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16_unitag
Vom Hochschulstandstreifen auf die Uni-Überholspur
Die Klausuren bleiben auch nächstes Semester die gleichen, ihre Kopfzeilen ändern sich: Die Hochschule Vechta wird zur Universität. Am 29. Oktober erfolgt die offizielle Umbenennung.
Manche Dinge – und damit sei an dieser Stelle nicht Eurolatein gemeint – lernt man bloß in Vechta. Ich zumindest wusste vor einigen Jahren, als ich Bayerns nördlichste Außenstelle nur aus dem Verkehrsfunk kannte, nicht, dass ein Unterschied zwischen Hochschulen und Universitäten besteht.
Den gibt es: Nur an einer Uni kann man promovieren und habilitieren, d.h. einen großen Schritt Richtung Professur machen. An der Hochschule Vechta geht das auch, also ist sie eigentlich eine Universität, wird – wie allgemein bekannt – den begehrten Titel bald auch offiziell tragen, und zwar ab dem 29. Oktober 2010.
Dann, wenn der vor uns liegende, hoffentlich sonnige, Sommer vorbei ist, findet der Universitätstag statt, zu dem alle Studies herzlich eingeladen sind.
Er beginnt mit der offiziellen Umbenennung der Hochschule Vechta in Universität Vechta. Im Anschluss daran gibt es einen Tag der offenen Tür, an dem die Institute die Möglichkeit haben, sich vorzustellen, Forschungsaktivitäten und Projekte zu präsentieren.
In der Bibliothek wird eine Ausstellung eröffnet, die die Geschichte der Lehranstalt zeigt. Eine Vergangenheit mit Höhen und Tiefen, schließlich stand die Hochschule Vechta mehrfach kurz vor dem Aus, der Titel Universität blieb ihr viele Jahre verwehrt, die Zahl der Studierenden war zeitweise halb so hoch wie heute.
Abends gibt es dann eine Uniparty. Und weil zuvor mangels Universitätsstatus eigentlich nur Hochschulpartys gefeiert werden konnten, ist das die erste richtige Uniparty, die in Vechta stattfindet.
Fotowettbewerb für Studierende
Innerhalb der nächsten Wochen wird ein Fotowettbewerb ausgeschrieben. Mitmachen kann jeder, der hier studiert. Die Teilnehmer sollen ihre Uni Vechta abbilden, so, wie sie sie sehen. Zu gewinnen gibt es hochwertige Sachpreise, die im Rahmen des Universitätstages verliehen werden.
Infos dazu erhaltet ihr bei Melanie Philip unter universitaetstag[at]uni-vechta.de
von Stefan Hirsch
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Geht nicht, gilt nicht

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Foto: Karl-Eckhard Carius
Porträt eines Künstlers, Gestalters und Pädagogen
Wieder einmal schneit es, wie an so vielen Tagen dieses Winters. Der Weg, den ich gehe, ist halb von Schnee und Eis bedeckt. Es ist fast mittags, nur noch wenige Stunden trennen mich von der bis dahin einzigen Mahlzeit des bisherigen Tages. Aber dennoch bin ich nicht auf dem Weg in die Mensa. Mein Weg führt mich ins N-Gebäude, welches direkt hinter meinem vermeintlichen Ziel liegt: 1. Stock.
Um 10 Uhr dieses 28. Januars findet dort ein Treffen statt, von dem ich nicht weiß, was mich erwartet.
An diesem bewölkten Januartag traf ich das erste Mal auf Karl-Eckhard Carius, der derzeit in der von ihm geleiteten Arbeitsstelle für intermediäre Gestaltung forscht und künstlerisch tätig ist. Es hieß, er wolle seine Website der Presse vorstellen. Jedoch hatte ich noch nie an einem derartigen Pressetermin teilgenommen und war gespannt und auch ein wenig aufgeregt, wie es ablaufen würde. Zunächst erwartete ich jedoch nicht viel, da derartige Homepages meist selbsterklärend sind und man den Inhalt lediglich lesen muss. Ich sollte jedoch überrascht werden und einige interessante Dinge herausfinden.
