Freizeit

Inhaltsverzeichnis:

2012 – BESSER, HÄRTER, LÄNGER

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
© rafiki / PIXELIO
Jahresende: Beim Zappen durch die TV-Ödnis, in welcher jeder zweite Sender einen Rückblick präsentiert, stellt ein mancher fest, dass man die letzten 365 Tage irgendwie verpennt hat.
Grund genug 2012 wachsam zu sein. Solltest du kein Anhänger Nostradamus-geprüfter Mayatheorien sein, welcher dem Weltuntergang im Dezember entgegen zittert, kannst du dich auf eine handerlesene Auswahl besonderer Ereignisse freuen
Politische Stürze und wirtschaft-liche Plagen?
Mit Sicherheit können wir im Zuge der anhaltenden Eurokrise weiterhin kaum durchschaubare Wirtschaftsunverständlichkeiten genießen. Ob die Götter von gestern ihren Schuldenberg abbauen und die Euro – Rettungsbeschlüsse greifen, wird das nächste Jahr zeigen. Eventuell richtet sich die Aufmerksamkeit dann auch auf den nächsten Krisenfall: Italien. Ob Berlusconis Rücktritt ein Segen für das Land ist? Müssen andere Regierungschefs das Zepter weiterreichen? Im Mai dürfen die Franzosen abstimmen, ob Sarkozy weiterhin das Land regiert oder sich eher familiären Aufgaben widmet. Weitere Wahlen finden im März 2012 in Russland und in der Slowakei statt. Wem das alles nicht spannend genug ist, freut sich sicherlich auf den November. Dann wird sich entscheiden ob Obama mit Amerika noch immer kann.
© HAUK MEDIEN ARCHIV / Alexander Hauk / www.bayernnachrichten.de / PIXELIO
Politik ist langweilig und Sport viel aufregender?
Am 08. Juni ist es soweit. Die Deutschlandfahnen dürfen wieder im Winde flattern und Public Viewing gehört knapp einen Monat lang zur Tagesordnung. Die Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wird offenbaren, ob Löws Jungs endlich ein Titel vergönnt ist. Ein früheres Ausscheiden würde sich aber womöglich positiv auf die Klausurergebnisse auswirken.
Weitere Sportgroßereignisse 2012 sind neben der Handball-Europameisterschaft (ab 15. Januar in Serbien) die Olympischen Spiele in London (ab 27. Juli) sowie zum ersten Mal seit Menschengedenken, die Olympischen Winterjugendspiele in Österreich (ab 13. Januar)
Du betreibst Sport lieber auf Tanzflächen?
Anerkannte Popnudeln wie Madonna, Coldplay und Noel Gallagher finden dieses Jahr den Weg in bedeutende deutsche Großstädte. Wem das zu unspektakulär oder zu weit weg ist, der möge sich am 27. und 28. Juli zum Appletree Garden Festival in Diepholz begeben. Auf den Bühnen sind sicher wieder talentierte deutsche Jungbands und erfahrene, betrunkene Skandinavier zu bewundern.
Die kompromisslosesten Musikhörer können übrigens am 26. Mai “unseren Star für Baku” anfeuern, welcher beim 57. Eurovision Song Contest in Aserbaidschan für Deutschland singt.
Und was passiert in Vechta?
Wer das Campusleben ernst nimmt, darf gespannt der Eröffnung des Neubaus neben der Bibliothek entgegenblicken. Ellenbogenfreies Studieren 2012. Vielleicht erkennt man auch erste Maßnahmen für “Ellenbogenfreies Essen”. Die Sanierung der Mensa scheint notwendig zu sein.
Kulturelle Höhepunkte tauchen noch in keinem Terminkalender auf. Vom 16. bis 21. August findet jedoch wieder der “heilige” Stoppelmarkt statt. 1999 kreischte wenigstens noch Whitney Houston in das Mikrofon. Die Highlights der letzten Jahre waren eher penetrante Partymasochisten wie Mickie Krause. Ob es 2012 eine Überraschung geben wird? Madonna ist doch sowieso in Deutschland.
Was auch kommen mag, genießt das nächste Jahr mit sämtlichen Sinnen, damit euch beim TV Rückblick 2012 nichts unbekannt vorkommt. Hoch die Tassen und ein letzter überlegenswerter Rat: Ein geeigneter Einsatz für eine verlorene Wette, wäre die Teilnahme am vierten Unilauf im Juni. Überlegt es euch. Ansonsten guten Rutsch und so.
von Tobias Kunz

