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“iSemesterticket”?! Das WIR gewinnt!

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Laut “Vechta für Studenten” (10/2011) einer der am häufigsten gesuchten Begriffe im Suchfeld auf deren Homepage. Zu kaum einem anderen Thema gehen beim AStA mehr E-Mails ein. Im Jahr 2009 wurde eine Abstimmung über diesen Aufhänger studentischer Meinungsdiversifikation an die studentischen Wahlen gekoppelt. Verbunden mit der Hoffnung eine höhere Wahlbeteiligung zu erzielen.
Beim Thema Semesterticket scheiden sich die Geister, – und das völlig zu Recht! Schließlich kommen die Studentinnen und Studenten der Uni Vechta nicht alle geschlossen aus Berlin, Hamburg, München, oder Oberhammelwarden. Wir kommen aus den unterschiedlichsten Ecken in Niedersachsen, Deutschland, Europa, dem Emsland und der ganzen Welt! Hey, ist das nicht toll?! (Das ist es in der Tat!) Am Liebsten wollen wir jetzt auch noch überall hinreisen: Osnabrück, Oldenburg, Bremen, Hamburg, Hannover, Berlin, Köln, München, Malle oder Malediven … Warum auch nicht?! Der letztgenannte Punkt verkompliziert die Angelegenheit in punkto Semesterticket jedoch entscheidend!
Klar, wir wollen alle mobil sein, und das dann nach Möglichkeit günstig! Die einfachste Lösung wäre doch, jede Studentin, jeder Student, bastle sich unter Einbindung des PPOI (personal point of interest) das ultimative iSemesterticket zusammen, bestelle vor Semesterbeginn beim iAmt und die Sache wäre ein für alle Mal appgehakt. Wäre Sie?! Leider nicht.
Das Prinzip “iSemesterticket” ist in der Realität vorhanden. Die Deutsche Bahn zum Beispiel bietet es in Form sogenannter “Job-Tickets” an. Das Maß an Vergünstigung ist mit dem des Semestertickets jedoch in keiner Weise zu vergleichen.
Beim Semesterticket gilt das Solidaritätsprinzip: Alle Studierenden beziehen das Ticket zum Einheitspreis. Nur so lassen sich erhebliche Vergünstigungen erzielen.
Wintersemester 2011/12
Ein Blick auf die Rückseite des Studierendenausweises und vor euch seht ihr den Gültigkeitsbereich des aktuellen Semestertickets. In diesem Jahr gab es unter den Studierenden eine Urabstimmung, wobei 61% für eine umfangreiche Erweiterung des Semestertickets stimmten.
Sommersemester 2012
Die Erweiterung wird zum Sommersemester 2012 umgesetzt. Zusätzlich werden ab dann alle Regionalbahnen, Regionalexpresszüge und S-Bahnen in Niedersachsen, die Züge der metronom Eisenbahngesellschaft, die Züge der Regio-S-Bahn und der Stadtbus Vechta ohne Aufpreis nutzbar sein.
Urabstimmung 2012
Findet ihr spitzenmäßig?! Passt euch nicht in den Kram?! Eure Meinung ist gefragt! Schon für Anfang Januar 2012 ist die nächste Urabstimmung geplant. Es geht dann um das Semesterticket für das Wintersemester 2012/13 und das Sommersemester 2013! Bei Fragen oder Anregungen zum Semesterticket wendet euch an den AStA. Aktuelle Infos zum Semesterticket findet ihr unter www.asta-vechta.de/information/semesterticket oder immer auf dem Laufenden, dank “AStA Vechta”, jetzt auch bei facebook.
von Maurice Mathéus
© Erich Westendarp / PIXELIO

Der “Dies academicus” der Studierenden

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17. November 2010 – 11.30 Uhr. In den Gängen unserer Uni herrscht ein reges Treiben. Aber neben dem üblichen Verkehr zwischen den Seminarräumen werden auch Flipcharts, Tische, Plakat- und Stellwände durch die Flure getragen. Die Fachräte bauen zu jener Zeit ihre Informationsstände für den „Dies academicus“ auf. In den Gängen riecht es bereits nach Glühwein und nach Waffeln. Viele der beteiligten Fachräte ergänzen ihre Info-Stände mit dem Verkauf von Glühwein, Waffeln, Keksen, Kaffee oder Softdrinks.
Ziel dieser Informationsstände war es, die Anregungen, die Kritik und die Verbesserungsvorschläge der Studierenden zum Thema „Gutes Studieren“ zu sammeln. Die Meinung der Studierenden sollte hier unmittelbar von den Fachräten aufgenommen, ausgewertet und an die Verwaltungsstellen der Universität weitergeleitet werden. Die Bereitschaft der Studierendenschaft zur Teilnahme war immens.
Alle Stimmen der Studierenden wurden im Anschluss zusammengetragen und ausgewertet. Die angenehme Atmosphäre unserer „kleinen“ Universität, die kurzen Wege zu den Seminaren und Dozenten und selbstverständlich auch die Verpflegung durch die Mensa, waren die positiven Eindrücke der Studierenden. Daneben gab es auch selbstverständlich auch Negatives. Zwei Dinge stachen hierbei aus der Masse der Verbesserungswünsche heraus. Zum einen bemängelten die Studierenden den fehlenden Praxisbezug an der Universität Vechta. Besonders die Fachschaften der Lehramtsfächer wünschten sich eine Art „Praxistag“ in der Woche, wie es ihn bereits an anderen Universitäten des Landes gibt. Der andere große, von den Studierenden vorgebrachte Kritikpunkt war die teilweise starke Überfüllung der Seminarräume. Fachschaftsübergreifend herrschte Konsens im Wunsch nach einer angepassten Raumbelegung an unserer Universität.
Die Studierenden beklagten zudem häufig die Anwesenheitspflicht in den Seminaren und die noch immer nicht einheitlichen Prüfungsleistungen zur Erbringung der nötigen Creditpoints.
Auch die Ausgestaltung des Semestertickets war eines der großen Themen an diesem Tag. Während viele KommilitonInnen kein Semesterticket nutzen, hätten andere Studierende gerne ein umfassenderes Streckenangebot für das Semesterticket und befürworten eine Erweiterung. Die Transparenz bei der Verwendung der Studienbeiträge war ebenfalls eines der am häufigsten angesprochenen Themen der verschiedenen Fachschaften.
Am Abend folgte dann eine offene Podiumsdiskussion, die den Tag abrunden sollte. Hier gingen die ausgewerteten Meinungen der Studierenden ein. Somit bestimmten die Studierenden direkt den Fortgang und die Inhalte der Diskussion. Vertreter des Präsidiums und der Verwaltung der Universität Vechta, der Professoren- und der Studierendenschaft diskutierten rund zweieinhalb Stunden über die Anregungen der Studierenden. Frau Dr. Rieken, Vizepräsidentin der Universität Vechta, eröffnete zunächst die Diskussion und stand den Studierenden im Anschluss, als Teil der Diskussionsrunde, Rede und Antwort. Neben der Vizepräsidentin vertat auch Professor Dr. Winter die Verwaltung. Vertreter der Professorenschaft waren Frau Professorin Dr. Onnen-Isemann und Herr Professor Dr. Möhring-Hesse. Die Studierendenschaft wurde von Alexander Müller (Senat), Maurice Mathéus (AStA) und Christoph Pülm (Geschäftsführung des Studierendenparlaments) repräsentiert. Auch das Qualitätsmanagement und die Zentrale Studienberatung der Universität Vechta waren durch Frau Dr. König und Frau Siemer vertreten. Die Moderation der Podiumsdiskussion übernahm an diesem Abend Mathias Schubert, ebenfalls Teil der Geschäftsführung des Studierendenparlaments. Zusammen mit den rund einhundert Gästen im Publikum, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über das Thema „Gutes Studieren“. Viele der Studierenden im Publikum nutzten den an diesem Abend geschaffenen, kurzen und unmittelbaren Draht zum Präsidium der Universität Vechta und brachten ihre Kritikpunkte in die Diskussion ein.
Das erste positive Ergebnis dieser Podiumsdiskussion ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Bereits einen Tag später lud die Vizepräsidentin der Universität Vechta, nach einer mehr als einjährigen Pause, wieder zu einer Sitzung der „AG Studienbeiträge“ ein. Diese bemüht sich um eine sinnvolle und transparente Verwendung der Studienbeiträge. Die Zentrale Kommission für Lehre und Studium (ZKLS) tagte am 1. Dezember und nahm die Kritik und die Verbesserungswünsche der Studierenden, in einer für alle Interessierten zugänglichen Sitzung, noch einmal auf.
von Keno Müller

Aller Anfang ist schwer, der Beginn mittendrin noch viel mehr!

