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Traumtrash – Recyceln ist sinnvoll!

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Virtuelles Kino. Eintritt frei, beste Sitzplätze. Jede Nacht in Deinem eigenen Kopf. Welche Programmsparte Dich erwartet? Nun, das liegt ganz in Deinem eigenen Empfinden. Träume sind ja, wie man so schön sagt: Der Spiegel unserer Seele. Alles, was in unserem Bewusstsein unformuliert ruht, macht sich in unserer Traumwelt bemerkbar und soll uns somit den Schlüssel zur Erklärung unserer alltäglichen Probleme und Aufgaben überreichen.
Ob man daran nun glaubt oder nicht, was Nacht für Nacht in unserem Kopf projiziert wird, insofern man sich nach dem Aufwachen noch daran erinnern kann, ist eine unsägliche Flut an Bildern und kreativen Auswüchsen, die nur ein benebelter Verstand zu Tage fördern vermag. Bevor man sich jedoch nach bloßem Gefühl in eigenen Erklärungen zur Deutung seiner Träume verirrt, sollte man eventuell doch einmal ein Medium zur Traumdeutung aufsuchen. Es könnte ja sein, dass falsche Interpretationen bzgl. unseres derzeitigen Empfindens uns schlicht an den Rand des Wahnsinns führen.
Angenommen Du liegst in einer lauen Sommernacht unter dem prächtigsten Sternenhimmel, für den sich die Natur gar wirklich sehr aufgeopfert hat. Du schwelgst in Gedanken, die sich alle um Dein wunderbares Leben drehen und dann schläfst Du ein, bevor Du auch nur einmal versucht hast, den großen Wagen über Dir zu entdecken. Stattdessen siehst Du Dich selbst. Einfach so, in einem schwarz gepuderten, unverzierten, leeren Raum. Das ist nichts Ungewöhnliches, könnte man denken, wenn deinem Selbst gegenüber nicht schlicht anfangen würde, das Gesicht wegzufaulen. Da stehst Du also und Du schimmelst. Du kannst den üblen Prozess der Verwesung nicht aufhalten und so siehst Du Dir selbst und den vergammelnden Tatsachen ins Auge. Bis Du aufwachst und Dir stockstarr über Dein doch so angenehm unangetastetes Gesicht streichelst. “Was jetzt?”, denkt sich Dein Verstand. “Was will mir mein Unterbewusstsein damit sagen? Steht mir Krankheit bevor, Hautkrebs oder Akne?” Nun, schauen wir im TraumWiki nach: “Vor einem Neubeginn steht oft Auflösung, etwa die Beendigung einer Beziehung. In ihnen ist keine Energie mehr vorhanden, sie weiter zu führen. Die Angst davor kann sich in Fäulnis ausdrücken.” Statt des eigenen Leides und Todes zu fürchten, muss man sich nun also Gedanken darüber machen, welche Person man ermüdet aus seinem Leben kickt. Danke, Traumdeutung.
© Marvin Siefke / PIXELIO
Zweiter Fall: Es ist späte Nacht. Du kommst erschöpft von der Arbeit und wirfst Dich direkt mit Anlauf in Dein Bett, um in ein sorgenfreies Schlummerland zu entgleiten. Denkste so. Denn anstatt unbehelligt in ein unaufgeregtes Dunkel zu starren, wird Dir in der eigens erschaffenen Traumwelt ein Päckchen Crack in die Hand gedrückt. Dummerweise befindet sich die Stadt, in der Du Dich aufhältst, soeben in einem Ausnahmezustand. Blaulicht streift durch dunkle Gassen und Polizeikontrollen versperren den Horizont. Du versuchst den Weg zu finden, um mit dem Crack an ein unbekanntes Ziel zu kommen. Auch wenn Du nicht drogensüchtig bist, solch einen Wert schmeißt man nicht weg. Zu spät. Ein liebäugelnder Dackel leckt über Deine Tasche mit erweiterten Pupillen und ein Polizist an seiner Leine packt Dich direkt in den Streifenwagen. “Was jetzt?”, denkt sich Dein Verstand. “Was will mir mein Unterbewusstsein damit sagen? Werde ich für meine bisherigen illegalen Aktivitäten bestraft? Konflikt mit Polizei oder GEZ? Juckt nach all den Jahren wieder das Pudernäschen?” Nochmals der Blick ins TraumWiki: “Drogen auf illegalem Weg zu erwerben, lässt auf eine überhöhte Risikobereitschaft schließen. Ein unangenehmes Drogenerlebnis im Traum kann auf die Angst, den Verstand zu verlieren, zurückgeführt werden. Von der Polizei abgeführt werden kann Schuldgefühle wegen tatsächlich oder vermeintlich unmoralischer Handlungen anzeigen.” Ja dann, danke Traumdeutung. Du hast wieder einmal den Tag gerettet.