Restaurant-Guide
Nahrungsaufnahme für Fortgeschrittene

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
© Susanne Beeck / PIXELIO
Kennst Du das? Es ist ein schöner Freitagabend und das Date, auf das man schon so lange wartet, ist endlich zustande gekommen. Doch wohin soll es nun gehen? Welches Lokal macht den Abend perfekt und an welchem sollte man lieber vorbei gehen? Aber fürchte Dich nicht, denn hier kommt der kompetente und vollkommen subjektive uniVista-Restaurantführer für Vechta.
Dank knallharter und schonungsloser Recherche gibt es für Vechta-Neulinge, aber auch alte Hasen, eine Orientierungshilfe sortiert nach Anlässen und Gelegenheiten, die so eh nie auftauchen werden.
Fast, faster, the fastest
Mittag, 12:30 Uhr. In der Mensa gibt es mal wieder nichts für den eigenen Gaumen, außer den leckeren Pommes. Abwechslung ist gefragt an der Fast-Food-Front. Ein Restaurant, was jetzt definitiv angesteuert werden sollte, ist Swen’s Diner. Der 60er Jahre Gourmettempel versucht zahlungswillige Kunden mit einem Flair aus amerikanischen Diner und ausgewählten Fast-Food-Gerichten zu überzeugen. Nicht nur das Ambiente wirkt dabei stimmig, auch die schnelle Küche kann auf ganzer Linie überzeugen. Wer auf die Schnelle etwas essen möchte, das lecker schmeckt und dank Mittagstisch auch nicht so schwer im Geldbeutel liegt, findet hier seine Anlaufstelle. Vor allem sind die Schnitzelteller zu empfehlen, die sowohl reichlich, als auch von der Zusammenstellung einiges hermachen. Da das Restaurant in der Nähe des Combis liegt, ist es auch leicht mit dem lange aufgeschobenen Einkauf zu verbinden. Auch wenn der mit vollem Magen gar nicht so leicht fällt.
Die versteckte Perle
Was aber, wenn Schnitzel und Burger einem eh schon zum Hals heraushängen und man dringend Abwechslung sucht? Eine Alternative wäre das gut versteckte chinesische Jade Garden Auch hier gibt es unter der Woche einen Mittagstisch in Form eines reichhaltigen Buffets, das auf Bestellung frisch zubereitet wird. Eine freundliche Bedienung, asiatische Musik und der kleine Koiteich im Eingangsbereich sorgen für die passende Atmosphäre. Das Essen, besonders das Buffet, ist reichlich und auch der obligatorische Glückskeks ist natürlich mit von der Partie. Für Fans des chinesischen Essens sollte hier gesorgt sein. Lediglich Krupuk-Liebhaber sollten aufpassen, dass ihre Vorspeise nicht von allzu gierigen Mitessern mit einer allgemeinen Vorspeise verwechselt wird. Das Restaurant ist etwas versteckt über der Tappas-Bar in der Oldenburger Straße 4 im Innenhof bei der Bremer-Tor-Apotheke. Aber die Suche lohnt sich spätestens, wenn der nächste Elternbesuch ansteht. Für den kleinen Geldbeutel empfiehlt sich der China Imbiss Wok, der gute Qualität schon ab ca. 5 € liefert.
Griechisch für Fortgeschrittene
Die Alte Druckerei am Visbeker Damm 1 ist besonders zu empfehlen. Das griechische Restaurant, welches nur abends geöffnet ist, bietet neben großen deftigen Portionen der griechischen Küche auch einen freundlichen Service und passende Atmosphäre. Ein Ouzo zu Beginn des Mahls sorgt für die Einstimmung des Magens und lässt so manchen Abend gleich viel lockerer werden. Die Gerichte werden frisch zubereitet und schmecken sehr lecker. Feinde von Fetakäse sollten jedoch bei der Wahl ihres Salates Vorsicht walten lassen. Ansonsten kann es passieren, dass man eine Überraschung erlebt. Wer hier isst, wird definitiv zufrieden nach Hause gehen und den gespendeten Euros nicht lange nachtrauern.
Pizza total
Natürlich gibt es auch jede Menge italienische Restaurants, die Pizza, Nudeln oder Lasagne anbieten. Sehr beliebt ist die Pizzeria Spizzico, die das Essen vor den eigenen Augen zubereitet und gut besucht ist. Der etwas teure, aber stets zuverlässige Bringdienst des Pizzablitzes ist wiederum die ideale Lösung für gemütliche Sofakocher. Neben türkischen Spezialitäten, bieten jedoch auch das SAZ und der Imbiss Istanbul zu angemessenen Preisen ihre Pizzen an. All diese Pizzarefugien haben sich entlang der Großen bzw. Münsterstraße niedergelassen und sind damit alle gut zu erreichen.
Das Hoch-Preis-Segment
Ein echter Geheimtipp befindet sich etwas außerhalb. Das Gut Welpe am Golfplatz ist zwar nichts für den schmalen Geldbeutel am Monatsende, wenn man jedoch ein perfektes Essen genießen möchte, ist es die erste Wahl in Vechta. Die aus heimischen Betrieben stammenden Zutaten, werden alle sowohl ansprechend als auch wohlschmeckend zubereitet und serviert. Der Preis lohnt sich in jeden Fall. Alternativ, kann man auch die Elmendorffburg besuchen, die auf einer gut zusammengestellten Karte unter anderem ein sehr gutes Bruschetta anbietet.
von Matthias Christ

Der Blick durch die 3D-Brille
Ein neues Kino kommt nach Vechta

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Bild: Nina Gerlach
Juhuuuu! Ein Kinocenter in Vechta! So waren sicher die meisten Studentenreaktionen auf den Neubau nahe der Innenstadt! 1700 qm Grundfläche hat das neue Gebäude. Insgesamt 6 Kinosäle wird es geben, drei davon können Filme in 3D zeigen und auf dem Weg zum Bahnhof, den ja einige von uns wöchentlich antreten, hat sicher der eine oder andere schon mal einen Blick in einen der Säle geworfen. Aber was passiert mit der “alten” Schauburg? Seit 1933 schon gibt es das gute Stück! Wir kommen vom Lande, bei uns gibt es so etwas wie ein Kino nicht.
Als wir uns also vor unserem ersten Semester in Vechta Wohnungen angeschaut haben und so durch die Stadt geschlendert sind, liefen wir an der Schauburg vorbei und waren happy! Endlich ein Kino!
Die Baustelle zwischen Bahnhof und Pferd dagegen wurde von uns keines Blickes gewürdigt! Dann begann das Semester und am 17.11.2010 war es soweit, ca. eine Stunde vor Filmbeginn fanden wir uns vor der Schauburg ein. Bereits auf der Straße standen die Menschen und warteten auf den Einlass – Premierentag – “Harry Potter 7 (Teil 1)” … mehr braucht man wohl nicht zu sagen. Es war die Hölle los! Erstaunlich, dass es nicht zu Unfällen kam. Drinnen begann die Suche nach einem Sitzplatz, möglichst mit Sicht auf die “Leinwand”. Und in solchen Situationen merkt man es – wir sind verwöhnt! Wir können natürlich nur von uns sprechen, aber wir hätten doch gerne, dass man beim Warten vor dem Kino nicht beinahe von einem Auto überfahren wird, und dass es (fast) egal ist, wo man sitzt, dass man also von nahezu jedem Sitzplatz die Leinwand auch sehen kann, und nicht erst eine Lupe auspacken muss! Der Film an sich war natürlich super und wir freuen uns schon, den zweiten Teil im neuen Kinocenter schauen zu können.
Infos
• 1700 qm Grundfläche
• 400 qm Foyer mit Fussbodenheizung
• 6 Kinos mit digitaler Projektion und Ton
• 3 Säle mit 3D Option!
• 2 Kartenkassen
• Arthouse-Saal für besondere Filme
• alle Säle vollklimatisiert!
Quelle: Schauburg / Central Kinobetrieb GmbH & Co. KG
Dann kann man in einem Foyer mit Fußbodenheizung warten, sich die Figur mit Hilfe von drei Süßigkeitenverkaufsstellen ruinieren und dank der breiteren Sitzreihen beim Futtern die Füße austrecken. Anschließend lässt es sich direkt an Ort und Stelle mit den Freunden noch genüsslich einen Cocktail schlürfen. Bleibt nur zu hoffen, dass man dann auch endlich Sitzplätze reservieren lassen kann. Das wäre doch absolut stressfrei!
Natürlich finden wir kleinere Kinos nach wie vor süß und es ist auch schade, dass die Schauburg und das Metropol dann die Vorführungen weitestgehend einstellen. Aber wenn man die Wahl hat, in welches Kino wird man wohl eher gehen?
von Carola Hoffmann und Lea Seefeld

