Band

Inhaltsverzeichnis:

Selig in der Verkleidung: Blessed in Disguise
"Ich weiß nicht weiter - von hier an BL.IN.D, von hier an BL.IN.D, von hier an ...!"

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Während “Wir sind Helden” in ihrem Lied “Von hier an blind” das Ausmaß von Verwirrung verdeutlichen, drehe ich dies zum Positiven und rufe dazu auf, gelegentlich ein bisschen BL.IN.D zu sein! “BL.IN.D”, wie Blessed in Disguise.
Hinter diesem Namen stecken vier sympathische Oldenburger, Anfang zwanzig, die sich einst auf lockere Art zusammengefunden haben, um mit einem eigenen Stil dem Mainstream die Stirn zu bieten. Ein besonderes Highlight dieser Band ist, dass es sich bei dem Bassisten um eine weibliche Besetzung handelt, die das Gesamtpaket, nicht bloß optisch vervollständigt, sondern in erster Linie ihren männlichen Bandmitgliedern durchaus in nichts nachsteht. Nach anfänglich experimentellen Versuchen, eine Indie-Band zu erschaffen, entdeckte Blessed in Disguise sehr bald, dass ihre Bestimmung in der Einzigartigkeit wiederzufinden ist.
Bild: Blessed in Disguise
Als musikalische “Kippfigur” verstehen Blessed in Disguise, je nach Gemüt und Inspiration, verschiedene Genre-Gesichter anzunehmen, die sich beispielsweise als Punkrock oder unverschämten Pop-Rock widerspiegeln lassen. Als oberste Priorität gilt es, den eigenen Touch zu finden, dem Medienhype zu entkommen und den ehrlichen Gedanken und Emotionen unbegrenzte Freiheit zu gewähren. Denn genau das ist es, was BL.IN.D für viele so interessant macht. Ihre Erfahrungen werden in ihren Liedern behandelt, die individuelle Note jedes einzelnen eingebracht und mit jeweils unterschiedlichem Genre in Verbindung gesetzt. Trotz allem wird nicht das Gefühl vermittelt, “Handschellen” angelegt zu bekommen, da auf besondere Weise genügend Freiraum für Eigeninterpretation zur Verfügung gestellt wird. Instrumental gesehen, bewegen sich Blessed in Disguise bewusst in dezenten Kreisen. Neben den aktuellen Elektroklängen, bieten sie einen erfrischenden Gegenwind, indem sie sich zu den Ursprüngen der Musik zurückbewegen. Pure, einfache Melodien, weit weg von Reizüberflutungen und Hype-Böen. Gestrandet auf einer Insel, auf der die Politik nicht einfacher sein kann: “Zieht euer eigenes Ding durch!”
Auch wenn ihr Bekanntheitsgrad noch ein wenig zu wünschen übrig lässt, schrecken BL.IN.D keinesfalls zurück, um diesen Zustand zu ändern: Das Cadillac in Oldenburg, sowie Vechta’s Gulfhaus, die Orte Leer, Plön und Jever, durften sich bereits von ihrem charmanten Bühnenbild geehrt fühlen.
Zu ihren bisher größten Errungenschaften gehören die erfolgreiche Teilnahme am Local-Heroes-Bandcontest, bei dem sie es bis ins Regionalfinale schafften. Sowie die Contests “Local Visions” und “All Rock”, bei denen sie ebenfalls zufriedenstellend abschnitten. In Zukunft erhoffen sich Blessed in Disguise künstlerisch nach Hamburg und Bremen expandieren zu können. Ende diesen Jahres wird einer Tour ins Auge geblickt. Auch auf die Erscheinung weiterer CDs wird tatkräftig hingearbeitet. Ihre aktuelle Zusammenstellung, die sie auf den Namen “Too Far From Me” tauften, kann man sich, natürlich kostenlos, auf facebook oder myspace anhören.
An all die Individualisten da draußen, deren Augen schon genug gesehen haben und die sich gelegentlich danach sehnen BL.IN.D zu sein: Hier ist eure Antwort.
von Johanna-Maria Jaromin

What Time Is It? It’s Eli Eight!
„Ticket For A Timemachine“

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Wer kennt es nicht? Samstagabend, man möchte einen Ausgleich zur frustrierenden Woche schaffen und das Party-Tier in einem zum Brüllen bringen – doch mit welcher Musik? Eli Eight ist meine Antwort!
Hinter Eli Eight stecken drei kreative Jungs, Mitte zwanzig und aus dem Umkreis Stade bei Hamburg, die sich 2007 zusammengefunden haben, um ihre Leidenschaft zur Musik ausleben zu können.
Während sie anfangs noch in Genres, wie Alternativ- und Punkrock herumirrten, lösten sie sich 2010 und einige Veränderungen später von ihren musikalischen Kinderschuhen, um ein neues, herangereiftes Konzept zu präsentieren.
Das aktuelle Musikangebot hält eine Kombination aus mehreren unterschiedlichen Einflüssen bereit, die spielerisch zu einem abenteuerlichen Ganzen zusammengesetzt werden. Aufregende Rhythmuswechsel, neue Musikstrukturen, das Experimentieren und Entdecken von Instrumenten stehen nun im Vordergrund und bieten dem Hörer ein spannendes Erlebnis.
Bild: Eli Eight
Es werden einem viele neue Eindrücke geboten, der musikalische Horizont wird auf eine futuristische Ebene erweitert und man wird aus dem tristen Alltag in eine irreale Scheinwelt entführt, die sich bei genauerem Hinschauen, trotz allem, mit realen alltäglichen Themen beschäftigt.
Auch wenn der Name Eli Eight nicht sofort bei jedem ein Bild vor Augen aufleuchten lässt, darf die Band bereits stolz auf einige Erfolge zurückblicken.
2007 machten sie auf sich aufmerksam durch Wettbewerbe und Events, waren sehr bald in ihrer Umgebung recht gefragt und hielten bald darauf viele Gigs, unter anderem, in Hamburg, Hannover, Zeven, Stade, Buxtehude und Cuxhaven. Bekannt für ihre energiegeladenen Shows und ihrer wilden Lebensfreude auf der Bühne, konnten sie sich außerdem beim Newcomerband-Contest Local Heroes in die Herzen der Zuschauer und somit ins Niedersachsenfinale spielen. Ihren persönlichen Höhepunkt erreichten sie bis jetzt auf dem Cuxhavener Festival Deichbrand, dessen Bühne in den vergangenen Jahren bereits von Berühmtheiten, wie z. B. Madsen, H-blockx, Tomte, Mando Diao, Jan Delay und vielen anderen geschmückt wurde. Ebenso nahmen sie, als neuste Aktivität, erfolgreich am Bandcontest der Hamburger Morgenpost teil, bei dem sie das stolze Halbfinale erreichten.
Es wäre eine Schande, wenn ich nicht erwähnen würde, dass sie dieses Jahr, als neuste Aktivität, eine EP mit vier neuen Songs unter dem Namen “Ticket For A Timemachine” herausgebracht haben, die man sich freundlicherweise kostenlos auf ihrer Myspace-Homepage anhören kann (www.myspace.com/elieight).
Auch die Konzertgänger unter euch kommen nicht zu kurz, da auch Eli Eight eine außerordentliche Vorliebe für Liveauftritte hegt und mit ihrer neuen EP ein Comeback für 2011 vorgesehen hat.
Wer sich nun also mit Bands wie Angels und Airwaves, U2 und 30 Second to Mars identifizieren kann, sollte sich die Chance auf jeden Fall nicht entgehen lassen!
Falls nun wiedermal die Frage aufkommen sollte, was man an einem unorganisierten Samstagabend mit sich und seiner Zeit anstellen könnte, bietet diese frische Band eine attraktive Antwort, schaut rein!
von Johanna-Maria Jaromin

