Mira Brink

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PDF-Version der 14. Ausgabe

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Horoskop Februar 2010

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horoskop13_steinbock
Steinbock
Nicht mehr so die Motivation vorhanden? Momentan kein Wunder und völlig berechtigt. Ein Weilchen wird dies leider noch anhalten. Glück ist, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind.
horoskop13_wassermann
Wassermann
Bei Dir steht  einiges auf der “To-Do”-Liste. Wirf noch einmal einen Blick darauf. Einiges kannst Du vielleicht streichen.
horoskop13_fische
Fische
Du hast viel erlebt und erreicht. Sei stolz auf Dich und klopf Dir auf die Schulter.
horoskop13_widder
Widder
Das Jahr 2010 wird bei Dir ziemlich entspannt. Uni-Stress verdrängst Du erfolgreich und anderes wird schnell geklärt. Freundschaften solltest Du besonders pflegen, sonst könntest Du bald alleine dastehen.
horoskop13_stier
Stier
In letzter Zeit musstest Du ziemlich viel wegstecken. Nun brauchst Du eine Pause und mal wieder Zeit nur für Dich. Gönn Dir was!
horoskop13_zwillinge
Zwillinge
Gefühlschaos. Mal so, mal so und immer ohne Grund… Abwarten bringt nix. Es wird Zeit, dass Du dich für eine Sache entscheidest und Dir klar darüber wirst, wo Du stehst.
horoskop13_krebs
Krebs
Du hast Dich nur noch auf das neue Jahr gefreut und wolltest einen Neustart? Dann los! Von nix kommt nix.
horoskop13_loewe
Löwe
Als Löwe wirst Du in diesem Jahr einiges zu verteidigen haben. Werde lockerer. Dir will niemand etwas Böses.
horoskop13_jungfrau
Jungfrau
Glücklich, zufrieden, ausgeglichen… Das wirst Du in diesem Jahr häufig sein und das wirkt sich auf Deine Mitmensch-en aus. Dieses kannst Du gut nutzen.
horoskop13_waage
Waage
Du drehst noch einmal richtig auf. Perfekter Zeitpunkt, um Vorgeschobenes anzupacken.
horoskop13_skorpion
Skorpion
Du vergisst gerne mal, dass es auch noch andere Menschen gibt außer Dir. Achte etwas mehr auf sie. Besser spät als nie.
horoskop13_schuetze
Schütze
Du erwartest ganz schön viel von Dir. Wenn Dir was am Leben liegt, lege Deine Messlatte etwas tiefer – Wer weniger Stress hat, lebt schließlich länger.
von Mira Brink

PDF-Version der 13. Ausgabe

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Horoskop Juli 2009

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horoskop13_steinbock
Steinbock
Du hast gerade ganz viel Energie und Unternehmungslust. Also: zusammen raus mit Mitmenschen! Deine glückliche Art wird viele anstecken.
horoskop13_wassermann
Wassermann
Lass dir durch eine Enttäuschung nicht den Tag verderben. Alles wird gut ;-) Blöde Phasen gehen schnell vorrüber.
horoskop13_fische
Fische
Jemand wird auf dich zukommen. Jetzt bloß die Schüchternheit ablegen! Vielleicht hast du schwuppdiwupp einen neuen Menschen an deiner Seite ;-)
horoskop13_widder
Widder
In letzter Zeit oft geflucht? Oft wütend und gestresst gewesen? Das hat jetzt bald ein Ende und du kannst dich wieder ganz den schönen Sachen widmen.
horoskop13_stier
Stier
Warum zurückhalten? Man lebt nur einmal! Also hüpf! Gönne dir Abwechslung und starte mit neuen Dingen!
horoskop13_zwillinge
Zwillinge
Uuuh, da liegt was in der Luft. Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm, aber sei auf unnötige Streitereien gefasst, in denen du lernen musst, dich auch mal zurückzunehmen.
horoskop13_krebs
Krebs
Alles top, alles top, alles top – Das ist ja beinahe langweilig! Ne, das ist natürlich schön. Und bleibt auch noch ein Weilchen so. Also genieße es.
horoskop13_loewe
Löwe
Oft sind deine Erwartungen an dich selbst etwas zu hoch. Sei auch mal mit weniger zufrieden.
horoskop13_jungfrau
Jungfrau
Lange nicht mehr unterwegs gewesen? Dann wird‘s jetzt höchste Zeit, die Couch zu verlassen und den Alltag aufzumischen!
horoskop13_waage
Waage
Du bist in letzter Zeit viel zu nachtragend. Schaffe deine Probleme aus der Welt, die du seit längerem im Kopf hast.
horoskop13_skorpion
Skorpion
Hast du Rücken? Hüfte? Oder sogar Körper? Dann sei mal wieder aktiv und tu deinem Körper was Gutes!
horoskop13_schuetze
Schütze
Uiuiui, eine Beziehung zu einem Menschen, den du magst, wird sich intensivieren… Also schön immer das Odol-Mundspray in der Hosentasche mitschleppen!
von Mira Brink

PDF-Version der 12. Ausgabe

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North and About

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northandabout12
Die Jungs von North and About.
Foto: Mira Brink
North and About (NAA), eine neue Country-Kartoffel-Chips Marke beim Discounter um die Ecke, ein Reiseführer oder ein neues Eau de Toilette für den Mann von Welt?
Nein, ganz falsch. NAA sind eine Singer/Songwriter Band aus Osnabrück. Wer schon in älteren Ausgaben der uniVista aufmerksam die Bandseite studiert hat, merkt, dass hier auch wieder Leute von Rusticate und Union Youth am Werke sind. Hier trifft man auf eine Stimme, die die letzten 10 Jahre mit Whiskey gurgeln und Kette rauchen verbracht hat. Wer dann noch auf Bob Dylan, Chuck Ragan, Tim Berry und Ben Nichols steht, der sollte sich NAA unbedingt um die Ohren hauen.
Überzeugen konnten sie mich vollends, als die Jungs in der Schuberta in Vechta ein zweistündiges Live Set hingelegt haben und zum Schluss auch wirklich jeder Besucher die Songs mitgröhlen konnte (singen war aus Gründen vom starken Konsum diverser alkoholischer Getränke nicht mehr möglich).
Wenn ihr jetzt Lust habt, euch NAA mal anzusehen und anzuhören, der kann dies tun und zwar an folgenden Orten:
  • 29.04., 20 Uhr: Cafe Mojo, Osnabrück
  • 05.06., 20 Uhr: HDJ Bocksmauer, Osnabrück
  • 13.06., 20 Uhr: Schuberta, Vechta
von Mira Brink