Wer ist Prof. Carius nun? Vor dem Termin war er für mich ein Unbekannter. Einer von vielen, denen man gewiss irgendwo schon einmal begegnet ist. Aber das ist er nicht. Vielmehr ist es jemand, der das tägliche Leben eines jeden Studenten mit beeinflusst. Sei es, wenn wir den Studentenausweis mit dem von ihm designten Logo in der Mensa vorlegen oder über die von ihm designte Homepage der Uni Vechta Informationen einholen. Aber auch auf dem Campus hinterlässt er sein Zeichen, nämlich eines im Wind. Ich meine damit natürlich den Himmelsstürmer auf dem W+K-Gebäude der Uni, der dort seit Jahren als Symbol des Wandels und vor allem der Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden steht. Denn das Projekt entstand im Rahmen eines von ihm geleiteten Seminars unter der Mitwirkung von Studenten. Auch das Studienangebot der Uni wurde durch ihn verändert. Als einer der ersten Unis in Deutschland führte Vechta das Fach Design unter der Aufsicht von Prof. Carius ein, der das Institut für intermediäre Gestaltung (IMEG) leitete. Somit behält seine Website recht: Er ist Künstler, Gestalter und Pädagoge.
Seine Internetpräsenz vereint diese drei Rollen in sich und richtet sich an ein Fachpublikum. Es wird dabei jedoch nie die Grenze hin zur bloßen Selbstdarstellung überschritten. Vielmehr sollen dem interessierten Besucher Denkanstöße gegeben werden. Dies gelingt auch, da die ganze Website von der Botschaft der zahlreichen Bilder lebt, die mal schön, mal kurios, mal trivial erscheinen, aber dennoch nicht leichtfertig abgetan werden sollten. Ein Bild beispielsweise zeigt Menschen am Strand. Diese Urlaubsidylle wird jedoch von Brandlöchern, die in das Bild mit einer Lupe eingebrannt wurden, zerrissen und die uns allen so wohl bekannte Sonne wirkt auf einmal fast feindlich auf dem Hintergrund dieses Sonnenbrand II genannten Bildes.
Es gibt aber auch Bilder, die Carius beim Spielen der Geige im Wasser zeigen, aufgenommen in Leningrad. Dass er sich damit dem KGB widersetzte, erahnt man jedoch nicht bei diesem so friedlich wirkenden Bild.
Bild: Karl-Eckhard Carius
Was mich an diesem vormittäglichen Treffen besonders faszinierte, war jedoch seine Art über die Pädagogik zu sprechen. Für ihn ist Erziehung gleichzusetzen mit Inspiration, mit dem Herausführen in eine Freiheit des Denkens, die Raum für eigene Ansätze schafft.
Denn wie sollen Innovationen in der Pädagogik geschehen, wenn wir den Pädagogen von morgen das Wissen von gestern beibringen?
Dies war daher auch nie sein Ziel. Er verstand sich eher als Türöffner, als Begleiter. Damit sei jedoch keineswegs gesagt, dass er es seinen Schülern und Studenten deswegen leicht machte. Im Gegenteil, Projekte unter seiner Leitung bezogen die Studenten stets mit ein und beteiligten sie an jeder Stufe des Prozesses. Von der Idee, über die Beschaffung der Materialien und der Finanzierung bis hin zur letztendlichen Realisation. Dadurch entstanden dann unser Zeichen im Wind oder die Giganten auf dem Dach auf der deutschen Schule in Lissabon, die u.a. großes internationales Interesse der Presse erhielten. Besonders herausragend ist das Goethe-Pessoa-Projekt, welches als Vorbild für interdisziplinäre Arbeit gesehen werden kann, aber auch als Zeichen seines interkulturellen Engagements. Die Plastik stellt die beiden großen Dichter Goethe und Pessoa einander gegenüber und befindet sich, wie auch die Giganten, in Lissabon.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der klare Überblick und die interessanten Themen die Seite zu einer zum Denken anregenden Sightseeing-Tour durch Carius’ Leben und Schaffen machen und garantiert einen Blick wert sind.
www.ke-carius.de
von Matthias Christ
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Offener Brief ans stille Örtchen

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Foto: Johanna Olberding
Liebstes stilles Uni-Örtchen,
ich hörte, Du wärest ziemlich angepisst!? Ich kann Dich da durchaus verstehen. Menschen besuchen Dich Tag für Tag und es ist kein „Sitzen-bleiben“, sondern ein „Stuhl-gang“. Wie soll da eigentlich ein auf gegenseitige Wertschätzung beruhendes Gespräch entstehen? Sie laden ihren Mist bei Dir ab mit der selbstverständlichen Annahme, dass du es einfach runterspülst.
