The End is Near!
Über Sex, Brustvergrößerung und was das alles in der Überschrift zu suchen hat.
Ach, meine lieben Freunde, wir wissen es doch alle: Die Welt geht unter! Nichts ist offensichtlicher. Niemand rettet Tibet, niemand rettet das Weltklima, niemand rettet die Babyrobben! Und die Kultur macht da keine Ausnahme.
Um uns das alles vor Augen zu führen, gab uns Gott ein mächtiges Instrument, welches über jeden Zweifel erhaben ist und dem geschulten Betrachter aufzeigt, warum Nostradamus, Scientology und 100.000 Mayas nicht irren können: das Nachmittagsfernsehen. Nirgendwo sonst wird dem Interessierten so deutlich vorgeführt, warum der Weltenbrandt, zumindest auf kultureller Ebene, gar nicht mehr zu löschen ist.
Wenn Mister Methan bei Oliver Geißen zeigt, wie toll er auf Kommando furzen kann oder das kleine Nachbarsmädchen (14) davon erzählt, dass sie auf jeden Fall eine Brustvergrößerung von Körbchengröße B auf Doppel-D braucht, um den als Leguan ganzkörpertätowierten Sexpartner (46) der Mutter (26) zu verführen – ja, dann hört man die Apokalyptischen Reiter doch praktisch schon mit den Hufen scharren.
Die kulturelle Gosse, in der sich Barbara Salesch mit 9live zusammen auf die alten Zeitungen legen, K11 und Mitten im Leben ein paar Euro erbetteln und sich Lenßen und Partner mit Sturm der Liebe um den billigen Fusel zanken, ist das wahre Orakel vom Armageddon. Ohne irgendwas mit Sex, Titten, Drogen und Gewalt reißt man den abgestumpften 15-jährigen halt nicht mehr vom Hocker. Trash ist Quote.
Aber, lieber Leser, meckern hilft nichts und dem doofen Nachbarskind im Rahmen einer zünftigen Gehirnwäsche zwei Streichhölzer in die Augen zu klemmen und ihn von früh bis spät mit französischen arte-Kunstfilmen aus den frühen 70ern vollzustopfen, erscheint auch nicht sehr fruchtbringend (obwohl ich den Gedanken irgendwie reizvoll finde).
Die kulturelle Gosse, in der sich Barbara Salesch mit 9live zusammen auf die alten Zeitungen legen, K11 und Mitten im Leben ein paar Euro erbetteln und sich Lenßen und Partner mit Sturm der Liebe um den billigen Fusel zanken, ist das wahre Orakel vom Armageddon. Ohne irgendwas mit Sex, Titten, Drogen und Gewalt reißt man den abgestumpften 15-jährigen halt nicht mehr vom Hocker. Trash ist Quote.
Aber, lieber Leser, meckern hilft nichts und dem doofen Nachbarskind im Rahmen einer zünftigen Gehirnwäsche zwei Streichhölzer in die Augen zu klemmen und ihn von früh bis spät mit französischen arte-Kunstfilmen aus den frühen 70ern vollzustopfen, erscheint auch nicht sehr fruchtbringend (obwohl ich den Gedanken irgendwie reizvoll finde).
Anmerkungen des Autors: Zwei bei Kalwass erscheint nicht in der Aufzählung, da “ihre Therapiestrategien grundsätzlich nachvollziehbar sind.” (Zitat: Stefanie Bruns, Diplompädagogin)
Desweiteren trauern wir um Lenßen und Partner, von dem keine neuen Folgen produziert werden.
Desweiteren trauern wir um Lenßen und Partner, von dem keine neuen Folgen produziert werden.
Eine echte Lösung hatte nur einer: Der letzte “vorderste Front”-Kämpfer der Kultur, den wir jemals im Nachmittagsfernsehen bewundern durften, war ironischerweise ein quasi geisteskranker Bauwagenbewohner in Latzhosen.
Peter Lustig‘s prägnant-passendes Postulat lautete: “Abschalten!”
Peter Lustig‘s prägnant-passendes Postulat lautete: “Abschalten!”
von Thomas Hülsmann







