich – per Videokonferenz. So schlimm ist es ja auch gar nicht, immerhin hat man so genug Zeit all den Dingen nachzugehen, die man schon immer machen wollte. Obwohl die auch nicht günstig sind und die Miete ist auch schon wieder im Rückstand …
Alternativ könnte man mal wieder ein Blinddate auf dem allgegenwärtigen Facebook machen. Online – versteht sich – per Videokonferenz. So schlimm ist es ja auch gar nicht, immerhin hat man so genug Zeit all den Dingen nachzugehen, die man schon immer machen wollte. Obwohl die auch nicht günstig sind und die Miete ist auch schon wieder im Rückstand …
Begrenztheit
Doch nicht alles ist schlecht! Der Freigeist von damals ist man immer noch. Nur feiern ist eher was für die jungen Leute. Man kann ja nicht jeden Monat rausgehen! Vor allem das Aufstehen ist nicht mehr so einfach wie früher, also lieber mal einen Abend ruhig verbringen. Die Technik ist leider im Gegensatz zu früher auch viel weniger anwenderfreundlich. Häufig benutzt man daher noch sein altes Smartphone, anstelle der Bildschnittstelle des weltweiten Datennetzes oder genießt einen faulen Fernsehabend. Ah, Entspannung!
Wenn man später einmal Kinder hat, wird man ihnen auf jeden Fall raten zu studieren. Sonst wird nichts aus ihnen und ihr Leben wird trist und grau. So haben sie alle Möglichkeiten der Welt, ihr Leben lebenswert zu gestalten.
von Matthias Christ
Horoskop Juni 2011
Für das folgende Horoskop hat unsere Spezialabteilung für Astrologie (uniVista ASTRA) wieder den exklusiven Langzeittrend für alle Sternzeichen ermitteln können. Die folgenden Angaben entbehren wie immer jeder wissenschaftlichen oder pseudowissenschaftlichen Grundlage, beanspruchen aber uneingeschränkt die einzige astrologische Wahrheit zu verkünden. Jedes andere Horoskop ist falsch und verachtenswert. Daher solltest Du, geneigter Leser, die folgenden Zeilen umso aufmerksamer aufnehmen, denn sie sind so wahr, dass man eher von einer Prophezeiung Nostradamusscher Genauigkeit reden sollte, als von “Horoskopen”(Pah!). Lies nun von Deiner Zukunft:
Krebs
Nächstes Semester wäre es klug, alles etwas früher anzugehen. Gegen Ende erwarten Dich einige unerwartete Überraschungen, die zwar Deinen Zeitplan durcheinander werfen, aber nicht unbedingt negativ sein müssen!
Löwe
Lieber Löwe, der König der Tiere bringt Dir diesmal Glück. Das neue Semester hält für Dich neue Chancen bereit, nutze sie! In Freundschaft und Liebe musst Du lernen geduldiger zu sein, es kann nicht immer alles von heute auf morgen gehen!
Jungfrau
Warte nicht weiter darauf, dass Dir gebratene Tauben in den Hals fliegen. Jetzt ist die Zeit zu handeln! Im Grunde weist Du, was Du willst, Du musst es Dir nur noch nehmen! Für Dich gibt es jetzt kein “zu wagemutig”. Zeig den Leuten, was in Dir steckt und es wird ein spannendes Semester.
Waage
Die Erfahrung lehrt uns, dass das Leben niemals leichter wird. Im Gegenteil, die Aufgaben werden immer komplexer. Verliere Deine Ziele nicht aus den Augen, nutze die an Dich gestellten Aufgaben, um an ihnen zu wachsen.
Skorpion
Du hast gezeigt, dass Du Deine Ziele erreichen kannst, wenn Du willst. Mach weiter so und lass Deinen inneren Motor der Motivation nicht ausgehen. Tritt Problemen mutig in den Weg und vergiss nicht, dass Dich die Natur mit “Waffen” ausgestattet hat, mit denen Du Dich wehren kannst.
Schütze
Auch wenn es angenehm zu sein scheint, dass Dir vieles in den Schoß fällt, solltest Du erkennen, dass es sich nicht lohnt alles zu besitzen. Den wahren Wert erkennst Du erst, wenn Du darum kämpfst. Außerdem scheint die Liebe ein Auge auf Dich geworfen zu haben, bleib also wachsam und halte Augen und Ohren offen!
Steinbock
Mit dem Kopf durch die Wand? Im nächsten Semester empfiehlt es sich jedoch lieber einen Gang runterzuschalten und anderen den Vortritt zu lassen. In der Ruhe liegt die Kraft und Schadenfreude ist – nach landläufiger Meinung – die schönste Freude.
Wassermann
Nur weil es hier und dort Differenzen zwischen anderen und Dir gibt, brauchst Du Dich nicht zurückzuziehen. Deine Ideen werden Dich noch weit bringen, wenn Du sie besser verständlich machst und ausarbeitest. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Fische
Für Dich steht jetzt eine ruhige Zeit an. Dein Studium läuft super und Du hast endlich einmal wieder Zeit, um Dich zu entspannen und etwas Kraft zu tanken. Aber man muss sich ja nicht alleine erholen: Wie wäre es mal mit einem gemütlichen Abend mit Freunden?
Widder
Lieber Widder, nicht immer ist es ratsam, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen! Auch wenn Du mit deinen “Hörnern” bestens ausgerüstet bist, übe dich in Rücksichtnahme und Kompromissbereitschaft! Im Unileben läuft es für Dich sonst ganz gut, sofern Du nicht alles schleifen lässt.
Stier
Die nächste Zeit wird ganz schön wild für Dich! Das Studium, die Arbeit … das alles wird jetzt erst einmal sehr hektisch. Und dann wollen deine Freunde auch noch Zeit mit Dir verbringen. Wie sollst Du da eine ruhige Minute für Dich haben? Aber Du hast im Moment so viel Power in Dir, dass Du das locker packst!
Zwillinge
Das ist Dein Jahr! Dein Charme und Witz zieht andere magisch an und sorgen damit für Dein Seelenwohl. Die Finanzlage scheint für einen Studenten akzeptabel und exmatrikuliert wurdest Du auch nicht. Vor der Zukunft brauchst Du Dich deshalb wahrlich nicht fürchten!
von Thomas Hülsmann, Johanna-Maria Jaromin, Nina Gerlach, Matthias Christ, Carola Hofmann, Jenniffer Malenz und Lea Seefeld
Hintergrundbild: © Martin Kolb / PIXELIO
Nachgefragt
Diesmal: Die kalte Jahreszeit - Winter im Kreuzverhör
![]() © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO
Wann beginnt eigentlich der astronomische Winter?
Anders als der meteorologische Winter beginnt der astronomische Winter in der nördlichen Hemisphäre am 21. oder 22. Dezember (Wintersonnenwende) und dauert 89 Tage. Spätestens am 20. bzw. 21. März sollte der kalte Spuk somit endlich vorbei sein.
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![]() © Dieter Schütz / PIXELIO
Weiße Pracht oder eine Finte der Natur, kann Schnee essen gefährlich sein?
Nicht direkt! Schmelzwasser enthält zwar keine Mineralstoffe, jedoch nimmt ein gesunder Mensch genug über die Nahrung auf, um bei gemäßigtem Genuss des „weißen Stoffes“ nicht umzukippen. Lediglich die Verdauung kann der im Magen ankommende Winter auf den Kopf stellen. Aber auch die aus der Atmosphäre aufgenommenen Schmutz- und Schadstoffe würde man sich sonst wohl eher nicht aufs Brot schmieren.
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![]() © uschi dreiucker / PIXELIO
Schadet Schlafen im Winter dem Gedächtnis?
Winterschlaf hat nachgewiesener Maßen negative Folgen für die Gedächtnisleistung. Ein kleines Nickerchen in der Vorlesung sollte jedoch folgenlos bleiben. Und so wird aus „Vergeben und vergessen“ „Vergessen und Verschlafen“.
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![]() © Anne Wurster / PIXELIO
Effektivste Verhütung im Winter?
Nichts essen! Das gilt zumindest für Eisbärenweibchen. Sollten sie nicht genügend Reserven während der Sommermonate angelegt haben, wird die seit dem Frühling vorhandene Eizelle resorbiert. Eine Schwangerschaft ist aufgrund der internen Nahrungsaufnahme dann nicht mehr möglich. Das Tierreich scheint somit die Verhütungspflicht immer noch bei der Frau zu sehen. Ob das „Ei-danach“ massentauglich wird, bleibt abzuwarten.
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![]() © Joujou / PIXELIO
War der größte Mann der Welt knapp 30 Meter groß?
Kein Mensch, aber der größte Schneemann der Welt erreichte 29,43 m. Der Rekordschneemann wurde innerhalb von 10 Tagen in gemeinschaftlicher Arbeit in Ohkura (Japan) erschaffen. Leider blieb von ihm nicht viel übrig, als die Sonne zurückkehrte.
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von Matthias Christ
Semesterticket – Pro und Contra
Herzlich willkommen erweitertes Semesterticket!
Auch ich gehöre zu den Betroffenen, die mit dem Nachgeschmack der eingeschränkten Freiheit zu kämpfen haben und die Erweiterung durchaus begrüßen würden.
Man muss sich mit den Zukunftsvisionen der Uni weiterentwickeln. Es widerspricht sich, wenn die Uni bereits das Feuer entdeckt hat, offene Arme für Entwicklung und Fortschritt sowie für angehende Studenten von überall her ausgestreckt hält, während das Semesterticket immer noch in Fellbekleidung durch die Wälder irrt und sich egoistischerweise auf die Menschen in unmittelbarer Nähe beschränkt.
Des Weiteren ist es ein Fakt, dass die NordWestBahn eine Preiserhöhung plant. 2012 wird der Preis für das bereits vorhandene Ticket 22,70 Euro betragen und weitere Preiserhöhungen sind nicht auszuschließen. Wenn dieser Fall eintrifft, lohnt sich das alte Ticket in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis dann noch? Oder wollen wir mehr Qualität für einen, im Verhältnis zu den neuen Möglichkeiten kleinen Aufpreis?
Man muss sich mit den Zukunftsvisionen der Uni weiterentwickeln. Es widerspricht sich, wenn die Uni bereits das Feuer entdeckt hat, offene Arme für Entwicklung und Fortschritt sowie für angehende Studenten von überall her ausgestreckt hält, während das Semesterticket immer noch in Fellbekleidung durch die Wälder irrt und sich egoistischerweise auf die Menschen in unmittelbarer Nähe beschränkt.
Des Weiteren ist es ein Fakt, dass die NordWestBahn eine Preiserhöhung plant. 2012 wird der Preis für das bereits vorhandene Ticket 22,70 Euro betragen und weitere Preiserhöhungen sind nicht auszuschließen. Wenn dieser Fall eintrifft, lohnt sich das alte Ticket in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis dann noch? Oder wollen wir mehr Qualität für einen, im Verhältnis zu den neuen Möglichkeiten kleinen Aufpreis?

© Erich Westendarp / PIXELIO
Ich halte mir vor Augen, wie flexibel ich dank des neuen Tickets wäre. Ich halte mir vor Augen, wie günstig ich beispielsweise meine Semesterferien gestalten könnte! Wieso nutzen wir nicht die zentrale Lage von Vechta und erleben kleine Abenteuer in den etwas weiter weg liegenden Städten, die eigentlich leicht zu erreichen wären? Was spricht dagegen, dass wir unsere Uni mit der Erweiterung des Semestertickets für unsere zukünftigen Mitstudenten attraktiver gestalten und ihnen ihre Heimfahrten erleichtern?