Dies ist nicht der Grund für Dein verstopftes Aggressionsventil!? Das ist Dein Job? O.K., Du fühlst Dich trotzdem beschissen? Du stehst immer da und keinen interessiert es, wie er Dich verlässt? Getreu dem Motto „Lieber ein scheiß Ende, als endlose Scheiße“ ergeht es Dir und der häufige Appell „Verlasse mich so, wie Du mich vorfinden möchtest!“, geht in die Hose.
Ich möchte mich hier für Dich aussprechen. Du bist immer da, wenn man Dich braucht. Manchmal bist Du besetzt, aber sobald Du wieder frei bist, kann jeder kommen. Unter Deinen Hygienekollegen bist Du die am meisten besuchte.
Vergessen werden doch gerne einmal die kleinen, farbigen Mülltrennungseimer. Zwar auf jedem Flur beheimatet jedoch oft unbeachtet klagen sie mir ihre Einsamkeit. Dabei helfen sie doch jeden Mist zu sortieren und sind darin oft präziser als mancher Therapeut.
Sie würden sich also, ebenso wie Du, fürsorglicherer Beachtung erfreuen. Dann geht auch er besser runter, der Uni-Alltag.
von Johanna Olberding
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Aktionstag für Menschen mit Behinderung und chronischer Krankheit

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Die Hochschule als Ort der Bildung besitzt einen Auftrag. Dieser besteht nicht nur in der Forschung und der Wissensvermittlung, sondern auch in der Sicherstellung von gesellschaftlicher Teilhabe, Chancengleichheit und Integration. In diesem Sinne gab es am 25. November 2009 den Aktionstag mit dem Schwerpunkt „Schwerbehinderung und chronische Krankheit“.
Nachdem bereits die ersten baulichen Maßnahmen die Hochschule der Barrierefreiheit ein Stück näher gebracht haben, wurde der Umgang mit Schwerbehinderung und chronischer Krankheit auch inhaltlich gefüllt. Der Aktionstag bot eine erste Möglichkeit sich ausführlich sowohl fachlich als auch persönlich zu den verschiedensten Themen, vom persönlichen Budget, über die Rentenversicherung bis hin zur Organspende zu informieren. Zum einen durch die Referate von Experten und die Möglichkeit zur Diskussion, zum anderen an den zahlreich vorhandenen Infoständen der Aussteller.
Genutzt wurde dieses Angebot von ca. 60-70 Besuchern, die überwiegend nicht der Hochschule angehörten. Obwohl beinahe alle Studierenden in ihren Fachgebieten mit dieser Thematik spätestens im Berufsalltag professionell konfrontiert sein werden, haben nur wenige den Weg zu dieser Veranstaltung gefunden.
Die Anwesenden jedoch äußerten sich über das Programm äußerst zufrieden. Das wurde auch in den zum Teil lebhaften Diskussionen nach den Referaten deutlich. Neben der Information war so der Austausch, vor allem zwischen den einzelnen Institutionen und professionellen Helfern, einer der zentralen Verdienste dieses Tages.
In der Folge haben sich vor allem in Vechta ansässigen Träger stärker vernetzt, so dass eine effektivere Zusammenarbeit möglich wird.
Darüber hinaus entstand ein Schulprojekt an der Justus von Liebig Schule. Die Abiturienten des sozialen Zweiges wollen nun, angeregt durch den Aktionstag, einen Wegweiser für behinderte Menschen erstellen und so die wichtigsten Informationen für Betroffene kompakt und einfach zur Verfügung stellen.