“Wo man singt, da lass’ dich nieder…

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Klein fängt man an.
Foto: Lea Weber
…böse Menschen haben keine Lieder.” Das wusste schon Oma. Wenn ich mir die vier Jungs, die gerade vor mir stehen, so ansehe, glaube ich: Oma hatte recht. Es ist Dienstag nachmittag. Wir sitzen im Musikraum unter der Aula. Ich bin eingeladen zu einer Probe von Safet, Benjamin, Boris und Florian, den Jungs von d’Accord. Nachdem sie mit dem Comedian-Harmonists-Klassiker Mein kleiner grüner Kaktus bereits zur Einstimmung meine vollste Begeisterung ernten, darf ich einen kleinen Einblick in die Entstehung des d’Accord-Programms erhaschen.
Für den Sommer ist das große Konzert angekündigt, eine hoffentlich ausverkaufte Aula und, so sagen die Jungs, vielleicht die Zündung für die musikalische Karriere von d’Accord. Dafür werden nun nicht nur die älteren Barbershop-Klassiker aufpoliert, sondern auch neue Songs geschrieben, einstudiert, an ihnen herumgefeilt und weiter geprobt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Safet Fotiou
Studiengang: Germanistik, Sport.
Ich bin in Vechta seit: 2002.
Eigentlich komme ich aus: Rotenburg a.d. Wümme.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann: schreibe ich die Songs für d’Accord, verbring die Zeit mit meinen Lieben und mit FIFA-Spielen mit Benni und Daniel.
Ich kann dieses Instrument spielen: Klavier.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: Da gibt es einige.
Mein momentaner Lieblingssong: Wire to Wire von Razorlight.
Das letzte, das ich gekauft habe: Monte.
Mein Lieblingskuscheltier ist: Pandabär.
Ich könnte nicht leben ohne: Musik, meine lieben Mitmenschen, Sport, d’Accord.
Besonders stolz bin ich auf: Barack Obama.
Vechta ist für mich: ein sehr wichtiger Lebensabschnitt.
Der schönste Platz auf der Welt ist: Das erzähle ich euch lieber nicht. ;-)
Dabei sind wir genau an dem Ort, an dem alles begann. Flo und Safet trafen sich 2004 hier im Musiktrakt. Zusammen mit Safets Bruder Edin und André, einem weiteren Freund, fand sich zunächst die Gruppe Capella-A zusammen. Sie sangen Stücke von Boys II Men, NeYo und anderen bekannteren R&B-Größen.
Über den Hochschulchor ergab es sich, dass sich Safet und Flo mit Boris, dem Musikdozenten Klaus Werner und Daniel, einem weiteren Musikkommilitonen, als Barbershop-Quintett mit We will rest a while innerhalb eines größeren Musikprojekts zusammenfanden.
Klaus Werner, Safet, Flo und Daniel beschlossen nach diesem Projekt, das Barbershop- (nun) Quartett aufrecht zu erhalten und übten weitere Barbershop-Klassiker ein. Als Daniel Vechta verließ, trat Boris dafür an dessen Stelle und brachte Benni, den er aus der Studentenbühne kannte, gleich mit.
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Proben vor dem großen Auftritt
Flo, Safet, Boris und Benni
Foto: Lea Weber
Nach einigen Auftritten mit dem Fach Musik und dem Hochschulchor kam 2008 die Anfrage unserer Hochschulpräsidentin, ob die Jungs nicht bei der Hochzeit ihrer Tochter für die musikalische Abwechslung sorgen könnten. Diese Anfrage setzte dann den Startschuss für d’Accord. Mit dem Gedanken, Auftritte zu machen, dabei ein bisschen Geld für die weitere Finanzierung des Projekts “A Capella Band” zu verdienen und damit das Programm noch weiter auszubauen, musste zunächst ein passender Name her. Irgendwer von den Jungs habe die Idee einfach mal so in den Raum geworfen. “Ja, und dann dachten wir: in d’Accord, da hört man das Wort ‘Chor’ raus und man liest das Wort ‘Accord’, also Dreiklang und es heißt ‘Einverstanden’. Und damit waren wir dann alle… einverstanden!”, erzählt Safet.
Florian Voigt
Studiengang: Master Ed (Musik / Gestaltendes Werken).
Ich bin in Vechta seit: dem WS 2004.
Eigentlich komme ich aus: Cloppenburg.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann:lache ich viel.
Ich kann dieses Instrument spielen: Schlagzeug, Percussion, Klavier, Blockflöte, E-Bass, Mundharmonika.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: Frank Sinatra, Herbert Grönemeyer.
Mein momentaner Lieblingssong: A Capella auf dem Teller (Anm. d. Red.: von d’Accord).
Das letzte, das ich gekauft habe: nen Kaffee bei Jörg.
Mein Lieblingskuscheltier ist… : Waldbär.
…und heißt: Waldbär.
Ich könnte nicht leben ohne: Mensa! Grüße an Karin, Rudi, Inge, Melanie, Matze und Renate und natürlich alle, die ich vergessen habe!
Besonders stolz bin ich auf: meine Jungs!
Vechta ist für mich: ein großes Rätsel!
Der schönste Platz auf der Welt ist: auf der Bühne.
Neben neu einstudierten Songs von den Comedian Harmonists und den Beatles, kamen nach und nach die ersten selbst komponierten Lieder dazu. Safet steuert hierfür die Ideen, Texte und Melodien bei, die die Jungs dann gemeinsam zur Perfektion bringen. Die Songs spielen mit der Sprache. Die Schwierigkeit beim Einstudieren ist allerdings, dass Safet nie gelernt hat, Noten zu lesen oder zu schreiben. Die Harmonien entstehen daher alle nach Gehör – sicherlich keine Selbstverständlichkeit für eine A-Capella-Gruppe.
Ortswechsel: Rasta-Dome Vechta. Es ist Samstagabend, die Basketballer des SC Rasta Vechta spielen gegen den Oldenburger TB. d’Accord sind als Pausenact für das Spiel geladen. Noch ist die erste Halbzeit mitten im Gange.
Ein festes Ritual vor Auftritten haben die Jungs nicht. Der Ablauf wird noch ein paar Mal abgesprochen, “Tourbusfahrer” und seelische Unterstützung Daniel wird zum wiederholten Male erklärt, welchen Schalter er für die Boxen gleich betätigen soll und ständig huscht ein Blick zur Anzeigetafel, wie lang es noch bis zur Pause ist. Auch wenn alle vier bereits einige Bühnenerfahrung sammeln konnten, ist das Lampenfieber nicht zu leugnen. “Ach, ich glaub, das geht nie ganz weg. Aber ohne geht’s auch eigentlich gar nicht.”, sagt Benni.
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Safet, Flo, Benni und Boris
im „Studio“
Foto: Lea Weber
Die erste Halbzeit ist vorbei, die Jungs werden vom Hallensprecher angekündigt und starten ihre Perfomance mit dem eigens komponierten Rasta-Vechta-Jingle: “…. Ich sing’ Rasta, ihr singt Vechta: Rasta..” “Vechta!”, grölt das Publikum zurück. Auch der Applaus auf Die Kugel fliegt wieder, ein Basketball-Rasta-Song, der aus dem ebenfalls von d’Accord stammenden Die Pille rollt wieder umgeschrieben wurde, zeugt von der Begeisterung des Publikums. Die Jungs kommen an.
“Hat sich eigentlich etwas geändert, seitdem d’Accord öfters öffentlich auftritt?”, will ich wissen. “Na ja, man wird schon öfters gegrüßt auf der Straße oder an der Uni – auch mal von Leuten, die man gar nicht kennt. Und Ulla spricht uns jetzt alle mit Namen an.”, erzählt Flo.
Wir sind zurück bei den Proben im Musiktrakt der Uni. Klaus Werner ist heute dazu gekommen, um die Jungs zu unterstützen. Dabei ist die Atmosphäre wie unter Freunden, nicht wie unter Studenten und deren Professor. Dabei merkt man allen an, wie viel Spaß sie an der Sache haben und dass selbst die zehnte Wiederholung eines Liedes an diesem Tag bei der Pointe immer noch ein Grinsen auf die Gesichter der Sänger setzt. Das Strahlen in den Augen lässt vermuten: Da kommt noch Größeres auf die vier jungen Herren zu.
Benjamin Grabbe
Wie ist dein zweiter Vorname? Nils.
Studiengang: Bachelor (Sport, Deutsch).
Ich bin in Vechta seit: 2005.
Eigentlich komme ich aus: Osnabrück.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann: spiele ich Xbox 360 oder mache Sport oder gehe ins Kino.
Ich kann dieses Instrument spielen: Ich konnte mal Klavier spielen, hab es aber lange nicht mehr gemacht.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: hab keins.
Mein momentaner Lieblingssong: Die Welt zu Gast bei Freunden von Basta.
Das letzte, das ich gekauft habe: Fladenbrot und Käse beim Türken.
Mein Lieblingskuscheltier ist… : ein kleiner Affe.
…und heißt: Mary II.
Ich könnte nicht leben ohne: meine Fans. ;-)
Besonders stolz bin ich auf: mein Laminat und den Tisch in der Wohnung.
Vechta ist für mich: ein stark überdurchschnittlich reiches Dorf mit einer schicken Uni. *schleim*
Der schönste Platz auf der Welt ist: dort, wo ich mich gerade befinde. (Anm. d. Red.: in der Küche der Autorin???)
Zunächst ist als großes Event das Konzert am 24. Juni in der Aula angesetzt. “Das Größte wäre es natürlich, vor einer ausverkauften Aula zu singen.” , sagt Boris und fügt hinzu: “Wir hoffen ja doch so ein bisschen, dass das so ein Durchbruch für unsere musikalische Karriere werden könnte.”
Freuen können sich die Zuhörer bei diesem Konzert auf einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Abend. Alte Comedian-Harmonists-Klassiker, so wie weitere Highlights der Musikgeschichte wechseln sich ab mit den eigenen Songs von d’Accord.
Ich durfte die vier Jungs ja in den letzten Wochen ein Stück weit begleiten und bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das große Ereignis erfahren… und Oma hatte wirklich recht, wo diese vier Jungs singen, kann man sich beruhigt niederlassen und sich auf sehr gute Unterhaltung freuen!
Für die weitere Zukunft kann ich nur raten: Wise Guys, Basta und Konsorten: Hört euch die Jungs gut an: Ihr seid dabei Konkurrenz zu bekommen….
Sekt oder Selters
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Flo, Benni, Boris und Safet
bei ihrem Auftritt im Rasta-Drome
Foto: Lea Weber
Bohlen oder Beethoven?
Benni: Bohlen.
Boris: Beethoven, als Musikstudent muss ich das sagen…
Safet: Beethoven.
Flo:: äh…. Bohlenhoven.
Tagträumer oder Tatendränger?
Safet: Tagträumer, auf jeden Fall.
Flo: Äh… Tagträumer.
Benni: Joa, auch Tagträumer.
Boris: Ja, nehm ich auch.
Flo: Da sind wir alle d’Accord.
Lästerschwestern oder Schweigen der Männer?
Safet: Schweigen der Männer.
Flo: Lästerschwestern.
Benni: Lästerschwestern.
Boris: Ich nehm das Schweigen
Boris Blömer
Wie ist dein zweiter Vorname? Maria.
Studiengang: Master Ed (Anglistik/ Musik).
Ich bin in Vechta seit: langem.
Eigentlich komme ich aus: Vechta.
Wenn ich gerade nicht studiere oder singe, dann: im Moment, nichts.
Ich kann diese Instrumente spielen: Klavier, Marimbaphon.
Mein größtes Musikalisches Vorbild: Basta.
Mein momentaner Lieblingssong: Denkblockade (Anm. d. Red.: von d’Accord).
Das letzte, das ich gekauft habe: Monte.
Mein Lieblingskuscheltier ist: Kissen.
Ich könnte nicht leben ohne: die Musik.
Besonders stolz bin ich auf: das, was ich bisher geschafft habe.
Vechta ist für mich: die Heimat.
Der schönste Platz auf der Welt ist: einer, bei dem Freunde sind und wo Musik gemacht wird.
Freund der Sonne oder Fürst der Finsternis?
Flo: Ich bin Freund der Sonne.
Boris: Joa…
Benni: Finst der Fürsternis.
Safet: Jo, Freund der Sonne.
Tresenlehner oder Tanzflächenfeger?
Flo: Tanzflächenfeger.
Benni: Tresenlehner.
Safet: Tresenfeger.
Boris: Tresen…fe..leger…was? (alle lachen).
Benni: Tresenpfleger is auch schön!
Schlagsahne oder Schokosoße?
(längeres Schweigen)
Boris: Was? Schlagsahne?
Benni: Schokosoße.
Flo: Keins von beidem.
uniVista Sondern?
Flo: Bier!
Boris: Ich glaub, auch Schokosoße.
von Lea Weber