Ob man will oder nicht, in Zukunft wird sich noch so einiges mehr verändern und man wird es nicht verhindern können. Warum passen wir uns demnach nicht einfach an und ziehen Vorteile daraus?
Dann wäre Vechta kein „B-Plan“ mehr, sondern schon sehr bald eine nette Option, um die sich die Studenten reißen.
Ob man will oder nicht, in Zukunft wird sich noch so einiges mehr verändern und man wird es nicht verhindern können. Warum passen wir uns demnach nicht einfach an und ziehen Vorteile daraus?
Dann wäre Vechta kein „B-Plan“ mehr, sondern schon sehr bald eine nette Option, um die sich die Studenten reißen.
von Johanna-Maria Jaromin
Semesterticket – Mal wieder …
Auf ein Neues: Die Semesterticket-Welle rollt wieder. Der Dauerbrenner für die StuPa-Wahlen, dem Dies academicus oder in der Umfrage des AStA wurde mal wieder entstaubt. Zwar schaffte man erstmalig eine etwas repräsentativere Umfrage dank StudIP, dennoch sollte man irgendwie langsam mal merken, dass es eine Frage ohne Ziel ist. Den Leuten aus Cloppenburg, Bersenbrück, Sullingen oder Lohne bringt das Semesterticket in seiner jetzigen Form fast nichts. Sie dürfen aber trotzdem kräftig löhnen. Im Gegenteil, sie müssen sogar noch Sprit und andere Unterhaltungskosten zahlen, was bei der Verlässlichkeit der Bahn verständlich ist. Viele kennen es vielleicht, wenn der Zug mal wieder 1 ½ Std. Verspätung hat und dafür der Übernächste mit 5 Minuten Verspätung einen irgendwann aus der Kälte erlöst. Die Zug-Ersatz-Lösungen will ich erst gar nicht erwähnen. Eine Erweiterung um einige Strecken, die sie eh nicht nutzen, wäre also nicht gerade zur Freude des Geldbeutels. Und das obwohl bereits viele Studenten auf einen Nebenjob, Bafög oder Studienkredite angewiesen sind. Die außerhalb Niedersachsens Wohnenden Saarländer, Sachsen oder NRWler machen sich erst gar keine Hoffnung auf einen wirklichen Nutzen vom Semesterticket. Am Ende wäre es dann wohl einfach am fairsten wenn jeder seine Zeche zahlt und nicht zu Lasten einiger eine geringe Ersparnis anderer erzeugt wird. Wer fahren will, der soll auch zahlen. Aber wer nicht fahren will, warum sollte der für jemand anderen bezahlen? Schulden machen per BAföG für jemand anderes? Immerhin ist selbst die günstigste Erweiterung noch unterhalb der „deutlichen Erhöhung“ auf 16 Euro und selbst die 22,70 Euro im SoSe 2012 liegen nur geringfügig oberhalb des Metronom-Netzes, mit dessen Hilfe man nicht einmal aus Vechta wegkommt. Anstatt also über eine Neukonzipierung nachzudenken, wäre es vielleicht angebrachter einfach die Kosten runterzuhandeln.
von Matthias Christ
Der zahnlose Tiger
Kommentar zum „Dies academicus“ der Studierenden
Bestandsaufnahme
Der „Dies academicus“ der Studierenden war eine stressige, aber auch produktive und nicht zuletzt erfolgreiche Zeit. Die Arbeit der zuständigen Gremien, die Resonanz der Studenten und die abschließende Diskussion sollen daher auf jeden Fall gewürdigt bleiben.
Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack, der das Thema „Gutes Studieren – Studierendenwellness“ begleitet. Bereits zu Beginn wurden die Fachräte in der Vollversammlung der Fachräte erst am 3.11. über die am 17.11. anstehenden organisatorischen Maßnahmen informiert. Viele der Fachräte aber beispielsweise befanden sich gerade in dieser eh schon kurzen Zeit von 14 Tagen noch in der Neuformierung bzw. mussten erst noch neugewählt werden. Dass die Ergebnisse trotz dieser Widrigkeiten doch so positiv waren, lässt auf eine gute Organisation innerhalb der einzelnen Fachschaften schließen. Die Frage, warum gerade die Studentenschaft, als zahlenmäßig größter Anteil nur so wenig Zeit bekam, bleibt dennoch im Raum und nach Verursachern zu suchen, scheint wie immer in einem Spiel „Schwarzer Peter“ zu enden. Zu gutem Studieren sollte eben auch gehören, genug Zeit zu haben, sich angemessen vorbereiten zu können. Die Folgen dieses Organisationsengpasses sind deutlich spürbar. Aufgrund mangelnder Resonanz sind keine aussagekräftigen Rückmeldungen gekommen. Das Resultat: Der zuvor angekündigte offene Gesprächsaustausch wurde abgesagt. Nun würde es zu weit gehen eine strukturell gewollte Benachteiligung der Studenten zu unterstellen. Dennoch hätte man derartige Dinge vor der Organisation des Ganzen sicherlich überschauen können.
Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack, der das Thema „Gutes Studieren – Studierendenwellness“ begleitet. Bereits zu Beginn wurden die Fachräte in der Vollversammlung der Fachräte erst am 3.11. über die am 17.11. anstehenden organisatorischen Maßnahmen informiert. Viele der Fachräte aber beispielsweise befanden sich gerade in dieser eh schon kurzen Zeit von 14 Tagen noch in der Neuformierung bzw. mussten erst noch neugewählt werden. Dass die Ergebnisse trotz dieser Widrigkeiten doch so positiv waren, lässt auf eine gute Organisation innerhalb der einzelnen Fachschaften schließen. Die Frage, warum gerade die Studentenschaft, als zahlenmäßig größter Anteil nur so wenig Zeit bekam, bleibt dennoch im Raum und nach Verursachern zu suchen, scheint wie immer in einem Spiel „Schwarzer Peter“ zu enden. Zu gutem Studieren sollte eben auch gehören, genug Zeit zu haben, sich angemessen vorbereiten zu können. Die Folgen dieses Organisationsengpasses sind deutlich spürbar. Aufgrund mangelnder Resonanz sind keine aussagekräftigen Rückmeldungen gekommen. Das Resultat: Der zuvor angekündigte offene Gesprächsaustausch wurde abgesagt. Nun würde es zu weit gehen eine strukturell gewollte Benachteiligung der Studenten zu unterstellen. Dennoch hätte man derartige Dinge vor der Organisation des Ganzen sicherlich überschauen können.

Foto: Alexander Dressler
Die Verwertung
Wie aber geht es nun weiter? Die Diskussion war im Vorfeld als konstruktiv und kooperativ angekündigt worden, um Studienbedingungen aktiv zu verbessern. Was geschieht nun aber mit den eingebrachten Vorschlägen, Anmerkungen und Protesten? Viele der Themen, die die Fachschaften gesammelt haben, sind häufig sehr speziell und gehen in einer breiten Podiumsdiskussion verloren. Gerade diese kleinen Schrauben sind es jedoch häufig und nicht die besprochenen eigentlich eh schon bekannten Themen wie das Semesterticket, Anwesenheitslisten und Modulprüfungen, die das Wohl des Einzelnen ausmachen. Es ist darüber hinaus noch kontrovers, was mit den gefundenen Ressourcen „Dinge, die bereits gut sind“ passieren soll. Im Sinne der Qualität sollten gerade diese bereits geschaffenen Kompetenzen als zukünftige Felder der Optimierung angesehen werden. Zu hoffen ist, dass sie daher nicht zu bloßen Marketingzwecken à la „Unsere Studenten bescheinigen: Wir sind gut in den und den Sachen“ werden. Wer einen solchen Tag der Lehre macht, muss sich darüber im Klaren sein, dass damit eine Politik des Vertröstens unvereinbar ist und Resultate umso mehr zählen, da Argumente ressourcen-orientiert, kooperativ und sachlich vorgetragen wurden.
Nachdem also Probleme angesprochen worden, müssen nun Lösungen gefunden, finanzierbar gemacht und durchgeführt werden. Terminierte Zusagen von verbindlicher Qualität sollten das Hauptziel sein. Es ist zu hoffen, dass die besprochenen Dinge nicht am Ende erst beim nächsten Studentenprotest auftauchen.
Zumindest in Sachen Transparenz der Studiengebühren sind schon erste Erfolge zu erkennen und so beispielsweise eine genauere Aufschlüsselung in dieser Ausgabe zu finden. Auch wenn dieser Erfolg mehr die Einlösung eines Versprechens aus dem vergangen Jahre darstellt. Im Sinne der Studienbedingungen können wir nur hoffen, dass alle Beteiligten die Vorarbeit nicht versanden lassen.
Nachdem also Probleme angesprochen worden, müssen nun Lösungen gefunden, finanzierbar gemacht und durchgeführt werden. Terminierte Zusagen von verbindlicher Qualität sollten das Hauptziel sein. Es ist zu hoffen, dass die besprochenen Dinge nicht am Ende erst beim nächsten Studentenprotest auftauchen.
Zumindest in Sachen Transparenz der Studiengebühren sind schon erste Erfolge zu erkennen und so beispielsweise eine genauere Aufschlüsselung in dieser Ausgabe zu finden. Auch wenn dieser Erfolg mehr die Einlösung eines Versprechens aus dem vergangen Jahre darstellt. Im Sinne der Studienbedingungen können wir nur hoffen, dass alle Beteiligten die Vorarbeit nicht versanden lassen.
von Matthias Christ
Der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Mündigkeit
Über Studenten und ihre eigene Meinung
Das Modell “Student” schien beim Kauf außerordentlich bequem zu sein. Das Kleingedruckte im Vertrag? Das muss ich wohl überlesen haben …
Manchmal sind jedoch gerade diese kleinen Dinge die entscheidenden. Student sein, was bedeutet das eigentlich?
Wer die Schule erfolgreich hinter sich gebracht hat, weiß, wie man sich anpasst. Sei es in der Klasse, in den Kursen oder in schriftlichen Arbeiten, in denen für gute Noten genau die Meinung des Lehrers zu treffen ist. Rebellen gegen dieses System haben zwar meist einen besonderen Status, jedoch schlägt sich dieser nicht unbedingt in ihren Noten wieder.
Student sein heißt nun unangepasst zu sein. Es heißt eigene Ideen und Meinungen zu entwickeln und sich nicht mit den einfachen Lösungen zufriedenzugeben. Es heißt vor allem auch, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und einen kritischen Blick für Argumente oder Beweise zu entwickeln. Dinge sind eben nicht einfach wahr, nur weil es viele sagen. Letztendlich sind wir alle hier, weil uns diese spezielle Fachrichtung interessiert, weil die Themen für uns Bedeutung haben und die Inhalte uns helfen sollen im späteren Berufsleben wichtige Entscheidungen zu treffen. Dass nicht alles gleich nützlich ist, ist klar. Eine eigene Meinung und vor allem eigene Persönlichkeit jedoch kann wertvoller sein als jedes Fachwissen. Ein langweiliges Seminar wird gleich viel lebendiger, wenn über ein interessantes Thema mit herausfordernden Ansichten gesprochen wird.