Auch für die Hochschule hat dieser Tag Folgen. Eine kleine, aber für Betroffene wichtige Anschaffung wird in der Mensa das Essen gehen erleichtern. So wird das Gleichstellungsbüro einen Rollwagen für die Mensa anschaffen, so dass die Tabletts bei Bedarf auch zum Sitzplatz geschoben werden können.
Diese Veranstaltung und die aus ihr resultierenden Projekte sind nur kleine Schritte auf einem langen Weg hin zur Barrierefreiheit und Chancengleichheit. Doch auch wenn der Weg noch weit ist, die Hochschule Vechta ist die ersten Schritte gegangen. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Aktionstag mit dem Schwerpunkt Behinderung und chronische Krankheit geben.
von Stefanie Bruns
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Die Musikgruppe Takatina und die Veranstalter des Aktionstages
Foto: Stephanie Borchers
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Ersti-Guide

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Nun beginnt wohl der Ernst des Lebens…oder die längste Party der Welt. Wie auch immer du dein Studium gestalten wirst; um ein paar grundsätzliche Themen wird auch der hartgesottenste Ersti nicht herum kommen. Damit du nicht völlig verzweifelst bevor du dein eigenes System entwickelt hast, haben wir für dich die besten SOS Tipps für die ersten Wochen zusammengestellt.
Stundenplan
Gehe nicht davon aus, dass dein Stundenplan, dein Raumplan oder überhaupt ein getätigter Plan von dir in den ersten Wochen so bleibt, wie er war. Grundsätzlich ist erstmal alles offen und du solltest es mit Humor nehmen. In den meisten Fällen relativiert sich das Chaos spätestens in der dritten Woche. Gönn‘ dir lieber einen leckeren Kaffee im Bistro, glaub mir, dabei wirst du schnell Deinesgleichen finden.
Seminare
Auch an einer Universität ist Mitarbeit gefragt. Daher heißt es: Vorbereitung ist alles. Sollte diese eher dürftig ausgefallen sein und einschlägige Suchmaschinen sind dir auch keine Hilfe mehr, heißt es Verstecken. Zunächst gilt: wenn du eh schon keine Ahnung hast, Klappe halten. Schamloses Plappern mit dem Nachbarn oder schadenfrohes Kichern, wenn es dich nicht erwischt haben sollte, werden dich zwangsläufig auf die Abschussliste bringen. Auch Gähnen empfiehlt sich, ob in leiser oder lauter Form, ganz und gar nicht. Die Kleidung mit Bedacht aussuchen: Der handgestrickte Ernie- Pullover ist eine wirklich tolle Sache, doch lenkt er zwangsläufig die Blicke auf dich. „Du da in bunt gestreift…“ könnte die Folge sein. Von daher heißt es an solchen Tagen: weniger ist einfach mehr.
Mensa
Gerade in den ersten Wochen nach Semesterbeginn solltest du kein Seminar in der Mittagszeit besuchen, dir einen Sturzhelm für die Schlacht an der Ausgabe anschaffen, oder am besten Vegetarier werden. Ansonsten können wir dir nur raten: Geduld und evtl. ein Pausenbrot für die Wartezeit. Letztendlich wirst du mit einer großen Auswahl leckerer Menüs belohnt, weswegen sich das Warten durchaus lohnen wird. Innerhalb der Mensa solltest du folgendes beachten: Überlege dir schon auf dem Weg genau, was du essen willst. Verzichte auf Komponenten, wenn du bereits an ihnen vorbei bist. Dein Hintermann wird sonst zwangsläufig dein Tablett rammen und dann überholen. Du wirst den Anschluss an deine Freunde verpassen und letztlich alleine dastehen. Und allein schmeckt das Essen nie! Gut, vielleicht etwas übertrieben, aber „Im-Weg-Rumsteher“ nerven einfach. Punkt!