PDF-Version der 11. Ausgabe

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Extrem, extremer, Tai Chi – Eine Woche Hochschulsport

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Für die X-Treme-Aktion dieser Ausgabe wandelten wir auf den Spuren des Gerüchtes: „Sport ist Mord“. Zu viert erstellten wir uns einen Wochenplan nach Vorgabe des Hochschulsports, teilten das Programm auf und los ging‘s. Von Akrobatik Jonglage über schweißtreibende Aktivitäten wie Fitness Spezial oder Cardio Step haben wir alles mitgenommen. Wie sich das Ganze abgespielt hat und welche Angebote die Hochschule bietet, seht ihr im Folgenden.
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Fotos: Jessica Barbato, Mira Brink, Lea Weber
Montag:
Fitness Spezial: Auftakt in die uniVista-X-treme-Woche. Ich bin noch voller Elan und Motivation. Meine Aufgabe in dieser Stunde: Fitness Spezial im Multifunktionsraum. Pünktlich beginnt das Warm-Up, das einen Menschen ohne Kondition bereits an sein Limit treibt. Es geht hoch und runter und rechts und links mit Hanteln und Stepper oder auch ohne. Das Tempo und die Körperspannung bestimmen den Rhythmus. Sehr schnell komme ich ins Schwitzen und völlig außer Atem. Bei Trainingsanfängern ist höllischer Muskelkater garantiert. Erschöpfungsfaktor: sehr hoch.
Power Gym: Genau so stelle ich mir vor, wie es damals zugehen musste beim Bund Deutscher Mädels. Modelllernen par excellence. Ich merke jedoch einigermaßen schnell, dass man nicht alles nachmachen muss, was die Kursleiterin vormacht, etwa das Peace-Zeichen für die Zahl der Wiederholungen. Der Schwierigkeitsgrad ist zu bewältigen. Prima zum Aufwärmen, und man kommt gut rein in die Übung. Power Gym ist für alle, die einen Fabel für Massenchoreo haben, die gerne das machen, was vorgemacht wird – schöne Abwechslung zum Selbststudium – und für all diejenigen, die zumindest im Ansatz Taktgefühl haben und die denken, für meine Beine wollte ich schon immer mal was tun.
Effektives Bodyworkout: Der Bund Deutscher Mädels nimmt nun auch Jungs auf. Wir sind zu dritt! Die Kursleiterin spricht nun durch ein Mikro. Das lässt Schlimmes erahnen. Nach einer Weile kommt dann doch die Frage auf: Warum machen die hier genau das Gleiche wie beim Power Gym? Dann wird alles anders: Krasse Choreos! Der Step-Schritt wird ums Jogging auf der Stelle ergänzt. Der Anspruch steigt. Der Puls auch. Das effektive Bodyworkout ist gleichsam wie Power Gym für Massenchoreo-Fans, vor allem aber etwas für Schnellmerker von komplexen Schrittfolgen.
Indoor-Cycling: Es folgt als dritter und letzter Kurs für mich Indoor-Cycling (Spinning). Nun steht Kleingruppenchoreo auf dem Plan. Das Prinzip ist ziemlich einfach: Man fährt auf einem Rad, ohne voranzukommen und ist trotzdem fertig. Was die Musiklautstärke angeht, hat man eigentlich das Gefühl, in einer Disco zu sein. Ach, wie schön! Feiern und Sporten. Weil meine Muskeln nach zwei Workoutkursen richtig gut aufgewärmt sind, läuft das Rad wie eine Eins. Nach einer halben Stunde bin ich aber wirklich am Ende. Ich höre nur noch bruchstückhaft, was der Kursleiter von sich gibt, etwa: „Firestarter ist ein Berg.“ Alles klar. Und jeder andere Song ist auch ein Berg. Dass Sport eine Droge sein soll, wird mir allmählich klar. Dieser Kurs, das steht fest, ist der absolut anstrengendste von den dreien.
Jazz & Modern Dance: Hier wird eine Choreografie mit geschmeidigen und anmutigen Bewegungen zu langsamer Musik einstudiert. Da ich etwa sieben bis acht Wochen zu spät komme, ist zumindest mein Erschöpfungsfaktor eher gering.
Fußball für Frauen – ab in die Turnhalle: Was ich da sehe, macht mir Angst! Mädels sind dabei, sich aufzuwärmen und kicken Bälle, als seien diese an ihnen festgewachsen. Hallo? Ich bin froh, wenn ich den Ball treffe und soll nun mit Fußballerinnen zusammenspielen? Ich stelle dabei nur ein herumlaufendes Hindernis dar. Naja, war ich nicht offen für alles? Also Schockzustand überwinden und dazugesellen. Wenigstens ist dummes Herumstehen nicht anstrengend.
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Fotos: Rene Kohn, Lea Weber
Dienstag:
Kickaerobic: Ausgerechnet heute droht die Übungsleiterin mit Abwechslung und zwar in Form eines Springseils. Das können natürlich nur Mädels, denke ich ganz klischeebehaftet und beweise es mir ein wenig später dann auch. Die Kick-Moves sind mal was Neues (im Spiegel dabei permanenter Selbstbeobachtung ausgesetzt zu sein, ist nur schwer erträglich mit meiner Eitelkeit). Die Hanteln geben einem den Rest oder das nötige Gewicht in die Hände, damit auch jede Bewegung dreimal so intensiv gespürt werden kann – Wahnsinn! Kickaerobic ist was für die, die denken, wenn sie wie Bruce Lee kämpften, sähen sie gut aus – ist aber nicht so. (Keine Ahnung, wie der das so geschmeidig aussehen lässt – asiatisches Gengut?)
Effektives Workout: Bewegt wird sich zu afrikanischer Musik. Zwei Übungsleiterinnen fördern und fordern jeweils eine Gruppe, mal mit Ausdauer, mal mit Kraftsport. Hauptsache aber: Die ganze Zeit bewegen. Ich erfahre, dass diese Kombination topp für die Fettverbrennung sei. Fazit: Feine Sache!
Aqua-Fitness: Die Übungen sind denen bei Power Gym recht ähnlich, die Musik auch: Pop aus den 80ern und Dancefloor aus den 90ern. Nicht ganz so anstrengend und halt im Wasser. Ich bin mal wieder der einzige Mann und hoffe, dass die Kommilitonen nicht denken, ich wäre nur vorbei gekommen, um auch im Winter ein paar Mädels im Bikini zu sehen. Ansonsten irgendwie ganz lustig, aber irgendwie auch nicht mein Sport.
Badminton: Das Schöne: Endlich mal wieder selbst bestimmen, was man tut bzw. wird hier nichts nachgemacht, sondern nach simplem Reaktionsschema auf Aktionen des Gegenübers reagiert. Natürlich kann man bei professionellem Spiel auch höchst komplex reagieren. Ich gewinne einen Satz, bin halt topfit.
Ich verliere einen Satz. Hallo, nach drei Stunden Sport (an diesem Tag) ist das ja wohl kein Ding. Außerdem: Verlieren ist sportlich. Badminton ist definitiv für alle was, die kurze Sprints mögen, etwas Geschick mit federleichten Bällen beweisen und gerne selbst bestimmen, was sie tun.
Volleyball für Fortgeschrittene: Der Titel sagt eigentlich schon alles. Wer gerne baggert, hechtet und angreift, ist hier genau richtig. Obwohl jede Bewegung einfach nur weh tut, da sich der Muskelkater des Vortages deutlich zeigt, wird zwei Stunden lang fleißig gespielt. Die Nerven liegen blank. Die Kraft hat sich schon einmal in die Weihnachtsferien verabschiedet. Ein einzelner Gedanke herrscht 24 Stunden in meinem Kopf vor: AUA! Erschöpfungsfaktor: mittel.