Der Draußen-Mensch
Ohne grün, seh ich schwarz

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Bild: Carolin Makus
Meine erste eigene Wohnung ist etwas ganz Besonderes! Denn sie hat keinen Garten. Einst aufgewachsen im Brandenburgischen Dschungel, sozialisiert worden von Fliederbüschen, Fichten und Finken, finde ich mich nun an einem bisher unerforschten Ort wieder: Drinnen. Das Parkett ist nun meine Wiese, der Kaktus mein Nadelwald. Doch es besteht noch Hoffnung. Die Antwort auf das Fehlen der privaten Oase lieferten Städteplaner und Architekten schon längst. Sie legten städtische Parks an und das ist schön. Schön, im Sinne von “Wenn keine Schokolade im Haus ist, dann trinke ich eben einen Kakao.” Und da wird nun einmal gerade wieder Sommer, also greife ich zurück auf den Kakao unter den Grundstücken. Denn diese Jahreszeit gilt es zu nutzen! Ist sie doch in Mitteleuropa viel mehr der kurze und unauffällige Übergang vom Frühling in den gold-grauen Herbst. Nach vierwöchigem Park-Dasein hat man bereits eine Menge gelernt: Wo Blumen wachsen, nerven dich Bienen. Wo keine Blumen wachsen, erleichtern sich Hunde. Orange und gelbe Decken sind schlecht, dunkelblaue Decken sind gut. Wer auf Käfer und Minifliegen nicht verzichten möchte, bleibe bei Orange und Gelb. Ein Baum spendet Schatten, aber auch Überraschungen von oben. Power-Walker machen Staub, Gitarristen gute Laune. Es ist stets zu windig für Federball und immer zu hell zum Lernen. Ohne Sonnenbrille sieht man weiße Ringe, mit Sonnenbrille hat man abends weiße Ringe im Gesicht. Und so gehe ich stets schlauer aus dem Park heraus, als ich hinein ging, zurück in meine Wohnung, der der Garten fehlt. Mir fehlt er auch.
von Carolin Makus

Herrentag – Ein Prost auf die Männlichkeit

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Es scheint die Sonne. Blauer Himmel weit und breit. Perfekter kann ein Tag nicht starten, welcher unsere vollkommene Männlichkeit krönt.
Stets am Vierzigsten Tage nach Ostern ziehen wir dahin, in unsere Wälder, an unsere Seen, bepackt mit Bollerwagen und Schubkarren, mit Alkohol bis an die Zähne bewaffnet.
Heute wird ein langjähriges, traditionelles Fest gefeiert. In den neuen Bundesländern vielmehr als „Männertag“ bekannt und hier auch weitaus beliebter in der Durchführung, wird jedes kirchliche Palaver anlässlich „Christi Himmelfahrt“ im gegärten Keim erstickt und sich auf das spezialisierteste Können der Männer konzentriert: Saufen.
Kaum jemand, welcher heute grölend unterwegs ist, kann verraten, aus welchem Anlass diese gewaltige Zeremonie durchgeführt wird, wie und wodurch sie entstanden ist, allgemein bekannt ist jedoch: Wenn Männer ihres Geschlechtes frönen, erreicht die Anzahl der Verkehrsunfälle und Schlägereien den totalen Jahreshöhepunkt.
In den brechend vollen Zügen liegt schon kurz nach neun am herrlichen Morgen der aufdringliche Duft von Alkohol in der Luft. Doch stören sollte es keinen, denn wer an diesem Tage nüchtern auf den Spuren aller stolzen Männer wandelt, muss sich darüber im Klaren sein, dass Ausdünstungen jeglicher Art die hartnäckigsten Begleiter sind.
Was früher absolut tabu gewesen ist, schleicht sich seit dem Mauerfall allmählich mit in das Geschehen: Frauen. Im Rahmen der Emanzipation und annähernder Gleichberechtigung beider Geschlechter, konnte sich auch der konventionelle Herrentag nicht gegen diese Entwicklung erwehren. Unter den Älteren erzählt man sich augenzwinkernd, dass zu Zeiten der DDR plötzlich auftauchende Schaffnerinnen gnadenlos aus dem Zug geschmissen wurden. Heute haben sich die Ansichten geändert, die Anzahl weiblicher Mitwanderer hat sich enorm vergrößert, auch wenn diese sich fortwährend unbedacht perverse Kommentare von sabbernd geilen Männerscharen anhören müssen. Das wohl letzte Recht, was den Männern an diesem Tage verblieben ist, zugegeben: meist nur von der minderbemittelten Sorte in Anspruch genommen.
Auch Kinderbeine rennen häufiger neben einem her. Historisch betrachte war zu einem Herrentag jedoch der jüngste Wanderer der heranwachsende Bub, welcher in die fröhliche Sauferei eingeweiht wurde. (Heute lernen Jungs so etwas eher bei Flaschendrehen und Flat-Rate-Partys. Ohne Papi aber dafür mit Mädels.) Es ist also klar erkenntlich geworden: Der Herrentag hat sich teilweise zu einem beherzten Volksfest entwickelt.
Bildquelle: aboutpixel.de / mexcian drunken [3] © Christoph Ruhland
“Männer sind auch Menschen, Männer sind etwas sonderbar”
Herbert Grönemeyer, Männer
Dennoch: Es tauchen unentwegt alte verbissene Narren auf, welche den Zahn der Zeit nicht erkannt haben und noch immer auf ihr abgelaufenes Anrecht pochen, an genau diesem Tag keinem Weib ins Antlitz schauen zu müssen. Und so werde auch ich, trotz Bart und tiefer Stimme, auf eine schwer verdauliche Art und Weise beschimpft, indem ich mich in Begleitung einer Frau wiederfinde. Zwei Minuten später beginnt der alte Kerl aus Enttäuschung zu weinen. Obwohl man dazu geneigt ist, dem hohen Alter Respekt darzubieten, weiß ich just in dem Moment nicht, ob ich mitfühlen oder lachen soll. Ich entscheide mich für Letzteres. Ein Prost auf die Männlichkeit.
Der Rest ist schnell erzählt: Es wird den ganzen Tag getrunken, viel gesungen, getanzt und gelacht. Später wird vermehrt gegrölt, geschlagen und demoliert. Man ergibt sich dem anschleichenden Nebel geistiger Unzurechnungsfähigkeit und am Ende passiert das, was stets durch zu viel Alkohol und Testosteron geschieht: Es artet aus.
von Tobias Kunz