Verwaltung
Foto: Karen Ishikawa
Rechne grundsätzlich nie damit, dass Dinge einen einfachen Ablauf haben. Wenn du einen einfachen Ablauf möchtest, geh zur Bundeswehr! An einer Hochschule ist mitdenken gefordert. Grundsätzlich gilt: Egal was du möchtest, du wirst es kaum an diesem Tag bekommen. Zunächst ist es ratsam, dich per E-Mail vorher anzumelden. Benutze dafür bitte deine hochschulinterne Adresse: Auf guilageilesstück[at]web.de wirst du sehr wahrscheinlich nie eine Antwort erhalten. Sollte es dennoch fehlschlagen, wende dich persönlich an die jeweiligen Stellen. Grundsätzlich gilt auch hier: Freundlichkeit ist alles. Da unsere Verwaltung an manchen Stellen schlichtweg überlastet ist, ist sie auch erstmal für nichts zuständig. Bleibe hart. Formuliere deine Frage erneut. Betone dabei die Wichtigkeit deines Anliegens aber vergewissere dich im Voraus, ob du die Frage nicht auch hättest selbst beantworten können. (Lesen der Prüfungsordnung, Frage an den Dozenten, Zuhören in der Veranstaltung) Gerade während der Prüfungszeit halten solche Anfragen den Betrieb unnötig auf. Solltest du dir sicher sein, dass du im Recht bist, vertrete dein Recht. Sollte dennoch nichts fruchten, hast du unseren Segen, mit der Faust ordentlich auf den Tisch zu hauen. Mitunter wirst du jedoch feststellen, dass dies nur an den seltensten Stellen notwendig sein wird.
Alles in allem heißt es: Humor bewahren. Letztendlich ist hier noch keiner unter die Räder gekommen. Darüber hinaus freue dich jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn du dann diese weisen Worte an deine Nachfolger richten kannst.
Viel Spaß und ein erfolgreiches Studium wünscht dir dein uniVista-Team!
von Britta Simon
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Deine Stimme zählt

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Wir leben in einer Demokratie, in der jede Stimme zählt. Auch an der Hochschule gilt dieses Prinzip. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie du deine Stimme einbringen kannst. Um den Universitätsalltag in deinem Sinne mitzugestalten, kannst du dich als Wähler oder aktiver Studentenvertreter engagieren.
Fachrat
Nahezu jedes Fach hat einen Fachrat. Dieser setzt sich aus Studierenden des Faches zusammen, welche ein Mal im Jahr in einer Vollversammlung von den Studierenden des Bereichs gewählt werden müssen. Die Fachräte stehen im engen Kontakt mit dem entsprechenden Fach/Institut und kümmern sich um die speziellen Belange ihres Fachbereichs. Solltet Ihr Probleme mit Dozenten haben oder unzufrieden sein mit dem Angebot, wendet euch an euren Fachrat.
Studentenparlament (Stupa)
Dieses Gremium besteht aus Studierenden aller Fachrichtungen. Die Anzahl der Mitglieder ist abhängig von der Gesamtzahl der Studierenden. Sie werden von allen Studierenden ein Mal im Jahr gewählt. Das Stupa kümmert sich um Besatz lange, welche die gesamte Studentenschaft angehen, im Einzelfall aber auch um fachbezogene Probleme. Ferner wählt das Studentenparlament die Mitglieder des AStA, wacht über deren Tätigkeiten und verwaltet die Gelder der Studentenschaft.
Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)
Das einzige Gremium, in dem du als Mitglied eine kleine Vergütung bekommst. Eingesetzt werden die Mitglieder vom Studentenparlament nach einem regulären Bewerbungsverfahren. Der AStA versteht sich als Interessenvertretung der gesamten Studentenschaft. Informationen zum Hochschulalltag und die Sprechzeiten der Referenten findet ihr auf der AStA Homepage. (www.asta-uni-vechta.de)
Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Gremien, in denen ihr euch beteiligen könnt. Nähere Auskünfte findet ihr auf der Hochschulseite (www.uni-vechta.de), dem schwarzen Brett und auch im Vorlesungsverzeichnis. Wenn dann noch Fragen offen sind, kann euch der Asta-Referent für Hochschulpolitik Mathias Pornhagen sicher weiterhelfen.
von Stefanie Bruns
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Skandalöse Zustände an der Hochschule Vechta – Jetzt redet ihr!