Shaolin Kempo: Während dieses Kurses erfahre ich, dass es sich hierbei um chinesische Kampfkunst handelt, die sehr komisch aussieht. Man tippelt hektisch auf einer Stelle, vermöbelt mit den Händen sein Gegenüber und sobald man gegen Regeln verstößt, die ich mir gar nicht alle merken konnte, wird kurz aufgehört. Ich bin zwar leicht überfordert, aber es ist interessant und lustig.
Indoor Cycling: Das ist so eine Art Hardcore-Version vom Fahrrad-Ergometer-Training. Blöderweise komme ich zwei oder drei Minuten zu spät, deswegen stelle ich das Gerät eher schnell als passend ein, und erfahre auf die harte Tour, dass das Rad keinen Freilauf hat, und man, wenn man plötzlich aufhört zu treten, aus dem Pedal rutscht, welches einem dann von hinten in die Wade knallt. Anstrengend ist das ganze auch. Als ich hinterher zur Umkleide gehe, fragt mich eine Kommilitonin, ob mit mir alles in Ordnung sei…
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Fotos: Rene Kohn, Lea Weber, Mira Brink, Jessica Barbato
Mittwoch:
Den heutigen sportlichen Abend leite ich mit Spinning (Indoor-Cycling) ein. Wieder einmal werden zahlreiche Berge erklommen. Spätestens bei H. P. Baxters Stimme vergesse ich meinen Muskelkater. Die Hütte brennt, und ich bin gut drauf. Die Droge Sport scheint allmählich ihre Höchstwirkung zu erreichen.
Nach der Spinning-Aktion geht’s rüber zum Hip Hop. Der Kurs ist voll von Leuten, die genau so aussehen, wie ich mir Hip Hopper vorstelle. Ich find’s schön, wenn Erwartungen bestätigt werden. Das Aufwärmen soll nur kurz sein, ist aber wirklich anstrengend. Danach verabschieden wir uns, weil die Hip Hopper schon seit Semesterbeginn an einer Choreo feilen, und die wollen wir natürlich nicht vollends sabotieren.
Parallel zum Hip Hop findet Akrobatik Jonglage statt. Der Übungsleiter gibt sofortige Entwarnung: Nein, mit Akrobatik habe das nichts zu tun, aber eben mit Jonglieren. Und das lernen wir nun mit drei Bällen. Es zeigt sich schnell, dass ich kein Talent habe, dafür aber meine extreme Begleiterin. Dass sie die ganzen Lobe einheimst, bereits mit drei Bällen jonglierend und als Naturtalent bewundert, derweil ich mich immer noch mit zwei Bällen abmühe, fördert meine Motivation nicht zwingend. Am Ende habe ich ein Gefühl dafür, dass Jonglieren ganz schön viel Übung bedarf, vor allem dann, wenn linke und rechte Gehirnhälfte bisher noch nicht wirklich viel zusammen unternommen haben. Nun, auf dass sie sich besser kennen lernen in Zukunft. .
Fit und Gesund: Jetzt tun wir mal etwas für die Gesundheit. Ich stelle mich auf und warte auf Instruktion. Der Kurs ist recht locker. Es wird ein beweglicher Stab, den ich vorher noch nie gesehen habe, eingesetzt, der einmal die Arme richtig durchschüttelt. Dieser Kurs ist sehr locker, was mich freut, da sich die Motivation immer mehr verabschiedet und der Muskelkater sich bereits in dem Stadion befindet, dass man alleine nicht mehr die Treppen hoch und runter kommt. Erschöpfungsfaktor: gering.
Body-Fitness ist eigentlich ein anderes Wort für Body-Workout. Die Übungen sind quasi identisch und sprechen daher auch die gleichen Muskelpartien an. So ein Mist! Noch mehr Schmerzen. Ich bin froh, wenn die Stunde vorbei ist. Aufgeben ist nicht.
Hockey: Am Mittwoch habe ich einen so heftigen Muskelkater, dass ich beim Treppensteigen den Handlauf verwende. Aber egal, jammern werde ich später in meinem Artikel – also jetzt –, erstmal muss ich zum Unihockey. Da wegen der nahenden Weihnachtsferien nur acht Leute gekommen sind, ist das eine ziemlich Rennerei (hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich Muskelkater habe?), macht aber richtig Spaß und in der recht gemischten Mannschaft komme ich auch als Neuling zurecht.
Badminton findet gleich im Anschluss in der selben Halle statt. Das hat zwei Vorteile: Ich komme pünktlich und brauche mich dafür noch nicht mal bewegen. Ab und zu treffe ich sogar den Ball und meine Mitspieler sagen, dass man mir eigentlich fast kaum anmerkt, dass ich seit Jahren nicht mehr gespielt habe, und vorher eineinhalb Stunden Hallenhockey hatte. Nett.
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Fotos: Lea Weber, Jessica Barbato
Donnerstag:
Tai Chi: Hier ist alles extrem, und zwar extrem weich. Das ist nicht nur die Übersetzung, sondern auch Programm: weich fließende Bewegungen, durchaus mit Körperspannung, aber endlich mal weder Ausdauer noch Kraft. Ohne Muskelkater wäre dieser Kurs wirklich so richtig entspannend. Erhalte zunächst Einzeltraining, weil wir uns immer noch kurz vor Weihnachten befinden, bis mein extremer Leidensgenosse Bauch, Beine, Po, Rücken kraftlos aufgibt und nun eintaucht in asiatisch sphärische Klänge mit nur zu passend gehauchten Anweisungen unserer Übungsleiterin. Nach der Einführung bleibt nur zu sagen: Wirklich mal etwas anderes, und man sieht gar nicht so bescheuert aus in der Slowmotion wie etwa noch beim Kickaerobic. Bruce Lees Großmutter wäre stolz.
Cardio Step: Mit Cardio Step bestreite ich den nunmehr fünften und letzten Workout-Kurs der Hochschulsport- und X-treme-Woche. Die choreographischen Einlagen sind verhältnismäßig einfach. Das Step-Board hat es allerdings in sich, und die Hanteln werden auch wieder aus dem Schrank geholt. Alles in allem ein wirklich anstrengender, schweißtreibender Kurs. Dass es kurz vor Zwölf noch einmal so heftig werden würde, war bei dem Namen des Kurses abzusehen. Ich habe es wohl verdrängt und bin froh, als es heißt: Nun legt euch auf die Matten und entspannt. Ja, das mache ich nun.
Selbstverteidigung: Draufhauen, wenn es von Nöten ist , kann nicht jeder. Dabei ist es in der heutigen Gesellschaft sehr wichtig, sich verteidigen zu können. Der Peter gab uns hierbei eine kleine Einführung. Erschöpfungsfaktor: sehr hoch.
Aqua-Fitness: Ich mag Wasser. Und Aqua Fitness von nun an auch. Mit eigentlich ausschließlich weiblichen Mitmenschen im Vechteraner Schwimmbad herumzuplanschen hat mir gut gefallen. Man lernt neue Leute kennen und kann nach dem Kurs noch umsonst das Bad nutzen. Wie praktisch. Kerlen wird ermöglicht, Frauenbekanntschaften zu machen: was will man(n) mehr?
Bauch, Beine, Po, Rücken: Ich bin so fit wie Johannes Heesters. Weniger ist mehr gilt offensichtlich nicht bloß für Benzinpreise. BBPR ist irgendwie eher schmerzhaft, weil ich einen fiesen Muskelkater in Bauch, Beinen, Po und Rücken habe (übrigens nicht nur dort).
Fazit:
Die Woche war außerordentlich anstrengend, aber auch spannend und lehrreich. Das Gerücht, Sport ist Mord, können wir in einer solchen Dosierung nur teilweise bestätigen. Die Muskeln verabschiedeten sich bereits Mitte der Woche, aber der Geist und der Wille haben im Sinne der Berichterstattung überlebt.
von Jessica Barbato, Mira Brink, René Kohn und Stefan Hirsch