Es ist also auch in Eurem Interesse, wenn Ihr versucht die Zeit zu nutzen, indem Ihr Eure Persönlichkeit mit hineinbringt und die Spannung der Vorlesung nicht durch passives Absitzen ins Unerträgliche steigert. Nutzt die Chance, die Ihr habt im Studium und entdeckt Euch und die Welt auf neue Weise.
Manchmal sind jedoch gerade diese kleinen Dinge die entscheidenden. Student sein, was bedeutet das eigentlich?
Wer die Schule erfolgreich hinter sich gebracht hat, weiß, wie man sich anpasst. Sei es in der Klasse, in den Kursen oder in schriftlichen Arbeiten, in denen für gute Noten genau die Meinung des Lehrers zu treffen ist. Rebellen gegen dieses System haben zwar meist einen besonderen Status, jedoch schlägt sich dieser nicht unbedingt in ihren Noten wieder.
Student sein heißt nun unangepasst zu sein. Es heißt eigene Ideen und Meinungen zu entwickeln und sich nicht mit den einfachen Lösungen zufriedenzugeben. Es heißt vor allem auch, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und einen kritischen Blick für Argumente oder Beweise zu entwickeln. Dinge sind eben nicht einfach wahr, nur weil es viele sagen. Letztendlich sind wir alle hier, weil uns diese spezielle Fachrichtung interessiert, weil die Themen für uns Bedeutung haben und die Inhalte uns helfen sollen im späteren Berufsleben wichtige Entscheidungen zu treffen. Dass nicht alles gleich nützlich ist, ist klar. Eine eigene Meinung und vor allem eigene Persönlichkeit jedoch kann wertvoller sein als jedes Fachwissen. Ein langweiliges Seminar wird gleich viel lebendiger, wenn über ein interessantes Thema mit herausfordernden Ansichten gesprochen wird.
Es ist also auch in Eurem Interesse, wenn Ihr versucht die Zeit zu nutzen, indem Ihr Eure Persönlichkeit mit hineinbringt und die Spannung der Vorlesung nicht durch passives Absitzen ins Unerträgliche steigert. Nutzt die Chance, die Ihr habt im Studium und entdeckt Euch und die Welt auf neue Weise.
von Matthias Christ
The Beast within
Über Dozenten und den Umgang mit ihnen
Kaum etwas wird das Uni-Leben so sehr prägen wie die netten Menschen am Rednerpult, die eine Hand an der Fernbedienung des Beamers, die andere am Over-Head-Projektor.
Wie soll man mit den Halbmenschen, mit der Powerpoint-Präsentation, umgehen? Vereinen sie doch so viele Rollen in sich. Richter, Lehrer, Lebensretter, Mensch.
Dozenten sind viel, aber eben vor allem Letzteres. Auch sie können sich irren, veraltete Meinungen vertreten oder persönliche Probleme mit in die Veranstaltung tragen. Es gibt Exemplare, die halten besonders viel auf sich, andere versuchen sich in ihre eigene Studentenzeit zurückzuversetzen und die Belange der Studenten zu verstehen.
Welcher Typ Dozent Euch auch immer über den Weg läuft, jeder Dozent verdient einen gewissen Respekt, so schwierig sie oder er auch sein mag, allerdings auch nicht mehr. Seine Meinungen sind nicht besser, seine Fachrichtung nicht die Wichtigste, nicht einmal die Inhalte mögen alle besonders wichtig sein. Dozenten sind keine allwissenden nie fehlenden Überwesen. Auch sie berufen sich auf die Dinge, die ihnen beigebracht wurden. Auch sie berufen sich auf Konventionen, die sich nicht immer nur rational begründen lassen.
Man sollte sich also nicht von ihren Worten einschüchtern lassen, viel mehr sollte man sie als Herausforderung ansehen und ernst nehmen, dass ihr Beruf die Vermittlung von wissenschaftlich geprüftem Wissen und der wissenschaftlichen Methode an sich ist. Es sind nicht länger autoritäre Lehrer, die einem gegenübersitzen, es sind Menschen, die potenziell auf Augenhöhe mit einem selbst sind und daher sollte man es ihnen nicht zu einfach machen.
Stellt also Fragen, vertieft Dinge, die Euch interessieren und gebt Euch vor allem nicht mit ihren Meinungen zufrieden. Mit dem nötigen Feingefühl sollte auch die abschließende Note für das Modul kein Problem darstellen.
Wie soll man mit den Halbmenschen, mit der Powerpoint-Präsentation, umgehen? Vereinen sie doch so viele Rollen in sich. Richter, Lehrer, Lebensretter, Mensch.
Dozenten sind viel, aber eben vor allem Letzteres. Auch sie können sich irren, veraltete Meinungen vertreten oder persönliche Probleme mit in die Veranstaltung tragen. Es gibt Exemplare, die halten besonders viel auf sich, andere versuchen sich in ihre eigene Studentenzeit zurückzuversetzen und die Belange der Studenten zu verstehen.
Welcher Typ Dozent Euch auch immer über den Weg läuft, jeder Dozent verdient einen gewissen Respekt, so schwierig sie oder er auch sein mag, allerdings auch nicht mehr. Seine Meinungen sind nicht besser, seine Fachrichtung nicht die Wichtigste, nicht einmal die Inhalte mögen alle besonders wichtig sein. Dozenten sind keine allwissenden nie fehlenden Überwesen. Auch sie berufen sich auf die Dinge, die ihnen beigebracht wurden. Auch sie berufen sich auf Konventionen, die sich nicht immer nur rational begründen lassen.
Man sollte sich also nicht von ihren Worten einschüchtern lassen, viel mehr sollte man sie als Herausforderung ansehen und ernst nehmen, dass ihr Beruf die Vermittlung von wissenschaftlich geprüftem Wissen und der wissenschaftlichen Methode an sich ist. Es sind nicht länger autoritäre Lehrer, die einem gegenübersitzen, es sind Menschen, die potenziell auf Augenhöhe mit einem selbst sind und daher sollte man es ihnen nicht zu einfach machen.
Stellt also Fragen, vertieft Dinge, die Euch interessieren und gebt Euch vor allem nicht mit ihren Meinungen zufrieden. Mit dem nötigen Feingefühl sollte auch die abschließende Note für das Modul kein Problem darstellen.
von Matthias Christ
Restaurant-Guide
Kennst Du das? Es ist ein schöner Freitagabend und das Date, auf das man schon so lange wartet, ist endlich zustande gekommen. Doch wohin soll es nun gehen? Welches Lokal macht den Abend perfekt und an welchem sollte man lieber vorbei gehen? Aber fürchte Dich nicht, denn hier kommt der kompetente und vollkommen subjektive uniVista-Restaurantführer für Vechta.
Dank knallharter und schonungsloser Recherche gibt es für Vechta-Neulinge, aber auch alte Hasen, eine Orientierungshilfe sortiert nach Anlässen und Gelegenheiten, die so eh nie auftauchen.
Dank knallharter und schonungsloser Recherche gibt es für Vechta-Neulinge, aber auch alte Hasen, eine Orientierungshilfe sortiert nach Anlässen und Gelegenheiten, die so eh nie auftauchen.
Fast, faster, the fastest
Mittag, 12:30 Uhr, in der Mensa gibt es mal wieder nichts außer den leckeren Pommes für den eigenen Gaumen! Abwechslung ist gefragt an der Fast-Food-Front. Ein Restaurant, was jetzt definitiv angesteuert werden sollte, ist Swen’s Diner. Der erst vor kurzem eröffnete Gourmettempel versucht, den zahlungswilligen Konsumenten mit einem Flair aus einem amerikanischen 60er Jahre Diner und ausgewählten Fast-Food-Gerichten zum Verweilen zu überreden. Nicht nur das Ambiente wirkt dabei stimmig, auch die schnelle Küche kann auf ganzer Linie überzeugen. Wer schnell etwas essen möchte, das lecker schmeckt und dank Mittagstisch auch nicht so schwer im Geldbeutel liegt, findet hier seine Anlaufstelle. Vor allem sind die Schnitzelteller zu empfehlen, die sowohl reichlich, als auch kompositorisch einiges hermachen. Mit der Lage in der Nähe des Combi, ist es auch leicht zu erreichen und ohne Probleme mit dem eh schon lange vor sich hergeschobenen Einkauf zu verbinden.
Die versteckte Perle
Was aber, wenn Schnitzel und Burger einem eh schon zum Hals heraushängen und man dringend Abwechslung sucht? Eine Alternative wäre, das gut versteckte chinesische Lokal Jade Garden zu besuchen. Auch hier gibt es unter der Woche Mittagstisch in Form eines reichhaltigen Buffets, das frisch zubereitet wird, wenn es bestellt wird. Eine freundliche Bedienung und der kleine Koiteich im Eingangsbereich sorgen für die passende Atmosphäre. Das Essen, besonders das Buffet, ist reichlich und auch der obligatorische Glückskeks ist natürlich mit von der Partie. Für Anhänger des chinesischen Essens sollte hier gesorgt sein, lediglich Fans von Krupuk sollten achtgeben, dass ihre Vorspeise nicht von allzu gierigen Mitessern mit einer allgemeinen Vorspeise verwechselt wird. Die Oldenburger Straße 4 ist gut versteckt etwas abseits gelegen in einem Innenhof bei der Bremer-Tor-Apotheke, aber die Suche lohnt sich, da man hier auch den eh schon schwierigen Elternbesuch verbringen kann.

Foto: Alexander Dressler
Griechisch für Fortgeschrittene
Für abends ist besonders die Alte Druckerei am Visbeker Damm 1 zu empfehlen. Das griechische Restaurant, welches nur abends geöffnet ist, bietet neben großen deftigen Portionen der griechischen Küche auch einen freundlichen Service und passende Atmosphäre. Ein Ouzo zu Beginn des Mahls sorgt für die Einstimmung des Magens und lässt so manchen Abend gleich viel lockerer werden. Die Gerichte werden frisch zubereitet und schmecken daher sehr lecker. Feinde von Fetakäse sollten jedoch bei der Wahl ihres Salates Vorsicht walten lassen. Ansonsten kann es passieren, dass man eine Überraschung erlebt. Wer hier isst, wird definitiv zufrieden nach Hause gehen und den gespendeten Euros nicht lange nachtrauern.
Pizza total
Scheiße, es ist schon 23 Uhr und ich hab übelsten Hunger. Was nun? Glücklicherweise hat die Uni Pizzeria noch bis 0 Uhr offen. Hier sind vor allem die Pizzen zu empfehlen. Zu früherer Stunde jedoch sollten vor allem die Pizzeria Spizzico, bei der die Pizza vor den eigenen Augen zubereitet wird, oder der Pizza Blitz für gemütliche Sofakocher aufgesucht werden. Diese Drei liefern, was sie versprechen und sie sind vor allem eines: schnell. Die drei Pizzarefugien haben sich entlang der Großen bzw. Münsterstraße niedergelassen und sind damit alle gut zu erreichen.
Wer nun immer noch nicht zufrieden ist, der kann immer noch die großen Drei in Vechta besuchen und sich dort diverse Burger bzw. Sandwich-Spezialitäten gönnen oder aber das Studentendinner der uniVista nutzen, um sich selbst zu bekochen. In diesem Sinne: “Guten Appetit!”
von Matthias Christ
Ist Toleranz intolerant gegenüber Intoleranten?