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Ende April sorgte ein Artikel in der Osnabrücker Zeitung für Wirbel an der Hochschule Vechta. Einige Studierende beklagten sich über unhaltbare Zustände und verwiesen auf ihr Recht auf Bildung, welches ihrer Meinung nach durch die Hochschule blockiert würde. Ebenso entbrannte im Asta Forum eine Debatte darüber, wie die Zustände gelöst werden könnten. uniVista hat sich daher dazu entschlossen, euch sprechen zu lassen, damit ihr eure Sicht auf die Hochschule zum Ausdruck bringen könnt.
von Britta Simon
Ich bin mit der Hochschulsituation eigentlich ganz zufrieden. Als höheres Semester habe ich nicht mehr mit überfüllten Seminaren zu kämpfen. Das einzige, was mich stört ist, dass die Universität meiner Meinung nach einen schnellen Umbau erzwingen will, bzw. ihr Profil noch sucht. In einer Zeit in der es Eliteuniversitäten gibt und die Universitäten in einem immer stärker werdenden Konkurrenzdruck stehen, müsste diese Universität ihr Profil stärken. Ich denke, dass es möglich ist, zwei so unterschiedliche Aspekte, wie den der Altersforschung und der Lehrerausbildung unter einen Hut zu bringen. Die Uni muss klar Stellung beziehen, damit sie nicht nur Studenten bekommt, die aus Verlegenheit nach VEC kommen, sondern aus Überzeugung. Dann säßen in den Veranstaltungen auch nicht so viele frustrierte Studenten. Den schlimmsten Zustand an dieser Universität (für mich ein Skandal) ist der Zustand in der Pädagogik. Die Kommunikation zwischen den Dozenten muss verbessert werden, alleine damit Seminare nicht in ganz kleinen Räumen stattfinden, und den Dozenten klar ist, was sie erwartet. Ansonsten muss ich sagen, dass ich mich in den drei Jahren an dieser Hochschule sehr wohlgefühlt habe und nicht sagen kann, dass alles schlecht hier ist, wie einige Leute der Meinung sind.
von Thomas
Foto: Hochschule Vechta
Ich finde es reicht nicht, nur Kritik zu äußern. Nach meinem dritten Fachsemester war klar, dass das Image der kleinen, fast privat anmutenden Uni flöten gegangen ist. Mit der Einführung des Bachelor SKN hatte sich die Uni übernommen. Zu viele Studenten wurden zugelassen, also zu wenige der möglichen Auswahlverfahren genutzt, zu wenig in Lehrmittel, Räume, Dozenten investiert wird. Das hat zur Folge, dass das gerne vermittelte Image der Uni und die dazugehörige Lehre und Forschung nun nicht mehr zusammen passen. Ich glaube nicht, dass diese Heuchelei bösartiger Natur ist, jedoch finde ich es nicht weitsichtig genug. Der Fokus liegt nicht mehr auf den Studenten. Es gibt Ausnahmen, die erst im Referendariat lernen, wie sie Wissen richtig vermitteln können. Das wertet kollosal ab und ich glaube, in der Uni Vechta steckt einfach mehr Potenzial. Ich denke, es ist deshalb wichtig, die zur Verfügung stehenden Auswahlverfahren auszubauen und mehr zu nutzen, vernünftig zu investieren (ich denke da an den Flachbildschirm an der Information, der zwar schick ist, aber mindestens zwei Semesterbeiträge gekostet hat) und weitsichtiger zu planen anstatt den Schaden zu regulieren. Das Gleichgewicht zwischen Lehre, aktueller Forschung und Praxisbezug sowie den Fokus auf die Studenten wiederherzustellen, sollten wichtige Ziele der Uni sein. Auch muss ein klares Konzept her. Wo sieht sich die Uni in 10 Jahren? Was sind Tendenzen der Hochschul- und Bildungspolitik? Möchten wir da mitziehen? Wie ermöglichen wir Studenten mehr Mitbestimmung? Wie machen wir die Forschung attraktiver? Wie fördern wir? Wie sieben wir die Sudokuspieler aus, die sich über die letzte Uniparty unterhalten und den Mitstudenten durch ihr Quatschen das Studieren erschweren? Image und Umsetzung passen momentan nicht mehr zusammen, aber dagegen kann was getan werden. Wenn nicht, wird Vechta eine Uni werden, die mal für ihre Mensa des Jahres und ihre Menschlichkeit bekannt gewesen ist. Noch studiere ich gerne hier.