Dein Horoskop für 2009

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horoskop11_steinbock
Steinbock
Der Steinbock ist bockig? Woher kommt das? Nimm dich mal ein bisschen zurück. Wenn du ein wenig mehr Rücksicht auf die anderen nimmst, wird alles etwas entspannter.
horoskop11_wassermann
Wassermann
Oh wie spannend! Du wirst dich freuen, es warten einige schöne Überraschungen auf dich – vermutlich im Zeitraum vom 21.1. – 19.2.. Lass dich überraschen!
horoskop11_fische
Fische
Nicht so schüchtern … Du kannst ruhig öfter mal den ersten Schritt machen und auf Leute zugehen. Denken ist zwar sehr ratsam, jedoch kann es auch im Weg stehen, wenn du zu viel damit beschäftigt bist.
horoskop11_widder
Widder
Das neue Jahr hat begonnen und deine üblichen Vorsätze stehen natürlich. Doch nimm dir nicht zu viel vor und stecke dir kleinere Ziele. Es könnte sonst zu ungewollten Enttäuschungen kommen.
horoskop11_stier
Stier
Lust, neue Leute kennenzulernen? Das ist die Gelegenheit! Quatsch einfach die Menschen an, die dir sympathisch sind und schwupp di wupp ist dein Wunsch in Erfüllung gegangen!
horoskop11_zwillinge
Zwillinge
Wie ätzend … Zur Zeit läuft einiges schief. Doch lass dir nicht alles gefallen und sprich an, was dich nervt. So wird sich vieles wie von selbst lösen und du kannst dich wieder wohler fühlen.
horoskop11_krebs
Krebs
Du kannst jetzt richtig was reißen! Dir stehen quasi alle Türen offen. Nun musst du nur noch die Initiative ergreifen und deinem Erfolg steht nichts mehr im Weg.
horoskop11_loewe
Löwe
Na toll … Eben noch hoch motiviert und inzwischen Bock auf gar nix mehr. Stimmungsschwankungen? Pass auf, dass du dich nicht zu sehr verkriechst in deinem Schneckenhaus. Geh raus! Los!
horoskop11_jungfrau
Jungfrau
Auf dich wartet eine super Zeit. Vor lauter Kontaktfreude kaum zu bremsen wirst du in diesem Jahr viele neue Leute kennenlernen und Spaß haben. Doch vergiss nicht, dich auch mal zu entspannen, sonst ist das Tief nach deinem Hoch vorprogrammiert.
horoskop11_waage
Waage
Du kannst dich glücklich schätzen. Ein Problem, das auftaucht, wird durch eine dir nahestehende Person schnell wieder aus der Welt geschafft. Sieh diese Hilfe nicht als selbstverständlich an, sondern sei dankbar.
horoskop11_skorpion
Skorpion
Eigentlich ist alles gut. Keine großen Probleme, keine Sorgen. Du kannst dich glücklich schätzen. Alles stimmt und du kannst dich zurücklehnen und genießen.
horoskop11_schuetze
Schütze
Uni? Och nöööö… Gerade unmotiviert? Vergiss nicht, deine Leute zu beauftragen, für dich auf der Anwesenheitsliste zu unterschreiben!
Texte von Mira Brink
Grafiken: © Gerd Altmann und Ladyoak / PIXELIO