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Zu jedem Wintersemester dürfen wir die neuen Erstsemester an unserer Universität herzlich begrüßen. Doch während die ersten Semester mit dem Ersti-Navigator, vielen Flyern, Informationsveranstaltungen, Tutorien und Partys einer umfangreichen Reizüberflutung ausgesetzt werden, gehen höhere Semester meist leer aus. Für diese hat die Wiederkehr von studIP-Eintragungen, von Uni-Partys mittwochabends, von Fragen bezüglich der Prüfungsvorbereitungen einen periodischen Trott geschaffen, welcher von Terminen und Fristen gekennzeichnet ist. Während die Köpfe der ersten Semester noch von der Regelmäßigkeit des Schulsystems trainiert zur kontinuierlichen Aufnahme und Verarbeitung von Wissen fähig sind, erfährt das Gehirn der älteren Semester ein Wechselbad mit hohen Differenzen. Zum letzten Semesterende nach einer hitzigen Prüfungsphase ins kalte Wasser geworfen, landet das gekühlte Gehirn mit der ersten Woche Semester im Schmelzofen der Prüfungsvorbereitungen. Ob dies die Elastizität der Gehirnmasse nun stärkt oder schwächt mag dahin gestellt sein. Aber dieses schwarz-weiß Bild der älteren Semester könnte mir zum Vorwurf gemacht werden und auch ich selbst würde es nicht dabei belassen.
Was erwartet nun die älteren Semester im Wintersemester 2010/2011 und was fordert und fördert das Gehirn in der vorlesungsfreien Zeit 2011?
Euch erwartet das offizielle Alltagsleben als Studierende einer Universität. Nicht nur, dass es Veränderungen auf der Homepage gibt, auch die Briefköpfe ändern sich. Zudem befindet Ihr Euch mitten im Hochschulentwicklungsplan der Universität, den Ihr auf der Website der Uni unter “Hochschulentwicklungsplan bis 2015″ einsehen könnt.
Zudem gibt es einige Veränderungen innerhalb des AStA:
Der AStA konstituiert sich neu. Das heißt, die Referate Kultur I und II, EDV, Kassenführung und Service sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden neu gewählt.
Das AStA-Angebot der Rechtsberatung wird bis Ende Oktober von Rechtsanwältin Marcella Bohlke fortgeführt. Sie wird euch immer donnerstags von 12 bis 14 Uhr zur Verfügung stehen.
Nachdem B1-Partys für einige Zeit auf Eis gelegt waren, beginnt jetzt die neue Ära des Flurs vor B1. Auch werden für die Uni-Partys neben der WuBa und dem Gulfhaus neue Locations ausgewählt, um der Eintönigkeit zu strotzen.
Was Euch erhalten bleibt ist der jährliche Uni-Ball, der UniInsider, das Studententicket für Zugfahrten mit der NWB sowie kulturelle Angebote aus dem Referat für Kultur II.
Einer der Haupttermine, der Euch in Kürze erwartet, ist der Universitätstag am 29. Oktober 2010. An diesem Tag wird die Umbenennung von Hochschule Vechta in Universität Vechta gefeiert und die Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Auf Euch kommen eine Vielzahl von Angeboten zu, die Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet.
Im Monat darauf steht auch schon der Uni-Ball an. Es werden wieder Tanzkurse angeboten, in denen ihr Eure Gehirn-Körper-Koordination trainieren könnt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.
Nachdem dann auch Weihnachten und Silvester das Ende des Jahres ankündigen und die Weihnachtspause zum Lernen genutzt wurde, dauert es nicht mehr lang bis zum Semesterende. Vergesst nicht, den Termin der Rückmeldung für das Sommersemester einzuhalten und haltet Euch mit Sport, guter Ernährung, aktiver Freizeit und eventuell Praktika oder Arbeit fit. Setzt Euch neuen Dingen aus und genießt die Zeit. Das fordert und fördert das Gehirn. Ein erfolgreiches Wintersemester 2010/2011 wünscht Euch Euer AStA-Team!
von Johanna Olberding
Was bietet der AStA alles an?
Der Allgemeine Studierendenausschuss ist der geschäftsführende Vorstand der Studentenschaft. Seine Aufgabe besteht darin, die Geschäfte der Studentenschaft zu führen und ihre Interessen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Universität zu vertreten. Im Rahmen des vom Studentenparlament beschlossenen Haushaltsplans ermöglicht und unterstützt der AStA zahlreiche studentische Aktivitäten, wie z. B. die Fachräte oder Uni-Partys. Bei Problemen und Fragen rund um das Studium könnt Ihr Euch an uns wenden.
Büro: D-Gebäude
Tel.: 04441 2204
E-Mail: asta[at]asta-uni-vechta.de