Toleranz, Akzeptanz und Engstirnigkeit. Wo fängt das eine an, wo hört das andere auf? Die meisten Menschen stellen sich diese Frage nur selten und meist entdeckt man auch gar nicht, wie einige Menschen in der Richtung denken. Sind es anerkannte Wissenschaftler, die fordern man solle sozial-schwachen Familien doch endlich die Fähigkeit zur Fortpflanzung nehmen, da sich sonst das soziale Elend karnickelartig ausbreiten würde oder aber ob in vielen Ländern gerade uns Deutschen immer noch viele Ressentiments der nationalsozialistischen Gräueltaten nachhängen. Wer schon mal von einem aufgebrachten Holländer mit seinem Hund von seiner Einfahrt weggejagt wurde mit den Worten “f[..] german n[..]“ (vgl. aufgebrachter Holländer 2005), weiß, wovon ich spreche.
Aber ist es ok, wenn Türken Türkenwitze machen oder Judenwitze von Deutschen erzählt werden? Wo hört es auf, wo sind die Grenzen des Geschmackes? Sollte es Grenzen geben oder sind gerade diese Tabuisierungen schädlich? Fragen über Fragen und wie immer keine Antworten. Daran sind gewiss die da oben Schuld, die sich unser Geld in die Tasche stecken (vgl. Bild immer).
Nachdem so viel über Vorurteile geredet wurde, sind wir eigentlich frei davon? Vorurteile dienen uns gewiss die Realität zu vereinfachen. Das als große Entschuldigung und Neuentdeckung regelmäßig gefeierte Konzept der Vereinfachung, soll hier jedoch nicht gewürdigt werden. Denn es ist schlichtweg einfach eine Ausrede. Jeder kann die Welt herunterbrechen, aber es muss möglich sein, davon auch wieder wegzukommen und jeden Menschen als Individuum zu sehen. Alle fordern es, aber nur wenige gestehen es auch anderen zu, indem sie sie nicht in Schubladen stecken. Nicht umsonst heißt es regelmäßig: Da kommt die Tussi oder da der Streber. Fast immer dienen sie der eigenen Überhöhung. Man ist eben nicht die oberflächliche Tussi oder der „freakige“ Streber. Dummerweise ist man immer irgendetwas und sobald man etwas ist, kann man von anderen darauf reduziert werden und in einer weiteren fiesen Schublade feststecken. Es könnte also langsam Zeit werden für eine etwas komplexe Sicht auf die Menschen, die die eigene Wertigkeit relativiert, aber nicht verneint. Eine beliebte Diskussion in diesem Feld ist das Verbot der NPD. Natürlich ist es fraglich, ob wir zulassen sollten, dass „Feinde der Demokratie“ Mitspracherecht in unserem Land haben und die Vorzüge einer Partei genießen dürfen. Aber, dass wir ihnen die Gründe dafür liefern, wird oft nicht mitbedacht. Menschen wenden sich von ethischen und moralischen Vorstellungen ab und folgen populistischen Strömungen, die kurzfristig Aussicht auf Besserung garantieren, nicht ohne Grund.
Die Tendenz Dinge herabzuwürdigen ist dabei Bestandteil der menschlichen Geschichte seit jeher schon. Angefangen bei Sklaven über Massentierhaltung bis Gen-Mais. Woher nehmen Menschen das Recht zu sagen ihre Art der Homosapiens sapiens wäre mehr wert, als eine andere? Die meisten Begründungen zur Unantastbarkeit des Lebens beruhen auf normativen Setzungen, die sich nur auf Menschen beziehen. Konsequente logische Überlegungen scheitern meist daran zu begründen wo die Unterschiede sind von Mensch zu Tier ohne den Randbereichen (bsp. Kleinkinder oder behinderten Menschen) die Existenzgrundlage zu entziehen. So ein Mist, wir können nicht begründen, warum wir Organismen halten um sie zu töten, bei uns selbst jedoch strikt dagegen sind. Wir bevorzugen uns offensichtlich nur auf Grund unserer Rasse. Diese gewagte These, die u. a. Peter Singer vertritt, zeigt auf, wie labil unsere Sicht auf die Dinge und die in ihr vorhandenen angeblichen Wahrheiten ist. Bevor Menschen sich also anmaßen Dinge zu kategorisieren und zu beurteilen, sollten sie vielleicht erst einmal ihr eigenes Weltbild auf die Probe stellen.
Aber ist es ok, wenn Türken Türkenwitze machen oder Judenwitze von Deutschen erzählt werden? Wo hört es auf, wo sind die Grenzen des Geschmackes? Sollte es Grenzen geben oder sind gerade diese Tabuisierungen schädlich? Fragen über Fragen und wie immer keine Antworten. Daran sind gewiss die da oben Schuld, die sich unser Geld in die Tasche stecken (vgl. Bild immer).
Nachdem so viel über Vorurteile geredet wurde, sind wir eigentlich frei davon? Vorurteile dienen uns gewiss die Realität zu vereinfachen. Das als große Entschuldigung und Neuentdeckung regelmäßig gefeierte Konzept der Vereinfachung, soll hier jedoch nicht gewürdigt werden. Denn es ist schlichtweg einfach eine Ausrede. Jeder kann die Welt herunterbrechen, aber es muss möglich sein, davon auch wieder wegzukommen und jeden Menschen als Individuum zu sehen. Alle fordern es, aber nur wenige gestehen es auch anderen zu, indem sie sie nicht in Schubladen stecken. Nicht umsonst heißt es regelmäßig: Da kommt die Tussi oder da der Streber. Fast immer dienen sie der eigenen Überhöhung. Man ist eben nicht die oberflächliche Tussi oder der „freakige“ Streber. Dummerweise ist man immer irgendetwas und sobald man etwas ist, kann man von anderen darauf reduziert werden und in einer weiteren fiesen Schublade feststecken. Es könnte also langsam Zeit werden für eine etwas komplexe Sicht auf die Menschen, die die eigene Wertigkeit relativiert, aber nicht verneint. Eine beliebte Diskussion in diesem Feld ist das Verbot der NPD. Natürlich ist es fraglich, ob wir zulassen sollten, dass „Feinde der Demokratie“ Mitspracherecht in unserem Land haben und die Vorzüge einer Partei genießen dürfen. Aber, dass wir ihnen die Gründe dafür liefern, wird oft nicht mitbedacht. Menschen wenden sich von ethischen und moralischen Vorstellungen ab und folgen populistischen Strömungen, die kurzfristig Aussicht auf Besserung garantieren, nicht ohne Grund.
Die Tendenz Dinge herabzuwürdigen ist dabei Bestandteil der menschlichen Geschichte seit jeher schon. Angefangen bei Sklaven über Massentierhaltung bis Gen-Mais. Woher nehmen Menschen das Recht zu sagen ihre Art der Homosapiens sapiens wäre mehr wert, als eine andere? Die meisten Begründungen zur Unantastbarkeit des Lebens beruhen auf normativen Setzungen, die sich nur auf Menschen beziehen. Konsequente logische Überlegungen scheitern meist daran zu begründen wo die Unterschiede sind von Mensch zu Tier ohne den Randbereichen (bsp. Kleinkinder oder behinderten Menschen) die Existenzgrundlage zu entziehen. So ein Mist, wir können nicht begründen, warum wir Organismen halten um sie zu töten, bei uns selbst jedoch strikt dagegen sind. Wir bevorzugen uns offensichtlich nur auf Grund unserer Rasse. Diese gewagte These, die u. a. Peter Singer vertritt, zeigt auf, wie labil unsere Sicht auf die Dinge und die in ihr vorhandenen angeblichen Wahrheiten ist. Bevor Menschen sich also anmaßen Dinge zu kategorisieren und zu beurteilen, sollten sie vielleicht erst einmal ihr eigenes Weltbild auf die Probe stellen.
Die alten Vorstellungen von Gut und Böse sind lange hinfällig und spiegeln nicht die komplexen Folgen einer realistischen Denkweise dar. Kausalität kann fast beliebig ausgedehnt werden und gute Dinge können zu schlechten Dingen führen und umgekehrt. Nicht einmal die Sichtweise ob gut oder böse muss immer gleich sein. Während die betrogene Ehefrau den nichts-ahnenden Ehemann als Schwein bezeichnet und ermordet, hat die Geliebte ihr Glück verloren. Aber wie soll der Mensch dann mit der Realität umgehen? Wenn der Müllmann nicht als Ziel des Spottes gelten darf und „Fette“ vielleicht sogar wertvollere Menschen sind als die schlanke Beautyqueen. Und welche Rolle spielt Schönheit überhaupt? Kann der Versuch anderen zu gefallen überhaupt als Schönheit gewertet werden oder ist er nur Ausdruck der eigenen selbstsüchtigen Wünsche nach Akzeptanz? Aber zum Glück haben wir ja noch strikte Anti-Haltungen. Atheismus, Punks, Einzelgänger, sie alle wollen sich von der Masse auf ihre Weise abheben und machen leider häufig eine eigene Sparte der Intoleranz auf. Argumentieren die einen, der Glaube wäre massenhafter Infantilismus und würde die Menschen blenden zum Zweck der Selbstbereicherung und Kontrolle, greifen die anderen die Angepasstheit des normalen Menschen an oder ziehen sich gleich ganz aus der Gesellschaft zurück. Der Schlüssel scheint ein Konzept zu sein, was nicht ohne weiteres einleuchtet.
Entgegen der Prämisse des Selbstbewusstseins, ist es vielleicht ab und an gut zu realisieren, dass Menschen gar nicht so viel wert sind. Sie sind auch nur Organismen, die aufgrund chemischer und elektrischer Prozesse mehr oder minder ihre Aufgaben erfüllen. Trotz allem ist damit nicht Mördern und Unsicherheit Tür und Tor geöffnet. Vielmehr sollte man ihn relativieren und nicht so übertreiben, wie es einige Anhängerin der Emanzipation tun und hinter allem und jedem eine Diskriminierung der Frauen sehen und darüber vergessen, dass Frauen gerade weil sie anders sind als Männer und andere Ansprüche haben, sich zwar nicht im Wert von ihnen unterscheiden (alle sind ja gleich unbedeutend), aber dennoch anders behandelt werden sollten. Eine übertriebene Homogenisierung von Dingen kann also auch schädlich sein.
Unterschiede sind also gar nicht so schlimm und sollten von uns eher als Chance begriffen werden Neues zu entdecken und seine alten Denkmuster verlassen zu können.
Entgegen der Prämisse des Selbstbewusstseins, ist es vielleicht ab und an gut zu realisieren, dass Menschen gar nicht so viel wert sind. Sie sind auch nur Organismen, die aufgrund chemischer und elektrischer Prozesse mehr oder minder ihre Aufgaben erfüllen. Trotz allem ist damit nicht Mördern und Unsicherheit Tür und Tor geöffnet. Vielmehr sollte man ihn relativieren und nicht so übertreiben, wie es einige Anhängerin der Emanzipation tun und hinter allem und jedem eine Diskriminierung der Frauen sehen und darüber vergessen, dass Frauen gerade weil sie anders sind als Männer und andere Ansprüche haben, sich zwar nicht im Wert von ihnen unterscheiden (alle sind ja gleich unbedeutend), aber dennoch anders behandelt werden sollten. Eine übertriebene Homogenisierung von Dingen kann also auch schädlich sein.