PDF-Version der 10. Ausgabe

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PDF-Version der 9. Ausgabe

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Der Dalai Lama
Der Mann, der mit der Buddha flirtet

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Bildnachweis: buddhismus.at
Der Dalai Lama
Der Dalai Lama (aus dem Mongolischen: Ozean gleicher Lehrer). Wer ist das eigentlich? Jeder kennt ihn zumindest vom Namen. Nur, weil so oft von ihm gesprochen wird, heißt dies nicht, dass jeder auch Bescheid weiß von wem genau die Rede ist.
Dass z.B. der Dalai Lama das geistige Oberhaupt der Tibeter ist, ist nicht richtig. Der Dalai Lama ist lediglich ein in seiner Linie sehr angesehener, hoher Lama, den die Geschichte vor etwas mehr als 350 Jahren zum wichtigsten Politiker seines Landes machte und dessen Hauptziel es ist, die Harmonie unter den Religionen zu fördern.
Im tibetischen Buddhismus wird der Dalai Lama als ein Mensch angesehen, der aus Mitgefühl wieder in das Leben oder in die „gewöhnliche Existenz“ eingetreten ist, um anderen Wesen dienen zu können, obwohl er den Kreislauf der Wiedergeburt als erleuchtetes Wesen hätte verlassen können. Er verzichtete auf das Einkehren in das Nirvana und wird nun solange wiedergeboren, bis alle Menschen erlöst sind.
Der fast 72-jährige gilt als freundlich, humorvoll, spontan und sehr intelligent. Dalai Lama Tenzin Gyatso ist heute der 14. in seiner Anreihe.
1949 begann China mit der Eroberung Tibets und machte auch den damals erst 15-jährigen Dalai Lama, dem im November 1950 die Herrschaft Tibets übertragen wurde, zum Flüchtling. 50 Jahre verbrachte Dalai Lama in Indien im Exil. Dort versuchte er, eine demokratische Regierung aufzubauen, dass Leid der Tibeter innerhalb und außerhalb Tibets zu mindern, sowie internationale Unterstützung für die Sache Tibets zu gewinnen.
Sein Nachfolger müsste nach der Logik der Wiedergeburt von außerhalb Tibets kommen, da er die Arbeit des vorherigen Dalai Lamas fortsetzen müsste. Nachfolger müssen nicht unbedingt männlich sein. Der heutige Dalai Lama würde es sogar begrüßen, würde es einmal eine Nachfolgerin geben. Eine Frau sei attraktiver und nützlicher für den Buddhismus, für die tibetische Kultur, das tibetische Volk – warum nicht?
Sein Nachfolger müsste nach der Logik der Wiedergeburt von außerhalb Tibets kommen, da er die Arbeit des vorherigen Dalai Lamas fortsetzen müsste. Nachfolger müssen nicht unbedingt männlich sein. Der heutige Dalai Lama würde es sogar begrüßen, würde es einmal eine Nachfolgerin geben. Eine Frau sei attraktiver und nützlicher für den Buddhismus, für die tibetische Kultur, das tibetische Volk – warum nicht?
1989 erhielt der Dalai Lama für seinen unermüdlichen Einsatz mit gewaltlosen Mitteln durch Dialog eine Lösung für das Tibetproblem zu finden, den Friedensnobelpreis.
Zitat des Dalai Lama: Lebe ein gutes, ehrbares Leben! Wenn du älter bist und zurückdenkst, wirst du es noch einmal genießen können.
von Mira Brink