Unser Semesterticket
NordWestBahn will Preise deutlich erhöhen

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“Andere Unis haben ein viel geileres Semesterticket! – Die fahren damit durch ganz Niedersachsen!” “Wieso zahle ich jedes Semester rund 650 € und kann dafür gerade mal mit der Nordwestbahn umherdümpeln?” “Ich brauche das Teil eh nicht, ich fahre mit dem Auto.”
Dieser Artikel befasst sich mit dem Semesterticket der Studierendenschaft der Hochschule Vechta, gibt Hintergrundinformationen und zeigt, wie das Semesterticket ab dem Wintersemester 2011/12 aussehen kann.
Die oben genannten Statements sind nur Einzelne von unzählig Verschiedenen, die man erhält, wenn man sich über unser Semesterticket unterhält. “Unzählig verschieden” meint: Eigentlich hätte gerne jeder sein ganz persönliches Semesterticket oder vielleicht auch: “Am liebsten überhaupt keins!”
Dass sich die Meinungen bei diesem Thema stark unterscheiden, ist logisch. Schließlich befindet sich die Heimat (bzw. Ort von aktuellem Interesse) der an der Uni Vechta eingeschriebenen Studierenden nicht nur in Bremen, Osnabrück oder Oldenburg. Nein!
Wir kommen zum Glück von überall und wollen gerne auch überall hin. Ach ja, und das dann bitte möglichst günstig!!
Die Gruppe der Studierenden spaltet sich grob gesagt in alle Bahnfans, die sich ein möglichst weites Semesterticket wünschen, und die Auto- und Asphaltfetischisten, die das Wort Bahn nur verwenden, um sich ausgiebig über Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit etc. auszulassen.
Leider ist es nicht möglich, dass sich ein jeder sein persönliches Ticket besorgt, jedenfalls nicht zu solch günstigen Konditionen, wie wir sie zurzeit haben. Denn das Semesterticket basiert auf dem sogenannten Solidarmodell, welches beinhaltet, dass jede Studentin und jeder Student pro Semester den gleichen Betrag für ein und dasselbe Ticket bezahlt, unabhängig davon, ob er es benötigt oder nicht. Dann, und nur dann, lassen die Verkehrsunternehmen mit sich über Semestertickets zu attraktiven Preisen verhandeln. Die Voraussetzung dafür ist eine Übereinkunft in der Studierendenschaft über Art und Umfang des Semestertickets.
Exkurs zum Solidarprinzip
Das Solidarprinzip ist nicht unumstritten. Bereits im Jahr 1992 klagte ein Duisburger Student gegen das Semesterticket. Das Bundesverwaltungsgericht unterstrich zuletzt in einem Urteil vom 12. Mai 1999 die Rechtmäßigkeit des Semestertickets nach dem Solidarmodell: “Sich für eine verbilligte Nutzung des Nahverkehrs durch die Studierenden zu bemühen, gehöre unabhängig von der Art und Weise der Finanzierung zu den einer Studierendenschaft legitimerweise übertragbaren Aufgaben.”
Eine dagegen eingereichte Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen.
Das Gericht argumentierte, die Geeignetheit des Semestertickets zur Verbesserung der sozialen Situation der Studierenden sei an den Vorteilen für die Gesamtheit der Studierenden zu messen. Besonders betont wurde auch die mögliche Verbilligung um 75%, welche mit den sogenannten Jobtickets für Einzelpersonen nicht erreicht werden könnten. Als weitere Aspekte nannten die Verfassungsrichter ökologische Vorteile durch die Nutzung des ÖPNV, die Entspannung der Parkplatzsituation sowie eine mögliche Freizeitnutzung des Tickets. Dies käme allen Studierenden zugute (Bundesverfassungsgericht 04.08.2000).
Die Preise
Nun zurück nach Vechta. Unsere gemeinsame Übereinkunft besteht aktuell in einem Vertrag über ein Semesterticket mit der NordWestBahn, welches die Nutzung des Weser-Ems-Netzes plus der Strecke Osnabrück-Halle-Bielefeld zu einem Preis von 8,45 € beinhaltet. Eine Übersicht der dazugehörigen Strecken findet Ihr übrigens auf der Rückseite Eures Studierendenausweises.
Da die Einführung eines Semestertickets aus verschiedenen Gründen eine relativ lange Vorlaufszeit benötigt, müssen wir uns einmal wieder fragen, auf welchen Schienen wir uns in Zukunft mit unserem Semesterticket bewegen wollen.
Hierzu ein paar Fakten:
Der Vertrag mit der NordWestBahn läuft noch bis einschließlich Sommersemester 2011.
Aus dem laufenden Vertrag zwischen der Studierendenschaft der Hochschule Vechta und der NordWestBahn ergibt sich ein Preis von 9,40 € für das WS 2010/11, genau sowie für das SS 2011.
Für das WS 2011/12 und das SS 2012 liegt dem AStA ein neues Angebot der NordWestBahn vor. Es sieht für das WS 2011/12 einen Preis von 16 € und für das SS 2012 einen Preis von 22,70 € vor.
Es handelt sich hier um Preiserhöhungen von ungeheuerlichem Ausmaß, die wir nicht ohne Weiteres hinnehmen wollen.
Die NordWestBahn begründet das Angebot mit einer erheblichen Steigerung der Nutzung des Semestertickets durch Studierende der Universität Vechta, insbesondere auf der Strecke Osnabrück-Vechta-Bremen. Das private Eisenbahnunternehmen beruft sich dabei auf Daten von eigens in Auftrag gegebenen Erhebungen, welche im September 2005 und Januar 2009 durchgeführt wurden. Es bedarf keiner aufwendigen Analyse, um zu erkennen, dass eine erhöhte Auslastung laut Umfragewerten naheliegend ist: Der Monat September befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, wenn so gut wie kein Pendelverkehr von und nach Vechta zu erwarten ist. Hinzu kommt, dass im Jahr 2005 rund 800 Studierende weniger an der Uni Vechta immatrikuliert waren als im Jahre 2009. In den laufenden Vertragsverhandlungen zählen für die NordWestBahn jedoch nur die eigenen Zahlen, nicht etwa berechtigte Kritik. Die Zeiträume der Erhebungen sind, mit dem Ziel eine Aussage über die Nutzung des Semestertickets der Uni Vechta zu treffen, mehr als unglücklich gewählt. Somit stellen die Erhebungen aus unserer Sicht keine Rechtfertigung für Preiserhöhung in dieser Höhe dar.
Bis Januar 2011 wird von der NordWestBahn überprüft, ob eine Implementierung des ab Ende 2010 neuen Regio-S-Bahnnetzes zu ähnlichen Konditionen wie in dem oben genannten Angebot möglich ist.
Unsere Verhandlungsposition könnte besser sein. Denn durch Vechta fährt nun einmal nur die NordWestBahn. Doch auch von anderen Verkehrsunternehmen liegen Angebote vor.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass wir immer mit jedem Verkehrsunternehmen einzeln verhandeln müssen. Eine Abweichung gibt es nur beim VBN-Ticket dar, bei dessen Erwerb der Verkehrsverbund die Verhandlungen übernimmt.
Jetzt seit ihr gefragt. Wie soll unser Semesterticket in Zukunft aussehen?
Demnächst wird auf der AStA-Info-Seite im StudIP eine Umfrage zu diesem Thema geschaltet. Haltet die Augen offen. Bei Umfragestart wird es eine Rundmail geben.
Habt Ihr noch grundsätzliche Fragen oder vielleicht eigene Anregungen zum Semesterticket? Dann sprecht doch einmal mit Eurer/Eurem StuPa-Abgeordneten des Vertrauens (Das StuPa trifft letztendlich die Entscheidung über das Ticket.) oder schreibt mir eine Mail an maurice.matheus[at]asta-uni-vechta.de.
(Alle genannten Preise verstehen sich inkl. MwSt.)
WS 2011/12 SS 2012
NordWestBahn (Infos) 16,- 22,70
DB-Regio: Niedersachsen-Netz (Infos) 50,-* 50,-*
Metronom-Netz (Infos) 20,-* 20,-*
Stadtbus Vechta (Infos) 6,- 6,-
VBN-Ticket SemesterTicket (Infos) 110,-* 110,-*
*) Preisschätzungen basieren auf Angebot WS 2010/11. Die tatsächlichen Preis können abweichen. Alle Angaben ohne Gewähr.
von Maurice Mathéus

Schicht im Schacht?
Caféte ist für 9 Wochen bedingt geschlossen

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Trotz vorangegangener Gespräche mit Frau Assenmacher und Frau Eickhoff (Liegenschaftsmanagement) kann die bedingte Schließung der Caféte aufgrund der Umbaumaßnahmen im R-Gebäude nicht umgangen werden.
Die Caféte stellt einen Erholungsraum und Treffpunkt in den Pausen sowie in freien Veranstaltungszeiträumen dar. Neben „Café“ – wie der Name schon vermuten lässt – sind andere Getränke und kleine süße aber auch herzhafte Happen für zwischendurch im Angebot. Zudem werden morgens Brötchen mit unterschiedlichem Aufschnitt angeboten und dies alles zu einem guten Preis. Die Caféte ist also – kurz gefasst – ein Angebot von Studierenden für Studierende et al. und findet reichlich Anklang.
Diese kleine Lobeshymne auf die Caféte jedoch wird die 9-wöchig bedingte Schließung nicht abwenden können genauso wenig wie das allgemeine Wissen über die Wichtigkeit und Richtigkeit der Caféte.
Vom 10. Mai bis zum 16. Juli nun wird die Caféte als Seminarraum genutzt werden müssen, da durch das Baugeschehen in diesem Zeitraum der gesamte R-20-Flur sowie der Raum R 117 entfallen werden.
Diese Schließung bleibt jedoch eben dies: bedingt.
Das Caféten-Team konnte eine bleibende Öffnungszeit von täglich 8 bis 10 Uhr aushandeln, sodass der morgendliche Café und bei Bedarf auch das Brötchen nicht fehlen. Zudem wird die Caféte in der ersten vorlesungsfreien Woche direkt nach dem 16. Juli für mindestens eine Woche geöffnet sein, um den Studierenden während der Klausuren mit Nervennahrung wieder zur Seite zu stehen. In der vorletzten Woche fanden Informationsveranstaltungen statt, in denen auch über mögliche Alternativen für den 9wöchigen Zeitraum diskutiert wurde. Pläne wurden geschmiedet und werden gerade konkretisiert. Es ist in der Caféte also noch lange nicht “Schicht im Schacht”.
von Johanna Olberding

2010 – Ein nächster Schritt

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Ausblickend auf das Jahr 2010 gehen wir nun schwanger mit dem 2009 begonnenen bundesweiten Bildungsstreik, welcher von dem „Aktionsbündnis gegen Studiengebühren“ (ABS) und dem „Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit“ (bpm) organisiert wurde und gewiss auch in diesem Jahr weiter Thema sein wird.
Nachdem nun die Meinung der Studierendenschaft ein öffentliches Ohr gefunden hat – es ist gewiss noch nicht an jedes Ohr gedrungen – gilt es, bei der inneren Missstandswahrnehmung insofern zu verbleiben, die Nischen zur Eigeninitiative – neben Demonstrationen – weiter zu entdecken, abzusichern und zu nutzen.
Unmutsausdrücke wie “Das bringt doch nichts.”, “Als einzelne/r kann ich nichts ändern” u.v.m. weichen dem Bewusstsein konstruktiver Kommunikation und Zusammenarbeit.
Die Reichweite einer gegenwärtigen Position schafft die Möglichkeiten des gegenwärtigen Denkens und Handelns. Die Grundlage für jede Position bleibt die Information über aktuelle Geschehnisse im Kleinen wie im Großen. Im Kleinen fällt unsere Hochschule in den Fokus. Die Aktionen vom 16. Juni und 2. Dezember 2009 verdichteten sich auf einen Appell an die „Baustellen“ der Hochschule Vechta selbst. Die Ende Januar diesen Jahres neugewählten Vertreter der Studierenden im Studierendenparlament (StuPa), Senat, der Zentralen Kommission für Lehre und Studium (ZKLS) sowie der Kommission für Frauenförderung und Gleichstellung (KFG) bedürfen Eurer Informationen aus Studiengängen, Veranstaltungen, von Prüfungsbedingungen u.s.w. Dabei bilden besonders Ungereimtheiten, Veränderungswünsche, Hinweise etc. die zu vertretende Meinung, welche den Studierendenvertretern in den Gremien der Hochschulpolitik eine Handlungsgrundlage bietet.
Viele Studierende der Hochschule Vechta sind am 2. Dezember 2009 in den „Rausch“ der durchaus berechtigten Demonstration gekommen. Jetzt Bedarf es des Umstrukturierungs-Rausches. Der verläuft um etliches stiller und zieht keineswegs so viel mediale Aufmerksamkeit auf sich. Er ist jedoch notwendig um dieses Kind auf die Welt zu bringen und zwar in einen vorbereiteten Kontext, welcher dem Kind – nennen wir es einmal Bildung jr. – gute Voraussetzungen zur „Bildung“ gibt.
von Johanna Olberding