Bilderalbum
uniVista No. 12: d’Accord

North and About

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northandabout12
Die Jungs von North and About.
Foto: Mira Brink
North and About (NAA), eine neue Country-Kartoffel-Chips Marke beim Discounter um die Ecke, ein Reiseführer oder ein neues Eau de Toilette für den Mann von Welt?
Nein, ganz falsch. NAA sind eine Singer/Songwriter Band aus Osnabrück. Wer schon in älteren Ausgaben der uniVista aufmerksam die Bandseite studiert hat, merkt, dass hier auch wieder Leute von Rusticate und Union Youth am Werke sind. Hier trifft man auf eine Stimme, die die letzten 10 Jahre mit Whiskey gurgeln und Kette rauchen verbracht hat. Wer dann noch auf Bob Dylan, Chuck Ragan, Tim Berry und Ben Nichols steht, der sollte sich NAA unbedingt um die Ohren hauen.
Überzeugen konnten sie mich vollends, als die Jungs in der Schuberta in Vechta ein zweistündiges Live Set hingelegt haben und zum Schluss auch wirklich jeder Besucher die Songs mitgröhlen konnte (singen war aus Gründen vom starken Konsum diverser alkoholischer Getränke nicht mehr möglich).
Wenn ihr jetzt Lust habt, euch NAA mal anzusehen und anzuhören, der kann dies tun und zwar an folgenden Orten:
  • 29.04., 20 Uhr: Cafe Mojo, Osnabrück
  • 05.06., 20 Uhr: HDJ Bocksmauer, Osnabrück
  • 13.06., 20 Uhr: Schuberta, Vechta
von Mira Brink

Almous Famous
uniVista im Gespräch mit Rusticate

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Rockt die kleine Freiheit!
Am Donnerstag, den 29. Mai 2008 rockte die Kleine Freiheit in Osnabrück! Geschätzte 180 Besucher ließen sich an diesem Abend von der Rockband RUSTICATE aus Osnabrück musikalisch verwöhnen.
Bei “Einlass ab 20:00 Uhr” erscheinen Gäste grundsätzlich frühestens ab 20:30 Uhr.
Bildnachweis: mb
Die Punk-Band RUSTICATE
Foto: Mira Brink
Diesmal anders: Selbst vor 20:00 Uhr sammelten sich bereits die ersten Besucher vor der kleinen Freiheit an und verschwanden durch den äußerst ungewöhnlichen Haupteingang des Ladens – ein alter Bus. Raffiniert umgebaut zu einer Art „Flur“ wird der Bus gleichzeitig als Kasse genutzt.
Bis Rusticate spielen sollte, war noch ein wenig Zeit, die ich für ein Interview mit Gitarrist und Sänger Manuel nutzte:
Beschreibt mal eure Musik!
Die Beschreibung, die wir liefern, ist „chaotic“ Postpunk. Ein tschechischer Musiker meinte neulich im gebrochenen Englisch „Your music has much energy“. Ich denke ein Schnitt durch beides beschreibt unsere Musik ganz gut. Am besten ist es aber immer, wenn der geneigte Hörer einfach selbst reinhört auf myspace z.B.
Wie ist eure Band zustande gekommen?
Nach der Auflösung meiner ersten Punkrock Band Mad Conscience war klar, dass das nicht das Ende sein konnte und so machte ich mit unserem heutigen Bassisten Dennis, der schon öfter mal am Bass eingesprungen war, die neue Band RUSTICATE auf. Mit dabei waren noch der Gitarrist von Mad Conscience am Schlagzeug und Amel von den Rockoldies an der Gitarre. Nach ein paar gespielten Shows, bei denen wir eher im Indie-Pop Bereich herum spielten, sagten dann Gitarrist und Schlagzeuger ein Konzert in Karlsruhe am 2. Weihnachtstag ab. Ich wollte diese Show aber unbedingt spielen und so kam es dazu, dass Dennis seine ehemaligen Band- Kollegen Andi und Carsten mit in den Tourbus holte. Das Ganze ist dieses Jahr zu Weihnachten 7 Jahre und 162 weitere Konzerte her.
Wie kamt ihr denn zu eurem Namen RUSTICATE?
Ganz simpel durch Blättern im Wörterbuch. Die Band As friends rust mochte ich damals, so kam ich an Rust als Grundlage und Rusticate hieß passenderweise auch noch „auf dem Land lebend“. Da wir alle aus Quakenbrück und Umgebung kommen also die perfekte Verbindung von Klang und Sinn für mich.
Gibt es Orte, an denen ihr besonders gerne spielt?
Die besten Konzerte sind eigentlich die im Osten Deutschlands. Die Konzertkultur ist noch eine ganz andere und Punk hat einen anderen Stellenwert.
Bildnachweis: mb
Sänger in Aktion
Foto: Mira Brink
Es wird nicht so unglaublich auf Trends und Verkaufszahlen geachtet wie im Westen. Den Eindruck habe ich zumindest. Sicher wäre es auch anzustreben noch weiter in den Osten Europas vorzudringen, Tschechien, Polen, etc.
Das ist ja meist ziemlich weit weg. Unsere Leser kommen ja nun alle aus Vechta und Umgebung, wann gibt es denn für sie mal die nächste Gelegenheit, euch live zu sehen?
Genau kann ich es nicht sagen, wir planen aber schon, dass wir dieses Jahr noch hier in der Umgebung nen Auftritt bekommen.
Und worum geht es darin?
Es geht oft um Sozialpolitisches, in Bezug auf die eigenen Erfahrungen, die man so im Leben sammelt. Wer genau hinhört wird bestimmt etwas für sich entdecken. Leider achten die Leute viel zu selten auf die Texte. „Trust yourself and follow your heart“ stammt beispielsweise aus unserem neuen Song The quest. Davon kann sich vermutlich jeder ne Scheibe abschneiden.
Wer ist bei euch der „Chef“?
Einen Chef im Sinne von Band Hitler gibt es nicht. Wenn es ums Organisatorische geht bin ich das. Sprich ich buche die Konzerte, kümmere mich um die diversen Internetauftritte, Studio buchen, CDs pressen, T- Shirts und sonstige Werbemittel drucken lassen, all sowas. Allerdings gibt es auf längeren Fahrten mit dem Bus einen musikalischen Diktator, der gerne die Macht des CD–Players an sich reißt.
Welche Musik mögt ihr gar nicht?
Ich denke da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich für alle stellvertretend Techno und Chartsmist auf der Ebene von SchniSchnaSchnappi und DSDS sage.
Auf einer Tour seid ihr ziemlich lange zusammen – Klappt das immer oder entstehen da schnell mal Probleme?
Also, dass wir uns mal gestritten haben, daran kann ich mich nicht erinnern. Natürlich gibt es hier und da Ecken und Kanten und nicht jeder ist immer 100 Prozent gut zufrieden, aber alles in allem kommen wir auf Touren sehr gut miteinander klar.
Bildnachweis: mb
Ein Künstler und seine Anhänger
Foto: Mira Brink
Wir hocken privat nicht so viel aufeinander, vielleicht ist das der Grund warum es dann im Rahmen der Band immer alles toll klappt, weil man sich freut sich wieder zu sehen und eine gemeinsame Sache macht, die allen Spaß bereitet.
Wo seht ihr euch in 5 Jahren?
Wenn es nach mir ginge, gibt es die Band dann noch, das hoffe ich wirklich sehr. Alles andere ist erstmal unwesentlich. Natürlich möchte man immer weiter kommen, aber für mich würde es reichen, wenn wir immer noch Konzerte spielen.
20:30 Uhr – Zeit für den Auftritt der Band. Inzwischen längst gewohnheitsmäßig Manuels Ansage zu Begin: ,,Einen schönen guten Abend! Wir sind Rusticate aus Osnabrück und wünschen euch viel Spaß!“ Und los gehts mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert – von Anfang bis Ende. Auf der Bühne 4 Männer, denen man eindeutig ansieht, wie sehr sie es lieben, Musik zu machen. Das reißt mit!
Was ich sehr gut fand: Nach dem Auftritt zogen sich die einzelnen Bandmitglieder keinesfalls zurück, sondern mischten sich unter die Leute.
Andi, der ebenfalls seine Gitarre und Stimme einsetzte, feierte an diesem Abend unter den 180 Gästen um 00:00 Uhr mit uns in seinen 25. Geburtstag hinein.
Der gesamte Abend war sehr gelungen – für die Band wie auch für das Publikum. Bei der Aufmachung der „kleinen Freiheit“ kann die Stimmung nur gut sein. Die Musik war super, genau wie die Stimmung, vor, während, sowie nach dem Auftritt!
Bei dem nächsten Auftritt dabei zu sein lohnt sich also!
Solange es live nicht möglich ist: www.rusticate.de
Das Interview führte Mira Brink