Almous Famous
uniVista im Gespräch mit Rusticate

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Rockt die kleine Freiheit!
Am Donnerstag, den 29. Mai 2008 rockte die Kleine Freiheit in Osnabrück! Geschätzte 180 Besucher ließen sich an diesem Abend von der Rockband RUSTICATE aus Osnabrück musikalisch verwöhnen.
Bei “Einlass ab 20:00 Uhr” erscheinen Gäste grundsätzlich frühestens ab 20:30 Uhr.
Bildnachweis: mb
Die Punk-Band RUSTICATE
Foto: Mira Brink
Diesmal anders: Selbst vor 20:00 Uhr sammelten sich bereits die ersten Besucher vor der kleinen Freiheit an und verschwanden durch den äußerst ungewöhnlichen Haupteingang des Ladens – ein alter Bus. Raffiniert umgebaut zu einer Art „Flur“ wird der Bus gleichzeitig als Kasse genutzt.
Bis Rusticate spielen sollte, war noch ein wenig Zeit, die ich für ein Interview mit Gitarrist und Sänger Manuel nutzte:
Beschreibt mal eure Musik!
Die Beschreibung, die wir liefern, ist „chaotic“ Postpunk. Ein tschechischer Musiker meinte neulich im gebrochenen Englisch „Your music has much energy“. Ich denke ein Schnitt durch beides beschreibt unsere Musik ganz gut. Am besten ist es aber immer, wenn der geneigte Hörer einfach selbst reinhört auf myspace z.B.
Wie ist eure Band zustande gekommen?
Nach der Auflösung meiner ersten Punkrock Band Mad Conscience war klar, dass das nicht das Ende sein konnte und so machte ich mit unserem heutigen Bassisten Dennis, der schon öfter mal am Bass eingesprungen war, die neue Band RUSTICATE auf. Mit dabei waren noch der Gitarrist von Mad Conscience am Schlagzeug und Amel von den Rockoldies an der Gitarre. Nach ein paar gespielten Shows, bei denen wir eher im Indie-Pop Bereich herum spielten, sagten dann Gitarrist und Schlagzeuger ein Konzert in Karlsruhe am 2. Weihnachtstag ab. Ich wollte diese Show aber unbedingt spielen und so kam es dazu, dass Dennis seine ehemaligen Band- Kollegen Andi und Carsten mit in den Tourbus holte. Das Ganze ist dieses Jahr zu Weihnachten 7 Jahre und 162 weitere Konzerte her.
Wie kamt ihr denn zu eurem Namen RUSTICATE?
Ganz simpel durch Blättern im Wörterbuch. Die Band As friends rust mochte ich damals, so kam ich an Rust als Grundlage und Rusticate hieß passenderweise auch noch „auf dem Land lebend“. Da wir alle aus Quakenbrück und Umgebung kommen also die perfekte Verbindung von Klang und Sinn für mich.
Gibt es Orte, an denen ihr besonders gerne spielt?
Die besten Konzerte sind eigentlich die im Osten Deutschlands. Die Konzertkultur ist noch eine ganz andere und Punk hat einen anderen Stellenwert.
Bildnachweis: mb
Sänger in Aktion
Foto: Mira Brink
Es wird nicht so unglaublich auf Trends und Verkaufszahlen geachtet wie im Westen. Den Eindruck habe ich zumindest. Sicher wäre es auch anzustreben noch weiter in den Osten Europas vorzudringen, Tschechien, Polen, etc.
Das ist ja meist ziemlich weit weg. Unsere Leser kommen ja nun alle aus Vechta und Umgebung, wann gibt es denn für sie mal die nächste Gelegenheit, euch live zu sehen?
Genau kann ich es nicht sagen, wir planen aber schon, dass wir dieses Jahr noch hier in der Umgebung nen Auftritt bekommen.
Und worum geht es darin?
Es geht oft um Sozialpolitisches, in Bezug auf die eigenen Erfahrungen, die man so im Leben sammelt. Wer genau hinhört wird bestimmt etwas für sich entdecken. Leider achten die Leute viel zu selten auf die Texte. „Trust yourself and follow your heart“ stammt beispielsweise aus unserem neuen Song The quest. Davon kann sich vermutlich jeder ne Scheibe abschneiden.
Wer ist bei euch der „Chef“?
Einen Chef im Sinne von Band Hitler gibt es nicht. Wenn es ums Organisatorische geht bin ich das. Sprich ich buche die Konzerte, kümmere mich um die diversen Internetauftritte, Studio buchen, CDs pressen, T- Shirts und sonstige Werbemittel drucken lassen, all sowas. Allerdings gibt es auf längeren Fahrten mit dem Bus einen musikalischen Diktator, der gerne die Macht des CD–Players an sich reißt.
Welche Musik mögt ihr gar nicht?
Ich denke da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich für alle stellvertretend Techno und Chartsmist auf der Ebene von SchniSchnaSchnappi und DSDS sage.
Auf einer Tour seid ihr ziemlich lange zusammen – Klappt das immer oder entstehen da schnell mal Probleme?
Also, dass wir uns mal gestritten haben, daran kann ich mich nicht erinnern. Natürlich gibt es hier und da Ecken und Kanten und nicht jeder ist immer 100 Prozent gut zufrieden, aber alles in allem kommen wir auf Touren sehr gut miteinander klar.
Bildnachweis: mb
Ein Künstler und seine Anhänger
Foto: Mira Brink
Wir hocken privat nicht so viel aufeinander, vielleicht ist das der Grund warum es dann im Rahmen der Band immer alles toll klappt, weil man sich freut sich wieder zu sehen und eine gemeinsame Sache macht, die allen Spaß bereitet.
Wo seht ihr euch in 5 Jahren?
Wenn es nach mir ginge, gibt es die Band dann noch, das hoffe ich wirklich sehr. Alles andere ist erstmal unwesentlich. Natürlich möchte man immer weiter kommen, aber für mich würde es reichen, wenn wir immer noch Konzerte spielen.
20:30 Uhr – Zeit für den Auftritt der Band. Inzwischen längst gewohnheitsmäßig Manuels Ansage zu Begin: ,,Einen schönen guten Abend! Wir sind Rusticate aus Osnabrück und wünschen euch viel Spaß!“ Und los gehts mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert – von Anfang bis Ende. Auf der Bühne 4 Männer, denen man eindeutig ansieht, wie sehr sie es lieben, Musik zu machen. Das reißt mit!
Was ich sehr gut fand: Nach dem Auftritt zogen sich die einzelnen Bandmitglieder keinesfalls zurück, sondern mischten sich unter die Leute.
Andi, der ebenfalls seine Gitarre und Stimme einsetzte, feierte an diesem Abend unter den 180 Gästen um 00:00 Uhr mit uns in seinen 25. Geburtstag hinein.
Der gesamte Abend war sehr gelungen – für die Band wie auch für das Publikum. Bei der Aufmachung der „kleinen Freiheit“ kann die Stimmung nur gut sein. Die Musik war super, genau wie die Stimmung, vor, während, sowie nach dem Auftritt!
Bei dem nächsten Auftritt dabei zu sein lohnt sich also!
Solange es live nicht möglich ist: www.rusticate.de
Das Interview führte Mira Brink

Von C-Promis, fallenden Sternchen und Goldenen Himbeeren
Die Redaktion auf der Suche nach den schlechtesten Filmen