Der neue AStA-Referent für überregionale Hochschulpolitik

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asta13
Moin, ich bin‘s, Maurice Mathéus, der neue AStA-Referent für überregionale Hochschulpolitik. An dieser Stelle möchte ich mich euch kurz vorstellen. Ich bin 21 Jahre jung, aufgewachsen zusammen mit meinen vier jüngeren Brüdern in Faßberg in der schönen Lüneburger Heide. Nach meinem Abi in Hermannsburg zog es mich erstmal an die Küste. Ein Jahr lang arbeitete ich in Bremerhaven bei der Deutschen Seemannsmission. Von dort aus gelangte ich dann im Oktober letzten Jahres hier an die Hochschule Vechta. Der in meinen Augen sehr zukunftsorientierte Studiengang Dienstleistungsmanagement überzeugte mich.
Am 27. Mai durch das Studierendenparlament in den AStA gewählt, bin ich nunmehr seit dem 01.06. offiziell im Amt und euer Ansprechpartner, wenn es um Angelegenheiten geht, die über Vechtas Grenzen hinaus auch Studierende anderer Hochschulen etwas angehen. In der kommenden Zeit werde ich an Landes-Asten-Konferenzen (LAK) teilnehmen und diese mitgestalten. Mir ist in diesem Zusammenhang eine Integration der Studierenden wichtig. Wenn die Studierenden viel von dem mitbekommen, was wir im AStA so machen, dann wird automatisch das Interesse der Studierenden an hochschulpolitischen Zusammenhängen zunehmen. Mein Beitrag wird in regelmäßiger Berichterstattung von den Konferenzen bestehen. Für so was gibt es bei uns ja zum Beispiel den UNI-INSIDER!
Meine weiteren Aufgaben bestehen in der hochschulpolitischen Vertretung der Studierendenschaft gegenüber dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium und in der Begleitung studienbeitragsrelevanter Fragestellungen und Veranstaltungen, selbstredend unter der Zielsetzung die Studienbeiträge loszuwerden. Sie sind unsozial und nicht hinnehmbar. Bildung sollte für jedermann zugänglich sein, kein Privileg der „High Society“ werden. Ich werde mich stets klar gegen Studiengebühren aussprechen.
Die Arbeit im AStA lebt von Impulsen aus dem Studierendenparlament und insbesondere auch von euch Studenten der Hochschule Vechta! Wann immer euch etwas auf der Seele brennt, euch etwas so richtig gegen den Strich läuft, wenn ihr eine tolle Idee habt, so seit ihr bei mir und, ich möchte für uns alle sprechen, uns AStA-Referenten an der richtigen Adresse. Kommt in meine Sprechstunde (dienstags, 14:30 – 15:30 Uhr), schreibt mir eine Mail an maurice.matheus[at]mail.uni-vechta.de oder sprecht mich einfach mal so nebenbei an.
Ich freu mich drauf,
Euer Maurice
AStA-Referent für überregionale HoPo
von Maurice Mathéus

Die neue Studierendensatzung

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Das Studierendenparlament hat auf seiner 9. Sitzung im WS 2008/09 am 21.01.09 eine neue Satzung verabschiedet. In Bezug auf den AStA konnte man sich mit der Mehrheit des Studierendenparlaments auf einen Kompromissvorschlag einigen, welcher beide entgegengesetzte Positionen verknüpft. Eigentlich sah der erste Satzungsentwurf vor, dass alle AStA-Referenten sich mit einem Tätigkeitsbericht am Ende des Wintersemesters vor dem StuPa rechtfertigen sollten. Im folgenden Sommersemester sollten dann von dem neu gewählten StuPa alle AStA-Stellen neu ausgeschrieben werden. Die alten Referenten hätten sich natürlich wieder um ihr Amt mit bewerben können, aber müssten sich dann mit anderen Bewerbern messen. Die Amtszeit eines AStA-Referenten hätte somit ein Jahr gedauert, mit der Option zur Wiederwahl im folgenden Semester. Man hätte also die Amtszeit des StuPa und der AStA-Referenten angepasst. In der alten Satzung waren die Amtszeiten der AStA-Referenten unbeschränkt, d.h. man konnte als Referent entweder selber kündigen oder sich vom StuPa wegen eines schlimmen Vergehens suspendieren lassen. Der derzeitige AStA lehnte die Anpassung der StuPa-Legislaturperiode mit den AStA-Stellen ab. Das Hauptargument lag in der fehlenden Kontinuität, falls man die AStA-Stellen jedes Jahr neu auswechselt. Gerade in diesem Gremium sind ein paar erfahrende Referenten sehr nützlich. Außerdem könnte die Situation eintreten, dass ein völlig neu zusammengestellter StuPa schlecht die Arbeit eines Referenten beurteilen kann, wenn sie ihn einfach nicht kennengelernt haben. Auf der anderen Seite müssen sich die Mitglieder des StuPa jedes Jahr neu zur Wahl stellen, d.h. schlechte Leistungen können mit Stimmverlust oder sogar Mandatsverlust bestraft werden. Davon waren die AStA-Referenten befreit und so konnten lange Dienstzeiten in Anspruch genommen werden. Nach etlichen Diskussionen im Studierendenparlament und in der Satzungsarbeitsgemeinschaft konnte ein passender Kompromiss gefunden werden. Die AStA-Referenten werden einen Rechenschaftsbericht abgeben und stellen sich zur Wiederwahl mit anderen Bewerbern im jeweiligen Sommersemester. So konnte eine Überlappung zwischen der Amtszeit des neu gewählten StuPa und den „alten“ AStA-Referenten erfolgen. In dieser Überlappungszeit kann sich dass neue StuPa ein Bild von den Referenten und ihrer Arbeit machen, während man früh genug klären kann, ob überhaupt Bewerber für die einzelnen AStA Stellen vorhanden sind. Zu diesem Zweck wird der AStA, mit Unterstützung des Studierendenparlaments, in diesem Sommersemester die Studierenden ausführlich über die Aufgaben der AStA-Referenten informieren. Nur mit viel Aufklärungsarbeit und Werbung kann man es so früh genug schaffen, möglichst viele Bewerber für die offene Ausschreibung zu gewinnen. Der Job des AStA-Referenten kann nur ein Jahr andauern, aber man hat die Möglichkeit durch überzeugende Leistung sich wieder wählen zu lassen. In dieser Zeit kann man sehr viele nützliche Erfahrungen sammeln und seinen Horizont erweitern. Achtet auf die AStA-Aushänge und die Vorstellungen der Referate im Uni-Insider. Dort könnt ihr euch schon einmal ein Bild davon machen, was euch erwartet und vielleicht wagt ihr ja den Schritt euch im Juni zu bewerben.
von Arnold Hobbacher