„Ohne Musik geht gar nichts“

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Noch vor der großen Weihnachtspause trafen wir uns mit Safet und seinem Freund Christoph. Beide kennen sich aus der Schule, und die Musik hat sie zueinander gebracht. Nun arbeiten sie zusammen an verschiedenen Projekten. Was Safet über Kekse und Krümel denkt und was der „King of Queens“ mit ihm zu tun hat, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.
Hallo, schön dass du es einrichten konntest.
Ja, ich hab mir die Zeit genommen, bei dem Terminkalender… (lacht)
Also, ordentlich ausgefüllt der Terminkalender?
Ja, genau. (lacht) Nein, überhaupt nicht eigentlich, ich mach ja grad das Examen und habe keine Vorlesungen nebenbei, so dass ich eigentlich relativ viel Zeit habe.
Bildnachweis: Safet Fotiou
So präsentiert sich
Safet im Studi-VZ
Foto: Safet Fotiou
Manche sagen ja immer, im Examen hat man keine Zeit, aber ich hab wohl welche. Wenn man sich das Lernen vernünftig einteilt, geht das.
Okay. Wie viel Zeit nimmt denn die Musik für dich in Anspruch?
Das ist eigentlich die restliche Zeit. Also, echt viel, das kann ich jetzt so nicht schätzen. Aber ohne Musik geht gar nichts. Musik ist immer dabei, entweder läuft sie oder ich mache sie.
Wie lange machst du schon Musik?
Eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Als kleines Kind mit Keyboard angefangen. Und so professioneller, auch mit Aufnehmen, seit ein paar Jahren.
Also hast du auch richtig Klavier gelernt?
Ich hab mir das autodidaktisch beigebracht. Ich spiele nur nach Gehör, nicht nach Noten. Aber mittlerweile kann ich sie auch lesen.
Wie lange machst du schon Musik?
Also, wie gesagt, sehr lange schon. Irgendwann, wenn ich es mir leisten kann, will ich ein eigenes kleines Studio haben.
Was genau ist das für eine Musikrichtung, die du machst? Kann man das festlegen?
Ich glaube schon. Das geht so in die R´n´B-Soul-Pop-Richtung, würde ich sagen. Wobei mein Geschmack weit gefächert ist, ich höre mir gerne Rock an, Jazz, also wirklich alles.
Kannst du dir vorstellen, auch was in einer Band zu machen oder bist du eher so der Solokünstler?
Ne, überhaupt nicht, ich hab sogar ein paar Projekte, wo wir eine Band haben, mit Schlagzeug, Gitarre und so. Mache ich sogar gerne, weil es ne andere Richtung, ein anderer Stil ist. Ich probiere gerne rum, bin nicht zu festgelegt.
Ich habe da so ein Gerücht gehört und will das jetzt mal gerne bestätigt haben: Popstars, da gewesen?
Ja, bei Popstars war ich auch schon mal, das war so vor 5 Jahren, als die die Band NuPagadi gecastet haben. Der eine in der Jury war, glaube ich, der Produzent von Nena.
Uwe Petersen?
Genau. Er hat gesagt: „Du bist sehr musikalisch, passt aber einfach nicht ins Konzept.“ Nu- Pagadi – da bin ich schon sehr froh, dass es da nicht weitergegangen ist. Ein anderes Casting, was mich eher geprägt hat, war Fame Academy, ich weiß nicht, ob ihr davon gehört habt. Da hab ich mal mitgemacht und bin unter die letzten 60 gekommen, also recht weit. Das war auch eine Erfahrung, die mich geprägt hat. Da gab’s ne Bewerbung, da musste man ne CD hinschicken mit Songs. Und aus den 5000 Bewerbungen wurden die besten 100 ausgewählt. Und das ging dann weiter, bis nach Köln. Und ich glaube, die letzten 18 sind dann in dieses Haus gekommen. Erfahrungen habe ich also reichlich sammeln dürfen.
Würdest du denn wieder so ein Casting mitmachen oder war das so ne Pubertätssache?
Also, Pubertät nicht, ich wollt das schon mitmachen, einfach erfahren, wie das so ist. Egal, ob man so was als Sprungbrett benutzen kann oder nicht. Aber mittlerweile halte ich von Catsings nicht mehr so viel. Dann schon eher so über die eigene Schiene, zum Beispiel übers Internet. Das Internet ist mittlerweile so ein großes Portal, jeder kann sich jedem präsentieren. Wie zum Beispiel diese King of Queens- Geschichte. Da gab es viel Feedback, da hat man die Leute erreicht. Lieber so als Casting.
Die King of Queens-Geschichte? Erzähl mehr!
Vor ein paar Monaten lief ja die letzte Staffel von King of Queens im deutschen Fernsehen, und da hatte mein Kumpel Christoph die Idee, dass ein Abschiedssong doch super wäre. Er hat mich dann auch gleich gefragt, weil ich auch großer Fan der Serie bin, und ich sagte nur: Klar, warum nicht? Einfach nur ein Song für die Fans, ein Tribut quasi und das dann vielleicht ins Internet stellen. Ja, und dann hab ich ein Lied gemacht und letztendlich ist daraus dann ein kleiner Erfolg geworden. Christoph hat dazu ein Video gedreht, Ausschnitte aus Episoden von King of Queens, passend zum Text natürlich. Dann haben wir das ins Internet gestellt. Wir haben auch die Cast von King of Queens angeschrieben und Antwort bekommen. Nachdem wir noch viel positives Feedback aus den Fanforen bekommen haben, schrieben wir Njoy an, ob das nicht etwas für sie wäre. Tja, und irgendwann lief es dann im Radio.
Wie stellst du dir vor, könnte es weitergehen? Mit der Musik, mit dem Studium?
Zunächst einmal steht der Abschluss des Studiums im Vordergrund. Wenn das geschafft ist und irgendwann vielleicht mal Geld über ist, dann denke ich sicher über ein eigenes Studio nach mit eigenem Equipment, um dann meine eigenen Sachen aufnehmen zu können.
Bildnachweis: Safet Fotiou
Foto: Safet Fotiou
Auf jeden Fall möchte ich immer nebenbei Musik machen und wenn dies dann sogar noch mit Erfolg verbunden wäre, dann wäre das schon toll. Im Falle des King of Queens-Songs haben sich schon zwei Plattenfirmen gemeldet, und auch wenn der Song eigentlich nicht aus kommerziellen Gründen entstanden ist, ist allein der Kontakt zu diesen Firmen natürlich schon eine prima Sache
Studierst du denn auch Musik?
Nein, ich studiere Deutsch und Sport. Als ich im Sommer 2002 mit dem Studium begann, hatte ich einfach nicht die Lust, mich mit dem Lernen der Noten zu befassen.
Ist denn in Zukunft noch was mit dem Barbershop Vechta geplant?
Es soll definitiv im Januar ein Auftritt stattfinden. Wir treffen uns wöchentlich mit den Jungs und es macht nach wie vor eine Menge Spaß.
Machst du sonst noch irgendwas an der Uni?
Sport natürlich. Also ich leite hier den Hochschulsport, Fußball. Ja, und wie gesagt, ich habe keine Vorlesungen mehr. Gut, Mensa.
Mensa ist auch eine ganz wichtige Vorlesung (lacht)
Genau.
Im Januar steht das V-City Festival an. Wie stellst du dir das vor? Wie könnte das werden?
Puh, ich hab mir da ehrlich gesagt noch keine Gedanken drüber gemacht. Ich lass mich einfach überraschen.
Es wird auf jeden Fall wieder ein ganz wilder Sound-Mix. Ihr könnt euch da z.B. auf Dark Melodic Rock, Hip Hop und Rock-Pop-Cover freuen.
Klingt nach einer schönen Mischung!
Sekt oder Selters
Weltmeer oder Weiher?
Weltmeer. Ich hab einfach dieses Bild im Kopf, blau und Freiheit.
Keks oder Krümel?
Kekse… ich denke gerade an Butterkuchen und hab voll Hunger.
Also kann man sagen, du gibst dich nicht im Krümeln zufrieden, sondern nur mit Keksen?
Ja auf jeden Fall, ich nehm mir, was ich will. (lacht)
Grabschen oder Gruscheln?
Oh! Mittlerweile gruscheln. Die StudiVZ-Sucht halt.
Mit oder ohne?
Boar!… (macht eine lange Pause und überlegt grinsend) Ich enthalte mich dieser Frage einfach mal…
Vechta oder Wech da?
Vechta. Auf jeden Fall! Ich bin jetzt seit 5 Jahren hier und habe hier so tolle Leute kennen gelernt und Vechta ist mir richtig ans Herz gewachsen. Wenn es ums Nachtleben geht, ist eine Großstadt natürlich spaßiger. Aber zum Leben ist es hier genau richtig.
Irgendwelche letzten Worte?
Hmmm – Freut euch auf mehr von uns.
Das Interview führten Julia Stock und Melanie Ehlert.