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Filmabende mit Freunden sind eine schöne Sache. Entweder Tempos, Sekt und Schoki bei Mädelsabenden, Bier und Pizza beim Fußball oder Kurze bei Sissi. Filmabende mit der Redaktion dagegen sind die pure Qual. Des Nachts im Wald ausgesetzt werden (der geneigte Leser weiß es vielleicht noch…) ist nichts dagegen.
Die Goldene Himbeere und Internet Movie Database halfen uns bei der Auswahl, damit wir auch ja nicht einen nur mittelschlechten Film gucken würden. Und so entschieden wir uns für vier Filme, von denen einer sogar im Besitz eines Redaktionsmitgliedes ist…
Zuerst Crossroads – Not A Girl mit Britney Spears. Meine KollegInnen waren schon nach wenigen Minuten der Meinung, schlimmer könnte es nicht kommen. Ha, wie sie sich geirrt haben!
Crossroads ist ein Coming-of- Age-Film. Darunter versteht man Filme, deren jugendliche Helden von grundlegenden menschlichen Fragen bewegt werden. In diesem Film wendet sich Britney alias Lucy den grundlegenden menschlichen Fragen zu (die uns sicher alle in unserer Jugend bewegt haben): Werde ich dank meines 1er-Zeugnisses an die beste Uni überhaupt gehen? Schlafe ich mit dem Schwerverbrecher, den ich gerade erst kennengelernt habe, obwohl ich noch Jungfrau bin? (Oops!… I Did It Again.) Oder werde ich doch erfolgreiche Popsängerin?
Bildnachweis: Kathi Biehler
Foto: Kathi Biehler
Adam Sandler kennt ihr sicher? Immerhin hat er in so grandiosen Filmen wie Die Wutprobe, 50 erste Dates oder Klick mitgespielt. Und auch sein Film Punch-Drunk Love wurde viel gelobt und ausgezeichnet. Für mich persönlich gibt es aber kaum einen weniger auszuhaltenden Film. Und auch die anderen fragten sich nach kürzester Zeit, wo der Sinn dieser Story und wie der Rest des Filmes zu überstehen sei. Adam Sandler alias Barry, Verkäufer von mysteriösen Klopröpfen, hängt den ganzen Tag in seiner Firma-Garage rum, wo er dann auch seiner großen Liebe Lena vorgestellt wird. Von seiner Schwester. Davon hat er einige und alle sind nervig. Bei einem Familientreffen rastet er aus und zerschlägt Fensterscheiben. Am Abend will er Telefonsex, wird im Anschluss erpresst und kriegt Probleme mit prügelnden Brüdern. Am Ende aber entdeckt er seine inneren Kräfte und alles wird gut. Auch irgendwie ein Coming-of-Age-Film…
Nach Punch-Drunk Love waren wir so hibbelig, dass wir uns auf Battlefield Earth mit John Travolta regelrecht freuten. Battlefield – das hörte sich nach Action, Geballer, Weltraumfights und tollen Specialeffects an, das klang wie eine Offenbarung! Oder zumindest wie einfache Ablenkungskost. Wir würden sehen… Der Film entstand nach der Romanvorlage von L. Ron Hubbard. Na, was bemerkt? Ja, das ist der Gründer von Scientology. Aber so was kann uns nicht schrecken. Und auch die Tatsache, dass der Film mit mehreren Goldenen Himbeeren ausgezeichnet wurde und als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten gilt, war uns nur Ansporn. Und ja, der Film ist schlecht. Sehr schlecht. Und kein Stück actionreich oder spannend. Mir sind nicht mal Einzelheiten der Geschichte im Kopf geblieben. Irgendwie will die Menschheit sich von den bösen Aliens (unter anderem Travolta auf Plateau-Schuhen) befreien und schafft es auch. Jetzt habe ich das Ende verraten, ist aber nicht schlimm, guckt euch den Film einfach nicht an. Denn ich weiß nicht, ob ich je wieder Pulp Fiction genießen kann…
Die Krönung eines schlimmen Abends: Daniel der Zauberer. Schlechte Story, schlechtes Drehbuch, schlechte Schauspieler (u.a. Küblböck selbst), schlechter Dreh (mit einer Videokamera), schlechte Drehorte, schlechte Dialoge und schlechte Musik (von Küblböck daselbst). Ich habe noch nie einen so schlechten Film gesehen. Daniel alias Daniel – denn es geht ja um Küblböcks Geschichte- wird „von Millionen geliebt, von Vielen gehasst“ (so der Untertitel) und ganz besonders von zwei ältlichen Jugendlichen und einem ganz bösen Opa. Die hassen ihn so sehr, dass sie den armen Daniel umbringen wollen! Aber der hat einen lieben und toten Opa, der mit dem bösen Opa kämpft. Daniel wird dann doch entführt (Reaktion der Redaktion/ Reaktion jedes Zuschauers: „Nun tötet ihn endlich!“), aber durch seine positive Energie kann er Alles zum Guten wenden und an Weihnachten liegt unterm Baum sogar ein Zauberstab!
…dies war die inhaltliche Einführung – jetzt folgen erfahrene Wirklichkeiten oder auch „Nah-Tod-Erfahrungen“. „Coming-of-Age“ oder wohl eher: „Coming-of-Mind“: Also begleitet uns ins X-treme!
von Julia Stock
Schon das Gefühl, mir einen wertvollen Abend meines kurzen Lebens für „schlechte Filme“ zu reservieren, möchte mich zu dem Satz bewegen: „Oh, wisst ihr, an dem Abend kann ich leider auch nicht. Da müsst ihr wohl bedauerlicherweise ohne mich durch.“ – Ihr musstet wirklich ohne mich und: Ich konnte wirklich nicht! Therapeutische Hilfe auf psychodramatischer Basis biete ich euch nachträglich kostenlos an.
von Johanna Olberding
Aller Anfang ist Britney Spears. Na ja, hoffentlich nicht aller, aber so sollte es an diesem Abend sein.
