Der Weg zum ersten Job nach dem Studium

Der Sinn und Zweck eines Studiums besteht darin, sich Fachwissen anzueignen und so auf eine bestimmte berufliche Laufbahn vorzubereiten. Den meisten Studenten ist dies jedoch gar nicht so sehr klar und meist wird ihnen erst gegen Ende des Studiums bewusst, dass es bald ernst wird. Allerspätestens dann kommt die Zeit, sich auf den Job vorzubereiten.

Doch nur den wenigsten Studierenden fällt es leicht, in das Berufsleben einzutreten. Kein Wunder, schließlich gilt es im Vorfeld zahlreiche Aufgaben zu meistern. Hierbei gilt: Je klarer die Zielrichtung und je früher im Studium auf den Job hingearbeitet wurde, desto besser die Chancen.

Die richtige Berufswahl treffen

Ein ganz entscheidendes Thema ist die eigentliche Berufswahl. Überraschend viele Studenten müssen gestehen, dass sie gar nicht so genau wissen, was sie machen wollen. Streng genommen ist dies sehr schade, schließlich sollte schon vor der Studienwahl einigermaßen klar sein, wohin die berufliche Reise geht.

Wer sich unschlüssig ist, sollte sich umfassend informieren. Quellen gibt es mehr als genüge. Am besten ist es natürlich, in die einzelnen Jobs reinzuschnuppern und sich selbst ein Bild zu machen. Im Anschluss fällt es meist leicht, eine Entscheidung zu treffen. Gefällt ein Job nicht, geht die Berufswahl weiter. Ansonsten ist es natürlich möglich, sich in Foren zu informieren, sich mit anderen Studierenden und Absolventen auszutauschen. Außerdem kann in bestimmten Fällen auch die Bundesagentur für Arbeit eine empfehlenswerte Anlaufstelle sein.

Praktika als große Chance nutzen

Den bereits angesprochenen Einblick in einzelne Berufe ermöglichen Praktika. Schade ist, dass nur wenige Studenten ihre Chancen richtig nutzen. Oft wird nur halbherzig nach guten Praktikastellen gesucht. Dabei sind die Möglichkeiten enorm: Wer einen Praktikumsplatz in einem guten Unternehmen erhält, kann hervorragende Kontakte knüpfen. Diese sind später hilfreich, um den ersten Job zu bekommen. Mit ein wenig Glück ist es dann gar nicht erforderlich, sich bei vielen Unternehmen zu bewerben – unter Umständen genügt schon eine einzige Bewerbung.

Übrigens geht es im Praktikum gar nicht so sehr darum, sich Fachwissen anzueignen. Viel wichtiger ist es, die angesprochenen Kontakte zu knüpfen. Ihr Wert wird gerne unterschätzt, dabei können sie so hilfreich sein. Hierbei geht es keineswegs nur um Kontakte zum jeweiligen Unternehmen, sondern vielmehr zu den Kollegen. Es ist schließlich denkbar, dass diese später ihre Jobs wechseln und sich dadurch ganz neue Türen öffnen. Außerdem war es nie so leicht, sich mit Menschen dauerhaft zu vernetzen. Soziale Netzwerke machen es leicht, mit ehemaligen Kollegen in Verbindung zu bleiben.

Potentielle Arbeitgeber finden

Die meisten Absolventen wissen nicht, wo sie sich bewerben sollen. Dabei geht es auch anders. Am besten ist es, sich bereits während der Studienzeit eine Liste potenzieller Arbeitgeber zu erstellen. Der Vorteil: Während des Studiums hat man viel Zeit, um sich umzusehen und über Unternehmen zu informieren. Alle potenziellen Arbeitgeber werden auf besagter Liste festgehalten. So ist später klar, wo es nach aktuellen Stellenanzeigen zu suchen gilt. Es wird keine Zeit verloren, zumal es ebenso möglich ist, Unternehmen zu notieren, bei denen man nicht arbeiten möchte.

Für die Suche nach potentiellen Arbeitgebern gibt es viele inspirierende Quellen. So ist es zum Beispiel sinnvoll, sich mit Studienkollegen auszutauschen. Wenn diese z.B. von einem tollen Praktikum berichten, könnte man sich dies notieren. Aber auch Jobmessen sind hilfreich, um potentielle Arbeitgeber zu finden. Zumal sich dort die Chance bietet, auch gleich erste Kontakte zu knüpfen.

Bewerbung schreiben

Die größte Herausforderung der meisten Absolventen ist das Schreiben der eigentlichen Bewerbung. Die Mehrheit tut sich mit dieser Aufgabe relativ schwer, was gleich verschiedene Gründe hat. Ein Grund besteht darin, dass es vielen Menschen schwer fällt, eigene Texte zu schreiben. Sie arbeiten mit den üblichen Floskeln, welche die Bewerbung nicht gerade glänzen lassen. Zudem kommt es auch heute noch vor, dass viele Absolventen nicht so genau wissen, wie eine Bewerbung aufgebaut ist.

Im Mittelpunkt der Bewerbung stehen zwei Dokumente, nämlich das Anschreiben und der Lebenslauf. Die Erstellung des Lebenslaufs gestaltet sich noch vergleichsweise einfach, schließlich ist es möglich, dieses Dokument tabellarisch aufzubauen. Anders verhält es sich beim Anschreiben, das überwiegend als Fließtext formuliert wird.

Fakt ist, dass sich beide Dokumente nicht von selbst schreiben. Zugleich sind sie von höchster Bedeutung – ein schlechtes Anschreiben führt unweigerlich dazu, dass Bewerber aussortiert werden. Deshalb ist es ratsam, sich mit dem Erstellen der Bewerbungsunterlagen Zeit zu lassen bzw. die geschriebenen Texte ruhig mehrfach zu überarbeiten. Eine vorherige Recherche darf nicht fehlen, damit am Ende klar ist, welche Inhalte in die Bewerbungsdokumente gehören.

Sich arbeitssuchend melden

Nicht immer finden Absolventen sofort nach dem Abschluss einen Job. Oft bleibt ihnen keine andere Wahl, als sich arbeitssuchend zu melden. So ist es immerhin möglich, finanzielle Unterstützung zu erhalten – und um beispielsweise damit Bewerbungsunterlagen zu bezahlen. Für einen sofortigen Anspruch auf Arbeitslosengeld II ist es erforderlich, sich bereits drei Monate vor Ende des Studiums mit der Bundesagentur für Arbeit in Verbindung zu setzen.

Vorbereitung auf den Einsteig in das Berufsleben

Ist ein Job gefunden, beginnt die Vorbereitung. Häufig bedeutet dies, in eine andere Stadt ziehen zu müssen. Folglich wird es Zeit für die Wohnungssuche. Ebenso ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Absolventen für ihren ersten Job eine neue Garderobe zulegen müssen, weil beispielsweise Business-Kleidung am Arbeitsplatz getragen wird. Ergänzend wird dazu geraten, sich im Vorfeld noch intensiver mit dem neuen Arbeitgeber zu beschäftigen, um sich in der neuen Arbeitswelt möglichst schnell zurechtzufinden.

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