Sommerloch? – Nicht mit uns: Grillen

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Kulinarischer Genuss ???
Ich glaube, nach den Amis und Aussies sind wir Deutschen ziemlich groß im Grillen. (Damit meine ich jetzt das Herstellen kulinarischer Genüsse mit Hilfe von Glut und Flammen und nicht das Sonnenbanken.) Und vor allem wir Studierende. Sobald die ersten Sonnenstrahlen so etwas wie Sommer ankündigen (oder auch einfach den Aufenthalt unter freiem Himmel erträglich machen), wird in meinem Wohnheim, auf etlichen Balkons und Terrassen, gegrillt. Und das zumeist auf 10- 19 € Grills aus dem Supermarkt. Der ein oder die andere hat vielleicht noch einen Säulen-, Schwenk- oder Kugelgrill. Auch Einmalgrills sind durch Festivals oder Grillen im Park und am See bekannt.
Es ist auch nicht mehr nur die Wurst, die gegrillt wird. Längst haben alle möglichen Teile von allen möglichen Tieren den Rost erobert, darunter Geflügel, Fisch und ganze Ferkel. Aber auch vegetarisch grillen ist nicht mehr ganz so unnormal, gibt es doch in jedem Discounter neuerdings Grillkäse.
Also, was noch über des Studierenden liebste Essenszubereitung schreiben, wenn doch eh jede und jeder ständig grillt? Wir wollten es genau wissen: was man alles und auf welche Arten man es grillen kann?
von Julia Stock
Grillen ohne Rost
Es soll Situationen geben, in denen man einen Grill, Kohle, Anzünder und auch Grillgut dabei hat…aber keinen Rost! Kein Problem für den einfallsreichen Hungrigen: irgendwelche Stäbe schnappen, Wurst, Käse oder Fleisch aufspießen und über die Glut halten. Ist ein bisschen mühsam, wird auch mal warm an der Hand und zaubert keine Delikatessen, reicht aber fürs Sättigungsgefühl. Beim Käse ist zu beachten, dass der die Eigenschaft hat, zu schmelzen!
Mir wurde mal erzählt, man könnte in der Glut vom Grill eine Pizza – Calzone backen. Stimmt vielleicht auch. Aber erst, wenn die Glut schon ziemlich weg gebrannt ist!
So geht’s: Pizzateig vom Discounter kaufen, mit der mitgelieferten Tomatensauce bestreichen, die Hälfte mit Belag nach Wahl und Raspelkäse belegen, zusammenklappen und in Alufolie wickeln. Dann 5 Minuten von jeder Seite in die Glut. Aber wie gesagt: erst ganz am Ende! Zuvor könnt ihr einen normalen Durchgang grillen. Denn sonst wird die Calzone zu einer „außen schwarz und innen roh mit Brandaroma-Überraschung“. Grillbanane: Schön als Nachtisch oder fürs gute „Ich habe auch was Gesundes gegessen“-Gefühl: Bananen grillen. Dafür einfach die Banane ziemlich früh mit auf den Grill legen, ruhig an den Rand. Und dann schwarz werden lassen, zwischendurch mal wenden. Wenn die Banane innen weich ist (per Druck testen), runter nehmen, aufschneiden, mit Honig (oder Honig plus Cognac) beträufeln und auslöffeln.
von Julia Stock
Erd – Loch – Grill
Da standen wir nun. In dem Garten meiner Eltern. Was wir brauchten war eine uneinsehbare Ecke, in der wir ein Loch graben konnten – Erdlochgrill: Das war der Auftrag. Wir legten geschickte Hand an den Spaten, der im Laufe des Abends unter gleicher zu Bruch ging. Das Erdloch: ca. 20 cm tief, 30 cm lang und 20 cm breit. Mit einer Schicht Grill- und Holzkohle den Boden bedeckt, war der einzig effektiv und schnelle Weg zum Erreichen der Grilltemeperatur Brennspiritus. (Oh, wie das brannte… für Möchte-gern-Pyros ein höllisch heißer Himmel auf Erden…) Zurück zum Auftrag. Wir versuchten die Zartweizenbratlinge des Studentendinnerangebots und Eierkuchen (hierzulande Pfannkuchen) á la Oma Christa. Grillrost entnahmen wir einem üblichen Grill und eine Teflonbeschichtete Pfanne. Die Zartweizenbratlinge hatten leider nicht einmal die Möglichkeit, zu garen. Sie fielen auseinander und zwar bei jedem Wendeversuch. Ob Ei fehlte war die Frage aber wir konnten es nicht herausfinden. Nachdem der Frust die Bratlinge vom Grill vertrieb, versuchten wir uns an den Eierkuchen. Eine Geduldsprobe für alle Hungernden. Es dauerte, dauerte, dauerte, dauerte, dauerte….aber: Er schmeckte! Noch ein bisschen teigig – so mochte ich ihn.
Doch die Anderen wollten gare Eierkuchen, so versuchten wir per Höhenverstellungen durch weitere Grabung die Temperatur zu erhöhen. Ohne Erfolg und deswegen dauerte es dann auch leider nicht mehr lange, bis wir uns entschieden mit dem verbliebenen Teig an den Herd zu gehen.
Es funktioniert aber es dauert. Ganz im Gegensatz zum Löschen: Loch mit Sand füllen: Fertig! Nicht satt aber hoher Spaßfaktor!
von Johanna Olberding