Die Handlung versteckt sich gekonnt hinter flachen Dialogen und den Schmachtsongs der selbsternannten Pop-Prinzessin. Drei pubertierende Weiber, die sich nicht ausstehen können, fahren mit einem wildfremden Kerl, der auch noch ein Schwerverbrecher sein soll quer durch die USA. Ja klar! Selbstverständlich sind sie am Ende alle super dicke Freunde. Die Spears angelt sich natürlich den Typen, der kein Verbrecher sondern ein Held ist und sie startet als Sängerin durch. Also alles wie im richtigen Leben, oder? Ich habe keine Ahnung wer sich sowas ausdenkt. Zu ertragen war es für mich nur dank einer Menge Popcorn. Trotz allen Widerstandes konnten wir nicht verhindern, dass wir bei den darauf folgenden Filmen dann und wann, wenn es gerade irgendwie passte „I’m not a giiirl“ trällerten.
von Stefanie Bruns
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Ein Film mit Adam Sandler kann gar nicht schlecht sein – dachte ich. Ich dachte auch, nach den Filmen, die wir bisher gesehen haben, kann es gar nicht schlimmer werden. Doch bereits nach wenigen Minuten Spielfilmzeit brachte mich dieser an den Rand des Wahnsinns. Tatenloses wie Sinnloses begleitet von aggressiv machenden Psychomelodien schien einfach kein Ende zu nehmen. Ich wühlte in meinem Hirn nach Ausreden, den Raum verlassen zu müssen, doch meine Leidensgenossen ließen nicht zu, dass ich dem Grauen entfloh. Also betrank ich mich mit Mineralwasser und hoffte darauf, bald und häufig die Toilette aufsuchen zu müssen. Denn dies war der einzig erlaubte Grund, sich aus dem Raum zu begeben. Nachdem wir unsere Zeit erfolgreich durch diesen Film verschwendet hatten, wussten wir: Solche Filme lassen Aggressivität entstehen und wachsen. Versteckt sie also vor euren Kindern!
von Mira Brink
So, mittlerweile müssten die Aliens ja mal gelandet sein. Ginge es nach dem Streifen „Battlefield Earth – Kampf um die Erde“ aus dem Jahr 2000, wurde die Erde kurz nach der Jahrtausendwende von übelgelaunten Aliens überfallen, ihre Streitmacht innerhalb von 9 Minuten vernichtet und die Überlebenden für 1000 Jahre ABM in den Fabriken der Aliens verpflichtet. Bis, ja bis eines Tages ein charismatischer, junger Menschen-Mann beginnt aufzubegehren… Ein „Achtung, Spoiler!“ erspare ich mir. Ich bitte Euch, liebe Kommilitonen, seht Euch diesen Film nicht an! Schlaft 2 Stunden länger, geht spazieren oder kuschelt Euch an Eure Liebsten, aber bitte verschwendet Eure Zeit nicht mit diesem Film! Was von den Eckdaten annehmbar nach Popcornkino klingt („Wow, millionenschweres Endzeitepos mit immerhin John Travolta und Forest Whitaker!“), entpuppt sich als filmisches Zäpfchen gespickt mit groben Logikschnitzern, ätzenden Kostümen, gähnenden Dialogen. An plateaubesohlte Rastafari erinnernde Aliens nerven mit ihrer Bürokratie („Das muss ich dem Senat melden!“ „Sie werden strafversetzt!“), während die Menschen, die inzwischen wieder zu Wilden wie in der Steinzeit degeneriert sind, dank bestens gepflegter und frisierter Haare Heidi Klums Modelclique jeden Werbeauftrag wegschnappen würden. Sie bereiten ihre Befreiung vor, indem sie erst in einem 1000 Jahre alten Simulator fliegen lernen und sich anschließend die seit ebenfalls 1000 Jahren herumstehenden voll getankten Bomber der, na klaro, U.S. Air Force schnappen. Mit ihnen wollen sie auf dem Alienplaneten, der über ein nicht gezeigtes Portal mit der Erde verbunden ist, eine Atombombe zünden, und weil die Atmosphäre da drüben so ne ganz besondere ist, reicht eine Bombe auch für den ganzen Planeten. Falls Euch das noch nicht reicht: Die Bedienungsanleitung liegt übrigens neben der Atombombe. Auf einem Tageslichtprojektor.
Neben unzähligen Malen fremdschämen, dass so ein teures Machwerk nicht in der Produktion gestoppt wurde, kann ich meine einzige Reaktion während des Films schnell formulieren: „Alter, dauert der noch lang?!?“
von Christopher Vielhaber
Gegen Ende des Abends, nach dem grandiosen Battle um die Earth dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn es könnte nicht schlimmer kommen. Aber wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt immer noch was Schlimmeres daher. Dieses Etwas entpuppte sich als trashiger, grellbunt gekleideter, ohne Führerschein in Gurkenlaster rasender C-Promi. Daniel Küblböck, 81 Minuten lang, in seiner vollen Pracht. Nie war meine Blase schwächer, nie lagen meine Nerven blanker, nie habe ich verzweifelter um das Ende eines Filmes gebeten als an diesem Abend. Halbdokumentarisch lässt uns der Gurkenlastervandale an seinem verkorksten Leben und seinen Wunschvorstellungen teilhaben, quäkt zwischendurch fröhlich seine Lieder. Jede Sekunde hofft man mehr, dass es den Attentätern aus dem zweiten, mehr als schlechten fiktiven Handlungsstrang, gelingt ihn zur Strecke zu bringen bevor er sie mit seiner positiven Energie dazu bringt dem Küblböckismus zu verfallen. Ich bitte meine Mitstreiter aussichtslos die DVD aus dem Player zu reißen, falls mich Krämpfe durchschütteln oder mir Schaum vor dem Mund stehen sollte. Aber sie sind unerbittlich, wir müssen es bis zum Ende durchstehen sagen sie. Es war mit Abstand der schlechteste Film den ich jemals gesehen habe, eine peinliche, groteske, no-budget Selbstüberschätzungs-Show. Und was zum Geier sollten die armen Baby-Tiger in dem Musikvideo? Wo sind die die Greenpeace Aktivisten, wenn sie gebraucht werden? Fazit: Dieser Film ist schon wieder sooooo schlecht,… dass solltet ihr unbedingt einmal erlebt haben… aber bitte nicht nüchtern.
von Melanie Ehlert

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