Unterschiede sind also gar nicht so schlimm und sollten von uns eher als Chance begriffen werden Neues zu entdecken und seine alten Denkmuster verlassen zu können.
Angemerkt sei noch, dass die vorgestellten Denkströmungen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder mir darstellen, sondern lediglich herausfordernde und aggressive Ansätze sind das Denken der Leute einmal andersherum zu interpretieren.
von Matthias Christ
WG-Leben
Von DER Form studentischen Zusammenlebens
Die ersten Sonnenstrahlen fallen auf mein Bett, während ich langsam die Augen öffne. Es ist kurz vor 7. Die kühle Morgenluft ist angenehm im Vergleich zur Hitze des gestrigen Tages. Am liebsten möchte ich nicht aufstehen, auch wenn ich weiß, dass die Vorlesungen um 8:30 Uhr beginnen. Gerade bereit, mich noch einmal für fünf Minuten umzudrehen und möglicherweise etwas zu verschlafen, höre ich eine Tür aufgehen und eine andere sich verschließen und weiß: Oh Scheiße, jemand ist im Bad.
Wer sich für ein Leben in Vechta, auch wenn es nur für die 3-4 Tage an der Uni ist, entschieden hat, der weiß, wovon ich spreche. WG-Leben ist in einer Stadt, in der fast jeder Einwohner Räume an Studenten vermietet, wohl eine der häufigsten Formen des Wohnens. Ganz getreu unserer Serie uniPlay finden gerade in WGs die Abenteuer des Alltags statt.

Foto: Alexander Braun / aboutpixel.de
Putzen, Schrubben und Saugen
Der Hausputz ist ein beliebtes Thema in jeder WG. Wo viele Menschen zusammenleben und jeder es irgendwie nicht richtig einsieht, den Schmutz des anderen immer mit wegzuräumen, dort müssen Lösungen gefunden werden.
Diese sind oft vielfältig und reichen von verzweifelter Aufgabe und Versinken im Müll (Das ist doch gemütlich!) bis hin zur strikten Planung durch einen sogenannten Putzplan (Hält sich ja eh keiner dran!). Aber selbst wenn die anstehenden Aufgaben erledigt werden, so gibt es immer noch himmelweite Unterschiede zwischen „das Waschbecken sauber machen“ und „das Waschbecken wirklich sauber machen“. Sofern man nicht zu empfindlich ist, sollte man jedoch in der Lage sein, früher oder später die Sachen zu regeln.
Diese sind oft vielfältig und reichen von verzweifelter Aufgabe und Versinken im Müll (Das ist doch gemütlich!) bis hin zur strikten Planung durch einen sogenannten Putzplan (Hält sich ja eh keiner dran!). Aber selbst wenn die anstehenden Aufgaben erledigt werden, so gibt es immer noch himmelweite Unterschiede zwischen „das Waschbecken sauber machen“ und „das Waschbecken wirklich sauber machen“. Sofern man nicht zu empfindlich ist, sollte man jedoch in der Lage sein, früher oder später die Sachen zu regeln.
Küche, Geschirr und Kochen
Ein anderes Betätigungsfeld ist die Küche. Von jedem gerne genutzt zur schnellen Bereitung eines köstlichen Studentendinners (Ja, es war Ironie), aber von keinem gerne aufgeräumt. Dabei ist das sich teilweise stapelnde Geschirr nur ein Teil des Problems. Backende Oberflächen, Krümel und Spritzer von Nudelwasser sind alte Freunde, die man in vielen WG-Küchen antrifft. Die obligatorischen Alkoholrückstände (Flaschen, was sonst) sind natürlich auch immer mit von der Partie. Die wenigen WGs, die einen Geschirrspüler ihr Eigen nennen können, haben es natürlich besser. Sie dürfen sich darüber streiten, wer denn mal wieder das Hightech-Gerät ausräumen darf. Allerdings ist natürlich nicht alles schlecht. Immerhin kann man sich mal ab und zu was vom Mitbewohner ausborgen, der die Wurst eh nicht mehr essen wollte (bestimmt!).
Freundschaften, Beziehungen, Familien
Neben diesen Dingen gibt es natürlich auch noch Personen in so einer WG. Das gefährliche Netzwerk zwischen ihnen, was einem Irrgarten aus sozialen Fallen gleichkommt, ist hochkomplex und oft von Außenstehenden nicht zu durchschauen. Abzuraten ist jedoch von Beziehungen in einer WG. Es ist schön seinem Ex jedem Tag in der Küche zu begegnen (isn’t it?). Aber auch Freundschaften können gefährlich sein. Nicht unbedingt für die, die sie haben, aber als Dritter sollte man immer bemüht sein, sich nicht abhängen zu lassen. Sonst steht einem schnell das gesellschaftliche Aus bevor. Nicht selten wird dann ohne den- oder diejenige etwas beim Italiener bestellt. Oder aber der gemeinsame Einkauf endet darin, dass man alleine abends zum Combi läuft, um schnell noch was zu kriegen, weil man ja den ganzen Tag auf die anderen gewartet hat (freundlich, wie man ist!). Großartig ist, wenn die Familien der Mitbewohner mal zu Besuch kommen. Meistens werden sie schnell ins Zimmer verfrachtet (hoffentlich hat keiner gesehen, wie Mami mir nen Kuss auf die Wange gedrückt hat!). Der gute Ruf und die Coolness stehen oftmals auf dem Spiel. Man ist ja nun erwachsen und hat die Eltern eh nur aus Höflichkeit mal eingeladen. Allerdings scheinen alle eine Art Konsens darüber zu haben, dass man die Eltern gegenseitig in Ruhe lässt und versucht sich nicht zu zeigen.

Foto: Jack Simanzik / aboutpixel.de
Bad – The Place to be!
Was gibt es Schöneres: Es ist 7 Uhr, die Uni fängt bald an und das Bad ist belegt. Dabei musste man eigentlich schon am Abend zuvor, war aber von seiner harten Studierarbeit zu geschafft (eigentlich hat mal wieder jemand eine halbe Stunde geduscht), um das Klo noch aufzusuchen. Neben fantasievollen Plänen, die Uni-Toiletten zum Zähneputzen zu benutzen, freut man sich jedoch trotzdem, wenn das Bad endlich frei wird. Erleichterung macht sich breit und man ist außerdem froh, sich endlich fertig machen zu können in der Gewissheit, dass mindestens einer gerade auf die Uhr schaut, wann man denn endlich fertig sei. Auge um Auge, Zahn um Zahn!
Tiere
Eine schöne Abwechslung im WG-Alltag sind Tiere. Selten trifft man sie zwar an, aufgrund von besorgten Vermietern, aber wenn, ist es immer spannend, da sie das WG-Leben mit allerlei Problemen bereichern. Gut ist, wenn sie nur einem gehören, der sie wirklich will. Das klärt alle Zuständigkeiten und man kann sich mehr auf die angenehmen Dinge konzentrieren (Gilt natürlich nicht für den Besitzer!).
Geld
Manche Dinge wirken auch ohne Rahmen abschreckend genug. Eine solche Sache ist Geld. Wann immer es an den Geldbeutel geht, sind Probleme schon vorprogrammiert. Fragen nach dem Sinn des Lebens, verzweifelt artikuliert in der Frage: “Wer zum Teufel verbraucht immer so viel Klopapier?”, gefolgt von wilden Untersuchungen des Verbrauchs sind nur einige utopische Auswüchse des WG-Sprengers schlechthin. Wer bezahlt eigentlich immer die Staubsaugerbeutel und Putzlappen und die ganzen Reiniger? Solange ich es nicht bin, bin ich auf jeden Fall einverstanden!
Spaßig wird es auch, wenn Dinge gemeinsam angeschafft werden und hinterher beim Ausziehen es doch ganz sicher Mitbewohner A war, der das meiste dazu bezahlt hat und deswegen auch alle Ansprüche geltend macht, das Objekt seiner Begierde zu behalten.
Spaßig wird es auch, wenn Dinge gemeinsam angeschafft werden und hinterher beim Ausziehen es doch ganz sicher Mitbewohner A war, der das meiste dazu bezahlt hat und deswegen auch alle Ansprüche geltend macht, das Objekt seiner Begierde zu behalten.

© Jörg Siebauer / PIXELIO
The Room
Häufig besteht eine Art magische Grenze in einer WG. Die Türschwelle zum Zimmer der anderen ist oftmals heilig. Nur selten fühlt man sich eingeladen genug die unsagbare Mauer zu überwinden. Immer fühlt es sich irgendwie komisch an. Man will ja nicht zu aufdringlich wirken, aber Alkohol kann häufig Berührungsängste aller Art kurieren. Dr. Vodka ist eben der Beste! Es ist allerdings auch gefährlich, zu leichtfertig mit dem Raum der anderen umzugehen. Verschwindet etwas, wird man immer komisch angeguckt und zumindest der Typ, der einen eh nie leiden konnte, vermutet, man habe damit etwas zu tun. Troublesome!
Vor allem unangenehm ist der erste Besuch der Mitbewohner im eigenen Zimmer. Es wird sich umgeschaut und man kommt sich vor, als hätte man das eigene Leben an die Wände geschrieben und jeder könne nun offen darin lesen. Glücklicherweise hatte man vorher aufgeräumt. Das war natürlich keine große Arbeit, denn das Zimmer ist immer so ordentlich. Wirklich!
Ein beliebter Sport ist es auch die Zimmer der anderen zu benennen. Ob es nun das Schlösschen oder der Bunker ist, Hauptsache ist, es spiegelt auf mehr oder weniger ironisch Art und Weise den Raum und seinem Bewohner wieder.
Ein beliebter Sport ist es auch die Zimmer der anderen zu benennen. Ob es nun das Schlösschen oder der Bunker ist, Hauptsache ist, es spiegelt auf mehr oder weniger ironisch Art und Weise den Raum und seinem Bewohner wieder.
Do Re Mi Fa …
Musik ist natürlich ein beliebtes Thema in WGs. Jeder kennt eigentlich den Musikgeschmack des anderen. Die Wände sind ja dünn genug, so dass man sich auch nachts noch von den Geräuschen des Nebenraumes entspannt wach halten lassen kann und nicht in unangenehme Träume verfallen muss. Wie praktisch! Gut ist, wenn die Musikgeschmäcker etwa übereinstimmen. iTunes-Mediatheken werden getauscht und alle sind zufrieden. Im schlimmsten Fall jedoch trifft Klassik auf Metal und leider ist jede der Personen davon überzeugt, dass seine Musik wertvoll wäre und die andere lediglich Geräusch darstellt.
Spannend wird es, wenn die nächtlichen Geräusche nicht von einem Menschen, sondern von Zweien erzeugt werden. Es ist ja nicht so, dass man dem anderen seinen Spaß nicht gönnt, aber ich muss morgen früh um 6 raus und es dauert jetzt schon 1 Stunde. Irgendwann ist doch auch mal gut!