Wahlen an der Hochschule Vechta

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© Gerd Altmann / PIXELIO
Am 27. und 28. Januar 2009 wird wie jedes Jahr in der Hochschule Vechta fleißig gewählt. Neben der Wahl zum Studierendenparlament werden noch der Senat, die Zentrale Kommission für Lehre und Studium (ZKLS) und die Kommission für Frauenförderung und Gleichstellung (KFG) gewählt. Der AStA und die verantwortlichen Wahlleiter des Studierendenparlamentes versuchen, wie in jedem Jahr, durch gezielte Informationen, Werbung und die direkte Ansprache eine möglichst hohe Wahlbeteiligung unter den Studierenden zu erreichen. Im letzten Jahr konnte man eine Rekordwahlbeteiligung von stattlichen 21 Prozent verbuchen. Eine Zahl, die zum einen ausdrückt, dass hinter den Kulissen gute Arbeit geleistet wurde, aber zum anderen deutlich macht, dass 79 Prozent der fast 3400 Studierenden hier in Vechta nicht gewählt haben. Natürlich ist eine Studierendenwahl kein Pflichtprogramm und jeder kann selbst entscheiden, ob man wählt oder nicht, dennoch ist bei diesen Zahlen ein allgemeines politisches Desinteresse nicht zu übersehen. Die Zeiten, so wird argumentiert, haben sich halt geändert. Es ist schon fast zwei Generationen her, dass sich Studenten ihre Mitbestimmungsrechte erstritten haben und in den folgenden Jahren sehr beherzt an der Hochschulpolitik teilnahmen. Letztlich führte dieses politische Engagement in den achtziger Jahren in die Sackgasse. Gesellschaftspolitische Themen rückten immer mehr in den Vordergrund und verdrängten wichtige Aspekte, die sich mit den Interessen der Studierenden befassen sollten. Landesweit entfernten sich ASten und Studentenparlamente von der lebensweltlichen Wirklichkeit derjenigen, die sie eigentlich vertreten sollten. Abrüstung, Umweltschutz oder kapitalistische Ausbeutung der Dritten Welt wurden heftig diskutiert. Meist mit dem Ergebnis, die Studierenden aufzuklären oder Solidarität, mit wem auch immer, zu bekunden. In diesem Zusammenhang konnte man es verstehen, dass immer mehr Studenten einfach das Interesse an ihrer eigenen Studierendenvertretung verloren haben. Studierendenparlamente wurden als „Quatschbuden“ bezeichnet, in denen viel debattiert, aber wenig Konstruktives erreicht wurde. Natürlich veränderte sich auch die gesamte Gesellschaft gleichzeitig. Allgemeine Politikverdrossenheit ging Hand in Hand mit einer jüngeren Generation von Studierenden, welche ihr Studium und den dazugehörigen Abschluss an erster Stelle setzten. Studierendenparlamente und die ASten der Hochschulen galten als Sammelbecken für politische Gruppen, Selbstdarsteller oder Junior-Berufspolitiker. Regelmäßig blockierten sich Interessengruppen und hinterließen nach ihrer Abwahl den Amtsnachfolgern chaotische Zustände. ASten verschuldeten sich häufig oder verpulverten die Gelder der Studierenden mit Friedenskonzerten oder Demonstrationen, an denen niemand teilnahm. All diese Hintergründe lasten noch heute auf den studentischen Gremien, denn ein schlechter Ruf wirkt immer sehr nachhaltig.
asta11b
© Gerd Altmann / PIXELIO
Doch glücklicherweise veränderten sich die Studierendengremien langsam, aber stetig. Mitte der neunziger Jahre konnte man allgemein einen Paradigmenwechsel beobachten, weg von utopischer, politischer Agitation und hin zum Studenten und serviceorientierten Einrichtungen. Die Studierendenschaft rückte wieder in den Mittelpunkt und auch die Umstellung auf das
Bachelor-/Mastersystem sorgte dafür, dass Gremien sich mit Studieninhalten und Studienplanung beschäftigen mussten. In der Hochschule Vechta hat sich das Studierendenparlament jedoch immer in erster Linie als Interessenvertretung der Studierenden gesehen. Wichtige Entschlüsse und die große Möglichkeit, irgendwie auf Seiten der Studierenden einzugreifen, zeichneten immer das Studierendenparlament in Vechta aus.
Aber wie kommt man als normaler Student in das Studierendenparlament? Nun, man kann sich auf eine Wahlliste eintragen oder sich einer Liste anschließen. Unter diesen so genannten Listen stehen Interessengruppen, wie z.B. die Liste Geisteswissenschaft oder die Liste Soziale Arbeit. Jeder Bewerber hat danach die Möglichkeit, in dem Wahl Basta, einem Werbeheft, sich kurz vorzustellen und den Studierenden sein Konzept, Vorschläge oder Vision zu unterbreiten. Oft ist die Rede von dem allgemeinen Einsatz für die Studierenden im eigenen Fachbereich, dem ein Bewerber angehört, sowie natürlich auch in allen anderen Fachbereichen. Somit kann man theoretisch sein Wahlvolk erheblich vergrößern. Die Wahlwerbung der Listen ist immerhin schon deutlicher, wenn es um die Formulierung von angestrebten Zielen geht. Hier werden fachliche Belange und Änderungswünsche auf den Nenner gebracht, um so den Studierenden die Wahlentscheidung zu vereinfachen. Doch dies ist natürlich nicht immer der Fall, so hat sich letztes Jahr der größte Fachbereich sich als Liste aufgestellt und auf eine Angabe von Wahlversprechen, Zielen oder Vorhaben gänzlich verzichtet. Entweder wollte die Liste keine Versprechungen abgeben oder die Probleme des Fachbereiches waren so groß, dass sie sowieso eindeutig waren. Es gibt immer verschiedene Wahltaktiken und Wahlwerbungen und man kann sich, nachdem man selbst gewählt hat, fragen: „Warum habe ich meine Stimme Kandidat XY gegeben? Hat mich seine Erfahrung beeindruckt oder seine angegebenen Ziele und Wahlversprechen? Welche Liste hatte das beste Programm?“ Am Ende jedoch wählt man, wie in der „großen“ Politik, jemanden von der Liste, der den eigenen Fachbereich vertritt, oder noch einfacher, man wählt, wen man unter den Kandidaten persönlich kennt. Warum man wen wählt ist letztlich auch nebensächlich, Hauptsache man hat gewählt und sich somit ein Stück politisch engagiert.
Ehrenamt braucht…
asta11b
© Gerd Altmann / PIXELIO
… Ehre?! Nicht nur zum Wählen brauchen wir dich, sondern auch fürs Ehrenamt. Zwar ist es jetzt schon zu spät, sich noch für diese Legislatur für StuPa, ZKLS oder KFG aufzustellen, aber aktiv kannst du auch anders werden. Gerade zum Einstig bietet sich der Fachrat deines Studienganges an. Dieser kümmert sich um kleinere und größere Belange der Studierenden und wird auch kulturell aktiv – Uniparties vor B1 verdankst du immer dem Einsatz eines Fachrates! Und wenn du noch „höher hinaus willst“ in der Hochschulpolitik, bietet der Fachrat dir dafür ein geeignetes Fundament. Aber vor allem macht Fachratsarbeit Spaß und sieht auch später gut in der Bewerbung aus. Für Genaueres wendest du dich einfach an deine Fachvertreter (auf www.asta-vechta.de unter „Fachrat“).
Des Weiteren kannst du im Hochschulsport aktiv werden, dich im Mentoringprogramm Intermento um ausländische Studierende kümmern (auf www.uni-vechta.de unter „International“) oder natürlich bei der uniVista in der Redaktion oder als freier Mitarbeiter mitmachen. All das sind nicht nur tolle Freizeitbeschäftigungen, sondern geben dir die Möglichkeit, andere Leute kennenzulernen, neue Erfahrungen zu sammeln und praktische Kompetenzen zu erwerben.
Und wer weiß, vielleicht bist du bei der nächsten Wahl fürs StuPa dabei?
von Arnold Hobbacher und Julia Stock

