Kreatives Forum

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Wörterkopf

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Zeichnung: Carolin Makus

Die Schauende (zum Licht)

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Zeichnung: Meike M. Münck

Bild von Kseniya Kupenova
Eine Skizze aus der Reihe „Strawberries and Birds“

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Zeichnung: Kseniya Kupenova

Bild von Meike M. Münck

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Zeichnung: Meike M. Münck

Eine Perle in Gottes Hand

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Weißt DU eigentlich wer DU bist?
Zeig dein Lächeln, dein Gesicht.
Niemand anderes als DU.
Zeig dein Herz und dann schau zu!
DU bist die Liebe seines Lebens.
Wertvoll, hübsch und interessant,
egal was andere Menschen sagen,
DU bist eine Perle in Gottes Hand.
Weißt DU eigentlich was DU kannst?
Alles Gute kommt aus seiner Hand.
Niemand macht es so wie DU.
Geh´ einen Schritt auf andere zu.
DU bist die Liebe seines Lebens.
Einzigartig, stark und anerkannt,
egal was andere Menschen sagen,
DU bist eine Perle in Gottes Hand.
Weißt DU eigentlich wie er fühlt?
Wie dein Leben sein Herz berührt?
Niemand anders so wie DU.
Lass seine Liebe einfach zu.
DU bist die Liebe seines Lebens.
Wertvoll, hübsch und interessant,
egal was andere Menschen sagen,
DU bist eine Perle in Gottes Hand.
DU bist die Liebe seines Lebens.
Einzigartig, stark und anerkannt,
egal was andere Menschen sagen,
DU bist eine Perle in Gottes Hand.
DU bist eine Perle in Gottes Hand.
DU bist eine Perle in Gottes Hand.
Hintergrundbild: © Renate Kalloch / PIXELIO

B.

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Ich lege mich ins Bett, ein leises Klappen des Lichtschalters legt meinen Gedanken die Bahn frei, die gesamte Dunkelheit meines Zimmers auszufüllen. Nur mein CD Player leuchtet noch, die Weakerthans habe ich mir aus dem Regal gekruschtelt, obwohl ich sie eigentlich nie besonders gut leiden konnte, aber nach den 6 Bier klingen sie irgendwie doch gar nicht so schlecht. Ich muss an die klebrigen Datteln denken, die mir heute Nachmittag jemand geschenkt hat, den ich nicht kenne … und an das viele Bier. In meinem Bett verschwimmen ihre Geschmäcker. Ich selber rieche nach geräuchertem Speck, was meine Gedanken sofort zu meinem Vater führt, der jetzt mit Sicherheit Heißhunger bekäme … vielleicht kann er es auch bis nach Hause riechen und ist schon auf halbem Wege zum Kühlschrank, der bei offener Tür fast so hell leuchtet, wie das Lagerfeuer an dem ich saß, das Lagerfeuer, dass mich zum Räucherspeck gemacht hat. Viel zu lange Balken liegen im Feuer und ragen über die Feuerstelle hinaus, bilden eine Wippe. An jedem Ende steht jemand, in der Mitte die Hitze. Gummibärchen werden als Marshmallow-Ersatz aufgespießt und über die Glut gehalten. Wie die Sohlen meiner Schuhe werden sie immer weicher und fangen an zu zerfließen. In meinen Kreppschuhsohlen kleben jetzt Steine. So klebrig wie Datteln, die mir jemand geschenkt hat. Auf zwei roten Polstern liegt ein blonder Hund und sieht schön aus, viele wären gerne an seiner Stelle. Andere gehen an uns vorbei und suchen Nadjas Party, wir dann auch. Jemand spielt auf der Gitarre was von Prince und singt dazu … ich esse Nudeln … trinke mehr Bier … schlafe ein. Unter meiner Decke ist es warm, ich  schaue raus, in meinem Zimmer ist es kalt und hell. Es ist leer, die Musik ist aus und ich bin durstig. Meine Gedanken verflogen, ein Gefühl hat sie breit gemacht. Ich drücke auf play, die Weakerthans lassen das Gefühl sich wieder in Gedanken verwandeln. Ja. Ich finde sie doch nicht gut.
von Johanna Müller
Hintergrundbild: © Bernd Sterzl / PIXELIO

Träumer

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Und du wartest
Und du träumst
Und du träumst
Und du findest was du träumst
Und du träumst
Und du träumst
Und sie wartet
Und du träumst
Und du träumst
Und sie wartet
Und du träumst
Und du träumst
Und ER kommt
Und du träumst
Und du träumst
ER träumt nicht
Und du träumst
Und du träumst
Und sie wartet
Und du träumst
Und du träumst
Und sie lässt das Warten bleiben
Doch du träumst
Und du träumst
Und verträumst worauf du wieder wartest.
von Tobias Kunz