von Stefanie
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Liebeserklärung an die Uni Vechta

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Liebe Uni
Als ich dich das erste Mal sah, warst du nur ein kleiner Haufen Institute und Gebäude irgendwo am Rande der Norddeutschen Tiefebene. Umgeben von Gefängnissen und Schweinefarmen blieb mir dein Glanz verborgen. Das Auto brachte mich in deine Stadt und hätte ich nicht rechtzeitig gebremst, wäre ich, ohne es zu bemerken, durch Vechta hindurch gefahren, ohne dich von innen betrachtet zu haben.
Das erste Mal, als ich deine Hallen betrat, war für mich kein Ereignis großartiger Empfindungen, die ersten Dinge, die ich von dir sah, lösten keine Begeisterungsstürme in mir aus.
Jedoch vertraten deine Mitarbeiter dich mit Stolz. Deine Studenten sind kommunikativ und lebensfroh. Deine Bibliothek ist übersichtlich und doch fundiert. Deine Mensa wartet mit leckeren Gerichten auf. Deine Parties sind der Mittelpunkt sämtlicher Gerüchte und Geschichten. Dein Standort ist gesichert. Die Wohnmöglichkeiten in deiner Nähe sind luxuriös. Dein Bistro erleichtert mit seinem Fairtrade-Kaffee das Durchhalten. Deine Abschlüsse sind erstrebenswert. Deine Parkplätze sind liebevoll angelegt. Deine Auslandskontakte sind brilliant. Und dein Studentinnenanteil lässt das Herz eines jeden Mannes höher schlagen.
Und darum frage ich dich: Willst du mit mir in den Master gehen?
Ja ( ) Nein ( ) Vielleicht ( )
Deine Ihna Grensemann
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Der 2. Alumnitag an der Uni Vechta 2007

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Was ist das und was hat das mit mir zu tun ?
Informationen rund um den zweiten Alumni-Tag an der Hochschule Vechta
Grafik: Hochschule Vechta
In den USA und anderen Ländern ist die Pflege der Ehemaligen längst eine Selbstverständlichkeit. Absolventen bleiben ihrer Hochschule verbunden. Sie sind Aushängeschild für die Institution und Ansporn für Studierende. Zudem liefern sie im Austausch mit der Hochschule neue Impulse für Forschung und Praxis. Große Netzwerke können so entstehen und gepflegt werden.
Auch die Hochschule Vechta möchte dieses Konzept umsetzen. Deshalb wird es in diesem Jahr am 12. Mai den zweiten Alumni-Tag an der Hochschule geben. Eingeladen sind dazu längst nicht nur Ehemalige. Es wird ein breites Programm angeboten, an dem selbstverständlich auch alle Studierenden teilnehmen können. Denn es soll ja kein nostalgisches Ehemaligentreffen werden, sondern ein Austausch zwischen Ehemaligen, Lehrenden und Studierenden stattfinden, bei dem sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft zum Tragen kommen soll. Die einzelnen Fachbereiche haben Vorträge und Stände vorbereitet und wer lieber laufen will statt zu sitzen, findet dazu Gelegenheit bei einem Fußballturnier. Am Abend wird die Band Bidla Buh den Flair der 20er Jahre wieder aufleben lassen. Unsere Mensa sorgt anschließend mit einem reichhaltigen Buffet auch für das leibliche Wohl und legt die Grundlage für die anschließende Alumniparty. Diese wird ganz traditionell vor B1 statt finden. Wer dann nach durchtanzter Nacht immer noch nicht genug hat, kann sich am 13. Mai ab 10 Uhr bei einem Katerfrühstück von den Strapazen erholen.