Wusstet Du, dass sämtliche Personen, welche in Deinen Träumen vorkommen und die Du nicht aus Deinem realen Leben kennst, Du selbst bist? Eine Tatsache, wie ich finde, welche sehr interessant ist, wenn man überlegt, was man in seinen Träumen aus dieser Perspektive so alles mit sich selbst anstellt. Dinge, über die Du Dir am Besten selbst Gedanken machst, falls Du mal wieder Deinen Traumtrash recyceln willst.
von Tobias Kunz
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Klar (ver)strahlt memon®

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memon13
Wie schädlich ist
elektromagnetische Strahlung?
© Gerd Altmann (geralt) / ThreeDee (filter forge) / PIXELIO
“Die neue Quelle der Macht ist nicht mehr Geld in der Hand von wenigen, sondern Information in den Händen von vielen.” (John Naisbitt *1930, amerik. Prognostiker)
Gut gesprochen, klingt auch gut, doch mit der Realität gebrochen. Denn die Information in diesem Fall kostet. Die Information, die per „destruktiver Interferenz“ die elektrosmogerfüllte Umgebung von pathogenen Informationen „befreit“, auch Reharmonisierung genannt.
Kurios mag dieser Gedanke allein deshalb anmuten, weil wissenschaftlich eindeutige Beweise für die schädigende Wirkung elektromagnetischer Strahlungen auf unseren Organismus fehlen. Zugleich erklären einige Menschen die sie umgebenden elektrischen Geräte (genau: die elektromagnetische Strahlung dieser) zum Auslöser von Krankheiten (bis hin zu Krebserkrankungen) und diesen versucht memon® durch eben das Prinzip der „destruktiven Interferenz“ zu helfen.
„Destruktive Interferenz“ obliegt nicht unserem allgemeinen Sprachgebrauch, so versuche ich eine Metapher: Dieses Blatt Papier sei der Träger der Information (so wie ein Handy, eine Stereoanlage oder ein Laptop). Ebenfalls Träger der Information wären die aneinandergereihten schwarzen Lettern. Information entledigt sich nun des materiellen Bereiches und ist immateriell (wie die elektromagnetischen Schwingungen des Handys, der Stereoanlage oder des Laptops). Das wäre dann meine inhaltliche Auseinandersetzung mit dieser Kuriosität. Durch diese beeinflusse ich den Leser oder die Leserin nun entweder negativ, positiv oder gar nicht (neutral). Voraussetzung ist natürlich, dass der Empfänger der Information die Fertigkeit besitzt, bezogen auf diesen Fall, deutsch zu lesen und durch entsprechende organische Ausstattung (die Augen) befähigt ist zu sehen.
Ausgehend davon, dass mein Einfluss (wie es der der elektromagnetischen Strahlung hier tun soll) negativ auf Dich wirkt, tritt memon® dem damit entgegen, einen anderen Träger mit Informationen zu besetzen, die die negativen aufheben und somit unschädlich für den Organismus machen. Anschließend werden salutogene Informationen „aufgespielt“, die den Informationen des Körpers entsprechen sollen. Der Homöopathie entstammt der Satz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“. Die memon®-Technologie heilt Gleiches mit Gleichem, da sie die Frequenzen der negativen Informationen genau ermitteln kann, um entsprechend reharmonisierende Frequenzen entgegenzusetzen. Hier hinkt meine Metapher, denn meine Informationen würden durch einen Gegenbeitrag nicht komplett aufgehoben werden. Dies soll jedoch bei der Technologie in Bezug auf die elektromagnetischen Strahlungen der Fall sein, sodass diese keinen negativen Einfluss mehr auf den Empfänger hätten (wie – um die Metapher wieder aufzugreifen – ein unbeschriebenes Blatt weißen Papiers).