BWM-2 oder das Scheitern interdisziplinärer Module

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Eigentlich fing alles gut gemeint und ambitioniert an. Die neue Prüfungsform des Portfolios wird vom Kultusministerium in Hannover seit Längerem favorisiert. Hierbei handelt es sich um eine übergreifende Fragestellung, die ein oder mehrere Seminare umfasst. Das Portfolio kann zwischen fünf bis zehn Seiten stark sein und ersetzt die übliche schriftliche Seminararbeit oder die Modulabschlussklausur.
Die Hochschulleitung der Universität Vechta wollte diese übergreifende Prüfungsform aufnehmen und kam nach eingehender Beratung mit dem Masterprüfungsausschuss auf das kombinierte Mastermodul BWM. Dieses Modul wird aufgeteilt zwischen den Fächern Psychologie und Erziehungswissenschaft und ist somit perfekt, um ein fächerübergreifendes Portfolio als Prüfungsform anzusetzen. Beide Fächer wurden informiert, das Portfolio in die Prüfungsordnung aufgenommen.
Eigentlich eine ganz einfache Sache mit vielen Gewinnern. Zuerst die Studenten, die nun für zwei Seminare lediglich ein Portfolio einreichen müssen und somit ordentlich Zeit sparen können. Dann die beiden Fächer, da nun nur eine Prüfung korrigiert werden muss. Zu guter Letzt die Hochschulleitung sowie der Masterprüfungsausschuss, da man sehr schnell das in Hannover so heißgeliebte Portfolio in das Studium integriert hat. Doch wie immer im Leben ist nichts wirklich unkompliziert und an einer Universität schon gar nicht. So hatte sich der AStA auf einmal mit 140 wütenden Masterstudenten zu beschäftigen. Zunächst musste man als AStA-Referent jedoch die komplizierte neue Sachlage verstehen: Was ist BWM (ein Modul für Lehramtstudenten) und welche Prüfung ist gemeint? Wieso hatten die Studierenden bereits eine Prüfungsleistung in dem erziehungswissenschaftlichen Teilmodul geleistet und weshalb konnten diese Studenten nun kein Portfolio mehr im Fach Psychologie schreiben?
Der AstA versprach, eine Lösung zu finden. Zunächst hatte man anscheinend im Fach Erziehungswissenschaft die klare Vorgabe des Prüfungsausschusses und der Prüfungsordnung anders interpretiert. Ein übergreifendes Portfolio stand nicht zur Debatte, stattdessen wurden Referate mit Ausarbeitungen geschrieben. Als nun einige Studenten im darauf folgenden Semester im psychologischen Teil des Moduls saßen, kam die böse Überraschung, da ganz korrekt nach der Prüfungsordnung auf das Portfolio bestanden wurde. Aber wie soll man ein Portfolio, welches Seminar übergreifend ist, schreiben, wenn man einen Teil schon hinter sich hat? Das Portfolio sollte darüber hinaus als Modulabschlussprüfung fungieren und nicht als Teilprüfung. Die Studenten hätten also für die gleiche AP Zahl doppelten Arbeitsaufwand leisten müssen. Vielleicht war dies ja nur ein Versehen, was durchaus bei einer neuen Prüfungsform und einem Modul, welches sich zwei Fächer teilen, passieren kann. Daher setzt man sich in einem solchen Fall gewöhnlich zusammen, spricht miteinander und findet eine Lösung. Das Problem in diesem Fall ist allerdings, dass die Verantwortlichen beider Fächer eben gerade nicht miteinander kommunizieren. Die Hochschulleitung versuchte dies mehrfach zu ändern, kapitulierte jedoch und erließ eine Verfügung. Erst jetzt fand man eine Lösung und musste feststellen, dass ein fächerübergreifendes Portfolio nur funktionieren kann, wenn auch wirklich Kooperationsbereitschaft zwischen den Fächern besteht.
Der AstA war entsetzt über diesen Zustand, da doch eigentlich die Lehre und die Ausbildung der Studenten im Vordergrund stehen sollten. Stattdessen können sich nicht einmal zwei Fächer an Vereinbarungen halten oder zusammenarbeiten. Die Prüfungsform mit einem seminarübergreifenden Portfolio ist nach nur zwei Semestern gescheitert und jetzt auch aus der Prüfungsordnung genommen worden. Ein gutes Beispiel, wie man nicht miteinander arbeiten sollte und was uns verdeutlicht, wie kompliziert wohl interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fächer ist.
von Arnold Hobbacher

Gleichstellungsbüro plant Fortsetzung des Mentoring-Programms

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Studentinnen mit ihren Mentorinnen aus
dem Mentoring-Programm 2007/2008
Foto: Björn Franke & René Kohn
Beruflich erfolgreiche Frauen unterstützen Studentinnen der Hochschule Vechta bei ihrer Karriereund Lebensplanung.
Die zweite Auflage des Mentoring-Programms für Studentinnen ging Anfang April mit einem Abschluss-Workshop erfolgreich zu Ende. Fast ein Jahr lang konnten zehn Studentinnen der Hochschule von den Erfahrungen weiblicher Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen der Region profitieren. Mentoring ist eine Strategie zur Unterstützung des Nachwuchses bei der Planung und Gestaltung der Karriere. Es basiert auf einer zeitlich befristeten Partnerschaft, in der eine Nachwuchskraft – die Mentee – von einer Führungskraft – der Mentorin – betreut wird. Neben den regelmäßigen Treffen mit ihren Mentorinnen nahmen die Studentinnen zusätzlich an einem Rahmenprogramm teil, das verschiedene Seminare u.a. zu den Themen Selbstbewusstes Auftreten, Selbst-Management oder Bewerbungstraining beinhaltete.
Das Gleichstellungsbüro plant eine dritte Runde des Projekts und will damit weiteren engagierten Studentinnen bei ihrer Karriereplanung helfen. Interessentinnen können sich bei Ann-Kathrin Berkefeld montags und dienstags unterBder Nummer 04441-15-625 melden oder direkt im Gleichstellungsbüro (D-Gebäude) persönlich vorbei kommen.
von Ann-Kathrin Berkefeld

Neues zum Semesterticket

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Ich fuhr mit meinen Freunden nach Bremen. Die Fahrt mit der NWB war kostenlos und ich konnte mir von meinem schon sehr strapazierten Budget gerade noch eine Flasche Wein leisten. Ich war aber frohen Mutes, mit netten Leuten einen entspannten Abend zu verbringen. Die gute Laune verging mir jedoch schnell, als Meike strahlend noch in der Tür erzählte, dass sie und der Rest beschlossen hatten, auf die Reeperbahn nach HH zu fahren. Alle fanden die Idee hervorragend und konnten meine sprachlose Bestürzung nicht verstehen. Als ich erzählte, dass ich pleite bin und mir nicht leisten kann, 40 € einfach so auszugeben, lachten sie nur und schrieen im Chor heraus: „Semesterticket!“. „Toll“, dachte ich – „Semesterticket. War klar“, und antwortete laut: „Ich habe aber keins.“ Diesmal ergriff fast alle stummes Entsetzen. Nur Meike, der nicht mal so etwas die Sprache verschlagen kann, sagte: „Wie? Hast du das Studium aufgegeben? Erzähl!“
Nun, irgendwann wurde der Abend doch noch ganz nett, aber der saure Ticket-Nachgeschmack blieb und nicht mal die Nordwestbahnfahrt konnte ihn versüßen. Kommt Euch dabei was bekannt vor? Ja? Obwohl ich erst seit Kurzem ein Amt im AStA bekleide, habe ich schon einige E-Mails bekommen, die davon zeugen. Um diese zu beantworten, musste ich mich über die Lage und die Bemühungen meiner Vorgänger informieren. Die Situation stellt sich, kurz gefasst, folgendermaßen dar: Es wurden mehrere Versuche unternommen, das Semesterticket zu erweitern. Alle Verhandlungen mit der Bahn scheiterten jedoch nicht nur an den 80,- Euro, die sie für ihr sehr begrenztes Angebot haben wollten, sondern auch an uns Studierenden, die diese Mehrkosten nicht zu tragen bereit waren (s. auch „Unser Semesterticket – ein Streitgespräch“ in uniVista No.7).
Soll das aber alles sein? Nicht doch! Der AStA bleibt weiterhin am Ball und um das zu beweisen, hier unser 3-Schritte- Plan:
1. StadtBus – Ticket
Mit diesem Ticket dürften wir durch Vechta fahren, so viel wir lustig sind. Die Firma Wilmering hat sich Gedanken gemacht und wird speziell für die Hochschulstudenten ihr Angebot erweitern. Außerdem sind Uni- Party-Nachtbusse im Gespräch. Kosten? Das normale Semesterticket kostet 96 €, wir haben die einmalige Chance, es für ca. 10 € zu bekommen.
2. Weser-Ems-Bus
Es geht hierbei um die Linien 660 und 696. Damit wäre auch die Strecke nach Ahlhorn gesichert und wir kämen nach Oldenburg, ohne weitere Kosten auf uns nehmen zu müssen. Herr Schneider, Verkehrsplaner der Weser- Ems GmbH, bemüht sich, die Strecken, die bisher hauptsächlich von Schülern genutzt werden, auch für die Studierenden der Hochschule Vechta attraktiv zu gestalten. Hier seid Ihr alle gefragt! Wann und wohin wollt Ihr fahren, welche Strecken sind für Euch interessant?
3. VBN – Ticket
Zu guter Letzt können wir mit Eurer Zustimmung in den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen aufgenommen werden und somit hätten wir das gleiche Semesterticket wie 9 weitere Unis in Niedersachsen. Darum geht es doch, oder? Alle Unis, die dazu gehören, bezahlen den gleichen Preis (z.Zt. ca. 90,- €) ohne jegliche Abstufungen, was für unsere verhältnismäßig kleine Uni von großem Vorteil wäre. Wo gilt das Ticket? Innerhalb des VBN-, des VEJ- und des VGC- Gebietes gilt es in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Straßenbahnen, Stadtbussen und allen Regionalbuslinien und Nahverkehrszügen (2. Klasse) der NWB, des Metronoms, der EVB, der Nordseebahn und der DB (RE, RB, SE) und weiteren Schienenstrecken. Klartext gefällig? Ein spontaner Reeperbahnbesuch wäre kein Problem mehr. In Hannover shoppen gehen? Aber ja doch, und zwar ohne die lästigen Bahnkosten, dafür aber mit neuen Schuhen in der Tasche.
Das ist unserer Drei-Schritte-Plan. Drei Hürden, die nicht einfach zu überwinden sind. Erstens brauchen wir Eure Unterstützung, Eure Stimmen; zweitens ein wenig mehr Unterstützung (vor allem rechtzeitige Überweisungen des Teils der studentischen Beiträge an den AStA) seitens der Hochschulverwaltung und… Zeit, um die Verhandlungen zu Eurer Zufriedenheit zu führen. Und Ihr seid gefragt. Kommt zur Vollversammlung, zögert nicht, wenn Ihr aufgefordert werdet, an einer Umfrage oder Abstimmung diesbezüglich teilzunehmen.
ABER: Ich will Euch hier kein Verkehrsparadies aufschwatzen und deswegen möchte ich an dieser Stelle unterstreichen, dass die Verhandlungen immer noch im vollen Gange sind. Die genauen Bedingungen müssen noch erarbeitet werden und es ist nicht gesagt, dass die Kooperation mit den Bahn- und Busunternehmen zustande kommt. Das „vollkommene Ticket“ wird auch nicht ab dem kommenden Wintersemester möglich sein, sondern aus Verwaltungsgründen frühestens zum Sommer-semester 2009. Dies erfordert jedoch vor allem Eure Zustimmung. Außerdem hängt auch nicht alles allein vom AStA ab. So ein Ticket ist eine sehr komplizierte Angelegenheit und da wir mit Eurem Geld operieren, können wir uns keine riskanten Investitionen und Verträge erlauben. Habt also bitte noch etwas Geduld mit uns. Über den Verlauf unserer Verhandlungen werden wir Euch auf unserer Homepage informieren.
Aber Kopf hoch! Ich glaube nicht nur daran, ich weiß, dass dieses Vorhaben gute Aussichten auf Erfolg hat.
Mit besten Empfehlungen,
Isabella Mittwollen
AStA- Finanzreferentin