Bilderalbum
uniVista No. 09: Grillen

Sonnenkamp-Party 2008

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Beach-Party, Cocktail-Party, Kostüm- und Mottoparty, ob klassisch im B1, moshend im Lohner Circus Musicus oder mit Stehkragen in der WuBa. Sie alle haben ihr eigenes Flair und sind alle irgendwie ganz nett – aber nett ist immer noch die kleine Schwester von scheiße. Sie alle können einpacken, denn am letzten Mittwoch des Semesters steigt DIE, jawohl, DIE Party auf die man die ganze Vorlesungszeit gewartet hat. Für alle, die erst im letzten Wintersemester in die Stadt gekommen sind:
Am Mittwoch, den 16.07.2008, veranstaltet der Heimrat des Studentenwohnheims „Sonnenkamp“ im Innenhof des selbigen die traditionelle Open-Air-Semesterabschlussfete. Dort können auch endlich alle Fachrats- und Asta-Mitglieder, die sonst die Feten organisieren, beherzt das Tanzbein schwingen und kühles Blondes genießen. Der Getränkepreis wird, dem allgemeinen Trend zum trotz, nicht erhöht. Er bleibt weiterhin bei einem Euro pro Flasche, so dass man den Abend mit der gewohnten Rechnung fünf Euro gleich fünf Bier bequem kalkulieren kann. Der Heimrat hofft, den Preis auch weiterhin so niedrig halten zu können, solange dieses Bemühen nicht durch unsoziale Zeitgenossen torpediert wird. Nach diversen Einbrüchen in den letzten Jahren mit einer zerstörten Wohnungstür, geklautem Laptop und Bargeldkassen, diversen Vandalismusdelikten und anderen Sachen, die „einfach nicht sein müssen“, sollte man dieses Jahr auf eine fröhliche, runde und friedliche Feier hoffen. Auch wenn der Termin bei dem ein oder anderen in die Klausurenphase fällt, gilt: Prüfungen kann man wiederholen – die Sonnenkampparty ist nur einmal im Jahr! Einlass ist ab 20 Uhr, der Eintritt kostet 3€, Studentenausweis ist, wie immer, Pflicht.
von Christopher Vielhaber

Das war euer Sommer: Festivals
Rock am Ring, Serengeti, Hurricane, Fun 'n Crust oder Wacken - findet heraus, welches Festival zu euch passt