Anm. der Autorin: Dies ist ein Laienartikel. Studierende der Hochschule Vechta sowie jeder, der sich berufen fühlt, sind herzlich eingeladen etwaige Logikfehler per E-Mail an mich zu korrigieren: johanna[at]univista.de
Um nun auf das eingangs Zitierte zurückzukommen: Informationen bezüglich des Preises gibt es auf der Homepage leider nicht zu finden. Die Größe des 4-Systeme-Transformers, welcher eins der Produkte darstellt, variiert mit den Bedingungen des Hauses (Größe, Leitungen etc.) Der Handy-Transformer liegt in dem Bereich von ca. 100 Euro.
Ein Wunsch, der sich bezüglich dieser Kuriosität in mir entwickelt hat, ist, dass es sehr bald fundierte Belege für die Wirkung elektromagnetischer Strahlungen auf unseren Organismus gibt. Dann könnten Elektrounternehmen beginnen, ihre Geräte mit entsprechenden Entstörgeräten zu versehen, um damit auch jene Nachfrager zu erreichen, die sich aufgrund ihrer Skepsis noch scheuen. Denn: wir bräuchten dann nicht auf den Standard verzichten, der mit diesen Geräten einhergeht und unser Organismus müsste nicht auf seine Gesundheit verzichten – wenn es stimmt, das mit den krankmachenden Strahlungen.
Um sich näher zu informieren und der Wahrheit des Kuriosen auf den Zahn zu fühlen: siehe www.memon.eu
von Johanna Olberding
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Alle Jubeljahre – Jubiläen: It all started with a mouse…

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Jeder von uns hat ja so seine eigenen Helden der Kindheit. Um einen „Held“ ist aber wahrscheinlich ausnahmslos niemand von uns herumgekommen: Mickey Mouse. Auf Bleistiften, Bettwäsche und Zahnbürsten oder als Kuscheltier hat diese Maus uns alle ein Stück weit begleitet (oder tut es auch heute noch) und verkörperte dabei irgendwie immer einen guten Freund, der genau so ist wie man selbst sein möchte – jemand, der immer gute Laune hat, für jeden Blödsinn zu haben ist und der jeden Tag zu einem Abenteuer macht. Dass dieser Jemand in Gestalt einer Maus vom Alter her locker unser Großvater, vielleicht sogar Urgroßvater sein könnte, bemerkt dabei niemand…
Mickey Mouse in Asien
Am 18. November 1928 strahlte das New Yorker Colony-Theatre im Vorprogramm erstmals den Zeichentrickfilm Steamboat Willie (auf YouTube) aus – die Geburtsstunde von Mickey Mouse. Walt Disney selbst lieh Mickey, seiner Freundin Minnie und dem ewigen Bösewicht Kater Karlo (im Original: Peg Leg Pete) seine Stimme und steckte jeden eigenen Cent in die Produktion des ersten bekannteren Zeichentrickfilms mit Ton. Gezeichnet hat die Figuren allerdings Up Iwerk. Disney selbst brachte lediglich die Ideen zu sämtlichen Charakteren.
Nach dem Erfolg des Leinwanddebüts konnten die heiteren Geschichten um die kleine schwarze Maus und ihre Freunde ab Januar 1930 auch als Comic-Strips in amerikanischen Tageszeitungen verfolgt werden. Zur gleichen Zeit kamen die ersten Schulmappen mit Mickey Mouse Motiv auf den Markt – der Startschuss für eine inzwischen kaum vorstellbare Vermarktung von Lizenzprodukten aus dem Hause Disney. Durch die zahlreichen Themenparks, Produktionsfirmen, Fernsehsendern und Merchandise rund um die Maus und ihre Freunde ist der Disney-Konzern inzwischen das zweitgrößte Medienunternehmen der Welt (137 000 Mitarbeiter bei 35,51 Mrd. USD jährlich, Stand 07/08).