Von „geraden“ und „ungeraden“ Lebensläufen

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Viele Studierende sind sich sicher: Das Leben ist ein Stückweit vorausplanbar. Ziele, die frühzeitig definiert werden, lassen sich mit großem Engagement und viel Disziplin über einen längeren Zeitraum hinweg verwirklichen. So funktionieren die „geraden Karrieren“ der meisten Studierenden in Vechta: Erst das Abitur, dann das Studium, anschließend das Referendariat, um schließlich als Lehrer bis zur Pensionierung an einer staatlichen Schule tätig zu sein. Zudem sind die meisten Studierenden am Beginn ihres Studiums an der hiesigen Hochschule augenscheinlich noch sehr jung. Aber es gibt ja auch noch die Anderen; die Langzeitstudenten, deren Anzahl in Anbetracht der eingeführten Studiengebühren sich in der Zukunft immer weiter verringern wird; die Seniorstudenten und eben jene Studierende, die um die 30 Jahre alt sind und schon eine Berufsausbildung oder vergleichbares absolviert haben, um aus den unterschiedlichsten Motiven heraus nunmehr durch das Studium eine neue berufliche Laufbahn einschlagen. Viele von ihnen sind auf Unterstützung durch das BAföG angewiesen: Von den Eltern erfahren sie im Regelfall keine finanzielle Unterstützung mehr und Nebenjobs sind im Zeitalter des Bachelor-Masterstudiengangs nur noch bedingt möglich. Unterstützung erfahren sie dabei, wie die anderen Studierenden, auch nur dann, wenn es sich dabei um das Erststudium handelt. Genau dies stellt aber die Problematik im Bachelor-Mastersystem dar. Mit dem Erwerb des Bachelor ist das Erststudium beendet, so dass der Masterstudiengang als Zweitstudium gilt. Da der Master of Education aber auf den Bachelor SKN aufbaut, womit beide zusammen einen konsekutiven Studiengang bilden, zahlt das Bafög-Amt im „Normalfall“ auch Leistungen an die Studierenden dieses Masterstudiengangs. Für die „Ü-30“ Studierenden gilt dies aber wohl nicht, wie einem „Ü-30er“ gesagt wurde. Obwohl er sich noch mitten im Bachelor-Studium befand, stellte er schon einen „Antrag auf Vorab-Entscheidung“ bezüglich des Erhalts von Leistungen für die Zeit des Masterstudiums. So einen Antrag kann jeder Studierende stellen. Somit erfährt er, ob ihm für einen bestimmten Zeitraum eine Unterstützung zusteht. In diesem Fall hat der Kommilitone dies aber in der Gewissheit getan, eine schriftlichte Ablehnung zu erhalten, um dann gegebenenfalls juristische Schritte einzuleiten. Groß war seine Verwunderung, als ihm die Leistungen in einem Schreiben des Amtes bewilligt wurden. Wenige Wochen später erreichte alle Studierenden der Hochschule Vechta eine Mail, in der eine Bafög-Zahlung an unsere überdreißigjährigen Kommilitoninnen und Kommilitonen in der Zeit ihres Master of Education Studiums nicht mehr kategorisch ausgeschlossen wurde. Daraus ergeben sich für mich eine Reihe von Erkenntnissen:
  1. Jeder Studierende sollte einen Bafögantrag stellen, selbst wenn ihm vorher verbal durch seinen Sachbearbeiter wenig Hoffnung gemacht worden ist.
  2. Die „Ü-30-Studierenden“ stellen an dieser Hochschule zwar eine Minderheit dar, sind aber auch ein Bestandteil des universitären Lebens und Mitglieder der Studierendenschaft.
  3. In unserer Gesellschaft gibt es nicht nur „gerade Karrieren“, die linienförmig verlaufen. So mancher Studierende wird möglicherweise einmal umdenken müssen. Im Leben eines Menschen kann es immer passieren, dass zunächst vorgezeichnete Wege auf einmal nicht mehr begehbar sind. Dafür können sich dann aber Türen öffnen, die vorher fest verschlossen waren.
von Ralf Weber

Wohin mit Problemen im Studium?

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Zuerst muss man das vorhandene Problem analysieren und feststellen, um was es sich genau handelt. Ist es fachlicher Natur, d.h. wenn man sich über einen Dozenten beschweren will, die Räume zu klein sind oder die zu leistenden Anforderungen eines Teilmoduls zu hoch für die zu erwartenden APs sind, dann ist der jeweilige Fachrat der richtige und kompetente Ansprechpartner. Der Fachrat hat in den meisten Fällen ein gutes und offenes Verhältnis zu den Lehrenden und den Institutsleitenden. Große und kleine Probleme können von den Fachräten über den „kurzen Dienstweg“ durch ein kleines Gespräch oder durch einen offiziellen Brief/Beschwerde in Angriff genommen werden. Man kann sich durch die Aushänge an den jeweiligen „schwarzen Brettern“ oder via Internetseite des Fachbereiches informieren, wer von euren Mitstudierenden Mitglied im Fachrat ist. Danach kann man den Mitgliedern entweder via E-Mail oder während der Fachratssitzungen persönlich sein Problem schildern. Nun liegt es an den Fachräten aktiv zu werden. Sollten die Fachräte gegen eine Mauer laufen und trotz intensiver Bemühungen dennoch nichts erreichen, kann der AStA den Fachrat unterstützen und auch das Gespräch suchen oder aber die nächst höheren Stellen im Präsidium in Kenntnis setzen. Denn bei allen Bemühungen kann man auf Missstände nur hinweisen und diese schriftlich festhalten, so dass eine offizielle Aktennotiz entsteht. Ob auf die Sorgen und Nöte letztlich eingegangen wird, hängt von den einzelnen Instituten und Fachbereichen ab. Zwingen kann man hierbei niemanden, aber man macht auf die Lage aufmerksam. Meistens werden alle Probleme in kurzer Zeit gelöst. Aber infrastrukturelle Probleme, wie z.B. zu wenig und zu kleine Räume brauchen natürlich etwas mehr Zeit. Neue Gebäude kann sich die Hochschule nicht einfach schnitzen, und unglückliche Planungen gibt es überall. Beschwerden sind richtig und wichtig, aber ein wenig Geduld sollte mitgebracht werden. Die Mühlen aller Bürokratien in Deutschland (und überall in der Welt) mahlen sehr langsam. Da sind Hochschulverwaltungen nicht anders.
Aber manchmal gehört es auch zu dem Studium, als Studierender zu improvisieren und mit schwierigen Situationen zu Recht zu kommen. Denn ein Studium an einer Universität ist nun mal keine Schulausbildung. Es wird, gerade wenn man 2 oder 3 verschiedene Fächer hat, immer wieder zu Überschneidungen kommen, oder dass man manchmal zwei Prüfungen an einem Tag hat. Alles in allem ist man hier in Vechta doch an einer Einrichtung, in der man sich kennt und in der die Dienstwege sehr kurz sind. Auf die meisten Wünsche der Studierendenschaft geht man ein und versucht, diese so schnell wie möglich umzusetzen. Das sieht in Massenuniversitäten wie Münster und Göttingen schon ganz anders aus.
von Arnold Hobbacher