Wenn auch ihr etwas auf die Beine stellen wollt oder euch fragt, was denn euer Fachbereich so anbietet, wendet euch bitte an eure Fachräte oder direkt an unsere Alumnibeauftragte Melanie Phillip. Sie ist offen für alle Fragen und Anregungen.
Aber Alumni ist noch viel mehr als nur dieser eine Tag der Begegnung im Jahr. Auch das World Wide Web kann und soll genutzt werden, um das ganze Jahr in Kontakt bleiben zu können und Impulse und Ideen im Austausch zu entwickeln. Hierfür kann sich jeder kostenlos unter www.uni-vechta.de/alumni registrieren. Dort steht dann eine Plattform zur Verfügung. Der Newsletter informiert die registrierten Nutzer über die neuesten Entwicklungen und es wird ein fachspezifisches Angebot an Seminaren und Vorträgen geben. Eine Job- und Praktikumsbörse soll es den Studierenden außerdem erleichtern, den Einstieg in die Praxis zu erleichtern.
Alumni geht also jeden etwas an und jeder kann davon profitieren. Der Austausch zwischen regionalen und überregionalen Praxisfeldern sorgt für neue Impulse und Möglichkeiten.
Doch das Konzept lebt von der Beteiligung. Deshalb sollten auch Studierende sich nicht scheuen, an diesem Tag auf den Campus zu kommen und sich an den Angeboten zu beteiligen. Ihr könnt dabei nur gewinnen.
von Stefanie Bruns
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Parkplatzromantik an der Uni Vechta

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Angekündigt: Weltpolitik im November – alles und komplett, leicht gekürzt
Vec. Man stelle sich vor: Die Welt ist Vechta. Punkt. Oder besser: Ausrufungszeichen! Und Großes passiert hierzulande. Entscheidungen mit fragwürdigem Oberflächencharisma etwa werden getroffen, nun für alle sehbar und hörbar. Und das nenne ich jetzt Politik. Gerade noch die Studiengebühren eingeführt, mittlerweile die erste Riege, immerhin ganze 1000 Studierende, zur Kasse gebeten, und schon geschieht etwas. Dieses Etwas kommt ins Rollen. Auf dem Campus tut sich etwas. Sehbar, hörbar und spürbar. Auf jeden Fall etwas mit -bar. Und es fällt mir sonderbar etwas ein: Wunderbar, denke ich, denn hat nicht die Präsidentin erst kürzlich gemeint: Wir müssen bauen! Und was passiert, wenn so jemand so etwas sagt? Es wird gebaut! Und das im Eiltempo, denn: Wohin mit all denen, die sich neben dem Studium auch noch Mobilität in Form eines Autos leisten? All diese Fahrer müssen ihre Gefährte doch abstellen können, irgendwo unterkommen, einen Platz finden. Im Seminar? Nein. Das ist nebensächlich. Ein Parkplatz muss her. Eine entspannte Parkplatzsituation sorgt für entspannte Studenten, die sich morgens nicht mehr den Kopf machen müssen: Wo stehe ich heute? In meinem Studium? Nein, ganz örtlich gemeint. Wo nur stehe ich also in Vechta? Schon mal ein Seminartipp: Organisiert(e) Fahrgemeinschaften, denn die Plätze können schnell weg sein. Und wenn dann erst mal eine Großleinwand installiert ist, auf der, überdimensional groß, vertraute Dozenten wissenschaftliche Botschaften verkünden, ist das Gedrängel wieder in vollem Gange. Nicht, dass es am Ende heißt: Schon wieder keinen Platz im Autokino bekommen oder so ähnlich…
von René Kohn
Die Vier Wege, wies nicht geht
Nicht zu dicht!
Diskretion!
Obacht bei verschiedenen Parkrichtungen – Andere wollen auch raus oder rein, auf jeden Fall fahren können!
NICHT zwei auf einmal!
Parken ist in den gekennzeichneten Flächen erlaubt!
Tja…
Sollten weitere Fragen und Probleme auftauchen, wendet euch an den Fahrlehrer eures Vertrauens oder an die parkerprobte Redaktion!
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