Über die Jahre wuchs die Anzahl der gezeichneten Disneyfamilie und auch Mickey selbst wurde einigen äußeren Veränderungen unterzogen: Die einst punktförmigen Augen wurden umrandet und waren so zu einer größeren Mimik fähig, Handschuhe prägten bereits ab 1929 das Auftreten der stilbewussten Maus mit der roten Hose, die Ohren wurden größer, die Hüften breiter und das Gesamtbild runder.
Seit den 1960er Jahren überließ Mickey die Kinoleinwand allerdings überwiegend den anderen Disney-Charakteren. Schade eigentlich. So mit 80 ist doch die Zeit reif für ein pompöses Kino-Comeback, finden wir. Denk doch bei einem Stück Geburtstagstorte mal darüber nach, Mickey!
von Lea Weber
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Alle Jubeljahre – Jubiläen: Google dich mal!

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Google: Helfer bei der Suche
nach der Nadel im Heuhaufen
© Rose / PIXELIO
Ja, kein Witz. “Googeln” ist seit 2004 offiziell ein vom Duden akzeptiertes Verb. Für unsere Generation steht diese Tatsache vielleicht weniger zur Diskussion. Im Gegenteil, es gehört zum festen Wortschatz eines jeden von uns. Aber war das schon immer so? Wir blenden einmal zurück…
Die Lovestory Larry Pages und Sergey Brins begann am 7. September 1998 in einer kleinen Garage in Mountain View, Kalifornien. Wie auch bei anderen großen Liebespaaren der Geschichte, konnten sich Larry und Sergey zunächst einmal gar nicht leiden, bis sie die Idee einer Hypertext-Web-Suchmaschine namens Google zusammenschweißte und bis heute nicht losließ. Ihre Idee bestand darin, die Menge der Hyperlinks zu analysieren, die auf eine Webseite verweisen, um herauszufinden, welche Seite am beliebtesten ist. Die Idee dieser Suchmaschine wurde in die Tat umgesetzt und wird heute von mehr als 90% aller Deutschen als erste Wahl genutzt. Studenten nutzen Google bei jeder Gelegenheit, um zum Beispiel an Infos zu gelangen, eine geeignete Lokalität zum Essen zu finden oder das Abendprogramm auszukundschaften. Für die Macher gilt die Devise: Was man dort nicht findet, ist schlichtweg nicht existent.
Durch Kleinanzeigen nach Suchbegriffen wird das Unternehmen finanziert und bietet heute eine Vielzahl von Diensten, wie Bilder- und Videosuche, E-Mail, Kalender, Text- und Tabellenbearbeitung. Doch Google bietet nicht nur Onlinedienste, sondern auch zahlreiche Produkte, wie ein eigenes Handybetriebssystem oder das gut bewährte Medium, das Buch “Die Google-Ökonomie”.
All diese Dinge wurden jedoch nicht an einem Tag geschaffen. Die Lovestory der beiden Computergenies jährte sich in diesem Jahr zum 10. Mal. Und auch nach 10 Jahren lässt Google nicht nach. In den ersten acht Monaten des Jahres 2008 wurden eine kollaborative Wissensplattform (Knol), eine 3D-Chat Anwendung (Lively), Straßenansichten für noch mehr Großstädte und ein eigener Google-Browser (Chrome) gestartet.
Also kann ich nur noch sagen: Alles Gute zum 10-Jährigen und weiter so. Wir Studis brauchen euch!!!!