Rechtsberatung für Studenten

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Der AStA steht im Auftrag des Studentenparlaments in Verhandlungen mit einer Rechtsanwältin, um eine Rechtsberatung zu installieren. Im Rahmen dieser Beratung sollen regelmäßige Sprechstunden angeboten werden. Während dieser Sprechstunden kann jeder Student eine kostenlose Rechtsberatung erhalten. Probleme mit dem Vermieter, dem Mietvertrag oder Ärger mit der GEZ und anderen Einrichtungen, können so durch eine gezielte Rechtsberatung schnell geklärt oder auch weiterverfolgt werden. Voraussichtlich soll die Rechtsberatung ab dem 01.07. starten. Alle weiteren Informationen und die einzelnen Termine und Sprechstunden werden zu gegebener Zeit auf der AStA-Homepage und durch Aushänge bekannt gemacht.
von Arnold Hobbacher

Vorsicht! Änderungen in der Prüfungsordnung

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Seitdem in Vechta vor vier Jahren auf einen Bachlor- und Master-Abschluss umgestellt wurde, war es eigentlich allen Eingeweihten klar, dass man im Laufe der Zeit etwas verändern wird. Nur durch Beobachtungen des alltäglichen Tagesgeschäftes und durch intensiven Ausstausch mit anderen Universitäten, konnte man Fehler und Ungereimtheiten auf den zweiten Blick erkennen. So eine radikale Umstellung der universitären Bildungslaufbahn braucht, bis es schließlich fast perfekt funktioniert, Zeit und eine Menge Geduld. Selbst in den alten Studienordnungen fand man immer noch Missstände. Kein System, auf das man sich einigt, ist zu hundert Prozent wasserdicht.
Aber Änderungen, die zu einem besseren Ablauf des Bachlor/Master-Studienganges erdacht und versucht umgesetzt zu werden, dürfen nicht nur auf den Rücken der Studentenschaft ausgetragen werden. Der enorme Zeitaufwand, dreimal mehr Prüfungen abzuhalten und zu bewerten als vorher, ist unbestritten. Aber einfach Prüfungen zusammenzulegen, um so die Anzahl zu reduzieren, ist nicht akzeptabel. Dem Studenten wird so eine Möglichkeit genommen, erstens die Teilmodulprüfung erfolgreich zu bestehen und zweitens, eine schlechte Note auszugleichen. Die gängige Praxis, nur noch Modulabschlussklausuren schreiben zu lassen, nimmt jedem Studenten die Möglichkeit, wenigstens einen Teil des Moduls erfolgreich abzuschließen. Auch die Überlegung, die Joker zu reduzieren, ist gerade in Bezug auf die Zulassungsbeschränkungen zum Master- Studiengang geradezu fahrlässig. Es ist schon an sich unzumutbar, dass nicht jeder für sich selbst entscheiden kann, sein Studium normal zu beenden. Dass man nur mit einem Bachlor-Abschluss auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen kann, ist bis heute eine Utopie. Deutschland fehlt es an qualifizierten Kräften (vor allem im technischen Bereich) und nun sollen noch 2/3 der Studenten nach dem Bachlor rausgesiebt werden? Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Um aber trotzdem den Schnitt zu erreichen (momentan in Vechta für den Master 2,5) sind gerade Joker-Klausuren geeignet, um schlechtere Noten noch zu korrigieren. Dem Bachlor-Studenten werden so viele Prüfungen zugemutet, dass man doch wenigstens mit 5 Jokern einige schlechte Leistungen verbessern zu können. Die bei weitem aber unzumutbarste Änderung soll die Reduzierung der Wiederholungsprüfungen sein. Anstatt wie bisher drei Versuche (zwei schriftliche und eine mündliche Prüfung) sollen alle zukünftigen Erstsemester nur noch zwei Chancen haben. Hier werden berufliche Karieren verhindert, nur um den Arbeitsaufwand der Lehrenden zu vermindern. Wenn das System reformiert werden soll, dann aber bitte radikal und nicht nur zu Ungusten der Studentenschaft.
Alles in Allem setzten sich eure studentischen Vertreter (StuPa, ZKLS, AStA, Senat) dafür ein, diese geplanten Änderungen mit allen Mitteln zu verhindern. gemacht.
von Arnold Hobbacher

Lukas Aufgebauer mit Bremer Heimatpreis ausgezeichnet

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Der diesjährige höchst renommierte Preis der Wissenschaftlichen Gesellschaft der freien Hansestadt Bremen (Wittheit zu Bremen) geht an den Vechtaer Geschichtsmagister Lukas Aufgebauer. Eine Kommission, die über die Vergabe des Preises befindet, hat die von Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker und Dr. Mark Feuerle betreute Magisterarbeit mit dem Titel „Zwischen kultureller Identität und Mäzenatentum. Der Einfluss der niedersächsischen Heimatbewegung auf den Unternehmer Ludwig Roselius und dessen Böttcherstraßen- Idee“ ausgezeichnet. In einem feierlichen Akt wurde im Blauen Saal des Paula-Modersohn- Becker-Hauses der Preis am 23.04. vom Vize-Präsidenten der „Wittheit zu Bremen“ Prof. Dr. Hans Kloft überreicht. Zahlreiche Personen aus dem Universitätsund Kulturleben Bremens waren anwesend, als Prof. Dr. Hans Kloft eine Laudatio auf den Preisträger des Jahres 2007 hielt und gleichzeitig einen Überblick über die preisgekrönte Arbeit gab. In seiner mit der Bestnote ausgezeichneten Magisterarbeit untersucht Lukas Aufgebauer die umstrittene Ideengeschichte der Bremer Böttcherstraße, die heute noch eine zentrale Touristenat traktion Bremens ist. Lukas Aufgebauer konzentriert sich in seiner Arbeit auf die Ursprünge der Umgestaltung der Böttcherstraße und ihrer Entstehungsgeschichte ab 1890. Hierbei erforschte er die Einflüsse für dieses kulturell, künstlerisch und politisch motivierte Bauwerk. Die vor 76 Jahren vom Kaffee HAG Erfinder umgebaute Straße sollte als heimliches Zentrum die Bremer Bürger in eine Welt der Kunst und der geistigen Erholung einladen. Gerade die Würdigung der vorher stark umstrittenen, schillernden Persönlichkeit des Ludwig Roselius, der oft in die Nähe der Nationalsozialistischen Bewegung gebracht wurde, unterstrich Prof. Dr. Hans Kloft in seiner Rede. Lukas Aufgebauer und Prof. Dr. Hucker planen, diesen Erfolg der Hochschule Vechta mit weiteren Projekten zu diesem Thema zu zementieren. Mehrere Institutionen und Verbände aus Bremen, Osnabrück und Göttingen signalisierten bereits großes Interesse an einer Zusammenarbeit und weitere Unterstützung. Der AStA der Hochschule Vechta ist stolz auf seinen Kommilitonen und wünscht Lukas Aufgebauer noch viele weitere Auszeichnungen und Veröffentlichungen in seiner noch jungen wissenschaftlichen Karriere.
von Arnold Hobbacher

Studieren unter Palmen

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Eines der wichtigsten Ereignisse im Leben eines Studenten ist – laut den meisten Befragungen – ein Auslandsaustausch oder Auslandssemester. Gerade bei den dicht gestaffelten Bachelor-Studiengängen können fünf Monate in einem anderen Land und einer anderen Kultur nicht nur die Persönlichkeit weiterbringen, sondern auch neue Kraft und Elan für das weitere Studium geben. Nie wieder wird es so günstig und unkompliziert sein, an einen längeren Auslandsaufenthalt heranzukommen, wie es während des Studiums der Fall ist.
In den letzten Jahren hat sich die Universität Vechta ein beachtliches Netz von Partneruniversitäten aufgebaut, u.a. in West- wie Osteuropa, den USA, Brasilien oder China. Außerdem werden kürzere Austauschprogramme mit Partnerhochschulen während der vorlesungsfreien Zeit angeboten. Für diese Zwecke gibt es extra Stipendien, Auslands-BaföG und sonstige Unterstützungen. Lasst Euch doch einfach mal beraten!
Informationen und Beratung über und bei jedem Schritt der Planung und Durchführung bietet Euch dabei das International Office im R-Gebäude
von Arnold Hobbacher

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