Stil – eine Frage des Konsens
Was passiert, wenn Indie und Wave-Post-Punk aufeinander treffen

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Wir trafen die drei Jungs von Swansea bei einem Gig in Oldenburg. Vor ihrem Auftritt interviewten wir sie vor dem Club, mitten im (anrüchigen) Bahnhofsviertel auf der Straße, eben so, wie es sich gehört für wahre Musiker.
So, kann losgehen, am Anfang sagt uns doch bitte nochmal eure Namen.
Alex: Thomas (Schlagzeug), Matthias (Gitarre), und Alex (Bass und Gesang).
Als aller erstes wollen wir natürlich wissen, wie ihr so als Band zusammen gefunden habt?
Alex: Thomas und ich haben schon ziemlich lange zusammen gespielt, in wechselnden Bands. Und dann kam´s leider so, dass uns unser alter Schlagzeuger uns verlassen hat und dann dachte ich, nehmen wir Matthias. Matthias spielt auch Gitarre, und der war gerade ohne Job…ohne festen. (lachen) Ich hab ihn einfach mal gefragt, ob er nicht bei uns mit einsteigen will. Ja und so haben wir vor drei Jahren zusammengefunden.
Matthias: Echt?
Alex: Ja, im Sommer sind´s jetzt drei Jahre.
Aber ihr macht das jetzt nicht hauptberuflich, oder doch?
Alex: Wir gehen nebenher arbeiten, um den Quatsch finanzieren zu können, würde ich sagen.
Darf man fragen, was ihr so nebenher macht?
Thomas: Ich arbeite als Beschäftigungstante im Altenheim.
Matthias: Ich bin demnächst in Leer Referendar.
Alex: Und ich bin pädagogischer Mitarbeiter an einer Haupt- und Realschule.
Bildnachweis: Sönke Meyer
Der Bassist und Sänger von Swansea beim V-City-Festival
Foto: Sönke Meyer
Wie seid ihr zu eurem Namen gekommen?
Matthias: Das war so: jeder denkt sich irgendeinen Quatsch aus, der wird in einen Hut geworfen und dann wird gezogen.
So mehr oder weniger. (lacht)
War es dein Vorschlag?
Matthias: Jaa. (lacht) So im Nachhinein hätte man vielleicht noch mal drüber nachdenken können, aber: Ende gut, alles gut.
Es hat auch keinen bestimmten Hintergrund?
Matthias: Nö, überhaupt nicht.
Alex: Außer, dass es ein Ortsname ist.
Also keine verkappte Ballettleidenschaft?
Alex: Ne. (lacht) Es geht schon eher um die Stadt in England, und nicht um das Schwanensee-Ballett. Um das endgültig mal zu korrigieren!
Wie seid ihr zu eurem Stil gekommen, und wie würdet ihr ihn definieren?
Alex: Das war ein harter Kampf! (lacht) Bzw. ist es immer noch, weil wir musikalisch aus komplett verschiedenen Ecken kommen…ne? Würd´ ich sagen?
Thomas: Nicht ganz verschieden. Alex: Aber schon so, dass es jedes Mal Heulen und Zähneklappern gibt. (lacht) Matthias und Thomas sind eher auf einer Wellenlänge, als ich mit denen. Die kommen aus der klassischen Indie-Zeug-Richtung, und ich komm eher so aus dem 80er Wave-Sachen-Post-Punk.
Matthias: Naja, der Stil zeigt dann letztendlich Konsens, sowohl im Hinblick auf die verschiedenen Stilrichtungen, aus denen wir kommen, und auch aufgrund der Möglichkeiten, die man zu dritt so hat.
Thomas: Und auch aufgrund der Möglichkeiten, die wir an Instrumenten haben. Also die Unfähigkeit, andere Sachen zu machen. (alle lachen)
Alex: Genau. Der durchschnittliche gemeinsame Nenner wurde gefunden. Aus der Not eine Tugend gemacht.
Nachdem ihr in Vechta aufgetreten seid, gab es relativ viele Leute, die euch mit Placebo verglichen haben. Habt ihr das schon mal gehört, kommt euch das bekannt vor?
Matthias: Sag nicht so was! (alle lachen)
Alex: Nach dem Missverständnis mit der Namengebung eigentlich das Häufigste… Der Vergleich mit der Band beruht natürlich auf der Stimme. Ich bin ja damit geschlagen. Aber ich find Placebo jetzt nicht schlecht, die Band ist sehr gut. Dennoch: Wenn ich verglichen werde, dann lieber mit anderen Bands, aber Placebo ist o. k. Es ist aber keine Absicht, um das mal zu sagen. Vielmehr ist auch das wieder das Beste, was wir aus unseren Möglichkeiten machen, und dann kam wohl am Ende Placebo bei raus.
Mit welcher Band würdet ihr gerne mal auftreten?
Matthias: Interpol! (wie aus der Pistole geschossen)
Alex: Ich würde gern mal mit Motorpsycho auftreten, da Interpol schon weg ist.
Thomas: Ja, mit beiden! Aber wir als Hauptband! (lacht) Matthias: Mit Sonic Youth würd ich auch gern mal auftreten…
Wo seht ihr euch in zehn Jahren?
Thomas: Ich bin in Hamburg, das weiß ich jetzt schon.
Auch ohne die zwei?
Thomas: Ne, die kommen ja mit.
Seht ihr euch also in 10 Jahren am musikalischen Ende? Also, wenn er nach Hamburg geht alleine…
(alle lachen)
Thomas: Also, wir haben so schon eine gewisse räumliche Distanz, weil die beiden in Oythe wohnen und ich in Vechta, also wäre der Umzug nach Hamburg das geringste Problem. Das Problem wäre, wenn wir irgendwann alle Vollzeit arbeiten, da sehe ich die große Schwierigkeit.
Matthias: Aber um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Ich hoffe, dass wir in dieser Frequenz noch weiter proben und auftreten können. Und dann, Wunschdenken auch, die Frequenz von Auftritten und die Popularität zunimmt. Es muss so sein, dass in zehn Jahren noch was ist, und dann hoffentlich noch mit ´nem bisschen mehr Erfolg.
V-City Festival! Würdet ihr es nochmal tun?
Thomas und Matthias: Ja!
Alex: Ich hab die Frage gar nicht richtig verstanden.
Thomas: V-City, so heißt das Festival, auf dem wir gespielt haben in Vechta.
Alex: Ach so! Ja! Also, das Publikum war wirklich super. So eine Resonanz hatten wir bisher noch nicht. Die Stimmung hat sich auch richtig auf uns übertragen. Matthias: Das war auch das Konzert mit den meisten Plattenverkäufen!
Sekt oder Selters
Fest oder flauschig?
Thomas: Flauschig.
Matthias: Fest.
Alex: Flauschig. Flauschig bedeutet Bewegung, Veränderbarkeit. Fest bedeutet Stillstand, Stagnation.
Thomas: Sturkopf.
Bildnachweis: Sönke Meyer
Foto: Sönke Meyer
Alex: Und flauschig fühlt sich gut an.
Spitz oder rund?
Alex: Rund.
Matthias: Spitz.
Thomas: Rund.
Oben oder unten?
Thomas: Oben.
Matthias: Unten.
Alex: Unten.
Thomas: Das geht hier nicht nach den meisten Übereinstimmungen.
Alex: Unten ist sicherer als oben.
Thomas: Meinst du das jetzt nur geografisch, oder?
Alex: Philosophisch!
Stehen oder tanzen?
Matthias: Sitzen.
Alex: Stehen.
Thomas: Stehend tanzen.
Offen oder verschlossen?
Alle: Verschlossen.
Worauf bezogen?
Thomas: Mich!
Matthias: Du?
Thomas: Ja!
Alex: Verschlossen als Anspruch an andere, an vermeintliche Hörer, um sich evtl. auseinander zu setzen, um Zugang zu finden.
(Thomas und Matthias lachen)
Matthias: Pädagoge!
Alex: Ihr seid echt blöd! Das hätt´ ich auch gesagt, wenn ich Metzger geworden wäre.
Matthias: Zweiter Berufswunsch!
Ordnung oder Chaos?
Alle: Ordnung!
Hell oder dunkel?
Alex: Dunkel.
Matthias: Dunkel.
Thomas: Hell, weil gemütlicher.
Alex: Dunkel gemütlicher, sicherer, verschlossener.
Pflanze oder Fleisch?
Alle: Pflanze!
Aber ihr seid nicht alles Vegetarier?
Alle: Nein! Einfach so.
Das Interview führten Britta Simon, Julia Stock und Melanie Ehlert.