Rauchen
Gibt es einige wenige glückliche Raucher, die in einer Raucher-WG gelandet sind, so gibt es auch etliche, die mit den lieben Nicht-Rauchern ihre Zeit verbringen müssen. Nur weil die ihre Gesundheit so schrecklich wichtig nehmen, muss ich mich selbst bei gefühlten -20°C draußen vor die Tür stellen. Eine Frechheit. Aber auch die Erfindung sogenannter Inhalationsräume (Raucherzimmer) ist eine interessante Antwort auf das Problem. Der Raum indem man problemlos Forellen räuchern könnte ist das Klein-Od einer jeden WG, in der Raucher leben. Ein Schutz gegen die Kälte und eine Möglichkeit über die Nicht-Raucher zu lästern, die wahrscheinlich gerade Salat oder so etwas essen. Ha, Spießer!
Wenn man also nichts dagegen hat, im Schmutz zu versinken, der Waschmaschine gerne um 3 Uhr morgens lauscht, nichts gegen Auflaufexzesse und Alkoholausschweifungen hat und eigentlich eh nicht so aufs Geld schaut, dann sollte man nicht davor zurückschrecken, in eine WG zu ziehen. Es ist auf jeden Fall eine besondere Zeit, die man nicht so schnell vergessen wird. Ach und eigentlich hat man in Vechta eh keine andere Wahl.
von Matthias Christ
Von dumm zu dümmerer und wie Goethe dabei helfen kann
Hoffnungslos gestrandet im Leben? Keinen Plan, worum es eigentlich gerade geht? Überall lauter Fragezeichen?
Das muss nicht sein! uniVista präsentiert:
Doof It Yourself, die entspannende, leichte Lektüre für den Heimgebrauch.
Der nicht ganz ernst zu nehmende Leitfaden für die Generation Doof. Oberflächlich, platt und eigentlich nicht lustig, zaubert es dennoch ab und an ein Lächeln auf den geneigten Akademiker (Ein Tipp des Buches: Leute imitieren; hier: Goethe).
Der Preis für die All-Round-Lebenshilfe, unfassbar! 0,00 € und das ganz ohne Geld. Frei in der Bibliothek. Ich bin doch nicht blöd! Obwohl das Buch was anderes sagt …
Wer also Bilding, Arbeiting, Unterhalting und Liebing mal aus einer platten Perspektive betrachten mag und sich nicht mit hochtrabenden Worten aus der Affäre stehlen will, der sollte sich die Bild-Brille anziehen und einen Blick auf dieses Kleinod werfen.
Daher schließe ich mit den Worten: “Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet.”
Das muss nicht sein! uniVista präsentiert:
Doof It Yourself, die entspannende, leichte Lektüre für den Heimgebrauch.
Der nicht ganz ernst zu nehmende Leitfaden für die Generation Doof. Oberflächlich, platt und eigentlich nicht lustig, zaubert es dennoch ab und an ein Lächeln auf den geneigten Akademiker (Ein Tipp des Buches: Leute imitieren; hier: Goethe).
Der Preis für die All-Round-Lebenshilfe, unfassbar! 0,00 € und das ganz ohne Geld. Frei in der Bibliothek. Ich bin doch nicht blöd! Obwohl das Buch was anderes sagt …
Wer also Bilding, Arbeiting, Unterhalting und Liebing mal aus einer platten Perspektive betrachten mag und sich nicht mit hochtrabenden Worten aus der Affäre stehlen will, der sollte sich die Bild-Brille anziehen und einen Blick auf dieses Kleinod werfen.
Daher schließe ich mit den Worten: “Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet.”
Stefan Bonner & Anne Weiss: Doof it yourself
Signatur: 401889
Signatur: 401889
von Matthias Christ
Klausuren, von Bologna zum Spicker
Was hat sich nach dem Bildungsstreik wirklich geändert?
![]() Foto: Jenniffer Malenz
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2010, das letzte Jahr des Bologna-Prozesses. Viel ist passiert seit dem Aufkommen der Idee einheitliche Standards für den europäischen Hochschulsektor zu schaffen. Die grundlegende Idee der internationalen Vergleichbarkeit von Hochschulabschlüssen ist gut, aber die praktische Umsetzung lässt einige Wünsche offen. Auch hier in Vechta haben sich die Studenten gegen diese Missstände erhoben, wie bereits in der letzten Ausgabe (uniVista No. 14) berichtet. Doch was hat sich geändert? Die Erinnerungen an die AP-Jagd verblassen und die Post-its, die man noch vereinzelt findet, sind die letzten Überbleibsel dieser Tage.
Nach allen Versprechungen und geglückten bzw. weniger geglückten Reden in der Aula fand sich schnell wieder der Alltag ein. Die Klausuren standen an, ohne dass sich große Änderungen ergeben hätten. Jedoch bestimmen gerade diese maßgeblich die Vergleichbarkeit eines Hochschulabschlusses. Immerhin zeigen sie an, dass man in einem speziellen Modul den Unterrichtsstoff sehr gut, gut bis hin zu ausreichend verstanden hat und wiedergeben kann. Sie sind also Messinstrumente. Aber wie kann man internationale Vergleiche anstellen, wenn es selbst innerhalb eines Studienganges große Spielräume zur Gestaltung einer Klausur gibt?
Eine Klausur beispielsweise kann aus verschiedenen Komponenten aufgebaut sein.
Den größten Anteil stellen meist die Multiple-Choice-Fragen, aber auch Rechnungen sowie offene Fragen können enthalten sein. Vergleicht man Multiple-Choice-Fragen mit offenen, so zeigt sich, dass neben der Abfrage von Wissen auch das Ausdrucksvermögen mit geprüft wird bei letzteren. Jemand, dem es nicht gelingt Sachverhalte präzise darzustellen, hat es hier oft schwerer als andere. Eine Rechenaufgabe wiederum stellt neben den erst genannten Fragetypen eine besondere Kategorie dar, denn sie verlangt außer dem Wiedergeben von Wissen auch das Anwenden. Dies kommt zwar auch in den anderen Fragetypen vor, aber in geringerem Ausmaß.
Eine Modulabschlussklausur kann also erheblich im Schwierigkeitsgrad und in den Anforderungen variieren. Die APs hingegen variieren nicht unter diesen Aspekten.
Eine Klausur beispielsweise kann aus verschiedenen Komponenten aufgebaut sein.
Den größten Anteil stellen meist die Multiple-Choice-Fragen, aber auch Rechnungen sowie offene Fragen können enthalten sein. Vergleicht man Multiple-Choice-Fragen mit offenen, so zeigt sich, dass neben der Abfrage von Wissen auch das Ausdrucksvermögen mit geprüft wird bei letzteren. Jemand, dem es nicht gelingt Sachverhalte präzise darzustellen, hat es hier oft schwerer als andere. Eine Rechenaufgabe wiederum stellt neben den erst genannten Fragetypen eine besondere Kategorie dar, denn sie verlangt außer dem Wiedergeben von Wissen auch das Anwenden. Dies kommt zwar auch in den anderen Fragetypen vor, aber in geringerem Ausmaß.
Eine Modulabschlussklausur kann also erheblich im Schwierigkeitsgrad und in den Anforderungen variieren. Die APs hingegen variieren nicht unter diesen Aspekten.

Foto: Jenniffer Malenz
Selbst wenn man dies außer Acht lässt, so kommt man zum nächsten Problem der Klausuren: Manche Module müssen mit einer Prüfung beendet werden, die für 3 Teilmodule übergreifend ist. Bei anderen muss man lediglich eine Prüfung in einem Teilmodul machen. Dennoch sind die APs gleich.
Auch der anfallende Workload ist keineswegs vergleichbar, da unterschiedliche Dozenten unterschiedlich schnell durch den Stoff gehen und somit Qualität und Quantität der Themen variieren. Einige Teilmodule können außerdem lediglich durch Anwesenheit abgeschlossen werden, da man in nur einem Teil-modul eine Prüfung schreiben muss. Was folgt, ist die obligatorische körperliche Anwesenheit in diesen Veranstaltungen.
Zu guter Letzt gibt es noch das Problem, dass es neben Klausuren auch mündliche Prüfungen und Referate sowie Hausarbeiten gibt. Diese unterscheiden sich ebenfalls stark in Schwierigkeit und Umfang. Wer jetzt denkt, dass sich aufgrund der hohen Anzahl an Prüfungen während eines Studiums die einzelnen Ungerechtigkeiten gegenseitig aufheben, sollte bedenken, dass jede Note in den Klausuren hinterher mit darüber entscheidet, ob man einen Arbeitsplatz erhält oder ein Masterstudium beginnen darf.
Auch der anfallende Workload ist keineswegs vergleichbar, da unterschiedliche Dozenten unterschiedlich schnell durch den Stoff gehen und somit Qualität und Quantität der Themen variieren. Einige Teilmodule können außerdem lediglich durch Anwesenheit abgeschlossen werden, da man in nur einem Teil-modul eine Prüfung schreiben muss. Was folgt, ist die obligatorische körperliche Anwesenheit in diesen Veranstaltungen.
Zu guter Letzt gibt es noch das Problem, dass es neben Klausuren auch mündliche Prüfungen und Referate sowie Hausarbeiten gibt. Diese unterscheiden sich ebenfalls stark in Schwierigkeit und Umfang. Wer jetzt denkt, dass sich aufgrund der hohen Anzahl an Prüfungen während eines Studiums die einzelnen Ungerechtigkeiten gegenseitig aufheben, sollte bedenken, dass jede Note in den Klausuren hinterher mit darüber entscheidet, ob man einen Arbeitsplatz erhält oder ein Masterstudium beginnen darf.
Aus dieser Sicht wird es sogar fast unverantwortlich gegenüber der eigenen Zukunft nicht in einer Klausur zu betrügen, wo es nur geht. Gerade die Massenklausuren bieten allerlei Anlass zu Unterhaltungen, Spickern oder Internet-Handy-Suche aus gutem Grund.
Wenn man all dies abrechnet, so bleibt letztlich noch die Frage, wie gut man durch so eine Prüfung auf das Berufsleben vorbereitet wird. Lerne ich etwas für meinen Arbeitsplatz als Lehrer, Sozialarbeiter oder Manager?
Häufig erhält man nicht einmal die Gelegenheit die Klausur einzusehen und seine Fehler eventuell nachzubereiten. Aber darüber hinaus muss man sich fragen, was es mir bringt Definitionen von 1990 auswendig gelernt und die Bescheinigung darüber in Form einer Note erhalten zu haben, wenn es um das echte Anwenden von Wissen in Form von kritischen Entscheidungen geht, die das Leben von Menschen beeinflussen. Langfristig stellt das sogar den höheren Qualifizierungsgrad durch ein Studium infrage, da man sehr häufig lediglich nachweist, dass man ein gutes Gedächtnis hat, anstelle der Kompetenz mit dem gelernten Stoff Probleme lösen zu können.
Häufig erhält man nicht einmal die Gelegenheit die Klausur einzusehen und seine Fehler eventuell nachzubereiten. Aber darüber hinaus muss man sich fragen, was es mir bringt Definitionen von 1990 auswendig gelernt und die Bescheinigung darüber in Form einer Note erhalten zu haben, wenn es um das echte Anwenden von Wissen in Form von kritischen Entscheidungen geht, die das Leben von Menschen beeinflussen. Langfristig stellt das sogar den höheren Qualifizierungsgrad durch ein Studium infrage, da man sehr häufig lediglich nachweist, dass man ein gutes Gedächtnis hat, anstelle der Kompetenz mit dem gelernten Stoff Probleme lösen zu können.