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Zwischen Schwenkbier und Wellenbrechern
Rock am Ring 01. – 03. Juni 2007
Mittwoch, 30.05.07, sehr früh morgens. Vor uns liegen fünf Tage Rock am Ring, also viel Spaß, Bier, nette Leute und vor allem gute Musik zum Abrocken… Bis es soweit ist, erstmal mit dem Gepäck Tetris spielen, lange im voll gepackten Auto sitzen und einen Zwischenstopp für den letzten Einkauf einlegen. Grad angekommen, geht’s weiter mit der Zeltplatzsuche, was bei einem ausverkauften Festival mit über 80.000 Besuchern mehr als schwierig ist, wenn man nicht stundenlang zum Parkplatz und zum Festivalgelände laufen will.
Endlich etwas gefunden, die Nachbarn sind akzeptabel und der Waldrand entpuppt sich trotz Trampelpfad und offenem Zaun ausnahmsweise nicht als WC-Ersatz. Die ersten beiden Tage sind zwar etwas verregnet, doch wir lernen schnell Schwenkbier kennen. Ganz einfach ein Band am Pavillon befestigen, Flaschenöffner daran anbinden, Bierflasche an den Flaschenöffner hängen, ein bisschen schwenken lassen, Flasche abziehen und *prost*.
Aber es geht ja um die Bands. Wir starten den Freitag mit BILLY TALENT, müssen dafür zwar auf RAZORLIGHT verzichten, aber den Platz im ersten Wellenbrecher will niemand aufgeben, da noch MUSE kommen und LINKIN PARK dem ersten Abend an der Centerstage einen mehr als würdigen Abschluss verpassen. Von einem Ende ist noch lange nicht die Rede, denn es geht gleich rüber zur Alternastage, wo THE WHITE STRIPES und abschließend EVANESCENCE unsere Nacht noch verlängern.
Der Tag danach verläuft wie immer. Man versucht, ihn irgendwie zu überstehen und man setzt am besten da fort, wo man am Abend aufgehört hat, um den richtigen Einstieg für den zweiten Festival-Tag zu bekommen. Es erwarten uns immerhin die BEATSTEAKS, aber bis die auf der Bühne stehen, vertreiben wir uns die Zeit mit den KAISER CHIEFS, MANDO DIAO und der Suche nach einer Erinnerung in Form eines T-Shirts. Damit kann man nicht früh genug anfangen, wie wir am Sonntag bemerken, da wir uns Samstag nicht entscheiden konnten. Sonntag war dann nur noch ein lächerlicher Rest übrig. Doch was ist schon ein T-Shirt, wenn man die beste Band der Welt sehen kann. Niemand Geringeres als DIE ÄRZTE beenden den letzten Tag, und die will anscheinend niemand verpassen. Deshalb ist es auch schon vier Stunden vorher total überfüllt, was aber bestimmt auch an den Vorgängern GOOD CHARLOTTE, VELVET REVOLVER und KORN liegt. Wem es bei den ÄRZTEN zu voll ist, der kann sich Richtung Alternastage bewegen und dort in einer überschaubaren Menge mit den SCISSOR SISTERS und WIR SIND HELDEN den letzten Abend ausklingen lassen.
Wie der Montag aussieht, weiß jeder, der mal auf einem Festival war, und ich erspare mir daher Ausschweifungen in unsere Aufräumaktionen. Stattdessen gebe ich allen, die vom 6.-8. Juni 2008 noch nichts vorhaben, einen Tipp. Es gibt schon Karten für Rock am Ring 2008.
von Corinna Gritzka
Foto: Melanie Ehlert
Matsche, Musik und Mutti
Du ziehst Gummistiefel an, um die Tanzfläche zu rocken? Der Kräuterschnaps tritt anstelle deiner Mutti? Um viertel nach acht läuft kein Film, sondern deine Lieblingsband und das live direkt vor deinen Augen? Das geordnete Chaos deiner Studentenbutze weicht heillosem Durcheinander von holländischen Bierdosen, Grillgut und Papiertellern, das sich um dich herum auftürmt und bis zu deinen Knien reicht? Umrahmt ist der Schauplatz von Absperrbändern, schmalen Stangen, die so gerade eben die Planen der Pavillonlandschaften zusammenhalten, welche sich vor den blauen und grünen Bühnen dieser Welt befinden. Wo wir sind? Richtig, in Scheeßel. Auf dem Hurricane-Festival. Die elfte Auflage fand in diesem Sommer statt. 55.000 Besucher jubelten den ca. 60 Bands zu und sorgten für ausgelassene Partystimmung. Platzregen und Weltuntergangsstimmung des letzten Jahres gab es dieses Mal (zum Glück) nicht, dafür aber jede Menge gute Musik. Neben den Großen wie zB FANTA 4, INCUBUS, MARILYN MANSON, PLACEBO und PEARL JAM überzeugten aber vor allem auch die kleineren Bands, hier etwa THE SOUNDS, KINGS OF LEON, PERCUPINE TREE oder auch SNOW PATROL. Aber sind wir doch ehrlich: kleine Bands gibt’s doch gar nicht mehr. Fazit: Hurricane 2007 – drei Tage Party mit richtig gutem Sound und absolut hörbaren Tracks.
von René Kohn
Serengeti
Endlich ein Festival für die Region Ostwestfalen-Lippe sollte es sein. Außerdem wild und hungrig. Das Serengeti-Festival in Schloß Holte-Stukenbrock, welches das zweite Jahr in Folge den Sommer bereicherte. Nun gut, dieses Festival ist noch jung und somit lernfähig. Dass Zeltplätze in Nähe zum Gelände toll wären. Dass eine Besuchermeute auch gut mehrere Essensstände plündern kann. Dass quadratmetergroße Matschpfützen mit Stroh trockengelegt werden können. Dass zu hohe Getränkepreise den Umsatz auch nicht fördern.
Trotzdem spürte ich das Herzblut an jeder Ecke. Die Betreiber des Schwimmbades etwa, von mir mit einem imaginären Verdienstkreuz ausgezeichnet. Die Bands, die trotz hektoliterweise Regen gut gelaunt waren. Die Polizisten, die uns einen Parkplatz freihielten.
Seit diesem Festival weiß ich, dass ich schon ganz schön alt bin. Zumindest gefühlt doppelt so alt wie das Gros der Besucher. Aber auch, wie bequem ein Auto sein kann und wie toll jemand ist, der mit einem fühlt und lacht. Und im Schlamm tanzt.
von Julia Stock
Spiderschwein meets Gangstas
Höchstenbach, 80km südlich von Köln. Ein beschaulicher Ort im Westerwald, könnte man meinen. Nicht so vom 9.- 11. August, denn da gabs beim neunten Fun&Crust was auf die Ohren. KORPIKLAANI, DISILLUSION und DOG EAT DOG sowie unbekanntere Bands wie beispielsweise DEATHTERROR und MOTORJESUS sorgten für Stimmung. Bei letzterer mag man sich allersdings fragen, was eine Crossover-HipHop-Band auf einem Metal-Festival zu suchen hat. Die am Samstag Abend zu Dog Eat Dog anreisenden HipHopper stießen dann auf nicht besonders viel Begeisterung bei den überwiegenden Metalfans, ebensowenig wie das Wetter. Es regnete des Öfteren, sodass man auf dem Campinggelände ohne Weiteres ein Schlammcatchen hätte durchführen können. Somit ein kleines Festival mit Staatsforsten Flair und mit 10 Euro Eintritt durchaus erschwinglich. Einziges Manko: Anfahrtskosten.
von Björn Franke
Mehr als das, ein Lebensgefühl
Vor solchen Leuten hat uns unsere Großmutter immer gewarnt: langhaarig, schwarz gekleidet und benietet. Kurz: Metaller. Trotzdem ist es eines der Festivals mit dem wenigsten Krawall und Vandalismus.
Das Wacken Open Air lockt jeden August Tausende von Metalfans (in diesem Jahr offiziell 60.000 zahlende Besucher) aus aller Welt in das beschauliche Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. In den drei Festivaltagen, welche gerne auf eine Woche ausgedehnt werden, liegen auch alle Einwohner im Metallfieber: Im Kaufhaus für die Landfrau hängt das Manowarshirt einträchtig neben Kleingeblümten. Beladen mit Bier, Grillkohle und frühstückssaftigem Erdbeerlimes stürmten wir das nasse Gelände, um im Endeffekt einen sonnigen Zeltplatz in Zurückfallentfernung zu den Bühnen zu finden. Und dann fünf Tage Wacken. Was mehr ist als ein Festival. Es ist ein Lebensgefühl mit seinem ganz eigenen Charme „Wer pennt der brennt und waschen ist nicht Heavy Metal!!!“
von Julia Stock

Der Kneipenguide

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
nur als PDF-Version verfügbar:
von Melanie Ehlert, René Kohn und Sebastian Dargel