Meer und Morgenrot

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Ein blasses Mädchen, von 17 Jahr,
in ihrer Kammer unterm Dach
träumte davon wies früher war,
als sie nicht krank, nicht schwach.
Sie träumte von Sommer und Sonnenschein,
vom Lachen mit hübschen Knaben.
Für sie sollte‘s nun nicht mehr sein,
würd nie einen Gatten haben.
Denn vor ihr stand im Mondenschein,
mit schwarzem Kapuzengewand,
ein dunkler Herr im Kämmerlein,
die Sense in der Hand
„Ich bin der Tod
der allen droht
ein schneller Schnitt
und du kommst mit“
„Gevatter Tod, so hab Geduld!
Nimm fort die Finger, die kalten.
Mein Herz ist frei von jeder Schuld,
drum lass bitte Gnade walten!“
„Ich bin der Tod
die Sense blutrot
wer meine Arbeit tut
kennt Gnade nicht gut“
Das Mädchen weinte so bitterlich,
als sie diese Worte vernahm,
dass beim Sensemann sich Zweifel einschlich
und von ihm dieses Angebot kam:
„Ich bin zwar der Tod
bringe Leid und Not
doch dein Herz ist rein
ein Wunsch sei dein“
„Oh, Meister der Sense, dunkler Schnitter,
ich werde mit dir gehen,
doch wäre mein Ende halb so bitter,
könnt ich noch das weite Meer sehen.“
Da umarmte er sie mit festem Griff
und flog mit ihr durch die Nacht,
weit fort, zu einem schönen Riff,
wo Morgenröte lacht
Der Sensemann, er küsst sie sanft.
Eine Träne fällt in die Gischt,
die zischend in den Wellen verdampft,
als das Leben des Mädchens erlischt.
Ein blasses Mädchen von 17 Jahr,
sah das Meer noch, als die Sonne auftauchte.
Träumte nicht mehr, stand glücklich da,
als sie ihr Leben aushauchte.
von Thomas Hülsmann
morgenrot13
Zeichnung: John Boomer

Schmerzvolle (Un-)Gewissheit

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In meinem Unterleib schwirren tausend verwirrte, verwaiste Fliegen. Suchend nach der Einen oder der Anderen Möglichkeit einen Ausweg aus dieser ausweglosen Situation zu finden. Immer wieder stoßen die blinden, tauben Fliegen mit ihren Stahlhelmen von innen gegen meine Bauchdecke. Sie wollen mich quälen bis ich sie rauslasse.
Aber wann ist es soweit? Will ich es überhaupt? Was dann?
Was ist danach?
Wenn die Fliegen ihre Stahlhelme absetzen und einfach nur noch taumelnd in ihrer Grube der Gewissheit hängend vor sich hinschweben?
Gewissheit. Nichts wünsche ich mir gerade mehr, doch wenn ich sie hätte, würde ich mir wünschen sie nie gehabt zu haben?
Augen verschließen vor der Wahrheit.
Warum?
Warum nicht?
Das ist das Problem!
Was habe ich von Gewissheit? Nur die Gewissheit, dass ich jetzt Gewissheit habe?
Immer wieder und wieder bis zum Verrecken drüber nachdenken was als nächstes kommen wird nur um eventuell einmal richtig zu liegen und dann zu sagen “Ich habs mir gedacht”?
Nichts in unseren kleinen, beengten Köpfen kann uns je Gewissheit bringen. Gewissheit kommt stets von Außen, das sei gewiss. Drum denkt nicht drüber nach was kommen wird.
Die Gewissheit haben, zu denken, nur durch das Zermartern seines beengten menschlichen Hirnes über die eigene verdammte Zukunft sein Gewissen zu bereinigen, jedoch mit der Gewissheit der Aussichtslosigkeit auf Erfolg das Gewissen ohne Gewissheit zu bereinigen?
von Michaela van Overmeyer

Contraire

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Nur ein Wort aus deinem Mund,
ließ mich innerlich entfachen.
Nur ein Blick aus deinen Augen
ließ mein kaltes Herz erzittern.
Nur ein Kuss von deinen Lippen,
ließ mein Ich ein Neues werden.
Doch ein Wort aus deinem Mund
wollt mich innerlich zerfetzen
und der Blick aus deinen Augen
wollt mein kaltes Herz gefrieren
und der Kuss von deinen Lippen
blieb dem Neuen Ich verborgen.
von Michaela van Overmeyer

Glaube

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Ich höre von dir, aber ich sehe dich nicht.
Ich sehe dich nicht, aber ich spüre dich.
Ich spüre dich, aber ich kenne dich nicht.
Ich kenne dich nicht, aber ich liebe dich.
von Michaela van Overmeyer

Ebenen…

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© (Fotograf unbekannt) / PIXELIO
Ebenen
mit endlosen Weiten
Hügel, Berge
mit grandioser Aussicht
sanft und zart
unter meinen Fingern
der Körper eine Landschaft
und ich der Entdecker
Seen aus denen ich trinke
salzig wie die Freiheit
salzig nach dir
meine Hände gehen
auf Reise
von Julia Stock

Kacke 2

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Er plustert sich auf in der Manege
Während die Zahmen, die narkotisierten Tiere warten, dass etwas passiert
Lösungen hat er reichlich, man müsse es nur anpacken
Mir verdreht sich der Magen
Zu viele flanieren mit ihrem Korsett aus Zwang und Alltag
Konkurrenz mit jedem jeden Tag
Die Bösen fressen Kreide und die Liebe stirbt
Der Kampf wird schon zu lange vertagt
Im Wachkoma der sich Zivilisation nennt
von Grillhead

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