Es darf also nicht mit dem Protest enden, nun müssen Lösungen gefunden werden.
von Matthias Christ
Geht nicht, gilt nicht
Porträt eines Künstlers, Gestalters und Pädagogen

Foto: Karl-Eckhard Carius
Wieder einmal schneit es, wie an so vielen Tagen dieses Winters. Der Weg, den ich gehe, ist halb von Schnee und Eis bedeckt. Es ist fast mittags, nur noch wenige Stunden trennen mich von der bis dahin einzigen Mahlzeit des bisherigen Tages. Aber dennoch bin ich nicht auf dem Weg in die Mensa. Mein Weg führt mich ins N-Gebäude, welches direkt hinter meinem vermeintlichen Ziel liegt: 1. Stock.
Um 10 Uhr dieses 28. Januars findet dort ein Treffen statt, von dem ich nicht weiß, was mich erwartet.
Um 10 Uhr dieses 28. Januars findet dort ein Treffen statt, von dem ich nicht weiß, was mich erwartet.
An diesem bewölkten Januartag traf ich das erste Mal auf Karl-Eckhard Carius, der derzeit in der von ihm geleiteten Arbeitsstelle für intermediäre Gestaltung forscht und künstlerisch tätig ist. Es hieß, er wolle seine Website der Presse vorstellen. Jedoch hatte ich noch nie an einem derartigen Pressetermin teilgenommen und war gespannt und auch ein wenig aufgeregt, wie es ablaufen würde. Zunächst erwartete ich jedoch nicht viel, da derartige Homepages meist selbsterklärend sind und man den Inhalt lediglich lesen muss. Ich sollte jedoch überrascht werden und einige interessante Dinge herausfinden.
Wer ist Prof. Carius nun? Vor dem Termin war er für mich ein Unbekannter. Einer von vielen, denen man gewiss irgendwo schon einmal begegnet ist. Aber das ist er nicht. Vielmehr ist es jemand, der das tägliche Leben eines jeden Studenten mit beeinflusst. Sei es, wenn wir den Studentenausweis mit dem von ihm designten Logo in der Mensa vorlegen oder über die von ihm designte Homepage der Uni Vechta Informationen einholen. Aber auch auf dem Campus hinterlässt er sein Zeichen, nämlich eines im Wind. Ich meine damit natürlich den Himmelsstürmer auf dem W+K-Gebäude der Uni, der dort seit Jahren als Symbol des Wandels und vor allem der Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden steht. Denn das Projekt entstand im Rahmen eines von ihm geleiteten Seminars unter der Mitwirkung von Studenten. Auch das Studienangebot der Uni wurde durch ihn verändert. Als einer der ersten Unis in Deutschland führte Vechta das Fach Design unter der Aufsicht von Prof. Carius ein, der das Institut für intermediäre Gestaltung (IMEG) leitete. Somit behält seine Website recht: Er ist Künstler, Gestalter und Pädagoge.
Seine Internetpräsenz vereint diese drei Rollen in sich und richtet sich an ein Fachpublikum. Es wird dabei jedoch nie die Grenze hin zur bloßen Selbstdarstellung überschritten. Vielmehr sollen dem interessierten Besucher Denkanstöße gegeben werden. Dies gelingt auch, da die ganze Website von der Botschaft der zahlreichen Bilder lebt, die mal schön, mal kurios, mal trivial erscheinen, aber dennoch nicht leichtfertig abgetan werden sollten. Ein Bild beispielsweise zeigt Menschen am Strand. Diese Urlaubsidylle wird jedoch von Brandlöchern, die in das Bild mit einer Lupe eingebrannt wurden, zerrissen und die uns allen so wohl bekannte Sonne wirkt auf einmal fast feindlich auf dem Hintergrund dieses Sonnenbrand II genannten Bildes.
Es gibt aber auch Bilder, die Carius beim Spielen der Geige im Wasser zeigen, aufgenommen in Leningrad. Dass er sich damit dem KGB widersetzte, erahnt man jedoch nicht bei diesem so friedlich wirkenden Bild.
Es gibt aber auch Bilder, die Carius beim Spielen der Geige im Wasser zeigen, aufgenommen in Leningrad. Dass er sich damit dem KGB widersetzte, erahnt man jedoch nicht bei diesem so friedlich wirkenden Bild.

Bild: Karl-Eckhard Carius
Was mich an diesem vormittäglichen Treffen besonders faszinierte, war jedoch seine Art über die Pädagogik zu sprechen. Für ihn ist Erziehung gleichzusetzen mit Inspiration, mit dem Herausführen in eine Freiheit des Denkens, die Raum für eigene Ansätze schafft.
Denn wie sollen Innovationen in der Pädagogik geschehen, wenn wir den Pädagogen von morgen das Wissen von gestern beibringen?
Dies war daher auch nie sein Ziel. Er verstand sich eher als Türöffner, als Begleiter. Damit sei jedoch keineswegs gesagt, dass er es seinen Schülern und Studenten deswegen leicht machte. Im Gegenteil, Projekte unter seiner Leitung bezogen die Studenten stets mit ein und beteiligten sie an jeder Stufe des Prozesses. Von der Idee, über die Beschaffung der Materialien und der Finanzierung bis hin zur letztendlichen Realisation. Dadurch entstanden dann unser Zeichen im Wind oder die Giganten auf dem Dach auf der deutschen Schule in Lissabon, die u.a. großes internationales Interesse der Presse erhielten. Besonders herausragend ist das Goethe-Pessoa-Projekt, welches als Vorbild für interdisziplinäre Arbeit gesehen werden kann, aber auch als Zeichen seines interkulturellen Engagements. Die Plastik stellt die beiden großen Dichter Goethe und Pessoa einander gegenüber und befindet sich, wie auch die Giganten, in Lissabon.
Denn wie sollen Innovationen in der Pädagogik geschehen, wenn wir den Pädagogen von morgen das Wissen von gestern beibringen?
Dies war daher auch nie sein Ziel. Er verstand sich eher als Türöffner, als Begleiter. Damit sei jedoch keineswegs gesagt, dass er es seinen Schülern und Studenten deswegen leicht machte. Im Gegenteil, Projekte unter seiner Leitung bezogen die Studenten stets mit ein und beteiligten sie an jeder Stufe des Prozesses. Von der Idee, über die Beschaffung der Materialien und der Finanzierung bis hin zur letztendlichen Realisation. Dadurch entstanden dann unser Zeichen im Wind oder die Giganten auf dem Dach auf der deutschen Schule in Lissabon, die u.a. großes internationales Interesse der Presse erhielten. Besonders herausragend ist das Goethe-Pessoa-Projekt, welches als Vorbild für interdisziplinäre Arbeit gesehen werden kann, aber auch als Zeichen seines interkulturellen Engagements. Die Plastik stellt die beiden großen Dichter Goethe und Pessoa einander gegenüber und befindet sich, wie auch die Giganten, in Lissabon.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der klare Überblick und die interessanten Themen die Seite zu einer zum Denken anregenden Sightseeing-Tour durch Carius’ Leben und Schaffen machen und garantiert einen Blick wert sind.
www.ke-carius.de
www.ke-carius.de
von Matthias Christ
Art-Trash
Unsere lieben Kunststudenten sind schon ein eigentümliches Völkchen. Meistens sieht man sie mit blauen Müllsäcken, unter denen sich sonderbare Handtuchhalter verbergen, durch die Flure eilen oder sie verstecken sich gleich ganz im Designgebäude. Aber offensichtlich scheinen sie ja auf bestem Wege zu einem Kunstpädagogen zu sein, denn nicht erst seit der Verhüllung des Reichstags ist klar: Künstler lieben Müllsacke! Aber sie machen nicht etwa halt bei der Verpackung, es geht in der Kunst ja auch um Inhalte. So kommt es, dass neben bemalten Klobrillen, auf einem Sockel stehenden Pissoirs und ausgestellten Betten inklusive Präservativ- und Tamponvorrat eben auch Kinderpuppen mit Penisnasen und Anusmündern ausgestellt werden. Kunst ist eben, wenn man trotzdem lacht.
Aber wer ist nun Schuld an dieser Kunstmisere? Was ist aus dem klassischen Begriff der Kunst als eine allgemeine Schönheit oder dem Vollkommenem geworden? Nun mag das Ergebnis einer öffentlichen Masturbation durchaus etwas subjektiv Schönes sein, aber ob derartige Selbstdarstellung nun auch Kunst ist? Fragen, denen es sich zu stellen gilt, wenn man nicht irgendwann das hilflose Opfer eines solchen “Happenings” werden will.
Aber wer ist nun Schuld an dieser Kunstmisere? Was ist aus dem klassischen Begriff der Kunst als eine allgemeine Schönheit oder dem Vollkommenem geworden? Nun mag das Ergebnis einer öffentlichen Masturbation durchaus etwas subjektiv Schönes sein, aber ob derartige Selbstdarstellung nun auch Kunst ist? Fragen, denen es sich zu stellen gilt, wenn man nicht irgendwann das hilflose Opfer eines solchen “Happenings” werden will.
Die Gründerväter und Wegbereiter, welche die modernen Erklärungsengpässe mit gewichtigen Worten wie Surrealismus, Dadaismus oder Objektkunst füllen, mögen zwar durchaus nachvollziehbare Motive haben. Letztlich ist aber auch ein Wasserspiel mit Namen Fontäne – oben erwähntes Pissoir – fernab von Dingen, die den gemeinen Menschen zum Nachdenken bringen oder unsere Gesellschaft weiterentwickeln. Haben es Duchamp, Beuys und die in ihrer Tradition sich verstehenden Künstler übertrieben? Ist die Ignoranz der Menschen noch zu groß gegen anmutige Schlammhaufen und Selbstverstümmelung? Oder ist Kunst heutzutage doch nur noch Müll? Als wäre diese Fragestellung nicht schon schwierig genug, hatten die lieben Künstler noch eine Idee. “Wenn unsere Kunst eh nur noch als Trash angesehen wird, warum nehmen wir dann nicht gleich Abfall dafür?” Dadurch wurden die klassischen Materialien wie Stein, Glas oder Holz durch etwas ersetzt, was diese auf ganz neue Form miteinander kombiniert. Nämlich Müll.
Dass dies durchaus interessant sein kann, beweist Joshua Allen Harris, der in New York Abluftskulpturen aus Mülltüten ausstellte. Harris brachte an den Gittern der Luftschächte über den U-Bahn-Gleisen Mülltüten so an, dass diese sich durch den Luftzug der vorbeifahrenden Bahnen aufrichteten und so Giraffen, Eisbären oder gleich einen ganzen Zoo bildeten. Geht man anfangs an diesen kurzlebigen Luftgestalten vorbei, wirken sie wie Abfall. Doch durch das Leben in der U-Bahn erhalten sie eine ganz neue Form und werden vom bloßen Müll zu etwas Spektakulärem in den Straßen der Weltmetropole.
Ein anderes Beispiel, dass vor allem ältere Menschen als bloße Verschandelung ansehen, stellt das Graffiti dar. Ob nun jedes “Fuck you” auf einer Straßenbahn oder die Toiletten jeder Großstadt demnächst ins Museum gehören, sei dahingestellt. Doch auch dieses Gekritzel kann eine Form der Kunst darstellen. Darum wird es heute sogar als offizielle Auftragsarbeit ausgeführt oder als Street-Art zur Kunst gerechnet. Sogar die Sprachwissenschaft oder die Meinungsforschung sehen heute dieses “schreckliche Geschmiere” als interessantes Forschungsobjekt an. Eines ist klar, die New Yorker Lufttiere und die Graffitis in aller Welt haben große Zustimmung gefunden. Ob nun auf YouTube oder gar als Ausdruck ganzer Bevölkerungsgruppen auf den Mauern unserer Gesellschaft. Aus Müll kann tatsächlich Kunst werden.