Planschen im Landkreis

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Foto: Björn Franke
Die Sonne lacht vom Himmel, der Nachmittag ist frei und die Badesachen drängen auf spaßiges Nass. Doch wohin an solch wunderbarem Tag?
Im Umkreis Vechtas locken ein paar Bademöglichkeiten, für die ihr nicht einmal unbedingt ein Auto braucht.
Das Hallenwellen- und Freibad ist ausgestattet mit Warmliegebecken, Familienbereich, Sportbecken, Sonnendeck und auch für Gastronomie ist gesorgt. Geöffnet ist das Bad täglich von ca. 08.00 bis 21.00, der Eintritt beträgt 3 Euro.
Dornbusch 45, Vechta
Ganz nah bei der Uni könnt ihr euch in der Toncoole erfrischen, eine modernisierte Tonkuhle mit Umkleiden, Duschen und Biergarten. Sie ist von 10.00 bis 19.00 geöffnet, wobei je nach Wetter und Gästeansturm Erweiterungen der Öffnungszeiten flexibel gehandhabt werden. Der studentenfreundliche Eintritt macht 50 Cent.
Diepholzerstraße 47, Vechta
Mit der Bahn und dem Rad ist das Waldbad in Lohne zu erreichen. Es wartet mit vier Becken auf, davon ist eins ein Sprungbecken mit drei Türmen. Natürlich gibt es auch hier einen Kiosk für das obligatorische Capri. Für 3,50 Euro seid ihr von 08.00 bis 21.00 dabei.
Am Waldbad 12, Lohne.
Ein Besuch per Bahn und Rad lohnt sich auch im Erholungspark Hartensbergsee in Goldenstedt. Dazu gehören ein Zeltplatz, eine Freilichtbühne und der sieben Hektar große Badesee mit Sandstrand. Leider ist auf der Internetseite weder ein Eintrittspreis noch eine genaue Adresse zu finden. Aber so groß ist Goldenstedt ja auch nicht… Nach 20 Minuten Fahrt mit der schönen NWB kommt ihr in Holdorf an. Dort lockt das Freizeit- und Erholungszentrum Heidesee mit Sandstrand am See, in dem auch geangelt werden darf. DLRG ist vor Ort und sorgt für eure Sicherheit. Mit zwei Euro für den Eintritt gehört dieser See zu den günstigen Sommervarianten.
Zum Heidesee 46, Holdorf.
von Julia Stock

Ein Tag auf der Didacta 2007 in Köln

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
Der eigentliche Grund für unsere Reise zur Didacta war wohl der Sammlertrieb. Wir spielten bereits vorab mit der Überlegung, mit leeren Koffern anzureisen, um die Tonnen von geschenkten Büchern, Lehrmitteln und allerlei anderen Werbegeschenken nach Hause zu bekommen. Dabei mussten wir mit Schrecken feststellen, wie sehr wir bereits dem Lehrerklischee entsprachen. Unsere Erwartungen wurden jedoch enttäuscht. Die Aussteller hatten sich in diesem Jahr darauf beschränkt, Preisnachlässe bei Klassensatz-Bestellungen zu geben. Neben einigen wenigen Postern für Klassenzimmer und zahlreichen Infobroschüren zu allem, was im Entferntesten mit Schule zu tun hat, nahmen wir lediglich die schmerzhafte Erfahrung mit, Gruppen mit bis zu drei Dutzend erwachsenen Menschen erleben zu müssen, die beim Kinderprogramm von fragwürdigen Liedermachern singend und tanzend nicht die beste Figur machten. Alles in allem war es ein eher minder lohnender Besuch, zumindest aus Studentensicht, und man sollte sich gut überlegen, ob man den Weg nach Stuttgart nächstes Jahr (19.-23.2.2008, www.didacta.de) wirklich auf sich nehmen möchte
von Lea Weber und Maike Zahlten