Im Sommer wird der Sonnenkamp gerockt…

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Für die vierte Ausgabe der uniVista trafen wir uns mit Florian Voigt und Boris Blömer (siehe Bild), zwei Mitgliedern des Rock- und Popensembles der Hochschule Vechta. Wie sie sich die Zukunft der Combo vorstellen und was sie von Pfauen halten, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.
Erst mal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier zu erscheinen. Erzählt doch mal etwas von euch!
Boris: Also, warum gibt es die Band? Das ist nicht: ach, jetzt gründen wir mal eine Band, sondern das ist ein Ensemble im Fach Musik, also Teil des Lehrangebots, das man frei belegen kann. Es ist für Musikstudenten, um sich in dem Feld „Band“ zu betätigen.
Flo: Es soll auch dazu dienen, dass man später im Musikunterricht selber ein Bandprojekt aufziehen kann. Wir wechseln die Instrumente auch, so dass jeder Erfahrungen sammelt. Darüber hinaus können wir eigen komponierte Songs mit einbauen oder Stücke spielen, die wir ganz nett finden. Der Thomas Hempel motiviert uns sehr gut und gibt immer wieder neue Anreize.
Boris: Motivation!
Flo: Richtig! Er gibt uns immer wieder neue Impulse, aber er hält sich auch wieder soweit zurück, dass wir eigene Ideen einbringen können.
Boris: Genau. Die Idee ist, wie eben gesagt, dass man verschiedene Instrumente ausprobiert. Oder auch mal ein eigenes Stück mitbringt und sagt, das möchte ich gerne machen.
Flo: Was daraus noch alles wird, mit der Band… wir sind sehr gespannt.
Wir haben noch das Sommersemester und unser großes Projekt, das Sonnenkampfest. Da wollen wir auf einem Balkon spielen. Es wird ein Programm von zehn Stücken.
Ist euer Projekt nur begrenzt auf die Studienzeit gedacht, oder habt ihr schon im Hinterkopf, dass man in Verbindung bleibt und dann im Hobbybereich was aufzieht?
Boris: Im Prinzip ist es erst mal aufs Studium begrenzt. Vielleicht entwickelt sich ja noch was. Wir sind viele Leute, die auch Lust haben, bandmäßig weiter zu machen.
Flo: Weil es auch wirklich der einzige Bereich an der Uni ist, der Musikbereich, wo wir uns auch künstlerisch rausbringen können, sich vielleicht beim Treffpunkt mit einem Song zu präsentieren.
Boris: Treffpunkt kennt ihr, oder?
Flo: Treffpunkt Musik. Es ist nicht wie in OL oder OS, wo es auch ein Symphonieorchester oder ein Blasorchester gibt. Die kriegen wir hier an der Uni nicht zusammen, weil wir so ein kleiner Fachbereich sind und dann kommt uns so ein Rock- und Popensemble entgegen.
Seid ihr nur begrenzt auf Musikstudenten, oder ist es offen für jeden?
Boris: Grundsätzlich ist es erst einmal für Musikstudenten. Aber, wenn es jetzt tolle Talente gibt, die vielleicht nicht Musik studieren, können die natürlich trotzdem mit dabei sein.
Was habt ihr denn privat für Einflüsse im Musikbereich? Gibt es da irgendetwas, das mit reinfließt in eure Gruppe?
Boris: Die Stücke, die wir jetzt gespielt haben, sind tatsächlich alle, bis auf eins, privat eingebracht worden. Das waren jeweils Stücke, die Leute aus der Band spielen wollten, weil sie die toll fanden. Und Flo hat ja ein eigen komponiertes Stück mit eingebracht. Aber grundsätzlich sind wir von den Stücken her eine Coverband.
Flo: Obwohl ich davon ja weg möchte.
Boris: Jaja, er ist schon fleißig am Weiterkomponieren…(lacht)
Flo: Das muss sich alles erstmal aufbauen. Die Band muss allerdings dann auch mitziehen. Das wird spannend, wenn man eine Idee wie diesen Song einbringt. Der war vorher ganz anders und innerhalb des letzten Semesters hat dieser Song sich komplett verändert, weil jeder etwas mit eingebracht hat.
Ihr habt ja schon die Sommerparty erwähnt. Wo können wir euch noch live erleben? Gerade für Leute auch, die jetzt vielleicht Interesse haben, mitzumachen.
Boris: Das wird noch ein bisschen dauern, weil wir momentan nur vier Stücke haben, das ist ein recht mageres Programm. Für den Treffpunkt Musik reichte das, aber im Prinzip müssen wir das Programm mindestens verdoppeln. Von daher eher Ende des Sommersemesters. Sonnenkamp ist jetzt etwas, das wir definitiv planen, sonst sind wir da eher offen.
Das Rock- und Popensemble der Hochschule Vechta
Wenn also jemand sagt: „Hey, wir wollen mal die Band buchen“, dann lassen wir mit uns reden (lacht).
Wer ist denn momentan in der Band?
Boris: Wir, dass sind Florian Voigt (Gesang, Bass, Schlagzeug, Percussion), Boris Blömer (Gesang, Keyboard), Max Fuhrmann (Gitarre), Insa Burmester (Bass, Keyboard), Julia Kanzler (Gesang, Keyboard), Thorvald Brandt (Keyboard), Felix Borrmann (Schlagzeug), Katharina Justen (Fagott). Das ist der feste Kern.
Und wenn jemand Interesse hat und zugucken möchte, das wäre auch möglich?
Boris: Ja, Dienstagabend, 19.45 Uhr. Man muss sich noch nicht mal anmelden, man kann hier einfach draußen stehen und reingucken, ans Fenster klopfen, dann öffnen wir die Fenster (alle lachen).
Flo: Wir haben auch schon einen festen Groupie-Kern. Unser Wunsch ist aber eigentlich, die Bandprobe nicht mehr in dem kleinen F045 machen zu müssen, sondern in der Aula, weil es vom Klang her ein ganz anderes Gefühl ist. Die ganzen Sachen wie Anlage und so sind ja eigentlich vorhanden. Und da wir ja alle jetzt 500 Euro bezahlen (nah am Mikro), gäbe es ja vielleicht die Möglichkeit, den Raum über der Aula zu entkernen. Für Musik muss da auch was getan werden. Dafür steht ja auch die Band, dass man nach außen hin mehr Action zeigt.
Sekt oder Selters
Panzer oder Puppe?
Flo: Panzer!
Boris: Den nehm´ ich auch.
Flo: Als Ba Student braucht man ein dickes Fell!
Boris: Das war eine gute Antwort.
Stones oder Stravinsky?
Boris: Das ist echt schwer!
Flo: Da schlag´ ich mich mal auf Max` Seite und sage Stones.
Boris: Im Bandinterview muss man das sagen (lacht)
Lachen oder lästern? beide: lachen!
Flo: Wer mich kennt, weiß, dass ich ein fröhlicher Mensch bin.
Boris: Okay….
Flo: Du hättest ja auch lästern nehmen können….
Boris: Wollt ich ja nicht! Lachen liegt mir eher.
Quakenbrück oder Queens?
Flo: Ich möchte lieber in Queens spielen als in Quakenbrück, später mit der Band
Debatte oder Disput?
Boris: Debatte!
Flo: Disput! Warum nicht, kann man ganz tolle Lieder drüber schreiben!
Öger Tours oder ÖPNV?
Boris: ÖPNV!
Flo: Öger Tours. Risiko, Herausforderung und Abenteuer
Splatter oder Schnulze?
Boris: Schnulze. Ich bin kein Splatterfan, überhaupt nicht.
Flo: Splattrige Schnulze. Man weiß nie, wie die Stücke ausgehen. Der Song, den ich geschrieben habe, war erst schnulzig und ist dann auch gesplattert worden und kommt jetzt viel besser rüber.
Also hoffst du beim Horrorfilm immer aufs Happy End?
Flo: Nein, nicht unbedingt. Obwohl es beim Lied eigentlich so geschehen ist…ja, ok, Happy End!
Meep oder Mööp?
Flo: Mööp! Es gibt drei Pfauen, denen wir den Kampf angesagt haben, weil sie uns täglich die Terrasse vollkacken. Und wenn wir versuchen, die zu vertreiben, dann machen die Viecher „mööp“. Also passte das jetzt sehr gut.
Das Interview führten Britta Simon, Julia Stock und Melanie Ehlert.

Region HipHop

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Für euch trafen wir uns mit Michi und Fab, Mitglieder der HipHop Combo Cleva`n Smart. Seit 2000 machen die beiden Diplom EW-Studenten der Hochschule Vechta zusammen mit zwei Freunden Musik und sehen dies nicht nur als Freizeitbeschäftigung an, sondern lassen es auch in ihre pädagogische Arbeit mit einfließen. Was sie über Erfolg, den Musikstandort Vechta und Tokio Hotel denken, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.
Wie habt ihr euch kennen gelernt und wie kam es dann zur Musik?
Fab: Kennen gelernt haben wir uns über die Schule, aber richtig befreundet waren wir nicht. Ich kam aus Amerika wieder und habe Englisch gerappt. Dann hab ich unseren derzeitigen Produzenten Tamer getroffen und der hat mir was mit Michael gezeigt. Dann kam noch einer dazu, der hieß Konrad, das ist Main. Der hatte Cleva´n Smart als Nebenprojekt gemacht. Das waren erst Tamer und Main alleine. Und 2000 haben wir vier uns dann zu Cleva´n Smart zusammengeschlossen: Michi, da ist Ba, ich, also Fabian als fabiolicious, Main und unser Produzent Tamer. Dazu haben wir immer einen wechselnden Dj. Und in dieser Konstellation machen wir seit 2000 Musik.
Wie kamt ihr auf den Namen?
Michi: Wenn du jetzt Main sehen würdest, dann wüsstest du wieso wir so heißen! (Gelächter) Main hatte früher eine schwarze Brille und sah aus wie Fred Clever. Und weil wir eben smart à la carte hießen, entstand daraus halt Cleva´n Smart.
Fab: 2001 haben wir dann das erste Album herausgebracht, Leere Worte EP. Jetzt sind wir lange dabei, das zweite Album rauszubringen.
Wo bekommt man die CDs von euch dann?
Fab: Über direkte Kontakte zu uns. Wir machen gerade eine Internetseite. Ansonsten nach Auftritten.
Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Michi: Was soll man dazu sagen. Halt auch Texte, die hin und wieder etwas kopflastig sind, also wo auch eine Message bei rüberkommt. Wir sind offen für alles. Ich würde nicht sagen, dass wir unsere Musik für irgendwas sperren. Also für irgendeinen Einfluss. Wir machen richtigen Rap, aber wir haben auch ein bisschen Reggae, zum Beispiel. Worauf wir halt Bock haben.
Ihr studiert in Vechta Erziehungswissenschaft. Fließt das in eure Arbeit mit ein?
Fab: Es verbindet sich wunderbar mit der Arbeit. Ich arbeite in einem Heim und mit dem HipHop kannst du mit den Kids halt auf einer ganz anderen Stufe kommunizieren, du kommst schneller an sie heran.
Dann machen wir einen HipHop-Workshop seit zwei Jahren im Gulfhaus. Immer mit 20 Kids in ständig wechselnder Gruppe. Da machen wir Musik und das ist pädagogisches Arbeiten durch die Musik. Das fließt mit rein.
Michi: Das gute bei Rap ist halt, du brauchst nicht viel, wenn du nen Beat hast. Es kann sich jeder irgendwo hinsetzen und was schreiben. Mal abgesehen davon, ob man es gut kann oder nicht. Durch die Musik können sich Jugendliche, die nicht soviel Erfolgserlebnisse sonst haben, darstellen. Sie können ihre eigenen Texte entwerfen und dadurch Selbstwertgefühl aufbauen. Sie haben einen guten Text und können sich auf die Bühne stellen und den präsentieren. Und wenn das dann gut ankommt, das bewirkt etwas, denke ich. Die Jugendlichen fangen an, sich mit etwas auseinander zu setzen. Sie stellen fest, dass, wenn sie für etwas arbeiten und sich verbessern, auch etwas schaffen können. Und das ist ne coole Sache.
Veranstaltet ihr neben dem Gulfhaus auch noch woanders Konzerte?
Fab: Ja, in Soest werden wir was am 4.05. machen. Dann das Soundblast am 3.03.2007. Das ist das dritte Mal, dass wir das Soundblast machen. Wir haben gemerkt, dass in Vechta nicht ganz soviel mit HipHop läuft, deswegen machen wir selber was. So sind wir in das Gulfhaus mit reingerutscht.
Michi: In letzter Zeit haben wir vermehrt versucht, live etwas zu machen. Und irgendwann sind wir reich. (Gelächter).
Also ist die Musik nicht nur Hobby für euch?
Fab: Na gut, ich mein, wir haben mit sehr hohen Zielen angefangen. Wir hatten zwischenzeitlich auch mal ein Vertragsangebot von einem größeren Label. Im Endeffekt haben wir das alle als Hobby angefangen, doch dann sind wir viel rumgekommen in Deutschland, zwar kleinere Auftritte, aber gut. Das haben wir so zwei Jahre gemacht. Dann haben wir festgestellt, dass wir erstmal das Studium machen müssen. Es macht uns halt viel Spaß auf der Bühne zu stehen und Musik zu machen. Wenn dabei ein bisschen was rausspringt, super.
Michi: Es ist mehr eine Lebenseinstellung. Es ist die Art, wie ich mich kleide, was ich sage und wie. Was ich denke und wie ich die Dinge sehe, mit was für Leuten ich verkehre. Es ist also auf der einen Seite Hobby, auf der anderen aber auch, wie ich lebe.
Also, wie seht ihr euch dann in zehn Jahren? Im Jugendamt oder auf der großen Bühne?
Fab: (lacht) In Wunschträumen auf den Bühnen natürlich.
Michi: Auf Tour mit Jay Z. Oh schwierig.
Fab: Das ist schwer zu sagen, schwer abzuschätzen. Es kann ja sein, dass bei dem nächsten Auftritt ein Produzent oder ein Manager durch Zufall vor der Bühne steht und Bock auf uns hat und wir machen da noch mehr. Ich weiß nicht, so was ist schwer abzuschätzen. Ich denke, beruflich ist es eigentlich eher definitiv dieses Studium, wo ich meine Zukunft sehe. Aber die Musik werde ich auf jeden Fall beibehalten, weil sie einfach ein wichtiger Teil meines Lebens ist. Und selbst wenn ich nicht jedes Wochenende aktiv bin, merke ich einfach, wenn ich irgendwie nichts schreibe oder nichts mache, dass mir irgendwie was fehlt, das man das auf jeden Fall braucht.
Michi: Part of my life.
Fab: Ich seh mich in zehn Jahren eigentlich eher als glücklicher Mensch. So oder so. In der Pädagogik haben wir beiden so wie so einen Bereich gefunden, der uns liegt.
Michi: Wir wollen aufräumen in der Pädagogik
Sekt oder Selters
Feurig oder frigide?
Michi: Feurig. (lacht) Ich hab so viel Feuer in mir. Das trag ich auch raus, manchmal nervt das schon die Leute.
Nackt oder Nerz?
Fab: Nackt. Ich mag keine Tiere. (lacht) Ganz nackt, Hosen runter lassen in allen Bereichen.
Michi: Auf jeden!
Knusprig oder klebrig?
Fab: Knusprig.
Michi: Ja, auf jeden knusprig.
Es muss ein bisschen knistern, klebrig ist voll schleimig, das ist nicht gut. Kunsprig wie ein Ferrero Rocher, die sind für mich knusprig.