Ein anderes Beispiel, dass vor allem ältere Menschen als bloße Verschandelung ansehen, stellt das Graffiti dar. Ob nun jedes “Fuck you” auf einer Straßenbahn oder die Toiletten jeder Großstadt demnächst ins Museum gehören, sei dahingestellt. Doch auch dieses Gekritzel kann eine Form der Kunst darstellen. Darum wird es heute sogar als offizielle Auftragsarbeit ausgeführt oder als Street-Art zur Kunst gerechnet. Sogar die Sprachwissenschaft oder die Meinungsforschung sehen heute dieses “schreckliche Geschmiere” als interessantes Forschungsobjekt an. Eines ist klar, die New Yorker Lufttiere und die Graffitis in aller Welt haben große Zustimmung gefunden. Ob nun auf YouTube oder gar als Ausdruck ganzer Bevölkerungsgruppen auf den Mauern unserer Gesellschaft. Aus Müll kann tatsächlich Kunst werden.
Ein Künstler, der sich ganz in dieser Tradition versteht, ist Dieter Roth. Der 1998 verstorbene Universalkünstler hat Zeit seines Schaffens versucht vor allem sein eigenes Leben abzubilden. So verstand er sich sehr gut darauf, ein gut gewürztes Buch zu einer Literaturwurst zu verarbeiten oder alltägliche Dinge wie Schokolade, Käse oder auch Hasenkot als Teil seiner Kunst zu archivieren. Der markante Satz “Die Gegenstände, welche aus Schokolade oder Ähnlichem sind, dürfen (oder sollen) zergehen, vergehen, zerfallen, abgefressen, abgebrochen, zerschnitten, verkratzt werden – und das tut ihnen gut!” beschreibt seine Sicht auf die Kunst sehr genau.
Aber worin liegt der künstlerische Wert aus dem Kot und dem Stroh eines Hasens einen Hasen zu formen und es als Multiple zu bezeichnen? Roth stellt das Kaputte, das Vergängliche oder eben das Verschimmelte in den Mittelpunkt seiner Kunst und formte aus dieser “Scheiße” sein Lebenswerk. Den Höhepunkt fand dieser Recyclingwahn in seinem Schimmelmuseum in Hamburg, in dem Kunst weit über das Verfallsdatum aufbewahrt, zum Unglück der Nasen der Besucher jedoch nicht konserviert wurde. Aber vielleicht hat der Ekelkünstler doch etwas geschafft, was einen Wert hat. Das Thema Sterblichkeit ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Vielen fällt es schon schwer offen darüber mit anderen Menschen zu sprechen. Es ist eben etwas, dass man am liebsten von sich fernhält. Nun aber – wenn auch aus lauter Ärger darüber, dass so ein Mensch Kunstpreise erhält – setzt sich der ein oder andere vielleicht doch mit diesem Thema auseinander und vielleicht wird das im Moment noch heikle Thema doch irgendwann in der breiten Öffentlichkeit diskutierbar. Immerhin hat Dieter Roth sein ganzes Leben akribisch dem gewidmet, was andere Leute achtlos wegwerfen. Folglich sollten wir seine Arbeit auch nicht unaufmerksam auf dem Haufen des Kunstmülls entsorgen.
Aber worin liegt der künstlerische Wert aus dem Kot und dem Stroh eines Hasens einen Hasen zu formen und es als Multiple zu bezeichnen? Roth stellt das Kaputte, das Vergängliche oder eben das Verschimmelte in den Mittelpunkt seiner Kunst und formte aus dieser “Scheiße” sein Lebenswerk. Den Höhepunkt fand dieser Recyclingwahn in seinem Schimmelmuseum in Hamburg, in dem Kunst weit über das Verfallsdatum aufbewahrt, zum Unglück der Nasen der Besucher jedoch nicht konserviert wurde. Aber vielleicht hat der Ekelkünstler doch etwas geschafft, was einen Wert hat. Das Thema Sterblichkeit ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Vielen fällt es schon schwer offen darüber mit anderen Menschen zu sprechen. Es ist eben etwas, dass man am liebsten von sich fernhält. Nun aber – wenn auch aus lauter Ärger darüber, dass so ein Mensch Kunstpreise erhält – setzt sich der ein oder andere vielleicht doch mit diesem Thema auseinander und vielleicht wird das im Moment noch heikle Thema doch irgendwann in der breiten Öffentlichkeit diskutierbar. Immerhin hat Dieter Roth sein ganzes Leben akribisch dem gewidmet, was andere Leute achtlos wegwerfen. Folglich sollten wir seine Arbeit auch nicht unaufmerksam auf dem Haufen des Kunstmülls entsorgen.
Nach allem Ausblick in die Welt, wie ist es eigentlich in Vechta mit der Kunst bestellt? Alles Müll? Oder Müll mit Aussage? Sind die 3 Säulen hinter dem Infopoint nur ein nett gemeinter Versuch die Kunst hineinzulassen oder stellen sie wirklich etwas dar?
Denn auch das perfekteste Gemälde kann ohne Bedeutung nicht mehr wert sein als eine Zeichnung auf einem Bierdeckel oder die Karikatur über den Lieblingsdozenten. Ein Selbstversuch soll Klarheit über die Verhältnisse an unserer Uni bringen. Also ab ins Designgebäude zu einer zufälligen Vorlesung, eine große Thermoskanne Kaffee mit im Gepäck. Los geht‘s!
Nach anstrengden 1 ½ Stunden verlasse ich den kleinen Raum indem die vielleicht 12 Plätze nur zur Hälfte genutzt werden. Eines ist mir jetzt jedoch klar: Ob o.b.-Tampons, Teebeutel oder Tetrapacks, all das verdient unsere Aufmerksamkeit. Denn die Designer von Morgen haben neben Glitzi-Elchen und Go-Go-Tänzern stets ihre knallharte Recherche im Blick, mit der sie gängige Produktverpackungen weiterentwickeln und verbessern wollen. Jedenfalls ist dies die Theorie.
Allerdings ist auch hier das Denken wirtschaftlich geprägt und die zuvor unermüdlich betriebenen Nachforschungen wurden gerade zu dieser Vorlesung dummerweise vergessen. Schade, dabei hatte man sich laut eigener Aussage doch gerade dieses Mal sehr viel Mühe gegeben. Design ist eben nicht gleich Kunst. Aber natürlich geht es hier ansonsten sehr professionell zu, denn es werden auch Materialeigenschaften besprochen und mögliche Zugänge zum Schaffensprozess thematisiert. Wie ernst es den angehenden Kunst- und Designpädagogen ist, wird spätestens beim Maschinenschein klar. Neben dem Riskieren einiger Extremitäten, wird vor allem die Geduld der zukünftigen Gestalter herausgefordert. Trotz der Abhärtung durch fachinterne Nicht-Absprache bei der Konzeption des Studienangebotes und der Fehlkalkulation von Studienplätzen in diesem Wintersemester ist das Warten auf zehn andere Kommilitonen vor der großen Kreissäge anstrengend. Glücklicherweise haben die Planungsschwierigkeiten, die manchen “zu Tränen rührten”, mittlerweile ein Ende gefunden. Die in Winterschlussverkauf-Manier durchgeführten Einschreibungen auf ausgehängten Listen in die Kurse am Grabbeltisch können also ruhigen Gewissens als Propädeutika angesehen werden. Alles natürlich, damit das Stud.IP nicht unter dem Ansturm der neuen Studenten zusammenbricht. Außerdem schadet ein wenig Nostalgie nie, früher war ja eh alles besser. Nach all diesen Strapazen kann das Studium nun also endlich beginnen. Endlich!
Denn auch das perfekteste Gemälde kann ohne Bedeutung nicht mehr wert sein als eine Zeichnung auf einem Bierdeckel oder die Karikatur über den Lieblingsdozenten. Ein Selbstversuch soll Klarheit über die Verhältnisse an unserer Uni bringen. Also ab ins Designgebäude zu einer zufälligen Vorlesung, eine große Thermoskanne Kaffee mit im Gepäck. Los geht‘s!
Nach anstrengden 1 ½ Stunden verlasse ich den kleinen Raum indem die vielleicht 12 Plätze nur zur Hälfte genutzt werden. Eines ist mir jetzt jedoch klar: Ob o.b.-Tampons, Teebeutel oder Tetrapacks, all das verdient unsere Aufmerksamkeit. Denn die Designer von Morgen haben neben Glitzi-Elchen und Go-Go-Tänzern stets ihre knallharte Recherche im Blick, mit der sie gängige Produktverpackungen weiterentwickeln und verbessern wollen. Jedenfalls ist dies die Theorie.
Allerdings ist auch hier das Denken wirtschaftlich geprägt und die zuvor unermüdlich betriebenen Nachforschungen wurden gerade zu dieser Vorlesung dummerweise vergessen. Schade, dabei hatte man sich laut eigener Aussage doch gerade dieses Mal sehr viel Mühe gegeben. Design ist eben nicht gleich Kunst. Aber natürlich geht es hier ansonsten sehr professionell zu, denn es werden auch Materialeigenschaften besprochen und mögliche Zugänge zum Schaffensprozess thematisiert. Wie ernst es den angehenden Kunst- und Designpädagogen ist, wird spätestens beim Maschinenschein klar. Neben dem Riskieren einiger Extremitäten, wird vor allem die Geduld der zukünftigen Gestalter herausgefordert. Trotz der Abhärtung durch fachinterne Nicht-Absprache bei der Konzeption des Studienangebotes und der Fehlkalkulation von Studienplätzen in diesem Wintersemester ist das Warten auf zehn andere Kommilitonen vor der großen Kreissäge anstrengend. Glücklicherweise haben die Planungsschwierigkeiten, die manchen “zu Tränen rührten”, mittlerweile ein Ende gefunden. Die in Winterschlussverkauf-Manier durchgeführten Einschreibungen auf ausgehängten Listen in die Kurse am Grabbeltisch können also ruhigen Gewissens als Propädeutika angesehen werden. Alles natürlich, damit das Stud.IP nicht unter dem Ansturm der neuen Studenten zusammenbricht. Außerdem schadet ein wenig Nostalgie nie, früher war ja eh alles besser. Nach all diesen Strapazen kann das Studium nun also endlich beginnen. Endlich!
Aber wie geht man nun am besten mit der Kunst um? Auch wenn es einige gibt, die lediglich Aufmerksamkeit erregen wollen, damit die Kasse stimmt, Kunst ist etwas, dass man nicht einfach abtun sollte. Sie ist allemal eine Herausforderung und die in diesem Querschnitt gegebenen Beispiele zeigen, dass man nicht jeden Hundehaufen, nicht jeden Schimmelkäse, aber auch nicht jeden Studiengang gleich als Trash bezeichnen sollte. Manchmal muss man eben ganz unten anfangen, um etwas wirklich Großes zu schaffen.
von Matthias Christ



