Fühl dich veröffentlicht

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
In den vergangenen Monaten gab uniVista euch die Möglichkeit, Texte zu verfassen zu allem was euch interessiert oder durch den Kopf geht. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Schreiberinnen und Schreibern bedanken, die unserem Aufruf nachgekommen sind und Texte an uns geschickt haben. Mit Rückblick auf die vergangenen „Ferienwochen” hat sich die Redaktion für einen Urlaubsbericht entschieden und hofft, dass er euch interessante Anregungen für die nächsten Urlaubsplanungen bietet.
Gibt es etwas Schöneres als Urlaub? Viele Leute geben als Urlaubsziel Südeuropa an, Hauptsache Sonne, Strand und warm. Am besten noch einen Pauschalurlaub mit Flug und All-Inclusive. Da aber nur Spießer wirklich All-Inclusive machen, kommt so was für abenteuerlustige Menschen nicht in Frage. Und wenn dann gerade auf MTV „The Trip” läuft, dann kommt man schon mal auf die Idee, einfach mal den Finger rauszuhalten. Als Urlaubsmaxime wurde gesetzt „Der Weg ist das Ziel”, aber da man irgendwo ankommen sollte, wurde einfach mal Schweden auserkoren. Wie wir (ja, ich war nicht alleine, sondern wir waren zwei stramme Kerle im besten Alter) hinkommen ist egal, Hauptsache nichts bezahlen. Da wir beide nicht die größten Asse im Planen sind, haben wir einfach am Tag vor Abreisetag alles zusammengepackt, was wir für nötig hielten.
Nun war es soweit! Der Urlaub konnte beginnen, wir waren bereit, uns den Weg nach Schweden zu bahnen. Nur gab es ein kleines Problem: Sollen wir den Finger raushalten? Oder ein Schild machen? Direkt auf die Leute zugehen?
Um es kurz zu machen: Nach 3 Stunden, 3 Kaffee und 4 Toilettengängen kamen wir zu zwei Erkenntnissen: 1. Keine Sau fährt morgens in der Woche Richtung Hamburg (zumindest nicht in Vechta), 2. Wir müssen auf die Leute zugehen und sie direkt fragen. Gesagt, getan. Wir haben uns schließlich nach anfänglicher Schüchternheit an die nahe liegende Tankstelle gestellt und die Leute direkt angesprochen. Nach mehreren Absagen haben wir eine Zusage bekommen, jedoch wollte dieser Geschäftsmann nach Damme (also nach Süden) und nicht Richtung Hamburg. Tja, wir erinnerten uns an die Maxime: Der Weg ist das Ziel. Und bevor wir der Dame in der Raststätte noch einen Besuch mehr abstatten, sind wir erstmal Richtung Damme gefahren. Dort angekommen, wurde ein Fahrbahnseitenwechsel vollzogen. Wir haben uns einen strategisch günstigen Platz direkt beim Ausgang der Raststätte gesucht und einfach alle Leute gefragt, ob sie uns ein Stück Richtung Hamburg mitnehmen könnten. Schnell haben wir ein Ehepaar gefunden, das in Hamburg ihre Tochter besuchen wollte und auch noch 2 Plätze frei hatte. 2 Stunden und ein Päckchen Lakritz später sind wir dann in einer Raststätte vor Hamburg rausgelassen worden. Langsam hatten wir den Dreh raus, wir haben weiterhin alle Leute angequatscht, die wir gesehen haben. So kam es, dass wir wahrhaftig abends um 18 Uhr in Travemünde am Skandinavienkai angekommen waren. Hier musste wieder unsere hartnäckige Überredungskunst herhalten, da wir eigentlich keine Nachtfahrt ohne Kabine machen durften. Na ja, die nette Dame am Schalter hat uns dann für 15e die Tickets gegeben. Doch da fiel uns noch was ein…: Schweden …richtig! Bier = teuer! Also sind wir noch mal in einen Getränkemarkt (sehr beliebt für die Schweden) gegangen und haben uns für die Fahrt eingedeckt. Nachdem wir festgestellt haben, dass der Kaffee in der Truckergaststätte, in der wir eine kleine Pause gemacht haben, kein „Muckefuck” ist und der Löffel darin stehen bleibt, sind wir schließlich an Bord gegangen und haben unsere erste Nacht an Deck verbracht. Morgens sind wir dann in Trelleborg angekommen und haben uns als erstes Ziel Malmö gesteckt. Leider hat uns hier der Mut verlassen, die Leute anzuquatschen oder den Finger rauszuhalten, also sind wir mit dem Bus weitergefahren. In Malmö angekommen, musste zuerst eine Schlafgelegenheit organisiert werden. Direkt an der Öresundbrücke, an einem lauschigen Campingplatz wurde es sich gemütlich gemacht. Das Zelt war schnell aufgebaut und natürlich: Es regnete …also her mit der Tütensuppe und dem Kaffee! Da wir mehr oder weniger planlos waren, haben wir uns am nächsten Tag in den Zug gesetzt und sind nach Bastad gefahren. Man kann sich nicht vorstellen, dass in diesem winzigen Dörfchen die Swedish Open stattfinden… neuer Ort, neuer Campingplatz, nur leider sollte sich das als schwierig herausstellen. Also kam uns das „Jedermannsrecht” zugute, was einem erlaubt, überall sein Zelt aufzuschlagen, einzige Bedingung ist, dass es außer Sichtweite eines Hauses ist und man nicht länger als 24h dort ist. Wir haben uns natürlich einen Platz direkt am Strand gesucht. Am nächsten Tag entschlossen wir uns, zu Fuß weiterzugehen und setzten uns ein optimistisches Ziel in Richtung Süden. Auf der Karte waren es wenige Zentimeter bis zum Campingplatz, in der Realität waren es Welten. (was nicht daran lag, dass wir an jedem schönen Platz eine Kaffeepause gemacht haben… Nein! Es lag schlicht und einfach daran, dass wir den Maßstab nicht ordentlich lesen konnten) Na ja, aus diesen paar Zentimetern wurde ein ganzer Tagesmarsch. Wenn ein Tag schon nicht so verläuft wie man das gerne hätte, dann passiert was? Richtig, es wird schlimmer! Uns beglückte ein Tornado, der von einem Gewitter begleitet wurde. Auf den Schock gönnten wir uns am Campingplatz erstmal Pizza und Bier. Der Rest des Trips war richtig guter Urlaub ohne böse Überraschungen oder Weltuntergängen.
Jedoch mussten wir auch wieder nach Hause und das einzige Problem war, dass die Dame von TT-Line (also der schwedischen Fährseite) das nicht so locker mit der Kabine sah. Die einzige Möglichkeit war, die Verbindung Trelleborg-Rostock zu nehmen. Wir kauften schließlich die Tickets und gaben die letzten Kronen für Bier aus. An Bord lernten wir 2 Schwedische Jungs (ja, immer nur Jungs) kennen, die aus Stockholm kamen und die unsere Idee geklaut hatten, allerdings mit dem Ziel Berlin. Wir lernten auch noch 2 Mädchen (geht doch) aus Bielefeld kennen, die mit dem Zug bis nach Kiruna (nördlichste Provinz Schwedens) gefahren sind. Wir teilten das Bier untereinander auf und tauschten unsere Erfahrungen, die wir in Schweden gemacht hatten, aus.
Am nächsten Tag war wieder Trampen angesagt und das klappte endlich bestens. Zuerst nahm uns ein Busfahrer vom Hafen ein Stück umsonst mit, der uns dann dort rausgelassen hat, wo er meint, wo man am besten wegkommt…. Der Busfahrer begegnete uns noch 4-mal und wir standen wieder 3 Stunden an der gleichen Stelle, aber irgendwann war es soweit als wir in einem Auto Richtung Heimat saßen und der Urlaub sich dem Ende neigte, einem guten Ende…
von Hauke Witte

Nicht lang schnacken…

Indexseiten:     [Rubriken]     [Ausgaben]     [Autoren]
 
 
 
nur als PDF-Version verfügbar:
4725pic
von René Kohn, Sebastian Dargel, Julia Stock, Björn Franke und Britta Simon

Bilderalbum
uniVista No. 01: Kneipenansichten Vechta

Kontakt

uniVista
Campusmagazin Vechta
Driverstr. 22
Raum CN 2 (hinter dem N-Gebäude)
Postfach 12 an der Uni (vor B1)
49377 Vechta
fon: 04441-15-617
email: redaktion[at]univista.de