Fab: Aber da ist Nutella drin, und das ist klebrig.

Proll oder Poet?
Fab: Prolet. (lacht)
Waschbär oder Waschbrett?
Michi: (guckt an sich runter) Waschbär. (lacht)
Fab: Da muss man ehrlich sein. (lacht)
Tripper oder Tokio Hotel?
Fab: Au… Gleichbedeutend eigentlich. Ich seh den Unterschied jetzt nicht, kannst du die Frage noch mal erläutern?
Michi: Aber Tokio Hotel sind famous und haben Groupies, also von daher…
Fab: Tripper ist auch ziemlich weit rumgekommen… (alle lachen) Echt, der hat auch einiges gesehn in seinem Leben, der Tripper.
Bangkok oder Buxtehude?
Michi: Was soll ich in Buxtehude? Bangkok ist cool. Das ist mal ganz anderes Leben, eine ganz andere Welt.
Fab: Mofa fahren in Bangkok.
Klotzen oder kleckern?
Fab: Klotzen.
Macho oder Memme?
Fab: Kommt drauf an, wo.
Michi: Memmender Macho.
Fab: Manchmal hat man seine Schmerzen irgendwo, dann darf man auch mal memmen.
Michi: Mutti.
Glück oder gekonnt?
Michi: Ich glaub, um Glück zu haben, muss man Können voraussetzen. Wer hart arbeitet, hat auch irgendwann Glück. Fab und Michi, wir danken euch für dieses Interview!
Das Interview führten Julia Stock, Melanie Ehlert und Britta Simon