von Jessica Barbato
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Holzauge sei wachsam…

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„Als ich nach dem Wochenende zurück in meine Wohnung kam, hatte ich das Gefühl, dass jemand ohne mein Wissen dort gewesen war. Ich rief natürlich gleich bei meinem Vermieter an und erfuhr, dass er Handwerkern Zutritt zu meiner Wohnung ermöglicht hatte. „Er wollte keine Zeit verlieren, denn Studenten seien schließlich so schlecht zu erreichen.“
Das Erlebnis der Studentin Verena ist manchem Studierenden in Vechta nicht unbekannt. Obwohl die eigene Wohnung bzw. das WG-Zimmer definitiv einen vom Gesetz geschützten Privatbereich darstellt, verschaffen sich einige Wohnungseigentümer in Abwesenheit ihrer Mieter Zutritt. Auf Nachfragen werden hierfür Gründe wie kleine Reparaturmaßnahmen, Zimmerbesichtigungen für potentielle Nachmieter oder auch ein allgemeines Nachdem- Rechten-Sehen angegeben. Der Gedanke, jemand Fremdes bewege sich unbemerkt in den eigenen vier Wänden, kann mitunter beängstigend sein, selbst wenn der Grund dafür, wie im Beispiel der Studentin Katja, jenseits der Neugierde liegt: „Nach dem Wochenende kam ich in meine Wohnung und fand im Wohnzimmer Laminat verlegt. Vorher war dort Teppich gewesen! Meine Vermieterin sah es als freundschaftlichen Dienst an. Sie erklärte mir, dass sie sogar meinen Hamster noch gefüttert hätte. Ich wusste nicht, was ich dazu sagen sollte.“
Trotz aller Nächstenliebe für mittellose Studenten bleibt klarzustellen, dass ein Vermieter weder aus sorgenden noch aus überwachenden Gründen das Recht hat, eine vermietete Wohnung ohne Wissen des Mieters zu betreten. Allerdings ist es dem Eigentümer erlaubt, nach vorheriger Anmeldung seine Wohnung zu besichtigen, was ihm dann auch ermöglicht werden muss. Gründe hierfür wären beispielsweise eventuelle Nachmieter oder die Reparatur kleinerer und größerer Schäden, die den Wert der Immobilie auf längere Sicht senken könnten. Generell gilt jedoch, dass Besuche mindestens 24 Stunden vorher angekündigt werden müssen. Bei dieser Ankündigung ist der Vermieter ebenfalls verpflichtet, dem Mieter den Grund des Besuches mitzuteilen und weitere Besucher zu erwähnen. Von dieser Regel ausgenommen sind Notfälle wie ein plötzlicher Wasserrohrbruch oder der Verdacht auf Feuer. In diesem Fall darf auch ohne Benachrichtigung die Wohnung betreten bzw. eine Notöffnung vorgenommen werden. Daher ist es sinnvoll, einen Zweitschlüssel bei einer vertrauten Person im nahen Umfeld zu hinterlegen und dies dem Vermieter mitzuteilen. Zeiten, in denen die Wohnung besichtigt werden darf, sind gemeinhin auf Wochentage festgelegt. Dabei wird sich an den üblichen Arbeitszeiten orientiert, also 10-18 Uhr. In Ausnahmefällen können auch spätere Termine sowie das Wochenende berücksichtigt werden. Klauseln im Mietvertrag, die dem Vermieter ein Besuchsrecht zu jeder Zeit garantieren, sind ungültig und somit nichtig.
Ein Blick ins Mietrecht lohnt sich
auch für Studenten
Foto: Britta Simon
Sollte man das Gefühl haben, dass der Vermieter gerne mal einen Spaziergang durch die Wohnung unternimmt und sich dies auf Nachfrage auch bestätigt, besteht das Recht auf eine umgehende Kündigung des Mietvertrages. Kündigungsfristen sowie Schadenersatzansprüche seitens des Vermieters auf entgangene Miete sind in diesem Fall gegenstandslos.
Festzuhalten ist, dass Vermieter sich im Klaren darüber sein müssen, dass Studenten genauso zahlende Mieter sind wie eine Familie mit Kindern und somit ebenso ein Recht auf Privatsphäre in ihren vier Wänden besitzen. Daher ist ein Eindringen in den Wohnraum ohne Ankündigung nicht tolerierbar. Bei Unklarheiten oder bereits bestehenden Streitigkeiten sollten Studenten sich umgehend Rat beim deutschen Mieterbund einholen oder direkt einen Anwalt zur Hilfe nehmen. Denn wenn man in den eigenen vier Wänden nicht in Ruhe leben kann, wo dann?
von Britta Simon
Hilfestellen für Studierende:
Deutscher Mieterbund
- Im Internet unter: www.mieterbund.de
- oder per Telefon unter 0900/12 000 12 ( 2 Euro pro Minute )

Kostenlose Rechtsberatung an der Hochschule Vechta unter
www.asta-uni-vechta.de/home/information/rechtsberatung/
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