Region Rock

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In dieser Rubrik möchte uniVista lokalen Nachwuchsbands eine Plattform bieten, um auf sich und ihre Musik aufmerksam zu machen. Auftakt hierbei macht die Cloppenburger Band livin milk. Vier Musiker im Alter zwischen 24 und 29, die bereits auch überregional auf eine große Fangemeinde blicken können. livin milk beschreibt sich selbst als eine Metal-Rock Band mit einem Tropfen Melancholie. Alles andere als melancholisch waren die Jungs allerdings bei unserem Interview auf der Great Desaster Party in der Roten Schule Cloppenburg.
Ein Ohrenschmaus für Leute die auch gerne Incubus, Creed oder Disturbed hören…
Wie kamt ihr zur Musik und besonders zu diesem Stil?
Toddy: Das hat sich einfach entwickelt.
Ben: Also, ich kann mal bei mir anfangen. Ich bin angefangen mit 6 Jahren Gitarre zu spielen, hab mit 12 die erste Band gehabt und dann viele verschiedene Bands durchgemacht und dann irgendwann mit unserem Ex Schlagzeuger, der nicht mehr dabei ist, haben wir diese Band gegründet. Wir hatten damals noch eine Sängerin und einen Keyboarder und haben dann irgendwann mit 3 Mann erstmal nur weitergemacht. Dann kam der Konz dazu. Ja, und der Stil hat sich so entwickelt. Wir wollten eigentlich ursprünglich ruhiger werden, weil wir früher auch schon mal heftigere Musik gemacht haben, wir wollten eigentlich ein bisschen mehr Rock machen.
Toddy: Kuschelrock.
Ben: Ja, Kuschelrock.
Jan: Und dann kam der Jan.
Ben: Nenenene, der kam viel später. Toddy wollte einfach nur wieder Musik machen, weil er… ihm war so langweilig, jahrelang. Und wie gesagt, Toddy ist zum Beispiel eigentlich Gitarrist. Und er hat mich angerufen: „Sag mal, ich will bei euch spielen.” „Gitarristen haben wir schon.” „Ja, dann spiel ich halt Bass.” Und jetzt spielt er halt Bass. Und sehr gut, muss ich dazu sagen. Der Stil hat sich entwickelt. Wir haben angefangen, ruhigere Musik zu machen. Dadurch hat sich das entwickelt, dass wir diese Dynamik haben: halt mit ruhigen Sachen, die auch aus den ursprünglichen Anfängen herkommen und jetzt halt mit den Mehr-Gas-Sachen, wo wir einfach Bock drauf haben und diese Dynamik, das macht eigentlich livin milk aus.
Konz: Ja, das bildet sich wahrscheinlich auch aus den ganzen verschiedenen Richtungen, die wir hören. Also, Toddy hört ja mehr so Deathmetal- und Grindcore… irgendwie Gebrüll.
Toddy: Komm, hör auf…
Konz: (lacht) Ja, das hör ich ja auch. Das entwickelt sich wahrscheinlich auch aus diesen verschiedenen Stilrichtungen, die wir auch hören.
Wo kommt ihr eigentlich her? Wo würdet ihr sagen, kommt eure Band her?
Ben: Cloppenburg, also ich komm aus Cloppenburg. Obwohl ich ja in Ostfriesland geboren bin, muss ich dazu sagen.
Toddy: Ja, ich auch.
Ben: Ne, du nicht, wo bist du geboren? Toddy: Dodenhof. (Gelächter)
Ben: Hodendoof oder was? Toddy: Rothenburg Wümme.
Ben: Und Konz kommt aus Friesoythe wohl und Jan auch so da.
Jan: Petersdorf.
Ben: Petersdorf. Man fährt mit dem Auto, dann kommt so ein Schild „Petersdorf` und 200m kommt ein Schild „Petersdorf Ende”.
Wie kamt ihr auf euren Namen? Sind das so Kühlschrankerlebnisse?
Ben: Also ich bin ja… ich darf ja nicht sagen, dass ich dagegen bin, gegen den Namen, oder? Beim Interview darf man das nicht. Wir hatten damals auch Smellin’ Feet zur Auswahl, aber das war alles zu punkig und livin milk…ja… ich würde heute den Namen mal gerne wechseln können.
Toddy: Das schreibt ihr aber nicht!
Ben: Doch, können sie ruhig. Das Ding ist einfach nur, der Name hat sich so etabliert und ist in den Köpfen der Leute hier in der Gegend. Da wir regional auch relativ bekannt sind, wäre es Quatsch, das zu machen. Den Namen haben wir jetzt 6 Jahre und deswegen ist es schwierig, aber ich sag mal so, die Red Hot Chili Peppers haben auch einen komischen Namen in dem Sinne, machen aber dementsprechend ganz andere Musik. Bei livin milk ist das das gleiche. Ich glaube, keiner assoziiert da in irgendeiner Weise lebende Milch raus, sondern livin milk ist einfach der Name und die Leute wissen…
Das ist keine lebende Milch.
Ben: Richtig. Und es ist ja auch wirklich so, dass man sich an den Namen gewöhnt hat und gar nicht mehr darüber nachdenkt, was es eigentlich heißt. livin milk ist die Musik, ist das Gefühl, das wir haben, wenn wir Musik machen, auf der Bühne stehen und einen abrocken. Auch bis zum Erbrechen. Wir geben einfach alles und das ist livin milk.
Wie seht ihr selbst eure Musik oder wie definiert ihr eure Musik?
Ben: Laut! Wie definieren wir unsere Musik? Also, wir wollen keine Botschaft rausbringen. Es gibt so viele Bands, die man auf MTV sieht, die wollen immer Botschaften in die Welt rausschreien, um die Welt zu verbessern oder sonst was. Wir wollen einfach nur Musik machen und Spaß dabei haben und nicht irgendwie jetzt dadurch was bewegen oder so was. Das einzige, was wir bewegen wollen, sind die Köpfe von den Leuten, wenn sie bei uns vor der Bühne stehen.
Habt ihr irgendwelche musikalischen Vorbilder?
Ben: Mich. (alles lacht)
Toddy: Wolfgang Petry. Ja, echt jetzt, ohne Scheiß.
Konz: Musikalische Einflüsse, weiß ich nicht. Korn, Nevermore, seit neuestem Biomechanical…
Toddy: Ja, Biomechanical!
Konz: Sehr geile Band, auf jeden Fall! Godsmack.
Jan: Godsmack würd ich auch sagen, Godsmack ist schon mal gut. Dann, was haben wir denn noch? Ja, Killswitch Engage, saugeile Band, Metallica auf jeden Fall.
Ben: Man hat verschiedene Bands, die man hört. Ich hör auch mal Eric Clapton, ich hör auch mal Seal. Eine der geilsten Balladen ist Frankie Goes To Hollywood mit Power Of Love, obwohl das da gar nicht in die Musik reinpasst. Man muss sich von vielen Sachen irgendwas ziehen, denk ich mal. Natürlich ist die Hauptmusik, die man hört, schon
Metal und da sind die Bands alle genannt, die die Jungs auch schon gesagt haben. Mich hat in meinem Gesang Creed damals sehr im Stil bewegt. Incubus auf jeden Fall. Ich wollte früher, als wir angefangen haben, immer nur hoch singen und ich konnte es eigentlich gar nicht, klang immer schrecklich, wie so im Stimmbruch. (singt hoch und laut ins Mikro). Aber irgendwann habe ich die erste Creed-Scheibe bekommen und hab mich dann umgewöhnt und dadurch ist das entstanden. Also Creed hat mich sehr gut geprägt, aber ansonsten, so wirklich Vorbilder? Braucht man Vorbilder? Man braucht keine Vorbilder, oder? livin milk klinkt wie livin milk. Punkt.
Ihr habt bereits einmal den „Rote Schule Bandcontesi` gewonnen…
Ben: Ja. (Pause) Das war die Frage!? (Gelächter) Lasst sie doch mal die Frage zu Ende fragen.
Wie schätzt ihr eure Chancen heute Abend ein?
Ben: Wir würden hier nicht spielen, wenn wir sagen würden „Wir haben keine Chancen”, ganz klar. Ich würde schon sagen, wir machen diesen Band Contest nicht nur unbedingt um zu gewinnen, sondern auch um Kontakte zu knüpfen mit Bands, Kontakte zu knüpfen mit den anderen Jugendzentren, um da mal zu spielen. EMP ist ja auch ein Name, der was sagt und das ist auch in der Biografie ganz gut, wenn da steht: „Bandcontest EMP mitgemacht”. Vielleicht auch einen guten Platz irgendwie, macht sich in der Band-Bio immer sehr gut. Aber, wenn wir jetzt nicht gewinnen, dann ist es auch kein Beinbruch für mich. Das Problem ist bei uns immer, wir haben nicht so viele Bekannte mehr hier…
Konz: Die sind alle weggezogen.
Ben: …und die sind alle weggezogen. Wir haben wohl einen Fankreis, aber nicht halt diese Bekannten. Wenn alle Kumpels aus der Gegend halt herkommen und dann da für einen stimmen oder so was. Aber wir versuchen einfach durch unsere Musikalität bei der Jury zu glänzen. Wie wir heute Abend gespielt haben, muss ich sagen, das war einer der besten in der letzten Zeit. Weil, hat wirklich auch auf der Bühne Spaß gemacht, hat gerockt. So, und wenn wir dadurch jetzt, weil keiner für uns stimmt, nicht gewinnen, dann haben wir Pech gehabt, aber für uns waren wir heut richtig geil.
Ist ein neues Album geplant?
Ben: Ja, wir wollen im Dezember wahrscheinlich ins Studio gehen, um wieder mal vier Songs aufzunehmen. Aber nicht so eine große Produktion wie letztes Mal, weil wir nicht so viel Geld haben (lacht). Die alten Songs von der aliengirl-Scheibe sind immer noch geil, aber die neuen Songs sind schon ein bisschen anders geworden, auch weil ein anderer Schlagzeuger dabei ist. Man hat heute wieder gehört, nach dem Auftritt: „Spielt doch noch mal Under my skin “. Der Hit von der Scheibe „aliengirl”. Aber wir wollten das bewusst heute nicht machen, weil ich finde das ein bisschen unfair gegenüber den anderen Leuten, da jetzt die Songs zu spielen, die alle schon kennen. Wir wollten aber mit den neuen Songs auftreten und damit was machen. Aber, wir wollen auf jeden Fall ins Studio. Wir MÜSSEN!
Konz: Dieses Jahr!
Ben: Dieses Jahr noch, we try!
Wann und wo seid ihr das nächste Mal live zu sehen?
Ben: Nächste Woche in Nordenham, weil wir heute den ersten Platz gemacht haben! (Gelächter) Sonst sind dieses Jahr keine Gigs mehr geplant.
Konz: Siehe Aushang in der UNI!
Ben: (lacht): Ja, ne, das Ding ist auch, wenn wir im Dezember
ins Studio gehen, werden wir keine Zeit mehr haben um uns die Programme wieder anzueignen oder durchzuspielen, weil wir die vier Songs, die wir aufnehmen wollen, die werden wir so ca. 1 – 2 Monate komplett auseinander nehmen. Also, die werden analysiert, jedes einzelne Instrument wird noch einmal durchgespielt und genau angepasst. Wenn man mit allen Mann spielt, ist es manchmal schlecht rauszuhören, was jeder einzelne genau spielt. Das werden wir jetzt 1 1/2 Monate machen und da wird auch wahrscheinlich keine Zeit sein, um großartig Gigs zu machen. Letztes Jahr haben wir das auch so gemacht. Da kamen auch Gigs bzw. Anfragen danach und da haben wir gesagt: „Ne, wir gehen ins Studio, da haben wir keine Zeit für”
Sekt oder Selters
Chucks oder Chanel?
Ben: Cuck Norris ist cool Hat bis zur Unendlichkeit gezählt, zweimal.
Konz: Und Chuck Norris kriegt bei Praktiker 20% – auch auf Tiernahrung.
Ben: Ich hab auch Chanel.
Jan: Auf jeden Fall eher Chucks als Chanel
Ben: Chucks sind geruchtstechnisch ja auch ein Problem. Ich sprüh meine Chucks auch immer mit Chanel ein.
Durchtrieben oder durchdacht? Ben: Durchdacht
Konz: Durchdacht.
Toddy: Durchtrieben. (Gelächter)
Ben: Durchdacht, ich bin ein Perfektionist Ich bin der einzige, der die Leute immer nervt, wir müssen jetzt was machen.
Jan: Durchtrieben auf jeden Fall.
FlipFlops oder Filzpantoffeln?
(uneinig): Filzpantoffeln und FlipFlops.
Ben: Ich war letztens auf Malle, also FlipFlops. Ich würd sagen, ich ruf meine Mama kurz an oder frage das Publikum.
Fusel oder Fanta?
Ben: Du kannst doch nicht nen Rocker fragen: Fusel oder Fanta? Also, ich bitte dich! Fusel mit Fanta. Fanta abgelehnt.
Laut oder leise?
Alle: LAUT! (Gebrüll)
Mann oder Maus?
Ben: Frau!
Jan: Mann mit Maus.
Ben: Ja, ich mit meiner Freundin. Maus auf jeden Fall, so am Computer spielen. Mit Männern. Also, wir spielen nicht mit Männern, also, nicht wie das jetzt klingen soll Ich bin raus.
Matte oder Mecki?
Konz: Meckimatte.
Ben: Hat ihr das aus eurem Psychologiestudium?
uniVista:Nein, aus unserem Hirn?
Konz: Matte!
Rucksack oder Reisebüro?
Ben: Reisebüro. Hallo! All inklusive. Ich nehm nen Koffer mit und meine Chaneldose.
Konz: Rucksack!
Ben: Ja, du bist ja auch nen Student
Voll oder Verkehrstüchtig?
Ben: Total Betrunken. Also, es gibt Mitglieder der Band, die 9 Monate lang zu den Proben gebracht werden mussten. Namen werden nicht genannt. Also, verkehrstüchtig wohl eher, ich bin geschäftlich viel unterwegs.
Walzer oder Wegrennen?
Ben: Wegrennen? Meine Freundin will unbedingt, dass ich mal nen Tanzkurs mache.
Konz: Also ich hab den Silber…
Ben: Im Schwimmen?
Konz: Nein, ich hab nen Silberkurs im Tanzen gemacht
Ben: Momentan eher wegrennen!
von Melanie Ehlert, Britta Simon und Julia Stock

Bilderalbum
uniVista No. 02: livin milk

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